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Preisindex

22.09.2017

25.09.2017

Gasoil ICE London ($/to)

540.75

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Brent ICE London ($/bbl)

56.44

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Rheinfracht (CHF/to) Gasoil

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0.9680

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25.09.2017

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Warten auf JMMC Meeting

Der Markt ist zur Zeit unterversorgt, was an der saisonal hohen Nachfrage und der wirksamen Produktionskürzung der OPEC zur Jahresmitte liegt. Saisonal sollte der globale Ölbedarf in den kommenden Monaten allerdings nachlassen. Steigt die Ölproduktion der USA und anderer Länder bei Preisniveaus von über 50 Dollar in dieser Zeit weiter an, so besteht die Möglichkeit, dass der Markt Anfang kommendes Jahr wieder ein Überangebot aufweist. Dies wird erst Recht dann eintreten, falls die OPEC ihre Produktionskürzungen zu Ende März auslaufen lassen sollten.

Die zuletzt steigenden Preise haben der OPEC den Druck genommen zeitnah weitere Maßnahmen zu beschließen. Das Kartell wird die Entwicklung erst einmal weiter beobachten.

Marktteilnehmer werden daher die Äußerungen der Teilnehmer am JMMC Meeting heute in Wien genau verfolgen und auf Hinweise für die weitere Strategie der OPEC durchleuchten.

Vor allem die Spannungen zwischen den USA, Nordkorea und auch dem Iran haben das Potenzial die Ölpreise zu stützen. 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

22.09.2017

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Warten auf JMMC Meeting

Der Markt ist zur Zeit unterversorgt, was an der saisonal hohen Nachfrage und der wirksamen Produktionskürzung der OPEC zur Jahresmitte liegt. Saisonal sollte der globale Ölbedarf in den kommenden Monaten allerdings nachlassen. Steigt die Ölproduktion der USA und anderer Länder bei Preisniveaus von über 50 Dollar in dieser Zeit weiter an, so besteht die Möglichkeit, dass der Markt Anfang kommendes Jahr wieder ein Überangebot aufweist. Dies wird erst Recht dann eintreten, falls die OPEC ihre Produktionskürzungen zu Ende März auslaufen lassen sollten.

Die zuletzt steigenden Preise haben der OPEC den Druck genommen zeitnah weitere Maßnahmen zu beschließen. Das Kartell wird die Entwicklung erst einmal weiter beobachten.

Marktteilnehmer werden daher die Äußerungen der Teilnehmer am JMMC Meeting heute in Wien genau verfolgen und auf Hinweise für die weitere Strategie der OPEC durchleuchten.

Vor allem die Spannungen zwischen den USA, Nordkorea und auch dem Iran haben das Potenzial die Ölpreise zu stützen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

21.09.2017

Deutlicher Preisanstieg zu erwarten – Gasoil mit 2-Jahreshoch

Der Ölmarkt bleibt noch immer unter dem Eindruck einer Ausdehnung der Produktionskürzung, Verlängerung des Deals zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern leicht bullish. Eventuell könnten Libyen und Nigeria bei einer Verlängerung des Deals mit einbezogen werden.

Der Gesamteindruck ist, dass sich die OPEC und Nicht-OPEC Länder im Prinzip schon weitestgehend einig sind, dass die Maßnahmen mindestens verlängert, wenn nicht sogar intensiviert werden müssen. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es der OPEC gelungen den Markt derart zu verknappen, dass sogar eine leichte Unterversorgung vorhanden ist, auch wenn diese zum Teil auf die saisonal hohe Nachfrage im dritten und vierten Quartal zurückzuführen ist.

Die Backwardation Konstellation ist Ausdruck der knapperen Marktlage und gilt somit als ein bullishes Indiz. Dies liegt an der Unsicherheit, wie schnell und stark die US Ölproduktion zulegen wird -denn bei höheren Preisen wird die Förderung wieder rentabler-, sowie an den weiteren Maßnahmen der OPEC. 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

20.09.2017

Bullishe API Daten stützten – Trader warten auf OPEC Meeting am Freitag 

Für die Experten und Analysten bleibt der Ölmarkt derzeit wohl noch weiter schwer einzuschätzen. Während einige Analysten und Banken den Markt bearish einstufen, glauben Experten von einem langfristig anziehenden Ölpreis. Wegen der sinkenden OECD Bestände und der zuletzt reduzierten OPEC Förderung halte man es noch immer für möglich, dass der Durchschnittspreis für Brent im vierten Quartal 2017 auf 60 Dollar steigt, auch wenn das aktuell noch etwas weit weg erscheine.

Sollten die Preise tatsächlich derart stark ansteigen, werden Ölquellen außerhalb der OPEC wieder rentabler. Nicht nur die US Schieferölindustrie sondern auch andere Regionen werden ihre Ölproduktion dann vermutlich deutlich anheben können und die erwartete Produktion an den Ölbörsen durch Verkäufe abhedgen.

Die Aussicht auf zusätzliche Maßnahmen der OPEC (ob Produktionsbegrenzungen für Libyen und Nigeria, weitere Kürzungen oder eine Verlängerung der Laufzeit) bleibt ein bullisher Faktor für die Märkte. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

19.09.2017

WTI Anstieg im Bereich der 50 Dollar gestoppt – Erste technische Verkaufssignale

Der Preisunterschied zwischen den Produkten und Rohöl hat durch die Hurrikans in den USA zugenommen. Nicht nur in den USA sondern global ging die Preisschere auseinander, sodass die Raffinerien derzeit gute Margen einfahren können. Diese Konstellation wird genutzt um Wartungsarbeiten zu verschieben und die Auslastung hoch zu halten.

Stützend wirkt sich allerdings noch aus, dass die OPEC die Produktionskürzungen, die bisher Ende März auslaufen, verlängern will. Die Zustimmung scheint groß zu sein, sodass dies nicht überraschen sollte. Vielmehr stellt sich allerdings die Frage zu welchen Konditionen die Verlängerung beschlossen wird.

Das Aufwärtspotenzial bleibt allerdings in jedem Fall durch die US Ölproduktion begrenzt, sodass selbst eine starke Rallye spätestens im Bereich knapp oberhalb der 55 Dollar (bisheriges Jahreshoch) ausgebremst werden würde.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell moderate Abwärtsspielräume zu gestern an. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bearish

18.09.2017

Fester Start in den Montag - Langzeithochs der Vorwoche blieben in Reichweite

Die Stimmung im Markt hat sich letzte Woche etwas verändert. Die Monatsreports der IEA und OPEC haben die Nachfrageprognose 2017 nach oben korrigiert, während das globale Angebot und die Förderung der OPEC im August abnahmen.

Hinzu kommt, dass die Entwicklung der US Schieferölindustrie derzeit etwas ins Stocken geraten ist, da die Preise für WTI mit unter 50 Dollar für einen nachhaltigen und starken Ausbau noch immer zu niedrig sind.

Die Hurrikan Saison ist zudem noch nicht vorbei. Momentan könnten Jose und Maria noch einmal die US Küste treffen und die Preise stützen.

Ein starker und langfristiger Preisanstieg ist unter Experten dennoch nicht wahrscheinlich. Zum ersten Quartal 2018 wird die Ölnachfrage saisonal wieder sinken. WTI könnte in den kommenden Tagen zwar über 50 Dollar steigen, allerdings werden US Unternehmen einen solchen Preisanstieg nutzen um die Förderung in den US Schieferölgebieten wieder auszubauen.

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

15.09.2017

WTI prallte am 50,45 Dollar Widerstand ab – Nachfrageeinschätzung stützt PreisniveausDer Markt hatte in den letzten Jahren vor allem das Ölangebot im Blick, das man für die Überversorgung an den Märkten verantwortlich machte. Die Produktionskürzungen der OPEC und anderer Länder hatten die Überversorgung zwar reduziert, allerdings nicht genug, um am Markt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen.

Die OPEC wird die Produktionskürzungen 2018 wohl auch über den März hinaus verlängern, dennoch gehen die Preise nicht durch die Decke. Saisonal nimmt die Ölnachfrage im ersten und zweiten Quartal eines Jahres ab. Mit Blick auf den Jahreswechsel kann man daher bereits wieder davon ausgehen, dass die momentan leichte Unterversorgung nicht durchgehend bestehen bleiben wird.

Das Aufwärtspotenzial wird ebenfalls durch die Möglichkeiten der US Schieferölindustrie begrenzt.

In dieser Woche hatten die fundamentalen Rahmenbedingungen einen Preisanstieg der Ölbörsen begünstigt. Zuletzt sei der Preisanstieg allerdings zu extrem gewesen, weshalb nun einige Gewinnmitnahmen folgen könnten.Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 14.09.2017

Preissprung im Inland – Ölbörsen ziehen aIn dem Bericht der IEA, der am meisten beachtete Monatsreport, wurde die Prognose für das globale Ölnachfragewachstum 2017 gestern nach oben korrigiert. Dies ist im Vergleich zu den letzten Monaten eine massive Steigerung. Hinzu kommt, dass die Ölproduktion der OPEC im August gesunken ist und die Quotentreue insgesamt zugenommen hat.

Mit der Entwicklung der letzten Monate, die sich in den Berichten der OPEC und IEA in dieser Woche zeigen, scheint es der OPEC offenbar zu gelingen die Überversorgung vom Markt zu nehmen.

Eine Preisrallye auf 60 Dollar ist trotz allem nicht zu erwarten. Sollten die Preise weiter zulegen steigert dies die Rentabilität der Ölproduktion, sodass die Ölförderung außerhalb der OPEC wieder größere Wachstumsraten erzielen kann. Die 50 Dollar WTI bleiben daher eine "Schallmauer" und ein natürlicher Widerstandsbereich.

Die Futures konsolidieren nach ihrem Anstieg auf hohem Niveau 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

13.09.2017

Bestandsdaten des API ohne Einfluss – OPEC sieht knappere Marktlage

Die OPEC schätzt mit ihrem Monatsreport die Marktlage knapper als zuletzt ein. Die globale Nachfrage 2017/18 wird höher als bisher erwartet, während man die Ölproduktion der Nicht-OPEC Länder gleichzeitig nach unten korrigierte. Dies führt in der Folge zu einem höheren Bedarf an Öl und einer abnehmenden Überversorgung.

Der Bericht der OPEC ist daher stützend für die Marktteilnehmer, während der EIA Bericht dies nicht unbedingt bestätigt. Dieser rechnet für 2018 mit einer geringer Überversorgung, wobei die Markteinschätzung im Vergleich zum Vormonat relativ unverändert blieb.

Die Bestandsveränderungen des API gingen weitestgehend ohne Einfluss am Markt vorüber. Man vermutet, dass die heute Nachmittag vom DOE veröffentlichten Daten im krassen Kontrast zu den Zahlen des API stehen könnten.

Die OPEC wird in ihren Gesprächen zu einer Verlängerung der aktuell geltenden Produktionskürzung über März kommenden Jahres hinaus offenbar immer konkreter. Quellen berichten von einer möglichen Verlängerung des Abkommens bis Ende September 2018.

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 12.09.2017

Futures bleiben nach Hurrikans unter Druck

Die zunächst stützende Wirkung der Hurrikans Harvey und Irma kehrte sich zu Beginn dieser Woche in eine bearishe Einschätzung um. Während Irma in erster Linie für einen geringeren Verbrauch von Treibstoffen und Ölprodukten sorgt, hat Harvey die Rohölnachfrage der Raffinerien reduziert.

Viele Raffinerien, die während Hurrikan Harvey abgeschaltet worden waren, fahren ihre Produktion zwar wieder an oder haben den Normalbetrieb wiederhergestellt. Die geringere Nachfrage der Raffinerien könnte zu einem Anstieg der US Rohölbestände von bis zu 40 Mio. Barrel führen. Im Juli und August nahmen die US Rohölvorräte kontinuierlich ab. Ein derart starker Anstieg könnte den in diesem Zeitraum beobachteten Rückgang allerdings wieder egalisieren.

Mit dem Restart der US Raffinerien und der Öffnung der Exportterminals im Süden der USA nimmt die Nachfrage nach dem US Rohöl wieder zu.

Trader warten heute vor allem auf den OPEC Monatsbericht, sowie die US Ölbestandsdaten.

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

11.09.2017

Irma trifft auf USA – Charttechnik generiert Verkaufsimpulse

Die US Hurrikan Saison ist dieses Jahr aktiver als in all den vergangenen Jahren. Eigentlich nichts ungewöhnliches, auch wenn sich der Markt schon länger nicht mehr in dieser Intensität mit solchen Wetterlagen auseinandersetzen musste. Je nachdem, wo ein Hurrikan auf die USA trifft, hat dieser unterschiedliche Auswirkungen auf die Preisgestaltung an den globalen Märkten. Harvey reduzierte die US Raffinerieauslastung, sodass Versorgungsknappheiten die Preisniveaus nach oben trieben. Irma trifft hingegen nun stärker die Verbrauchernachfrage und weniger Ölförderung oder Raffineriekapazitäten.

Die anhaltenden Gespräche zwischen Russland, Saudi-Arabien und anderen Teilnehmern an den Produktionskürzungen sind derzeit leicht stützend für die Ölpreise. Einen starken Einfluss hat dies allerdings noch nicht. Am wahrscheinlichsten wird über eine Verlängerung des Abkommens von April bis einschließlich Juni 2018 gesprochen.

Wegen der späten Abwärtsbewegung an den Ölbörsen ergeben sich bei Heizöl und Diesel aktuell rechnerisch leichte Abwärtsspielräume.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

08.09.2017

Hurrikan Irma lässt Produktpreise weiter steigen

Die US Ölbestandsdaten werden wohl noch eine ganze Zeit lang durch Hurrikan Harvey verzerrt bleiben und damit an Relevanz verlieren. Dennoch werden Marktteilnehmer die Zahlen weiter im Auge behalten, sollten sich Überraschungen ergeben.

Mit Hurrikan Irma ist auch schon der nächste große Sturm auf seinem Weg in Richtung USA. Auch wenn die Ölindustrie nicht direkt getroffen wird, so dürfte Irma die Preise wohl dennoch stützen, da mit regionalen Engpässen bei der Produkteversorgung zu rechnen ist.

Gerade bei den Produkt-Futures dürfte somit das Kaufinteresse zunächst überwiegen und die Preise vor dem Wochenende weiter stützen, während der Effekt bei den Rohöl-Futures, ähnlich wie bei Hurrikan Harvey, etwas weniger deutlich ausgeprägt sein dürfte.

Die Börse legte gestern Abend noch zu und setzte diese Tendenz auch in den frühen Morgenstunden heute fort und es zeichnen sich weitere Preissteigerungen zum Vortag ab.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish

07.09.2017

Preisanstieg ausgebremst – Irma keine Gefahr für US Ölproduktion

Da Irma offenbar wohl nicht in den Golf von Mexiko eindringen wird, sind keine größeren Ausfälle zu erwarten. Zwar werden die Importe vermutlich abnehmen, da der Schiffsverkehr behindert wird, nach den Raffinerieausfällen in den letzten beiden Wochen sollte allerdings mehr als genügend Rohöl zur Verfügung stehen. Trifft Irma auf Florida, so wird dies die Nachfrage sicherlich dämpfen. Zunächst einmal wird der Sturm daher die Preise tendenziell stützen.

Die Raffinerien im Süden der USA fahren ihre Produktion allmählich wieder hoch und auch die größte Anlage der USA hatte bereits gestern den Restart eingeleitet. Dennoch bleiben etwa 12% der US Raffineriekapazität weiter außer Betrieb.

Trader warten heute auf die US Ölbestandsdaten, die allerdings unberechenbar sein werden. Niemand weiß so recht, wie sich die US Ölbestände wegen Hurrikan Harvey entwickeln werden.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Preissteigerungen an.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

06.09.2017

WTI zieht Ölpreise nach oben – Nächster Hurrikan im Anmarsch

Der Preisunterschied zwischen den Produkt-Futures und Rohöl hatte mit Hurrikan Harvey stark zugenommen. Mit dem Restart der Raffinerien kehrt sich der Einfluss nun um, sodass mit der steigenden Nachfrage nach Rohöl die Preise für Brent und WTI gestützt werden.

Stützend für die Rohölpreise sind zudem die Diskussionen um eine Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern über März kommenden Jahres hinaus. Ebenfalls im Auge zu behalten ist Hurrikan Irma, die Möglichkeit besteht, dass der Sturm in den Golf von Mexiko eindringt und die US Rohölförderung einschränkt.

Die Spannungen mit Nordkorea hatten die Aktienmärkte gestern belastet. Nachdem das Land angeblich eine Wasserstoffbombe besitzt. Ein militärischer Konflikt wird ebenfalls nicht ausgeschlossen und würde die Ölpreise wohl nach oben schnellen lassen.

Mit Spannung sind auch die US Ölbestandsdaten diese Woche zu erwarten, wobei die Verzerrungen durch Hurrikan Harvey unberechenbar sind. Wegen eines US Feiertages werden die Daten heute Nacht veröffentlicht.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

05.09.2017

US Raffinerien fahren hoch – Preisdifferenzen werden wieder ausgepreist

Harvey hatte zu umfangreichen Ausfällen an Raffinerien und Pipelines geführt. Dies hatte Engpässe bei der Verfügbarkeit von Produkten hervorgerufen. Entsprechend stiegen die Produktpreise für Benzin, Diesel und Heizöl an. Tanker wurden in Asien und Europa beladen um Produkte in die USA zu bringen. Auf diese Weise übertrug sich die Preissteigerung in den USA auf den globalen Markt.

Dieser erhöhte Preisunterschied zwischen Produkten und Rohöl wird mit der Normalisierung der Lage in den USA nun allmählich wieder ausgepreist.

Durch diesen Anpassungsmechanismus wird der Markt auch in dieser Woche weiter volatil erwartet. Noch immer sind nicht alle US Raffinerien hochgefahren, allerdings lassen die Berichte vermuten, dass sich die Schäden insgesamt in Grenzen halten und die Anlagen bald wieder normal produzieren können.

Mit Hurrikan Irma ist allerdings schon der nächste Sturm im Anmarsch.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

04.09.2017

Sturm Harvey verliert an Einfluss – Hurrikan Irma könnte Schiffsverkehr behindern

Der Sturm Harvey hat sich nun über dem US Festland aufgelöst. Die Schäden bei den Raffinerien scheinen sich in Grenzen zu halten. Der Hurrikan Irma, der sich über dem Atlantik gebildet hat, nimmt weiter Kurs auf die Karibik. Man geht davon aus dass Irma die US Ostküste entlang nach Norden ziehen und die Verladungen sowie den Schiffsverkehr in der Region behindern wird. Trifft der Sturm jedoch auf Festland, könnte dies die Benzinversorgung der US Ostküste erneut behindern und die Ölpreise damit stützen. Marktteilnehmer werden den Sturm daher weiter im Auge behalten. Die Quotentreue der OPEC soll sich laut der Experten von im August von 92% im Vormonat auf 96% verbessert haben. Die Produktion und Exporte Libyens und Nigerias sind wegen innerpolitischer Probleme und Unruhen zwar reduziert, könnten allerdings wieder deutlich steigen, sowie sich die Lage wieder beruhigt. Russland befürwortet Verlängerung des Deals bis Ende März. Der Markt wird weiter volatil erwartet, während der Preisunterschied zwischen Produkten und Rohöl langsam wieder auf ein Normalniveau zurückkehrt. Das Handelsinteresse an den Ölbörsen ist heute geringer als üblich, da in den USA der Labour Day gefeiert wird.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

01.09.2017

Panikkäufe vor langem US Wochenende treiben die Ölpreise nach oben

Die Folgen von Sturm Harvey halten den Markt weiter in Atem. Die Bestände von Rohöl nehmen zwar zu, allerdings haben die Raffinerien durch die lahmgelegte Infrastruktur derzeit keinen Zugriff auf diese Vorräte, sodass mittlerweile strategische Reserven freigegeben wurden.

Gestern reagierte der Markt schon fast panisch auf die Konstellation. Gestern Abend wechselte bei ICE Brent, NYMEX Heating Oil und NYMEX Benzin der Frontmonat. Wer noch Short-Positionen in den alten Monaten hatte und über kein physisches Öl verfügte, musste diese Positionen unbedingt mit Käufen glattstellen. Vor dem Wochenende wird der Markt weiter volatil bleiben.

Es wird vermutlich noch eine ganze Weile dauern, bis sich der Markt beruhigt und die Infrastruktur in den USA wieder voll einsatzfähig ist.

Durch die Rallye am späten Nachmittag wurden die Inlandspreise nach oben katapultiert. Sowohl bei Heizöl, Diesel als auch bei Benzin ist daher mit massiven Preissteigerungen zu rechnen.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish

31.08.2017 

Rohöl weicher, Produkt-Futures bleiben fest

Sturm Harvey hat den Ölmarkt weiter fest im Griff. Die Auswirkungen des Sturms sind weit über die Landesgrenzen der USA hinaus zu spüren, da die Knappheiten in der Treibstoffversorgung Trader dazu veranlassen Produkte auf anderen Märkten zu kaufen und per Tanker über den Atlantik zu transportieren. Dies treibt die Preise, vor allem aber Benzin nach oben.

Bei den Bestandsdaten des DOE ist in den kommenden Wochen noch weiter mit relativ unkalkulierbaren Verzerrungen zu rechnen, sodass diese Zahlen schwer zu deuten sein werden. Tendenziell ist durch den Einfluss von Harvey allerdings mit Aufbauten bei den Rohölbeständen und Abbauten bei den Treibstoffen zu rechnen.

Bei Inlandspreisen für Heizöl und Diesel deuten sich aktuell nur leichte Preissteigerungen zu gestern an. Bei Benzin ist allerdings mit starken Preissteigerungen zu rechnen, da sich die Knappheiten am US Markt am stärksten auf diesen Treibstoff auswirken.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

30.08.2017

Aufgrund Sturm Harvey – ca. 20% der Raffineriekapazität offline

Bei den gestrigen US Ölbestandesdaten zeigten die Bestände bei Rohöl höhere Abbauten als erwartet. Die Vorräte bei Benzin stiegen leicht an. Sturm Harvey bleibt momentan der wichtigste Faktor für die Ölbörsen. Der Sturm hat die Raffinerieaktivitäten reduziert, sodass die US Anlagen aktuell insgesamt etwa 3,6 Mio. B/T weniger Rohöl als normal verarbeiten. Die Nachfrage nach Rohöl nimmt um diesen Betrag ab. Die Rohölförderung wurde durch den Sturm zwar ebenfalls getroffen, allerdings sind die Ausfälle bei Weitem nicht so umfangreich wie bei den Raffinerien. Für Rohöl bedeutet dies, dass in dieser Zeit ein Überangebot am US Markt generiert wird, das durch die geschlossenen Exportterminals an den Häfen nicht abtransportiert werden kann. Während die Preise für WTI durch den Sturm belastet werden, sorgen Abschaltungen an Raffinerien und Pipelines auf der Produktseite für Knappheiten. Die Marktteilnehmer reagierten gestern kaum auf die API Zahlen, oder auf die immer noch bullishen Produktionsausfälle Libyen. Heute Nachmittag werden die DOE Daten die Bestandsveränderungen und Zahlen zur Nachfrage, den Importen und der Rohölförderung liefern.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

29.08.2017

Ölbörsen durch Sturm Harvey volatil – Produktionskürzungen könnten verlängert werden

Der Einfluss von Sturm Harvey ist bearish für Rohöl und bullish für Produkte. Dieses Spannungsfeld erzeugt eine hohe Volatilität, da es für den Markt schwer abzuschätzen ist, welcher Einfluss wie lange überwiegt. Die Raffinerieausfälle könnten deutliche Bestandsaufbauten bei Rohöl verursachen.

Die USA exportieren in der Regel Produkte nach Südamerika, sind nun in der Versorgung allerdings auf Importe angewiesen. Südamerikanische Länder werden nun andere Bezugsquellen zur Überbrückung suchen müssen. Die Konstellation hat damit das Potenzial die Versorgungslage bei Benzin nicht nur regional sondern auch global zu verknappen.

Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsdaten, die zur Wochenmitte auf der Agenda stehen. Die Produktionsausfälle in Libyen werden derzeit weniger intensiv im Markt diskutiert, bleiben aber dennoch eine stützende Komponente.

Die Futures haben sich von den späten Tagestiefs gestern wieder erholt, bleiben allerdings noch unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

28.08.2017

Preissprung durch Hurrikan Harvey – Libyens Ölförderung gesunken

Dem Ölhandel steht in dieser Woche vermutlich eine sehr volatile Woche bevor. Hurrikan Harvey sorgt für größere Probleme an der texanischen Küste als zunächst vermutet, wobei vor allem die Verfügbarkeit von Produkten betroffen ist. Dies lässt die Produktpreise deutlich steigen, während die Rohöl-Futures weniger stark nachziehen. Der Preisunterschied zwischen Produkte und Rohöl (Spread) nimmt daher zu und baut Spannungen im Markt auf.

Sturm Harvey befindet sich noch immer über Texas und sorgt weiter für Probleme bei der Versorgung. Erst wenn mit den Aufräumarbeiten begonnen wird können Experten abschätzen, wie stark die Schäden und Ausfälle sein werden.

Stützend sind aber auch die Meldungen aus Libyen, wo die Probleme mit blockierten Pipelines durch bewaffnete Gruppen nicht abzunehmen scheinen.

Dieser Entwicklung wirkt allerdings der schwächere Dollar-Kurs entgegen, der die gehandelten Ölpreise für das Inland günstiger macht.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

25.08.2017

Rohöl günstiger, Produkte teurer – Hurrikan Harvey stärker als erwartet

Kurzfristig ist Hurrikan Harvey im Golf von Mexiko im Zentrum des Interesses für die Marktteilnehmer an den Ölbörsen. Erfahrungsgemäß überwiegt bei einem Sturm zunächst allerdings der bullishe Einfluss. Die meisten Marktteilnehmer werden nicht bereit sein Short-Positionen aufzubauen, wenn Produktengpässe oder Schäden und längere Raffinerieausfälle drohen. Harvey sollte die Preise an ICE und NYMEX daher tendenziell stützen.

Langfristig bleibt daher das Spannungsfeld aus einer kurzfristigen Unterversorgung und einer erneut drohenden Überversorgung in 2018 bestehen, wenn Libyen, Nigeria und USA ihre Ölförderung weiter steigern können, die saisonale Nachfrage im ersten Halbjahr 2018 sinkt und die koordinierten Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern womöglich auslaufen.

Wegen des stützenden Einflusses von Hurrikan Harvey ist mit steigenden Inlandspreisen bei Heizöl und Diesel zu rechnen. Anders bei Benzin: hier deuten sich saftige Preissteigerungen an, auch in Bezug auf die Bahn- und Transportprobleme in Deutschland.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

24.08.2017

Preissprung nach DOE Daten – Hurrikan nimmt Kurs auf US Küste

Die US Rohölbestände sind in der achten Woche in Folge gesunken und deuten weiter daraufhin, dass die Kürzungen bei Produktion und Exporten der OPEC mit Nicht-OPEC Ländern ihre Wirkung zeigen. Der Markt reagiert zwar auf die knappere Verfügbarkeit, allerdings bleibt das Grundproblem bestehen, ob die Kürzungen ausreichen werden, damit die Bestände auch dann noch sinken, wenn die US Ölförderung steigt, Libyen und Nigeria unverändert auf hohem Niveau fördern und die Raffinerienachfrage nach Rohöl durch Wartungsarbeiten ab September schrumpft.

Wegen des tropischen Tiefdruckgebiets im Golf von Mexiko hält man sich derzeit mit Short-Positionen zurück. Der Sturm könnte Ölförderung und die Produktion an den Raffinerien negativ beeinflussen, was die Preise tendenziell stützt.

Nach der Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen gestern Nachmittag deuten sich heute Morgen deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

23.08.2017

Futures nach API weicher – Erneute Probleme am Sharara Ölfeld

Die libysche Ölförderung erweist sich in den letzten Tagen als etwas unzuverlässig. Hier kommt es in dieser Woche bereits zum zweiten Ausfall am Sharara Ölfeld. Die Probleme scheinen allerdings relativ von kurzer Dauer zu sein.

Trader werden heute wieder die US Ölbestandsdaten des DOE nutzen, um die Marktlage einzuschätzen. Wegen der relativ niedrigen Preise von WTI zu Brent ist mit hohen US Rohölexporten zu rechnen, während die Raffinerieaktivität zwar rückläufig aber dennoch auf hohem Niveau erwartet wird. Jedoch steigt die US Ölproduktion derzeit stark an und könnte ein neues Rekordniveau erreichen. Zudem haben Trader bereits das Ende der nachfrageintensiven Sommermonate im Fokus, womit der Bedarf an Rohöl wieder sinken wird.

Entsprechend stehen die Daten des DOE heute Nachmittag im Fokus, während man mit einem Auge auch nach Wien auf das Meeting von OPEC und Nicht-OPEC Ländern schaut.

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

22.08.2017

Fester Start nach starken Vortagesverlusten – Ende der Sommernachfrage im Blick

Unterdessen hat sich am Markt zum Wochenauftakt insgesamt wenig Neues ergeben. Kurzfristig bleibt das Angebotsdefizit mit abnehmenden Beständen bestehen. Die knappe Marktlage ist sicherlich auf die Produktionskürzungen der OPEC zurückzuführen, allerdings begünstigt die saisonal starke Sommernachfrage diese Entwicklung ebenfalls. Im September wird diese Nachfrage dann sinken, wenn die US Raffinerien Wartungsarbeiten durchführen. Dann könnten sich wieder Bestandsaufbauten bei Rohöl ergeben.

Im kommenden Jahr steht dann auch noch das Ende des aktuell laufenden Deals zwischen OPEC und Nicht-OPEC Länder an. Das Spannungsfeld aus einer kurzfristig bullishen Unterversorgung und einer langfristig zu erwarteten Rückkehr zum Überangebot bleibt damit weiter bestehen und hält die WTI Futures in einer Handelsspanne von etwa 45 bis 50 Dollar.

Bezüglich der OPEC wartet man in dieser Woche auf Ergebnisse vom technischen Meeting mit Nicht-OPEC Ländern in Wien, das gestern begonnen hat und bis Freitag andauern soll.

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

21.08..2017

Preissprung nach Raffinerieausfällen in den USA

Der Preissprung am Freitag wurde durch einen erneuten Raffinerieausfall in den USA verursacht. Da der Einfluss auf die Produktion allerdings klein sein soll, ist es nicht auszuschließen, dass der Preissprung etwas übertrieben gewesen ist.

Der Markt wird insgesamt knapper - da sind sich die Experten derzeit relativ einig. Abzulesen ist dies vor allem an den wöchentlichen US Ölbestandsdaten, aber auch an den monatlichen Berichten von IEA, EIA und OPEC. Die Rohölbestände fallen, aber die Frage über die Nachhaltigkeit ist noch nicht beantwortet.

Die Preise gehen dennoch nicht durch die Decke, denn der saisonale Nachfrageschub ebbt in der Regel zum September ab, wenn die meisten Raffinerien Wartungsarbeiten durchführen und der Bedarf an Rohöl somit sinkt. Der Markt bleibt somit weiter in einem Spannungsfeld aus einer kurzfristig bullishen Konstellation, einer langfristig allerdings eher bearishen Markteinschätzung.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish

18.08.2017

Technische Kaufsignale stützen – Futures erholen sich von 3-Wochentiefs

Die OPEC befindet sich auf einem guten Weg, die Bestände zu reduzieren und den Markt damit in ein Gleichgewicht zu bringen. Wann dieser Prozess allerdings abgeschlossen ist, ist schwierig zu sagen. Ende August und Anfang September führen viele Anlagen Wartungsarbeiten durch, wodurch sich der Bedarf an Rohöl reduziert.

Die starken Abbauten bei den Beständen ergeben sich daher aus der Kombination einer hohen Sommernachfrage der Raffinerien, dem höheren Eigenbedarf der OPEC Länder im Sommer zum Betreiben von Klimaanlagen sowie den bestehenden Produktionskürzungen. Auch wenn die Quotentreue der OPEC in den letzten Monaten gesunken ist, so werden die Bestände durch die hohe Nachfrage abgebaut.

Während der Ausfall einer Shell Raffinerie in den USA die Preise leicht stützt, sieht man hinter dem aktuellen Preisanstieg vor allem eine Gegenreaktion zu den starken Verlusten der letzten Tagen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

17.08.2017

Nach US Ölbestandsdaten – Futures mit 3-Wochentief

Die US Ölbestände sind zu einem Schätzwert für die Entwicklung der globalen Ölbestände geworden. Seit den Höchstständen im März sind die US Rohölvorräte um etwa 13% gesunken und liegen damit auch deutlich unterhalb der Niveaus vom letzten Jahr zu dieser Jahreszeit (490,5 Mio. Barrel). Setzen sich die starken Bestandsabbauten bei Rohöl weiter fort, könnte die Überversorgung in den USA Mitte Dezember vorbei sein.

Die aktuellen Daten des DOE deuten darauf hin, dass die Produktionskürzungen der OPEC ihre Wirkung zeigen. Die Preisniveaus sagen allerdings ganz klar, dass der Markt skeptisch bleibt. Die EIA korrigiert bei ihren Reports für die Monatsproduktion die Zahlen zwar regelmäßig nach unten, der Trend in der US Ölproduktion ist dennoch eindeutig und begrenzt damit die Aufwärtspotenziale an den Börsen.

In den frühen Morgenstunden kommen die Ölpreise leicht von den 3 Wochentiefs zurück, was nach einem derart starken Preisverfall wie gestern Abend nicht unüblich ist.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral bis bearish

16.802017

Futures ziehen in der Nacht wieder an – API meldet deutliche Abbauten

Die hohe Sommernachfrage, mit der WTI in den Bereich der 50 Dollar stieg, scheint abzuflauen. Vor allem die geringe Verarbeitung der Raffinerien in China hat dem Aufwärtspotenzial einen Dämpfer verpasst. Daran ändert auch der Trend der aktuell sinkenden US Ölbestände nichts, die während der Sommermonate ohnehin tendenziell sinken.

Vor allem in den USA scheint die Rohölproduktion gut zu laufen, denn man rechnet hier für September mit einer Rekordproduktion der Schieferölförderung. Dazu hat die Quotentreue der OPEC im Juli weiter abgenommen, während Libyen und Nigeria ihre Ölförderung hoch halten.

Mit dem Ende der starken Sommernachfrage vor Augen, wenn die Raffinerien im September mit ihren Wartungszyklen beginnen, ergibt sich insgesamt ein sehr begrenztes Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen. Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsveränderungen des DOE, die die Preise stützen könnten.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral

15.08.2017

Nachfrage in China und US Ölproduktion – Futures geben in der Nacht deutlich nach

Die chinesischen Rohölimporte waren dieses Jahr erstaunlich hoch, was dazu beigetragen hat, dass die Ölnachfrage in diesem Jahr bisher besser als erwartet ausgefallen ist In China zeichnet sich nun aber bereits eine Schwäche der Raffinerieauslastung ab, die so niedrig wie seit September 2016 nicht mehr gewesen sein soll. Dies deutet auf ein Abflauen des Bedarfs und steigende Vorräte hin.

In den kommenden Wochen rechnet man auch mit einer spürbar nachlassenden Nachfrage in den USA und anderen Ländern, wenn die Sommersaison vorbei ist. Mit dem Ende der Fahrsaison vor der Brust, tun sich die Marktteilnehmer schwer sich für Long-Positionen zu begeistern, zumal die OPEC Quotentreue zuletzt gesunken ist und das Kartell im Juli so viel Rohöl wie seit letztem Jahr nicht mehr gefördert hat.

Durch das insgesamt limitierte Aufwärtspotenzial orientieren sich die Futures daher erst einmal nach unten, zumal auch die steigende Rohölförderung der USA belastet.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral

14.08.2017

Stagnation unter 50 Dollar WTI – Keine neuen Impulse zum Wochenstart

Die sinkenden US Ölbestände der letzten Wochen waren für viele Marktteilnehmer ein Indiz, dass der Markt auf dem besten Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis ist und die Produktionskürzungen der OPEC ihren Effekt zeigen.

Die Quotentreue der OPEC ist im Juli zudem gesunken und damit deutlich niedriger als die Werte in der ersten Jahreshälfte. Laut IEA fördern die 22 Länder, die an den Produktionskürzungen beteiligt sind, mehr Rohöl als vereinbart.

Marktteilnehmer werden in den kommenden Monaten darauf achten, ob sich die Quotentreue der OPEC wie angekündigt wieder verbessert, oder die Anzahl der Abweichler zunimmt. Je näher das Ende einer koordinierten Produktionskürzung kommt, desto stärker neigen die Länder dazu von den Vorgaben abzuweichen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dies verhindert, dass die Preise momentan deutlich und dauerhaft über die 50 Dollar-Marke steigen.

Heute Morgen bleiben die Preise in etwa im Bereich ihrer Freitagshochs, da neue richtungsweisende Impulse fehlen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

11.08.2017

Immer noch kein Ende der Überversorgung in Sicht?

Im gestern veröffentlichen Monatsbericht der OPEC wird das Nachfragewachstum für die Jahre 2017 und 2018 höher eingeschätzt als erwartet. Weiter geht man davon aus, dass die Produktionsmenge von Nicht-OPEC Ländern schwächer sein wird als zuletzt einschätzt. Unterm Strich bedeutet dies, dass mehr Öl von der OPEC benötigt wird und sich die Marktlage verknappen wird. Wird der Deal zur Begrenzung der Produktionsmenge im kommenden Jahr beendet, würde die Ölförderung der OPEC um über 1 Mio. B/T zulegen, sodass die Produktion dann bei knapp 34 Mio. B/T liegen würde. Für das Gesamtjahr 2017 sowie 2018 schätzt das Kartell die Nachfrage nach OPEC Öl allerdings auf 32,4 Mio. B/T, sodass im kommenden Jahr wieder eine erhebliche Überversorgung droht, somit zeichnet sich noch immer kein Ende der chronischen Überversorgung ab. Der Konflikt zwischen Nordkorea und er USA belastet die Öl Börsen und könnte die Risikoprämien erhöhen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish

10.08.2017

Futures nach DOE in der Nacht fester

Die Preisniveaus bleiben an den Ölbörsen weiter auf hohem Niveau im Bereich des oberen Endes der Konsolidierungsspanne. Die Nachfrage ist derzeit hoch, doch nimmt diese im Herbst und Anfang Winter saisonal wieder ab, wenn die Raffinerien ihren Wartungszyklus beginnen. Trader wollen zudem erst einmal abwarten, ob es der OPEC tatsächlich gelingt die Quoten besser einzuhalten.

Die US Ölbestandsdaten von gestern hatten letztlich zwar einen leicht bullishen Einfluss, doch die hohen Benzinbestände sind ein Warnzeichen. Die Raffinerien verbrauchen viel Rohöl, produzieren aber auch viel Benzin, sodass die enormen Benzinbestände bei einem sinkenden Bedarf den Druck auf die Preise erhöhen können.

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea ist ein zweiseitiges Schwert für die Ölpreise, wobei die sich momentan aufbauende Drohkulisse noch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Ölpreise hat.

Für heute erwarten wir moderate Preissteigerungen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

09.08.2017

Konsolidierungsphase setzt sich fort – WTI bleibt knapp unterhalb 50 Dollar

Die bereits in der letzten Woche angekündigte Konsolidierung unterhalb der 50 Dollar-Marke WTI hat sich auch gestern weiter fortgesetzt. Die OPEC beteuert zwar immer wieder die Produktionskürzungen einhalten zu wollen, während die Nachfrage in den letzten Wochen nach oben korrigiert wurde, für einen Anstieg über die 50 Dollar reicht dies bislang allerdings nicht.

Der Markt ist in diesem Sommer durch die Kombination einer höheren Nachfrage und der - zumindest weitgehenden - Umsetzung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern dennoch spürbar knapper geworden. Allerdings ist damit zu rechnen, dass ein deutlicher Anstieg über die 50 Dollar-Marke zu Verkäufen durch Hedgings der US Ölindustrie führen wird.

Trader warten nun aber noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Die Wiederinbetriebnahme der Pernis Raffinerie könnte einen bearishen Einfluss auf die Ölpreise haben, da dies die Produktverfügbarkeit in Europa wieder verbessert.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

08.08.2017

Futures vor OPEC Meeting weicher – 50 Dollar bleiben in Reichweite

Die OPEC hatte im Juli eine neue Höchstmarke für die Ölförderung 2017 und bei den Rohölexporten sogar einen neuen Rekord aufgestellt. Darauf deuten zumindest die vorläufigen Zahlen hin. Dafür zeichnet sich aber auch bei der Nachfrage ein positiver Trend ab. Durch diese hohe Nachfrage sind auch die Ölbestände zurückgegangen, selbst im Rekordmonat Juli. Dieser Umstand hält die Futures im Bereich der 50 Dollar Marke bei WTI.

Oberhalb dieser Marke nehmen die Investitionen in die Ölförderung wieder deutlich zu. Hedgings durch die US Ölproduzenten wirken wie eine Art natürlicher Widerstand, so lange keine Aussicht besteht, dass der Markt die Mehrmengen aufnehmen kann. Vorerst bleibt der Markt aber in seiner Konsolidierungsphase unterhalb der 50 Dollar. Das Aufwärtspotenzial sollte aber auch bei bullishen Meldungen eher begrenzt sein, da die US Ölindustrie schnell auf steigende Preise reagiert und ihre Produktion steigern kann.

Die Futures handeln, im Vergleich zu gestern Nachmittag etwas fester.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

07.08.2017

Konsolidierung auf hohem Niveau – WTI bleibt unterhalb der 50 Dollar-Marke

Die Ölpreise an den Börsen in London und New York legten im letzten Monat zwar deutlich zu, allerdings scheint im Bereich der 50 Dollar das Aufwärtspotenzial beendet zu sein. Oberhalb dieses Niveaus hatten US Ölproduzenten ihre Ölförderung stark ausbauen und durch Verkäufe absichern können. Diese Verkäufe fungieren auch jetzt wieder als eine Art natürlicher Widerstand.

Die Produktionskürzungen der OPEC, in Verbindung mit der steigenden Nachfrage in den Sommermonaten, haben die weltweiten Ölbestände in den letzten Monaten zwar reduziert, im Juli kletterte die Ölförderung des Kartells allerdings deutlich.

Heute und Morgen treffen sich OPEC und Nicht-OPEC Länder in Abu Dhabi zu einem weiteren technischen Meeting, bei dem es um die Einhaltung der Produktionsquoten gehen wird. Eine offizielle Quote für Libyen und Nigeria könnten ebenfalls mit auf die Agenda kommen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

04.08.2017

Höhere Preise beflügelt die Fracking Industrie

US Ölförderer steigern ihre Produktion weiter. Die vorgelegten Daten weisen darauf hin, dass die US Ölförderung im kommenden Jahr die Rekordmarke von 10 Mio. B/T erreichen wird. US Ölunternehmen sichern sich jetzt die Preise bereits ab, so können sie bei steigenden Rohölpreisen, die aktuell im Bereich der 50 Dollar liegen, neue Projekte umsetzen. Sind die Preise hoch genug damit die Förderung einer Ölquelle wirtschaftlich sinnvoll ist, verkaufen die Unternehmen die geplante Ölproduktion von dieser Quelle über die Futures Märkte schon bevor diese fertig erschlossen ist. Dies ist möglich, da über Futures auch Öl für die kommenden Jahre bereits heute gekauft und verkauft werden kann, so rentieren die Projekte auch bei wieder fallenden Preisen. Ausserdem arbeiten sie an der Effizienz der Anlagen, Ziel ist es bereits bei einem Preis von 40 Dollar pro Barrel rentabel zu sein.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

03.08.2017

Preise nach US Bestandsdaten fester

Die US Ölbestände haben zwar abgenommen und bestätigen damit einmal mehr die bullishe Situation. Marktteilnehmer werden in den kommenden Wochen abwarten, ob sich die OPEC wieder stärker an die vereinbarten Produktionskürzungen halten wird und die angekündigten Exportkürzungen für die USA und andere Länder Auswirkungen auf die Ölbestandsentwicklung haben werden. Im Hinterkopf hat man sicherlich auch schon das bevorstehende Ende der US Fahrsaison, die im September ausläuft.

Nicht unterschätzt werden darf das Hedging der US Unternehmen, die sich auf Preisniveaus von um die 50 Dollar eingestellt haben. Viele Unternehmen können bei diesen Preisen neue Projekte wirtschaftlich erschließen. Steigen die Preise daher über 50 Dollar, nimmt der Verkaufsdruck somit zu.

Die Stimmung im Markt ist in den letzten beiden Wochen durchaus bullish geworden, was die Notierungen stützt. Die Aufwärtspotenziale bleiben allerdings oberhalb der 50 Dollar stark limitiert.

Für heute deuten sich somit leichte Aufwärtsspielräume an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

02.08.2017

Charttechnische Abwärtskorrektur – API meldet unerwartete Rohölaufbauten

Produktionsausfälle in Nigeria, die erneute Beteuerung der OPEC, Produktion und Exporte zu limitieren, eine hohe Sommernachfrage, US Ölbestandsabbauten sowie ein nur noch geringes Wachstum bei den US Ölbohranlagen waren in den letzten Wochen die Signale, die auf eine Verknappung des Marktes hindeuteten. Die Maßnahmen der OPEC schienen zu fruchten, sodass WTI mit einer Rallye bis in den Bereich der 50 Dollar kletterte.

Dieses Niveau ist für den Markt ein Schlüsselbereich, denn mit steigenden Preisen wird die US Schieferölproduktion immer rentabler. Die 50 Dollar WTI sind daher zu einer Art Fixpunkt geworden.

Hinzu kommt, dass die Rohölförderung der OPEC im Juli offenbar auf ein neues Jahreshoch gestiegen ist. Neben der Produktion sollen aber auch die Rohölexporte im Juli zugenommen haben. Darauf deuten zumindest Schiffsdaten hin.

Für heute steht sicherlich der US Ölbestandsbericht des DOE um 16:30 Uhr im Fokus, nachdem das API Abbauten für Rohöl meldete.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bearish

28.07.2017

Nach Aufwärtsbewegung – folgen vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen?

Diese Woche nahm bisher eine relativ bullishe Entwicklung. Die Zusage Saudi-Arabiens, Kuwaits und der Vereinten Arabischen Emirate die Exporte zu kürzen, haben der OPEC geholfen die Preise zu stabilisieren. Noch Anfang Juli nahmen die Zweifel an der Wirksamkeit der Produktionskürzungen zu, nachdem die Quotentreue des Kartells im Juni gesunken ist.

Auch aus den USA kamen diese Woche bullishe Faktoren. Die Nachfrage nach Produkten ist in den Sommermonaten ziemlich solide und die Bestände fallen unterdessen ungewöhnlich stark. Zusammen mit den Maßnahmen der OPEC ergibt sich ein Gesamtbild, das darauf hindeutet, dass sich der Markt auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis befindet.

Auch wenn die Lage momentan kurzfristig leicht bullish geworden ist, darf nicht vergessen werden, dass die hohe Nachfrage saisonal ist und ab etwa September, mit den saisonalen Wartungsarbeiten wieder abnimmt.

Bleiben nun weiter stützende Meldungen aus, so könnte sich vor dem Wochenende eine gute Gelegenheit für Gewinnmitnahmen bieten.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

27.07.2017

Preise ziehen nach US Öl-Bestandesdaten DOE nochmals an

Unterm Strich ist die US Ölnachfrage zur Sommersaison sehr positiv zu beurteilen. Die Vorräte sind das 4. Mal hintereinander geschrumpft. Historisch gesehen sind die Vorräte immer noch auf einem hohen Niveau, jedoch sind seit Ende März mehr als 50 Mio. B/T aus den Lagertanks verschwunden. Nach dem Meeting der OPEC mit den Nicht- Opec Ländern reduzieren Kuwait wie auch die Vereinten Arabischen Emirate Ihre Exporte. Die Anzeichen darüber, dass die Strategie der OPEC funktioniert scheinen sich  zu verdichten. Doch Länder wie Brasilien, Kasachstan oder aber auch der Irak hatten angekündigt ihre Produktionskapazitäten steigern zu wollen. Auch aus Westafrika und der Nordsee könnten zusätzliche Mengen auf den Markt kommen, weshalb die zukünftigen Öl-Bestände langfristig schwierig einzuschätzen sind.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

26.07.2017

Bullishe Stimmung am Ölmarkt lässt Preise steigen

In Venezuela treibt der Präsident Maduro eine umstrittene Verfassungsreform voran, die international scharf kritisiert wird.. Die USA kündigt Sanktionen für Venezuela an, dies könnte auch die Rohölimporte betreffen. Barclays warnte daraufhin vor einer Risikoprämie - dies könnte die Ölpreise um 5 bis 7 Dollar anheben. Saudi-Arabien hat angekündigt seine Exporte drastisch kürzen, Nigeria soll neu eine Obergrenze für Exporte erhalten und die Einhaltung der Quotentreue innerhalb des OPEC-Abkommens soll stärker durchgesetzt werden. Da Nigeria eine Pipeline abschalten musste, wird die Exportmenge eh vorübergehend kleiner werden. Libyen ist bereits nahe an der Obergrenze seiner Produktionskapazitäten angelangt. Die US Schieferölproduktion scheint zu stocken da US Ölunternehmen weniger investieren. Die US Ölbestandsveränderungen API zeigten gestern viel höhere Rohölabbauten als erwartet. Zusammen mit der saisonal steigenden Ölnachfrage, sind die Meldungen aktuell sehr bullish was an der Börse zu steigenden Preisen führt.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish

25.07.2017

Preise nach OPEC Meeting stabilisiert – Rohöl am Morgen mit festem Start

In den USA sollen die Ölbestände letzte Woche erneut gefallen sein. Kurzfristig zur Verfügung gestellte und teurere Lagermöglichkeiten werden wieder abgeschafft, da man offenbar nicht davon ausgeht, dass die Ölbestände kurzfristig an ihre Kapazitätsgrenzen stossen werden.

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder haben beschlossen die Produktionskürzungen weiter durchzusetzen. Saudi-Arabien sprach von nicht näher genannten Mechanismen, mit denen man eine höhere Einhaltung garantieren wolle. Rückgänge bei den Exporten sind in den Sommermonaten nicht unüblich, da die Ölproduzenten im Nahen Osten mehr Öl für den Eigenbedarf benötigen. Zudem hatten die Saudis Exportkürzungen in entsprechendem Umfang bereits vor zwei Wochen angekündigt.

Für die OPEC bleibt das langfristige Problem allerdings bestehen, wie man die Maßnahmen im kommenden Jahr zurückführen will, ohne den Markt mit einem Schlag mit Öl zu überfluten. Nun wartet man am Markt auf die anstehenden US Ölbestandsdaten.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

24.07.2017

Warten auf OPEC Meeting – Preise nach Einbruch kaum verändert

Die OPEC hat sich mit dem Beginn der Sommermonate nicht mehr so strikt wie noch im Frühjahr an die vereinbarten Kürzungen gehalten. Dies dürfte vor allem an der saisonalen Nachfrage liegen.

Die OPEC gibt vor dem heutigen Meeting zu, dass man sich dem Ziel eines ausgeglichenen Marktes langsamer als erwartet nähere. Auch die US Ölproduktion legte in den letzten Wochen immer wieder zu und wird in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigend erwartet.

Wie die OPEC mit diesen Herausforderungen umgehen will, könnte sich bei den beiden Meetings klären. Die OPEC bleibt allerdings in einer Zwickmühle gefangen. Kürzt sie die Produktion weiter und hebt damit die Ölpreise an, nimmt die Ölförderung außerhalb des Kartells zu und vor allem die US Schieferölproduzenten dürften mit Investitionssteigerungen dankbar reagieren. Langfristig gesehen gibt es daher kaum Perspektive für eine Preisrallye, sollte es nicht unvorhersehbare Störungen im Angebot geben.

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish

21.07.2017

Gewinnmitnahmen und fester Euro – Abwärtspotenzial bei Inlandspreisen

Aktuell betreiben Marktteilnehmer vor allem Positionsmanagement, Die Unsicherheit ist relativ gross was OPEC und Nicht-OPEC Länder am Wochenende und nächste Woche Donnerstag beschließen werden. Der gestrige Durchbruch der 50 Dollar bei Brent hat vermutlich einige Marktteilnehmer dazu verleitet Gewinne mitzunehmen. In den letzten Tagen ist die Stimmung an den Ölbörsen von bearishen zu bullish gekippt, nachdem die US Ölbestände in den letzten Wochen kontinuierlich gesunken sind.

Auf der anderen Seite bleibt aber das Potenzial Libyens, dessen Ölproduktion gestiegen ist. Auch Nigeria hat das Potenzial seine Förderung noch deutlich zu steigern. Auch die US Ölproduktion begrenzt das Aufwärtspotenzial der Preise. Die Produktion steigt stetig.

Ziehen die Preisniveaus an den Ölbörsen zu stark an, so reagieren die US Unternehmen sofort und erschließen mehr Ölquellen. Die OPEC ist daher in ihren Fähigkeiten begrenzt was Preissteigerungen angeht. Für die OPEC bleibt der Markt daher ein Drahtseilakt.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

20.07.2017

Futures nach bullishem DOE Bericht nahe Monatshochs

Der Markt war in diesem Jahr sehr ungeduldig. Mit der Ankündigung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern, setzte man zu Jahresbeginn sehr schnell auf steigende Preise. Nachdem die Bestände aber nicht wie gedacht gesunken sind, verlor man im März die Geduld. Bestandsabbauten, worauf man das ganze Jahr gewartet hatte, lassen sich nun aber bei den US Ölvorräten beobachten. Was die Raffinerien produzieren wird auch verbraucht, sodass die Bestände langsam aber stetig abnehmen. Für Trader sind die US Vorräte eines der wichtigsten Indizien, wenn es darum geht die Produktionskürzungen der OPEC auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Durch die positive Nachfrageentwicklung hat sich die Stimmung am Markt leicht zum bullishen verändert. Zu sehr können die Preise aber nicht steigen, denn dann würde die US Ölförderung wieder zulegen und die Verfügbarkeit erhöhen.

Für heute ergeben sich daher deutliche Preisanpassungen nach oben.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

19.07.2017

Steigende US- Schieferölproduktion für August?

Der aktuell günstige Dollar macht die in US Dollar gehandelten Futures interessanter für Investoren aus Europa und anderen Regionen und sorgt somit für Kaufinteresse an den Öl Börsen. Die US Ölbestandes-Veränderungen bei API haben bullishe wie auch bearishe Komponenten, zum einen weisen die höher als erwarteten Benzin- und Destillatbestände auf eine hohe Nachfrage hin, was üblich ist zu dieser Jahreszeit, zum anderen gibt es wieder Aufbauten anstatt Abbauten beim Rohöl. Die Marktteilnehmer warten nun darauf, ob die US Ölbestandsdaten des DOE die API Daten bestätigen. Neue Spekulationen über evtl. geplante stärkere Export- Kürzungen von Saudi Arabien bringt wieder Unruhe in die Börse… Im August wird mit einer steigenden US- Schieferölproduktion gerechnet. Der Bericht der EIA gab an, dass die Anzahl der gebohrten aber nicht vollständig erschlossenen Ölquellen in den USA – sogenannte DUC's - im Juni binnen einen Monats von 5.877 auf 6.031 gestiegen ist. Da diese Öl-Quellen nur wieder in Betrieb genommen werden müssen, geht dies vergleichsweise schnell, da das Öl bereits gefunden und die Reservoirs angebohrt wurden. Die hohe Anzahl an DUC's bedeutet daher, dass die Produzenten bei einem Preisanstieg ihre Förderkapazitäten relativ schnell steigern können.

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

18.07.2017

Ecuador verabschiedet sich von Produktionskürzungen – Futures geben nach

Die OPEC bleibt unter Druck, nachdem Ecuador nun offenbar einseitig die Einhaltung des Produktionsabkommens aufgekündigt hat. Zudem hielt sich die OPEC schon im Juni nicht mehr ganz so strikt wie in den letzten Monaten an das Abkommen. Die IEA ging von einer Quotentreue von 78% aus. Nach der Aktion Ecuadors könnten die Abweichungen der anderen Produzenten nun zunehmen, was die Preise sicherlich stark unter Druck setzen würde. Bleibt abzuwarten, wie sich die OPEC Mitglieder in den kommenden Tagen dazu äußern, insbesondere mit Blick auf die Anstehenden Meetings kommende Woche Montag und Donnerstag.

Die Marktteilnehmer sind daher etwas verunsichert, es ist ein ständiges hin und her zwischen belastenden Meldungen zum Angebot und stützenden Einflüssen der Nachfrage.

Marktteilnehmer warten in dieser Woche wieder gespannt auf die US Ölbestandsdaten und ob sich die Abbauten der letzten Wochen weiter fortschreiben. Die Rheinfrachten sind erneut gestiegen und die Lage bleibt nach wie vor angespannt.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish   

17.07.2017

Fester Start in die Woche – Warten auf OPEC

Die Geschwindigkeit, mit der die US Unternehmen neue Ölbohranlagen in Betrieb nehmen, schwächte sich in den letzten Wochen spürbar ab. Durch eine zeitliche Verzögerung von etwa 6 bis 9 Monaten wird sich dies aber erst im kommenden Jahr als Schwächephase beim US Ölproduktionswachstum zeigen.

Zusammen mit den in den letzten Wochen sinkenden US Ölbeständen und der Anhebung der Wachstumsprognose der IEA für die Ölnachfrage 2017, gibt es aktuell eine etwas positivere Stimmung im Markt als noch zuletzt. Shell Nigeria meldete Force Majeure auf seine Lieferungen, sodass sich auch das Produktionswachstum der letzten Monate abschwächen könnte.

Insgesamt zeigten die Monatsreports der letzten Wochen allerdings, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Versorgungslage 2018 besonders knapp werden wird. Sollten OPEC und Nicht-OPEC Länder ihre Produktionskürzungen beenden, so droht dem Markt gar eine drastische Überversorgung.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen insgesamt weiter Aufwärtsspielräume an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral        

14.07.2017

Bearishe Monatsberichte können Preise nicht nachhaltig drücken

Mehrere Experten und Analysten glauben, dass die OPEC die Produktionskürzungen intensivieren müsste, um die globalen Ölbestände schneller abzubauen. Mit einer solchen Maßnahme würde sich die OPEC allerdings ins eigene Fleisch schneiden, denn dies würde die Preise steigen lassen und das Ölwachstum außerhalb des Kartells, insbesondere in der US Schieferölindustrie, ankurbeln.

Stützend wirken sich aktuell die positiven Signale einer gestiegenen Nachfrage aus. Die IEA korrigierte in ihrem gestern veröffentlichten Monatsreport die bisherige Nachfrageeinschätzung 2017 weltweit nach oben. Zum Teil läge dies auch an der guten Nachfrage aus den USA und Deutschland, so die Begründung.

Allerdings zeigen die Monatsreports von dieser Woche auch, dass der Ölmarkt noch weit davon entfernt ist in ein stabiles Gleichgeweicht zurückzufinden. Auch wenn der Markt aktuell knapper wird, so schiebt die OPEC das Problem der Überversorgung vor sich her.

Fundamental neutral         Chartanalyse neutral        

13.07.2017

OPEC plant Sondertreffen - Bearishe Reaktion nach bullishen US Bestandsdaten

Wenn bullishe Daten eine Abwärtsreaktion hervorrufen, ist dies ein klares Warnsignal, dass die Stimmung extrem bearish ist. So geschehen nach den Bestandsdaten des DOE letzte und diese Woche. Die Bestandsabbauten bei Rohöl deuten eigentlich an, dass die Versorgungslage in den USA knapper wird, worauf man eigentlich gewartet hat. Doch beeindruckt ist davon offenbar niemand.

Die EIA hat die US Ölförderung für das kommende Jahr zwar nach unten korrigiert, allerdings wäre das noch immer ein Rekordniveau.

Die OPEC hat zwar keine so detaillierten Preiserwartungen veröffentlicht, dennoch kommt deren Monatsreport einer Bankrotterklärung gleich, denn die Förderung des Kartells stieg im Juni deutlich an. Die Zahlen der OPEC sind entsprechend alarmierend und zeigen, dass das Kartell seine Probleme nicht losgeworden ist. Vielleicht ist auch gerade dies der Grund, weshalb die Vertreter der OPEC am Montag zu einem mysteriösen Sondertreffen zusammenkommen werden, dessen Inhalt bisher nicht kommuniziert wurde.

Fundamental neutral / bearish        Chartanalyse neutral        

12.07.2017

Saudi-Arabien schummelt – Futures nach API Bericht fester

Gestern machten Berichte die Runde, wonach Saudi-Arabien im Juni 10,07 Mio. B/T gefördert haben soll. Dies wäre eine massive Steigerung gegenüber Mai und mehr als im Produktionsabkommen zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern vereinbart war. Der Monatsbericht der EIA bestätigt dies in der Tendenz. Das Kartell produziert deutlich mehr als unter dem Produktionsabkommen vereinbart. Auf das Gesamtjahr gerechnet wäre dies eine Verringerung der globalen Bestände um etwa 21,9 Mio. Barrel, was nicht ansatzweise dem Ziel entspricht die Vorräte um knapp 300 Mio. Barrel abzubauen.

Stützend ist allerdings die aktuelle Entwicklung der US Ölbestandsveränderung des API, wonach die Vorräte bei Rohöl deutlich gesunken sein sollen.

Trader warten heute auf den Monatsreport der OPEC. Der DOE Bestandsbericht um 16:30 Uhr kann dann den nächsten wichtigen Impuls für die Ölbörsen geben.

Nach dem Preisanstieg im späten Handel, deutet sich für heute Morgen eine Preisanpassung nach oben an.

Fundamental neutral / bearish        Chartanalyse bullish         

11.07.2017

Abwärtsbewegung ausgebremst – Analysten bleiben mehrheitlich bearish

Aktuell werden im Markt mögliche Produktionsbeschränkungen für Libyen und Nigeria abgewogen. Die Möglichkeit, dass die Fördermengen begrenzt werden stützt natürlich leicht, allerdings ist dies ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Sowohl Libyen als auch Nigeria müssten einer solchen Maßnahme zustimmen. Russland befasst sich offenbar schon mit dem Gedanken, wie man aus den Produktionskürzungen aussteigen kann.

Die Aufwärtsbewegung von gestern ordnet man Short-Covering zu und man glaubt eher, dass der Markt noch einmal versuchen wird die Tiefs vom 21. Juni zu testen, anstatt einen Aufwärtstrend zu entwickeln. Trader warten nun allerdings noch auf die wöchentlichen Bestandsdaten, bei denen die bisherigen Einschätzungen bullish sind.

Nach der Aufwärtsbewegung von gestern Abend generiert dies somit rechnerisch, moderates Aufwärtspotenzial.

Fundamental neutral / bearish        Chartanalyse neutral

10.07.2017

Futures zum Wochenauftakt wenig verändert – Bearishe Stimmung bleibt dominant

Trader ignorierten in der letzten Woche bullishe Meldungen wie die starken US Ölbestandsabbauten. Eigentlich hatte man genau auf solche Zahlen gewartet. Der Markt versteift sich jedoch derzeit auf bearishe Meldungen. Auch die Exporte legten im Juni zu und sollen rund 2 Mio. B/T über Juni 2016 liegen. Diese Entwicklung spricht absolut nicht dafür, dass sich der Markt auf ein Gleichgewicht zubewegt, weshalb die stützenden US Ölbestände in der letzten Woche keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisniveaus hatten.

Nigeria und Libyen könnten künftig eventuell in den Produktionsdeal zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern mit einbezogen werden. Allerdings ist eine Kürzung der Mengen unwahrscheinlich. Die OPEC bleibt weiter in ihrem Dilemma gefangen.

Mit diesem Ausblick ist eine langfristig bullishe Entwicklung bei den Ölpreisen nicht zu erwarten,

Weiteren Aufschluss über den Zustand des Marktes werden die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA geben, die diese Woche erwartet werden.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral bis bearish   

07.07.2017

DOE: Deutliche Abbauten beim US- Rohöl – trotzdem heute günstigere Preise

Die grösser als erwarteten Abbauten bei amerikanischen Ölproduktion liessen gestern die Preise an der Börse zuerst anziehen. Die Bestandsabbauten sowie die Nachfrageentwicklung sind eindeutig stützende Faktoren. Das einzige bearishe Element ist die gestiegene US Rohölförderung, die aktuell bei 9,34 mio. B/T liegt. Der Rückgang der US Ölförderung lag anscheinend wie vermutet am Einfluss von Tropensturm Cindy. Einen so bullishen DOE Report wie gestern gibt es selten, auch wenn der Markt nur kurzzeitig darauf reagiert hat. Analysten senken derzeit wieder reihenweise ihre Preisprognosen für Rohöl. Die Tatsache, dass die Preise nicht mit einer stärkeren Aufwärtsreaktion auf die DOE Bestandsabbauten reagierten, zeigt, wie bearish die Stimmung im Markt derzeit ist.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse bearish       

06.07.2017

Bullishe API Bestandesdaten

Die Rohölbestände wie auch Benzinvorräte haben abgenommen, während bei den Destillaten leichte Aufbauten verzeichnet wurden. Trader warten die US Ölbestandsdaten des DOE ab. Wenn die bullishen Zahlen des API bestätigt werden, könnte es eine erneute Aufwärtsbewegung geben. Die Deutsche Bank senkt Ölpreiserwartung für 2018 von 65 Dollar auf 54 Dollar. In der langfristigen Preiserwartung geht man davon aus, dass sich das Niveau bei etwa 60 Dollar etablieren wird. Als Grund nennt man die Annahme, dass die US-Ölförderaktivität erst in einem Preisbereich von unter 40 bis 45 Dollar nicht mehr rentabel sein würde. Die OPEC Exporte und die Ölförderung im Juni haben zugenommen. Zusätzliches Öl aus Nigeria, Libyen aber auch aus der US Schieferölindustrie verhindern weiter, dass die OPEC ihre gesetzten Ziele erreicht und die Ölbestände signifikant senken kann. Die Marktstimmung bleibt somit insgesamt weiterhin bearish.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral bis bearish

05.07.2017

Spekulationen über einen ausgeglichenen Markt?

Reuters wie auch Bloomberg gehen in den Vorabschätzungen für den Monat Juni davon aus, dass die Ölproduktion der OPEC und auch die Exporte im Vergleich zum Mai gestiegen sind. Die steigenden Preise der letzten Tage sind vor allem das Resultat einer technischen Korrektur, die sich vereinzelt bullishe Meldungen zu Nutze gemacht hat. So konnten Trader Gewinne mitnehmen (Short- Corvering). Die iranischen Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass die Ölproduktion Irans im iranischen Monat Chordad, der zum 22 Mai beginnt, auf das höchste Fördernivau des Landes seit Aufhebung der westlichen Sanktionen gestiegen ist. Der russische Energieminister Alexander Nowak gab gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti an, der Markt sei bereits auf dem Weg zurück in ein Gleichgewicht. Man ist dieser Prognose gegenüber jedoch skeptisch und will endlich Zahlen sehen, die das auch bestätigen. Die Marktteilnehmer warten nun auf die anstehenden Monatsreports von EIA, OPEC und IEA, die in der kommenden Woche Dienstag, Mittwoch bzw. Donnerstag veröffentlicht werden.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral

04.07.2017

Immer noch steigende Ölpreise

Mit dem heutigen US Feiertag (Independence Day), wird eher ein impulsarmer Börsentag erwartet. Auch wenn die Ölpreise die letzten Tag um mehrere Dollar pro Barrel angestiegen sind, so notiert die US Rohölsorte mit ihrem gestrigen Schlusskurs dennoch etwa -13,2% unterhalb des Eröffnungskurses vom Januar. Da die Nachfrage und die Angebots- Situation immer noch nicht ausgeglichen sind, wird es der OPEC, vermutlich nicht gelingen die globalen Rohölbestände auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau zu drücken. Die Quotentreue der OPEC und Nicht-OPEC soll laut JBC Energy im Juni von 102% auf 93% gesunken sein. Trotz der saisonal starken Sommernachfrage lässt die Nachfrageentwicklung zu wünschen übrig. Man geht davon aus, dass die aktuellen Aufwärtsbewegungen als Phasen gesehen werden müssen, in denen Trader ihren Fokus kurzfristig auf bullishe Einzelmeldungen legen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish    

03.07.2017

Trendwende im Wachstum der US- Öl Förderanlagen?

Am Freitagabend kam es einer starken Preisrallye. Baker Hughes meldete für die vergangene Berichtswoche eine gesunkene Anzahl um 2 aktive US Ölbohranlagen. Dies ist das erste Mal seit Januar, dass die Anzahl von einer auf die andere Woche abnahm. Marktteilnehmer bewerten diese Meldung bullish. Man geht davon aus, dass das aktuelle Preisniveau zu niedrig ist und die US Ölförderung nicht weiter wachsen wird. Das könnte ein voreiliger Schluss sein. In Libyen soll die Ölproduktion wieder bei etwa 1 Mio. B/T liegen. Das Land, das von den Produktionskürzungen ausgenommen ist, fördert damit so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch wenn sich die OPEC Länder im Großen und Ganzen an ihre Kürzungen halten, so geht eine Umfrage bei Reuters davon aus, dass die Ölförderung des Kartells im Juni wieder zugenommen hat.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral