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14.01.2021

15.01.2021

Gasoil ICE London ($/to)

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15.01.2021

Ölpreise unter Druck - US-Sanktionen gegen China und schwache Ölnachfrage 

Nach wie vor hält sich ein gewisser Optimismus an den Ölbörsen und die Hoffnung auf ein Licht am Ende des düsteren Corona-Tunnels bleibt bestehen. Allerdings wird den Marktteilnehmern mehr und mehr bewusst, dass es möglicherweise erst noch einmal dunkler wird...

Neben der sinkenden Nachfrage in Europa bereiten vor allem die vielen neuen Infektionen in China Sorge. Am Freitag meldete China die höchste Zahl an Neuinfektionen seit mehr als zehn Monaten. Die Euphorie am Ölmarkt ist zwar eindeutig stark, aber die Marktindikatoren aus Asien sind gemischt.

Für Hoffnung sorgte gestern allerdings der designierte US-Präsident Joe Biden, der ankündigte, insgesamt 1,9 Billionen Dollar für ein neues Corona-Hilfsprogramm ausgeben zu wollen. Die Infrastrukturkomponente des US-Konjunkturprogramms bietet eine gewisse Unterstützung für die Ölpreise angesichts der aktuellen Covid-19-Sorgen, die auf die Benzinnachfrage drücken.

In beiden Fällen hat sich die Rhetorik in den vergangenen Wochen verschärft. Vor allem eine Wiederaufnahme des 2015 geschlossenen Atomabkommens mit dem Iran scheint eine echte Herkulesaufgabe zu werden.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben mit diesen fundamental trüben Aussichten am Morgen nach und veranlassen zu einer fundamental leicht bearishen Einstufung. Bei den Preisen gibt es derzeit rechnerisch nur kleinere Preisveränderungen. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

14.01.2021

Preisrallye gestoppt – Technische Verkaufssignale und neue Corona-Lockdowns 

Die zum Jahresanfang gestartete Preisrallye, die mit den freiwilligen Kürzungen Saudi-Arabiens um 1 Mio. B/T ihren Ausgang nahm, scheint erst einmal gestoppt.

Die die DOE-Bestandsdaten hatten gestern einen deutlichen Abbau bei Rohöl und eine gestiegene Nachfrage gemeldet, aber eben auch deutliche Aufbauten bei Destillaten und Benzin – ein Faktor, der von den Marktteilnehmern als Zeichen eines Überangebots bei den Produkten gesehen wird und daher die Preise belastet.

Die Corona-Pandemie bleibt ein allgegenwärtiges Thema und drängt sich mit immer neuen weltweiten Lockdowns wieder zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer.

Die Ölproduzenten stehen vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung, Angebot und Nachfrage auszugleichen, da Faktoren wie das Tempo und die Reaktion auf die Corona-Impfungen große Unsicherheiten darstellen und die Aussicht trüben.

Für Optimismus sorgt neben den erfolgreichen Impfkampagnen, die weltweit angelaufen sind, auch die Aussicht auf umfangreiche finanzielle Corona-Hilfen. Joe Biden, der designierte US-Präsident, hatte Anfang der Woche ein Hilfspaket in Billionenhöhe in Aussicht gestellt, welches er heute im Detail vorstellen will.

Die fundamentale Marktlage schätzt man daher noch neutral ein. Eventuell könnte ein bearishe OPEC Report heute die Richtung entscheidend beeinflussen, so dass sich bei den Preisen zu gestern leichte Abwärtspotenziale ergeben. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

13.01.2021

Ölfutures bauen Vortageshochs bereits weiter aus 

Der US-Rohölkontrakt WTI erreichte mit dem gestrigen Tageshoch von 53,45 Dollar pro Barrel den höchsten Stand seit Ende Februar 2020, allerdings dürfte von diesem Niveau aus kaum noch Aufwärtspotenzial vorhanden sein.

Zwar korrigierte die EIA die Prognosen aus ihrem Dezember-Bericht deutlich nach oben, für das erste Quartal 2021 rechnen die Experten allerdings bei WTI dennoch „nur“ von einem Durchschnittspreis von 52,69 Dollar pro Barrel – Tendenz für die folgenden Quartale des Jahres: fallend.

Laut EIA dürfte die Ölnachfrage 2021 im Jahresdurchschnitt noch nicht einmal – wie im vergangenen Bericht noch angenommen – die Marke von 98 Mio. B/T überschreiten. Dem Niveau von 2019, also vor der Covid-19-Pandemie, dürfte sich die weltweite Nachfrage erst 2022 wieder annähern. Lichtblick in puncto Nachfrage dürfte laut EIA China bleiben.

Auf kurze Sicht werden die Marktteilnehmer nun auf die Ölbestandsdaten heute Nachmittag achten. Sollte sich der vom API gemeldete starke Rückgang der landesweiten Rohölbestände bestätigen, könnte dies zumindest für eine kurze Aufwärtsbewegung sorgen, die jedoch durch potenzielle Aufbauten bei den Produkten und eine schwächere Nachfrage ausgebremst werden könnte.

Heute Morgen setzen die Ölfutures die Aufwärtsbewegung von Dienstag weiter fort, daher deutet sich bei den Preisen nur leichte Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

12.01.2021

Ölfutures starten unterhalb der Vortageshochs 

Nach dem kurzfristigen Aufwärtstrend, der sich in der vergangenen Woche an den Ölbörsen entwickelt hatte und die Futures zu neuen Mehrmonatshochs führte, nahmen die Marktteilnehmer am gestrigen Montag Gewinne mit. Laut Experten dürfte dies jedoch nur ein kurzzeitiges Aufleuchten gewesen sein – sofern Covid-19 in China eingedämmt bleibt.

Am heutigen Dienstag kamen außerdem weitere negative Covid-19-Meldungen aus Japan und Malaysia. So soll Japans Premierminister angekündigt haben, für weitere Präfekturen des Landes den Notstand ausrufen. Für Malaysias gilt ein nationales Reiseverbot sowie einen 14-tägigen Lockdown der Hauptstadt Kuala Lumpur und fünf weiterer Bundesstaaten.

Auf der Angebotsseite dürfte die US-Schieferölindustrie angesichts der mittlerweile wieder höheren Ölpreise die Produktion steigern, denn ein Großteil der US-Schieferölproduktion sind bei Preisen ab 50 Dollar pro Barrel rentabel. In diesem und dem kommenden Jahr werde auch die Nachfrage für das zusätzliche US-Rohöl vorhanden sein. Längerfristig sollten die US-Unternehmen allerdings den Energiewandel nicht unterschätzen.

In dieser Woche dürften die Bestandsdaten allerdings etwas in den Hintergrund rücken, da die EIA am heutigen Abend ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlichen wird.

Bei den Preisen deutet sich daher weiterhin Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Montag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

11.01.2021

Biden kündigt Hilfspaket in Billionenhöhe an – Corona-Sorgen trüben den Wochenstart 

Zum Wochenanfang scheint die Preisrallye der letzten Woche erst einmal gebremst, auch wenn der bullishe Effekt der saudischen Produktionskürzungen nach wie vor bestehen bleibt. Die Sorge einer Überversorgung in den kommenden Monaten tritt damit erst einmal im Hintergrund.

Doch auch in dieser Woche drängt sich das Corona-Virus zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer. Europa und auch die USA sind in dieser Beziehung ja schon länger die Sorgenkinder, sind hier doch die Infektions- und Todeszahlen enorm hoch und die Verbreitung durch die mutierte Version des Virus kaum einzudämmen. Inzwischen steigen aber auch die Neuinfektionen in China wieder bedenklich an.

Doch nun hat die nationale Gesundheitsbehörde Chinas den größten täglichen Anstieg an Covid-19-Fällen seit 5 Monaten gemeldet und große Teile der Provinz Hebei nahe der Hauptstadt Peking wieder in den Lockdown geschickt.

Das Spannungsfeld aus bullishen und bearishen Faktoren bleibt damit auch zum Auftakt der neuen Woche bestehen. Die Gewinnmitnahmen am Morgen dürften technischer Natur sein während die fundamentale Konstellation weiter neutral eingestuft wird und im Vergleich zu Freitag Vor- und Nachmittag bleiben aber noch immer Preissteigerungen bestehen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

08.01.2021

Analysten erwarten starke Käufe von Rohöl-Kontrakten – Futures mit 11-Monatshochs 

Marktteilnehmer berichten, dass am Donnerstag sieben Nordsee Rohöl-Cargoes den Besitzer wechselten. Eine außergewöhnlich starke Nachfrage. Doch dies könnte eventuell auch eine Reaktion auf die angekündigte Produktionskürzung der Saudis sein, um die Versorgung sicherzustellen. Die überraschende Maßnahme Saudi-Arabiens ist auch weiterhin eines der maßgeblichen Themen am Markt. Aufgrund des überraschenden Versprechens der Saudis, die Produktion zu drosseln, wird erwartet, dass die Ölmärkte bis Februar in einer bullischen Stimmung bleiben werden.

Auf der bullishen Seite sehen die Marktteilnehmer auch den Einfluss der Neuausrichtung der globalen Rohstoffindizes, durch den starke Käufe an den Ölbörsen über die kommenden Tage erwartet werden, wenngleich wohl ein gewisses Kaufpotenzial durch institutionelle Investoren bereits in den letzten Tagen antizipiert wurde. Hinzu kommt der Wahlsieg der Demokraten im Senat, durch den weitere Konjunkturprogramme einfacher werden, sowie die Spannungen mit dem Iran.

Auf der bearishen Seite bleibt der große Einfluss der Corona-Pandemie und die Rekordinfektionen und Todesfälle. Daraus bildet sich ein Spannungsfeld mit den bullishen Elementen. Der Markt nimmt für den Moment fundamental weiter eine tendenziell bullishe Haltung ein.

Die Futures an den Ölbörsen präsentieren sich in den Morgenstunden bisher wenig verändert, und so zeichnen sich aktuell auch nur kleinere Preisveränderungen ab. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: neutral 

07.01.2021

US-Unruhen ohne Einfluss auf Ölbörsen – Preise bleiben nach DOE fest 

Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des DOE haben am Ende einen leicht bullishen Einfluss, auch wenn die Produktnachfrage stark gesunken ist und die Produktvorräte deutlich zulegten. Die Zahlen sind allerdings schwer zu interpretieren, sind diese doch von saisonalen Verzerrungen und Besonderheiten geprägt.

Auch die Unruhen vor und in dem Capitol in Washington, USA, haben nur wenig Einfluss auf die Preise, so lange es bei einem einmaligen Vorkommnis bleibt. Finanzmarkakteure rechnen damit, dass nun weitere und umfangreiche Hilfsprogramme für die Wirtschaft folgen. Zeitgleich wird es Biden der US-Ölindustrie eher schwerer machen als Trump. Beides wird sich längerfristig tendenziell bullish auf die Ölpreise auswirken.

Die Produktionskürzung der Saudis ab Februar ist momentan aber der Hauptfaktor, der die Preise nach oben treibt, bzw. hochhält. Am Ende wird es darauf hinauslaufen ob die neuen Lockdowns die Ölnachfrage tatsächlich derart stark senken werden, oder die Produktionskürzung der Saudis überwiegen wird. Momentan jedenfalls dominieren noch die bullishen Faktoren.

In der Gesamtbetrachtung bleibt auch heute somit eine fundamental neutral bis bullishe Haltung. Für heute deuten sich bei den Preisen weitere Preissteigerungen in geringem Umfang an. 

Fundamental: neutral/bullish                            Chartanalyse: neutral/bullish 

06.01.2021

Saudi-Arabien kürzt Ölproduktion – Preise klettern auf neue Langzeithochs 

Die Spannungen am Persischen Golf haben in dieser Woche wieder zugenommen, nachdem die Iraner ihre Urananreicherung hochgefahren haben und ein südkoreanisches Schiff festsetzten.

Die US Ölbestandsdaten des API wurden bisher vom Markt ignoriert, wenngleich diese mit ihren Abbauten bei den Produktvorräten klar bearish sind und auf eine schwache Ölnachfrage hindeuten. In den Schatten gestellt werden alle Faktoren aktuell von der Entscheidung der OPEC+ die Produktionssteigerungen für Februar und März auszusetzen, während die Saudis das Angebot um 1 Mio. B/T reduzieren. Diese Maßnahme kam für die Marktteilnehmer überraschend.

Auf den ersten Blick ist die Entwicklung der Produktionsmengen der OPEC+ sicherlich bullish, und entsprechend auch die Wirkung auf die Ölpreise. Doch auf den zweiten Blick ist die Gemeinschaft geschwächt und die Maßnahme ein starkes Indiz, dass man die Ölnachfrage zum Start 2021 deutlich schwächer einschätzt als bisher prognostiziert. Fundamental überwiegen zunächst einmal die bullishen Faktoren, weshalb wir auch einen neutral bis bullishen Standpunkt einnehmen. Allerdings bilden die strikteren Lockdowns sowie die Zahlen des API auch ein bearishes Gegengewicht.

Entsprechend zeichnen sich für heute Morgen kräftige Preisaufschläge zu gestern ab. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: neutral 

05.01.2021

OPEC+ Meeting verlängert – Technische Verkaufssignale 

Die Spannungen im Mittleren Osten mit dem Iran sind bullish zu bewerten, insbesondere nachdem der Iran erneut in den internationalen Schiffsverkehr eingegriffen und die Anreicherung von Uran auf 20% begonnen hat. Mit einem offenen Konflikt rechnet an den Märkten offenbar niemand, denn ansonsten hätte es eine deutliche Reaktion an den Ölbörsen gegeben.

Im Fokus der Marktteilnehmer heute vor allem weiter das Meeting der OPEC+ Gruppe, die gestern nicht zu einer Einigung kam. Das Drama um das OPEC+ Treffens belaste natürlich die Ölpreise, aber größeren Einfluss habe wahrscheinlich die noch unbekannte Auswirkung der neuen Lockdowns und die damit verbundenen Belastungen für Wirtschafts- und Reiseaktivität. Generell wurde der Markt zuletzt von einem Optimismus rund um die Verteilung der Impfstoffe beflügelt, doch die neuen Lockdowns haben den Nachfragausblick gedämpft.

Mit Blick auf die Spannungen mit dem Iran, dem noch offenen Ausgang der OPEC+ Verhandlungen sowie den Unsicherheiten bezüglich der Ölnachfrage, bleibt die Lage fundamental neutral. Bei den Preisen deuten sich heute starke Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish 

04.01.2021

Ölpreise ziehen zum Jahresstart an – Warten auf OPEC+ Entscheidung 

Zwischen den Jahren blieb der Handel an den Ölbörsen wie erwartet ruhig und relativ unaufgeregt. Wie schon im alten Jahr bleibt das wichtigstes Thema hierbei: Corona. Die Pandemie hat die Welt und die Ölbörsen nach wie vor fest im Griff. Wie es um die Nachfrage tatsächlich steht, muss sich in den kommenden Wochen erst noch weisen. Hinzu kommt, dass sich mit den Feiertagen die Ansteckungen drastisch erhöht haben und es im Januar zu einer neuen massiven Infektionswelle kommt.

Zahlreiche Regierungen haben bereits angedeutet, dass die strengen Lockdowns aus Dezember vermutlich noch einmal verlängert werden müssen.

Die OPEC+ und ihre Entscheidung über die weitere Produktionssteigerung steht ebenfalls im Fokus. Die Gruppe ist bekanntermassen unschlüssig, ob man diese Maßnahme beschließen sollte oder noch einmal verschiebt. Auch die Experten sind sich hierüber noch sehr unsicher.

Vor den Weihnachtsfeiertagen hatten die spekulativen Marktteilnehmer tendenziell zu Long-Positionen aufgebaut und diese über den Feiertagshandel wieder glattgestellt. Mit dem Handelsauftakt heute und der OPEC+ Entscheidung vor der Brust könnten die Trader nun zunächst einmal auf Nummer sichergehen und sich für Long-Positionen entscheiden, die die Börsen stützen würden.

Die Preise legen in den ersten Handelsstunden deutlich zu und sorgen so für eine feste Tendenz. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

21.12.2020

Wir wünschen besinnliche und schöne Festtage 

Ein ereignisreiches, spezielles, herausforderndes Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und auf diesem Weg wünschen wir Ihnen schöne und erholsame Festtage im Familien- und Freundeskreis sowie einen guten Rutsch in ein neues, erfolgreiches Jahr 2021

Bleiben Sie bitte Gesund und wir freuen uns, Sie ab dem 04. Januar 2021 wieder mit News und Berichten bedienen zu können. 

Natürlich sind wir jederzeit erreichbar, sollten Sie Ihre Preise oder Informationen benötigen. 

18.12.2020

Brent zurück in Contango – Charttechnik mit erheblichem Korrekturpotenzial 

Die OPEC+ hatte gestern ihr JMMC Meeting auf Januar verlegt. Die Hintergründe sind noch nicht ganz klar, es könnte allerdings ein Zeichen sein, dass sich die Mitglieder nicht ganz einig sind, wie man die aktuelle Marktlage bewertet. Das wäre ein besorgniserregendes Zeichen, spricht dies doch für erhöhte Spannungen innerhalb der Gruppe.

Das Treffen soll nun am selben Tag wie das OPEC+ Meeting stattfinden, vermutlich um vorab keine Vorlage für Unruhe am Markt zu sorgen.

Aktuell konzentriert sich der Markt vor allem darauf, dass sich die Nachfrage künftig zügig erholt und setzt auf steigende Preise.

In 2021 wird die Wirtshaft sicherlich wieder stark wachsen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, wenn große Teile der Bevölkerungen geimpft sind und die Einschränkungen im öffentlichen Leben abnehmen.

Wir nehmen aktuell einen neutralen Standpunkt ein, während sich für das Inland mit den vorsichtigen Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden nur kleine Preisänderungen, jedoch mit nachgebender Tendenz, andeuten. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral/bearish 

17.12.2020

Expansive Fed, Ölnachfrage, US-Hilfspaket und DOE – Ölpreise markieren neue Corona-Hochs 

Die vom DOE gestern Nachmittag veröffentlichten Ölbestandsdaten waren mit dem Anstieg der Nachfrage und Abbauten bei den Rohöl- und Gesamtbeständen klar bullish, auch wenn eine starke Aufwärtsbewegung ausblieb. Auch in Bezug eines Hilfspakets gibt es einen neuen Hoffnungsschimmer, wenngleich auch keine Details bekannt sind.

Wichtig ist hier, dass die Hängepartie ein Ende findet und die US-Wirtschaft ein Konjunkturpaket bekommt, das vermutlich ein Umfang von 900 Mrd. Dollar haben wird.

Die jüngsten Meldungen sind daher unterm Strich allesamt bullish und sorgen entsprechend dafür, dass wir heute Morgen nun auch eine fundamental neutral bis bullishe Haltung einnehmen. Trader warten nun die OPEC+ Gruppe, die heute zum JMMC Meeting zusammenkommt. Die Ölpreise ziehen an den Ölbörsen in New York und London heute Morgen weiter an und bauen damit ihre Corona-Hochs von gestern erst einmal weiter aus. Damit deuten sich auch für das Inland heute Vormittag weitere Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: neutral/bullish 

16.12.2020

Ölpreise mit neuem Corona-Hoch – Spekulanten setzen auf Impfstoffe 

Die IEA hatte ihre Erwartungen für die globale Ölnachfrage 2020 gestern um -50.000 und für 2021 um -170.000 B/T gesenkt. Damit stand die IEA nicht allein da, denn auch die OPEC hatte in ihrem Monatsreport am Montag ihren Nachfrageausblick gesenkt. Dennoch gehen die Experten der EIA davon aus, dass der Überhang der Ölbestände, der in diesem Jahr aufgebaut wurde, bis Ende 2021 wieder vom Markt verschwunden sein wird.

Die Stimmung am Markt ist momentan etwas bullish, was vor allem an den positiven Meldungen zu den Impfstoffen liegt, von denen man sich einen Schub für die Nachfrage im kommenden Jahr erhofft.

Trader warten auf die US-Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr. Da der Optimismus der Marktteilnehmer mit den positiven Meldungen zu den Corona-Impfstoffen ungebrochen scheint, schätzen wir die fundamentale Lage neutral ein. In den Morgenstunden tut sich nicht viel an den Ölbörsen, so deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Preisanhebungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

15.12.2020

Bearisher OPEC Bericht mit nur kurzer Wirkung 

Die OPEC sieht den Markt im kommenden Jahr etwas besser versorgt als noch im November. Allerdings bleiben die Unsicherheiten "hoch, hauptsächlich aufgrund der Entwicklung der Corona Pandemie, der Verteilung der Impfstoffe und den strukturellen Einflüssen des Verhaltens der Verbraucher, in erster Linie was den Transportsektor anbelangt", so die OPEC.

Entsprechend wird die OPEC+ Gruppe nun auch wohl von Monat zu Monat neu entscheiden, wie man die Marktversorgung weiterhin steuern wird.

Aus fundamentaler Sicht nehmen wir aktuell einen neutralen Standpunkt ein, während der Markt nun vermutlich auf den IEA Monatsreport, die US-Ölbestände, das JMMC Meeting und auf neue Konjunkturhilfen der Fed warten. Heute Vormittag kommen die Preise vom späten Preisanstieg gestern wieder zurück, notieren dabei aber noch klar über den Tagestiefs vom späten Nachmittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell kleinere Preissenkungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

14.12.2020

Ölnachfrage entwickelt sich positiv – Ölpreise werden gestützt 

Die Erwartung des Irans, seine Ölförderung im kommenden Jahr drastisch steigern zu können, dürfte die Sorgenfalten der OPEC+ Gruppe nicht gerade kleiner werden lassen. Diese hat die für Januar geplante Produktionssteigerung um 1,9 Mio. B/T auf 0,5 Mio. B/T abgeschwächt, während auch die gestiegene Förderung Libyens, das mittlerweile etwa 1,25 Mio. B/T produziert, die Gruppe unter Druck setzt.

Auch wenn Deutschland in den Lockdown geht, in anderen Ländern steigt der Ölverbrauch wieder an. Saisonal ist der Ölbedarf im ersten Quartal zwar immer schwach, doch die aktuelle Entwicklung könnte dies ausgleichen. Der Markt befindet sich damit in einem Spannungsfeld aus bullishen Erwartungen bezüglich der positiven Auswirkungen der Corona-Impfstoffe und der bearishen Realität, dass die Impfungen noch viele Monate dauern werden. Die fundamentale Konstellation schätzen wir dennoch kurzfristig leicht bullish ein. Nach der Aufwärtsbewegung in den Morgenstunden deuten sich für die Inlandspreise aktuell kleine Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

11.12.2020

Brent startet oberhalb von 50 Dollar 

Auch wenn die Stimmung am Markt zuletzt langsam ins Bullishe zu drehen scheint, kann die fundamentale Situation am Ölmarkt zum aktuellen Zeitpunkt bestenfalls als neutral betrachtet werden.

Mögliche weitere Verschärfungen der Covid-19 Eindämmungsmaßnahmen um die Weihnachtszeit könnten sich kurzfristig erst einmal noch nachteilig auf die Nachfrage auswirken. Bart Melek von TD Securities ist daher etwas überrascht, dass der Brent-Kontrakt bereits gestern die 50 Dollar-Hürde überschritt. Einige Experten glauben daher, dass der Markt derzeit etwas überhitzt sei.

Nachdem die EIA in ihrem Monatsbericht am Dienstag trotz niedrigerer Nachfrageprognosen für 2021 ein stärker als bislang erwartetes Angebotsdefizit ankündigte, warten die Händler nun auf die Markteinschätzungen der OPEC und der IEA, die ihre Monatsreports am Montag und Dienstag veröffentlichen werden.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich derzeit leicht nach unten, handeln jedoch noch auf hohem Niveau. Der EUR/USD testet das Hoch von Donnerstag. Insgesamt deutet sich bei den Inlandspreisen Aufwärtspotenzial zu Donnerstag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

10.12.2020

Ölfutures nach DOE-Bestandsschock wieder etwas fester 

Die enormen Bestandsaufbauten in den USA haben am Mittwoch an den Ölbörsen kurzzeitig für einen deutlichen Rücksetzer gesorgt. Der überraschend starke Anstieg der US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche wurde vor allem durch die hohen Netto-Importe in dieser Kategorie verursacht, die wiederum daraus resultierten, dass die Rohölexporte auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018 sanken.

Nachdem Großbritannien in dieser Woche bereits eine Impfkampagne gestartet hat, sollen kommende Woche auch in Kanada die ersten Impfungen durchgeführt werden. Auf Angebotsseite werden die Marktteilnehmer erst einmal die Produktion der OPEC+ im Auge behalten, die ab Januar um +0,5 Mio. B/T gesteigert werden soll. Wie stark die Produktion des Bündnisses im Februar angehoben wird und ob überhaupt, dürfte sich Anfang Januar entscheiden.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX notieren derzeit nur knapp oberhalb ihrer Vortagesettlements, während sich der EUR/USD leicht von seinem Tief von Mittwochabend erholt. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich leichtes Abwärtspotenzial zu Mittwoch ab. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

09.12.2020

Ölfutures nach API-Bestandsdaten weicher 

Die Anzahl der insgesamt in den USA registrierten Covid-19-Fälle ist mittlerweile über 15 Millionen gestiegen und mit North Carolina wird in dieser Woche ein weiterer US-Bundesstaat seine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärfen.

Während eine Impfkampagne im Land mit dem größten Ölverbrauch der Welt erst Anfang des nächsten Jahres Einfluss auf die Nachfrage haben dürfte, deutet der Bestandsbericht des API darauf hin, dass die Nachfrage in der vergangenen Woche erneut nachgelassen hat. Die EIA veröffentlichte am Dienstagabend ihren aktuellen Monatsbericht, der zeigte, dass die Experten des des US-Energieministeriums für 2020 und 2021 mit einer schwächeren weltweiten Ölnachfrage rechnen als noch im November.

Während die OPEC+ Länder ihre Ölproduktion im ersten Quartal 2021 steigern dürften, dürfte die US-Rohölproduktion laut EIA bis März 2021 unter 11 Mio. B/T sinken.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX präsentieren sich heute Morgen erst einmal weicher. Bei den Inlandspreisen deutet sich Potenzial für leichte Aufschläge zu Gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

08.12.2020

Noch kein US-Hilfspaket – Technische Verkaufssignale belasten Ölfutures 

Die Ölmärkte bleiben heute unter Druck, da vor allem die dramatische Corona-Entwicklung erneut für Unsicherheit bei den Marktteilnehmern sorgt. Die Pandemie-Situation ist an vielen Orten in den USA und auch in Teilen Europas nach wie vor sehr dramatisch.

Für Verunsicherung an den Ölmärkten sorgt außerdem die geplante Exportsteigerung des Iran. Da eine Aufhebung oder Lockerung der US-Sanktionen unter der neuen Regierung von Joe Biden wahrscheinlich ist, dürfte wohl in den nächsten Monaten mit einer erhöhten Menge an Rohöl gerechnet werden, die 2021 auf den Markt gespült wird.

Die Marktteilnehmer warten heute mit Spannung auf den Monatsbericht der EIA und werden vor allem die Prognosen zur Nachfrageentwicklung studieren. Heute überwiegen die fundamental bearishen Faktoren an den Ölmärkten.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben am Morgen leicht nach und haben ihre Vortagestiefs getestet. Im Inland zeichnet sich nur wenig Veränderung ab und so bleibt es zunächst bei kleinen Preisveränderungen im Vergleich zum Vortag. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: bearish 

07.12.2020

Ölbörsen mit schwachem Wochenstart - Lockdowns und Iran belasten 

Die Erleichterung bezüglich der OPEC+ Einigung bleibt auch in der neuen Woche bestehen, selbst wenn der erreichte Minimalkompromiss – eine Steigerung der Produktion ab Januar alles andere ist als das, was die Marktteilnehmer sich erhofft hatten.

Trotz neuer Lockdowns und Beschränkungsmaßnahmen weltweit sinken die Fallzahlen nicht. Zwar bereiten sich die ersten Länder darauf vor, noch dieses Jahr die ersten Impfungen gegen Covid-19 zu verabreichen, doch bis eine flächendeckende Immunisierung der Bevölkerung erreicht werden kann, dürften noch mehrere Monate vergehen.

Nachdem sich die Wogen der OPEC+ Entscheidung zum Wochenauftakt wieder etwas geglättet haben, tritt einmal mehr das Corona-Virus in den Fokus. Fundamental bleibt im Lichte der steigenden Fallzahlen und weltweiten Lockdowns wenig Platz für Aufwärtsdynamik, sodass wir die Lage eher bearish einstufen. Die Ölfutures an ICE und NYMEX starten heute Morgen wenig verändert, bewegen sich nur knapp oberhalb der Freitagstiefs. Für das Inland deuten sich kleine bis moderate Preisnachlässe im Vergleich Freitag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

04.12.2020

OPEC+ Kompromiss stützt Ölbörsen - vorerst 

Nachdem bekannt wurde, dass sich die OPEC+ Länder am Donnerstag auf eine Anhebung der Produktionsniveaus um +0,5 Mio. B/T ab Januar geeinigt haben, machte sich unter den Händlern erst einmal Erleichterung breit. Einige hatten gar gefürchtet, die OPEC+ Kooperation könnte über der Diskussion über die künftige Produktionspolitik auseinanderbrechen.

Dazu ließen es die Produzenten schließlich doch nicht kommen, hauptsächlich wohl auch, weil jeder von ihnen wusste, dass ein Ende der Kooperation einen Preisrutsch nach sich gezogen hätte, von dem keiner der Produzenten wirklich profitiert hätte.

Kurz vor dem Wochenende warten die Händler an den Ölbörsen nun noch auf die monatlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt, die unter anderem als Indikator für die Nachfrage in den USA herangezogen werden. Außerdem wartet man auf weitere Meldungen zu den Verhandlungen über weitere Corona-Hilfen der US-Regierung. Bei den Inlandspreisen deutet sich heute Morgen erneut Aufwärtspotenzial zu gestern an, nachdem die Ölfutures heute fester in den Tag starteten. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

03.12.2020

Ölmärkte warten auf OPEC+ Entscheidung 

Die DOE-Daten für die vergangene Woche konnten gestern weder im Hinblick auf die Bestandsentwicklung in den USA noch auf die Nachfrage wirklich überzeugen. Trotz des leichten Rückgangs der Rohölvorräte, der wohl hauptsächlich den umfangreichen Exporten geschuldet war, sanken die Gesamtölbestände der USA nicht.

Der Fokus liegt in dieser Woche klar auf der Angebotsseite. Sollten es die Produzenten der OPEC+ bei ihrer heutigen Sitzung nicht schaffen, sich auf eine Verlängerung der aktuellen Kürzungen über Dezember hinaus zu einigen, dürften die Preise an den Ölbörsen wieder nachgeben, denn „die Nachfrage wird mindestens für die nächsten Monate getroffen sein,“ so Tariq Zahir von Tyche Capital Advisors.

So lange eine Verlängerung der aktuellen OPEC+ Kürzungen nicht in trockenen Tüchern ist, behalten wir unsere leicht bearishe Einschätzung der fundamentalen Situation vorerst bei, zumal die positiven Impfstoffmeldungen mittlerweile vollständig eingepreist sein dürften. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich angesichts des Preisanstiegs von Mittwochnachmittag weiterhin Aufwärtspotenzial zu gestern ab. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

02.12.2020

Ölfutures weicher - OPEC+ Unsicherheit und API-Daten belasten 

Am Ölmarkt wartet man weiterhin gespannt auf die Entscheidung der OPEC+ Allianz hinsichtlich der ursprünglich für Januar geplanten Produktionssteigerung. Nachdem sich die OPEC-Länder am Montag bei ihrer Generalversammlung noch nicht recht einigen konnten, ob und wenn ja, wie lange man die aktuellen Produktionseinschnitte verlängern sollte, blieb es relativ still, was Kommentare aus Kreisen der Organisation angeht.

Vor der OPEC+ Sitzung, die nun am Donnerstag stattfinden soll, blicken die Händler an den Ölbörsen zunächst einmal auf die USA. Dort sind heute Nachmittag die offiziellen Ölbestandsdaten für die vergangene Woche fällig. Der Bericht des US-Energieministeriums (DOE) wird auch Daten zur Nachfrage enthalten.

Heute Morgen notieren die Ölfutures noch etwas niedriger als zum Zeitpunkt des Settlements am Dienstag. Da der EUR/USD das gestrige Langzeithoch sogar noch etwas ausbauen konnte, deutet sich bei den Inlandspreisen immer noch Potenzial für Abschläge an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

01.12.2020

OPEC+ Verhandlungen unterbrochen – Entscheidung erst Donnerstag 

Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer auch heute wieder in Richtung Wien, dem Hauptsitz der OPEC. Die Entscheidung über eine Verlängerung der Produktionskürzungen wird heute vermutlich nicht fallen, doch erhofft man sich Kommentare und Meinungen aus dem Dunstkreis der Gruppe, um die Wahrscheinlichkeit eines Konsens besser ausloten zu können.

Offenbar wird es wohl noch bis Donnerstag dauern, bis die große Runde der OPEC+ wieder zusammenkommt.

Auf Grund der Verzögerungen bei der Entscheidung der OPEC+ nehmen wir von fundamentaler Seite her nun einen leicht bearishen Standpunkt ein. Zwar wird noch immer mit einer Verlängerung der Kürzungen gerechnet, doch haben die letzten Tage die Spannungen innerhalb der Gruppe offenbart. Preislich hat sich in den Morgenstunden bisher nicht viel getan, sodass die Notierungen weiter im Bereich der Niveaus vom späten Nachmittag gestern liegen. Für das Inland deuten sich somit leichte Aufwärtspotenziale zum Vortag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

30.11.2020

OPEC+: Vorverhandlungen gescheitert – Ölbörsen mit schwachem Handelsauftakt 

Die Corona-Pandemie, mit all ihren Nebenwirkungen und Nebenkriegsschauplätzen, hat die globalen Ölmärkte weiterhin fest im Griff. Mit den Lockdowns zum Winter wird die Ölnachfrage sicherlich nach unten gegangen sein, die Frage ist allerdings noch immer, um wie viel genau.

In den vergangenen 10 Jahren sank der saisonale Ölbedarf EIA im Jahreswechsel. Wie es in diesem Winter aussieht ist für alle Marktteilnehmer schwer abzusehen, hängt doch viel von Lockdowns in dieser Zeit ab.

Verlängert die OPEC+ ihre Kürzungen nicht, dann sieht man bei der ANZ Bank einen Angebotsüberschuss von 1,5 bis 3,0 Mio. B/T in der ersten Jahreshälfte 2021 auf den Markt zukommen. Entsprechend würden die Ölpreise wohl eine scharfe Abwärtskorrektur verzeichnen, sollte nicht mindestens eine Verlängerung der aktuell gültigen Produktionskürzungen kommen.

So lange die endgültige OPEC+ Entscheidung aussteht, nehmen wir fundamental einen neutralen Standpunkt ein, während die Notierungen an der ICE am Morgen nachgeben und damit Preisnachlässe für das Inland ermöglichen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish 

27.11.2020

OPEC+ im Spotlight – Entscheidungen werfen Schatten voraus 

Auch heute wird es aller Voraussicht nach ruhig bleiben an den Börsen, da sich die meisten Trader noch im Urlaub befinden. Den gestrigen Thanksgiving-Feiertag nutzten viele, um in ein verlängertes Wochenende zu starten. Entsprechend richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer schon auf die nächste Woche, die ganz im Zeichen der OPEC+ stehen wird.

Am Montag findet die Vollversammlung der OPEC statt, bevor dann am Dienstag auch die Partnerländer, die das OPEC+ Bündnis bilden, bei der Sitzung dabei sein werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die OPEC+ eine Kürzungsverlängerung über den Jahreswechsel hinaus beschließen.

Nach dem Optimismus der letzten Tage kehrt nun also die Unsicherheit an die Ölmärkte zurück. Entsprechend geben die Ölfutures an ICE und NYMEX heute wieder etwas nach und notieren am Morgen im Bereich der Vortagestiefs. Bei den Inlandspreisen sorgt der stärkere EUR/USD für Abwärtspotenzial. Es deuten sich momentan kleine Veränderungen an, wenn dann geht die Tendenz allerdings zu Preisnachlässen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

26.11.2020

Irak kritisiert OPEC – Charttechnik mit möglichen Verkaufssignalen 

Nach wie vor überwiegt die positive Grundstimmung bei den Marktteilnehmern. Nicht nur an den Aktienmärkten, sondern auch an den Ölbörsen hält sich Optimismus bezüglich der vielen guten Impfstoffnachrichten.

Während sich vor allem in den USA viele Trader im langen Thanksgiving-Wochenende befinden, richtet sich der Fokus langsam die OPEC+, die in der kommenden Woche eine Entscheidung bezüglich der Förderkürzungen treffen will.

Mit der Preisrallye der letzten Tage und Preisen so hoch wie seit März nicht mehr könnte die Entscheidungsfindung für die OPEC+ nicht mehr ganz so eindeutig sein. Auch scheint die Harmonie die in den letzten Monaten herrschte, erste Risse zu bekommen, nachdem sich die VAE und der Irak kritisch gegenüber den geplanten Kürzungen geäußert hatten.

Trotz einiger bearisher Aspekte am Markt, notieren die Ölfutures an ICE und NYMEX heute Morgen noch klar oberhalb ihrer Niveaus von gestern Mittag. Entsprechend zeichnet sich bei den Inlandspreisen heute moderates Aufwärtspotenzial zu gestern ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

25.11.2020

Ungebremste Preisrallye trotz bearisher Bestandsdaten 

Obwohl das Corona-Virus die Welt nach wie vor fest im Griff hat, legen die Ölpreise zurzeit eine Rallye hin, die sie auf den höchsten Stand seit März katapultiert hat. Die Märkte werden nach wie vor getragen von den vielen guten Impfstoffnachrichten, die gefühlt alle paar Tage durch die Weltpresse gehen.

Tatsächlich hat die Nachricht eines geregelten Übergangs im Zusammenspiel mit der Hoffnung auf schnelle und wirksame Impfstoffe dazu geführt, dass die Aktienmärkte explodierten.

Vor dem nahenden Thanksgiving-Feiertag morgen, den viele Marktteilnehmer in den USA für ein langes Wochenende nutzen, richtet sich die Aufmerksamkeit außerdem immer mehr auf die OPEC+. Diese wird in der kommenden Woche zu ihrer Vollversammlung zusammenkommen und aller Wahrscheinlichkeit nach eine Verlängerung der Förderkürzungen im neuen Jahr beschließen.

Bei den Inlandspreisen zeichnen sich mit den festen Vorgaben der Börsen heute Morgen deutliches Aufwärtspotenzial zu gestern ab, auch wenn der festere Euro/Dollar-Kurs dem etwas entgegenwirkt. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

24.11.2020

Weg frei für Biden - Ölfutures legen weiter zu 

Die Ölfutures setzten die Aufwärtsbewegung der letzten Tage am Montag fort, wobei Brent auf den höchsten Stand seit dem 6. März kletterte.

Ob sich die Backwardation durchsetzen kann, hängt von den Entscheidungen des OPEC+ Bündnisses bei dessen nächster Sitzung am 1. Dezember ab. Bevor die nächste OPEC+ Entscheidung ansteht, wird der Markt die Aufmerksamkeit in dieser Woche erneut auf die Entwicklung der US-Ölbestände richten. Unterdessen werden die Marktteilnehmer auch die Situation im Nahen Osten im Auge behalten, wo Huthi-Rebellen aus dem Jemen am Montag eine Ölanlage im saudischen Jeddah angegriffen haben.

Die offizielle Freigabe für den Übergang der Regierung Trump auf die Regierung Biden in den USA stützte die Ölbörsen heute Morgen noch einmal. Nichtsdestotrotz bauten die Ölfutures die Hochs von Montag im frühen Handel weiter aus, während der EUR/USD sich von den Vortagesverlusten nur bedingt erholte. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich für heute Vormittag Potenzial für Aufschläge ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

23.11.2020

Ölfutures starten fester in die neue Handelswoche 

Die Hoffnung auf einen bald verfügbaren Covid-19-Impfstoff in den USA nahm in der vergangenen Woche weiter zu, nachdem die Notfallzulassung des von Pfizer und BioNTech entwickelten Impfstoffs beantragt worden war. Mit dem in dieser Woche in den USA bevorstehenden Thanksgiving-Wochenende könnte sich die Covid-19-Lage im Land, das weltweit den größten Ölkonsum aufweist, allerdings zunächst einmal noch verschärfen.

Während die Marktteilnehmer weiterhin auf die Entwicklung der libyschen Ölproduktion achten werden, teilten die Houthi-Rebellen im Jemen zuletzt über Twitter mit, man habe Ölanlagen der Saudi Aramco in Jeddah mit einer Rakete angegriffen.

In den USA soll derweil laut Baker Hughes die Bohraktivität in der vergangenen Woche erstmals seit mehreren Wochen wieder gesunken sein. Im Vergleich zur Vorwoche sollen 5 Bohranlagen weniger in Betrieb gewesen sein.

Die Ölfutures legten heute Morgen bereits zu, während der EUR/USD ebenfalls etwas fester notiert. Bei den Inlandspreisen deuten sich für heute Vormittag leichte Preisaufschläge ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

20.11.2020

Cushing-Lagerbestände steigen weiter – Nachfragesorgen belasten die Stimmung 

Die Corona-Situation in den USA nimmt immer dramatischere Züge an. So ist allein in den letzten 14 Tagen die Zahl der Corona-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, um 50 Prozent gestiegen. Die Verunsicherung an den Ölmärkten bleibt dennoch erst einmal bestehen, solange es keine eindeutigen Entscheidungen gibt – sowohl was das US-Hilfspaket angeht als auch die Förderkürzungen der OPEC+. Nach wie vor kursieren Gerüchte, dass die VAE aus dem Bündnis austreten könnten, sollten die Förderkürzungen verlängert werden. Mit entsprechender Anspannung warten die Marktteilnehmer deshalb auf die OPEC Vollversammlung in 10 Tagen.

Die trüben Nachfrageaussichten und die immer dramatischere Corona-Situation in den USA sorgen auch heute wieder für eine fundamental eher bearishe Einschätzung. Während die Rohölfutures an ICE und NYMEX heute Morgen kaum verändert zu gestern handeln, notieren die Produkt Futures im Bereich ihrer gestrigen Tageshochs. So zeichnen sich bei den Inlandspreisen damit für heute leichte Preisaufschläge ab. 

Fundamental: neutral bis bearisch                  Chartanalyse: neutral 

19.11.2020

OPEC-Konflikt und wachsende Nachfragesorgen – Ölfutures weicher 

Die Unsicherheit an den Ölmärkten bleibt hoch, nachdem die OPEC+ bisher keine klare Aussage zu der Zukunft ihrer Förderkürzungen gemacht hat und die Corona-Pandemie sich weltweit eher zuspitzt als abebbt.

So bleibt die Nachfrageentwicklung das Hauptthema für die Marktteilnehmer. Und diese leidet unter den immer neuen Corona-Beschränkungen, die weltweit eingeführt werden.

Der bearishe Bestandsbericht des DOE von gestern kann den Marktteilnehmern diese Sorgen nicht nehmen. Zwar fiel der Aufbau bei Rohöl deutlich geringer aus als befürchtet, doch die Nachfrage – vor allem bei Benzin – ist wieder stärker rückläufig.

Mit Blick auf die offensichtlichen Probleme innerhalb der OPEC, den bearishen US-Ölbeständen sowie den Nachfragesorgen bleiben wir heute Morgen bei einer fundamental leicht bearishen Einschätzung. Die Ölfutures an ICE und NYMEX handeln heute Morgen etwas weicher im Vergleich zu den gestrigen Höchstwerten, bleiben aber ungefähr auf Niveau von gestern Mittag. So zeichnen sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag kleinere Veränderungen zu gestern ab. 

Fundamental: neutral bis bearisch                  Chartanalyse: neutral 

18.11.2020

JMMC Meeting ohne Ergebnis – Charttechnik bildet Dreieck 

Das gestrige JMMC-Treffen brachte für die Ölmärkte nicht das erhoffte Aufatmen. Zu einer konkreten Empfehlung, die Förderkürzungen um mehrere Monate zu verlängern, ließ sich das Gremium gestern nicht hinreissen. Bei der Vollversammlung am 30. November/01. Dezember wird die OPEC+ aber nicht mehr anders können, als eine Entscheidung zu treffen, da die Zeit bis zur geplanten Quotenanpassung Anfang Januar knapp wird.

Nicht nur die mangelnde Entscheidungsfreude der OPEC+ legt sich auf die Stimmung der Markteilnehmer. Auch die Bestandsdaten des API verbreiten wenig Optimismus für die Bullen am Markt. Sie meldeten gestern bei Rohöl deutlich höhere Aufbauten als erwartet. Auch die Benzinbestände sind in der Berichtswoche wieder etwas angestiegen, was die sowieso schon wachsenden Nachfragesorgen erneut befeuert. Die Marktteilnehmer warten nun auf die Bestandsdaten des DOE, welche detaillierter als die Zahlen des API sind.

Die Verunsicherung bleibt jedoch erst einmal hoch. Zwar lassen die äußerst positiven Nachrichten zu wirksamen Impfstoffen die Zukunft nicht mehr in ganz so trübem Licht erscheinen, doch ist man sich durchaus bewusst, dass sie die unmittelbaren Probleme des Ölmarktes nicht lösen können.

Im Vergleich zu gestern bleiben die Futures allerdings innerhalb ihrer Handelsspanne, sodass sich den Preisen nur wenig Veränderung zum Vortag abzeichnen. 

Fundamental: neutral bis bearisch                  Chartanalyse: neutral bis bullish 

17.11.2020

Ölfutures vor JMMC-Meeting fester 

Meldungen zu wirksamen Covid-19-Impfstoffen gaben den Finanzmärkten im Allgemeinen und dem Ölmarkt im Speziellen zuletzt zeitweise starken Auftrieb. Auf kurze Sicht ändern sie am Verhältnis von Ölangebot und Nachfrage jedoch wenig, denn schließlich müssen die Impfstoffe erst einmal noch zugelassen, produziert und letztendlich verteilt werden.

Während die Marktteilnehmer im Hinblick auf das Ölangebot ihr Hauptaugenmerk aktuell auf die Sitzungen des JMMC heute und der OPEC/OPEC+ am 30. November und 1. Dezember legen, blickt man auf der Nachfrageseite derzeit auf China. „Die Ölnachfrage in China übersteigt die prä-Covid-19 Niveaus, was darauf schließen lässt, dass die Ölnachfrage nicht dauerhaft beeinträchtigt ist,“ so die Analysten von Bernsteig Energy.

Heute Morgen notieren die Ölfutures an ICE und NYMEX erneut etwas fester zum Vortagesschluss. Der EUR/USD ist kaum verändert zu Montagabend. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich daher leichtes Aufwärtspotenzial zu Montag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

16.11.12020

Ölfutures starten fester in die neue Handelswoche - China-Daten stützen 

In der ersten Wochenhälfte dürfte die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer vor allem auf die Sitzung des Joint Ministerial Monitoring Committee der OPEC+ gerichtet sein. Trotz der strikten Einhaltung der Kürzungen im Oktober – die OPEC+ Länder sollen die Maßnahmen zu 101 Prozent umgesetzt haben – deutet Marktbeobachtern zufolge einiges darauf hin, dass die Produzenten die bisherigen Kürzungen angesichts der schwachen Nachfrage und der steigenden libyschen Ölproduktion um drei bis sechs Monate verlängern könnten.

Während die Anzahl der in den USA registrierten Corona-Fälle mittlerweile über 11 Millionen gestiegen ist, gab der Covid-19-Berater des neu gewählten Präsidenten Joe Biden an, die künftige Regierung habe bisher keine Pläne, das Land wieder in einen kompletten Lockdown zu schicken.

Heute Morgen orientieren sich die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst nichtsdestotrotz erst einmal nach oben und auch der EUR/USD notiert etwas fester. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher keine größeren Veränderungen zu Freitag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

13.11.2020

Shooting Star, Lockdowns und DOE Daten – Ölpreise geben am Morgen nach 

An den Ölbörsen ist zum nahenden Wochenende Katerstimmung eingekehrt. Der möglicherweise übertriebene Optimismus vom Anfang der Woche ist inzwischen der Erkenntnis gewichen, dass es noch ziemlich lange dauern dürfte, bis ein Impfstoff die weltweite Corona-Pandemie tatsächlich beenden kann.

Die Nachfrage ist und bleibt eine der größten Sorgen der Marktteilnehmer. Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA machen wenig Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Nachfrageerholung.

Die Last auf den Schultern der OPEC und ihrer Partner wird immer größer, steht doch in den nächsten Wochen eine wichtige Entscheidung über die Fortführung oder Lockerung der Förderkürzungen an. Die Marktteilnehmer werden deshalb in der nächsten Woche zunächst sehr genau auf die Ergebnisse des JMMC- Meetings am Dienstag achten.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben aktuell weiter nach und notieren unterhalb der Vortagestiefs, während der EUR/USD im Bereich der Vortageshochs handelt. Bei den Inlandspreisen zeigt sich damit klares Abwärtspotenzial. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

12.11.2020

Aufwärtsdynamik nimmt ab - OPEC-Entscheidung rückt näher 

Die Euphorie der letzten Tage hat sich inzwischen etwas abgenutzt und die Marktteilnehmer haben die positiven Effekte der jüngsten Impfstoff-News größtenteils eingepreist.

Der Analyst warnt, dass es einige Monate dauern wird, bis der Impfstoff flächendeckend eingesetzt werden kann und die Nachfrage dadurch positiv beeinflusst wird.

Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit daher auch wieder vermehrt auf die OPEC+ und deren Förderkürzungen.

Zusätzlich von Interesse sind heute Nachmittag um 17:00 Uhr die Bestandsdaten des DOE, die wegen des gestrigen US-Feiertages (Veterans Day) mit einem Tag Verspätung erscheinen. Das API hatte am Dienstag in allen Kategorien Abbauten gemeldet. Die Daten des DOE berücksichtigen auch die Ölnachfrage, die Ölproduktion sowie Zahlen zum Außenhandel und geben ein detaillierteres Bild.

Die fundamentale Konstellation stufen wir nun erst einmal neutral ein. Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben aktuell nach und notieren im Bereich der Vortagestiefs. Auch der Euro notiert nahezu unverändert, sodass sich bei den Inlandspreisen Abwärtspotenzial durchsetzt. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

11.11.2020

Impfstoff-Euphorie und bullishe US-Bestände – Ölpreise steigen weiter 

In den letzten Tagen überwog die Euphorie an den Aktienmärkten. Zuerst beflügelte der Wahlausgang in den USA die Marktteilnehmer und dann sorgten die Meldungen zu einem Durchbruch bei der Impfstoffentwicklung für eine Preisrallye. Die Hoffnung, dass es möglicherweise schon bald einen Impfstoff gegen Covid-19 geben könnte, überwiegt die Bedenken über die schwache Nachfrage aufgrund der vielen Lockdowns.

Es wird erwartet, dass die OPEC+ bei ihrer nächsten Versammlung am 30.November/1. Dezember eine Entscheidung über die Fortführung der Förderkürzungen trifft. Zuletzt hatte alles nach einer erneuten Verstärkung der Produktionskürzungen ausgesehen. Die Marktteilnehmer warten in dieser Woche nun noch auf die Monatsberichte der OPEC und der IEA, die heute und morgen erscheinen.

Die fundamentale Lage bleibt mit den US-Ölbestandsveränderungen des API und der noch immer vorherrschenden Euphorie weiter tendenziell bullish. Die Ölfutures an ICE und NYMEX halten sich auf hohem Niveau im Bereich der Vortageshochs, sodass sich bei den Inlandspreisen heute auch Aufwärtspotenziale abzeichnen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bullish 

10.11.2020

Erste Gewinnmitnahmen nach Preisrally 

Die Hoffnung auf einen wirksamen Impfstoff gegen Covid-19 hatte gestern die Märkte beflügelt, nachdem schon die Bekanntgabe des Siegs von Joe Biden bei den US-Wahlen die Stimmung der Händler nach dem Wochenende deutlich hatte steigen lassen.

Den Analysten der ING zufolge könnte es sein, dass einige Bündnispartner OPEC+ immer weniger bereit sind, die Kürzungen noch über Dezember hinaus umzusetzen, sollten die Preise bis zum OPEC+ Treffen am 1. Dezember noch weiter zulegen. Dies würde denn Markt im ersten Quartal 2021 anfällig für Preisrückgänge machen. Abzuwarten bleibt außerdem, wie die OPEC+ auf die rasche Erholung der libyschen Ölproduktion reagieren wird.

Heute Abend wird die EIA ihre Einschätzung zur Entwicklung von Nachfrage, Angebot und Preisen geben. Heute Morgen notieren die Ölfutures leicht unterhalb der Settlementwerte von Montag, während der EUR/USD deutlich schwächer ist als noch am Montagmittag. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich daher immer noch Aufwärtspotenzial zu gestern ab. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

09.11.2020

Ölfutures nach Biden-Sieg fester 

Der Sieg Joe Bidens bei der Präsidentschaftswahl in den USA gab den Ölbörsen zunächst einmal Auftrieb. Laut Michael McCarthy von CMC Marktes spiegle die höhere Risikofreude der Marktteilnehmer die zunehmende Zuversicht darüber wider, dass Biden ins Weiße Haus einziehen werde, aber die Republikaner die Kontrolle über den Senat behalten werden.

Dabei lassen die weiter steigenden Corona-Neuinfektionszahlen die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich der Entwicklung der Nachfrage nicht abklingen.

Davon abgesehen kaufte China im vergangenen Monat so wenig Öl wie seit sechs Monaten nicht mehr.

Nachdem Sturm Eta keinen Einfluss auf die Produktion der Ölanlagen im Golf von Mexiko hatte, richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit in dieser Woche auf die Veröffentlichung der aktuellen Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA. Die Ölfutures handeln derzeit oberhalb der Settlementwerte von Freitag, während der EUR/USD im Bereich des Hochs von Freitag notiert. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich derzeit nur leichtes Aufwärtspotenzial ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

06.11.2020

US-Wahlen und Corona-Rekorde – Ölpreise geben nach 

Während in den USA nach wie vor kein Präsident feststeht, steigen die Corona-Fallzahlen weltweit weiter sprunghaft an. Die Angst vor noch mehr Lockdowns kehrt damit wieder zurück in den Fokus der Marktteilnehmer.

Stephen Innes von AxiCorp sieht hauptsächlich drei Faktoren, die die Ölpreise in der nahen Zukunft beeinflussen werden: „Die kritischsten Fragen in Bezug auf die Ölmärkte sind, wie schnell ein Corona-Impfstoff global verfügbar ist, ob ein US-Konjunkturpaket in dem aktuell unruhigen und unsicheren politischen Umfeld erzielt werden kann und wie die OPEC auf die Nachfragesorgen reagieren wird“.

Die OPEC+ steht immer stärker unter Druck, die geplanten Quotenanpassungen im Januar zumindest zu verschieben.

Die zunehmende Verunsicherung über den weiteren Wahlverlauf in den USA sowie die explodierenden Covid-19-Fallzahlen sorgen heute dafür, dass die Ölfutures an ICE und NYMEX deutlich nachgeben und die Vortagestiefs schon in den Morgenstunden unterschritten haben. Entsprechend zeichnet sich auch bei den Inlandspreisen Abwärtspotenzial ab. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

05.11.2020

US-Wahlergebnis weiter offen – Ölpreise zeigen sich volatil 

Die USA – und mit ihnen die ganze Welt – halten nach wie vor den Atem an, denn noch immer steht kein Sieger im Kampf um das Weiße Haus fest. Entsprechend volatil geht es auch heute wieder an den Börsen zu. Die Unsicherheit über den Wahlausgang bleibt hoch, nicht zuletzt, weil es möglicherweise zu einer juristischen Auseinandersetzung kommen könnte.

Der US-Dollar wird zumindest für die nächsten Tage in Bewegung bleiben, solange die US-Wahlen nicht geklärt sind.

Die Tatsache, dass der US-Kongress nach der Wahl aller Voraussicht nach weiterhin gespalten bleiben wird, wirkt sich ebenfalls auf die Ölpreise aus. „Es bedeutet, dass alles, was eher links gerichtet ist, seien es Steuerreformen, Regulierungen oder Klimapolitik, schwerer durchzusetzen ist – zumindest auf legislativer Ebene. Das wird im Allgemeinen als vorteilhaft für die Aktienmärkte und in Erweiterung dessen auch der Ölmärkte, angesehen.

Am Donnerstagmorgen geben die Ölfutures zunächst wieder etwas nach und notieren unterhalb der Vortageshochs. Solange jedoch in Amerika kein Wahlergebnis feststeht, dürfte es weiter volatil bleiben an den Börsen. Bei den Preisen deutet sich heute nur geringfügige Veränderung zum Vortag an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

04.11.2020

US-Wahlen und OPEC - Preisanstieg am Morgen 

Nach dem gestrigen Wahltag in den USA fokussiert sich heute alles auf die ersten Ergebnisse zur neuen Präsidentschaft. Die vorläufigen Wahlergebnisse zeigen, dass Trump und Biden sich ein enges Rennen liefern.

Bisher liegt keiner der beiden Kandidaten klar vorne, was die Befürchtungen der Marktbeobachter bestärkt, dass es lange dauern dürfte, bis ein endgültiger Sieger feststeht. Die Tatsache, dass mehrere Millionen Amerikaner dieses Mal wegen des Corona-Virus per Brief gewählt haben, wird die Stimmauszählung wahrscheinlich deutlich verzögern.

Eine Verlängerung der Förderkürzungen der OPEC+ wird tatsächlich immer wahrscheinlicher. Inzwischen wird sogar offen über eine neuerliche Verschärfung der bestehenden Produktionsbeschränkungen diskutiert. Ende November/Anfang Dezember wird das Bündnis zwischen der OPEC und ihren Partnern darüber eine offizielle Entscheidung treffen.

Mit der Aussicht auf eine Verschärfung der OPEC+ Kürzungen legen die Ölfutures am Mittwochmorgen zu und notieren inzwischen schon oberhalb ihrer Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen zeigt sich daher rein rechnerisch moderates Aufwärtspotenzial zu Vortag. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bullish 

03.11.2020

Ölfutures nach OPEC+ Spekulationen und gute Konjunkturindikatoren auf höherem Niveau 

Die Rohölfutures an ICE und NYMEX legten im gestrigen Tagesverlauf eine Preisrally hin, nachdem sie noch am frühen Morgen ihr Abwärtspotenzial getestet hatten. Brent und WTI waren auf den niedrigsten Stand seit Mai gefallen, bevor sie über den Tag hinweg mehr als 3 Dollar pro Barrel im Wert zulegten.

Von der erwarteten Volatilität vor dem Wahltag in den USA war zum Wochenbeginn wenig zu spüren.

Abgesehen von positiven Konjunkturindikatoren gehörte vor allem die Meldung über die höheren Importquoten für chinesische Raffinerien für 2021. Diese nährten die Hoffnung der Marktakteure, dass die Ölnachfrage aus Asien, auch im kommenden Jahr ein solides Wachstum aufweisen wird.

In den kommenden Tagen wird erst einmal die Präsidentschaftswahl in den USA im Fokus stehen. In den Umfragen liegt bislang Joe Biden vorne.

Heute Morgen notieren die Ölfutures knapp unter den Hochs von Montag, während sich der EUR/USD fester zeigt. Bei den Inlandspreisen deutet sich daher Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bullish 

02.11.2020

Lockdowns und Schätzungen zu OPEC-Produktion - Ölfutures erneut weicher 

Deutschland und Frankreich hatten bereits Mitte letzter Woche einen erneuten Lockdown für die kommenden Wochen angekündigt.

Da auch in den USA die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in der vergangenen Woche immer wieder neue Rekorde lieferte, fragen sich die Händler, ob auch der zweitgrößte Ölverbraucher der Welt bald wieder zu schärferen restriktiven Maßnahmen greifen wird.

Auf der Angebotsseite ist derweil nicht nur kurz- sondern auch mittelfristig mit zunehmendem Verkaufsdruck für die Ölbörsen zu rechnen.

Mittelfristig bleibt die Entwicklung der libyschen Ölproduktion im Fokus der Marktteilnehmer. Die Aussicht auf eine höhere Produktion am norwegischen Ölfeld führt ebenfalls dazu, dass der Druck auf die OPEC+, die Produktionskürzungen über Dezember hinaus im aktuellen Umfang fortzusetzen, nicht abnimmt.

Aktuell notieren die Ölfutures weicher zu Freitag, allerdings oberhalb der Tiefs von heute Morgen. Der EUR/USD startete geschwächt in die neue Handelswoche. Bei den Inlandspreisen deutet sich heute insgesamt Abwärtspotenzial zu gestern an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

30.10.2020

Ölfutures starten oberhalb der Mehrmonatstiefs von Donnerstag 

An sich hätte man wohl erwartet, dass die vorläufigen Daten zum Wachstum mit +33,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der USA im dritten Quartal den Ölbörsen einen kräftigen Schub geben.

Angesichts der Unsicherheit darüber, wie nachhaltig die Erholung sein wird, kam jedoch an den Ölmärkten gestern keine große Kauflaune auf, zumal die wirtschaftliche Erholung im Euroraum schneller als erwartet an Fahrt verliert und die Auswirkungen der für die kommenden Wochen angekündigten Lockdowns zur Eindämmung von Covid-19 in Deutschland und Frankreich auf Wirtschaft und Ölnachfrage noch abzuwarten bleiben.

Unterdessen fragen sich die Marktteilnehmer wohl auch, wie schnell es nach den Präsidentschaftswahlen in den USA am 3. November tatsächlich zu einer Einigung über weitere Corona-Hilfen kommen wird. Die Verzögerungen bei der Entscheidung über ein neues Konjunkturpaket könnten auch dazu beitragen, dass das Wirtschaftswachstum der USA im vierten Quartal deutlich nachlässt.

Auf kurze Sicht wird das Angebot mit Sicherheit erst einmal wieder steigen, da die Ölproduzenten ihre Förderanlagen im Golf von Mexiko, nach dem Hurrikan Zeta wieder hochfahren. Derzeit testen die Ölfutures erneut ihr Abwärtspotenzial. Bei den Preisen zeichnet sich daher heute leichtes Abwärtspotenzial zu gestern ab. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

29.10.2020

Ölfutures kommen von Vortagestiefs zurück 

Die offiziellen Ölbestandsdaten des DOE konnten den Ölbörsen am Mittwoch keinen Auftrieb geben, obwohl die Gesamtnachfrage nach Produkten in der vergangenen Woche deutlich zugelegt hatte.

Weltweit wird der Ausblick für die Ölnachfrage aktuell durch weitere Maßnahmen zur Eindämmung der zweiten Covid-19-Welle getrübt. So wurden in Deutschland am gestrigen Mittwoch für November bundesweite restriktive Maßnahmen angekündigt und auch Frankreichs Präsident wird heute wohl einen landesweiten Lockdown ankündigen. Derweil muss in den USA immer noch eine Einigung über weitere Corona-Hilfen gefunden werden, mit denen die Wirtschaft weiter angekurbelt werden könnte. Vor den Wahlen am kommenden Dienstag ist hiermit jedoch nicht mehr zu rechnen.

Im heutigen Tagesverlauf werden die Händler ein Auge auf die vorläufigen Daten zum Wirtschaftswachstum der USA im dritten Quartal haben. Die Ölfutures kommen heute Morgen wieder leicht von den Tiefs von Mittwoch zurück, während der EUR/USD leicht im Plus notiert. Bei den Inlandspreisen deutet sich heute noch Abwärtspotenzial zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

28.10.2020

Ölfutures nach API-Bestandsdaten weicher 

Mit den API-Bestandsdaten für die Woche zum 23. Oktober gab es am Dienstagabend einen neuen bearishen Faktor für die Ölbörsen. Die gemeldeten Aufbauten bei den Rohöl- und Benzinvorräten der USA generierten erneut Sorgen hinsichtlich einer Überversorgung des Marktes.

Unterdessen steigt Libyens Ölproduktion weiter. Nachdem Anfang der Woche auch die Force Majeure für das El Feel Ölfeld aufgehoben worden war, soll die libysche Ölproduktion am Montag bereits bei 0,7 Mio. B/T gelegen haben.

Auf der Nachfrageseite beunruhigt die Marktteilnehmer weiterhin der Anstieg der Corona-Neuinfektionen.

Angesichts der zunehmenden Produktionsausfälle im Golf von Mexiko schätzen wir die fundamentale Konstellation heute trotz der bearishen API-Daten, der Erholung der libyschen Ölproduktion und der gescheiterten Verhandlungen über ein US-Konjunkturpaket, weiterhin leicht bullish ein.

Die Ölfutures notieren heute Morgen zunächst unterhalb der gestrigen Settlement Niveaus, während der EUR/USD im Bereich des Tiefs von Gestern bleibt. Bei den Inlandspreisen gibt es daher heute keine größeren Veränderungen zu gestern. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

27.10.2020

Hurrikan Zeta stützt die Preise – OPEC bemüht sich um Optimismus 

Der November wirft mit einigen großen Ereignissen seine Schatten voraus. Nicht nur die nahende US-Präsidentschaftswahl beschäftigt die Marktteilnehmer zunehmend, auch die OPEC+ Vollversammlung Ende des Monats rückt mehr und mehr in den Fokus.

Die OPEC+ steht mehr und mehr unter Zugzwang, denn nicht nur steigen die Produktions- und Exportmengen aus Libyen stetig an, auch die Corona-Krise verschärft sich zunehmend, so dass momentan eigentlich niemand mehr mit einer steigenden Nachfrageerholung rechnet.

Für eine kurzfristige Preisstütze sorgt in dieser Woche allerdings der Hurrikan Zeta, welcher in den nächsten Tagen Auswirkungen auf die Ölproduktion an der US-Golfküste haben wird.

Fundamental ist die Konstellation durch den Hurrikan leicht bullish einzustufen. Fällt dieser Faktor in den kommenden Tagen allerdings weg, kann sich die Konstellation auch schnell wieder drehen. Die Ölfutures ziehen heute Morgen zunächst etwas an und notieren klar oberhalb der gestrigen Tagestiefs. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit leichte Preisaufschläge im Vergleich zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

26.10.2020

Deutliche Kursverluste – Libyens Ölproduktion bald bei 1 Mio. B/T 

Die wachsenden Ölmengen aus Libyen lasten mehr und mehr auf der Stimmung der Anleger. Mit der Öffnung der beiden Ölhäfen Es Sider und Ras Lanuf soll schon in den nächsten vier Wochen die Ölproduktion auf 1 Mio. B/T steigen, schneller als die meisten Experten angenommen hatten.

Während also von der Angebotsseite mit mehr Öl gerechnet wird, zeigt sich die Nachfrageseite nach wie vor schwach. Vor allem die besorgniserregende Corona-Entwicklung legt sich bleiern auf die Stimmung an den Ölmärkten. Immer mehr Länder melden neue Rekordanstiege bei den Neuinfektionen und die ersten Länder in der EU haben neue Lockdowns verhängt.

Wenn sich die Marktbedingungen verschlechtern, wird die OPEC+ keine andere Wahl haben, als die Quotenerhöhung bei ihrem Treffen am 1. Dezember um einen oder zwei Monate zu verschieben.

Die Ölfutures starten heute deutlich unterhalb der Freitagsniveaus, während der EUR/USD etwas anziehen konnte. Bei den Inlandspreisen deuten sich Preisnachlässe im Vergleich zu Freitag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

23.10.2020

Putin schließt Verlängerung der OPEC+ Kürzungen nicht aus 

Der Fokus der Marktteilnehmer hatte sich in dieser Woche relativ schnell von Angebot auf Nachfrage verlagert, nachdem sich das JMMC nach seiner Tagung am Montag bedeckt hielt, was die Produktionsstrategie der OPEC+ zum Jahreswechsel angeht.

Neue Rekorde bei den Zahlen zu Corona-Neuinfektionen in vielen Ländern sowie die vielerorts drastische Verschärfung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ließen die Hoffnung darauf schwinden, dass die Ölnachfrage in Zukunft deutlich an Fahrt aufnehmen könnte.

Zum Ende der Woche trat nun die Angebotsseite wieder etwas in den Vordergrund. Russlands Präsident Vladimir Putin lenkte mit seinen Kommentaren im Rahmen einer Tagung die Scheinwerfer wieder auf die OPEC+ Produktionskürzungen. Laut Putin schließt Russland eine Verlängerung der Kürzungen im aktuellen Umfang über Dezember hinaus nicht aus.

Die Ölfutures notieren heute Morgen knapp unterhalb der Settlement Werte von Donnerstag, während sich der EUR/USD schwächer zeigt als gestern. Bei den Inlandspreisen deuten sich keine größeren Veränderungen zu Donnerstag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

22.10.2020

Ölfutures starten nach DOE-Bericht weicher in den Tag 

Die Abbauten bei den landesweiten Rohöl- und Destillate Vorräten der USA, die das DOE für die Woche zum 16. Oktober gemeldet hatte, konnten am Mittwochnachmittag einen Preisrutsch an den Ölbörsen nicht verhindern. Der bearishe Einfluss der rückläufigen Ölnachfrage wurde von den Marktteilnehmern stärker gewichtet.

Andrew Lebow von der Commodity Research Group geht davon aus, dass sich der bearishe Trend für die Ölnachfrage in den kommenden Wochen nicht geben wird. Wenn überhaupt, wird es wahrscheinlich schlimmer.

Die Angebotsseite ist nach dem letzten JMMC-Treffen wieder etwas in den Hintergrund gerückt. Nichtsdestotrotz wird die Unsicherheit hinsichtlich der Frage, ob die OPEC+ Länder ihre Kürzungen ab Januar zurückfahren werden oder nicht, das Aufwärtspotenzial mindestens noch bis den nächsten Treffen von OPEC und OPEC+ (Ende November/Anfang Dezember) begrenzen.

Die Ölfutures notieren heute Morgen in etwa im Bereich der Tiefs von Mittwoch. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich damit Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern ab. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: bearish 

21.10.2020

API-Daten gemischt - Ölfutures kaum verändert zu Vortagessettlements 

Die Bestandsdaten des API von Dienstagnacht konnten den Ölbörsen keine einheitlichen Impulse geben. Während die Rohölbestände der USA in der vergangenen Woche leicht gestiegen sein sollen, wurden für die Produkte – vor allem bei Diesel -Bestandsabbauten gemeldet.

US-Präsident Trump sorgte am Dienstag mit seinen Kommentaren zu Corona-Hilfsmaßnahmen eher für weniger Klarheit. Während er für ein noch umfangreicheres Konjunkturprogramm plädierte als das von den Demokraten vorgeschlagene, scheint bei den bisherigen Verhandlungen – zumindest nach Ansicht der Demokratin Nancy Pelosi – vor den Präsidentschaftswahlen nicht mehr mit einer Einigung zu rechnen zu sein.

Im heutigen Handelsverlauf stehen erst einmal die offiziellen Bestandsdaten des DOE im Fokus. Daneben werden die Händler auch die Ölproduktion Libyens im Auge behalten. Dort war zuletzt die Förderung am größten Ölfeld, Sharara, auf 160.000 B/T gestiegen.

Die Ölfutures notieren heute Morgen im Bereich der Settlement Preise von Dienstag. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit keine größeren Veränderungen im Vergleich zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

20.10.2020

Deutliche Preisnachlässe - OPEC Meeting ohne konkrete Ergebnisse 

Das gestrige Planungstreffen der OPEC+ brachte den Marktteilnehmern nicht die gewünschten konkreten Hinweise auf eine Verschiebung der Quotenanpassung. Die Ergebnisse des Meetings blieben wage und die Kommentare der Vorsitzenden waren eher allgemeiner Natur.

Somit bleibt aber die Sorge der Marktteilnehmer bezüglich eines drohenden Überangebots bestehen.

Davon geht auch Howie Lee von Oversea Chinese Banking aus: „Die OPEC+ könnte die Angebotssteigerung um drei Monate bis April 2021 verschieben, da sich die Nachfrage momentan wieder abschwächt". An dieser Front sieht es allerdings nach wie vor schlecht aus, denn Republikaner und Demokraten sind inzwischen so verfeindet, dass konstruktive Gespräche immer schwieriger werden.

Die Ölfutures geben im Lichte all dieser Unsicherheiten am Dienstagmorgen erneut nach und haben ihre Vortagestiefs schon unterschritten. Bei den Inlandspreisen zeigt sich damit deutliches Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

19.10.2020

Warten auf OPEC - Ölpreise starten weich 

Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich zum Wochenanfang auf die heute stattfindende Videokonferenz des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPEC+. Das Komitee überprüft die Einhaltung der Förderkürzungen und könnte auch Hinweise zu einer möglichen Verschiebung der Quotenanpassung im Januar geben.

Warren Patterson von ING geht davon aus, dass die OPEC+ die Idee der Quotenlockerung erst einmal wieder aufgeben muss und nennt als Grund vor allem die heftige zweite Corona-Welle, die zurzeit über die Welt rollt.

In den USA treten unterdessen die Verhandlungen bezüglich des Corona-Hilfspaketes weiterhin auf der Stelle. Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte am Sonntag, sie sei optimistisch, man werde eine Lösung noch vor der Wahl Anfang November finden.

Die Ölfutures geben am Montagmorgen etwas nach und notieren leicht unterhalb der Settlements von Freitag. Der Euro/Dollar-Kurs gibt ebenfalls etwas nach, so dass sich bei den Inlandspreisen im Vergleich zu Freitag nur wenig Veränderung zeigt. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

16.10.2020

US-Aktienmärkte und DOE-Daten: Ölfutures deutlich oberhalb der Vortagestiefs 

Die Ölbestandsdaten des DOE für die Woche zum 9. Oktober hatten am Donnerstagabend nur eine begrenzt bullishe Wirkung. Die Rückkehr der Ölfutures bis in die Nähe ihrer Ausgangswerte von Donnerstagmorgen dürfte eher der Erholung an den US-Aktienmärkten geschuldet gewesen sein. Diese wurde nicht zuletzt dadurch ausgelöst, dass US-Präsident Trump bei den Verhandlungen über weitere Konjunkturspritzen ein Entgegenkommen des Weißen Hauses signalisierte.

Angesichts der jüngsten restriktiven Maßnahmen in Europa, die erneute Sorgen über die Entwicklung der Wirtschaft des Euroraums und auch der Ölnachfrage aufkommen ließen, dürfte das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen vorerst begrenzt bleiben, zumal auch in den USA die Anzahl der Infektionen weiter steigt.

Was das weltweite Angebot anbelangt, wartet der Markt nun auf die Sitzung des OPEC+ Gremiums JMMC am Montag.

Die Ölfutures notieren heute Morgen leicht unterhalb der Vortageshochs während der EUR/USD geschwächt bleibt. Bei den Inlandspreisen deutet sich zumindest zu gestern Nachmittag weiterhin Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

15.10.2020

Ölfutures nach bullishen API-Daten und IEA-Bericht weiter fest 

Die IEA überraschte die Marktteilnehmer am Mittwoch mit einem eher bullishen Monatsbericht. Hatten EIA und OPEC ihre Prognosen zum Nachfragewachstum für 2020 und 2021 im Vergleich zum vergangenen Monat gesenkt, behielt die IEA ihre Erwartungen diesbezüglich bei. Nichtsdestotrotz warnte die IEA, dass der Markt zusätzliche Produktionsmengen nur schwer verkraften könnte, sollten die OPEC+ Länder an ihrem Vorhaben festhalten, ab Januar wieder mehr Öl zu fördern.

Die Händler sind nun gespannt, was die nächste Sitzung des Kontrollgremiums der OPEC+ (JMMC) am kommenden Montag bringen wird.

Was die US-Nachfrage angeht, so dürfte diese laut Finanzminister Steven Mnuchin wohl erst nach den Präsidentschaftswahlen im November durch weitere Konjunkturspritzen der Regierung gestützt werden. Die Ölfutures halten sich heute Morgen im Bereich der Vortageshochs und auch der EUR/USD notiert nahezu unverändert. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen rein rechnerisch weiterhin Aufwärtspotenzial zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

14.10.2020

OPEC+ unter Zugzwang - Warten auf IEA Report 

Mit weiterhin steigenden Corona-Fallzahlen weltweit rücken an den Ölbörsen die Nachfragesorgen wieder in den Vordergrund. Der bearishe Monatsreport der OPEC, welcher gestern erschien und erneut das Nachfragewachstum nach unten korrigierte, gleichzeitig aber das Produktionswachstum der Nicht-OPEC-Länder nach oben setzte, tut sein Übriges.

Da die Fallzahlen von Covid 19 seit einigen Wochen wieder alarmierend schnell steigen, haben viele Länder ihre Beschränkungsmaßnahmen wieder verschärft. Die Angst vor neuen Lockdowns steigt damit ebenfalls an. Die nächsten Schritte der OPEC+ werden von den Marktteilnehmern zurzeit besonders genau beobachtet, denn im Januar steht die geplante Lockerung der Förderquoten an.

Neben dem Monatsbericht der IEA warten die Marktteilnehmer heute nun noch auf die US-Ölbestandsdaten des API um 22:30 Uhr (morgen auf unseren Seiten).

Mit einer fundamental weiter tendenziell bearishen Ausgangsituation geben die Ölfutures heute Morgen leicht nach. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit ebenfalls leichte Preisnachlässe im Vergleich zu gestern Mittag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

13.10.2020

Schwacher Wochenstart sorgt für Preisnachlässe im Inland

Von den bullishen Faktoren der Vorwoche ist inzwischen nichts mehr zu spüren. Die Wiederaufnahme der Ölproduktion nach dem Streik in Norwegen und dem Hurrikan im Golf von Mexiko lastet ebenso auf den Ölpreisen wie die zusätzlichen Ölmengen, die inzwischen aus Libyen kommen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrageerholung das große Sorgenkind. Die Marktteilnehmer warten deshalb mit Spannung auf die Entscheidungen der OPEC+, die sich in der kommenden Woche zu ihrem JMMC-Meeting (Joint Ministerial Monitoring Committee) treffen wird, um über die Fortführung der Förderkürzungen zu beraten.

Immer mehr Länder weltweit verschärfen ihre Eindämmungsmaßnahmen, da die Fallzahlen alarmierend ansteigen. Großbritannien und Tschechien haben erst gestern wieder neue Beschränkungen verhängt, während die französische Regierung lokale Lockdowns ebenfalls nicht mehr ausschließen will.

Die Ölfutures starten mit der überwiegend bearishen Ausgangslage heute unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag in den Tag. Auch bei den Inlandspreisen deuten sich trotz des etwas schwächeren Euros klare Preissenkungen an.

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish

12.10.2020

Streikende, Erholung der Produktion in Libyen und USA - Ölfutures weicher

Die kurzfristigen bullishen Faktoren, die an den Ölbörsen in der vergangenen Woche zu einem Aufwärtstrend geführt hatten, haben sich in der neuen Handelswoche bereits größtenteils gegeben.

Der Streik von Ölarbeitern in Norwegen, der bereits seit eineinhalb Wochen angedauert hatte, wurde am Freitag beigelegt.

Stattdessen dürfte der Markt erst einmal weiterhin gut versorgt bleiben, zumal Libyen – ein OPEC-Mitglied das von den Produktionskürzungen ausgenommen ist – zuletzt die Wiederaufnahme des Förderbetriebs an seinem größten Ölfeld angekündigt hat.

Davon abgesehen dürften auch die Produktionsausfälle im Golf von Mexiko, die durch Hurrikan Delta in der vergangenen Woche verursacht wurden, erwartungsgemäß kurzlebig bleiben.

Die Händler werden nun im Auge behalten, wie schnell sich Libyens Produktion weiter erholen wird, aber auch welche Schäden Hurrikan Delta an der Ölinfrastruktur in der US-Golfregion hinterlassen hat.

Die Ölfutures präsentieren sich heute Morgen etwas weicher, während der Euro oberhalb der 1,18 Dollar-Marke bleibt. Bei den Inlandspreisen deutet sich leichtes Abwärtspotenzial zu Freitag an.

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish

09.10.2020

Delta, Streik, OPEC-Spekulationen und Trump-Kehrtwende - Ölfutures weiter fest

Die Produktionsausfälle im Golf von Mexiko und in Norwegen überlagern vor dem Wochenende weiterhin die Sorgen über eine stockende Nachfrageerholung. Wenngleich Hurrikan Delta die Produktion im Golf von Mexiko bereits um 92 Prozent hat sinken lassen.

Was die Produktion Norwegens angeht, könnte der umfangreiche Rückgang vielleicht vermieden werden. Ein längerfristiger Faktor wäre eine Verschiebung der nächsten Lockerungen der OPEC+ Produktionskürzungen auf Ende des ersten Quartals. Aus Kreisen der saudischen Ölindustrie hieß es gestern, Saudi-Arabien ziehe dies in Erwägung.

Unterdessen wurden die Ölfutures von gestern auf heute durch eine scheinbare Kehrtwende des US-Präsidenten in Sachen Konjunkturspritzen gestützt. Nachdem er Mitte der Woche die Verschiebung der Gespräche über ein weiteres Konjunkturprogramm auf nach den Präsidentschaftswahlen bekannt gab, wenig später jedoch, scheint Trump seine Meinung wieder geändert zu haben.

Die Ölfutures notieren heute Morgen geringfügig unterhalb der Hochs von Donnerstag. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell trotz des festeren EUR/USD Aufwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral

08.10.2020

Ölfutures fester - Delta und Streik in Norwegen stützen

Das Zurückrudern des US-Präsidenten in Sachen Corona-Hilfsprogramm zeigte am gestrigen Mittwoch deutlich weniger Wirkung auf die Finanzmärkte, als die Verschiebung der diesbezüglichen Verhandlungen, die er noch am Vortag angekündigt hatte.

Auf der Angebotsseite bleiben derzeit weiterhin bullishe Faktoren. Wenngleich die Ölproduktion im Golf von Mexiko aufgrund des herannahenden Hurrikans Delta mittlerweile zu 80 Prozent gedrosselt wurde, hält Ed Moya von OANDA diesen Faktor an den Ölbörsen für weitestgehend eingepreist.

Auf kurze Sicht könnte eine Ausweitung des Streiks von Ölarbeitern in Norwegen die Ölproduktion des Landes noch deutlich stärker sinken lassen als bisher.

Angesichts der umfangreichen Produktionsausfälle im Golf von Mexiko und des potenziellen massiveren Einflusses des Streiks in Norwegen auf die Ölproduktion in der Nordsee, stufen wir die fundamentale Situation heute zumindest auf kurze Sicht als leicht bullish ein. Die Ölfutures orientieren sich derzeit leicht nach oben, bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen keine größeren Veränderungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

07.10.2020

Futures kommen von 2-Wochenhoch zurück – Trump, EIA und API

In den letzten Tagen hatte die Erwartung eines US-Konjunkturpaketes die Finanzmärkte getragen und somit auch die Ölbörsen gestützt. Nun, da Trump die Gespräche bis nach den Präsidentschaftswahlen verschoben hat, hat dies natürlich einen stark negativen Effekt auf die Börsen.

Unterdessen hat auch der EIA Monatsbericht von gestern Abend die Preise nicht wirklich stützen können. Zwar löste dieser keine unmittelbare Reaktion aus, die Tatsache, dass die Experten die Ölnachfrageprognose gesenkt haben und auch die bisherigen Preisprognosen nach unten korrigierten sind ein bearishes Signal für den Markt.

Die US Ölbestandsdaten des API liefern einmal mehr gemischte Impulse.

Die Futures an den Ölbörsen bleiben in den Morgenstunden zunächst in einer engen Handelsspanne, nachdem sie in der Nacht von ihren 2-Wochenhochs zurückkamen. Gasoil gab im Vergleich zu Rohöl nicht ganz so stark nach, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisanstiege zu gestern andeuten.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral/bullish

05.10.2020

Neue Hurrikans im Golf von Mexiko – Ölpreise mit festem Wochenstart

Die Corona-Infektion von Donald Trump hatte zum Freitag die Börsen tendenziell noch belastet. Experten gehen davon aus, dass dies die Chance auf Trumps Wahlsieg geschmälert haben könnte und ein Präsident Joe Biden würde vermutlich weniger konfrontativ mit Venezuela und Iran verfahren. Das könnte Lockerungen von Sanktionen oder zumindest neue Abkommen bedeuten und somit mehr Öl. Das ist allerdings alles noch sehr theoretisch

Diesen Monat werden wohl noch einmal ein paar Mengen hinzukommen, denn Libyen kann seine Förderung und Exporte langsam aber sicher steigern. Parallel zur steigenden Ölförderung bleibt die Nachfrage momentan schwach.

Im Auge behalten muss man nun allerdings die Stürme im Golf von Mexiko. Vor allem das tropische Tiefdruckgebiet südlich von Jamaika kann die US-Ölförderung hart treffen und für umfangreiche Produktionsausfälle sorgen. Für den Moment werden die potenziellen Ausfälle kaum eingepreist, was sich aber im Laufe der Woche sicherlich ändern wird, sollten sich die bisherigen Prognosen der Meteorologen als korrekt erweisen.

Unterm Strich nehmen wird heute daher eine fundamental neutral bis noch immer bearishe Haltung ein. Zu Freitagnachmittag dürften die Preise allerdings moderat zulegen.

Fundamental: neutral / bearish                        Chartanalyse: neutral

02.10.2020

Mehr Öl und weniger Nachfrage - Preise geben deutlich nach

Hatten die historisch hohen Förderkürzungen der OPEC+ noch im Sommer besser gewirkt, so werden inzwischen immer mehr Zweifel laut. Nicht nur die Quotentreue einiger Mitgliedsstaaten, allen voran der Irak, hat der Organisation von Anfang an Schwierigkeiten gemacht. Gestiegene Exportzahlen aus Saudi-Arabien helfen nicht gerade dabei, das Vertrauen der Marktteilnehmer in die OPEC+ Maßnahmen zu stärken. Der Fokus richtet sich außerdem auch wieder auf Russland, das im Sommer - entgegen der sonst üblichen Salamitaktik bei Förderkürzungen– von Anfang an die Quoten eingehalten hatte. Doch nun hat das Land seine Förderung angeblich erhöht. Möglicherweise ist dies ein Hinweis darauf, dass der wichtigste Partner der OPEC nach Monaten der Konformität nun langsam wieder die eigenen Interessen in den Vordergrund rückt.

Auch die Nachfrageseite bietet weiterhin keinen rosigen Ausblick, da Corona alles bestimmend über den Märkten schwebt. „Die fundamentale Lage für Öl ist nicht gerade ermutigend, da das Angebot steigt und die Nachfrageaussichten düster aussehen“, fassen die Analysten die Lage zusammen.

Unterm Strich ist die Marktlage damit wieder bearish einzustufen. Bei den Preisen zeigen sich damit aktuell Preisabschläge zu gestern an.

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish

01.10.2020

Ölpreise ziehen bis zu Schlüsselwiderständen an

Trotz der allgegenwärtigen Nachfragesorgen stimmen die Bestandsdaten in dieser Woche die Marktteilnehmer doch wieder etwas positiver, da zumindest bei US-Rohöl gestern deutliche Abbauten verzeichnet wurden. Dennoch überwiegen mit zunehmenden Corona-Fallzahlen und steigender Ölproduktion seitens der OPEC die Abwärtsrisiken an den Ölmärkten

Dies bekommen inzwischen auch die Raffineriebetreiber immer mehr zu spüren, da vor allem die Nachfrage nach Kerosin und Diesel stark nachgelassen hat und die Lagerbestände immer weiter ansteigen.

Angebotsseitig beobachten die Marktteilnehmer vor allem, wieviel Öl von Seiten der OPEC+ auf den Markt kommt. Das nächste Treffen der OPEC+ ist für Mitte Oktober geplant. Dann wird das Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) wieder per Videokonferenz über die Förderkürzungen beraten.

Die Ölfutures notieren am Morgen knapp oberhalb ihrer Eröffnungskurse im Bereich ihrer späten Vortageshochs und somit deutlich über den Preisen von gestern Mittag bzw. Nachmittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit aktuell deutliche Preisaufschläge zu gestern an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral