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15.11.2018

16.11.2018

Gasoil ICE London ($/to)

641.25

638.50

Brent ICE London ($/bbl)

66.18

67.24

Rheinfracht (CHF/to) Gasoil

190.00

190.00

Wechselkurs (CHF/$)

1.0056

1.0057

16.11.2018 

Konsolidierung im Abwärtstrend – Erste technische Kaufsignale 

Die Versorgungslage wird insgesamt als sehr komfortabel angesehen und dürfte auch für das kommende Jahr eine Überversorgung generieren. In der Zwischenzeit scheint sich innerhalb der OPEC jedoch eine klare Tendenz zu ergeben, um diesen Effekt mit einer Produktionskürzung entgegen zu wirken. 

Der Markt befindet sich daher nun in einem Spannungsfeld aus einer Überversorgung auf der einen Seite und einer erwarteten Produktionskürzung der OPEC auf der anderen Seite. Wie stark und effektiv die OPEC bei ihrem Meeting in drei Wochen das Angebot tatsächlich reduziert, wird sich zeigen. 

Im Inland ist die Konstellation generell weiter angespannt. Vor allem in den Regionen Westen, Rhein-Main, Süd Westen und Süden reduzierten sich die Aufschläge, aber auch im Norden haben diese sich mittlerweile reduziert. 

ICE Gasoil notiert in den Morgenstunden in etwa auf dem Niveau von gestern Nachmittag. Dies reduziert die in Dollar gehandelten Ölimporte, sodass sich bei den Inlandspreisen aktuell leichte Nachlässe andeuten. 

Fundamental; neutral         Chartanalyse; neutral bis bullish 

15.11.2018 

Short-Coverings bremsen Kursrutsch – API Bestandsdaten halten den Druck aufrecht

Der Markt steuert auf eine Überversorgung zu, nachdem mehrere Komponenten zusammengekommen sind. Schwächere Nachfrageprognosen, steigende Förderung der OPEC und Nicht-OPEC Länder sowie die Aufweichung der US Sanktionen gegen den Iran werden als Hauptgründe für die Konstellation genannt.

EIA, IEA und OPEC sind sich bei ihrer Einschätzung für die Versorgungslage im kommenden Jahr einig und erwarten ein klares Überangebot. Eine Intervention des Kartells und der kooperierenden Nicht-OPEC Länder, wie beispielsweise Russland, gilt für den 6. Dezember als wahrscheinlich. 

Entscheidend für die kommenden drei Wochen vor diesem Meeting wird nun sein, um wie viel die OPEC ihre Produktion kürzen wird. Bei den Inlandpreisniveaus kamen die starken Preissenkungen der letzten Wochen nur begrenzt an, denn hier hatten sich wegen der knappen Versorgungslage massive Preisaufschläge ergeben. Mit dem Preisanstieg bei Gasoil von gestern und dem schwächeren Euro/Dollar-Kurs, deuten sich bei den zu erwartenden Inlandspreisen für Heizöl und Diesel aktuell moderate Preisaufschläge zu gestern an. 

Fundamental; neutral bis bearish    Chartanalyse; neutral bis bearish 

14.11.2018 

Massive Abwärtsbewegung nach OPEC Monatsreport 

Die Ölpreise befinden sich seit Anfang Oktober im Sinkflug. Eine Reihe von Faktoren haben sich in dieser Zeit aufgebaut, die sich zu dem Kursverfall aufsummiert haben. Schwächeres Wirtschaftswachstum, gesenkte Prognosen für das Ölnachfragewachstum, eine steigende Förderung der OPEC+ Länder und die abgeschwächten Sanktionen der USA gegen den Iran belasten die Futures. 

Vor allem das Angebot aus den USA wächst deutlich schneller als gedacht, sodass die Fördersteigerung der Nicht-OPEC Länder in 2019 das Nachfragewachstum laut OPEC übersteigen wird. Im Inland bleibt die Versorgungslage unterdessen weiter schwierig. Die Mengen müssen schon seit Wochen über andere Regionen hinzugekauft werden. Zusätzlich zu den hohen Frachtkosten wurden auch die Preisaufschläge für die verfügbare Ware gesteigert. Aktuell nehmen diese allerdings wieder etwas ab. Die Kombination aus einem festeren Euro/Dollar-Kurs und den nachgebenden Preisen an der ICE sorgt dafür, dass bei den Inlandspreisen heute erhebliche Preisnachlässe möglich sind. 

Fundamental; neutral bis bearish    Chartanalyse; neutral 

13.11.2018 

Futures nach Trump Tweet und vor Monatsberichten weicher 

Die Ölpreise bleiben weiter in ihrem Abwärtstrend, nachdem Trump offenbar bereit ist den Druck auf die OPEC weiter aufrecht zu erhalten. Zudem hat die OPEC am Wochenende einen ersten Einblick in seine aktuelle Markteinschätzung gegeben und sieht den Rohölmarkt im kommenden Jahr offenbar als überversorgt an. Hinzu kommt, dass aus den USA weiter mit einem starken Produktionswachstum gerechnet wird, sodass sich selbst mit einer solchen Kürzung eventuell weiter eine Überversorgung ergeben könnte. 

Auf den Monatsreport der OPEC heute folgt morgen der Monatsbericht der IEA. 

Auch wenn sich die Gemeinschaftswährung leicht erholen kann, so bleibt der Euro relativ weich und sorgt somit für etwas teurerer Importkalkulationen für das in Dollar gehandelte Öl. Da die Ölbörsen selbst am späten Abend gestern aber stark nachgaben, so deuten sich hierdurch bei den Inlandspreisen für Heizöl, Diesel und Benzin nach aktuellem Stand zum Teil erhebliche Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral         Chartanalyse; neutral 

12.11.2018

Saudi-Arabien nimmt 0,5 Mio. B/T vom Markt – Technische Kaufsignale 

Mehr Öl aus der OPEC, Rekordförderung der USA, stetig steigende US Rohölbestände, Nachfragesorgen durch eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums und Ausnahmen zu den US Sanktionen gegen den Iran haben den Markt in den letzten Wochen belastet. Die Versorgung ist deutlich besser als noch im September erwartet, weshalb die vergangenen 1,5 Monate von einem sehr stabilen und steilen Abwärtstrend geprägt waren. 

Die Ankündigung einer Exportkürzung von 0,5 Mio. B/T im Dezember durch Saudi-Arabien ist allerdings dennoch erst einmal ein klares Signal an den Markt, dass man nicht mehr mit allzu viel Abwärtspotenzial zu rechnen hat. Im Inland bleibt die Versorgungslage weiterhin unverändert angespannt. Die geringen Niederschläge im Süddeutschen Raum reichen bei Weitem nicht aus, um die Pegelstände steigen zu lassen. Da die Gasoil Notierung am späten Freitag und heute Morgen zulegte, deuten sich hier höhere Preise an. Unterm Strich deuten sich leichte Abwärtspotenziale bei den erwarteten Inlandsnotierungen. 

Fundamental; neutral         Chartanalyse; neutral bis bullish 

09.11.2018

Das Ende der OPEC? - Brent wechselt ins Contango

Die US Rohölbestände sind laut DOE Bericht dieser Woche zum siebten Mal in Folge gestiegen und haben das 5-Monatshoch erreicht. Die OPEC und Russland fördern mehr Öl, während die USA umfangreichere Sanktionserleichterungen gegen den Iran gewährt als gedacht. 

Doch es gibt auch bullishe Aspekte. So spielt die OPEC offenbar mit dem Gedanken die Förderung wieder zu kürzen, wenn man am 6. Dezember in Wien zusammentritt. Die erneute Verknappung des Angebots ist sicherlich bullish für die Preise an der Börse, doch anderer Seits wäre dies lediglich eine Reaktion auf die veränderte Versorgungslage, die eben komfortabler geworden ist. Währenddessen deutet die Contango Konstellation bei Brent eine hohe Verfügbarkeit von Rohöl an und ist somit ein bearishes Zeichen, womit die Abwärtstrends vermutlich erst einmal intakt bleiben dürften. 

Die knappe Versorgung könnte noch bis weit in den Winter hinein anhalten. 

Für die Inlandspreise deuten sich erhebliche Abwärtspotenziale, die an den Markt weitergegeben werden könnten. 

Fundamental; neutral bis bearish                    Chartanalyse; neutral bis bearisch 

08.11.2018 

Gasoil nach Anstieg deutlich fester – Rohöl Futures bleiben unter Druck 

Mit den stetig sinkenden Produktionsmengen Venezuelas hatte sich der Markt unerwartet stark verknappt. Im kommenden Jahr sollen mit zusätzlichen Pipelines Engpässe im Transport abgebaut werden, sodass die Förderung schneller wachsen kann. Eine Kürzung würde die aktuell niedrigen Reservekapazitäten steigen lassen und damit wahrscheinlich sogar die Volatilität reduzieren und die Preise stabilisieren. 

Auch wenn die Stimmung aktuell tendenziell bearish ist und die Rohöl Futures belastet, so haben sich die Gasoil Notierungen derzeit von den Rohölpreisen abgekoppelt. Dies liegt vor allem an der momentan hohen Nachfrage nach raffinerierten Produkten, in einer Zeit in der viele Raffinerien noch Wartungsarbeiten durchführen. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Tagesgewinne von gestern nicht halten kann, verteuert dies das in Dollar gehandelte Öl für das Inland. Gasoil bleibt zudem im Bereich der Vortageshochs, sodass die Preissenkungen bei Rohöl bei Preisen für Heizöl und Diesel nicht ankommen. Es deuten sich damit unterm Strich deutliche Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

07.11.2018 

Gestiegene US Ölbestände und Sanktionsausnahmen – Brent fällt auf 3-Monatstief 

Dass sich die Stimmung am Markt in den letzten Wochen von bullish auf bearish gewandelt hat, zeigt alleine schon der stabile Abwärtstrend, der sich seit Anfang Oktober herauskristallisiert hat. Statt einer immer knapper werdenden Versorgungslage, wie man sie mit den US Sanktionen gegen den Iran befürchtet hatte, ergibt sich mit den Entwicklungen der letzten Wochen plötzlich eine relativ komfortable Verfügbarkeit. 

Bei der Nachfrage sieht man durch die globalen Handelsstreitigkeiten der USA mit beispielsweise China sowie durch das geschwächte Wirtschaftswachstum größere Probleme als noch in der ersten Jahreshälfte. 

Wie stark sich die bullishe Einschätzung zurückgebildet hat, zeigt auch ein Blick auf die Entwicklung der spekulativen Netto-Long-Positionen.  

Die Gasoil Futures bleiben in den Morgenstunden allerdings unterhalb der gestrigen Höchstwerte. Dies dämpft die Vorgaben bei den Inlandspreisen leicht, sodass sich aktuell nur kleinere Preisveränderungen bei Heizöl und Diesel mit einer nachgebenden Tendenz andeuten. 

Fundamental; bearish                       Chartanalyse; neutral 

06.11.2018 

Konsolidierung nach Abwärtsbewegung – US Sanktionen ohne starke Wirkung 

Mit den verstärkten US Sanktionen gegen den Iran hat sich am Markt nun erst einmal nicht viel verändert. Die globalen Aktienmärkte hatten einen ziemlich schlechten Oktober, da Experten mit einer Abschwächung der Weltkonjunktur rechnen. Dies lastet auch auf dem Ölnachfragewachstum, das zuletzt nach unten korrigiert wurde. Während das Nachfragebild sich eingetrübt hat, fördern Russland, Saudi-Arabien und USA so viel Rohöl wie nie zuvor. 

Die Preisentwicklung im Jahresendspurt wird nun zu einem entscheidenden Teil davon abhängen, wie stark die USA die Sanktionen durchsetzen und um wie viel die physischen Exporte des Iran tatsächlich sinken. 

Nach den steilen Abwärtsbewegungen der letzten Woche scheint der Markt innerhalb des Abwärtstrends wieder in eine Konsolidierungsphase mit reduziertem Verkaufsinteresse zu kommen. Bei den Inlandspreisen bleibt die Situation durch die schlechte Versorgung unterdessen sehr angespannt. Preisvorteile werden noch immer kaum weitergegeben und die inländischen Preisaufschläge bleiben auf Rekordhochs. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen moderate Preisaufschläge an. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

05.11.2018 

Mehr Öl und Ausnahmen bei Iran Sanktionen – Ölpreise mit schwachem Start 

Die USA haben nun insgesamt 8 Ländern wohl eine Ausnahmegenehmigung für Importe von iranischen Rohöl erteilt. Zusammen mit den Rekordfördermengen aus den USA, Saudi-Arabien und Russland werden die befürchteten Engpässe nun in den Hintergrund gedrängt. Für die kurz bis mittelfristige Preisentwicklung bis zum Jahresende kommt es nun darauf an, wie stark die USA ihre Sanktionen gegen den Iran durchsetzen und ob noch andere Ausfälle im Angebot ausfallen. Auch wenn die Börsenpreise derzeit sinken und damit Preisvorteile im Inland ermöglichen, so kommen diese weiter kaum bis überhaupt nicht bei den Spotmarktpreisen an. Zum Teil werden trotz Abwärtspotenziale die Preisniveaus angehoben, da die Verfügbarkeit von Waren extrem knapp bleibt. Insbesondere bei Benzin ist die Versorgungslage kritisch und so stehen kaum Mengen für den Spotmarkt zur Verfügung.

Mit der weichen Tendenz an den Ölbörsen deuten sich für heute zwar wieder einmal Preisnachlässe an, jedoch wird der Inlandsmarkt derzeit sehr unberechenbar bleiben. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

02.11.2018

Steigende Ölproduktion und Ausnahmeregelungen – WTI rutscht auf 7-Monatstief 

Von den Ängsten einer knapper werdenden Versorgungslage ist derzeit wenig zu spüren. Zuletzt überwogen die bearishen Meldungen am Markt, sodass sich im Oktober ein starker Abwärtstrend etablierte, der sich – trotz ernst zu nehmender Aufwärtstests – aktuell weiter behaupten kann. Neben den USA fördern aber auch Russland und Saudi-Arabien auf Rekordniveaus. Generell geht man davon aus, dass die verschärften Sanktionen gegen den Iran die Verfügbarkeit noch einmal deutlich reduzieren werden. Um wie viel die Exporte sinken werden ist noch nicht ganz klar. 

Die Ölpreise gaben daher weiter nach und fallen innerhalb des bestehenden Abwärtstrends. Bei der katastrophalen Versorgungslage im Inland kommen die Preisvorteile allerdings nicht oder nur sehr begrenzt an. Waren bleiben weiterhin kaum verfügbar, und wo es Mengen gibt, werden diese mit erheblichen Sonderaufschlägen vergeben. Momentan kommen die Futures von den späten Tiefs gestern zurück. Dies reduziert das Abwärtspotenzial, dennoch sind die Inlandspreise heute weicher zu erwartet. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

 01.11.2018 

Stabile Widerstandslinie begrenzt Aufwärtspotenzial – US mit Rekordproduktion 

Die Abwärtsdynamik im Oktober führte zum stärksten Monatsverlust seit 2016, was allerdings nicht an einem einzigen Faktor festzumachen ist. 

Als aller erstes sind Nachfragesorgen zu nennen. Die Aktienmärkte als Indikator für das wirtschaftliche Wachstum gaben im Oktober deutlich nach und verschreckten daher die Marktteilnehmer, deren Risikobereitschaft vor allem bei Rohstoffen deutlich sinkt. Bei Rohöl wurden die Nachfrageprognosen daher zuletzt gesenkt, was einen erheblichen Anteil am Trendwechsel beigetragen hat. Die Versorgungslage wird nun etwas entspannter als noch im September oder Anfang Oktober gesehen. 

Im Inland kann man von diesen Preisvorteilen nur bedingt profitieren, denn die Versorgungslage bleibt durch die niedrigen Pegelstände am Rhein und die daraus resultierend eingeschränkten Transportmöglichkeiten problematisch. Dies schränkt die Verfügbarkeiten an anderer Stelle ebenfalls ein, bis sich die Lage am Rhein mit starken und dauerhaften Niederschlägen wieder entspannt. 

Durch die späte Abwärtsbewegung an den Ölbörsen deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

31.10.2018

Charttechnik deutet auf Test des Schlüsselwiderstandes hin

Die Sorge vor einem knapper werdenden Angebot durch die Sanktionen gegen den Iran hatten die Ölpreise Anfang des Monats noch auf 4-Jahreshochs getrieben. Die Ölpreise sind somit drauf und dran den stärksten Monatsverlust seit Juli 2016 zu verzeichnen.

Das Nachfragewachstum wird nun schwächer gesehen, da die Ölpreise im Vergleich zu Jahresbeginn relativ hoch sind und die USA mit China im Handelsstreit liegen. Erst diese Woche hatte Trump verlautbaren lassen, dass er mit China am Rande des G20 Gipfels im November gerne einen Deal schließen würde. China sei allerdings noch nicht bereit dafür. Wenn die Verhandlungen keine Ergebnisse brächten, würden weitere Strafzölle in Milliardenhöhe ab Dezember folgen, so seine Drohung. 

Heute Morgen bleiben die Futures zunächst in enger Handelsspanne, allerdings oberhalb der Vortagestiefs. Bei den Inlandspreisen sind aktuell nur geringe Kursveränderungen zu erwarten. Je nach aktueller Versorgungslage an den einzelnen Lagerorten besteht weiter die Gefahr, dass die Preisniveaus angehoben werden könnten.

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

30.10.2018 

Futures testen Schlüsselwiderstand – Mehr Öl aus der OPEC belastete die Preise 

Die Rohölsorten Brent und WTI haben im Oktober bisher deutlich an Boden Verloren. Für die Rohölpreise deutet sich damit der stärkste Preisrückgang innerhalb eines Monats seit Juli 2016 an. 

Zum einen sind da die Handelskonflikte mit den USA, zum anderen aber auch die Währungskrisen in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern, die vom starken US Dollar unter Druck gesetzt werden. 

Der hohe Ölpreis bremst das Wirtschaftswachstum zusätzlich aus, weshalb die globalen Ölnachfrageprognosen in diesem Monat nach unten korrigiert wurden. Russland und Saudi-Arabien produzieren immer mehr Rohöl, während die Sanktionen gegen den Iran dessen Exporte reduzieren. 

Trader bleiben vor in Kraft treten der neuen Sanktionen kommende Woche vermutlich zurückhaltend. 

Die Futures an der ICE ziehen in den Morgenstunden an und kommen somit von den späten Tagestiefs gestern zurück. Bei den zu erwartenden Inlandpreisen deuten sich somit Abwärtspotenziale an, die wegen der knappen Versorgungslage aber vermutlich nur bedingt weitergegeben werden. 

Fundamental; neutral bis bearish                    Chartanalyse; neutral

29.10.2018 

Futures zogen in Konsolidierungsphase an – Futures testen Ausbruch aus Abwärtstrend 

Die Futures hatten Anfang des Monats noch ein neues 4-Jahreshochs erreicht, bevor Sorgen um die Nachfrageentwicklung die Trader verunsicherten. Die Versorgungslage im letzten Quartal wird zwar nicht unbedingt komfortabel gesehen, aber sie wird überwiegend als ausgeglichen beschrieben, und das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Einschätzung im Vormonat. 

Vor allem Saudi-Arabien scheint verunsichert zu sein und schwankte in seinen Äußerungen letzte Woche zwischen einer Produktionssteigerung auf ein Rekordniveau und der Kürzung der Fördermengen auf Grund steigender US Rohölvorräte.  

Im Inland bleibt die Versorgungslage unterdessen weiter extrem angespannt. Die Pegelstände sind mit den Niederschlägen der letzten Tage zwar leicht angestiegen, dies reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um für eine Entlastung bei der Versorgungslage zu sorgen. 

In den Morgenstunden kommen die Ölpreise von den Freitagshochs wieder zurück, bleiben aber weiter oberhalb der Niveaus von Freitagnachmittag. Unterm Strich deutet sich somit heute Morgen erneut Aufwärtspotenzial bei den Inlandspreisen an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

26.10.2018 

Konsolidierung im Abwärtstrend – Freigabe von EBV Vorräten 

Während die OPEC mittlerweile vor einer Überversorgung im letzten Quartal warnt und sogar mit dem Gedanken spielt die Produktionsmengen wieder zu drosseln, fordert die IEA zu einer Anhebung der Produktionsmengen auf. Durch die höheren Preise an den Ölbörsen, die schwachen Währungen in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie den internationalen Handelsstreitigkeiten wird das Nachfragewachstum deutlich schwächer als noch vor wenigen Monaten gesehen. 

Je nachdem wie viele Ausnahmegenehmigungen die US Regierung bei den Sanktionen gegen den Iran erteilen wird, können sich die Preise entweder weiter deutlich nach oben orientieren, oder eben weitere Gewinnmitnahmen folgen. 

Die Preisaufschläge im Inland haben sich gestern zumindest nicht mehr so stark wie in den letzten Tagen erhöht, sodass sich die Situation nun eventuell etwas stabilisieren könnte. 

Da die Futures in den Morgenstunden nur leicht von ihren Hochs zurückkommen und der Euro/Dollar-Kurs zu gestern weiter weich bleibt, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell deutliche Preisaufschläge an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

25.10.2018 

Abwärtstrend bleibt vorerst weiter stabil 

Nachdem Indien seine Rohölimporte aus dem Iran bereits massiv eingeschränkt hat, folgt nun doch auch China. Für November sollen die Bestellmengen aus China noch weiter gesunken sein, heißt es. Diese Maßnahmen sind tendenziell stützend für die Preisniveaus, da die Nachfrage somit aus anderen Quellen bedient werden muss. 

In den USA steigen die Rohölbestände weiter an und zeigen, dass die Versorgungslage hier relativ gut ist. Abbauten bei den Produkten und eine anziehende Produktnachfrage haben bei den aktuellen Daten allerdings dafür gesorgt, dass der bearishe Effekt weniger deutlich als in den letzten Wochen zu tragen kommt. Im Inland bleibt die Versorgungslage weiter angespannt. Täglich kommt es zu Leerstände an verschiedenen Lagern. Die Preisaufschläge für die wenigen verfügbaren Mengen erreichen Rekordhochs und sorgen dafür, dass Inlandsnotierungen selbst bei nachgebenden Börsenkursen steigen können. Am Wochenende werden zwar Regenfälle erwartet, doch dies reicht bei Weitem nicht aus, um die Situation nachhaltig zu entschärfen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

24.10.2018 

Abwärtstrend fortgesetzt – WTI rutscht auf 2-Monatstief 

Die Sanktionen gegen den Iran werden in nicht ganz zwei Wochen verschärft, womit sich das Angebot in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich nicht unbedingt verbessern wird. Die Ölpreise sind vergleichsweise hoch, die Wartungsarbeiten an Raffinerien in den USA und anderen Ländern reduzieren den Rohölbedarf. Die Ölnachfrage macht für gewöhnlich einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, weshalb eine Schwäche zu Korrekturen in den letzten Nachfrageprognosen gesorgt hat. 

Im Inland bleibt die Versorgungslage problematisch. Auf Grund der niedrigen Pegelstände auf dem Rhein gibt es weiter massive Engpässe, die sich mittlerweile auf ganz Deutschland ausgeweitet haben. Die Versorgung aus Süd- und Westdeutschland muss von anderen Regionen mitübernommen werden, sodass die Auswirkungen überall zu spüren sind. Heute Morgen deuten sich mit den Kursverlusten der Ölbörsen bei den Inlandspreisen deutliche Abwärtspotenziale an. Die Verlässlichkeit dieser Vorgaben wird sich kaum verbessern, so lange die Versorgungslage angespannt bleibt und die Pegelstände am Rhein derart niedrig sind. 

Fundamental; neutral bis bearish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

23.10.2018 

Ölpreise in Konsolidierungsmodus – GD 7 hat Aufwärtsbewegung begrenzt 

Das Spannungsfeld an den internationalen Märkten zwischen bullishen und bearishen Faktoren bleibt weiter bestehen. Anfang des Monats schossen die Ölpreise mit der Aussicht auf eine sehr schnell knapper werdende Versorgungslage auf neue 4 Jahreshochs. 

Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Die US Rohölbestände haben in den vergangenen 4 Wochen zugelegt und liegen wieder über dem 5 Jahresdurchschnitt. Mittlerweile scheint sich so zumindest vorübergehend ein Gleichgewicht gebildet zu haben. 

Saudi-Arabien hat deutliche Produktionssteigerungen versprochen, wobei nicht klar ist, ob die höheren Fördermengen ausreichend sind, damit die Ausfälle des Iran ausgeglichen werden. Die Volatilität bleibt durch die Verunsicherung weiter hoch und das Risiko mittelfristig eher bullish. Die Pegelstände befinden sich weiter auf historischem Tiefststand, sodass über den Rhein kaum Ware nachkommt. Um die Versorgung in einem Mindestmaß aufrecht zu erhalten, wird aus dem Ausland Mengen hinzugekauft. Mit der nachgebenden Tendenz an den Ölbörsen in den Morgenstunden bleiben die großen Preissprünge aus. 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish 

22.10.2018 

OPEC hat Probleme Produktionsversprechen zu erfüllen – Preise wenig verändert 

Die Versorgungslage wurde zum Ende des laufenden Jahres lange als dramatisch knapp angesehen. Das Ölnachfragewachstum wurde nach unten korrigiert und die Ölproduktion nach oben. Doch das bedeutet nicht, dass sich die Konstellation nun plötzlich automatisch entschärft hat. 

OPEC und Russland haben durchaus Probleme die Ölproduktion in ausreichendem Maße und Geschwindigkeit anzuheben. Zwar hat vor allem Saudi-Arabien Reservekapazitäten, die aktiviert werden können, doch diese können nicht von einem auf den anderen Tag hochgefahren werden. 

Exportausfälle des Irans werden vermutlich zunehmen, sodass man Probleme mit dem Ausgleich des Angebots durch die übrigen Länder befürchtet. Im Inland bleibt die Versorgungslage vor allem in den Regionen Rhein-Main und Süd Westen weiter angespannt. Berichten zu Folge hatten einzelne Tankstellen Ende vergangener Woche bereits Lieferengpässe. Ware wird daher weiter aus anderen Regionen zugekauft. Die Preisentwicklung ist dadurch in den betroffenen Regionen extrem schwierig. Dieses Phänomen sorgte bereits in den letzten Tagen zu heftigen Preissprüngen. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral 

19.10.2018 

OPEC: bearishe Faktoren am Markt – Versorgung über Rhein problematisch 

In den letzten vier Wochen haben die US Rohölbestände stetig zugenommen. Die Versorgungslage wurde mit den Sanktionen gegen den Iran allerdings vor wenigen Wochen noch knapper erwartet, sodass Aufbauten eine bearishe Wirkung auf die Preise haben. 

Begünstigt wird diese Entwicklung durch die geringere Raffinerieauslastung durch saisonale Wartungsarbeiten, aber auch durch eine steigende Schieferölförderung, die auf begrenzte Pipeline Kapazitäten trifft. 

Andere bullishe Aspekte, wie die diplomatischen Spannungen scheinen sich aktuell wieder zu entschärfen. US Präsident Trump ist nicht mehr ganz so stark auf Konfrontationskurs wie noch zu Beginn dieser Woche. 

Die Pegelstände auf dem Rhein haben in dieser Woche Rekordtiefs erreicht. Schiffe können zum Teil nur noch mit 16% der üblichen Beladung fahren, sodass die Transportkapazitäten beschränkt sind und die umgelegten Kosten deutlich steigen 

Die Futures haben gestern zwar nachgegeben, Gasoil notiert aktuell aber dennoch oberhalb der Werte von gestern Mittag. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

Ölpreise nach API Daten fester – Schärfere Iran Sanktionen stützen 

Die diplomatische Krise zwischen Saudi-Arabien, Türkei und den USA ist noch nicht ausgestanden. Die USA drohte den Saudis mit schweren Sanktionen. Saudi-Arabien hingegen drohte im Falle von Maßnahmen den Ölpreis auf über 100 Dollar steigen zu lassen. 

Die diplomatische Krise ist daher etwas, das vom Ölmarkt nicht ignoriert werden kann. 

Die verschärften Sanktionen der USA gegen den Iran werden Anfang November kommen. Spätestens in etwa 2 Wochen werden die Ölexporte des Iran dann weiter sinken und sich herausstellen ob und wer mit Ausnahmeregelungen weiter Öl aus dem Iran beziehen darf. Saudi-Arabien und Russland haben seit September die Ölförderung nochmal angehoben. 

Die Versorgungslage hat sich damit aktuell zwar verbessert, aber nur, wenn weitere Produktionssteigerungen kommen, bleibt dies auch so. Ansonsten deuten die Risiken in den kommenden Wochen eher wieder auf eine Verknappung der Verfügbarkeit hin. 

Für die Preise bedeutet das heute Morgen zunächst einmal, dass sich aller Voraussicht nach rechnerische Aufwärtspotenziale durchsetzen und man sich auf Preissteigerungen einzustellen hat. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish

16.10.2018 

GD 21 hat Aufwärtspotenziale ausgebremst – Stochastik mit Kaufimpuls 

Die mutmaßliche Ermordung des Journalisten Khashoggis in der saudischen Botschaft Istanbul hatte kurzzeitig für Unruhe am Markt gesorgt. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Meldungen zu dieser Causa die Preise an den Ölbörsen beeinflussen können, doch eine Kürzung der Ölexporte durch Saudi-Arabien ist eher unwahrscheinlich. Das Land würde sich damit nur ins eigene Fleisch schneiden, da man das Nachfragewachstum reduziert und den Wandel weg vom Öl beschleunigen würde. 

Nichtsdestotrotz könnte Saudi-Arabien weiter indirekt mit der Reduzierung der Ölexporte drohen, sollte es zu einer erneuten Zuspitzung der Konstellation kommen. Die Volatilität nimmt mit dem Fall sicherlich nicht ab, die mit den Sanktionen gegen den Iran ohnehin bereits hoch ist. 

Die Sanktionen der USA werden Anfang November weiter verschärft, was an den Ölbörsen für eine gewisse Bodenbildung sorgen dürfte. Wie groß der Einfluss der weiteren Maßnahmen ist, und in wie weit Ausnahmeregelungen erteilt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt vor allem Gegenstand von Spekulationen. 

Der Rheinpegel und die Versorgungslage spitzen sich mit dem fehlenden Niederschlag weiter zu und die Frachtkosten sind erneut massiv gestiegen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

15.10.2018

Spannungen zwischen USA und Saudi-Arabien – Futures ziehen zum Wochenauftakt an  

EIA, IEA und OPEC sehen das Nachfragewachstum für Öl nun einheitlich schwächer als bei ihren bisherigen Monatsreports. Hintergrund ist das schwächelnde globale Wirtschaftswachstum, das die Grundlage für einen wachsenden Energieverbrauch ist. Auslöser sind die zunehmenden Spannungen im internationalen Handel, die straffere US Geldpolitik sowie die Schwäche der Entwicklungs- und Schwellenländer, die in der Regel einen Großteil des Ölnachfragewachstums ausmachen. 

Im Ergebnis sehen die Analysten die Versorgungslage für das letzte Quartal dieses Jahres nicht mehr ganz so dramatisch knapp wie noch vor wenigen Wochen. Die IEA bezeichnet die momentane Versorgungslage als adäquat, sodass sich in der letzten Woche Gewinnmitnahmen von den 4,5 Jahreshochs ergaben. 

Neue Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den USA sorgen nun aber für Unruhe. Sollte es Belege geben für die Ermordung des Journalisten Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul geben, so würde es das Verhältnis der saudischen Führung zur Türkei, aber auch zur westlichen Welt, nachhaltig belasten. 

Wegen der Spannungen mit Saudi-Arabien ziehen die Ölpreise an ICE und NYMEX in den ersten Handelsstunden heute Morgen erst einmal an. 

12.10.2018 

Gewinnmitnahmen nach OPEC und DOE – Ölpreise erneut weicher 

Nachdem bereits die EIA in ihrem neuen Monatsreport die Ölnachfrage nach unten korrigiert hatte, folgte gestern auch die OPEC mit einer entsprechenden Nachbesserung in ihrem Bericht. Der Rückgang war hauptsächlich das Ergebnis eines sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums in Europa und Asien sowie von Schwellen- und Entwicklungsländern, die derzeit mit schwachen Währungen zu kämpfen haben. 

Der Bericht der OPEC ist klar bearish zu sehen, da er zeigt, dass das Kartell die Versorgungslage 2018 und 2019 nicht mehr ganz so skeptisch wie zuletzt einschätzt. Auch wenn der Bericht bearish ist, so bleibt die Entwicklung der iranischen Exporte eine Wildcard. Wie stark die Exporte noch sinken und ob die OPEC zusammen mit Russland auch die kommenden Rückgänge kompensieren können, muss erst noch abgewartet werden. 

So wie die Aufwärtsbewegung der letzten Wochen zu schnell und zu steil war, so könnte auch die jetzige Korrektur zu forsch gewesen sein. 

Für heute zeichnen sich bei den Preisen zu gestern noch immer Preisnachlässe ab. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

11.10.2018 

Futures geben nach US Bestandsdaten und Hurrikan deutlich nach 

Die EIA hat mit ihrem Monatsreport die Nachfrageprognose für 2018 deutlich nach unten korrigiert. Die schlechteren Wachstumsaussichten des BIP aber vermutlich auch die hohen Preise machen sich bei der Einschätzung bemerkbar. Käufer versuchen ihre Nachfrage zurückzuhalten und auf das kommende Jahr zu verschieben. Dies reduziert den Ölbedarf für das laufende Jahr 2018 und wird die Versorgungslage etwas entschärfen. 

Kurzfristig nimmt dies der Preisrallye der letzten Wochen eine entscheidende Grundlage. Doch da die Nachfrage nicht verschwindet, sondern sich eben nur auf das kommende Jahr verschiebt, verlagert sich auch die Versorgungsknappheit. 

Statt einer Überversorgung in 2019 rechnet man nun mit einer Unterversorgung. Vor allem die Preisniveaus für das vierte Quartal 2018 sowie die ersten beiden Quartale 2019 wurden nach oben korrigiert, sodass der bisher erwartete mittelfristige Preiseinbruch wohl nicht kommen wird. 

Die US Ölbestände des API sind dafür klar bearish zu sehen und belasten die Preisniveaus. Da Hurrikan Michael ohne schwere Schäden an den US Ölbohranlagen im Golf von Mexiko vorbeigezogen ist, wird die Förderung dort schnell wieder zunehmen. 

Die Futures an den Ölbörsen geben mit den tendenziell bearishen Faktoren am Morgen stark nach. 

Fundamental; bearish                       Chartanalyse; neutral

10.10.2018 

US Produktionsausfälle durch Hurrikan Michael haben zugenommen 

Die IEA hatte gestern noch einmal klargestellt, dass es keine koordinierte Freigabe der strategischen Reserven geben wird um die Preise zu senken. Das Ölnachfragewachstum, auch wenn die hohen Preise diese eventuell etwa dämpfen, ist weiterhin sehr gut und nimmt im vierten Quartal in der Regel noch einmal zu. 

Hurrikan Michael, der durch den Golf von Mexiko zieht, kommt dabei natürlich zu einer ungünstigen Zeit. Die Ausfälle sind zwar nur temporär, doch mit der knappen Versorgungslage ist dies natürlich Wasser auf die Mühle der bullish eingestellten Marktteilnehmer. Die Risikoprämie nimmt mit einem solchen Ereignis zu und hat die Abwärtsbewegung zu Beginn dieser Woche ausgebremst. 

Der Markt befindet sich nach den 4-Jahreshochs der letzten Woche nun in einer Konsolidierungsphase, die sich aus einem neuen Spannungsfeld bei der kurzfristigen Einschätzung ergibt. 

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer daher nun auch die Monatsreports von EIA, OPEC IEA. Gleiches gilt auch für die US Ölbestandsdaten des API, bei denen die Analysten aktuell einen (bearishen) Anstieg der Ölvorräte erwarten. 

Die Rheinfrachten sind erneut massiv gestiegen und erreichen Ihr Jahreshoch. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral 

09.10.2018 

Ölexporte des Iran deutlich gesunken – Hurrikan-Warnung für USA 

Nach dem 4-Jahreshoch in der Vorwoche gab es zum Wochenende und zum Auftakt gestern zur Abwechslung einmal Nachrichten, die die Ölpreise nicht weiter nach oben trieben. Die USA scheint die Ölexporte des Irans nicht gleich auf null drücken zu wollen und führt Gesprächen mit einigen Abnehmern, denen Ausnahmeregelungen erteilt werden könnten. Voraussetzung sei, dass diese Länder einen erheblichen Anteil der Ölimporte aus dem Iran gekürzt haben. 

Ein Kandidat dafür ist Indien. Mit der erheblichen Reduzierung der Käufe könnte sich Indien auch für die Ausnahmeregelung der US Regierung qualifizieren und müsste keine Sanktionen fürchten.  

Hurrikan Michael macht den Gewinnmitnahmen nun aber einen Strich durch die Rechnung. Der Hurrikan stützt die Preise, da er einen Teil der Ölförderung im Golf von Mexiko vorübergehend lahmlegt. Die initiale Reaktion von Marktteilnehmer auf einen solchen Sturm sind zunächst immer Käufe, mit denen man sich gegen Preissteigerungen absichert. Auch die Meldung zu den erneut deutlich gesunkenen Exporten des Irans sind ein bullisher Faktor am Markt. 

Die Ölbörsen reagieren in den Morgenstunden mit Preisaufschlägen auf die Veränderungen am Markt und deuten deutliche Preisaufschläge zu gestern an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral 

 08.10.2018 

Mehr Öl und technische Gewinnmitnahmen – Futures mit schwachem Start 

In den letzten Wochen haben die Ölpreise kräftig zugelegt, nachdem die psychologische Widerstandsmarke bei 80 Dollar geknackt wurde. Preistreiber Nummer eins sind die Sanktionen der USA gegen den Iran, die ab November noch einmal verschärft werden sollen. 

Nach den 4-Jahreshochs in der letzten Woche wurden ein paar Gewinne mitgenommen und auch heute Morgen kommen die Preise leicht unter Druck. Hintergrund ist die Reaktion der OPEC und Russland, die ihre Förderung angehoben haben und auch weiter steigern wollen. 

Im nächsten Jahr rechnet man durch die Produktionssteigerungen von Nicht-OPEC Ländern mit einer entspannteren Marktlage als aktuell, weshalb die Entwicklung in den kommenden Monaten entscheidend für die aktuellen Preisniveaus ist. 

Indien, China und Türkei werden wohl weiter Rohöl aus dem Iran beziehen und könnten Ausnahmen der USA erhalten. Die US Regierung hatte am Wochenende bestätigt, dass man mit „einigen Ländern“ in Gesprächen sei solche Ausnahmegenehmigungen zu erteilen.  

Bei den Preisen deuten sich rechnerisch kleinere Preissenkungen zu Freitag an. Die Rheinfracht ist jedoch deutlich erneut gestiegen. 

Fundamental; neutral bis bearish   Chartanalyse; bearish  

05.10.2018 

Gewinnmitnahmen bremsen Preisrallye aus – Erste technische Verkaufssignale

Die Versorgungslage wird mit den Exportrückgängen des Iran im letzten Quartal dieses Jahres erst noch weiter knapper, bevor sich die Situation wieder entspannt. Analysten sehen die Preise kurz- bis mittelfristig daher mehrheitlich fester und rechnen erst im kommenden Jahr wieder mit Abwärtspotenzialen.

Man muss sich in den kommenden Wochen auf Bestandszunahmen einstellen. Einmalige Aufbauten können sicherlich einmal ignoriert werden, über mehrere Wochen hinweg geht dies aber wohl nicht.

Die gestrigen Gewinnmitnahmen waren auch eine verzögerte Reaktion auf die DOE Daten vom Mittwoch. Die Preise seien in den letzten Wochen aber insgesamt zu schnell und zu stark gestiegen.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie viel Rohöl Russland und Saudi-Arabien kurzfristig auf den Markt bringen können. Beide haben Produktionssteigerungen angekündigt und wollen den Exportrückgang des Iran kompensieren.  

Nach der Abwärtsbewegung von gestern stabilisieren sich die Futures, sodass sich bei den Preisen heute Morgen leichte Preissenkungen ergeben können.

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

04.10.2018 

Langzeithochs ausgebaut – Futures klettern trotz Aufbauten bei US Rohöl 

Die verschärften US Sanktionen gegen den Iran, die ab dem 4. November gelten sollen, sind bereits am physischen Markt angekommen. Öl, dass heute aus dem Iran gekauft wird, kommt bei den meisten Ländern erst im November an und unterliegt damit bereits den verschärften Regeln der US Sanktionen. Käufer halten sich also bereits jetzt spürbar zurück. 

Die Kombination aus hohen Ölpreisen, den Handelsstreitigkeiten zwischen USA und China sowie der Schwäche im BIP Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer wird das Ölnachfragewachstum vermutlich negativ beeinflussen. 

Saudi-Arabien und Russland haben angeblich einen Deal geschlossen die Förderung weiter anzuheben, doch dies hat bisher keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisniveaus. Selbst wenn die kommenden Förderdaten eine signifikante Anhebung bestätigen, nimmt die Reservekapazität damit ab, sodass weitere unerwartete Ausfälle nur schwer zu kompensieren sind.  

Der Spielraum für Fehler ist bei einer solchen Marktlage extrem klein, sodass die Unsicherheit und Sorge bei der Versorgung die Preise vorerst hochhält. Entspannung sehen die Analysten erst im kommenden Jahr, 

In Verbindung mit dem starken Dollar-Kurs deuten sich aktuell deutliche Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish

03.10.2018 

Oelfutures nach US-Bestandsdaten in enger Spanne auf hohem Niveau 

Daten des russischen Energieministeriums zeigten, dass die Ölproduktion Russlands im September ein neues Rekordhoch erreichte. Zwar sollen die Produktionssteigerungen Russlands und einiger anderer Länder - wie vor allem Saudi-Arabien - den erwarteten Produktionsrückgang im Iran kompensieren, bei den Hauptabnehmern iranischen Rohöls dürften jedoch zumindest von den höheren Fördermengen Russlands nicht viel ankommen.  

Aufgrund der US-Sanktionen gegen den Iran dürften sich derzeit viele Abnehmer iranischen Rohöls nach Alternativen umsehen. Vor allem Indien und China zählten bisher zu den Hauptabnehmern iranischen Öls. Trotz des Rekordniveaus der russischen Ölproduktion wird Russland am asiatischen Markt jedoch wohl nicht als Ersatzlieferant für den Iran einspringen können 

Insgesamt bleiben die Oelfutures jedoch weiterhin gestützt durch die erwarteten Auswirkungen der US-Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor, die Anfang November in Kraft treten sollen. Am späten Nachmittag lieferten dann auch die Gewinne an den US-Aktienmärkten noch einmal leichten Auftrieb. 

Die Preise werden heute in etwa auf gleichem Niveau von gestern erwartet. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral 

02.10.2018 

Erneuter Preissprung treibt Inlandspreise auf neue Hochs 

Die Stimmung am Markt bleibt weiterhin bullish, auch wenn durchaus bearishe Aspekte im Markt vorhanden sind. Doch diese kommen kaum zum Tragen und werden von den Sanktionen gegen den Iran überlagert. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass sich die globale Versorgungslage bis Jahresende noch weiter zuspitzen wird. 

Den weiteren Rückgang der iranischen Ölexporte zu kompensieren wird unterdessen zunehmend schwierig. Einige OPEC Länder wie Saudi-Arabien haben zwar noch Kapazitätsreserven, doch bisher wird hier kein Anschein gehegt, dass diese aktiviert werden. Und selbst wenn man darauf zurückgreifen würde, könnten dann weitere unerwartete Produktionsrückgänge nicht mehr kompensiert werden. 

Bleibt eine Freigabe der strategischen Reserven in den USA aus, so gibt es in der aktuellen Konstellation wenig, dass den Preisanstieg bremsen könnte. Trader sichern sich daher zusehends gegen einen Anstieg auf 100 Dollar ab. Dies ist ein Indiz, dass sich die Marktteilnehmer zunehmend aufsteigende Preise vorbereiten. 

Die Rheinfracht ist erneut gestiegen und eine Abschwächung ist aktuell nicht absehbar. 

Auf Grund der festen deuten sich bei den Preisen extrem starke Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral  

 01.10.2018 

Ölpreise schießen auf 4-Jahreshochs 

Die Futures an ICE und NYMEX haben neue Höchststände erreicht und werden dabei von einer Reihe stützender Faktoren getragen. Zum einen bleiben die Sanktionen gegen den Iran natürlich das wichtigste und alles überschattende Thema. Die Förderung nimmt schneller ab und selbst Indien und China könnten ihre Bezüge reduzieren. 

In Kombination mit der abwartenden Haltung der OPEC, die vor dem Meeting im Dezember wohl nicht aktiv wird, sowie mit dem Hinweis des US Energieministers, der eine Freigabe der strategischen Reserven ablehnt, gibt es kurzfristig nichts, was auf eine Entspannung der Lage hindeutet. 

In diese Zeit kommen nun auch noch die Streiks in Nigeria. Trader und Analysten spekulieren in diesem Marktumfeld vermehrt über das mögliche Erreichen der 100 Dollar Marke, denn die Versorgungslage wird sich im Jahresendspurt vermutlich erst noch einmal zuspitzen, bevor sie sich im kommenden Jahr wieder etwas entspannt. 

Zwar gibt es auch bearishe Meldungen über Produktionssteigerungen. So fördern USA und Russland so viel Rohöl wie noch nie und werden die Produktion weiter ausbauen. Angesichts der bullishen Dynamik werden diese Nachrichten allerdings in den Hintergrund gedrängt. 

Somit generiert sich damit weiteres Aufwärtspotenzial bei den Preisen. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral