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02.04.2020

03.04.2020

Gasoil ICE London ($/to)

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03.04.2020

Zweifel an Wirkung einer potenziellen OPEC+ Kooperation - Rohölfutures etwas weicher 

Bei über einer Million liegt mittlerweile die Zahl der bestätigten SARS-CoV-2-Infizierten. Etwa 53.000 Menschen sollen an der Lungenkrankheit Covid19 offiziellen Daten zufolge bereits gestorben sein. Einige Länder haben ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt noch einmal verlängert.

Dies beeinflusst auch die Schätzungen zur Entwicklung der Ölnachfrage. So geht man beim Handelshaus Trafigura mittlerweile davon aus, dass wohl etwa 35 Mio. B/T an Nachfrage zerstört werden.

Die Händler werden auch auf die Bekanntgabe eines möglichen Termins für ein OPEC+ Treffen warten. Selbst wenn dieses stattfinden sollte und die Produzenten sich auf eine Kürzung einigen könnten, zeigt die fundamentale Situation jedoch weiterhin „Nachfragezerstörung und Bestandsaufbauten“ an. Die „Angst und das Durcheinander“ am Markt erinnere an die Finanzkrise, so Driscoll.

Am Freitagmorgen notieren die Rohölfutures an ICE und NYMEX unter dem Niveau der Settlementwerte von Donnerstag, wohingegen ICE Gasoil fester ist. Daher zeichnet sich für das Inland leichtes Aufwärtspotenzial zu gestern ab. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bullish 

02.04.2020

Trump bespricht Lage mit US-Ölunternehmen - Ölfutures fester 

Die Auswirkungen der Maßnahmen, mit denen man die Covid19-Pandemie unter Kontrolle bekommen will, auf die Nachfrage zeigen sich auch in den USA mittlerweile deutlich. Schon zum zweiten Mal in Folge sank die Gesamtnachfrage nach Produkten in Übersee beträchtlich. Auch die Nachfrage der Raffinerien nach Rohöl nahm in der vergangenen Woche ab, was letztlich zu einem Anstieg der US-Gesamtölbestände führte.

Wie sich die Situation am Ölmarkt weiter entwickelt dürfte nun einerseits davon abhängen, welche Maßnahmen die US-Regierung und die Ölproduzenten vereinbaren, und andererseits davon, wie stark sich der Kampf um Preise und Marktanteile zwischen Saudi-Arabien und Russland noch verschärfen wird.

Heute Morgen zogen die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst einmal an, während der EUR/USD geschwächt blieb. Da der ICE Gasoil Kontrakt allerdings noch unter dem Niveau vom frühen Mittwochnachmittag notiert, deuten sich für das Inland derzeit weiterhin Möglichkeiten für leichte Preisnachlässe an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: bullish 

01.04.2020

Ölnachfrage könnte um 30 Mio. B/T fallen – WTI testet 20 Dollar-Marke 

Bisher scheint kein Ende des Preiskrieges zwischen der OPEC und Russland in Sicht zu sein. Ölproduzenten wie der Irak werden im April ihre Förderung und Exporte weiter hochfahren, während Saudi-Arabien ebenfalls weitere Exporte ankündigt. Analysten schätzen, dass am Wochenende bei der Saudi Aramco eine weitere Preissenkung für Lieferungen im Mai beschlossen werden könnte.

Durch die Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Pandemie kommt auch in den USA das öffentliche Leben immer mehr zum Stillstand.

Die Bestände würden weiter steigen und Kapazitäten der Lagerauslasten. Früher oder später wird die Ölförderung sinken müssen, wenn nicht freiwillig, dann durch eine Auslastung der Lager. Langfristig könnte die aktuelle Entwicklung dem Markt dabei helfen wieder in Balance zu bringen und die Preise steigen zu lassen, kurz- bis mittelfristig ist der Druck noch enorm.

Die Ölpreise an ICE und NYMEX starten unter den Niveaus von gestern Mittag in den Tag, sodass sich für das Inland momentan deutliche Preisnachlässe ankündigen. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

31.03.2020

Short-Coverings nach Langzeittiefs – USA und Russland stimmen sich ab 

Die Lagerkapazitäten werden zunehmend und immer schneller knapp, da Raffinerien in Europa und Nordamerika ihren Durchsatz reduzieren oder komplett abgeschaltet werden. In Europa soll die Verarbeitung von Rohöl bereits um etwa 1,3 Mio. B/T gesunken sein.

In China steigert man wieder die Raffinerieauslastung, doch von einer Normalisierung am Markt ist man noch weit entfernt.

Wenn die Ölpreise niedrig sind, nimmt die Nachfrage für gewöhnlich zu, auch wird mehr gereist und gefahren. Je länger die Maßnahmen andauern, desto härter trifft dies den Markt. Eine mögliche Kooperation und Produktionskürzungen von Saudi-Arabien, Russland und der OPEC könnte die Preise stützen, doch selbst wenn die OPEC+ Anfang März die Produktionskürzung weitere ausgedehnt hätte, würde der Ölpreis auch höher sein als aktuell, so die Einschätzung.

ICE Gasoil zieht am Morgen etwas an, bleibt aber knapp unter dem Niveau von gestern Mittag. Es deuten sich unterm Strich somit nur kleinere Anpassungen für Diesel und Heizöl an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

30.03.2020

Sondermeeting der OPEC abgelehnt - WTI fällt auf 18-Jahrestief 

Der Nachfragerückgang, der durch die globale Corona-Pandemie ausgelöst wird, dürfte bei den letzten Prognosen der Monatsreports von OPEC, EIA und IEA deutlich unterschätzt worden sein.

Durch die steigenden Vorräte haben Raffinerien in Europa und den USA bereits angefangen ihre Produktion zu drosseln, weshalb Saudi-Arabien Probleme hat sein Öl am Markt unterzubringen.

Durch die geringere Abnahme der Raffinerien und die anstehende Produktionssteigerung der OPEC+ Länder, die diese nach dem gescheiterten Meeting Anfang März angekündigt hatten, kommen vor allem die Rohölsorten Brent und WTI unter Druck. WTI hat dabei ein neues 18-Jahrestief erreicht. Deutlich weniger Verluste zeigen sich hingegen bei den Produkt-Futures. Während die reduzierte Auslastung der Raffinerien das Überangebot bei Rohöl forciert, dämpft dies den Effekt auf die Preise für die Produkte.

Auch wenn sich Gasoil im Vergleich zu Freitag gut behaupten kann, so ist der Euro/Dollar-Kurs deutlich fester. Für das Inland bedeutet dies bei den Vormittagspreisen, dass sich keine starken Preisveränderungen andeuten. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral/bearish 

27.03.2020

IEA-Chef sieht Nachfragerückgang um 20 Mio. B/T 

Die G20-Staaten versprachen in einer gemeinsamen Abschlusserklärung zum außerordentlichen G20-Gipfel am gestrigen Donnerstag, man werde sich der „gemeinsamen Bedrohung der Covid19-Pandemie „geeint entgegenzutreten.“

Auf die Entwicklung an den Ölbörsen hatte diese Erklärung kaum Einfluss. Die zuletzt von zahlreichen Regierungen und Notenbanken bereits angekündigten finanziellen Hilfspakete sind bereits größtenteils eingepreist. Zudem gab es bislang keine Neuigkeiten, was die geplante Produktionspolitik Saudi-Arabiens betrifft. Die USA wollten das Königreich beim G20-Gipfel eigentlich dazu anhalten, die Produktion ab April nicht so deutlich zu steigern wie angekündigt.

Was Saudi-Arabiens Produktionssteigerung angeht, bleibt abzuwarten, ob sich diese überhaupt so umsetzen lässt wie von Riad geplant.

Nichtsdestotrotz bleibt die fundamentale Situation jedoch vorerst weiterhin neutral bis bearish. Die Ölfutures an ICE und NYMEX weichen auch heute Morgen kaum von den Schlusswerten von Mittwoch ab, während der EUR/USD etwas fester notiert. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral 

26.03.2020

Händler warten auf Ergebnisse der G20-Videokonferenz 

Das DOE meldete am Mittwochnachmittag den neunten wöchentlichen Anstieg der US-Rohölbestände in Folge. Über einen so langen Zeitraum hatten die landesweiten Rohölbestände seit November 2018 nicht mehr zugenommen.

Angesichts der Bestandsabbauten bei Benzin und Diesel sowie des leichten Rückgangs der US-Rohölproduktion gab der Bericht des DOE keine klaren Impulse.

Laut Edward Moya von OANDA, wird die Nachfrage auch weiterhin nachlassen und die Unsicherheit über eine Erholung bei Reiseaktivität und im Handel wird vorerst nicht weggehen. „Wir werden WTI auf dem Niveau von 20 Dollar oder sogar 15 bis 17 Dollar sehen, weil jeder so auf die Auswirkung des [SARS-CoV-2-] Virus konzentriert ist und weil es für die USA ein entscheidendes Niveau erreicht hat,“ so Moya.

Während die Ölfutures ICE und NYMEX nur geringfügig von den Schlusswerten von Mittwoch abweichen und der EUR/USD etwas fester notiert, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell nur geringfügige Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral 

25.03.2020

Trumps Zweckoptimismus stützt Ölpreise – Analysten bleiben aber noch skeptisch 

Trader sind voll und ganz auf die Entwicklungen der Corona-Krise fokussiert. In Italien, das aktuell noch als Epizentrum gilt, hat sich die Kurve der Neuinfektionen ganz leicht abgeflacht und auch in Deutschland zeigen sich erste positive Tendenzen. In China hat man die Quarantäne der Provinz Hubei bereits aufgehoben, sodass die schlimmsten Einschnitte in das öffentliche Leben und das Wirtschaftswachstum eventuell schon vorbei sind.

Es verbreitet zumindest ganz leicht Hoffnung, aber Länder wie die USA, Großbritannien und auch Spanien wird es wohl erst noch deutlich schlimmer werden, bevor sich eine Besserung einstellt.

Die Gefahr einer Erhöhung des Angebots durch OPEC und Russland ist ein weiteres Abwärtsrisiko für den Markt," so deren Warnung.

Mit der Stabilisierung und der leichten Aufwärtsbewegung an der ICE in der Nacht, starten die Futures relativ fest im Vergleich zum Vortag, sodass sich bei den Inlandspreisen aktuell Preissteigerungen zu gestern andeuten. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral/bullish 

24.03.2020

Futures ziehen in der Nacht an – Analysten bleiben skeptisch 

Die Ölpreise reagieren aktuell bullish auf die stützenden Maßnahmen der Regierungen und Hilfsprogramme der Notenbanken. Zuletzt war es die Fed, die künftig Anleihen kaufen möchte, ohne sich in der Höhe der Investition zu beschränken. Das pumpt viel Geld in die Wirtschaft und in die Unternehmen, was die Aktienmärkte stützt und den Dollar etwas unter Druck bringt.

Am Wochenende wurde nun auch in India ein Lockdown und Ausgangssperren verhängt. Das Land gehört zu einem der größten Ölimporteure der Welt. Der reduzierte Verkehr und die Schließung von Unternehmen wird die internationale Ölnachfrage erneut schwächen, während in den USA noch lange keine so strikten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie in Europa getroffen wurden. Von daher bleiben wir bei unserer fundamental neutral bis bearishen Markteinschätzung.

Mit dem Anstieg der Preise an ICE und NYMEX deuten sich für heute Morgen erst einmal neue und starke Preissteigerungen für das Inland an. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral/bullish 

23.03.2020

USA zum nächsten OPEC Meeting eingeladen – Wochenstart mit deutlichen Verlusten 

Die Ölbörsen wurden in der letzten Woche von den globalen Entwicklungen hart getroffen. Der Ölpreis fiel mit dem Schluss am Freitag um 29% innerhalb von einer Woche. Die Futures hielten sich oberhalb dieser Marken, während die Volatilität und Kursbewegungen zunahmen. Dies könnte für eine vorläufige Bodenbildung sprechen.

Noch immer sind sich die Analysten extrem uneinig, wie stark die Ölnachfrage leiden wird. Ab April werden die Ölproduzenten zudem ihre Ölförderung steigern, sollte eine überraschende Einigung zwischen Russland und der OPEC nicht doch noch gelingen.

Ohne eine Begrenzung der Produktion gehen Analysten davon aus, dass wir die niedrigsten Preise noch nicht gesehen haben. Die fundamentale Konstellation ist extrem instabil, ebenso wie auch die Kurse sehr volatil bleiben. Zur Eröffnung des Handels in der Nacht rutschten die Preise an den Ölbörsen deutlich ab und fielen unter ihre Tiefs vom Freitag. Dadurch ergibt sich bei den Inlandspreisen Abwärtsdruck, sodass sich deutliche Nachlässe zu Freitag abzeichnen. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral/bullish 

20.03.2020

Trump deutet Preisintervention an – Short-Coverings lassen Notierungen steigen 

In der US Regierung ist die Freude an den niedrigen Ölpreisen mittlerweile verflogen. Aus allen Ecken kommen Vorstöße die Preise zu stützen, die mittlerweile von einem Embargo und Sanktionen gegen andere Länder, über das Auffüllen der strategischen Reserven, bis hin zu Quoten für die eigene Ölförderung reichen.

Saudi-Arabien wird dies genau beobachten und könnte die Gunst der Stunde nutzen und eine Beteiligung der US Schieferölindustrie an den Produktionskürzungen fordern.

Ohne einen Deal zur Regulierung des Ölangebots haben die Ölpreise keine Chance sich von den aktuellen Tiefs zu erholen.

Die Tatsache, dass die US Ölunternehmen nun selbst einen Vorstoß zur Preisregulierung gewagt haben und auch Trump im Preiskrieg intervenieren will, sorgt zwar nicht unbedingt dafür, dass wieder auf steigende Preise spekuliert wird, jedoch nehmen Trader Gewinne aus Short-Positionen mit, was die Notierungen stützt. Die Futures handeln daher deutlich über den Niveaus vom Vortag, sodass sich für das Inland aktuell starke Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral/bullish 

19.03.2020

Russland hätte gerne höhere Preise, bleibt jedoch im Wartemodus 

Regierungen und Notenbanken versuchen derzeit mit fiskalen und geldpolitischen Stimuli die wirtschaftlichen Konsequenzen der Covid19-Pandemie einzudämmen. Am gestrigen Mittwoch beschloss beispielsweise die EZB ein Anleihenkaufprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro.

Selbst in Russland scheint der jüngste Preisrutsch an den Ölbörsen mittlerweile Unbehagen auszulösen. Auch dort hat man registriert, dass die Preise niedrig sind. Allerdings tendiert Moskau immer noch dazu, den Markt weiterhin „genauestens zu beobachten“ und zu analysieren, bevor man auf die OPEC zugehen will.

Angesichts des Preiskampfs zwischen Saudi-Arabien und Russland sowie der Auswirkungen der Covid19-Pandemie auf die Ölnachfrage waren die Ölbestandsdaten der USA bereits in den vergangenen Wochen in den Hintergrund gerückt.

Die fundamentale Situation bleibt bearish, abzuwarten bleibt, inwieweit der stützende Einfluss der Maßnahmen von EZB und US-Regierung nicht auch heute einfach verpufft. Da die Futures an den Ölbörsen heute Morgen weiterhin unterhalb der Niveaus vom frühen Mittwochnachmittag notieren, zeichnet sich bei den Inlandspreisen noch Abwärtspotenzial ab. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

18.03.2020

Irak bittet um OPEC Sondermeeting - Fällt Brent auf 20 Dollar? 

Die Halbwertszeit von Marktvorhersagen und Prognosen hat in selben Maße abgenommen wie sich das Coronavirus auf der Welt verbreitet hat. Alle Einschätzungen sind bereits nach wenigen Tagen überholt. Mittlerweile gehen einige Analysten davon aus, dass die Preise noch bis auf 20 Dollar, möglicher Weise darunterfallen könnten.

Die Gefahr einer globalen Rezession sei gestiegen, weshalb man die bisherige Vorhersage für den Durchschnittspreis Brent von 62 auf 43 Dollar gesenkt hat.

So lange die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter verschärft werden und sich Russland und Saudi-Arabien im Streit um die Ölproduktion nicht annähern, lässt sich kein bullishes Szenario für die Ölbörsen konstruieren.

Von fundamentaler Seite gibt es daher keinen Grund an der bearishen Situation zu rütteln, weshalb wir unsere Einschätzung unverändert belassen. Da die Futures an den Ölbörsen unter den Tageswerten von gestern Nachmittag notieren, deuten sich für das Inland aktuell erneut Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

17.03.2020

4-Jahrestief – Russland und Saudi-Arabien halten an Preiskrieg fest 

Die Regierungen in den USA und Europa beschließen immer mehr den Shutdown der heimischen Wirtschaft. Nach den Einschränkungen im Flugverkehr sind mittlerweile auch inländische Reisen oder Reisen mit Bus untersagt. Dies wird den Ölbedarf weiter reduzieren, sodass die Analysten ihre Nachfrageprognosen immer weiter anpassen.

In der letzten Woche ging die EIA in ihrem Monatsreport noch von einem globalen Ölnachfragewachstum aus, während die IEA mit einem leichten Rückgang der Ölnachfrage rechnete.

WTI ist derzeit etwas weniger stark als Brent von der Abwärtsdynamik betroffen, was auf die angekündigten Zukäufe für die strategischen Reserven in den USA zurückzuführen ist. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt.

Die Futures an ICE und NYMEX können sich in den Morgenstunden von den 4-Jahrestiefs etwas erholen. Im Vergleich zu gestern deuten sich aktuell geringere Veränderungen bei den Inlandspreisen als in den letzten Tagen an, die Tendenz geht dabei aber zu weiteren. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

16.03.2020

Fed Beruhigungspille verpufft – WTI testet 30 Dollar-Marke 

Die Ereignisse überschlagen sich in den letzten Wochen fast täglich. Mittlerweile ist auch klar, dass sich die durch das Coronavirus hervorgerufenen Nachfrageprobleme nicht auf China beschränken lassen. Flugstreichungen, Einreiseverbote, Grenzkontrollen, Home Office, Schulschließungen und andere Maßnahmen werden den Ölbedarf auch in Europa und Nordamerika hart treffen.

In den meisten Unternehmen wird die Lage täglich neu bewertet und der physische Handel steht auch im Inland vor einer Bewährungsprobe. Schon jetzt wird durch die Streichungen von Flügen sehr viel weniger Kerosin abgenommen, sodass die Lagerbestände steigen. Dies wird bei anderen Produkten auch so kommen.

Die Futures an ICE und NYMEX brachen zum Handelsauftakt der neuen Woche erst einmal ein, konnten sich danach allerdings wieder leicht fangen. Die Notierungen an ICE und NYMEX notieren trotz Aufwärtskorrektur noch immer sehr deutlich unter den Niveaus vom Freitag. Für das Inland bedeutet dies, dass erneut mit massiven Preissenkungen im Vergleich zu Freitag zu rechnen ist. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

13.03.2020

Preise kommen von Vortagestiefs zurück -USA führen Vergeltungsschlag gegen pro-iransiche Milizen aus 

Die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich der Entwicklung der Nachfrage haben sich mit dem Einreiseverbot der USA für Reisende aus Europa zuletzt noch verstärkt. Der Einreisestopp sei ein „herber Schlag" vor allem für die Kerosinnachfrage.

Ebenso unwahrscheinlich ist wohl ein baldiges Treffen der OPEC+ Länder. Der Kreml teilte am gestrigen Donnerstag mit, es gebe bislang keine Pläne, mit Saudi-Arabien und der OPEC in Kontakt zu treten, um über den Ölmarkt zu sprechen. Der Vorstandsvorsitzende der Gazprom Neft gab darüber hinaus an, sein Unternehmen werde die Ölproduktion im April steigern.

Während Saudi-Arabien und Russland den Markt bald mit Öl fluten könnten, könnte ein Rücksetzer bei der US-Rohölproduktion den Druck etwas lindern. Einige amerikanische Ölunternehmen haben bei der US-Regierung nun offenbar auch angeregt, eine Ausnahmeregelung im Hinblick auf den Jones Act zu erarbeiten.

Zunächst bleibt die fundamentale Situation am Markt jedoch erst einmal bearish, zumal weder die Maßnahmen der US-Regierung noch die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken derzeit auszureichen scheinen, um die Risikoaversion der Marktteilnehmer zu dämpfen. Zu gestern ergibt sich daher bei den Preisen leichtes Aufwärtspotenzial. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

12.03.2020

Ölpreise sinken erneut - US-Einreisestopp für Reisende ausEuropa und Produktionssteigerungen 

Die Ölbestände der USA sanken in der vergangenen Woche erneut. Zwar nahmen die landesweiten Rohölbestände stark zu, stärker noch war allerdings der Rückgang bei den Produktbeständen. Der Kampf um Marktanteile zwischen Saudi-Arabien und Russland, der mit dem Scheitern des letzten OPEC+ Treffens begann, sowie die Frage, wann sich die Ölnachfrage wieder erholen wird, ließ den Einfluss der DOE-Daten schon in den vergangenen Wochen schwinden.

Die Tatsache, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ausbreitung des Covid19-Virus seit gestern als Pandemie einstuft, belastete die Ölfutures heute Morgen ebenso wie die Ankündigung eines Einreisestopps für Reisende aus Europa in die USA. Die Aktienmärkte dürften angesichts dieser Meldungen heute erneut Verluste markieren.

Die Aussage des stellvertretenden russischen Energieministers, dass zusätzliche Kürzungen keinen Sinn machen würden, wenn man nicht weiß, wie stark die Nachfrage noch sinkt, macht zudem wenig Hoffnung darauf, dass sich Saudi-Arabien und Russland doch noch einig werden.

Die Veränderungen, die sich auf fundamentaler Seite zuletzt ergeben haben führen dazu, die fundamentale Konstellation heute Morgen als bearish einstufen. Der erneute Kursrutsch deuten bei den Preisen auf deutliches Abwärtspotenzial zu gestern hin. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish

Ölpreise am Morgen fester - Vermittlungsversuche zwischen Saudi-Arabien und Russland 

Der Streit zwischen Russland und Saudi-Arabien ist gestern weiter eskaliert. Saudi-Arabien will die Förderung im April sogar auf ein neues Rekordniveau anheben.

Auch Irak und Nigeria sind dabei und haben für kommenden Monat gesteigerte Exporte angekündigt. Mit dem Bruch zwischen Russland und der OPEC ist für April auch das bisherige Produktionsabkommen hinfällig, denn das lief nur bis Ende März. Sollten die Fördersteigerungen tatsächlich so kommen, würden die Ölbestände in bisher nie dagewesenem Umfang zulegen, denn zeitgleich ist die weltweite Ölnachfrage durch das Coronavirus massiv reduziert.

Die Vermittlungsversuche zwischen Russland und Saudi-Arabien laufen. Bis Ende März bleibt nun noch Zeit die Produktionssteigerungen zu verhindern. Gelingt dies nicht, würden die Preise wohl noch einmal massiv fallen. Dann sehen einige Experten das Potenzial für einen Test der 20 Dollar Marke. Sollten sich Russland und Saudi-Arabien aber einigen, dürften die Preise wieder kräftig anziehen.

Diese Aussicht gibt den Ölbörsen heute Morgen zumindest etwas Rückenwind und hat die Panik unter den Händler reduziert.

Mit dem Kurssprung nach oben in der Nacht deuten sich nun auch für Heute erneute Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bullish 

10.03.2020

Preiserholung nach Langzeittiefs – Analysten rechnen mit weiteren Abwärtsbewegungen 

Die IEA hatte gestern ihre Prognosen zur globalen Marktlage der aktuellen Entwicklung des Coronavirus angepasst. Der Bericht zeigt klar, dass der Nachfrageschock größer als bisher gedacht sein wird. Weniger Nachfrage, dafür eine unverändert stark steigende Ölförderung der Nicht-OPEC Länder und nun noch die Produktionssteigerung der Saudis. Der Markt wird daher nicht nur von einem massiven Nachfrageschock getroffen, sondern gleichzeitig noch von einem Angebotsschock in Form einer steigenden Ölförderung.

So lange der Preiskrieg nicht beendet wird und Russland und Saudi-Arabien sich nicht einigen, wird der Preisdruck sehr wahrscheinlich noch weiter bestehen bleiben. Und momentan macht es nicht den Anschein, als würden sich die beiden Seiten annähern. Insofern sind die Tiefs vermutlich noch nicht erreicht und die Preise könnten noch weiter fallen. Der Chef der IEA bezeichnete das aktuelle Verhalten Saudi-Arabiens und Russlands daher als "Russisches Roulette".

Nur eine Einigung könnte den Preisrutsch wohl stoppen. Die Preise können nun zwar auch anziehen, doch dies ist keine abschließende Bodenbildung.

In den frühen Morgenstunden ziehen die Futures an, sodass sich damit aktuell deutliche Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bullish 

09.03.2020

OPEC+ am Ende – Saudi-Arabien beginnt Preiskrieg 

Den Nachfrageschock, den man in China gesehen hat bzw. auch noch immer sieht, wird sich nun global ausbreiten. Noch ist allerdings nicht klar wie stark die Nachfrage betroffen ist, allerdings könnten die Auswirkungen schwerwiegender als in der Wirtschaftskrise 2008/09 sein. Damals hat die OPEC mit Produktionskürzungen entgegengewirkt, diesmal jedoch ist die Gruppe an der Partnerschaft mit Russland zerbrochen. Es ist zwar nicht das Ende der OPEC oder der OPEC+, aber der Preiskampf innerhalb der Gruppe kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.

Die Absicht der Saudis ist es, Russland durch einen Ölpreisverfall an den Verhandlungstisch zurück zu zwingen. Die meisten strukturellen Indikatoren deuten jedoch darauf hin, dass Russland gegenüber niedrigeren Ölpreisen widerstandsfähiger ist als Saudi-Arabien. Es ist daher nicht klar, ob dies funktionieren wird.

Der Preisverfall ist heute Morgen massiv. Der Tiefstpreis bei Brent in den Morgenstunden lag 31,5% unter dem Schlusspreis vom Freitag.

Bis die Marktteilnehmer die Situation eingepreist haben wird der Markt sicherlich extrem volatil und unberechenbar bleiben. Bei den Inlandspreisen deuten sich mit dem massiven Kurseinbruch heute Morgen auch extreme und bisher nie dagewesene Abwärtspotenziale zum Vortag an. Diese sind derart massiv, dass es kaum vorstellbar ist wie viel von diesem Potenzial in den Handel weitergegeben wird. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

06.03.2020

OPEC will zusätzliche Kürzungen bis Ende 2020 - Ölfutures dennoch weicher 

Wie die jüngste Zinssenkung der Fed hatte am gestrigen Donnerstag auch die Einigung der OPEC auf weitere Produktionseinschnitte keinen maßgeblichen bullishen Einfluss auf die Ölbörsen. Zu stark waren offenbar noch die Zweifel daran, dass Russland diesen zusätzlichen Kürzungen beim heutigen OPEC+ Treffen zustimmen wird. Allerdings hatte sich das Land bisher noch nicht einmal dazu hinreißen lassen, zu weiteren Kürzungen in geringerem Umfang klar Stellung zu beziehen.

Was die Nachfrage betrifft, so rechnet die OPEC mittlerweile damit, dass diese 2020 nur noch um +0,48 Mio. B/T zunehmen werde. Damit hat die Organisation die Prognosen aus ihrem letzten Monatsbericht noch einmal deutlich gesenkt. Dies wurde mit den starken negativen Auswirkungen der Covid19-Epidemie auf das weltweite Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage begründet.

Die fundamentale Konstellation angesichts der vorgeschlagenen zusätzlichen Produktionskürzungen heute Morgen als leicht bullish betrachtet. Stimmt Russland den zusätzlichen Kürzungen allerdings nicht zu, würde die fundamentale Situation ins bearishe kippen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung an den Ölbörsen bei weiterhin schwachen USD deuten sich bei den Preisen beträchtliche Preisabschläge an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

05.03.2020

Russland blockiert – Analysten senken Nachfrage- und Preisprognosen 

Während der OPEC+ Gemeinschaft nun 2 Tage mit zähem Ringen bezüglich Produktionskürzungen bevorstehen, werden Analysten die Ausbreitung des Coronavirus weiter genau beobachten. Noch ist der Höhepunkt nicht erreicht, denn außerhalb Chinas haben die Probleme erst begonnen. In Italien wurden nun die Schulen und Universitäten bis Mitte März geschlossen. Die Maßnahme zeigt, dass es auch in Europa, und später eventuell auch in den USA, zu deutlichen Eingriffen im öffentlichen Leben kommen kann, die dann die Ölnachfrage negativ beeinflussen.

Die Lager füllen sich zusehends, während auch immer mehr Rohöl auf Schiffen eingelagert wird. Nicht weil es sich durch eine steile Backwardation Konstellation rechnen würde, sondern vielmehr, weil man keine Käufer findet und keine andere Wahl hat.

Ob die OPEC+ das Überangebot mit Kürzungen in den Griff bekommt darf zumindest bezweifelt werden, vor allem weil die Gruppe auch innerhalb keine gemeinsame Linie hat. Der Markt wird weiter extrem volatil bleiben und eventuell könnten die Preise in den kommenden Wochen noch einmal auf neue Tiefs fallen.

Die fundamentale Konstellation wird heute daher aktuell neutral sein. Bei den Preisen deuten sich für heute überwiegend leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

04.03.2020

JTC schlägt mittlerweile Kürzungen von bis zu 1 Mio. B/T vor 

Obwohl der Bestandsbericht des API aufgrund der starken Abbauten bei den Produktbeständen tendenziell eher bullish ist, blieb ihr Einfluss auf die Ölbörsen gering. Für die Marktteilnehmer steht derzeit eher im Fokus, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die negativen Auswirkungen des Covid19-Virus auf die Nachfrage einzudämmen.

Die OPEC und ihre Partner könnten in der zweiten Wochenhälfte beschließen, ihre bisherigen Förderkürzungen noch einmal zu verschärfen. Die Produzenten werden bei dem Treffen eine größere Überraschung liefern müssen, wenn sie hoffen, die Preise weiter zu stützen. Die Frage bleibt weiterhin, in welchem Ausmaß sich Russland an zusätzlichen Kürzungen beteiligen wird.

Unterdessen scheinen geldpolitische Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft den Ölpreisen bislang keinen nachhaltigen Auftrieb zu geben. Obwohl die US-Notenbank Fed den Leitzins am gestrigen Dienstag überraschend senkte gaben die Preise am Dienstagabend wieder nach. Die Weltbank kündigte zuletzt an, Kredite und Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 12 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen, um den Auswirkungen der Covid19-Epidemie entgegenzuwirken

Die fundamentale Lage wird daher heute Morgen als leicht bullish eingeschätzt. Somit ergeben sich erneut Möglichkeiten für leichte Abschläge. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

 03.03.2020

Konjunkturprogramme und OPEC Kürzungen – Futures in der Nacht deutlich fester 

Die Finanzminister auf der ganzen Welt prüfen aktuell Konjunkturprogramme, mit denen man der schwächelnden Wirtschaft unter die Arme greifen will. Die G7 Finanzminister werden sich in dieser Woche beraten und könnten koordinierte Maßnahmen abstimmen. Die Aussicht auf Konjunkturprogramme der Regierungen, ein Eingreifen der Notenbanken sowie Hilfen durch IWF und der Weltbank haben die Panik an den Märkten reduziert.

Hinzu kommt nun die Erwartung, dass die OPEC+ Gruppe am Freitag zusätzliche Produktionskürzungen, mindestens bis Ende Juni, bekannt gibt. Hier wird Russland einmal mehr eine Schlüsselrolle zukommen. Der größte Effekt kann sicherlich erzielt werden, wenn sich Moskau an den Maßnahmen beteiligt.

Der Markt wird weiter extrem volatil bleiben. Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe steht noch nicht fest, während man parallel auf koordinierte Konjunkturprogramme wartet. Alle diese Events könnten die Preise stützen, die Marktteilnehmer aber genauso gut enttäuschen. Die fundamentale Konstellation wird daher neutral eingestuft.

Die Preise bleiben deutlich über den Niveaus von gestern, sodass sich weiter deutliche Preisanstiege abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bullish 

02.03.2020

Putin macht Weg für Kürzungen frei – Short-Coverings stützen Preise in den Morgenstunden

Das Covid19 Virus hat sich am Wochenende außerhalb Chinas stark ausgebreitet. Südkorea, Iran und Italien gelten als die am schwersten betroffenen Länder, aber auch in Deutschland, Frankreich und den USA breitet sich das Virus immer weiter aus. Großveranstaltungen werden abgesagt, was an sich bereits zu einer geringeren Reiseaktivität und damit einem geringeren Ölbedarf führt.

Aber auch Unternehmen warnen, dass man Produktionsausfälle und Stillstände haben könnte, wenn Waren von Zulieferfirmen nicht nachkommen. Die Aussicht Moddy's, wo man eine globale Rezession erwartet, scheint damit zunehmend plausibel zu sein.

Die IEA könnte diese Prognose beim nächsten Monatsreport kommenden Montag noch einmal deutlich nach unten korrigieren. Eine zunehmende Minderheit von Marktteilnehmern rechnet mittlerweile damit, dass die Ölnachfrage im laufenden Jahr eventuell überhaupt nicht zunehmen wird. Dies gab es seit 1984 lediglich drei Mal. 2008 und 2009 während der globalen Finanzkrise sowie 1993.

Viel hängt auch von der OPEC+ Gruppe und den Maßnahmen ab, die die Gemeinschaft Ende der Woche beschließt. Doch jedes bullishe Ergebnis des Meetings werde wohl eine kurzlebige Wirkung haben.

Die Preise werden heute deutlich höher im Vergleich zu Freitag erwartet.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bullish

28.02.2020

Brent nähert sich vor dem Wochenende der 50 Dollar-Marke 

Die Ausbreitung des Covid19-Virus ließ WTI am gestrigen Donnerstag wieder bis knapp unter 46 Dollar sinken. Wenngleich die Abwärtsspirale bei den Ölpreisen die Wahrscheinlichkeit weiterer Produktionskürzungen seitens der OPEC+ steigen lässt, zweifeln viele Marktbeobachter bereits an der Wirkung einer solchen Maßnahme.

Bei Experten geht man mittlerweile davon aus, dass das Produzentenbündnis die Förderung im zweiten Quartal mindestens um weitere 1 Mio. B/T kürzen müsste. Damit würde man jedoch gerade einmal den Bestandsaufbauten entgegenwirken.

Zwar scheint Saudi-Arabien bereits mit diesen Analysten konform zu gehen und eine zusätzliche Kürzung um 1 Mio. B/T für nötig zu halten. Russland könnte sich dem Wunsch des Königreichs jedoch entgegenstellen.

Die Experten sind aber grundsätzlich zuversichtlich, dass sich die Preise bald wieder erholen dürften, schon allein, weil die jüngste Abwärtsbewegung eine „Überreaktion“ gewesen sei.

Die Ölfutures geben heute erneut nach. Dadurch deutet sich bei den Preisen erneut Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

27.02.2020

Gasoil und Inlandspreise auf 2,5 Jahrestief gefallen 

In Libyen fehlt zwar noch immer die Produktion von rund 1 Mio. B/T, doch das fällt bei den Nachfrageausfällen durch den Coronavirus derzeit kaum ins Gewicht. Die Nachfrage wird stark unter den Folgen leiden, insbesondere, wenn nun auch der größte Ölverbraucher der Welt, die USA, betroffen ist. Die US Reiseaktivität und Fahrsaison könnte deutlich schwächer als gedacht ausfallen. Marktteilnehmer haben in einem solchen Marktumfeld kaum Gründe mit Long-Positionen aufsteigende Preise zu setzen, insbesondere da es momentan so aussieht, als würde es noch einmal schlimmer werden, bevor es sich bessert. Daher sind ICE Gasoil, und auch die Inlandspreise für Heizöl, aktuell auf den niedrigsten Stand seit 2,5 Jahren gefallen.

Fundamental nehmen wir wieder eine bearishe Haltung ein, wobei diese sich recht schnell mit der aktuellen Nachrichtenlage zum Coronavirus ändern kann. Mit den neuen Tiefs an den Ölbörsen in der Nacht deuten sich heute Morgen bei den Inlandspreisen zusätzliche Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

26.02.2020

Ölfutures nach CDC-Warnung weicher - API-Daten geben kaum Impulse

Das API meldete Dienstagnacht einen erneuten Anstieg der US-Rohölbestände auf Wochensicht. Insgesamt konnten die API-Daten am Dienstag keine klaren Impulse liefern und so blieb eine starke Reaktion auf den Bericht des Instituts aus.

Wesentlich stärker reagierten die Marktteilnehmer dagegen auf die Warnung der Centers for Disease Control and Prevention. Die US-Bundesbehörde geht mittlerweile davon aus, dass sich das Covid19-Virus auch in den USA stärker ausbreiten könnte, nachdem es in Ländern außerhalb Chinas zuletzt zu zahlreichen Neuinfektionen gekommen war. Unterdessen wartet man weiterhin auf die Reaktion der OPEC+ Länder auf die Auswirkungen des Virus auf die Ölnachfrage. In der kommenden Woche wollen sich die Produzenten in Wien zusammensetzen, um über eine mögliche Verlängerung oder eine Verschärfung ihrer Produktionskürzungen zu diskutieren. Von den Tiefs, die sie Dienstagnacht markiert hatten, kamen die Ölfutures heute Morgen nur leicht zurück. Weswegen bei den Inlandspreisen im Vergleich zu gestern weiterhin umfangreiches Potenzial für Abschläge vorhanden ist.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral

25.02.2020

Short-Coverings folgen auf starken Preisrutsch 

Die Ausfälle in Libyen belaufen sich momentan auf etwa 1 Mio. B/T, hervorgerufen durch das Coronavirus.

Wuhan habe die Leute nicht verängstigt. Aber jetzt breitet sich das Virus in Italien, Iran und Südkorea aus, und dies werde Sorgen auslösen, so Nyveen. So lange der Virusausbruch global nicht unter Kontrolle gebracht ist, ist auch das Schlimmste in Sachen Ölnachfrage noch nicht vorbei. Insbesondere in Bezug auf den Iran sind die Sorgen groß, wo es viele hunderte Verdachtsfälle aber bisher nur 61 offizielle Infektionen gibt -dafür aber 12 Todesfälle.

Seit dem Schlusskurs von Donnerstag letzter Woche hatte WTI in der Spitze gestern etwa 6,4%, Brent 7,0% und Gasoil 7,2% an Wert verloren. Dies hatte Investoren motiviert den Kursrutsch für Käufe und Short-Coverings zu nutzen. Entsprechend zogen die Futures gestern Nacht wieder an und handeln heute Morgen deutlich über den gestrigen Tagestiefs. Dies deutet bei den Inlandspreisen leichte Abwärtskorrekturen zu den gestrigen Erhebungen an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

24.02.2020

Preise deutlich weicher – Covid19 und Spekulationen um Bruch in der OPEC+ Gruppe 

"Es ist ziemlich klar, dass Mitte letzter Woche insgesamt ein Konsens darüber bestand, dass der negative Effekt des Covid19 einen vorübergehenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben würde, und dass dies die Zentralbanken mit ihren Gegenmaßnahmen ausgeglichen würde," so Analyst Michael McCarthy. "

Die Spekulation um zusätzliche freiwillige Kürzungen von Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinten Arabischen Emiraten hätten die Preise sicherlich stützen können, doch nach der Absage durch den saudischen Energieminister scheint ein solcher Alleingang wohl nicht zu kommen. Vor dem 6. März, wenn das Treffen der OPEC und OPEC+ Gruppe in Wien zu Ende ist, wird es wohl keine Kürzung geben.

Die Futures reagieren zum Wochenstart auf die neue Ausbreitungswelle in Italien mit starken Kursverlusten, da die Abriegelung einiger Gemeinden die wirtschaftliche Aktivität dort ausbremst. Mit der starken Abwärtsbewegung zur Eröffnung ergeben sich auch bei den Inlandspreisen neue Abwärtspotenziale. Hier deuten sich starke Preisabschläge im Vergleich zu Freitag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

21.02.2020

Chinas Raffinerien reduzieren ihre Auslastung – Covid19 Ausbruch in USA und Südkorea 

Die US Ölbestandsdaten konnten den Ölbörsen am späten Abend gestern keinen richtungsweisenden Impuls geben. Der Markt fokussiert sich weiterhin auf die Entwicklung des Coronavirus und dessen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage.

Der aktuelle Nachfrageausfall ist massiv, auch wenn er sich wieder regulieren wird, sobald die Epidemie in China gestoppt wurde.

Die OPEC+ Gruppe wird dennoch keine vorgezogenen Kürzungen durchführen und sich erst Anfang März beraten. Sollten die Indikatoren bis dahin andeuten, dass der negative Einfluss auf die weltweite Wirtschaft durch den Covid19 gering ist, dann würde Moskau eine zusätzliche Kürzung ablehnen, so die Experten der UniCredit.

Ohne ein Eingreifen der OPEC+ und mit den neuen Meldungen zu den Produktionskürzungen der chinesischen Raffinerien ist die fundamentale Grundausrichtung für uns heute Morgen leicht bearish, wobei die Unsicherheit und Volatilität sehr groß bleibt. Mit den nachgebenden Kursen an der ICE deuten sich aber schon jetzt klare Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen ab. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

 20.02.2020

Entwicklungen in Libyen stützen Ölfutures - API-Daten ohne klare Impulse

Die Mittwochnacht veröffentlichten Bestandsdaten des API deuten darauf hin, dass die Versorgungslage, zumindest was Rohöl angeht, in den USA weiterhin entspannt bleibt. Was das Ölangebot des OPEC+ Bündnisses angeht, so dürfte dieses zumindest bis Anfang März nicht noch weiter gedrosselt werden.

Weiterhin unsicher ist, wie lange sich die Ausbreitung des Covid19 Virus noch negativ auf die Ölnachfrage auswirken wird. Bislang wurde der bullishe Effekt der libyschen Angebotsausfälle noch dadurch kompensiert, dass Experten die Nachfrage aufgrund des Covid19-Virus deutlich schwächer einschätzten als vor der Ausbreitung des Virus. Die heute von China gemeldete starke Rückgang der Anzahl von Neu-Infektionen im Land auf nur noch 392 lässt jedoch vermuten, dass das Schlimmste überstanden ist, wenngleich die Weltgesundheitsorganisation vor einem übersteigerten Optimismus warnt.

Nach dem Anstieg der Ölfutures von Mittwochabend bleiben die Futures heute Morgen auf hohem Niveau. Der Euro/Dollar-Kurs notiert derzeit unterhalb von 1,08 Dollar, weswegen sich bei den Inlandspreisen heute Aufwärtspotenziale abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

19.02.2020

Covid19 Hoffnung, Sanktionen und Libyen – Ölpreise ziehen in der Nacht an

Libyens Ölproduktion befindet sich schon seit Wochen auf extrem niedrigen Niveau, nachdem die Truppen um General Haftar Mitte Januar zu einer Blockade von Pipelines und Ölhäfen aufriefen.

In Sachen Covid19 gibt es unterdessen positive Meldungen. Die neuesten Zahlen zu gestern legen nahe, dass die Spitze der Epidemie erreicht sein könnte. Zwar stieg die Anzahl der Infizierten wieder um 1.866 an, dies entspricht aber nur noch einem Zuwachs von 2,5%. Bei den Todesfällen gab es ebenfalls einen Anstieg um 136.

Unterdessen steht auch eine Entscheidung der OPEC+ Gruppe an. Wenn nicht bei einem Sondermeeting, dann spätestens in 2 Wochen beim Meeting am 5. bis 6. März. Eine zusätzliche Reduzierung der Ölproduktion und eine Verlängerung der bisherigen Kürzungen würde die Preise sicherlich weiter stabilisieren.

Während der Euro/Dollar-Kurs schwach bleibt und damit das international in Dollar gehandelte Öl für das Inland zusätzlich verteuert, zeichnen sich momentan deutliche Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish

18.02.2020

Preisrutsch in der Nacht – Futures scheitern an GD 21 Linie 

Nach dem relativ ruhigen Wochenauftakt mit dem gestrigen US Presidents Day dürfte heute das Handelsinteresse zulegen. Nach der Zurückhaltung dürften die Trader etwas mutiger agieren.

Die Ausbreitung des Covid19 scheint unterdessen immer besser unter Kontrolle zu kommen. Die Zahl der Neuinfektionen nimmt weiter ab und auch die Zahl der Patienten steigt mittlerweile deutlich langsamer als noch vor wenigen Tagen. Doch noch ist die Spitze des Ausbruchs nicht erreicht und die Gefahr einer neuen Infektionswelle in China oder in einem anderen Land ist noch immer vorhanden.

Auch wenn der Covid19 Ausbruch besser kontrolliert und eingedämmt werden kann, so ist an den Ölbörsen eventuell noch Abwärtspotenzial vorhanden und die gesamte bearishe Wirkung noch nicht eingepreist. In den frühen Morgenstunden gaben die Ölpreise an ICE und NYMEX deutlich nach. Dabei belastete auch der schwache Start der Aktienmärkte in Asien. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen ebenfalls Preissenkungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

17.02.2020

Ölpreise starten erholt in die neue Woche – Analysten warnen vor Abwärtspotenzial 

Die vergangene Woche veröffentlichten Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben gezeigt, wie stark sich der Covid19-Ausbruch auf die Ölnachfrage auswirken wird. Vor allem die IEA sieht einen starken Einfluss und hat die weltweite Ölnachfrage nach unten angepasst.

Diese Vorhersage werde man allerdings weiter anpassen, wenn man weitere Informationen zur tatsächlichen Auswirkung des Covid19 habe. Angesichts der noch immer hohen Anzahl von spekulativen Long-Positionen sei der Markt noch nicht ausreichend besorgt, was die Preisrisiken nach unten anbelange. Eine stärkere Kürzung der OPEC+ Gruppe sei notwendig, damit der Ölpreis zurück über die 60 Dollar-Marke steige. Doch das scheint im Februar erst einmal vom Tisch zu sein.

Die Futures starten heute auf hohem Niveau und können die Kursgewinne vom Freitag behalten. In den frühen Handelsstunden gab es aber auch schon erste Verkäufe, mit denen die Notierungen kurz nachgaben, sich dann wieder fingen. Letztlich deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell leichte Preisanpassungen nach oben an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

14.02.2020

Ölpreise klettern auf 2-Wochenhoch – Russland lässt OPEC weiter warten 

Wenig verwunderlich haben EIA, OPEC und IEA ihre Prognosen zum Nachfragewachstum in 2020 deutlich gesenkt. Den Einfluss des Covid-19 auf den Ölverbrauch schätzen die Experten der Institutionen allerdings unterschiedlich ein.

Die Meinungen gehen sichtlich auseinander, deuten allerdings allesamt daraufhin, dass Angebot vom Markt genommen werden muss, will man den Markt ausbalancieren.

Zwar empfehlen Experten eine zusätzliche Kürzung bis Jahresmitte sowie eine Verlängerung der aktuellen Maßnahmen bis Jahresende, doch Russland lässt die Gruppe weiter zappeln. Die russischen Ölfirmen scheinen einer Verlängerung der jetzigen Kürzungsvolumina bis Jahresmitte nicht abgeneigt. Doch eine zusätzliche Kürzung scheint hier bisher nicht auf Begeisterung zu stoßen. Letztlich wird die Entscheidung aber in Moskau von Vladimir Putin getroffen, ob sich Russland an zusätzlichen Kürzungen beteiligen wird.

Allerdings fehlt die Nachfrage in China, fehlt auch ein wesentlicher Bestandteil des globalen Ölnachfragewachstums, das in erster Linie eben in China entsteht. Der Ausbruch hat damit in jedem Fall einen negativen Effekt auf die Ölnachfrage.

Der Markt bleibt daher weiter sehr volatil und auch von Meldungen zu Covid-19 abhängig, sodass sich bei den Preisen aktuell leichte Aufwärtspotenziale abzeichnen. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

13.02.2020

Virus bringt erneut Unruhe in den Markt 

Hatte das API schon Dienstagnacht eine wesentlich stärker als von den Analysten erwartete Zunahme der US-Rohölvorräte gemeldet, so überboten die im offiziellen DOE-Bericht genannten Aufbauten dies am Mittwochnachmittag noch. So vermitteln die Daten zu den Rohölbeständen (in Kombination mit dem Anstieg der US-Rohölproduktion) den Eindruck, dass der Markt weiterhin gut versorgt ist.

Da das Angebotswachstum der nicht-OPEC Produzenten von der OPEC für 2020 zudem weiterhin deutlich stärker eingeschätzt wird als das weltweite Nachfragewachstum, dürfte die Organisation weiterhin zusätzliche Produktionskürzungen in Erwägung ziehen.

Gestern gab es nun allerdings Gespräche mit Repräsentanten der russischen Ölindustrie und gab an, dass man sich eine Verlängerung der bisherigen Kürzungen bis Ende 2020 vorstellen könnte. Zu umfangreicheren Produktionseinschnitten machte er jedoch keine Angaben.

Nachdem Meldungen über eine langsamere Ausbreitung des CoViD19 am Mittwoch noch für Optimismus unter den Finanzmarktteilnehmern gesorgt hat, versetzten neue Daten aus China der Stimmung heute wieder einen Dämpfer. Die Anzahl der Todesopfer sowie der nachgewiesenen Infektionen soll massiv zugenommen haben.

Insgesamt wird die fundamentale Konstellation aufgrund der neuen Faktoren als eher bearish eingeschätzt.

Für Heute deuten sich bei den Preisen Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bullish 

12.02.2020

Preissprung: Hoffnung bei Coronavirus 

Sollte das DOE die Lagerzahlen des API bestätigen, dürfte auch dies bearish sein, allerdings ist die Wirkung auf die Preisniveaus wohl eher gering einzuschätzen, da sich die Marktteilnehmer aktuell vorwiegend auf die Entwicklungen rund um das Coronavirus fokussieren.

Die EIA hat in ihrem neuen Monatsreport die Einflüsse der Epidemie in China bereits mit aufgenommen und rechnet mit deutlichen Auswirkungen auf die Ölnachfrageentwicklung.

Dies liegt zum einen an den Ausfällen in Libyen, aber wohl auch daran, dass man letztlich mit einer Kürzung der OPEC+ Gruppe rechnet. Die Preisprognosen wurden zum Teil drastisch nach unten angepasst.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat sich den neuesten Zahlen zu Folge deutlich verlangsamt. Dies sorgt nun für Hoffnung an den Märkten, dass der Höhepunkt der Infektionen bald erreicht sein könnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt aber davor, dass es auch noch unentdeckte Fälle geben könnte. Aktuell überwiegt allerdings die Hoffnung, weshalb die Futures an ICE und NYMEX in den Morgenstunden einen Satz nach oben machten.

Die fundamentale Konstellation bleibt dennoch weiter volatil und neutral.

Heute deuten sich aktuell moderate Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bullish

11.02.2020

Short-Coverings stützen die Ölpreise am Morgen – Stimmung bleibt bearish 

Der Einfluss des Coronavirus auf den Ölmarkt wird noch eine ganze Weile zu spüren sein. So gut wie alle chinesischen Raffinerien haben wohl ihre Verarbeitung gedrosselt.

Anonyme Informanten aus China geben an, dass man zeitweise wohl mit einem um 20% niedrigeren Ölverbrauch Chinas rechnet.

Angesichts des umfangreichen Nachfrageausfalls dürfte eine nachhaltige Korrekturbewegung ohne eine entschlossene Maßnahme der OPEC+ Vereinigung nicht möglich sein. Spannend wird sein, wie die EIA, OPEC und IEA die Marktlage in ihren Monatsreports bewerten, die diese Woche veröffentlicht werden.

Auch das Coronavirus bleibt weiter zu beobachten. Die Zahl der Neuinfektionen sank auf ein neues Tief, doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, dass die Infektionen außerhalb Chinas ein "Funke" sein könne, der zu einem "größeren Feuer" werden könne.

Der Markt wird weiter volatil bleiben. Mit der noch immer offenen Entscheidung Russlands, den Verhandlungen zu Libyen und den anstehenden Monatsreports gibt es reichlich Unsicherheiten. Die fundamentale Konstellation wird aber weiterhin leicht bearish eingestuft. Mit der Aufwärtsbewegung reduzieren sich die Abwärtspotenziale, jedoch deuten sich noch immer mögliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral 

10.02.2020

Saudis steigern Ölproduktion – OPEC Sondermeeting von Russland blockiert 

Gestern startete eine erneute Libyen-Konferenz, um die politisch angespannte Lage in dem Land zu verbessern und so letztlich auch für einen Anstieg der Ölproduktion zu sorgen. Sollte das Meeting in Ägypten zu einer Lösung kommen, oder zumindest zu einer Entspannung der Lage, könnte die Ölproduktion binnen weniger Tage rasant zulegen.

Während sich das Coronavirus weiter ausbreitet bleibt die OPEC+ Vereinigung weiterhin tatenlos. Letzte Woche hatte man gedacht, dass Russland seine Blockade für weitere Kürzungen am Wochenende eventuell aufgeben wird, dem ist anscheinend aber nicht so.

Experten der USA bezeichnet den Einfluss des Coronavirus auf den Ölmarkt als "marginal. Die Zahlen aus China lassen aber etwas anderes vermuten. Die Raffinerien haben ihre Verarbeitung von Rohöl bereits um 15% gesenkt, was aktuell zu einer deutlichen Überversorgung führt.

Dies ist auch der Grund, warum viele Analysten weiterhin daran glauben, dass die OPEC+ um eine Produktionskürzung nicht herumkommen wird.

Die fundamentale Konstellation wird heute Morgen damit auch leicht bearish eingestuft, sodass sich bei den Preisen Abwärtspotenziale andeuten. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral/ bearish 

07.02.2020

Kein OPEC Sondertreffen – Russland blockiert weitere Kürzungen 

Die OPEC+ Gruppe muss nach Ansicht der meisten Experten am Markt die Förderung weiter kürzen, um auf den Nachfrageausfall, der durch den Coronavirus hervorgerufen wird, zu reagieren. Die Höhe des Nachfrageverlustes mag zwar noch Spekulation sein, dass die Nachfrage aber geringer ausfallen wird, ist für die meisten allerdings sicher.

Die OPEC selbst scheint auch willens die Förderung weiter zu reduzieren.

Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass es letztlich zu einer Einigung kommen wird. Eventuell könnte dies schon am Wochenende geschehen, wenn sich die Regierungen der Länder noch einmal intern beraten haben, so ein OPEC Delegierter.

Die Notierungen an ICE und NYMEX geben in den Morgenstunden leicht nach. Für eine weitere Aufwärtsbewegung braucht es entweder neue Meldungen bezüglich Fortschritte bei der Bekämpfung des Coronavirus, oder eine Nachricht, dass die OPEC+ Gruppe ein Sondermeeting zur Steigerung der Produktionskürzungen ansetzt. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit aber keine großen Veränderungen zu gestern ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral/bullish 

06.02.2020

Technische Entlastungsrallye – Futures beenden ihren Abwärtstrend 

Bei den US Ölbestandsdaten zeigten die Zahlen des DOE gestern einen deutlichen Anstieg der landesweiten Rohölbestände, die allerdings nicht ganz so umfangreich wie vom API gemeldet ausfielen. Die Zahlen des DOE führten zwar zu einer kurzen Aufwärtsbewegung, hatten allerdings keinen nachhaltigen Einfluss auf den weiteren Kursverlauf.

Das Coronavirus breitete sich auch gestern weiter aus, allerdings mit einer deutlich gesunkenen Rate. Dennoch ist der Hochpunkt der Epidemie noch nicht erreicht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies erst Ende Februar oder im März der Fall sein wird.

Zudem erwartet man von der OPEC+ Gruppe weiterhin, dass diese die Produktion eventuell kürzt, mindestens aber die aktuellen Kürzungen frühzeitig verlängert.

Die Notierungen ziehen daher in den frühen Morgenstunden weiter an und knacken dabei zum Teil bereits die Vortageshochs. Der Euro/Dollar-Kurs musste gestern weiter nachgeben, sodass die Kombination aus beidem aktuell starke Preissteigerungen bei den Inlandspreisen andeutet. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: bullish 

05.02.2020

Abwärtsdynamik ausgebremst – OPEC entscheidet über Sondermeeting 

Die US Ölbestandsveränderungen des API aus der Nacht weisen einen starken Aufbau bei den US Rohölbeständen aus. Zwar hatten Experten eine Zunahme erwartet, doch diese fällt nun noch einmal deutlicher aus. Grund könnten reduzierte Exporte sein, da vor allem China durch den Coronavirus weniger Rohöl kauft.

Die OPEC selbst soll internen Analysen zufolge aber eher von einem Rückgang rechnen, der auf 6 Monate beschränkt wäre. Heute geht das Treffen in den zweiten Tag und dann soll auch entschieden werden, ob die für Anfang März angesetzte Generalversammlung in den Februar vorgezogen wird.

In Erwartung der Ansetzung eines OPEC Sondermeetings für Februar und Details zu dem geplanten Umfang zusätzlicher Kürzungen scheint die Abwärtsdynamik nun erst einmal unterbrochen zu sein. In den Morgenstunden ging es für die Futures an ICE und NYMEX nach oben, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen momentan kleine Aufwärtspotenziale abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

04.02.2020

Chinesen reduzieren Raffinerieauslastung – OPEC+ Meeting noch im Februar?

 

Das Coronavirus hat mittlerweile einen spürbaren Einfluss auf den chinesischen Ölbedarf. Durch den Shutdown diverser Verkehrsmittel sinkt die Nachfrage nach Treibstoffen spürbar, sodass die Lagerbestände der Raffinerien steigen.

Experten hoffen, dass das Virus langsam in den Griff zu bekommen ist. Die Zahl der Infizierten könnte aber dennoch weiter steigen, bevor die Anzahl rückläufig ist.

Die OPEC hat sich nun dazu entschlossen vor einem Sondermeeting erst das Joint Technical Committee (JTC) tagen zu lassen. An dem für heute und morgen angesetzten Treffen des JTC werden Vertreter aus Saudi-Arabien, Russland, Algerien, Irak, Kasachstan, Kuwait, Nigeria und den Vereinigten Arabischen Emiraten teilnehmen.

Auf das JTC könnte dann ein Sondermeeting der OPEC+ Gruppe folgen. Der wahrscheinlichste Termin ist aktuell der 14.-15. Februar, also kommende Woche Freitag und Samstag.

Damit bleiben die Futures aber noch immer unterhalb der Preisniveaus von gestern Vormittag und Mittag, sodass sich bei den Inlandspreisen weiterhin Abwärtspotenziale zeigen.

 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

 

03.02.2020

Bärenmarkt – Reagiert nun die OPEC? 

Heute ist der erste Handelstag in China nach dem Beginn des Neujahrsfestes vor rund einer Woche und eröffneten mit einem Kursrutsch. Damit reagiert der chinesische Markt auf die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, die der Coronavirus das Land gebracht hat. Eigentlich sollten die Unternehmen nach den Neujahrsfeiertagen heute wieder öffnen, doch vor allem ausländische Unternehmen bleiben weiter zu und in 14 Provinzen und Städten soll die Geschäftspause um eine Woche verlängert werden.

Analysten sehen in dem Coronavirus den größten Nachfrageschock, den der Ölmarkt seit der Finanzkrise 2008 und 2009 verkraften musste. Für dieses Jahr gab es vor dem Ausbruch etwas Hoffnung, was den Nachfrageausblick anbelangt, doch dies wurde mit einem Schlag beendet. Die OPEC+ muss reagieren. Wenn es keine weiteren Produktionskürzungen gibt, kommt es nur zu weiteren Preisverlusten.

Und tatsächlich scheint es innerhalb der OPEC+ Vereinigung eine steigende Bereitschaft für ein Sondermeeting zu geben. Laut Berichten vom Wochenende überlasse man es nun Saudi-Arabien ein Sondermeeting einzuberufen.

Daraus ergeben sich bei den Preisen somit rechnerisch starke Preissenkungen. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral 

31.01.2020

Ölfutures nach WHO-Kommentaren leicht erholt 

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wurde am gestrigen Donnerstag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun doch als Notfall für die öffentliche Gesundheit von internationaler Tragweite klassifiziert.

An sich hätte dies die Ölfutures gestern noch einmal unter Druck setzen können, hatten die Marktteilnehmer doch schon seit Ausbruch des Virus immer wieder auf Verkäufe gesetzt, weil man befürchtete, eine Ausbreitung könnte sich negativ auf das weltweite Wachstum auswirken.

Neben der neuen Kategorisierung der Situation hat die WHO jedoch auch mitgeteilt, dass man Reise- und Handelsbeschränkungen nicht für notwendig halte. Dies minderte die Sorgen über die Auswirkungen des Virus auf die Ölnachfrage zumindest vorübergehend.

Laut Experten wäre eine Sondersitzung der OPEC das Einzige, was den derzeitigen Abwärtstrend an den Ölbörsen ändern könnte. Saudi-Arabien, hat mittlerweile wohl offenbar eine Diskussion diesbezüglich angeregt. Da die OPEC Änderungen ihrer Produktionsstrategie jedoch auch unverzüglich mit ihren Verbündeten aus dem OPEC+ Abkommen besprechen dürfte und Russland Berichten zufolge nichts von einem früheren Produzententreffen hält, könnte sich der Trend der Ölfutures vorerst fortsetzen.

Bei den Preisen deutet sich derzeit etwas Potenzial für Aufschläge an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

30.01.2020

Ölfutures starten nach DOE-Daten weicher in den Tag 

Das API hatte Dienstagnacht für die Woche zum 24. Januar einen deutlichen Rückgang der landesweiten Rohölbestände gemeldet. Umso überraschter waren die Marktteilnehmer am Mittwoch von den umfangreichen Aufbauten, die im DOE-Bericht vermerkt waren. Neben dem Bestandszuwachs bei Rohöl, der etwa fünf Mal so stark ausfiel wie es die Analysten erwartet hatten, lieferte auch der Anstieg der Benzinbestände bearishe Impulse.

Die Nachfragesorgen im Hinblick auf die Lungenkrankheit, die sich von China aus verbreitet, könnten nochmal zunehmen, nachdem einige Fluglinien Flüge in chinesische Metropolen gestrichen haben. Da die Anzahl der bestätigten Erkrankten in China mittlerweile auf 7711, die Todesfälle auf 170 gestiegen sind und es auch in anderen Ländern mittlerweile immer mehr Infizierte gibt, will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute darüber beraten, ob die Situation als internationaler Notfall deklariert werden soll. Sollte sich die Organisation dafür entscheiden, dürften die Ölbörsen erneut unter Druck geraten.

Bei den Inlandspreisen deutet sich heute leichtes Abwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

29.01.2020

Entlastungsrallye – Ölpreise ziehen nach Langzeittiefs an 

Experten hatten bei den US Ölbeständen für letzte Woche mit leichten Aufbauten bei Rohöl gerechnet, während die Raffinerieauslastung abnimmt. Mit der Winternachfrage sollte dies parallel zu einem Abbau der Destillatebestände geführt haben.

Hatte der Markt in den letzten Tagen vor allem die Sorgen um die negativen Auswirkungen des Coronavirus eingepreist, so scheint dieser Prozess nun erst einmal abgeschlossen zu sein. Auch außerhalb Chinas gibt es mehr Ansteckungen, doch die Lage scheint durch die massiven Gegenmaßnahmen in China langsam unter Kontrolle zu kommen. Entwarnung kann noch nicht gegeben werden.

Mit dem Preisanstieg von gestern gelingt den Börsen eine Entlastungsrallye. Die größten Sorgen bezüglich des Coronavirus scheinen nun eingepreist zu sein, weshalb wir die fundamentale Konstellation auf neutral zurückstufen. Der Markt sollte weiter volatil bleiben, denn Meldungen bezüglich des Coronavirus könnten einen erheblichen Einfluss auf die Preise haben. Mit der Aufwärtsbewegung deuten sich auch bei den Inlandspreisen starke Anpassungen nach oben an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

28.01.2020

Coronavirus breitet sich weiter aus – Preise fallen auf neue Langzeittiefs 

Die Ölpreise befinden sich in den letzten Tagen in einem fast freien Fall. Mit dem Ausbruch und der Ausbreitung des Coronavirus jagt ein neues Langzeittief das nächste.

Bei WTI war das Niveau Anfang Januar zwar schon einmal etwas höher als aktuell, davor wurden allerdings nur im Mai 2019 letztmals eine derart starke Netto-Long Ausrichtung registriert. Die Trader setzten ziemlich deutlich auf steigende Preise, bevor das Coronavirus letzte Woche zum Thema wurde. Diese starke Netto-Long-Ausrichtung ist eine Erklärung, weshalb die Preise momentan stark einbrechen.

Sofern Libyen keine große Versorgungsstörung darstellt, werden sich alle auf China konzentrieren. Der jüngste Preisverfall könnte sich sogar verschlimmern, wenn sich das Virus weiter ausbreite. Momentan scheint es China nicht zu gelingen das Virus einzudämmen.

Die Futures haben sich in den Morgenstunden offenbar gefangen und die Vortagestiefs bislang nicht unterschritten. ICE Gasoil notiert dennoch nur knapp unterhalb der Vortagestiefs, sodass sich bei den Inlandspreisen weitere Abwärtspotenziale andeuten. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

27.01.2020

Trader fürchten Coronavirus – Massiver Preisrutsch zum Wochenstart 

Die Angst vor dem Coronavirus und dessen negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Ölnachfrage hat den Markt derzeit fest im Griff. Produktions- und Exportausfälle in Libyen und Nigeria hatten sich zuletzt zwar verstärkt, rücken angesichts der psychologisch starken Wirkung des Viruses in den Hintergrund.

Immer mehr Städte werden in China abgeriegelt.

Der saudische Energieminister sagte heute Morgen, dass er die Entwicklung in China genau beobachte und sicher sei, dass das Virus eingedämmt werden könne. Da sich die Lage in China am Wochenende weiter verschlechtert hatte und es noch immer viele Unbekannte im Bezug auf das Virus bestehen, sanken die Preise heute Morgen erneut. Jeder weitere Verlust von Ölnachfrage wirkt sich daher stärker als Verlust auf der Angebotsseite aus.

ICE Gasoil ist heute Morgen auf den niedrigsten Stand seit dem 4. Januar 2019 abgerutscht. Das bewirkt natürlich auch bei den Inlandspreisen eine starke Abwärtsbewegung, bei denen sich massive Preisnachlässe zu Freitag andeuten. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

24.01.2020

Ölfutures nach DOE und WHO-Einschätzung etwas fester 

Die offiziellen Bestandsdaten des DOE verhinderten am Donnerstagabend eine stärkere Abwärtsbewegung an den Ölbörsen. Die Rohöl- und Destillatevorräte nahmen dem DOE zufolge in der vergangenen Woche leicht ab, während bei den Benzinbeständen der schwächste Anstieg seit September registriert wurde.

Im Hinblick auf die weltweite Ölnachfrage beschwichtigte die Bewertung der neuartigen Lungenkrankheit, die sich von China aus langsam ausbreitet, durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Sorgen der Marktteilnehmer. Die WHO teilte am gestrigen Donnerstag mit, sie sehe in der Krankheit keinen gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite.

Während man in Sachen Ölangebot weiterhin auf neue Nachrichten aus Libyen wartet, äußerte sich OPEC-Generalsekretär am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zu den Produktionskürzungen. Diese würden auch von Nigeria und Irak stärker eingehalten, so Barkindo in einem Interview.

Die Ölfutures notieren etwas oberhalb der Schlusswerte von Donnerstag, während der EUR/USD weiter schwächelt. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen Potenzial für leichte Preisaufschläge zu Donnerstagvormittag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

23.01.2020

Inlandspreise rutschen auf 5,5-Monatstief – Angst vor Virus belastet die Finanzmärkte 

Bei den gestern Nacht veröffentlichten US Ölbeständen nach Version des API zeigten sich überraschende Bestandsaufbauten bei Rohöl. Auch bei den Destillaten und Benzin nahmen die Vorräte stärker als erwartet zu, sodass die Zahlen bearish zu interpretieren sind.

Mittlerweile ist der Coronavirus somit zum Hauptthema an den Finanzmärkten und an den Ölbörsen geworden. Es gibt mehrere bestätigte Ansteckungen außerhalb Chinas, die Zahl der Opfer ist bereits auf 17 gestiegen und Experten fürchten einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft und die Ölnachfrage.

Der zusätzliche Nachfrageausfall könnte daher eine stärkere Auswirkung haben als der Ausbruch des SARS Virus in 2002-2003, als die Versorgungslage erheblich knapper war.

Die Futures an den Ölbörsen setzen die zuletzt bearishe Tendenz fort und unterschritten in der Nacht die Vortagestiefs. Damit sind die Inlandspreise in den Morgenstunden auf das niedrigste Niveau seit Anfang August letzten Jahres gefallen. Es deuten sich starke Preissenkungen im Vergleich zu den gestrigen Niveaus an. 

Fundamental: neutral/bearish                          Chartanalyse: neutral bis bearish 

22.01.2020

Virus belastet Ölbörsen – Ausfälle in Libyen nur eine Randnotiz 

Libyens Ölproduktion soll durch die Blockade an Ölterminals und die Abschaltung einer zentralen Pipeline gesunken sein.

Fällt in Libyen die Produktion, dann ist das erst einmal nicht unbedingt dramatisch. Sollte die Situation in Libyen allerdings in einen voll ausgewachsenen Bürgerkrieg eskalieren, würde dies wohl wieder neu bewertet werden.

Die Lage im Irak schätzt man hingegen als eine deutlich höhere Gefahr ein. Hier gibt es noch keine großen Produktionsausfälle, allerdings protestiert die Bevölkerung schon seit letztem Jahr gegen die Regierung. Unterdessen wachsen die Sorgen mit Blick auf das in China ausgebrochene Corona-Virus. Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar und soll eine relativ lange Inkubationszeit von etwa 14 Tagen haben.

Mit der Einschätzung, was die Ausfälle in Libyen anbelangt, zusammen dem Corona-Virus, der sich negativ auf den Ölverbrauch auswirken soll, schätzen wir die fundamentale Marktlage heute Morgen neutral ein. Es deuten sich für die Inlandspreise heute Morgen Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

21.01.2020

Bullishe Wirkung der Situation in Libyen verflüchtigt sich bereits 

Libyens Ölproduktion ist weiterhin durch die Abschaltung einer wichtigen Exportpipeline beeinträchtigt. Nach der Friedenskonferenz in Berlin am Wochenende trafen sich die EU-Außenminister in Brüssel, um darüber zu beraten, wie die Waffenruhe zwischen den gegnerischen Parteien in Libyen gesichert werden soll.

Unterdessen fragen sich die Marktteilnehmer, wie lange General Haftar die Ölproduktion des Landes wohl noch als Druckmittel für die Waffenstillstandsverhandlungen nutzen wird. Am Montagmorgen hatten auch Berichte über einen vorübergehenden Produktionsstopp an einem irakischen Ölfeld die Ölbörsen gestützt. Die Förderunterbrechung war durch weitreichende Proteste verursacht worden.

In der Nacht zum Dienstag sorgten dafür neue Raketeneinschläge in Bagdads Regierungsviertel erneut für Verunsicherung. Mindestens zwei Raketen sollen eingeschlagen sein. Eine erneute Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und Iran würde den Ölbörsen erneut bullishe Impulse liefern.

Angesichts der andauernden Produktionsunterbrechungen in Libyen bleibt die fundamentale Konstellation heute Morgen weiterhin bullish. Bei den Inlandspreisen, deuten sich heute Morgen daher geringfügige Preissenkungen zu Montag an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

20.01.2020

Preissprung zum Handelsauftakt – Produktionsausfälle in Libyen und Irak 

Am Wochenende fand in Berlin eine Friedenskonferenz für Libyen statt, bei der es eine gemeinsame Erklärung zur Befriedung des Landes gab. Der Waffenstillstand soll verlängert und einen politischen Prozess ermöglichen.

Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben in der letzten Woche aufgezeigt, dass man in 2020 zunächst mit einer deutlichen Überversorgung zu rechnen hat. Der Produktions- und Exportausfall in Libyen trifft in erster Linie den europäischen Markt. Sollte die Produktion tatsächlich auf ein Minimum schrumpfen, dann würde dies die von der IEA geschätzte Überversorgung in der ersten Jahreshälfte übersteigen und zu einer Unterversorgung führen.

Der Markt hat mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung reagiert, die Kursgewinne halten sich allerdings noch in Grenzen.

Die fundamentale Konstellation ist leicht bullish einzustufen, da sich die Produktionsausfälle in Libyen noch verstärken könnten. Mit dem Preissprung in der Nacht überträgt sich dies auch auf die Inlandspreise, bei denen sich heute Morgen moderate Preissteigerungen zu Freitag andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

17.01.2020

Rohölfutures starten nahe GD7 in den letzten Handelstag der Woche 

Die IEA geht in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht weiter davon aus, dass das Ölangebot der Produzenten, die nicht der OPEC angehören, 2020 wesentlich stärker wachsen wird als die weltweite Nachfrage

Unterdessen könnte die EU das Teilabkommen anfechten. Laut EU-Handelskommissar Phil Hogan müsse die Staatengemeinschaft das Dokument zwar zunächst noch prüfen, sollte dieses jedoch gegen die WTO-Regeln verstoßen, werde man dies auch vor Gericht bringen.

Neben dem Teilabkommen zwischen den USA und China sorgten am Donnerstag auch die Entwicklungen hinsichtlich des Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) für neue Impulse.

Die Ölfutures starteten heute Morgen im Bereich der Settlement Werte von Donnerstag. Nach der ereignisreichen Woche warten die Händler vor dem Wochenende nun nur noch auf einige Konjunkturdaten.

Bei den Inlandspreisen deutet sich derzeit bei Heizöl noch leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu Donnerstagvormittag an, vor allem weil der EUR/USD derzeit etwas niedriger notiert als gestern Vormittag. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bullish 

16.01.2020

Ölfutures nach US-China Teilabkommen geringfügig fester 

Der stärker als erwartete Rückgang der Rohölbestände der USA, den das DOE am Mittwochnachmittag meldete, überraschte die Marktteilnehmer. Das API hatte am Vorabend noch Aufbauten angezeigt. Nachdem die Raffineriebetreiber vor dem Jahreswechsel noch versuchten, aus steuerlichen Gründen ihre Bestände zu reduzieren, schien dies durchaus plausibel.

Der aktuelle Monatsbericht der OPEC lässt für das laufende Jahr auf ein stärker als bisher erwartetes Wachstum der weltweiten Ölnachfrage hoffen.

Was den Handelsstreit zwischen den USA und China angeht, stützte die Unterzeichnung des Teilabkommens die Ölbörsen am Mittwochabend zwar etwas, eine nachhaltige Preisrally wird es jedoch wohl vorerst nicht auslösen. Nachdem die wöchentlichen US-Bestandsdaten sowie die Monatsberichte von EIA und OPEC mittlerweile veröffentlicht sind, steht für die Händler nun heute der Monatsbericht der IEA im Fokus. Bei den Inlandspreisen deutet sich noch leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu Mittwoch an, da der EUR/USD weiterhin fest ist und die Ölfutures auf dem Ausgangsniveau von gestern notieren. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bullish 

15.01.2020

Gewinnmitnahmen nach API und EIA Daten 

Bei den US Ölbestandsdaten weist das API Bestandsaufbauten bei Rohöl, Destillate und Benzin aus. Trader warten noch auf die Zahlen des DOE, die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Viel wird aber auch von den Spannungen im Nahen Osten abhängen. Die USA haben dem Irak nun mit weiteren Sanktionen gedroht, sollten die US Truppen des Landes verwiesen werden.

Das von Deutschland, Frankreich und Großbritannien initiierte Schlichtungsverfahren könnte den Atomdeal entweder retten oder weitere Sanktionen gegen den Iran zur Folge haben.

Mit den US Ölbestandsveränderungen vom API, der von der EIA höher als zuletzt eingeschätzten Überversorgung für 2020, überwiegt heute Morgen erst einmal die fundamental bearishe Stimmung.

Nachdem die Ölpreise an ICE und NYMEX ihren zeitweisen Anstieg gestern nicht halten konnten, bleiben die Futures heute Morgen zunächst auf niedrigerem Niveau. Allerdings bleiben sie auch über den Vortagestiefs. Die Inlandspreise werden daher kaum verändert zu gestern Nachmittag, dafür aber fester zu gestern Vormittag erwartet. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

14.01.2020

Preisrutsch: Gasoil mit 1,5-Monatstief – Technische Abwärtspotenziale gering 

Die Wahrscheinlichkeit einer Konfrontation zwischen dem Iran und den USA bleibt im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich geringer. Die Spannungen haben abgenommen, auch weil sich die Spirale von Vergeltungsschlägen nicht weiterdreht.

Die USA haben allerdings angekündigt nicht locker zu lassen und den Druck auf das Regime in Teheran weiter erhöhen zu wollen. Zwar nicht militärisch, dafür aber mit weiteren Sanktionen.

Updates über die neuen Markteinschätzungen werden EIA, IEA und OPEC mit ihren neuen Monatsreports in dieser Woche liefern.

Nach der deutlichen Abwärtsbewegung gestern könnte das Abwärtspotenzial nun erst einmal ausgereizt sein. Während die geopolitische Risikoprämie ausgepreist ist, wartet man nun auf die US Ölbestandsdaten und die Unterschrift zum Handelsabkommen zwischen USA und China.

Die Futures starten heute Morgen deutlich unterhalb der Werte von gestern Mittag, bleiben aber knapp oberhalb der Tiefs. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Gewinne von gestern halten kann, deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

13.01.2020

Weicher Start in die Woche – Preise niedriger erwartet 

Die Lage zwischen den USA und dem Iran hat sich am Wochenende entspannt. Der Iran hat den versehentlichen Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeuges mittlerweile eingeräumt.

Bagdad hat die US Truppen zu einem Abzug aufgefordert, während die USA nun mit konkreten Sanktionen drohen. Der Irak selbst orientiert sich offenbar verstärkt in Richtung Russland und scheint den Kauf von russischen Luftabwehrsystemen in Betracht zu ziehen. Das Parlament hat den Ministerpräsidenten bereits die Freigabe für den Kauf von Luftabwehrsystemen genehmigt. Am Sonntag gab es zwar erneut einen Beschuss einer Militärbasis im Irak, bei dem 4 irakische Soldaten verletzt wurden, die Befürchtung einer Eskalation der Gewalt zwischen USA und Iran haben sich reduziert und es scheine so, als sei dieses Thema nun abgeschlossen, so die Analysten der Commerzbank.

Zum Wochenstart geht es an ICE und NYMEX erst einmal unterhalb der Freitagstiefs los. Der Euro/Dollar-Kurs kann etwas anziehen. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich moderate Nachlässe an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

10.01.2020

Risikoprämie größtenteils wieder ausgepreist 

Die Preissteigerungen, die durch die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch US-Luftangriffe und den darauffolgenden Vergeltungsschlag Irans verursacht wurden, haben sich mittlerweile wieder vollständig zurückgebildet.

Die Ölindustrie rechnet zwar mittlerweile nicht mehr mit einem Krieg, erneute Angriffe auf Tanker oder Ölanlagen halte man jedoch für möglich.

Unterdessen hat das US-Repräsentantenhaus für eine Resolution gestimmt, mit der die Vollmachten von Präsident Trump für weitere Militäraktionen gegen den Iran eingeschränkt werden sollen. Trump soll gemäß der Resolution nicht mehr ohne Zustimmung des Kongresses auf US-Streitkräfte zurückgreifen können, um gegen die Islamische Republik vorzugehen. Damit will man eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran verhindern.

Heute Morgen notieren die Futures in etwa im Bereich der Settlementpreise von Donnerstag. Der Euro/Dollar-Kurs ist nahezu unverändert zum Referenzwert von Donnerstagnachmittag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich derzeit noch leichte Preisabschläge zu Donnerstagvormittag ab. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

09.01.2020

Ölfutures nach US-Reaktion auf iranischen Angriff weicher 

Mit dem Angriff auf zwei US-Militärstützpunkte im Irak scheint der Iran tatsächlich eine „verhältnismäßige Maßnahme“ in Reaktion auf die Tötung des Generals Soleimani gewählt zu haben. Die Ölfutures an ICE und NYMEX gaben nach der ersten Aufwärtsreaktion auf den Angriff daher am Mittwoch wieder deutlich nach. US-Präsident Trump bestätigte am späten Nachmittag die Gerüchte, denen zufolge bei den Angriffen keine amerikanischen Soldaten getötet wurden, und kündigte vorerst keinen weiteren Militärschlag gegen den Iran an. Bei den Marktteilnehmern weckt dies die Hoffnung, dass die Spannungen zwischen den USA und Iran vorerst nicht weiter eskalieren werde.

Allerdings scheint es noch zu früh, Entwarnung zu geben, wenn es um das Risiko des USA/Iran-Konflikts für die Ölversorgung geht. „Wenn Iran weitere Ziele für die Vergeltung der Tötung sucht, ohne aber dabei die von den USA genannten roten Linien überschreiten [zu wollen], was eine militärische Reaktion auslösen würde, könnte die Energieinfrastruktur reizvoll sein.

Die gestrigen Kommentare aus OPEC-Kreisen dürften viele Marktteilnehmer jedoch erst einmal beruhigt haben.

Der Anstieg der US-Ölbestände, den das DOE am Mittwochnachmittag für die vergangene Woche meldete, könnte die Preise auch heute noch etwas ausbremsen.

Für Heute deuten sich deutliche Preisabschläge an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

08.01.2020

Iranischer Vergeltungsschlag – Ölpreise mit einem Satz nach oben 

Marktteilnehmer reagierten in den frühen Morgenstunden auf den Angriff der iranischen Revolutionsgarden auf zwei Militärbasen im Irak. Mit insgesamt 15 Raketen beschoss man eine Einrichtung im Norden bei Erbil und eine im Westen bei Al Asad.

Die Preise schnellten binnen weniger Minuten stark nach oben, gaben einen Großteil des Anstiegs in der Nacht aber bereits wieder auf, nachdem der iranische Außenminister den Angriff als die "proportionale Maßnahme" bezeichnete, die man zuvor angekündigt hatte.

Dennoch wird man mit Spannung auf das von Trump für heute angekündigte Statement warten, mit dem um Mittag oder frühen Nachmittag zu rechnen ist.

Auch wenn ein Großteil des Preissprungs in der Nacht bereits wieder ausgepreist wird, so bleibt die fundamentale Konstellation mit den neuen Angriffen des Iran natürlich erst einmal weiter bullish zu bewerten. Da die Futures noch immer über den Niveaus von gestern Nachmittag notieren, deuten sich für die Inlandspreise momentan deutliche Preissteigerungen an. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

07.01.2020

Technisches Abwärtspotenzial nach Gewinnmitnahmen – Iran-Spannungen im Fokus 

Nachdem bereits Exxon Mobil seine US Mitarbeiter aus dem Irak abgezogen hat, folgt nun auch Chevron. Damit folgt man der Anweisung der US Regierung, die wegen der Spannungen mit Irak und Iran eine Ausreise empfahl.

Einen Krieg erwarte man nicht, da der Iran bedachter agieren werde, als es einige befürchten, so Sen.

Der Markt wird weiter abwarten müssen, wie sich die Situation nun weiterentwickelt, da verschiedenste Varianten mit unterschiedlichen Folgen möglich erscheinen. Es ist alles eine Frage der Szenarien, die sich auf die Ölförderung auswirken können oder nicht.

Nach den Gewinnmitnahmen von gestern gaben die Preise auch heute Morgen weiter nach und haben damit an ICE und NYMEX die Vortagestiefs unterschritten. Die fundamentale Konstellation bleibt zwar weiter bullish, doch scheint der Markt die jüngsten Faktoren vollständig eingepreist zu haben. Der Euro/Dollar-Kurs kann seine Gewinne von gestern unterdessen halten, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen starke Abwärtspotenziale andeuten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral/bearish 

06.01.2020

Eskalation im Nahen Osten – WTI mit 8,5-Monatshoch 

Am Wochenende hatte das irakische Parlament eine nicht bindende Resolution verabschiedet, die eine Ausweisung aller ausländischer Truppen aus dem Land vorsieht. Damit sind in erster Linie natürlich die US Einheiten gemeint.

Der US Präsident sieht jedoch eine gemeinsame Vereinbarung als zwingend notwendig an, dass sich die Truppen aus dem Irak zurückziehen. Der Irak müsse dafür bezahlen.

Unterdessen droht der Iran mit Vergeltungsschlägen gegen die USA, während diese ihrerseits weitere Maßnahmen ankündigte, sollte der Iran durch Teheran beeinflusste Milizen, Angriffe ausführen lassen. Trump Twitterte, dass es 52 Ziele gebe, die man in einem solchen Falle eingreifen könne.

Die Gefahr für Öleinrichtungen in der Region ist sicherlich gestiegen, doch für die Experten bei Goldman Sachs wird es nicht zwangsläufig auf Angriffe auf diese hinauslaufen. In der Nacht zogen die Preise erneut deutlich an. WTI hat damit ein neues 8,5 Monatshoch erreicht. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen weitere Preissteigerungen zu Freitag an. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

20.12.2019

Aufwärtstrend mit bullisher Stimmungslage weiter fortgesetzt

Nach den jüngsten Entwicklungen gehen die Marktteilnehmer generell mit einer leicht bullishen Stimmung auf die Feiertage zu. China hat weitere Details zu dem Abkommen bekanntgegeben, sechs Produkte aus dem Öl- und Chemie-Sektor benannt, bei denen es Ausnahmen bei den bestehenden Zöllen geben wird.

Kurz vor dem Wochenende und den Feiertagswochen scheinen sich Trader lieber mit Long-Positionen gegen mögliche weitere Preissteigerungen abzusichern. Die Futures bleiben auf hohem Niveau, ziehen sogar noch einmal leicht an. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute erneut Preissteigerungen zum Vortag ab. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen in diesem Jahr und wünschen Ihnen, Ihrem Team und Mitarbeiter, Ihrer Familie schöne, besinnliche Festtage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!

Erhard und Urs Gredig  

19.12.2019

Rohölfutures nach DOE-Bericht auf höherem Niveau 

Die jüngsten Bestandsdaten des DOE zeigten für die vergangene Woche einen leichten Rückgang der Gesamtölbestände der USA an und auch die Zahlen zur Produktnachfrage sahen wieder deutlich besser aus als in der Woche zuvor. Zudem blieb in der aktuellen Berichtswoche die US-Rohölproduktion weiterhin auf hohem Niveau, auch wenn sie unterhalb des bisherigen Rekordhochs lag.

Im Hinblick auf den Handelsdisput zwischen den USA und China gilt das Teilabkommen zwischen den beiden Nationen, welches Anfang Januar unterzeichnet werden soll, mittlerweile als weitestgehend eingepreist. Sollte es bis zur Unterzeichnung jedoch noch einmal Misstöne in der Kommunikation der beiden weltweit größten Ölkonsumenten geben, könnte dies den Finanzmärkten und somit auch den Ölbörsen einen deutlichen Dämpfer versetzen.

Die Ölfutures handeln derzeit in etwa auf dem Niveau der Settlements von Mittwoch. Daher deutet sich für das Inland geringfügiges Abwärtspotenzial zu gestern Vormittag an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

18.12.2019

API Aufbauten bremsen Rallye – Inlandspreise nach 3-Monatshoch dennoch fester erwartet 

Mit der OPEC+ Kürzung und dem Teilabkommen zwischen den USA gibt es zwei wichtige Faktoren, die den Markt aktuell psychologisch stützen. Zwar bestehen begründete Zweifel ob deren Wirksamkeit, gerade was die Beseitigung der von der IEA erwarteten Überversorgung in der ersten Jahreshälfte 2020 anbelangt.

Die US Ölbestandsdaten des API aus der Nacht haben in der Nacht allerdings für eine Korrektur gesorgt. Während Experten im Vorfeld eigentlich mit moderaten Abbauten gerechnet hatten, werden nun nicht nur bei Rohöl, sondern auch bei den Destillaten und Benzin starke Bestandszuwächse registriert. Damit sind die Zahlen von gestern Nacht klar bearish.

Für das erste ist die Rallye allerdings gestoppt. Mit den klar bearishen Zahlen des API ist die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen erst einmal wieder neutral einzustufen, während man auf den Impulsgeber DOE wartet. Für das Inland deuten sich somit Preissteigerungen zu den Niveaus von gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

17.12.2019

Fester Start in die neue Woche – Gasoil mit 3-Monatshoch 

Die Rohölpreise hatten mit der lang ersehnten Einigung im Handelsstreit am Freitag neue 3-Monatshochs erreicht. Auch die von der OPEC+ Gruppe beschlossenen zusätzlichen Produktionskürzungen bleiben stützend für die Ölpreise, wenngleich die Preissteigerungen nach beiden Events schnell wieder abnahmen.

Beim Abkommen der OPEC+ Länder gibt es begründete Zweifel, dass das reale Ölangebot nicht so deutlich wie auf dem Papier angegeben sinken wird, während das Handelsabkommen einen Großteil der Zölle noch immer intakt lässt. Das bedeutet, dass der Deal zwischen USA und China wohl nur bedingt dazu geeignet ist die Ölnachfrage im kommenden Jahr deutlich anzukurbeln.

Die Tatsache, dass die Preise weder mit dem Beschluss er OPEC+ Gruppe, noch mit der Bekanntgabe des Handelsabkommens eine starke Rallye hingelegt haben und sich stattdessen innerhalb des mittelfristigen Aufwärtstrends moderat nach oben bewegten zeigt, dass es ein großes Maß an Unsicherheit im Markt gibt.

Je nach Dynamik im Handel bietet dies gleichzeitig Potenzial für technische Gewinnmitnahmen zum Jahresendspurt. Bereits im letzten Jahr hatte man um die Weihnachtsfeiertage eine erhöhte Volatilität mit neuen Jahrestiefs erlebt.

Unterm Strich nehmen wir von fundamentaler Seite heute eine leicht bullishe Haltung ein, sodass sich momentan nur kleinere Preisanpassungen andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

16.12.2019

Handelsabkommen im Januar unterschriftsreif – Rohöl zwischenzeitlich auf 3-Monatshoch 

Das Handelsabkommen zwischen USA und China ist ein echter Durchbruch. Lange wurde verhandelt, bis man am Freitag nun die Rahmenbedingungen bekanntgegeben hatte. Klar ist allerdings, dass die Zölle nicht so stark gesenkt werden, wie China erhofft hatte, die dafür aber auch weniger Agrarprodukte aus den USA beziehen werden, als es die Trump Regierung sich erwünschte.

Noch ist das Abkommen aber nicht unterschrieben, auch wenn Lighthizer am gestrigen Sonntag betonte, dass der Phase 1 Deal "vollständig erledigt" sei. Die Papiere müssen noch ausformuliert werden und die Unterschriften sollen in der ersten Januarwoche folgen.

Der Phase 1 Deal scheint ebenso wie die OPEC+ Kürzung weitestgehend eingepreist zu sein. Ohne weitere stützende Details zum Handelsabkommen schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein. Die Futures bleiben in den Morgenstunden weiter auf höherem Niveau, wenngleich auch deutlich unterhalb der 3 Monatshochs vom Freitag. Für das Inland deuten sich damit aktuell moderate Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

12.12.2019

Futures gaben mit DOE deutlich nach – Rohölpreise korrigierten ihre Verluste in der Nacht 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben die bearishen Zahlen des API von Dienstagnacht in etwa bestätigt. Überraschend allerdings vor allem die Ölnachfrage, die förmlich einbrach.

Nachdem der EIA Monatsreport von uns neutral eingeschätzt wurde, konnte die OPEC mit ihrem gestrigen Bericht ebenfalls keine neuen Impulse setzen. Die wichtigen Größen ließ das Kartell unverändert und passte lediglich die eigene Förderung an.

Die EIA rechnet zudem damit, dass die USA im kommenden Jahr ein Nettoexporteur von Energie sein wird. Das Land wird dann also mehr Energie exportieren als es aus dem Ausland importiert. Für die OPEC nicht gerade hilfreich.

Nun richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf den Handelsdeal zwischen USA und China. Die USA hat die für Sonntag angekündigten Sanktionen bisher nicht weiter bestätigt oder verschoben. Beobachter rechnen allerdings damit, dass die Zölle nicht kommen und im letzten Moment ausgesetzt oder verschoben werden, während man eine Annäherung für einen Deal mit China ankündigt.

Die Kombination aus nachgebenden Ölbörsen und einem anziehenden Euro/Dollar-Kurs von gestern Abend sorgt für ein niedrigeres Preisniveau. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

11.12.2019

Konsolidierung auf hohem Niveau – API meldet überraschende Bestandsaufbauten 

In den letzten Monaten hatten die US Ölbestandsdaten des API kaum einen Einfluss auf die Preisbildung an den Märkten, da die Trader vor allem auf die Zahlen des DOE warten. Doch gestern Nacht reagierte der Markt klar bearish auf die Daten. Vor allem die Aufbauten bei den landesweiten Rohölbeständen sind bearish einzustufen.

Der neue EIA Monatsreport hat unterdessen die zusätzlichen OPEC Produktionskürzungen für das kommende Jahr mit berücksichtigt. Für 2020 rechnet man zwar weiter mit einem Überangebot. Die Intervention der OPEC soll vor allem kurzfristig Wirkung zeigen, denn die Preisprognosen für das laufende und die ersten beiden Quartale 2020 wurden nach oben angepasst.

Am Sonntag steht die Einführung weiterer Strafzölle in den USA gegen China auf der Agenda. Trump machte diese zuletzt von den Fortschritten bei den Verhandlungen abhängig, die allerdings noch auf sich warten lassen. Im Oktober hatte es geheißen, dass man sich im Prinzip geeinigt hätte. Mehr als acht Wochen später wartet man allerdings noch immer.

Wir schätzen wir die fundamentale Ausgangslage heute Morgen leicht bearish ein. Daher deuten sich bei den Preisen aktuell noch leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

10.12.2019

Technisches Korrekturpotenzial – OPEC+ Entscheidung stützt kaum 

Analysten zeigen sich zunehmend skeptisch bezüglich der OPEC+ Kürzungen. Zwar hat das Kartell mit den Nicht-OPEC Ländern mehr als erwartet vom Markt genommen, dennoch stellt sich die Frage, ob dies ausreichend ist.

Die Maßnahme der OPEC+ Gruppe soll zunächst für die ersten drei Monate in 2020 gelten. Gerade was die erste Jahreshälfte 2020 angeht bleibt vermutlich auch mit den Kürzungen eine leichte Überversorgung bestehen.

Der Markt wendet sich wieder verstärkt den Geschehnissen zwischen USA und China zu, die noch immer keine Einigung im Handelsstreit erzielt haben. Die rückläufigen Exporte Chinas hatten den Markt gestern belastet, dies zeigt, wie stark der Einfluss auf die reale Wirtschaft ist.

In den Morgenstunden legen die Futures an ICE und NYMEX zwar leicht zu, bleiben dabei aber in einer noch engen Handelsspanne. Der Preisanstieg von gestern Nachmittag sorgt bei den zu erwartenden Inlandspreisen für Preissteigerungen zu den Nachmittagserhebungen und Preissenkungen im Vergleich zu den Vormittagspreisen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

09.12.2019

Ölpreise nach OPEC fester – Konjunkturdaten aus China belasten

Die OPEC+ Gruppe hatte am Freitag neue Produktionskürzungen zu den bestehenden Quoten beschlossen. Doch der entscheidende Faktor ist Saudi-Arabien, dass bisher mehr als gefordert vom Markt genommen hatte.

Als Reaktion auf das neue Abkommen haben die Analysten bei Goldman Sachs die Preisprognose für Brent 2020 angehoben. Den langfristigen Preis sieht man bei der Investmentbank aber unverändert.

Und dazu gibt es zum Wochenstart erst einmal schlechte Konjunkturdaten. Die chinesischen Exporte sind im November zum vierten Mal in Folge gesunken, was in einem starken Kontrast mit dem erwarteten Anstieg steht. Der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern wird wieder in den Mittelpunkt rücken, denn schließlich steht noch eine Entscheidung über eine Anhebung von US Zöllen zum 15. Dezember auf der Agenda.

Die Futures an ICE und NYMEX starten verhalten in die neue Woche und in einer sehr engen Spanne. Damit ergeben sich für die Inlandspreise aktuell klare Preissteigerungen im Vergleich zu den Freitagsniveaus.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

06.12.2019 

Ölfutures aktuell (noch) unbeeindruckt von OPEC-Beschlüssen 

Die OPEC beschloss in ihrer halbjährlichen Vollversammlung gestern, die mit weiteren Ölproduzenten vereinbarten Produktionskürzungen um 500.000 B/T zu verschärfen. Was zunächst einmal bullish klingt, hatte gestern jedoch keine größeren Auswirkungen auf die Ölpreise.

Dies liegt zum einen daran, dass die im Dezember 2017 vereinbarten Kürzungen in den vergangenen Monaten ohnehin übererfüllt wurden. Am tatsächlichen Ölangebot dürfte sich somit nicht viel ändern.

Zum anderen wird die Bemessung der russischen Ölproduktion nun – wie von Russland gefordert – die Förderung von Gaskondensat nicht mehr mit einbeziehen. Damit kann Russland, das seit Beginn des Jahres die vorgegebenen Kürzungen nur in drei Monaten erfüllte, seine Produktionsgrenze besser einhalten, ohne wirklich zusätzliche Einschnitte vorweisen zu müssen.

Die Marktteilnehmer dürften nun wieder verstärkt auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China hoffen, mit der die Preise zumindest von Seiten der Nachfrage bullishe Impulse erhalten würden. Allerdings scheint hier die Tendenz der Meldungen fast täglich zwischen positiv und negativ zu schwanken.

Der Handel wird heute vermutlich erneut volatiler sein als sonst, bis die OPEC und ihre Partner ihre Beschlüsse zur weiteren Produktionspolitik bekannt geben. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

05.12.2019

Ölfutures vor OPEC-Sitzung auf hohem Niveau 

Das DOE bestätigte am Mittwochnachmittag von der Tendenz her die Erwartungen der Analysten und die Zahlen des API in Bezug auf die Bestandsveränderungen in den USA. Der Fokus liegt auf den Treffen der OPEC und des OPEC+ Bündnisses.

Nachdem US-Präsident Trump am Dienstag mitteilte, er habe kein Problem damit, wenn es erst nach den Präsidentschaftswahlen ein Handelsabkommen mit China geben sollte, sagte er, die Gespräche verliefen „sehr gut.“

Zudem hieß es, die USA und China hätten sich bei der Frage, wie viele Strafzölle in einem ersten Teilabkommen aufgehoben werden sollen, mittlerweile angenähert. Die Unterzeichnung eines solchen Teilabkommens noch vor Jahresende könnte den Ölfutures noch einmal deutlichen Schub geben, da damit die Sorgen des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage deutlich nachlassen würden.

Derzeit handeln die Ölfutures leicht unterhalb der Hochs von Mittwoch, allerdings immer noch deutlich über den Niveaus von Mittwochvormittag. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen noch leichtes Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

04.12.2019

Produktionskürzung auf 1,6 Mio. B/T – Entscheidung fällt am Freitag 

Hatte US Präsident Donald Trump China in diesem Jahr mehrfach gewarnt das Abkommen bis nach den Präsidentschaftswahlen zu verzögern, so findet er diese Idee aktuell offenbar gar nicht so schlecht.

Viele Experten halten eine zusätzliche Kürzung für zwingend notwendig, um einen Preiseinbruch an den Börsen zu verhindern. Es gibt auch andere Stimmen am Markt. Nigeria, Irak und auch Russland hatten ihre Produktion bisher nicht im geforderten Maße gesenkt, während Saudi-Arabien mehr als verlangt gekürzt hatte. Stärkere Produktionskürzungen werden allerdings nur dann einen echten Effekt am Markt haben, wenn Saudi-Arabien seine Ölförderung noch weiter senkt. Und bisher ist auch nicht bekannt, wie Russland zu einer möglichen Entscheidung steht.

Eine erhöhte Volatilität ist in jedem Fall zu erwarten, während man am Markt mögliche Hinweise zur OPEC und dem Handelsstreit verarbeitet. Man wartet auch noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Bei den Inlandspreisniveaus deuten sich leichte Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

03.12.2019

OPEC-Kürzung würde nicht reichen – Preise bleiben nach Wochenstart weicher 

Informanten aus OPEC Kreisen zu Folge soll innerhalb der Gruppe die Möglichkeit einer weiteren Produktionskürzung diskutiert werden. Offenbar scheint auch Saudi-Arabien, das einflussreichste Mitglied der OPEC, an einem solchen Schritt interessiert sein. Vor allem haben die Saudis wegen des Börsengangs ein hohes Interesse daran die Preise auf einem stabilen Niveau zu halten.

Experten halten eine weitere Produktionskürzung der OPEC für zwingend notwendig, will das Kartell eine deutliche Abwärtsbewegung vermeiden. Sollte die Gruppe das aktuelle Abkommen ohne zusätzliche Kürzungen verlängern, werden die Preise wahrscheinlich sinken.

Also selbst mit zusätzlichen Kürzungen in genannter Größenordnung dürften die Preise wohl nur vorübergehend anziehen. Bleibt eine stärkere Produktionseinschränkung allerdings aus, besteht erhebliches Abwärtspotenzial im Jahresendspurt.

Im Handelsstreit zwischen USA und China hat der US Handelsminister angekündigt, dass die zusätzlichen Zölle im Dezember wahrscheinlich umgesetzt werden. Die neuen Spannungen zwischen den beiden Ländern dämpfen den Optimismus, dass es noch vor Ende des Jahres einen Deal geben wird. Kurz vor dem OPEC Meeting ist der Markt quasi unberechenbar.

Den Markt schätzt man von fundamentaler Seite her erst einmal neutral ein und für Heute deuten sich Preisnachlässe ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

02.12.2019

Inlandspreise zum Wochenstart deutlich schwächer – OPEC+ Entscheidung und Handelsstreit 

Im Handelsstreit hatte China den USA zuletzt mit starken Gegenmaßnahmen gedroht, sollte man das neue Hongkong-Gesetz nutzen, um neue Sanktionen gegen China zu verhängen.

Bisher wurden die Kommentare der OPEC dahingehend gedeutet, dass sich das Kartell mit den übrigen Ländern auf eine Beibehaltung der Quoten in Verbindung mit einer Verlängerung der Kürzungen bis mindestens Mitte 2020 einigt. Welche Position Russlands Ölministerium beim Meeting in dieser Woche vertreten wird, ist allerdings noch unklar.

Die Woche könnte daher extrem volatil werden, wenn Marktteilnehmer vor der OPEC Entscheidung am 05. und 06. Dezember ihre Positionen entsprechend managen. Nachdem die Ölpreise am Freitag massiv einbrachen, erholen sich die Futures in den Morgenstunden und kommen von den Tiefs letzter Woche etwas zurück. Dabei bleiben die Futures aber noch immer weit unter den Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen aktuell massive Preisnachlässe zu Freitag andeuten. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

29.11.2019

Ölfutures orientieren sich nach US-Feiertag leicht nach unten 

An der Marktlage hat sich im Vergleich zu Donnerstagmorgen nichts Wesentliches geändert. Die Händler richten ihren Fokus einerseits immer stärker auf das Treffen der OPEC und ihrer Partner am kommenden Freitag.

Bei diesem wird darüber entschieden werden, ob die aktuellen Produktionskürzungen unverändert beibehalten, noch weiter verschärft oder verlängert werden. Eine solche Entscheidung dürfte die Marktteilnehmer eher enttäuschen und könnte Ende nächster Woche zunächst einmal für einen Rücksetzer an den Ölbörsen führen.

Abgesehen davon warten die Marktteilnehmer auf die Gegenmaßnahmen, die China in Reaktion auf US-Gesetze zur Unterstützung der Demonstranten in Hong Kong zuletzt ankündigte. Nach Angaben der NOC nahmen die Anlagen an dem Ölfeld nur geringen Schaden durch die Kämpfe zwischen Truppen der LNA und Truppen, der international anerkannte Regierung. In den Morgenstunden gaben die Preise wieder leicht nach, Gasoil handelt allerdings noch oberhalb des Niveaus von Donnerstagvormittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für heute Morgen daher leichte Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

28.11.2019

Deutliche Preisnachlässe am Donnerstagmorgen – OPEC und DOE 

Bei den US Rohölbeständen wurden auch laut DOE Bestandsaufbauten bei Rohöl veröffentlicht. Im Handelsstreit zwischen USA und China rechnen die Analysten nun erst einmal damit, dass dieser die Preise nicht mehr so deutlich wie in der Vergangenheit stützen wird.

Unterdessen ist sich der Markt bei der Entscheidung der OPEC+ Gruppe in kommender Woche weitestgehend einig. Die erwartete Entscheidung der OPEC+ Gruppe bietet damit erhebliches Enttäuschungspotenzial für die Märkte.

Unterdessen stützt die Abschaltung des libyschen Ölfelds "El Feel" die Preise an den Börsen. Hier kam es offenbar zu einem Luftangriff vor den Toren der Anlage und in einer Wohnunterkunft, worauf die Arbeiter evakuiert wurden.

In den Morgenstunden können sich die Ölpreise an den Börsen in New York und London von ihren Tagestiefs etwas erholen, gerade Gasoil bleibt allerdings vergleichsweise weich und die Vortagestiefs sind noch immer in Reichweite. Bei den rechnerischen Inlandspreisen deuten sich für heute Morgen daher weitere Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

27.11.2019

Überraschende Bestandsaufbauten – Preise bleiben auf hohem Niveau 

Für die abgelaufene Berichtswoche hatten die Experten mit leichten Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet. Das API hatte gestern Nacht nun allerdings überraschend deutliche Aufbauten bekanntgegeben, die entsprechend bearish interpretiert werden.

Neue Entwicklungen zum Stand der Verhandlungen zwischen USA und China gab es in der Nacht keine. Auch wenn sich beiden Seiten offenbar weiter unterhalten, gibt es wegen der Proteste in Hongkong neue Differenzen. Die Marktlage bleibt damit insgesamt wenig verändert zu den vergangenen Tagen. Der Ausgang der Handelsgespräche und das mögliche Ergebnis des OPEC+ Meetings in der kommenden Woche bleiben die größten Einflussfaktoren für die Ölpreise. Die Trader werden sich unterdessen weiterhin zurückhalten, da morgen Thanksgiving ansteht und viele Marktteilnehmer damit nicht am Handel teilnehmen, oder zu den verkürzten Handelszeiten nur das nötigste handeln werden. Die fundamentale Konstellation bleibt somit neutral. Es deuten sich allerdings dennoch geringfügige Preissteigerungen zum Vortag ab, da die Preise ihren Anstieg von gestern bewahrt haben. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

26.11.2019

Positive Meldungen zum Handelsstreit – Preise geringfügig fester zu Vortag 

Im Top-Thema, dem Handelsstreit zwischen USA und China, scheint sich in den letzten Wochen kaum etwas zu bewegen. Die Sorgen bezüglich der Zölle nehmen etwas ab. Die Makroökonomischen Rahmenbedingungen würden sich daher in Richtung einer Aufwärtsbewegung in 2020 verbessern. Auch vom OPEC+ Deal in der kommenden Woche könnte ein bullisher Impuls ausgehen, da man mit einer Verlängerung des Deals bis Ende Dezember 2020 rechnet, wobei eine stärkere Einhaltung der Quoten das Ölangebot faktisch drosseln würden.

Noch immer wartet man auf Informationen zu den Verhandlungen in China und natürlich auch auf die wöchentlichen Ölbestandsdaten. Zudem ist es mit dem Thanksgiving Day am Donnerstag und dem Black Friday für viele eine kurze Handelswoche, weshalb man sich vor großen Positionen scheuen wird.

Die fundamentale Konstellation schätzen wir heute Morgen weiter neutral ein. Nach dem späten Preisanstieg von gestern, der heute Morgen noch verteidigt werden kann, deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

25.11.2019

Ölpreise weitestgehend unverändert – China mit Zugeständnissen im Handelsstreit 

Im Handelsstreit zwischen USA und China hat Peking die US Delegation eingeladen, um die Differenzen auszuräumen, die einen Abschluss der ersten Phase bisher verhindert haben. Am Wochenende machte die chinesische Regierung noch weitere Zugeständnisse und kündigte härtere Strafen an.

Trump hatte am Freitag noch einmal für einen Stimmungsdämpfer gesorgt, als er zwar angab, dass man einem Deal "sehr nahe" sei, allerdings würde China das Abkommen dringender wollen als die USA.

Bei der OPEC+ rechnet man in der kommenden Woche weiter mit einer Beibehaltung der aktuellen Kürzungsvereinbarung, die bis Ende Juni 2020 verlängert werden soll.

Unterdessen streiken die Bahnmitarbeiter in Kanada weiterhin und sorgen damit für eingeschränkte Lieferungen über das Schienennetz in die USA. Die fundamentale Konstellation wird von uns heute Morgen zunächst neutral eingestuft.

Nachdem die Ölpreise am späten Freitag von ihren Hochs zurückkamen und sich auch heute Morgen relativ stabil zeigen, bleiben auch die erwarteten Inlandspreise relativ unverändert zu Freitag. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

22.11.2019

Starker Preisanstieg von Donnerstagnachmittag generiert Aufwärtspotenzial für Inlandspreise 

Mit dem verhaltenen Optimismus, den Chinas Vizepremierminister Liu He zuletzt hat anklingen lassen, und den Meldungen, die chinesische Regierung habe US-Unterhändler zu Gesprächen nach Peking eingeladen, hellte sich die Stimmung hinsichtlich des Handelsstreits am Donnerstag wieder etwas auf.

Auf kurze Sicht warten die Händler außerdem auf neue Meldungen zu einem Streik von Bahnmitarbeitern in Kanada, der auch den Öltransport über die Schiene beeinträchtigt. Der Streik dauert nun bereits seit Dienstag an. Abgesehen davon wurden die Händler am Donnerstagabend durch eine Meldung zu einem Brand an einer Ölanlage in Midland, Texas, aufgeschreckt, wo ein aufgeheizter Lastwagen, mit dem Wachsablagerungen von Ölquellen abtransportiert werden, Feuer fing. Das Feuer wurde mittlerweile jedoch Berichten zufolge eingedämmt worden sein.

Die fundamentale Ausgangslage ist heute Morgen insgesamt leicht bullish einzustufen und die Ölfutures bewegen sich weiter auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deutet sich nach dem Preisanstieg von gestern im Vergleich zu Donnerstagmorgen Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

21.11.2019

Ölfutures kommen von gestrigen Hochs leicht zurück - DOE-Daten und technische Käufe hatten gestützt 

Wenngleich das DOE am Mittwochnachmittag einen leichten Anstieg der landesweiten Rohöl- und Benzinbestände meldete, dämpfte der Rückgang der Gesamtölbestände die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich einer Überversorgung wieder etwas.

Auch aus Russland ist mit einer höheren Ölproduktion zu rechnen. Seine Ankündigung, dass Russland auch weiterhin mit der OPEC kooperieren werde, konnte den Ölbörsen daher nur mäßig bullishe Impulse geben. Dass Russland im Dezember einer schärferen Produktionskürzung zustimmen könnte, scheint vor diesem Hintergrund ebenfalls weiterhin eher unwahrscheinlich.

In Sachen Handelsstreit zeigte sich zur Wochenmitte Chinas Vizepremierminister angeblich „vorsichtig optimistisch.“ Sollten die Gespräche am 15. Dezember gut verlaufen, so dürften die US-Strafzölle, im Wert von 156 Milliarden Dollar, aufgeschoben werden. Sollten die Gespräche jedoch nicht gut laufen, dann werden die USA diese Zölle einführen und das wird das ganze Spiel ins nächste Jahr verlegen.

Die fundamentale Ausgangslage ist heute Morgen daher leicht bearish einzustufen. Bei den Preisen deutet sich immer noch leichtes Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

19.11.2019

Handelsstreit und US Ölproduktion – Ölpreise mit schwachem Start in die Woche 

Wieder ist es der Handelsstreit, der die Nachrichten dominiert. Hatte dieser Ende letzter Woche mit positiven Kommentaren aus China und USA noch gestützt, so ist man nun wieder skeptischer. Im Fall der anstehenden Entscheidung der OPEC+ Länder in zwei Wochen gibt es ebenfalls nichts Neues, sodass man weiter davon ausgehen muss, dass die Produktionsquoten nicht gesenkt werden.

Der Markt befindet sich in einer Habacht-Stellung, in der man auf den Abschluss der Verhandlungen im Handelsstreit und eben auch auf die OPEC wartet.

Die Stimmung an den Ölbörsen ist daher am Morgen angekratzt und aus fundamentaler Sicht leicht bearishe einzustufen.

Die Futures kommen zwar von den späten Tagestiefs gestern etwas zurück, doch im Vergleich mit den Preisen von gestern Nachmittag bleiben die Notierungen noch immer auf sehr niedrigem Niveau. Somit deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell deutliche Preisnachlässe im Vergleich zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

18.11.2019

Hoffnung im Handelsstreit lässt Inlandspreise steigen 

Erneut ist es der Handelsstreit und die möglichen Verhandlungsergebnisse, die das Geschehen an den Ölbörsen dominieren. Am Freitag hatten sich die Verhandlungsführer positiv zu den aktuellen Fortschritten geäußert.

Nachdem die Monatsreports letzte Woche keinen starken Einfluss auf die Richtung hatten, ist also klar, dass der Handelsstreit auch in dieser Woche weiter Dreh- und Angelpunkt für die Stimmung des Marktes ist. Allerdings sind auch weitere Kommentare zur OPEC und deren Meeting in 2 Wochen zu erwarten.

Unterdessen stützten die zusätzlichen Raffineriekapazitäten in China. Auch die Demonstrationen im Iran und Irak können die Preise stützen. Zwar haben die Proteste der Bevölkerung noch keinen Einfluss auf die Ölförderung und Exporte gehabt, doch besteht die Gefahr, dass sich die Situation weiter destabilisiert und dann das Ölangebot negativ beeinflusst.

Die Notierungen bleiben heute Morgen weiter auf hohem Niveau in einer engen Spanne und so deuten sich auch bei den Inlandspreisen deutliche Aufwärtspotenziale zu Freitag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

15.11.2019

Leichte Short-Coverings nach Rücksetzer von Donnerstagabend 

Nach der EIA hat nun auch die OPEC ihren aktuellsten Monatsbericht veröffentlicht. Bullish ausgerichtete Marktteilnehmer dürfte dieser enttäuscht haben.

Der OPEC-Generalsekretär hatte sich am Mittwoch auch optimistisch hinsichtlich einer Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China gezeigt. Dieser Optimismus scheint angesichts der jüngsten Kommentare des Weißen Hauses berechtigt zu sein. Man komme einem (Teil-)Abkommen näher, nachdem es sehr konstruktive Gespräche mit Peking gegeben habe. Die Marktteilnehmer dürften derlei Äußerungen allerdings nicht mehr allzu viel Gewicht beimessen.

Die Bestandsdaten des DOE fielen am Donnerstag eher bearish aus, wenngleich die sich Produktnachfrage in den USA als solide erwies und auch die Gesamtölbestände der USA in der Woche sanken. Der bearishe Effekt der gestiegenen landesweiten Rohölbestände sowie des gemeldeten Rekordhochs der US-Produktion setzte sich jedoch letztlich durch.

Sollte das Wachstum der US-Ölproduktion wieder stärker an Fahrt aufnehmen dürften auch die Spekulationen über schärfere Produktionskürzungen der OPEC+ im Vorfeld des nächsten Produzententreffens Anfang Dezember wieder zunehmen.

Für heute deuten sich demnach leichte Preisabschläge an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral 

14.11.2019

Ölfutures fester - Barkindo-Kommentare, US-Rohölbestände und technische Käufe stützten 

Der vom API gemeldete überraschende Rückgang der landesweiten Rohölbestände der USA sorgte Dienstagnacht an den Ölbörsen für einen kurzen Aufwärtstest.

Die EIA hat in ihrem am Mittwochabend veröffentlichten Monatsbericht ihre Prognosen zur weltweiten Ölnachfrage und zur Produktion für 2019 und 2020 jeweils in ähnlichem Umfang nach oben korrigiert. Somit haben sich bei der Einschätzung zur Marktlage in diesem und im kommenden Jahr nur geringfügige Veränderungen ergeben.

Was die US-Ölproduktion angeht, rechnet die EIA von 2019 auf 2020 mit einem Wachstum. Die OPEC hingegen, könnte ihre Erwartungen zum US-Produktionswachstum senken. Die EIA scheint etwas optimistischer zu sein, was die Entwicklung der amerikanischen Ölproduktion angeht.

Neben den kurzfristigen Produktionsprognosen bereiten einigen Experten vor allem die längerfristigen Erwartungen der EIA Sorge. Diese seien im Hinblick auf das Wachstumspotenzial der Schieferölproduktion überzogen.

Nach dem Anstieg von Mittwochnachmittag blieben die Ölfutures im Bereich der gestrigen Tageshochs. Daher deuten sich für das Inland heute Morgen Preisaufschläge an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bullish 

13.11.2019

Handelsstreit, Analysten und Bestandserwartung – Preise am Mittwoch niedriger 

Zum großen Thema "Handelsstreit" bleiben neue Entwicklungen aus. Trump betonte noch einmal, dass ein bedeutendes Phase 1 Handelsabkommen mit China bald umgesetzt werden könnte.

Bisher gibt es weder einen Ausweichtermin, noch einen Ort. Die Quintessenz ist, dass sich beide Seiten noch immer nicht einig geworden sind, und ohne verwertbare Fakten verliert die Aussicht auf ein Handelsabkommen mittlerweile seine stützende Wirkung.

Die US Schieferölindustrie wird, trotz aller Berichte eines langsameren Wachstums, auch in Zukunft weiter zulegen. Die OPEC kommt demnach auch nach Ansicht der IEA in Zukunft weiter unter Druck und wird nicht mehr so viel Öl wie bisher fördern und verkaufen können, ohne einen Preiseinbruch zu riskieren.

Auch die Marktlage insgesamt wird nun wieder bearish eingestuft, da stützende Wirkung eines möglichen Handelsabkommens aktuell nachlässt.

Mit der nachgebenden Entwicklung an den Ölbörsen von gestern Abend und den Morgenstunden, deuten sich nun auch für das Inland heute Morgen durchaus beachtliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

12.11.2019

Bestandsabbauten in Cushing stützen – Unsicherheit bei Handelsstreit bleibt dominierend 

Es bleibt weiterhin so, dass die Ergebnisse im Handelsstreit zwischen USA und China der "entscheidende Auslöser" für Preisbewegungen an den Ölbörsen bleiben werden, so die Experten von AxiTrader. Bis klar ist, was beide Seiten tatsächlich auch schriftlich fixieren, wird dieses Hin und Her vermutlich weitergehen. Auch steht noch immer kein Termin oder Ort für eine Unterzeichnung des Teilabkommens "Phase 1" fest.

Die Monatsreports werden diese Woche in den Fokus rücken, von denen die EIA morgen Nacht den Anfang machen wird, den wir dann am Donnerstagmorgen in aller Ausführlichkeit zur Verfügung stellen werden.Nach dem Auf und Ab von gestern orientieren sich die Futures in den Morgenstunden wieder leicht nach oben, ohne aber deutlich anzuziehen und bleiben somit unter den Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deutet sich damit aber dennoch eine feste Tendenz zu gestern ab, sodass sich aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern ergeben. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

11.11.2019

Börsen starten weicher – Inlandspreise fester in den Montagmorgen 

Es scheint sich weiter alles um das Handelsabkommen zwischen USA und China zu drehen. Während die Chinesen betonten, dass das Teilabkommen der Phase 1 auch eine Rückführung der bestehenden Zölle beinhalten würde, lehnen die USA dies offenbar ab. Die Chinesen würden versuchen zu ihren Gunsten nachzuverhandeln, hieß es aus den USA, und Trump stellte klar, dass die Berichte, wie weit man die Sanktionen wieder abschaffen werde, nicht korrekt seien.

Unterdessen hatte der Iran am Wochenende bestätigt, dass man eine ausländische Drohne abgeschossen habe. Laut US Militär sei es keine Drohne der USA gewesen und bisher hat auch kein anderes Land aus der Golfregion den Verlust eines solchen Flugobjekts gemeldet. Nach der späten Rallye am Freitag geben die Futures an den Ölbörsen in den Morgenstunden nach. Dennoch bleiben die Futures über den Niveaus von Freitagnachmittag. Bei den Erwartungen für die Inlandspreise heute bedeutet dies, dass mit etwas festeren Preisniveaus zu rechnen ist. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

08.10.2019

Späte Gewinnmitnahmen – Preisnachlässe deuten sich an 

Die Präsidenten Xi und Trump haben noch immer keinen Termin für eine mögliche Unterzeichnung ihres Teilabkommens. Auch wenn aus den USA bisher keine Bestätigung kam, so hat das Handelsministerium Chinas angekündigt, dass die Strafzölle der beiden Länder bei einem Abkommen schrittweise aufgehoben werden.

Das zweite große Thema ist das OPEC Meeting in 3,5 Wochen. Vor wenigen Wochen hatte man noch mit einer Verstärkung der Kürzung gerechnet, doch in dieser Woche dreht sich die Erwartungshaltung diesbezüglich. Der OPEC Generalsekretär hatte diese Woche gesagt, dass man den Ausblick 2020 optimistischer als zuletzt sehe.

Kurzfristig stützt natürlich die Erwartung eines Handelsabkommens und dessen positiver Effekt auf das Ölnachfragewachstum, doch gibt es hier noch immer Unsicherheiten. Die fundamentale Konstellation schätzen wir also unterm Strich neutral ein. Die Futures handeln heute Morgen in einer noch engen Spanne, wobei Gasoil gestern am späten Abend noch an Boden verlor und sich bei den Inlandspreisen somit moderate Abwärtspotenziale ankündigen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

07.11.2019

Ölfutures bleiben nahe Vortagestiefs - DOE-Daten und Handelsstreit USA/China belasten 

Die Schätzungen der Analysten und die Daten des API hatten für die Woche zum 1. November auf einen Anstieg der US-Rohölvorräte hingedeutet. Allerdings meldete das DOE am Mittwochnachmittag einen wesentlich stärkeren Bestandszuwachs, als der API-Bericht ohnehin schon vermuten ließ.

Die USA und China suchen nach der Absage des APEC-Gipfels durch die chilenische Regierung derzeit einen neuen Ort, an dem die erste Phase eines Handelsabkommens unterzeichnet werden soll.

Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung gab gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am gestrigen Mittwoch an, das geplante Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping könnte auf Dezember verschoben werden, da noch keinen geeigneten Ort dafür gefunden wurde und sich auch noch uneins über Bedingungen ist, die festgelegt werden sollen.

Zunächst einmal werden sich die Marktteilnehmer jedoch an den aktuellen Markteinschätzungen von EIA, OPEC und IEA orientieren. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden immer noch leichte Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

06.11.2019

Gewinnmitnahmen nach 6-Wochenhochs – API Daten bisher ohne Impuls 

Auch wenn sich das Schieferölwachstum abschwächt, so wird die US Ölproduktion über viele Jahre hohe Wachstumsraten verzeichnen, während das Ölnachfragewachstum zwar positiv, aber geringer ausfällt. Der Bedarf an OPEC Öl wird so bis 2023 stetig abnehmen und sich erst danach wieder etwas positiver entwickeln. Das OPEC Meeting wird in den kommenden Wochen sicherlich ein zentraler Faktor für die Preisentwicklung. Bleibt eine Kürzung aus, ist fast sicher von einem Preiseinbruch auszugehen. Der andere wichtige Aspekt bleibt das anstehende Handelsabkommen zwischen USA und China. Hier hatten die Chinesen darauf hingewiesen, dass ein Deal in jedem Fall auch eine Reduzierung der Zölle beinhalten müsse.

Die Trader warten auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, die Zahlen zu Importen, Exporten, Nachfrage und Rohölförderung beinhalten.

Die gestern noch fundamental bullishe Konstellation hat sich für uns heute Morgen leicht abgeschwächt. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden leichte Aufwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

05.11.2019

Rallye zum Wochenauftakt – Kurzfristige Stimmung ist bullish 

Die USA und China wollen, trotz Absage des APEC-Gipfels in kommender Woche, weiter an einem Abschluss des Phase 1 Pakets festhalten. China prüfe nun mehrere Orte in den USA, wo ein solcher Schritt bei einem Treffen zwischen US Präsident Trump und seinem Amtskollegen Xi möglich sei, heißt es aus China.

"Die Märkte dürften mit der Erwartung an ein Handelsabkommen zwischen den USA und China weiterhin bullishe Positionen aufbauen.", so die Analysten." Der Irak wird wieder zunehmend von gewaltsamen Demonstrationen erschüttert, die eine potenzielle Gefahr für die Ölförderung darstellen.

Die Gewinnmitnahmen in der Nacht sind nach 2 Tagen Preisrallye nicht unbedingt überraschend. Doch kurzfristig bleibt die Stimmung bullish, was aktuell weitere Verluste begrenzt und die Notierungen in den Morgenstunden sogar wieder leicht stützt. Bei den Inlandspreisen deutet dies zu gestern Nachmittag nur wenig Veränderungspotenzial an, zu gestern Vormittag sind hingegen stärkere Preissteigerungen zu erwarten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral bis bullish 

04.11.2019

Preissprung vom Freitag – Deutlich höheres Niveau zum Wochenauftakt 

Die Größte Sorge der Marktteilnehmer in diesem Jahr sind die schlechten Konjunkturaussichten und das damit verbundene schwache Ölnachfragewachstum. In den USA hatten die Arbeitsmarktdaten am Freitag daher überrascht und so einen Impuls gesetzt, der darauf hindeutet, dass die größte Volkswirtschaft der Welt eventuell nicht ganz so schlecht dasteht, wie befürchtet.

Es ist zwar davon auszugehen, dass die Ölnachfrageprognosen bei den anstehenden Monatsreports kommende Woche nach unten korrigiert werden, doch dies dürfte zum Teil bereits eingepreist sein. Zum jetzigen Zeitpunkt wartet man eher auf Zeichen, dass die Talsohle durchschritte ist und der Ölbedarf wieder schneller wächst.

Die Aufwärtsbewegung vom Freitag war die stärkste seit Mitte September, als die saudischen Ölanlagen angegriffen wurden. Trader haben in den Morgenstunden zwar ein paar Gewinne mitgenommen, die Futures bleiben aber dennoch auf sehr hohem Niveau. Entsprechend deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen zunächst weitere kräftige Preissteigerungen zu Freitag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

01.11.2019

Preise nochmals deutlich nachgebend – US Ölproduktion auf Rekordhoch gestiegen 

Die EIA hat einen neuen Bericht zur US Rohölförderung vorgelegt, der einen Anstieg der Produktion aufweist. Unterdessen bleiben die Sorgen über das Nachfragewachstum weiterbestehen.

Die Aktivität der japanischen Industrie ist auf ein 3-Jahrestief gefallen und bereits gestern Morgen hatte der Einkaufsmanagerindex China auf eine sinkende Aktivität der Industrieleistung hingewiesen.

Die Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit könnten nun noch eingeschlafen sein, nachdem der APEC Gipfel in Chile, wo man auf einen Abschluss der Verhandlungen gehofft hatte, abgesagt wurde. Für die USA wäre der Deal die Grundlage für weitere Verhandlungen und weiterreichende wirtschaftliche Reformen im Verhältnis beider Länder.

Die Futures an ICE und NYMEX legten in den Morgenstunden zwar leicht zu und kamen somit von den späten Tagestiefs gestern zurück, aktuell geben die Preise allerdings wieder nach. Die Notierungen bleiben so unter den Niveaus von gestern Vor- und Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen weiter Abwärtspotenziale zu gestern abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish

 31.10.2019

Ölfutures erholen sich nur bedingt von Vortagesverlusten 

Anders als das API meldete das DOE am Mittwochnachmittag massive Aufbauten bei den landesweiten Rohölbeständen der USA. Zwar hatte die Auslastung der amerikanischen Raffinerien in der vergangenen Woche deutlich zugenommen, dafür sanken jedoch die Rohölexporte.

Brasiliens Präsident Bolsonaro gab am Mittwoch an, sein Land habe von Saudi-Arabien eine inoffizielle Einladung erhalten, sich der OPEC anzuschließen.

Bolsonaro selbst befürwortet eine Mitgliedschaft Brasiliens in der OPEC, müsste die brasilianische Regierung jedoch noch davon überzeugen. Sollte das Land tatsächlich Mitglied der OPEC werden und sich dann auch der Produktionspolitik der Organisation anschließen, könnte dies die mögliche Enthaltung Russlands bei stärkeren Produktionskürzungen nächstes Jahr möglicherweise ausgleichen.

Im frühen Handel belasteten heute enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Ölfutures. Eine stärkere Erholung von den Vortagesverlusten blieb bislang aus. Die Futures handeln nur knapp oberhalb der Vortagesschlusswerte. Da der EUR/USD relativ fest ist, deutet sich im Vergleich zu Mittwoch bei den Inlandspreisen immer noch Abwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

30.10.2019

Technischer Verkaufsdruck – Saudis zu weiteren Produktionskürzungen bereit

Die US Ölbestandsdaten nach Version des API aus der Nacht zeigen zwar einen Bestandsaufbau in Cushing, doch die landesweiten Vorräte sollen gesunken sein. Die Abbauten bei Rohöl deuten weiter auf eine hohe Raffinerieauslastung und vermutlich auch hohe Ölexporte hin.

Zweifel an einer stärkeren Produktionskürzung belasten die Ölpreise, denn schließlich erwartet man für das kommende Jahr, insbesondere die erste Jahreshälfte, eine deutliche Überversorgung.

Das Meeting der OPEC findet in 5 Wochen in Wien statt und wird vermutlich kein einfaches werden.

Der Handelsstreit zwischen USA und China, werde die Preise allerdings eher belasten als stützen, glaubt Analyst Brian Gilvary, Finanzvorstand der BP. Heute Morgen handeln die Ölpreise an ICE und NYMEX in einer engen Spanne. Dabei bleiben diese deutlich über den Vortagestiefs, aber eben auch ebenso deutlich unterhalb der Hochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich im Vergleich zu gestern Vormittag leichte Abschläge, zum Nachmittag jedoch Aufschläge an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish

29.10.2019

Preisnachlässe zeichnen sich ab – Technische Verkäufe und US Bestandsaufbauten 

US Präsident, Donald Trump, äußerte sich optimistisch, dass ein Handelsabkommen mit China bald unterzeichnet werden könnte. "Wir gehen davon aus, dass wir dem Zeitplan voraus sind, einen sehr großen Teil des China-Vertrags zu unterzeichnen. Wir nennen es Phase Eins, aber es ist ein großer Teil," so Trump.

Unterdessen deutet der stellvertretende Energieminister Russlands, Pavel Sorokin, an, dass man sich auf ein schwächelndes Wachstum der US Schieferölförderung einstellen und dies auch bei der anstehenden Entscheidung der OPEC+ Gruppe Anfang Dezember mit einbeziehen müsse. Nachdem der OPEC Generalsekretär in den letzten Wochen betonte, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen, könnte dies ein Hinweis sein, dass eine weitere Kürzung nicht so leicht durchzusetzen ist.

Der Markt hat sich an die positiven Kommentare zum Handelsstreit gewöhnt. Mit den Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden bleiben die Futures an der ICE noch oberhalb der Vortagestiefs, sorgen allerdings dafür, dass sich bei den Inlandspreisniveaus weitere Abwärtsspielräume andeuten. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

28.10.2019

Gewinnmitnahmen nach Monatshochs am Freitag – Charttechnik könnte Verkaufsimpulse geben 

In China wurden am Wochenende die Gewinne der Industrieunternehmen veröffentlicht, die im September zu Vorjahr gesunken sind. Schlechte Industriezahlen der Unternehmen sind immer ein Indiz für eine schwache Wirtschaftsleistung und Ölnachfragewachstum.

Geht es um die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum und um die Ölnachfrageprognosen, bleibt der Handelsstreit zwischen USA und China maßgeblich. Die Ölpreise werden weiterhin auf diese Nachrichten reagieren.

Im aktuellen Quartal wird der Markt durch die Winternachfrage zwar als ausbalanciert, sogar als leicht unterversorgt interpretiert, jedoch mit dem Blick auf das erste Quartal 2020 erwartet man die Rückkehr einer starken Überversorgung, die die Märkte belasten könnte. Nachdem sich der Sturm im Golf von Mexiko über das Wochenende aufgelöst hat, ohne dass es zu Schadensberichten von den Ölanlagen gekommen ist, präsentieren sich die Futures in den Morgenstunden etwas weicher. Die Gewinnmitnahmen fallen in den Morgenstunden allerdings noch recht zaghaft, sodass sich für das Inland aktuell keine deutlichen Preisveränderungen ergeben. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

25.10.2019

Sturm im Golf von Mexiko stützt – Charttechnik begrenzt Aufwärtsspielräume 

Trader hatten in der letzten Woche so wenig Long-Positionen bei WTI gehalten wie seit mindestens 2013 nicht mehr, während die Short-Positionen ebenfalls zulegten.

In dieser Woche fielen die US Rohölbestände, was die meisten Marktteilnehmer überraschte.

Im Golf von Mexiko stützt die Bildung eines neuen Sturmtiefs. Dieses könnte im Laufe des Tages zu einem tropischen Tiefdruckgebiet oder sogar zu einem Tropensturm heraufgestuft werden. Meteorologen gehen zwar davon aus, dass es nur kurz Bestand haben wird, doch die Ölproduktionen an den Ölbohrinseln im Golf und an der US Südküste könnten hiervon dennoch temporär beeinflusst werden.

Der Handelsstreit zwischen USA und China, sowie die OPEC Entscheidung über die Ölfördermengen Anfang Dezember werden mittelfristig im Fokus stehen.

Die Futures kommen in den Morgenstunden von ihren späten Hochs gestern zurück. Die Notierungen bleiben zu gestern Nachmittag und Vormittag aber noch immer auf hohem Niveau, sodass sich für die Inlandspreisniveaus Preissteigerungen abzeichnen. 

24.10.2019

Überraschend bullisher DOE Bericht lässt Preise steigen 

Das DOE überraschte den Markt gestern mit seinen Abbauten in allen drei Hauptkategorien (Rohöl, Destillate und Benzin). Der Preisanstieg an den Ölbörsen setzte allerdings schon deutlich vor Veröffentlichung der US Ölbestandsdaten ein.

Das nächste OPEC+ Meeting findet in 6 Wochen statt, sodass allmählich mit einer Zunahme der Kommentare der Mitglieder über mögliche Schritte der Gruppe zu rechnen ist. Aber auch das Meeting der APEC Mitte November wird vermutlich im Fokus stehen, denn dann treffen US Präsident Trump und der chinesische Ministerpräsident Xi aufeinander. Hier erwartet man, dass beide Seiten einen Grundvertrag für ein Handelsabkommen unterschreiben. Heute Morgen sind die Futures zunächst von den späten Hochs gestern zurückgekommen, bleiben seitdem aber in einer engen Handelsspanne. Der Euro hat sich etwas stabilisiert und handelt höher im Vergleich zu gestern Nachmittag. Bei den Inlandspreisen überwiegen noch immer die Preissteigerungen an der ICE von gestern Nachmittag und Abend, sodass sich aktuell höhere Niveaus andeuten.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

23.10.2019

Mögliche OPEC Kürzung sorgte für Volatilität – Aufwärtsbewegungen setzen sich nicht durch 

Das nächste OPEC Meeting, zu dem auch wieder die Partner der Nicht-OPEC Länder eingeladen sind, findet am 5. und 6. Dezember in Wien statt. Gerüchte und Kommentare zu möglichen Produktionskürzungen werden daher wohl zunehmen und die Volatilität am Markt erhöhen. Die Sorgen zur Nachfrage deuten darauf hin, dass die OPEC die bisherige Nachfrageprognose weiter nach unten korrigieren könnte.

Mit jeder Produktionskürzung gibt die OPEC Markteinteile auf, worüber sich die Gruppe ebenfalls sorgen müsse, so Analystin Caroline Bain. Ohne einen Beschluss für eine starke Produktionskürzung der OPEC oder ein umfassendes Handelsabkommen zwischen USA und China, der auch die Abschaffung von bestehenden Strafzöllen umfasst, bleibt eine nachhaltige Preisrallye weiter unwahrscheinlich.

Nachdem die Ölpreise an ICE und NYMEX gestern mit der Meldung zur OPEC kurzzeitig stark anzogen, wurden die Gewinne mit den bearishen Einflussfaktoren weitestgehend wieder abgegeben. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher heute Morgen nur kleinere Veränderungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

22.10.2019

Verluste in der Nacht ausgeglichen – Tendenz bleibt leicht bearish 

Marktteilnehmer fokussieren sich zunehmend auf die Versorgungslage im kommenden Jahr, was sich auch in der Ausrichtung der spekulativen Positionen zeigt.

Der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt einer der Schlüsselfaktoren für die globale Wirtschaftsentwicklung, für die Ölnachfrageprognose sowie für die Preiserwartungen. Hier gibt es positive Zeichen, nachdem Trump sagte, er gehe davon aus, dass man den Deal am Rande des APEC vom 16. bis 17. November unterzeichnen könne. Doch der US Handelsminister bremst die Erwartungen, er sehe keine Notwendigkeit den Deal zu finalisieren.

Der fundamentale Ausblick bleibt somit weiter leicht bearish. Die US Ölbestandsdaten in dieser Woche könnten erneut Aufbauten bei den Rohölvorräten ausweisen, darauf deuten erste Schätzungen hin.

Nach der Erholung der Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht haben sich auch die Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen von gestern Abend wieder egalisiert. Zu gestern Vormittag sind die Inlandspreisveränderungen gering, im Vergleich zu den Nachmittagserhebungen ergeben sich leichte Aufwärtspotenziale. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

21.10.2019

Trader setzten nicht auf WTI Rallye – Sorgen um Überangebot bleiben 

Die Effekte der Stürme von letzter Woche waren nur temporär und werden am Markt mittlerweile nicht mehr berücksichtigt. Tropensturm Nestor bewegte sich wie erwartet schnell über den Golf von Mexiko hinweg und hat sich mittlerweile über der US Ostküste weitestgehend aufgelöst, wenngleich es dort aktuell heftige Regenfälle gibt.

Aktuell wird der Markt zwar als knapp versorgt angesehen, was auch die Backwardation Konstellation bei Brent andeutet, wo der Frontmonat etwa 2 Dollar teurer ist als eine Lieferung in 6 Monaten. Allerdings zeigen die aktuellen Risikopositionen der spekulativen Trader, dass man nicht unbedingt auf eine Rallye setzt.

Der Blick auf das kommende Jahr und die mögliche Überversorgung in der ersten Hälfte verhindern derzeit Wetten auf stark steigende Preise, weshalb selbst geopolitische Risiken zuletzt kaum in der Lage waren die Notierungen an den Ölbörsen nachhaltig zu stützen. Momentan deuten sich damit bei den Inlandspreisen aktuell klare Nachlässe zu Freitag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

18.10.2019

Schnee- und Tropensturm sorgen für kurze Rallye 

Der Brexit-Vertrag zwischen der britischen Regierung und der EU steht. Dies setzt den US Dollar etwas unter Druck, sodass in Dollar gehandelte Rohstoffe, wie Öl, für Investoren außerhalb der US attraktiver werden.

Was den Handelsstreit zwischen USA und China anbelangt, darf man noch nicht zu euphorisch sein. Während die US Ölbestandsdaten mit ihren gemischten Signalen gestern keine neuen richtungsweisenden Impulse in den Markt brachten, braut sich im Golf von Mexiko nun ein Tropensturm zusammen, der schon jetzt zu ersten Evakuierungen an Ölanlagen führt. Die Störungen bei Produktion und Verladung sind bullish für die Börsen, die gestern Nacht auf diese Meldungen entsprechend reagierten.

Während im Süden der USA starke Winde, schwerer Seegang und Überschwemmungen drohen, kommt aus dem Norden ein erster Schneesturm.

In den Morgenstunden kommen die Futures von den Vortageshochs zwar wieder zurück, im Vergleich zu den Erhebungen von gestern Nachmittag deuten sich dennoch leichte Preissteigerungen für das Inland an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

17.10.2019

Kein Brexit und bearishe API Bestandsdaten – Preise kommen vom Vortageshoch zurück 

In Sachen Brexit gibt es noch immer keine Einigung. Zwar gebe es eine Formulierung, der die EU zustimmen könnte, doch diese will nun offenbar erst auf eine Abstimmung der Briten warten, da der Premierminister noch keine Mehrheit hinter sich weiß.

Das britische Parlament tritt am Samstag zu einer Sondersitzung zusammen und könnte den Deal dann annehmen oder ablehnen. Marktteilnehmer glauben, dass die OPEC im Dezember weitere Produktionskürzungen beschließen wird.

Die Spannungen zwischen USA und Iran könnten wieder zunehmen, nachdem es Gerüchte gibt, die USA könnte, als Antwort auf die Angriffe auf saudische Ölanlagen im September einen Cyberangriff auf iranische Infrastruktur durchgeführt haben.

Nach den späten Tageshochs von gestern, gaben die Futures an ICE und NYMEX einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Dabei bleiben die Notierungen, insbesondere Gasoil, noch deutlich über den Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag. Für das Inland deuten sich heute unterm Strich nur geringe Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

16.08.2019

Futures nach volatilem Tag wenig verändert – Hohe Tankerpreise sorgen für Verschiebungen 

Der IWF hatte gestern das globale Wirtschaftswachstum – wie erwartet – nach unten korrigiert. Als Hauptursache für die schwache Entwicklung sieht man die Spannungen in Handelsfragen, die von den USA und China dominiert werden.

Dies stellt einmal mehr die Bedeutung der Verhandlungen der beiden Länder für Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum in den Fokus.

Die Kosten der Raffinerien steigen, sodass die Produkt-Futures zulegen, während die Nachfrage nach Rohöl am Spotmarkt sinkt. Die Frachtkosten haben so stark zugelegt, dass dies die Rohöl Preise für Futures besonders stark belastet und der Preisunterschied zu den Produkten zunimmt.

Die US Ölbestandsdaten werden in dieser Woche, wegen des US Columbus Day vom Montag, einen Tag später als üblich veröffentlicht. Die Zahlen des API werden daher erst heute Nacht und die Daten des DOE morgen Nachmittag zur Verfügung stehen. Da sich die Produkte im Vergleich zu Rohöl etwas fester präsentieren, zeichnen sich bei den Inlandspreiserwartungen steigende Niveaus zu gestern ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

15.10.2019

Preise starten mit herben Verlusten in die Woche – OPEC und Enttäuschung über Handelsabkommen 

Der Deal zum Handelsstreit zwischen USA und China wird zunehmend kritisch gesehen. "Das Abkommen bleibt vorläufig und es wird noch mindestens fünf Wochen dauern, bis es finalisiert ist," fassen die Analysten zusammen.

Für das kommende Jahr ist laut IEA vor allem im ersten Quartal mit einer massiven Überversorgung zu rechnen, sollte die OPEC+ Gruppe nicht mit weiteren Produktionskürzungen gegensteuern.

Unterdessen kommt der Markt wohl auch durch die massiv gestiegenen Frachtraten unter Druck. Die USA haben Cosco, einen der größten Anbieter von Öl Tankern, mit Sanktionen belegt, da einige Schiffe wohl Öl aus Venezuela und dem Iran transportiert hatten. Diese Schiffe wurden damit quasi vom Markt genommen und können nicht mehr gebucht werden, zumindest nicht, wenn man nicht gegen US Sanktionen verstoßen will.

Die Futures an der ICE geben in den Morgenstunden tendenziell nach und testen damit die Vortagestiefs. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen zu gestern erneut weitere Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

14.10.2019

Annäherung im Handelsstreit – Leichte Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden 

In Sachen Handelsstreit haben sich USA und China nun angenähert und Trump meldete am späten Freitag einen Durchbruch. Die vorläufige Einigung sieht unter anderem weitere Agrarimporte der Chinesen sowie eine Regelung im Umgang mit geistigem Eigentum und Finanzinvestitionen vor. Die USA werden im Gegenzug die angekündigten weiteren Sanktionen in Form von Zollerhöhungen aussetzen. Auch wenn dies nun sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung ist, so müssen die Details in den kommenden Wochen noch ausgehandelt und fixiert werden.

Dennoch könnte die Konstellation die Futures zu Beginn dieser Woche stützen, schafft die Annäherung der beiden größten Volkswirtschaften Optimismus, dass die Ölnachfrage sich doch etwas positiver als bisher erwartet entwickeln könnte. Auch die OPEC hatte letzte Woche mit ihrem Monatsbericht für bullishe Aspekte gesorgt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) könnte seinen Ausblick für das globale Wirtschaftswachstum am Dienstag weiter nach unten korrigieren. Bereits jetzt wird das Wachstum mit 3,2% für 2019 auf dem niedrigsten Niveau seit 2009 gesehen.

Bei den Preisen deuten sich entsprechend nun kleinere Preisveränderungen an. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: neutral 

11.10.2019

Preise ziehen in der Nacht deutlich an – OPEC und Handelsstreit stützen 

Das Meeting der OPEC im Dezember wird für den Markt in den kommenden Wochen zunehmend in den Fokus rücken. Dennoch wird man vor allem auf die Verhandlungen zum Handelsstreit zwischen USA und China achten. Die Sanktionen zwischen diesen Ländern gelten als einer der Hauptursachen für eine Eintrübung der weltweiten Konjunkturaussichten und das schwächere Ölnachfragewachstum. Schaffen es China und USA nicht ein Abkommen auszuhandeln, wäre dies "katastrophal" für den Markt.

In ihrem Monatsbericht hatte die OPEC die Prognose für die Ölnachfrage zwar nach unten korrigiert, allerdings auch die Aussichten für das Produktionswachstum außerhalb der OPEC herabgesetzt. Dadurch wird unterm Strich mehr Öl von der OPEC benötigen als man zuletzt annahm.

Die Trader starten in einen möglicher Weise, volatilen Tag, wobei sich die Notierungen noch in enger Spanne, aber auf hohem Niveau präsentieren. Der Euro/Dollar-Kurs musste leicht zu gestern nachgeben, sodass sich für das Inland unterm Strich deutliche Preissteigerungen zu gestern andeuten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral/bullish 

10.10.2019

Handelsstreit, türkische Offensive, Nigeria steigert Ölproduktion – Futures mit weichem Start 

Der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt, trotz diverser geopolitischer Risikofaktoren, weiter das wohl einflussreichste Thema am Markt.

Entsprechend lastet der Streit auf Wirtschaftswachstum und Ölnachfragewachstum, weshalb letzteres immer wieder nach unten korrigiert werden musste, so zuletzt eben auch beim EIA Monatsreport.

Die Destabilisierung im Nahen Osten, durch den Angriff der Türkei auf kurdische Stellungen in Nordsyrien, ist hingegen ein stützender Effekt. Auch wenn in der Region kein Öl gefördert wird, so könnte dies ein Erstarken des IS begünstigen.

Belastend wirkt sich die Meldung der OPEC aus, wonach man die Förderquote für Nigeria angehoben hat. Das Land hatte bisher immer wieder Probleme mit seiner Ölproduktion gehabt und unter Ausfällen gelitten.

Heute heißt es für den Markt aber erst einmal die Augen auf den OPEC Monatsbericht zu richten, der am frühen Nachmittag erwartet wird. Nachdem die Futures in der Nacht an Boden verloren haben, deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

09.10.2019

Futures unbeeindruckt von API Daten, EIA Monatsreport und Produktionsausfall in Ecuador 

Die US Rohölbestände sind in der Vorwoche deutlich stärker als erwartet gestiegen, was allerdings einen nur bedingt bearishen Einfluss auf die Preisniveaus hat.

Auch der Bericht der EIA scheint sich bisher nicht auf das Pricing an den Börsen auszuwirken. Dennoch rechnet die EIA mit nun fallenden Preisen in den kommenden Quartalen, da die erste Jahreshälfte bei der Nachfrage in der Regel schwächer ist als die zweite.

Unterdessen ist die Ölförderung an drei ecuadorianischen Ölfeldern eingestellt wurden. Der Energieminister hatte bereits Anfang der Woche gewarnt, dass dies notwendig werden könnte, sollten sich die Unruhen weiter ausbreiten und eskalieren.

Die Futures starten in einer engen Spanne in den Tag und Trader werden nun langsam die neuen Entwicklungen und Daten bewerten und einpreisen. In der momentanen Konstellation zeichnen sich bei den Inlandspreisen zu gestern Vormittag allerdings noch Abwärtspotenziale an, während sich im Vergleich zu den niedrigeren Preisen von gestern Nachmittag Preissteigerungen ankündigen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

08.10.2019

Ölpreise geben Kursgewinne in der Nacht ab – Monatsreports und Handelsstreit im Fokus 

In den letzten Wochen stand die schnelle Erholung der saudischen Ölförderung im Fokus. Gepaart mit den Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft und dem damit verbundenen pessimistischen Ausblick für das Ölnachfragewachstum, ging es für die Preise an ICE und NYMEX letzte Woche auf ein 2-Monatstief zurück.

Auch die Monatsreports werden in dieser Woche im Fokus stehen, und da könnte es zu neuerlichen Abwärtskorrekturen bei den Prognosen zur Ölnachfrage kommen.

Auf Angebotsseite werden Trader die Unruhen im Irak im Auge behalten, die sich potenziell auf die Exporte des Landes auswirken könnten, sollten diese noch länger anhalten und weiter eskalieren.

Letztlich bleibt der Fokus der Marktteilnehmer aber die globale Wirtschaftslage, die Verhandlungen zwischen USA und China sowie die Monatsreports.

Die Futures kamen in der Nacht von den Tageshochs gestern wieder zurück und notieren in etwa im Bereich von gestern Mittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für den Moment nur kleinere Preisanpassungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

 07.10.2019

Futures bleiben unter GD 7 – Warten auf Monatsreports und Handelsgespräche 

Nachdem sich die saudische Rohölförderung schneller als von den meisten erwartet wieder erholt hat, sind Befürchtungen einer knappen Versorgungslage nun erst einmal zur Seite gewischt worden. Im Irak gibt es momentan zwar Unruhen, die auch an den Ölbörsen registriert und beobachtet werden, bislang bleibt die politische Lage im Land allerdings stabil und die Ölförderung ist nicht gefährdet.

In der nördlichen Hemisphäre neigt sich die Sommernachfrage nun dem Ende entgegen, sodass Bestandsaufbauten begünstigt werden könnten. Ohnehin richtet sich der Blick der Marktteilnehmer zunehmend auf die kommende Versorgungslage in 2020, und ob die OPEC die Produktionskürzungen verschärfen wird.

Entscheidend für die 2020 Prognosen wird vor allem das Ölnachfragewachstum sein, das zu einem großen Teil auch von der Wirtschaftsentwicklung abhängt. Und gerade hier gibt es Zeichen, dass sich die Lage in den kommenden Monaten weiter abkühlt, nachdem die Konjunkturdaten zuletzt enttäuschten und die Handelsstreitigkeiten international eher zu- als abgenommen haben.

Die fundamentale Konstellation schätzen wir zum Wochenauftakt nun erst einmal neutral ein. Bei den Preisen deuten sich kleinere Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

04.10.2019

Technische Kaufsignale nach 2-Monatstief – Futures testen Vortageshochs

Unruhen sind im Irak in den vergangenen Tagen innenpolitisch zum wichtigsten Thema geworden. Für die Ölbörsen ist dies ein stützender Faktor, da das Land der zweitgrößte Produzent der OPEC ist. Politische Instabilität ist immer schlecht für die Ölproduktion eines Landes, wie man an Venezuela oder auch Libyen sehen kann.

Die Weltwirtschaft steht vor einer Rezession, was Aufwärtsbewegungen an den Börsen verhindert. Fallen dann die Wirtschaftsdaten auch noch kontinuierlich schlechter als erwartet aus, belastet dies natürlich die Futures. "Die globalen Wachstumsbedenken dürften die Preise weiterhin unter Druck setzen.

Gestern hatte sich der Markt darauf eingestellt, dass die Fed in diesem Monat erneut die Zinsen senken dürfte. Dies beflügelte die Aktienmärkte und somit auch die Ölbörsen, sodass diese von ihren 2-Monatstiefs wieder zurückkamen.

Mit der Aussicht auf eine weitere Zinssenkung der Fed und den Unruhen im Irak schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein und so zeichnen sich für die Preise leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bullish

03.10.2019

US-Rohölbestände legten deutlich zu

 

In der vergangenen Woche nahmen die landesweiten Rohölbestände der USA deutlich zu, während die Raffinerieauslastung zurückging. Die Vorräte an Benzin und Destillaten sanken dagegen.

Nachdem das API am Dienstag noch starke Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen gemeldet hatte, überraschten die vom DOE registrierten Aufbauten viele Marktteilnehmer vermutlich.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX gaben in einer ersten Reaktion auf den DOE-Bestandsbericht weiter nach. Auch WTI hat mittlerweile das Tief von Dienstag unterschritten.

Somit ergeben sich bei den Preisen deutliche Preisabschläge.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish

02.10.2019

US Bestandsabbauten stützen in der Nacht – Fundamentale Markteinschätzung bleibt bearish

Experten hatten bei der neuen Runde der US Rohölbestände eigentlich mit Aufbauten gerechnet, doch das API meldete in der Nacht nun doch einen Rückgang bei den Vorräten, der zudem nicht zu knapp ausfiel. Marktteilnehmer warten auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, bei denen auch Daten zur Ölförderung, Nachfrage sowie Importen und Exporten veröffentlicht werden.

2019 ist ein Jahr mit außergewöhnlich vielen und starken Einschnitten beim Angebot. Neben den Anschlägen auf Saudi-Arabien sind hier noch die Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus zu nennen, die massiven Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe.

Mit der Aufwärtsbewegung an der ICE wurden einige starke Preisvorteile, die sich in der Nacht zwischenzeitlich noch angedeutet hatten, wieder ausgepreist. Dennoch bleiben die Futures noch unterhalb der Niveaus von gestern Mittag, sodass sich für heute Morgen unterm Strich aktuell dennoch leichte Preissteigerungen andeuten.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish

01.10.2019

Ölproduktion der Saudis höher als vor Anschlägen – Preise mit deutlichen Abschlägen zuerwarten

Ibrahim Al-Buainain, der CEO der Saudi Aramco, hatte in einem Interview am späten Abend gestern angegeben, dass man die Förderung mittlerweile nicht nur wieder auf das Niveau von vor den Anschlägen angehoben hat, sondern sogar etwas mehr produziere. Dennoch dürfte die durchschnittliche Förderung Saudi-Arabiens im September niedriger als in den Vormonaten ausfallen, da die Anschläge die Kapazität des Landes zeitweise stark negativ beeinträchtigt hatte.

Nachdem sich die saudische Ölförderung offenbar wieder erholt hat, werden sich die Marktteilnehmer wieder vermehrt auf die globale Wirtschaftslage und den Ausblick für die Entwicklung von Angebot und Nachfrage richten.

Die Futures kommen in den Morgenstunden von den Tiefs gestern Nacht etwas zurück, was als eine normale Gegenreaktion zu den starken Verlusten zu sehen ist, mit denen WTI auf ein 4-Wochentief gefallen ist. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish