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13.07.2018

16.07.2018

Gasoil ICE London ($/to)

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Rheinfracht (CHF/to) Gasoil

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16.07.2018

Ölpreise im Vergleich zu Freitag fester – USA erwägen Freigabe von strategischen Ölreserven

 

Kurzfristig hat sich die Versorgungslage erst einmal wieder stabilisiert. Auch wenn die Sicherheitslage instabil bleibt, so steigt erst einmal das Ölangebot, was sich letzte Woche bei den Preisen bearish bemerkbar machte. Doch die Marktlage bleibt insgesamt angespannt.

Die OPEC und Russland wollen zu starke Preissteigerungen verhindern, da dies die Ölnachfrage negativ beeinflusst. Bei etwa 80 Dollar Brent wird die Schmerzgrenze gesehen, da die Produzenten bei Erreichen dieses Niveaus die Förderung zuletzt angehoben hatten.

Auch die US Regierung fürchtet zu hohe Öl- bzw. Spritpreise, da diese nicht gut bei der Wählerschaft ankommen. Eine Freigabe der strategischen Reserven ist bei der aktuellen Versorgungslage und Ölpreisen zwar nicht unbedingt akut notwendig, viel größer wäre allerdings die Symbolik dahinter.

Der Markt scheint sich nun erst einmal eingependelt zu haben, nachdem die Niveaus in der letzten Woche von ihren Langzeithochs zurückkamen.

Heute Morgen notieren die Futures zwar unter den Hochs vom Freitag, bleiben allerdings dennoch oberhalb der Vor- und Nachmittagswerte. unterm Strich ergeben sich bei den Preisen Aufwärtsspielräume.

 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

 

13.07.2018

Futures am Morgen wenig verändert – Angebot 2019 wächst schneller als Nachfrage 

Die IEA hatte in ihrem gestrigen Monatsreport vor einer Abnahme der Produktionsreserven gewarnt, wodurch die Märkte anfällig für Produktionseinbrüche und Aufwärtsbewegungen werden können. Hohe Preise verlangsamen das Nachfragewachstum, was das Kartell auf jeden Fall verhindern will.

Die Reservekapazität ist zwar eine wichtige Kenngrösse, auf die aktuelle Versorgungslage hat dies allerdings nur geringen Einfluss. Hier war in dieser Woche insbesondere entscheidend, dass die Exporte in Libyen wieder freigegeben wurden.

Bei der langfristigen Markteinschätzung, gibt es trotz all der Warnungen, auch zwei Werte die auf eine bessere Versorgungslage im kommenden Jahr hoffen lassen. Die globale Ölnachfrage soll 2019 laut IEA zulegen, das Ölangebot von den Nicht-OPEC Ländern hingegen wird mit einem Wachstum erwartet. Sollte sich dies bewahrheiten sinkt im nächsten Jahr die Abhängigkeit vom OPEC Öl, während sich die Versorgungssicherheit verbessert.

Heute Morgen bleiben die Futures an der ICE deutlich über den späten Tiefs von gestern Abend, jedoch unterhalb der Werte von gestern Vormittag. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

12.07.2018

Libyen und US Handelsstreit lassen Ölpreise einbrechen 

2019 sollte sich die Lage wieder spürbar verbessern. Auch wenn viel über Unterinvestitionen gesprochen wird, die OPEC Einschätzung deutet an, dass die Preise langfristig nicht stark steigen werden – zumindest, wenn es keine außerplanmäßigen Ausfälle gibt.

Die US Sanktionen gegen den Iran sowie die Produktionsausfälle in Libyen waren in den letzten Tagen und Wochen die wichtigsten Elemente, die die Preise hoch hielten. In beiden Bereichen gibt es nun aber eine überraschende Entwicklung. Die USA werden Ausnahmeregelungen für einige Abnehmerländer prüfen. In Libyen sind die Exporthäfen wieder offen und kann so die Verfügbarkeit am Weltmarkt wieder schnell steigen lassen.

Die Marktlage hat sich damit unterm Strich massiv entspannt. Im Handelsstreit zwischen USA und China hingegen bleiben die Fronten verhärtet, was das Wirtschaftswachstum und den Ölverbrauch dämpfen sollte.

Mit den aktuellen Entwicklungen ist die fundamentale Stimmung plötzlich gekippt und hat eine leicht bearishe Ausprägung eingenommen. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

11.07.2018

Futures geben in der Nacht nach – USA mildern Iran-Sanktionen ab 

Die EIA hatte gestern Abend ihren Monatsreport veröffentlicht. Dabei ist vor allem die Einschätzung zur Ölproduktion der OPEC interessant. Die Förderung für Juni wurde zwar leicht nach oben korrigiert, für Juli rechnet man allerdings nun wieder mit einem deutlichen Rückgang der Förderung, obwohl Saudi-Arabien seinen Output weiter steigert. Dies unterstreicht, dass man auch bei der EIA davon ausgeht, dass die Produktionssteigerungen nicht ausreichen, um die ungeplanten Ausfälle in Libyen und anderen Ländern zu kompensieren.

Vor allem kurzfristig sieht man die Preise daher fester als zuletzt und korrigiert die Preiserwartungen für Q3 und Q4 nach oben. Erst im kommenden Jahr geht man von einer Entspannung der Versorgungslage und von einem Überangebot aus.

Die knappe Verfügbarkeit macht den Markt anfällig für Produktionsausfälle. Vermutlich ist das auch der Grund, weshalb die USA sich nun doch vorstellen kann einige Länder von den Sanktionen gegen den Iran auszunehmen.

Die fundamentale Grundposition bleibt daher tendenziell leicht bullish. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral 

10.07.2018

Versorgungsprobleme und Charttechnik - Preise ziehen an 

Die kanadischen Öllieferungen bleiben länger als bisher erwartet auf reduziertem Niveau, sodass die US Ölbestände tendenziell weiter abnehmen. Während dies in erster Linie den US Markt trifft, steht Europa mit den weiter fehlenden Mengen aus Libyen auch nicht gerade besser dar.

Die Häfen Libyens bleiben geschlossen, sodass die Ölförderung nun immer weiter sinkt. Die Ausfälle kommen hier zu einer denkbar ungünstigen Zeit, denn durch die US Sanktionen nehmen auch die Lieferungen aus dem Iran immer mehr ab.

Die OPEC hat ihre Produktion zwar erhöht, doch können diese – wenn überhaupt – gerade einmal die temporären Probleme kompensieren. Selbst wenn die OPEC alle ihre Reservekapazitäten aktiviert, hätte das Kartell keine Möglichkeit eine Verknappung zu verhindern.

Selbst im Falle der Aktivierung dieser Reserven, ist der Markt dann weiteren unplanmäßigen Produktionsausfällen schutzlos ausgeliefert. Angesichts der momentanen Nachrichtenlage scheint der Markt kurzfristig eher anfällig für Aufwärtstests.

Die Futures ziehen in den Morgenstunden an und ergeben daraus zum Teil deutliche Preissteigerungen. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish 

09.07.2018

Preise ziehen trotz Produktionssteigerung zum Auftakt an 

Die OPEC hat im Juni die Ölförderung offenbar bereits steigern können, wobei hier Saudi-Arabien einmal mehr der ausschlaggebende Faktor war. Die Steigerung wurde damit bereits vor dem OPEC Meeting am 22. Juni erreicht, bei dem das Kartell eine Anhebung der Produktionsmengen offiziell beschloss. Um wie viel die Länder der OPEC ihre Förderung allerdings tatsächlich gesteigert haben, werden die kommenden Monatsreports von EIA, OPEC und IEA in dieser Woche zeigen.

Auch wenn die OPEC ihre Produktion steigert, so wird die kurzfristige Versorgungslage wohl weiter knapp bleiben die globalen Bestände sinken.

Erst mit einer Erholung der Ölförderung in Libyen und Kanada, könnte dies die Preise wieder unter Druck bringen. Solange dies nicht geschieht, bleiben die Preise vermutlich weiterhin fest und in der Spanne zwischen 72 und 80 Dollar.

Heut Morgen orientieren sich die Ölpreise an ICE und NYMEX nun erst einmal wieder leicht nach oben, wobei von fundamentaler Seite richtungsweisende Impulse bisher fehlen.  

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

06.07.2018

Futures gaben nach DOE nach – Handelsstreit zwischen USA und China belastet 

Überraschender Weise sind die Rohölbestände der USA zuletzt nicht mehr gesunken, sondern haben laut DOE in der Vorwoche zugelegt. Angesichts der zahlreichen Ausfälle, insbesondere aus Kanada, sicherlich unerwartet und bringt etwas Entspannung in den Markt.

Während die US Ölbestände gut dastehen belastet der Handelsstreit zwischen den USA und China bzw. Europa die Preise. Das Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt und könnte sich damit auch negativ auf das Ölnachfragewachstum auswirken. In dem sich generierten Spannungsfeld wird ein hohes Mass an Unsicherheit generiert, sodass die Marktteilnehmer vor allem auf aktuelle Wasserstandsmeldungen, sowie die US Ölbestände, reagieren.

Auch wenn es potenziell bullishe Faktoren am Markt gibt und die Produktionssteigerung der OPEC vermutlich nicht ausreicht, um alle Ausfälle zu kompensieren, belasten heute Morgen der Handelsstreit sowie die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern Abend.

Auch wenn es potenziell bullishe Faktoren am Markt gibt, belasten heute Morgen der Handelsstreit sowie die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern Abend die aktuellen Preise. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

 05.07.2018

Preisnachlässe nach ruhigem US Feiertag 

Bei den US Ölbeständen wird in dieser Woche wieder ein klarer Bestandsabbau angenommen. Die Versorgungslage bleibt in den USA vermutlich weiter knapp. Ebenso wie auch in anderen Regionen, denn die Produktionsausfälle haben in den letzten 2 Wochen stark zugenommen.

Momentan gibt es zahlreiche unerwartete Lieferprobleme aus mehreren Ländern. Zum Teil sind diese, wie in Kanada nur vorübergehend. In anderen Fällen, wie in Libyen, ist eine Normalisierung nicht abzusehen. Wie viel die OPEC nun tatsächlich mehr produzieren kann und wird, ist ebenfalls noch unklar, sodass am Markt ein hohes Mass an Unsicherheit vorherrscht. Einig scheint man sich darüber zu sein, dass die aktuelle Mehrproduktion der OPEC nicht ausreicht, um die vorübergehenden Ausfälle auszugleichen.

Eine deutliche Preisrallye bleibt dennoch aus. Zum einen wird sich die Verfügbarkeit wieder verbessern und zum anderen könnte die USA mit der Freigabe strategischer Reserven einem Anstieg entgegenwirken, während Saudi-Arabien die weitere Steigerung seiner Fördermengen in Aussicht gestellt hat.

Heute wird das Handelsinteresse vermutlich wieder zunehmen, wobei der Markt weiter volatil bleiben dürfte. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

04.07.2018

Preise ziehen nach API Daten wieder an – Geringeres Volumen wegen US Feiertag

Die gestrige Ankündigung der Saudis macht klar, dass das Königreich einen starken Preisanstieg, der sich negativ auf die Nachfrage auswirken könnte, entgegenwirken möchte.

Die kurzfristige Versorgungslage ist mit Ausfällen unerwartet knapp geworden. Diese Entwicklung war bei Beschluss der Produktionssteigerung der OPEC Ende Juni nicht abzusehen. Unterm Strich sind diese Ausfälle alleine schon größer als die angekündigte Produktionssteigerung der OPEC.

Während die Saudis eventuell noch etwas Luft haben um die Förderung anzuheben, wird in den USA gemunkelt, dass Trump strategische Reserven freigeben könnte, um die Preise zu drücken. Dafür spricht, dass die USA mehr Reserven als von der IEA gefordert hält und die Regierung diese Mengen eigenständig freigeben kann.

Die Konstellation ist insgesamt wenig stabil, weshalb die Märkte wohl weiter volatil bleiben und sich keine klare Richtung entwickelt.

Wegen des US Feiertages (Independence Day) ist heute mit einem geringeren Handelsvolumen zu rechnen.

Die Rheinfracht hat sich innert Wochenfrist um 10.00 CHF/to. verteuert.

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish

03.07.2018

Weitere Produktionsausfälle aber technische Verkaufssignale 

Die US Ölförderung steigt weiter und auch die OPEC Länder, die Reservekapazitäten haben, heben ihre Förderung nach dem OPEC Beschluss vom 22. Juni an. Der Markt blickt somit auf jede Menge zusätzliches Öl, allerdings bleibt die klare bearishe Wirkung aus. Der bearishe Effekt der Rekordproduktion in den USA bleibt daher sehr begrenzt, zumal der Markt parallel mit Lieferunterbrechungen aus Kanada zu kämpfen hat.

Auch wenn die OPEC und Nicht-OPEC Länder zusätzliche Mengen an Öl an den Markt bringen, so fallen durch ungeplante Unterbrechungen mindestens so viele Öllieferungen auch aus, weshalb die Preise weiter auf hohem Niveau bleiben und höchstens kurzzeitige Abwärtskorrekturen möglich sind. Wenn die Ausfälle allerdings behoben werden können, besteht die Möglichkeit einer deutlichen Bewegung nach unten.

In Bezug auf die Nachfrage scheint sich zudem das Wachstum nun abzuschwächen. Die Nachfrage ist nicht nur im Inland gering, auch global ist der Bedarf nach den guten Monaten vom Jahresbeginn abgeflaut.

die Preise bleiben allerdings noch unterhalb der Niveaus von gestern Mittag.  

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

02.07.2018

Abwärtsreaktion an Ölbörsen zum Wochenauftakt 

Zuletzt haben die Produktionsausfälle die Nachrichten dominiert. In Venezuela sinkt die Produktion bereits seit längerem stetig und die USA sanktioniert die Regierung weiter. Im Iran nehmen die Exporte anscheinend ebenfalls bereits ab, nachdem die USA auch hier harte Sanktionen für diejenigen angekündigt haben, die ihre Käufe nicht vollständig einstellen.

Die OPEC will diese Ausfälle kompensieren, damit die Versorgungslage nicht zu knapp wird. Entsprechend hatte das Kartell mit seinen verbündeten Rohölproduzenten Ende Juni beschlossen die Förderung anzuheben. Doch mittlerweile sind weitere Ausfälle in Libyen, Kanada und Kasachstan hinzugekommen, die die Versorgungslage noch einmal verschlechtert haben.

Letztlich bleibt die aktuelle Markt- und Versorgungslage undurchsichtig. Ständige Produktionsausfälle und unklare Zahlen zu den Produktionssteigerungen von OPEC und den Nicht-OPEC Ländern machen es derzeit sehr unübersichtlich. Trader reagieren daher oft auf einzelne Nachrichten, sodass die Preise volatil bleiben.

Der Tweet von Donald Trump vom Wochenende könnte die Ölpreise zum Wochenende wieder negativ beeinflusst haben, denn die Futures geben zum Handelsauftakt deutlich nach. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

29.06.2018

Saudis Produktionssteigerung kann Ausfälle nur zum Teil kompensieren 

Die Produktionssteigerung der Saudis ist nicht einmal ausreichend die neuen unerwarteten Produktionsausfälle zu kompensieren. Daher wird dies auch nicht zu einer verbesserten Marktlage führen. Gleichzeitig nimmt die Reservekapazität der OPEC mit jeder Produktionssteigerung ab, sodass man weitere ungeplante Ausfälle im Angebot kaum mehr wird auffangen können. Insofern überwiegen derzeit die bullishen Einflüsse am Markt und Trader meiden - trotz der angekündigten Produktionssteigerung der OPEC - Short-Positionen.

Die kurzfristig aufgetretenen Ausfälle haben damit die bearishe Wirkung des OPEC Beschlusses mehr als neutralisiert. Auch wenn die bullishen Meldungen zuletzt Oberhand hatten, so könnten die Preise wieder nachgeben, sofern die Förderprobleme in Kanada und Kasachstan wieder behoben sind.

Gut möglich, dass die Preise nach der momentan bullishen Phase wieder nachgeben werden.

Die aktuelle Marktlage ist damit weiterhin knapp und mit der Aufwärtsbewegung der letzten Tage wurde zwar schon ein Grossteil der Einflussfaktoren eingepreist, nichtsdestotrotz bleibt die fundamentale Konstellation noch immer leicht bullish.  

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral  

28.06.18

Preisrallye nach DOE und weiteren Produktionsausfällen 

Die OPEC hatte am Freitag letzte Woche eine Steigerung der Ölförderung bekanntgegeben und dennoch steigen die Preise an und markiert ein neues 3,5 Jahreshoch. Es ist fast so, als hätte es das OPEC Meeting mit der Anhebung der Produktionsmenge gar nicht gegeben.

Die Reservekapazität der Öl produzierenden Länder reicht unter den aktuellen Gesichtspunkten nicht aus, um die Ausfälle zu kompensieren, sodass sich vermutlich ein Defizit ergibt, d.h. die Nachfrage das Angebot übersteigt. Die Bestände und die Versorgungssicherheit werden weiter abnehmen und auch die steigende US Rohölförderung ändert daran nicht viel, denn begrenzte Pipeline Kapazitäten verhindern, dass das im Inland geförderte Rohöl schnell an die Exporthäfen kommt und damit den Weltmarkt erreicht.

Wenn sich die Konstellation nicht wieder entspannt, ist es gut möglich, dass Brent noch einmal die 80 Dollar ins Visier nimmt. Die fundamentale Lage ist mit den zahlreichen Ausfällen und den starken US Ölbestandsabbauten somit vorerst weiter bullish.

Dies ergibt deutliche Preissteigerungen im Vergleich zu gestern. 

Fundamental; bullish                        Chartanalyse; neutral  

27.06.2018

Niedrige US Rohölbestände und US Sanktionen stützen die Preisniveaus 

Unerwartete Ausfälle und die Steigerung der Rohölproduktion durch die OPEC haben die Konstellation am Markt wieder nachhaltig verändert. Libyens Produktionsausfälle sind vermutlich ein längerfristiges Problem, da die Infrastruktur beschädigt wurde. Hinzu kommen Versorgungsprobleme aus Kanada, wo weniger in die USA geliefert werde, nachdem dort eine Aufbereitungsanlage wohl für den gesamten Juli ausfällt.

Hinzu kommt nun noch der erwartete Rückgang der Verfügbarkeit aus dem Iran, die mit der neuen Ankündigung der US Regierung umfangreicher als bisher gedacht sein könnte.

Dem gegenüber steht die Produktionssteigerung der OPEC und Nicht-OPEC Ländern. Damit würden die Rückgänge des Iran zwar kompensiert werden, jedoch nicht zusätzlich die Ausfälle in Kanada und Libyen.

Mit den starken Abbauten bei den gemeldeten US Rohölbeständen, sowie mit der neuen Drohung der USA bezüglich der iranischen Ölexporte, dürfte auch bei einer Produktionssteigerung Saudi-Arabiens und Russlands das Abwärtspotenzial vorerst begrenzt sein, sodass die fundamentale Konstellation leicht bullish eingeschätzt wird.

für Heute deuten sich deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish 

26.06.2018

Markt verarbeitet OPEC Entscheidung – Analysten sehen Preise stabil bis fester 

Die OPEC hat die Anhebung der Förderung bekanntgegeben. Da die Summe der Anhebung nicht nach oben überraschte, blieb eine deutliche Abwärtsbewegung an den Ölbörsen aus. Zwar zogen die Preise nach bekannt werden der Veränderung an, doch zum Wochenauftakt blieb eine Rallye am Markt aus.

Saudi-Arabien, Russland und übrige Produzenten haben clever agiert und sich eine maximale Flexibilität gesichert. Man wird mehr Öl an den Markt liefern und wenn es unerwartete Ausfälle gibt, kann die Produktion weiter gesteigert werden.

Unsicherheiten im Markt bestehen derzeit vor allem im Bezug auf die Produktionsmengen des Iran und Venezuela, wo man wegen Sanktionen der USA und Probleme in der Infrastruktur mit einem Rückgang der Förderung und Exporte rechnet. Der Handelsstreit zwischen USA, China und der EU könnte die Ölnachfrage dämpfen.

ICE Gasoil bleibt in den Morgenstunden im Bereich der Vormittagswerte von Montag. Der Euro/Dollar-Kurs hat allerdings angezogen, was den Inlandspreisen leichte Nachlässe zu gestern ermöglicht. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

 25.06.2018

Preisrückgang zum Handelsauftakt an ICE – Gewinnmitnahmen nach Freitagsrallye 

Nach wochenlangen Spekulationen haben OPEC und Nicht-OPEC Länder nun erst einmal für Klarheit gesorgt. Die Produktionskürzungen bleiben weiter intakt, sollen künftig aber nicht mehr übererfüllt werden. In Ländern wie Venezuela oder Angola sank die Förderung deutlich stärker als zu Beginn des Abkommens gedacht. Diese Fehlmengen dürfen nun von den anderen Produzenten, proportional ihrer Quotierung, ausgeglichen werden.

Formal besteht die Möglichkeit die Ölproduktion um knapp 1 Mio. B/T anzuheben, real werden es aber wohl 0,6 Mio. B/T sein. Der OPEC Entscheid wird nun also dafür sorgen, dass sich die Versorgungslage wieder verbessert, was prinzipiell bearish ist.

Die von der OPEC getroffene Massnahme werde dafür sorgen, dass der Markt in der zweiten Jahreshälfte von einer Unterversorgung in eine Überversorgung wechsle. Offen bleibt aber der Produktionsrückgang, der in Venezuela und durch die US Sanktionen auch im Iran zu erwarten ist.

Im Vergleich zu Freitag ist heute Morgen noch mit geringfügigen Preisanhebungen zu rechnen. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

22.06.2018

OPEC ist sich weitestgehend einig – Iran stellt sich noch quer

In Libyen bleiben die Produktionsausfälle weiter bestehen und noch ist nicht klar, wie schnell sich die Förderung hier erholen kann. Der Markt interessiert sich momentan aber ohnehin nur am Rande für diese Ereignisse, denn das heute anstehende OPEC Meeting steht voll im Mittelpunkt.

Während der Iran weiter gegen eine Anhebung ist, zuvor aber dennoch angab, dass man sich unter gewissen Umständen einer Veränderung der Produktionsmengen vorstellen könne, sind sich die meisten Länder offenbar bereits einig. Die Aussicht auf eine Aufweichung des Abkommens wäre ein erster Schritt hin zu einem gänzlichen Ende der Kürzungen, wenngleich sich dieses noch bis zum Jahresende hinziehen könnte.

Trader haben eine Anhebung sicherlich auch schon zu einem gewissen Anteil eingepreist, dennoch bleibt ein gewisses Maß an Unsicherheit.

Die Futures zogen in den Morgenstunden durch Short-Coverings an und sorgen so letztlich dafür, dass sich aktuell geringe Preisnachlässe andeuten.

21.06.2018

Irans Widerstand gegen Produktionssteigerung bröckelt – Ölpreise weicher zu Vortag 

Während die US Ölbestandsdaten des DOE wenig Einfluss auf die Ölpreise hatte, richten sich die Augen der Marktteilnehmer nun voll und ganz auf die OPEC in Wien. Am morgigen Freitag beginnt das offizielle Meeting, bei der eine Entscheidung über Produktionsmengen früh fallen soll.

Sah es Anfang der Woche noch nach einem Konflikt mit Ländern wie Venezuela, Iran und Irak aus, die gegen eine Produktionssteigerung sind, so scheint sich nun ein Kompromiss abzuzeichnen.

Größter Stolperstein für eine Anhebung der Förderung schien bisher der Iran zu sein, der nun aber hatte durchblicken lassen, dass er sich eine Zustimmung vorstellen könne, wenn die Steigerung Sinn ergebe und nicht auf Drängen der USA hin zu Stande komme.

Entsprechend werden die Spekulationen nun weiter zunehmen und der Markt entsprechend reagieren.

Für heute deuten sich gegenüber gestern leichte Preissenkungen an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

20.06.2018

Richtungsloser Handel – Trader warten auf Zeichen aus der OPEC 

Die Ölförderung Venezuelas sinkt kontinuierlich, die Exporte des Iran haben durch die US Sanktionen bereits abgenommen und werden vermutlich weiter abnehmen, während die Produktion in Libyen durch Angriffe eingebrochen ist und wohl auch lange auf niedrigem Niveau bleiben wird.

Analysten gehen deshalb davon aus, dass die OPEC die Produktion in der zweiten Jahreshälfte anheben wird. Wenn überhaupt werden die zusätzlichen Mengen aber gerade einmal ausreichen, um die ungeplanten Ausfälle von OPEC Mitgliedern aufzufangen.

Eine Einigung ist vor allem deshalb schwierig, da lediglich Russland (Nicht-OPEC Mitglied), Saudi-Arabien, die Vereinten Arabischen Emirate und Kuwait Potenzial für eine Produktionssteigerung haben. Die meisten Marktteilnehmer erwarten dennoch einen Kompromiss und eine geringe Produktionssteigerung, mit der man einen Teil der ungeplanten Ausfälle ausgeglichen wird.

Theoretisch könnten Russland und Saudi-Arabien sich auch einen Alleingang wagen und die Produktionsgrenzen ignorieren. Dann riskiert man aber die erst letztes Jahr zurückgewonnene Glaubwürdigkeit und Disziplin zu verspielen.

Vor der OPEC Entscheidung bleibt der Markt extrem volatil. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

19.06.2018

Geringer als erwartete Produktionssteigerung zeichnet sich ab 

Die OPEC steht vor einer intensiven Woche. Erste Ölminister des Kartells treffen schon in Wien für das am Freitag angesetzte Meeting ein, bei dem eine Entscheidung über die Produktionsmengen erfolgen soll. Während Saudi-Arabien und Russland die Ölproduktion deutlich steigern wollen, haben Länder wie der Iran, Irak und Venezuela ihren Widerstand angekündigt.

Ein Streit oder ein Zerbrechen des Bündnisses, wäre das denkbar schlechteste Ergebnis für alle Beteiligten. Daher zeichnet sich nun ein Kompromiss ab, der eine Anhebung der Ölförderung vorsieht.

Dem Markt steht damit eine volatile Woche ins Haus, wobei der Ausgang der Verhandlungen zwischen den OPEC Mitgliedern und den übrigen Produzenten offen ist.

Die Versorgungslage bleibt durch die ungeplanten Produktionsausfälle daher vermutlich knapp. Auf der anderen Seite belastet der Handelsstreit der USA mit anderen Ländern die Ölpreise. Dies wird das Nachfragewachstum negativ beeinflussen können, wenn nicht bald eine Lösung gefunden wird.

Bei den Preisen bedeutet dies moderate Preissteigerungen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

18.06.2018

Preise zum Wochenauftakt deutlich weicher – Trader glauben an Produktionsanhebung 

Saudi-Arabien und Russland haben intern verschiedene Optionen mit einer Produktionssteigerung vorgelegt. Beide Länder haben eigenen Angaben zu Folge auch schon reagiert und ihre Produktion gesteigert. Ein klares Signal, dass man um jeden Preis mehr Öl fördern wird, im Zweifel auch gegen den Widerstand anderer Länder.

Dies führt zu Spannungen mit anderen OPEC Länder, denn Iran, Irak und Venezuela wollen ein Veto gegen eine Anpassung der Quoten einlegen. Kommt es zu einem offenen Streit, könnte die Zusammenarbeit eventuell komplett dahin sein, was allerdings das denkbar schlechteste Ergebnis für alle am Produktionsabkommen beteiligte Länder wäre.

Letztlich wird dies den Markt volatil halten, bis sich dann eine Lösung abzeichnet.

Belastend wirken sich auch die Strafzölle zwischen USA und China, sowie zwischen USA und Europa aus. China hat nun Gegenmaßnahmen angekündigt und wird nun auch Ölimporte aus den USA mit höheren Einfuhrzöllen belegen.

Die Ölbörsen zeigen sich zum Auftakt der Woche dennoch weiter nachgiebig und fallen bereits unter die Freitagstiefs zurück.

 Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

15.06.2018

Nachgebende Ölpreise: Erwartung einer Produktionsanhebung belasten 

Wichtigstes Thema am Markt sind die Produktionskürzungen und ob diese künftig zurückgefahren werden. Saudi-Arabien und Russland waren 2016 die treibenden Kräfte, nun sprechen sich beide Länder für einen schrittweisen Ausstieg aus den Kürzungen aus.

Die Versorgungslage sei zu knapp, die Bestandsziele längst erreicht und die Gefahr von weiteren Ausfällen in Ländern wie Iran und Venezuela treiben die Preise auf ein zu hohes Niveau. Dadurch verliere man Marktanteile.

Saudi-Arabien und Russland haben ihre Produktion sogar bereits erhöht und so klar gemacht, wie ernst ihnen dieses Vorhaben ist. Andere Länder des Abkommens sind gegen eine Produktionssteigerung, da diese keine Möglichkeit haben die eigene Förderung anzuheben und die großen Verlierer wären, wenn die Ölpreise sinken.

Auf Grund der Tatsache, dass die beteiligten Länder sich nicht einig sind, wird es vor dem Meeting am 22. Juni vermutlich nicht zu einer klaren Aussage kommen.

Der Euro/Dollar-Kurs musste gestern einen deutlichen Preisrutsch hinnehmen, sodass die Preise  anziehen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

14.06.2018

Bullishe US Ölbestandsdaten haben Abwärtsbewegung verhindert 

Die Zahlen des DOE sind klar bullish, allerdings vermutlich verzerrt. So wie die Daten in dieser Woche auffällig einseitig waren, waren sie es auch in der vorigen Woche, nur eben in die andere Richtung. Da die Daten auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen, können die Werte Schwankungen und Verzerrungen unterliegen. In der kommenden Woche sollten sich die Daten dann allerdings wieder "normalisieren".

Nach den Monatsreports in dieser Woche ist klar, dass sich die Marktlage weiter verknappt hat und die globalen Ölbestände unter den 5 Jahresdurchschnitt gesunken sind. Auf der einen Seite ist die knappe Marktlage bullish, auf der anderen bietet diese nun ein Argument für Saudi-Arabien und Russland die Produktionssteigerung durchzusetzen. In Anbetracht dieser Konstellation scheint es für die OPEC nur folgerichtig zu sein die Förderung wieder anzuheben, um den Markt in dieser Phase nicht zu stark zu verknappen.

Die Öl-Futures bleiben am Morgen auf den hohen Niveaus und verteuern damit die Preise. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

13.06.2018

Gestiegene US Ölbestände – Preise geben in der Nacht nach 

Die OPEC hat in ihrem Monatsreport die Ölnachfrage und das Ölnachfragewachstum gestern unverändert belassen, allerdings nach Veröffentlichung des Monatsberichts auch erwähnt, dass man Sorgen habe, dass sich die globale Wirtschaftsentwicklung abkühle.

Die OPEC rechnet dabei mit einer stärker als bisher erwarteten Produktionssteigerung der Nicht-OPEC Länder. Letztlich ein bullisher Effekt, jedoch auch ein Zeichen, dass die OPEC ihr Ziel erreicht hat und nun mit der Anhebung der Ölproduktion beginnen kann, nachdem Saudi-Arabien und Russland ihre Förderung bereits gesteigert haben.

Marktteilnehmer warten nun auf den letzten wichtigen Monatsbericht der IEA, der am späten Vormittag veröffentlicht wird. Dieser kann erneut klare Impulse setzen, ebenso wie die Daten des DOE am späten Nachmittag. Nach den Zahlen des API ist die fundamentale Grundkonstellation am Morgen in der Tendenz jedoch zunächst leicht bearish einzustufen.

Für heute deuten sich momentan nur kleine Anpassungen an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

12.06.2018

Preise geringfügig fester – Warten auf Trump und Monatsberichte 

Saudi-Arabien und Russland machen bereits ernst und haben die Ölproduktion offenbar schon angehoben und planen eine erneute Anhebung im Juni.

Schon vor einem möglichen gemeinsamen Beschluss von OPEC und Nicht-OPEC Ländern die Produktionskürzungen zu lockern, werden die beiden Länder damit aktiv. Dies könnte nun auch vermehrt andere an dem Abkommen beteiligte Produzenten dazu ermuntern die Förderung zu steigern. Meldungen wie diese limitieren die Aufwärtsspielräume, zumal auch die US Produktion Woche für Woche neue Rekordstände erreicht.

Bezüglich der Marktlage werden die Trader nun auf neue Impulse von der OPEC warten. Die Finanzmärkte und auch Trader an den Ölbörsen haben ein genaues Auge auf den Verlauf des Treffens in Singapur zwischen Trump und Kim. Ein positiver Ausgang könnte die Risikobereitschaft steigern und so auch zu Kursbewegungen bei Aktien, Devisen und Ölpreisen sorgen.

In den Morgenstunden bleiben die Ölpreise auf dem höheren Niveau von gestern Abend. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

11.06.2018

Preise zum Wochenauftakt etwas weicher – Saudi-Arabien hat Produktion bereits erhöht 

Am 22. Juni treffen sich die Vertreter der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die gemeinsam die Ölförderung gekürzt hatten, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Saudi-Arabien und Russland hatten eine Anhebung der Mengen angekündigt, ohne dies mit den anderen Ländern abzusprechen, und offenbar bereits die Produktion angehoben.

Für Marktteilnehmer bedeutet dies vor allem, dass die Produktionssteigerung ziemlich sicher kommt, wenngleich nicht ganz klar ist, in welchem Umfang. Und darüber hinaus steigen mit dem Vorpreschen von Saudi-Arabien, dass offenbar die Förderung bereits angehoben hat, die Spannungen innerhalb des Produktionsabkommens. Andere Länder könnten nun versucht sein nachzuziehen und nun ebenfalls vor einem offiziellen Beschluss die eigene Ölproduktion anheben.

Mit diesem Ausblick wird das Angebot nun kurzfristig erst einmal wohl schneller steigen als die Nachfrage, auch wenn diese zum Sommer saisonal üblicher Weise zunimmt.

Durch die weiche Tendenz an den Ölbörsen, deuten sich moderate Preisnachlässe im Vergleich zu Freitag an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

Technische Käufe haben sich Durchgesetzt – Ölpreise starten mit neuem Wochenhoch 

In dieser Woche fielen die US Ölbestandsdaten am Mittwoch bearish aus. Eigentlich nimmt die Produktnachfrage zu dieser Jahreszeit zu, doch die Nachfrage brach förmlich ein. Die Raffinerien verarbeiteten zwar mehr Rohöl, doch die Bestände stiegen.

Wenn der Markt trotz solcher Zahlen nicht mit Preisabschlägen reagiert, ist dies ein Warnsignal, dass auf ein geringes Verkaufsinteresse hinweist. Zu hohe Ölpreise sind eine Gefahr für die eigene Marktanteile, da andere Produzenten dann verstärkt in den Ausbau der Förderung investieren. Zu niedrige Preise gemäss Marktteilnehmer sind aber auch gefährlich, da diese der OPEC den Anreiz nehmen die Produktion zu steigern.Die Bewegungen der letzten Tage geben damit wohl die Handelsspanne bis zum OPEC Meeting am 22. Juni vor, so lange keine neuen Hinweise oder unvorhergesehene Ereignisse auftreten.

Nach dem gestrigen Preisanstieg bleiben die Futures auch heute Morgen im Bereich der Wochenhochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich weitere deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

07.06.2018

Abwärtsreaktion auf DOE begrenzt – Technische Kaufsignale haben sich gebildet 

Der Markt befindet sich momentan weiter in einer unterversorgten Konstellation, da mehr Rohöl verbraucht als gefördert wird. Die Bestände sind daher wieder auf oder unter das Durchschnittsniveau der letzten fünf Jahre zurückgekehrt. Am 22. Juni werden sich OPEC und die übrigen Länder zu einer Entscheidung in Wien treffen. Erwartet wird eine Steigerung der Produktion.

Die beiden größten Probleme auf der Angebotsseite sind die sinkende Ölförderung Venezuelas und die erwarteten negativen Auswirkungen der US Sanktionen auf die iranischen Ölexporte.

In erster Linie wird eine zusätzliche Förderung bearish sein, was man in den letzten beiden Wochen mit der Abwärtsbewegung an den Ölbörsen eingepreist hat. Doch zeichnet sich keine wirkliche Verbesserung der Verfügbarkeit ab.

Für einige Marktteilnehmer war das Zahlenwerk zu bearish weshalb in der kommenden Woche sehr bullishe Zahlen folgen könnten und die Werte von dieser Woche relativieren, so dass die Abwärtsspielräume nun ausgereizt sind.

Für Heute bedeutet dies noch immer leichte Preisabschläge. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; bullish 

06.06.2018

Futures ziehen in der Nacht an - Technische Korrektur? 

Nach tagelangen Abwärtsbewegungen fehlen den Tradern nun zunehmend frische Impulse, um die Abwärtsbewegung fortzusetzen. Die Möglichkeit einer Produktionserhöhung der OPEC ist bereits seit knapp zwei Wochen im Gespräch. Ohne neue, konkrete Hinweise ist dies nun vermutlich auch erst einmal eingepreist.

Die US Regierung unterhält traditionell gute Beziehungen zu Saudi-Arabien. Diese hat man offenbar genutzt, um eine ungewöhnliche Anfrage zu stellen. Laut anonymen Informationsquellen soll die US Regierung um eine Anhebung der Produktionsmengen um 1 Mio. B/T gegeben haben. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, schon gar nicht, was die Menge angeht.

In Venezuela gibt es offenbar weiter Probleme mit den Öllieferungen, weshalb man nur noch Verladungen von Schiff zu Schiff vornehmen will. Dies könnte die Exportzahlen reduzieren und sich daher negativ auf das Ölangebot auswirken.

Trader an den Ölbörsen warten nun auf die US Ölbestandsdaten um 16:30 Uhr, die neue Impulse geben werden. Das vergangene Abwärtspotenzial scheint nun vorerst einmal ausgeschöpft zu sein. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse  neutral bis bullish 

05.06.2018

WTI im Abwärtstrend auf 1,5 Monatstief gefallen 

Die Diskussion um eine mögliche Produktionsanhebung der OPEC und Nicht-OPEC Länder hat die Marktteilnehmer aufgeschreckt. Brent verlor im Vergleich zum absoluten Jahreshoch 6,5%. Bei WTI fällt das Minus zum Jahreshoch mit 11,1% noch deutlicher aus. Dies liegt vor allem an der schnell wachsenden US Ölförderung, die das Angebot in den USA erhöht.

Diese Veränderung zeigt deutlich, dass die Trader auf die Möglichkeit der Produktionssteigerung reagiert haben und schon alleine dies ausreicht, dass die Erwartung steigender Preise abnimmt. Insgesamt untermauert dies, dass die Marktteilnehmer in Summe nun erst einmal nicht davon ausgehen, dass die bisherigen Jahreshochs in der zweiten Jahreshälfte getoppt werden.

Zur Wochenmitte richtet sich der Blick der Trader nun allmählich auf die US Ölbestandsdaten. Dabei rechnet man bei Rohöl erneut mit deutlichen Abbauten.

So lange es keine frischen Impulse aus dieser Richtung gibt, gilt das fundamentale Abwärtspotenzial nach den Kursverlusten der letzten Tage erst einmal als eingepreist.

im Vergleich zu gestern ergibt sich daraus weiteres Abwärtspotenzial. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse  neutral bis bearish 

04.06.2018

WTI weiter unterhalb der GD 7 Linie – Steigende Produktion sorgt für Gewinnmitnahmen 

Momentan beschäftigen sich die Marktteilnehmer in erster Linie damit, wann und um wie viel die OPEC ihre Ölförderung anheben wird. Dies bremst das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen aktuell aus, sodass die bisherigen Jahreshochs bis zum OPEC Meeting vermutlich nicht mehr erreicht werden.

Einige Länder werden eventuell auch schon vor der OPEC Entscheidung ihre Förderung anheben und zum "Schummeln" neigen. Dies könnte die Märkte zusätzlich belasten. Während in den USA die Ölförderung Woche für Woche neue Rekordhochs erklimmt, ist die Infrastruktur nicht darauf ausgerichtet, so viel Öl zu transportieren.

Der Juni wird potenziell zu einem der wichtigsten und volatilsten Monate in diesem Jahr. Das OPEC Meeting steht an und die Spekulationen um eine Anhebung der Förderung sind voll im Gange. Die extreme Long-Position, die sich in der ersten Jahreshälfte gebildet hatte, wird sicherlich korrigiert.

Heute Morgen bleiben die Preise unter Druck. Dies sorgt somit bei den Preisen für Abwärtspotenziale gegenüber Freitag. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse  neutral bis bearish 

01.06.2018

Produktionssteigerungen werden getestet – Öl Futures in den Morgenstunden weicher 

Die Anzeichen verdichten sich, dass die OPEC und Nicht-OPEC Länder, die ihre Produktion seit Januar 2017 gedrosselt haben, diese Begrenzung wieder ein Stück weit aufgeben und die Förderung steigern. Auch regt sich Widerstand innerhalb der OPEC, sodass bis zur Vollversammlung am 22. Juni noch einige Gespräche notwendig sind.

Am Wochenende werden sich die Ölminister aus Saudi-Arabien, Vereinte Arabische Emirate (VAE) und Kuwait treffen um eine mögliche Anhebung der Fördermenge zu besprechen. Eine Produktionssteigerung würde die Preise sicherlich belasten.

Der Markt wird so vermutlich in eine Seitwärtskonsolidierung übergehen und sich unterhalb der 80 Dollar aufhalten, bis genaueres zum Vorhaben der OPEC durchdringt.

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI nimmt weiter zu statt ab, da die US Rohölsorte nur dann von internationalen Käufern nachgefragt wird, wenn diese so günstig ist, dass man das Öl mit Trucks oder Kesselwagen aus dem Landesinnere an die Küste bringen kann.

Für heute bedeutet dies zunächst einmal leichte Abwärtsspielräume. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse  neutral 

31.05.2018

Futures nach technischen Käufen erholt – Erste Risse innerhalb der OPEC 

Bei einem Preis von 80 Dollar Brent haben Saudi-Arabien und Russland letzte Woche die Notbremse gezogen und mit ihren Kommentaren die Ölpreise wieder nach unten geredet.

Den OPEC Ländern ist dies sicherlich zu wenig, denn diese brauchen die hohen Preise für eigene Strukturreformen und die damit verbundenen hohen Staatsausgaben. Russland wird allerdings als Partner von der OPEC gebraucht. Ein Auseinanderbrechen der Beziehung wäre für die OPEC wohl das größere Übel als ein moderater Preisrückgang.

Aller Voraussicht nach werden OPEC und die anderen Länder, die sich am Produktionsabkommen beteiligen, ihre Förderung anheben. Das Tauziehen um wie viel die Förderung angepasst werden soll hat bereits begonnen und wird vermutlich bis zum 22. Juni gehen, wenn man in Wien letztendlich eine Entscheidung treffen wird.

Von daher ist die wahrscheinliche Entwicklung den kommenden Wochen eine Konsolidierungsphase unterhalb der 80 Dollar Brent.

Nach der gestrigen Aufwärtsreaktion bleiben die Futures auch heute Morgen weiter auf hohem Niveau, 

Fundamental neutral                         Chartanalyse  neutral bis bullish 

30.05.2018

Ölpreise bleiben unter Druck – Kleines OPEC Meeting am Samstag 

Die Bestände sind in diesem Jahr rasch gesunken, da der Markt in der ersten Jahreshälfte zu einem Großteil unterversorgt blieb. Ausgelöst durch die Produktionskürzungen der OPEC und Nicht-OPEC Länder, sowie die ungeplanten Produktionsausfälle Venezuelas, die die Situation weiter verschärft haben.

Eigentlich hatte man sich festgelegt, dass die Kürzungen bis Ende 2018 laufen sollen. Da die Förderung bereits seit Monaten immer stärker abnimmt und die Exporte tendenziell weiter sinken werden, ist die OPEC nun unter Zugzwang gekommen. Wird die Produktionsmenge angehoben, dann vermutlich vorsichtig und schrittweise, um einen massiven Preissturz zu vermeiden.

Der Preisanstieg bei Brent bis in den 80 Dollar Bereich hat die Alarmglocken der OPEC auslösen lassen. Die Überhitzung des Marktes, wenn das Angebot zu lange zu niedrig ist, geht daher langfristig zu Lasten der eigenen Marktanteile.

Trader warten auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten, die wegen des Feiertages vom Montag einen Tag später als üblich veröffentlicht werden.

Dies bedeutet nur geringe Preisveränderungen zu gestern. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse  neutral bis bearish 

29.05.2018

Abwärtspotenzial ausgereizt? Futures stabilisieren sich nach US Feiertag 

Mit dem gestrigen Feiertag und dem damit verkürzten Handel fehlen dem Markt zum Wochenauftakt auch neue Impulse. Saudi-Arabien und Russland scheinen es ernst zu meinen mit der Steigerung der Produktion.

Russland scheint auch eine Abkehr vom Abkommen in Erwägung zu ziehen und könnte sich eine Anhebung der Produktion auf die Stände von Oktober 2016 vorstellen.

Die Länder werden mit ihren Forderungen in ihrem eigenen Interesse taktieren, damit man schlussendlich einen guten Kompromiss erreicht. Wie dieser dann letztlich aussehen wird, bleibt zum aktuellen Zeitpunkt offen.

Der Preiseinbruch war sicherlich zu einem gewissen Anteil eine Art Panikreaktion, bei der auch zahlreiche technische Verkäufe automatisiert ausgelöst wurden. Der Markt wird nun aber wieder rationaler und damit beginnen die neue Situation zu verdauen.

Für Heute bedeutet dies geringfügige Preissteigerungen zu gestern. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse  neutral  

 28.05.2018

Ölpreise nach technischen Verkäufen weiter unter Druck 

Die OPEC und 10 andere Nicht-OPEC Länder, allen voran Russland, hatten seit Anfang 2017 ihre Ölförderung gekürzt. Bis Ende 2018 wollte man die Kürzungen unverändert beibehalten, so die Ankündigungen noch vor wenigen Monaten.

Vor allem die ungeplanten Probleme Venezuelas und die nun drohenden Sanktionen gegen den Iran, haben die Konstellation jedoch verändert. Die OPEC nimmt mehr Öl als vorgesehen vom Markt und weitere Produktionsrückgänge zeichnen sich ab.

Nun ist bei 80 Dollar aber offenbar die Schmerzgrenze erreicht. Die beiden führenden Akteure, Saudi-Arabien und Russland, sprechen sich öffentlich für eine Produktionssteigerung aus. Dies ändert die Konstellation für die Marktteilnehmer, denn eine höhere Produktion der OPEC wird die Preise sicherlich belasten. Informanten geben an, dass es Länder innerhalb und außerhalb der OPEC gebe, die die vorgeschlagene Produktionssteigerung ablehnen.

Die Marktreaktion auf die Aussicht einer Lockerung der Produktionskürzungen ist erwartungsgemäß bearish.

Somit sich für Heute erhebliche Preisnachlässe zu Freitag andeuten. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse  neutral bis bearish 

25.05.2018

GD 21 Linie im Visier – Diskussion um Produktionssteigerung belastet die Preise

Venezuela und Iran sind derzeit die grössten Gefahren für den Markt, wenn es um Angebotsmengen geht. Die Sanktionen der USA könnten die Verfügbarkeit von Rohölmengen aus beiden Ländern massiv einschränken und den Markt weiter verknappen. Die OPEC und Russland planen daher offenbar gegenzusteuern und die individuellen Quoten der einzelnen Länder, die sich am Produktionsabkommen seit Beginn 2017 beteiligen, zu lockern.

In anderen Ländern steigen die Einnahmen aus dem Ölgeschäft ebenfalls, sodass Investoren Kapital in die Ölförderung investieren, wodurch die OPEC letztlich an Marktanteilen einbüsst. Zudem schadet der hohe Ölpreis dem Nachfragewachstum, weshalb das Kartell nun offenbar plant gegenzusteuern. Vermutlich werden beim nächsten Meeting am 22. Juni neue Quoten beschlossen.

Doch bereits im Vorfeld ist nun damit zu rechnen, dass die Preise unter Druck kommen. Neben technischen Gewinnmitnahmen können Verkäufe den Abwärtsdruck an den Börsen potenziell verstärken.

Trader werden nun auf weitere Statements aus OPEC Kreisen und Russland warten. Für die Preise bedeutet dies leichte Abwärtsspielräume.

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish

24.05.2018

Futures nach DOE nur kurzzeitig im Minus – Erneuter Preisanstieg nach Problemen in Libyen

Die US Rohölbestandsdaten haben mit dem überraschenden Anstieg gestern das höchste Niveau seit Anfang Dezember letzten Jahres erreicht. Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI ist mit etwa 7,80 Dollar so umfangreich wie seit einigen Jahren nicht mehr und spricht eigentlich für eine Zunahme der Ölexporte aus den USA.

Bei den Daten von letzter Woche ist also genau das Gegenteil von dem passiert, was man eigentlich erwartete hätte und so bleibt der Eindruck des gestrigen DOE insgesamt bearish.

Die Möglichkeit, dass die OPEC eventuell die Produktionsquoten aufweicht, um die ungeplanten Ausfälle in Venezuela und Iran aufzufangen, hat die Aufwärtsdynamik bereits ausgebremst. Hier wartet man vermutlich noch auf klare Aussagen aus Saudi-Arabien oder Russland, und bis dahin nimmt man eher eine abwartende Haltung ein.

Nachdem die Ölpreise an der ICE gestern Abend noch einmal auf neue Tageshochs kletterten, kommen diese in den Morgenstunden bereits wieder leicht zurück. Für die Preise bedeutet dies Aufwärtspotenziale zum Vortag an.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

23.05.2018

Höhere Ölproduktion der OPEC? Ölpreise mit weichem Start in den Tag

Sanktionen gegen den Iran und Venezuela halten den Markt bereits in den letzten Wochen in Atem. Und auch wenn das Vorgehen der USA mit ihren monatelangen Ankündigungen keine wirkliche Neuigkeit mehr ist, so bleibt dies der treibende Faktor hinter den derzeit hohen Preisen. Seit Mitte Februar ging es an den Ölbörsen eigentlich nur nach oben.

In der USA rechnet man ohnehin schon mit einem Produktionsboom, der sich mit den höheren Preisen nur noch weiter verstärkt. US Unternehmen beginnen die erwartete Ölförderung für das kommende Jahr abzusichern, indem sie die nun hohen Preise dafür nutzen, die Produktion schon vorab zu verkaufen. Durch dieses Hedging entsteht Verkaufsdruck und sorgt so für eine Art Preisbremse.

Trader werden nun aber erst einmal darauf achten, was die OPEC und Russland in dieser Woche beschließen. Im Gespräch ist eine Steigerung der Produktionsmengen, um die Übereinhaltung der Produktionsquote zu reduzieren.

Bei den Preisen ergeben sich daher leichtes Abwärtspotenzial.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

22.05.2018

Charttechnik hat Preisrallye an ICE ausgebremst – WTI nach Wahlen in Venezuela fester

Die USA werden die Sanktionen gegen den Iran verschärfen und wollen auch Unternehmen der Eurozone ins Visier nehmen, die gegen die Vorgaben der USA verstossen. Die EU hält zwar mit einem "Blocking Statut" dagegen, doch die Wirksamkeit darf angezweifelt werden.

Die iranische Führung will mit der EU an dem bisherigen Atomabkommen festhalten, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es der EU gelingt die Sanktionen der USA auszugleichen.

Auch in Venezuela ist mit einem weiteren Einbruch der Ölproduktion zu rechnen. Zusammen mit dem erwarteten Problemen bei den Ölexporten des Iran, wird die Versorgungslage weiter unter Druck geraten und die Ölpreise generell stützen.

Die zuletzt hohen Ölpreise könnten von den Marktteilnehmern aber auch vermehrt zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Viele Produzenten werden ihre zukünftige Produktion durch Verkäufe von Futures für das kommende Jahr absichern. Dies erhöht den Verkaufsdruck am Markt.

Unterm Strich könnten bei den Inlandspreisniveaus im Vergleich zu Freitag sogar leichte Preisabschläge zu erwarten sein.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

18.05.2018

Gewinnmitnahmen bei 80 Dollar – Neuer Shootingstar bei Brent und WTI

Experten gehen davon aus, dass die US Sanktionen, sofern diese kommen, die Rohölförderung des Iran reduzieren könnte. Die jüngste Entwicklung stützt daher wieder einmal die Preise, da Angebotsausfälle immer wahrscheinlicher werden.

Auch Venezuela kann in den kommenden Tagen zu einem neuen Problem werden. Gewinnt der amtierende Präsident Maduro die Wahlen am Wochenende, könnten auch diesem Land Sanktionen drohen. Die US Ölförderung steigt zwar weiter und soll die USA in diesem Jahr zum größten Produzenten der Welt machen, doch dieses Produktionswachstum wird nicht ausreichend sein, um die drohenden Ausfälle im Iran und Venezuela aufzufangen.

Das einzige was die Preise von einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung abhalten könne wäre ein Nachfragerückgang auf Grund der gestiegenen Preise.

Da die Notierungen an der ICE heute Morgen unterhalb der Werte von gestern Nachmittag liegen, sind einige Preisnachlässe zu gestern Nachmittag möglich. Zu gestern Vormittag besteht allerdings das Potenzial geringfügiger Preissteigerungen.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

17.05.2018

Gasoil klettert auf 3,5 Jahreshoch – DOE, Venezuela und technische Käufe

In Sachen Ölnachfrage zeigte sich in den letzten Monaten eine klare Tendenz: der Bedarf wird hoch bleiben und die Prognosen wurden stetig nach oben angepasst. Umso überraschender kam die Korrektur der IEA gestern, die das globale Ölnachfragewachstum 2018 leicht nach unten korrigierte.

Die IEA begründete dies mit den höheren Preisen, die sich letztlich negativ auf die Nachfrageentwicklung auswirken werde.

Doch einige Experten sehen den negativen Einfluss der Preise auf die Nachfrage für zu übereilt, da die Preise keine neuen Allzeithochs erreicht haben. Zwar ist Öl so teuer wie seit 3,5 Jahren nicht mehr, im historischen Vergleich ist das Niveau aber noch immer günstig.

Die globale Nachfrage ist weiter angespannt und die Situation könnte sich am Wochenende noch einmal verschärfen. Dann sollen in Venezuela Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Mehrere Länder, darunter auch die USA, drohen die Wirtschaft und insbesondere den Ölsektor des Landes zu sanktionieren, sollte Maduro die Wahlen stattfinden lassen.

Dies bedeutet schlussendlich deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

16.05.2018

Charttechnisches Korrekturpotenzial? – Warten auf IEA und US Ölbestandsdaten

Die Ölpreise zogen gestern wieder einmal deutlich an, wobei WTI sein Hoch der letzten Woche nicht knacken konnte.. Eventuell besteht nun die Möglichkeit, dass die Ölpreise ihr Aufwärtspotenzial vorerst ausgereizt haben, nachdem es in den letzten Wochen ausschließlich nach oben ging.

In den letzten Tagen und Wochen wurde viel von der Eskalation mit dem Iran und den drohenden Sanktionen eingepreist, sodass es ohne einen Produktions- oder Exportrückgang schwierig wird, die Situation weiter als Begründung für starke Preissteigerungen heranzuziehen.

Die Stimmung bleibt dennoch tendenziell bullish. Die hohe Nachfrage, das knappe Angebot und die Aussicht, dass die Ölproduktion des Iran und Venezuelas sinken dürfte wird die Preise weiterhin stützen.

Trader werden heute vor allem auf Impulse vom IEA Monatsreport am späten Vormittag und vom DOE Bericht am Nachmittag um 16:30 Uhr warten.

Da die Ölpreise von den gestrigen Höchstständen wieder etwas zurückkamen, deutet sich ein Preisniveau unterhalb des Vortageshochs an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

15.05.2018

Schwacher Euro und feste Futures – Inlandspreise steigen wieder

Der OPEC Report von gestern hat gezeigt, dass es den Markt unterversorgt sieht und die Bestände weiter sinken. Laut dem Monatsbericht liegen die Bestände nur noch knapp über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Bleibt die OPEC weiter bei ihren Produktionskürzungen, so wird dies ein Angebotsdefizit im laufenden Jahr generieren. Venezuelas Ölförderung bleibt in einer rasanten Abwärtsspirale und verlor erneut deutlich an Boden. Geht dies in dieser Geschwindigkeit voran, wird es schwer sein die Verluste auszugleichen.

Die EU will sich zwar nicht an den Sanktionen der USA gegen den Iran beteiligen, doch die USA haben angekündigt auch europäische Firmen zu sanktionieren, sollten sich diese nicht an die Vorgaben halten.

Die Unruhen an der Grenze Israels haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Versorgung, dennoch ist dies nicht gerade ein Zeichen der Stabilität. Die 80 Dollar, die bei Brent nicht mehr allzu weit entfernt ist, könnte eine Zielmarke für Trader werden.

Für Heute deuten sich erneut deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

14.05.2018

Technische Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt

Mit der Entscheidung der USA die Sanktionen gegen den Iran wieder einzuführen, stiegen die Ölpreise. Bisher hält sich der Einfluss auf die physische Verfügbarkeit allerdings in Grenzen denn die USA haben eine Übergangsfrist von ca. 6 Monaten gewährt. Einige Analysten glauben allerdings, dass sich nun eine Konstellation ergibt, mit der Brent auf über 80 Dollar, mittel- bis langfristig sogar wieder bis 90 oder 100 Dollar steigen könnte.

Sollte das Ölangebot mit den Sanktionen weiter sinken, sind durchaus noch weitere Aufwärtspotenziale am Markt vorhanden. Doch es werden bereits auch Stimmen am Markt laut, die darauf verweisen, dass die OPEC nun die Produktionskürzungen zurückfahren könnte. Saudi-Arabien hatte jedenfalls angekündigt wegfallende Exporte des Iran zu ersetzen und auch andere Länder dürften bei den momentan höchsten Ölpreisen der letzten 3,5 Jahre erpicht sein, etwas von diesem Kuchen ab zu bekommen.

Einige Trader nutzen die Konstellation nun erst einmal für Gewinnmitnahmen, denn die Sanktionen gegen den Iran wurden bereits über Wochen eingepreist.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish 

11.05.2018

Sanktionen und geopolitische Risiken halten Ölpreise auf hohem Niveau

Der jüngste militärische Schlagabtausch zwischen Iran und Israel hat das Risiko eines offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern erhöht. Die Gefahr, die hiervon ausgehen könnte, wäre für die Region enorm und stellt auch ein Risiko für die Verfügbarkeit von Rohöl dar. Auch die Sanktionen der USA gegen den Iran können die Marktlage weiter verknappen. Zwar rechnen Analysten nur mit einem Ausfall, jedoch ist die Marktlage auch ohne diese Ausfälle bereits äußerst knapp.

Die Überkapazitäten sind schon längst abgebaut und so lange sich die OPEC weiter an die Produktionskürzungen hält wird sich dies vermutlich auch kurzfristig nicht ändern.

Bei abnehmenden Beständen und der anstehenden Sommernachfrage bleibt das Abwärtspotenzial aus jetziger Sicht sehr begrenzt. Im Marktfokus steht vor allem wie sich die Spannungen zwischen Iran und Israel sowie die angekündigten Sanktionen der USA gegen den Iran entwickeln werden.

Nachdem die Futures gestern ein neues 3,5-Jahreshoch erreicht haben, bleiben diese auch heute Morgen weiter auf hohem Niveau.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

09.05.2018

Trump und API lassen Ölpreise steigen – Öl so teuer wie seit November 2014 nicht mehr

Von der Wiedereinführung der US Sanktionen gegen den Iran dürfte wohl kaum einer überrascht sein, war das doch lange genug Thema und auch schon weitestgehend eingepreist.

Die Sanktionen gelten zwar sofort, die Übergangszeit wird es allerdings ermöglichen, dass die neue Verhandlungen geführt werden können und dass die Ölexporte des Irans nicht gleich in vollem Umfang einbrechen. Wie gross der Einfluss auf die Verfügbarkeit letztlich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Unsicherheit Geschäfte mit dem Iran abzuschliessen ist allerdings deutlich gestiegen.

Die Ölpreise reagieren zunächst vor allem auf die bullishen Bestandsdaten des API, bei denen Abbauten in allen Kategorien gemeldet wurden, sowie auf die Ankündigung der Sanktionen gegen den Iran und setze die späte Aufwärtsbewegung heute Morgen fort und klettern auf den höchsten Stand seit November 2014. Dies ergibt somit deutliche Preissteigerungen. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish

08.05.2018

Ölpreise geben nach Trump Tweet nach – US Präsident wird heute über Sanktionen entscheiden 

Der Ölpreis an den Börsen ist im letzten Monat um fast 14% gestiegen. Vor allem die Drohung Trumps gegen den Iran hatte zu dieser Rallye geführt. Trader haben sich auf das Schlimmste vorbereitet und eine Verknappung zum Teil eingepreist. Der Markt ist so kurzfristig extrem von der Laune in Trumps Fingerspitzen auf Twitter abhängig. Spätestens aber die Pressekonferenz am Abend um etwa 20 Uhr im Weißen Haus wird maßgeblich für den Markt sein.

Saudi-Arabien hat bisher auch keine Ambitionen die Kürzungen zu reduzieren, hat man doch ein Preisziel von etwa 80 Dollar im Visier. Doch innerhalb der OPEC ist dies nicht ganz unumstritten. Der Iran präferiert daher die 60 Dollar als ein angemessenes Niveau und nimmt damit ganz offen eine Konterposition zu Saudi-Arabien ein.

Am heutigen Abend stehen gleich mehrere, wichtige Ereignisse an. Die Volatilität wird nach den europäischen Geschäftszeiten daher vermutlich extrem zunehmen.

Für heute Morgen deuten sich keine besonders großen Preisanpassungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

07.05.2017

Angst vor Iran-Sanktionen – Ölpreis schießt auf 3,5-Jahreshoch 

Der Ölmarkt bleibt diese Woche weiter fest im Griff der Bullen, die sich mit den drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran in einer gestärkten Position sehen. Sollten die USA Handelseinschränkungen gegen den Iran einsetzen, würde dies die Ölpreise vermutlich weiter nach oben treiben. Lieber sichert man sich gegen eine mögliche Preisrallye ab, denn bislang gibt es wenig, dass auf eine Kehrtwende hindeutet

So lange OPEC und die Nicht-OPEC Länder weiter an ihren Produktionskürzungen festhalten, gibt es kaum etwas, das auf eine verbesserte Versorgungslage hindeutet. Im Frühjahr blieb zudem der saisonale Aufbau der Vorräte aus, mit denen man sich auf die Sommernachfrage einstellt, sodass auch von dieser Warte her wenig Hoffnung für eine bessere Versorgung besteht.

In der Gesamtbetrachtung gibt es kaum Trader, die auf fallende Kurse setzen, sodass die Preise in den frühen Morgenstunden schon einen Satz nach oben gemacht haben und sich so aktuell erhebliche Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental neutral/bullish                           Chartanalyse neutral bis bullish 

04.05.2018

Aufwärtsbewegung am späten Abend – Brent Pipeline wurde abgeschaltet 

Noch acht Tage bis die von Trump genannte Deadline für das Atomabkommen mit dem Iran erreicht ist. Am 12. Mai will die US Regierung über mögliche neue Massnahmen entscheiden, die eventuell auch die Ölversorgung negativ beeinflussen könnte. Mit dieser Aussicht bleiben die Marktteilnehmer bereits seit Wochen in Habachtstellung, sodass grössere Abwärtsbewegungen an den Börsen derzeit nicht möglich sind.

Nichtsdestotrotz rechnen die meisten Akteure mit einem Ausstieg der USA aus dem bestehenden Abkommen. Insbesondere Macron hatte diese Erwartungshaltung nach seinem US Besuch vergangene Woche bestärkt. Experten gehen davon aus, dass der 12. Mai ein Tag mit nur zwei Optionen sein wird. Entweder verschärfen die USA die Sanktionen gegen den Iran, oder man verzichtet auf Sanktionen, womit die Preise nachgeben würden.

Ohne eine Entscheidung zum Iran wird sich an den Preisniveaus vermutlich nicht viel tun und die Volatilität wird hoch bleiben.

Für Heute sind keine grösseren Preissteigerungen zu erwarten. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish 

03.05.2018

Futures nach Fed Kommentaren wieder fester – Bearishe DOE Daten mit begrenztem Einfluss 

Die US Ölbestandsdaten fielen zwar bearish aus, konnten die Preise allerdings nicht besonders stark belasten. Ganz erheblichen Anteil an daran haben die drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran. Der Markt rechnet eigentlich bereits fest damit, dass die USA aus dem Atomabkommen in seiner jetzigen Form aussteigen werden.

Auch wenn noch undurchsichtig bleibt, welche Sanktionen die USA wieder einführen wollen, so fürchtet der Markt Probleme bei der Verfügbarkeit von Rohöllieferungen aus dem Iran. Die Entscheidung wird vermutlich am 12. Mai fallen, sodass bis dahin größere Kursverluste wohl ausbleiben sollten.

Auf der anderen Seite sind aber auch Preisanstiege limitiert. Denn zum einen erreicht die US Ölproduktion immer neue Rekordhochs und zum anderen bleibt bis zum 12. Mai unklar, ob die Ölexporte des Iran überhaupt von den Sanktionen betroffen sein werden. Von daher bleibt eine klare fundamentale Richtungsvorgabe für den Moment schwierig.

Unterm Strich ergeben sich daher nur geringe Preisveränderungen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

02.05.2018

Futures geben über Feiertag deutlich nach – US Ölproduktion deutlich gestiegen 

Der israelische Premierminister hatte am Montag noch von Beweisen für ein iranisches Atomprogramm gesprochen, doch die IEA bestreitet derartige Belege.

Trump hatte die Importzölle auf Stahl und Aluminium für die EU nochmals um einen Monat aufgeschoben, was von einigen Marktteilnehmern als Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft gewertet wird. Womöglich ergeben sich auch im Falle des Iran neue Möglichkeiten, bevor die USA die ganz scharfen Sanktionen gegen Teherans Ölindustrie auspackt.

Die leichte - wenngleich indirekte - Entschärfung der zugespitzten Lage im Nahen Osten wird flankiert von einer höheren US Ölproduktion. Die US Ölförderung steigt schneller als erwartet und limitiert damit das Aufwärtspotenzial.

Die generelle Marktlage bleibt damit unverändert in einem Spannungsfeld, bei dem eine rasant steigende US Ölförderung Preisanstiege verhindert, geopolitische Risiken im Nahen Osten und die Produktionskürzungen der OPEC größeren Preisabschlägen allerdings entgegenstehen.

Während die Produkte gestern stark nachgaben, begrenzt der stärkere Dollar-Kurs allerdings die Abwärtspotenziale, so dass die Preise leicht steigen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

30.04.2018

Ölpreise geben ohne neue Impulse leicht nach – Fokus auf Iran und Handelsstreit 

Marktteilnehmer bleiben in einer generellen Long-Position, da vor allem das Risiko weiterer Produktionsausfälle Sorgen bereitet. Die Marktlage ist derart knapp, dass jeder weitere Ausfall am physischen Markt sofort spürbar ist und den Unterschied zwischen einem ausgeglichenen Markt und einer Unterversorgung machen kann.

Probleme in der Ölversorgung könnten vor allem entstehen, sollten die USA die Sanktionserleichterungen gegen den Iran am 12. Mai aufheben. Je nachdem welche Sanktionen die USA wieder einführen, könnte dies die Ölexporte des Irans hart treffen und die Ölförderung des Landes damit sinken lassen. Vor dem 12. Mai, wenn die USA die Sanktionen vermutlich benennen werden, bleiben die Abwärtsspielräume an den Ölbörsen klar begrenzt.

Auf der anderen Seite stehen nun aber auch wieder der Handelsstreit zwischen den USA und der EU im Fokus. Ab morgen sollen die Strafzölle auf Aluminium und Stahl auch für die EU gelten, die Gegenzölle angekündigt hat. Der Handelsstreit könnte sich damit weiter ausdehnen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

27.04.2018

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Geopolitische Faktoren bleiben im Mittelpunkt 

Die Ölpreise sind seit Anfang April um etwa 6 bis 7 Dollar gestiegen, was fast vollständig auf geopolitische Risikofaktoren zurückzuführen ist. Der kurze Produktionsausfall in Libyen ging dabei ebenso fast unter wie bearishe Meldungen, die am Markt derzeit weitestgehend ignoriert werden.

Im Vergleich zu den letzten Jahren sind die Ölbestände extrem niedrig, sodass der Puffer für Angebotsausfälle sehr klein ist. Die sinkende Produktion in Venezuela, ein möglicher Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, eine instabile Lage in Libyen und eine vermutliche Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Länder in 2019 stellen daher ein großes Risiko für die Versorgungslage dar. Trader berücksichtigen dies durch die Einpreisung einer Risikoprämie, die die Futures auf hohem Niveau halten.

Im Fokus wird kurzfristig vor allem weiter Trump und seine Iran Politik bleiben. Die Deadline für eine Entscheidung der US Regierung ist der 12. Mai.

Für die Preise bedeutet dies aktuell leichte Preissteigerungen zum Vortag. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

26.04.2018

Futures ziehen trotz bearisher Bestandsdaten an – Macron rechnet mit Ausstieg aus Atomdeal 

Die wöchentlichen US Ölbestandsdaten waren gestern eindeutig bearish, doch der Einfluss blieb gering. Die Zahlen reichten nicht aus, um die Preise substanziell nach unten zu drücken, der größte Fokus liegt offenbar noch immer bei den geopolitischen Spannungen mit dem Iran.

Standen die Anzeichen hier zu Beginn der Woche noch auf Entspannung so hat Macron die Hoffnungen wieder etwas gedämpft. Der französische Präsident fürchtet, dass Trump mit den USA am 12. Mai aus dem Abkommen aussteigen und die Sanktionen gegen Teheran wieder implementieren wird. Dann drohen Ausfälle bei den Exporten, mit denen die knappe Marktlage zusätzlich strapaziert wird, sodass die Ölpreise dann vermutlich wieder kräftig anziehen.

Die sich nun wieder breit machende Unsicherheit der Marktteilnehmer führt zu einer höheren Risikoprämie, sodass die Notierungen in der Nacht anzogen und die Stimmung wieder leicht bullish einzuordnen ist.

Diese Kombination verteuert die Preise, sodass heute Morgen mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist. 

Fundamental neutral  bis bullish                    Chartanalyse neutral 

25.04.2018

Neuer Iran-Deal? - Ölpreise geben in der Nacht nach 

Die Ölnachfrage lag dieses Jahr bisher über dem erwarteten Niveau. Im ersten Quartal wurde das höchste Nachfragewachstum der letzten Jahre registriert. Gleichzeitig hatte die OPEC mit ihren Produktionskürzungen Erfolg. Die OECD Ölbestände sind auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau gesunken, Venezuelas Ölindustrie fördert Monat für Monat weniger Öl und die USA drohen dem Iran mit neuen Sanktionen.

Eine Mischung, die die Ölpreise in den letzten Wochen permanent stützte und auf das höchste Niveau seit 3,5 Jahren trieb. An der geopolitischen Front gibt es nach den Kommentaren Macrons, der einen möglichen neuen Deal mit dem Iran andeutete, Anzeichen einer Entspannung. Die USA wollen am 12. Mai entscheiden, ob sie die Sanktionserleichterungen, die im Zuge des Atomabkommens 2015 gewährt wurden, wieder streichen werden.

Der Fokus der Trader wird in den kommenden Wochen, bis zur Entscheidung der USA, explizit auf diesem Thema liegen. Darüber hinaus stehen heute auch die US Ölbestandsdaten auf der Agenda. Für heute deuten sich leichte Preissenkungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish 

24.04.2018

Ölpreise ziehen im späten Handel deutlich an – Brent erreicht neues 3,5 Jahreshoch 

Trump hatte getwittert, dass er die künstlich hohen Ölpreise der OPEC nicht akzeptieren werde. In Wahrheit fehlen ihm jedoch die Mittel gegen die Verknappung des Angebots durch die Produktionskürzungen nachhaltig vorzugehen. Die Aussicht auf Sanktionserleichterungen gegen einen russischen Rohstoffhersteller hatte die angespannte geopolitische Stimmung gestern zwar etwas gelockert, doch an der tendenziell bullishen Grundeinstellung des Marktes hat dies nicht viel verändert.

Vor allem gegenüber dem Iran hatte die politische Führung einen immer wieder kompromisslosen Ton angeschlagen und wird vermutlich am 12. Mai über ein (teilweises) Ende der gewährten Sanktionserleichterungen beschliessen, sodass eine erneute Verschärfung der Sanktionen potenziell das Ende des gesamten Abkommens bedeuten könnte.

Auf der anderen Seite bleibt die Versorgungslage am Markt weiter knapp. Die Oelnachfrage legte im ersten Quartal so stark zu wie seit 2010 nicht mehr und die Bestände sinken kontinuierlich.

Die Ölpreise starten nach der späten Aufwärtsbewegung von gestern deutlich fester in den Tag und ergeben aktuell deutliches Potenzial für Preissteigerungen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

23.04.2018

Produktionsausfall in Libyen - Futures bleiben fest 

Die US Ölindustrie boomt weiter. Mehr Ölbohranlagen bedeuten dabei, dass noch intensiver nach neuen Ölquellen gesucht wird. Es ist also davon auszugehen, dass der Trend eine langfristig positive Entwicklung bei der US Ölförderung andeutet.

Auch wenn die USA in diesem Jahr so viel Öl wie noch nie förderten, so sank die Ölproduktion der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die sich an den gemeinsamen Produktionskürzungen beteiligt haben.

In Verbindung mit der starken Ölnachfrage hat sich die Marktlage damit in diesem Jahr deutlich verknappt, sodass weitere Produktionsausfälle die Verfügbarkeit direkt treffen und die Bestände belasten. Doch auch mögliche neue Sanktionen gegen Venezuela und den Iran könnten die Ölpreise weiter nach oben treiben.

Mit Blick auf die Exportprobleme Libyens und den drohenden Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, bleibt die fundamentale Grundkonstellation bullish einzustufen. Für die Preise bedeutet dies Preissteigerungen im Vergleich zum Freitag. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral 

20.04.2017

Gewinnmitnahmen vor OPEC Meeting – Preise etwas überhitzt 

Nachdem zum Wochenanfang die Risikoprämie bezüglich Syrien reduziert wurde, zogen die Preise zur Wochenmitte kräftig an. Sinkende US Ölbestände und eine extrem hohe Nachfrage hatten die Notierungen nach oben getrieben. Gleichzeitig fokussiert sich der Markt zunehmend auf mögliche Sanktionen gegen den Iran.

In Anbetracht der Gesamtkonstellation von hoher Nachfrage, sinkenden Beständen und drohenden geopolitischen Spannungen, die das Ölangebot reduzieren könnten, spricht momentan wenig für eine starke Abwärtsbewegung. Folglich bleiben die Preise weiterhin gestützt.

Ein möglicher Handelsstreit mit den USA könnte das globale Wirtschaftswachstum allerdings dämpfen und auch die hohen Ölpreise könnten sich negativ auf die Nachfrage auswirken.

Es sind viele Bausteine und Unwägbarkeiten, die den Markt derzeit unberechenbar machen. Zwar wurden im späten Handel gestern ein paar Gewinne mitgenommen, jedoch deuten sich bei den Inlandspreisen dennoch leichte Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

19.12.2018

Futures klettern auf neue 3,5 Jahreshochs – Bullishe DOE Daten stützen die Preisniveaus 

Die OPEC scheint bisher keinen Gedanken daran zu verschwenden die Produktionskürzungen zurückzufahren, obwohl man das eigentlich gesetzte Ziel, die Bestände auf das 5 Jahresdurchschnittsniveau zu drücken, schon erreicht hat, bzw. kurz davorsteht.

Marktteilnehmer warnen vor einer zu starken Verknappung, mit der sich ein Angebotsdefizit ergeben könnte, was die Preise hoch halten würde.

Aus Kreisen der OPEC hörte man zuletzt immer wieder, dass man auch eine solche Phase hinnehmen müsse, wenn es denn dazu beitrage den Markt langfristig in ein Gleichgewicht zu bringen.

Insgesamt ist die Stimmung am Markt wieder tendenziell bullish. Die Vorräte sinken weiter, bevor die starke Sommernachfrage richtig zuschlägt. Gleichzeitig nimmt die Förderung in Venezuela ab und im Iran drohen neue Sanktionen durch die USA, die die Ölversorgung treffen könnten.

Die Futures starten damit nun ein 3,5 Jahreshoch-Niveau. Daher sorgt diese Konstellation am Morgen für deutliches Aufwärtspotenzial bei den Preisen. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral 

 18.04.2018

Abbauten bei US Ölbeständen – Rohöl zieht in der Nacht an 

Das geopolitische Risiko bezüglich Syrien hat sich seit dem Wochenende etwas verringert, nachdem die Gegenschläge Russlands ausblieben. Zum Wochenauftakt gab es daher Potenzial für Gewinnmitnahmen, die nun umgesetzt wurden und die Preise zeitweise belasteten. Dennoch bleiben die Spannungen im Nahen Osten weiter gross, sodass eine stärkere Korrektur nicht möglich war.

Im Blickpunkt der Marktteilnehmer nun vor allem der Iran, dem die USA schon seit längerem mit neuen Sanktionen droht. Werden die Sanktionen gegen Teheran wieder verschärft, könnte dies die Ölexporte des Landes treffen, was die Spannungen dramatisch zuspitzen könnte.

Das geopolitische Risiko bei derzeit sinkenden Ölbeständen halten die Ölpreise auf hohem Niveau.

Kurzfristig werden die Trader nun aber vor allem auf die US Ölbestandsdaten des DOE von heute Nachmittag warten.

Mit den Lagerzahlen zogen in der Nacht vor allem die Rohölpreise an. Die starken Preisnachlässe, die sich zum Teil schon gestern angekündigt hatten, wird es jedoch nicht unbedingt geben. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

17.04.2018

Technische Gewinnmitnahmen – US Ölproduktion nimmt weiter zu

Die gestern zu beobachtenden Kursbewegungen an den Ölbörsen war die erwartete Reaktion der Marktteilnehmer auf die relativ glimpflich verlaufene Intervention der USA in Syrien. Hatte man vorher noch eine Eskalation auch mit Russland befürchtet und dies teilweise mit einer Risikoprämie eingepreist, so hat sich die Stimmung nun wieder beruhigt.

Was jedoch nicht vernachlässigt werden darf ist die noch immer offene Problematik mit dem Iran. Auch wenn sich das Aufwärtspotenzial mit dem nun wieder angeregten Dialog im Fall Syrien reduziert hat, so bleibt dieser Faktor in den kommenden Wochen ein erhebliches Preisrisiko an den Märkten.

Unterdessen nimmt die US Ölproduktion weiter rasant zu. Die Produktion im April wird von der EIA zwar niedriger als zuvor erwartet, dafür soll diese im Mai allerdings wieder kräftig zulegen.

Im Vergleich zur letzten Woche haben die Ölpreise etwas nachgegeben. Dank des festeren Euro/Dollar-Kurses deuten sich zum Vortag aktuell leichte Abwärtspotenziale an.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral bis bearish

16.04.2018

Nach Militärschlag in Syrien – Ölpreise starten mit Gewinnmitnahmen

Nachdem der Militärschlag der USA gegen Syrien nun erfolgt ist, ist eine wesentliche Unsicherheit vom Markt genommen. Der Einfluss der Intervention ist gering, sodass die Preise etwas sinken könnten. Wie es in diesem Konflikt nun zwischen allen beteiligten Parteien weitergeht, wird aber dennoch einen erheblichen Einfluss auf die Ölpreise haben.

Momentan gibt es hier keine weiteren Drohungen und beide Seiten setzen offenbar auf Dialog. Sollten die Verhandlungen allerdings scheitern und Handelseinschränkungen kommen, so könnte dies die Ölnachfrage empfindlich stören. Neben Syrien ist dies das zweite grosse Thema, dass die Märkte in den kommenden Wochen beschäftigen wird.

Das dritte sind die möglichen Sanktionen gegen den Iran. Ohne Zweifel wäre dies ein bisher noch nicht vollständig eingepreistes Risiko, dass die Preise weiter steigen lassen kann.

Nachdem der Syrien Konflikt seinen grossen Schrecken nun verloren hat, geben die Ölpreise heute Morgen etwas nach und es ergeben sich aktuell daher nur kleinere Preisveränderungen. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral

13.04.2018

Aufwärtsdynamik ausgebremst – Risiken weitestgehend eingepreist 

Syrien bleibt zwar im Zentrum des Marktinteresses, jedoch dürften die damit verbundenen Risiken mittlerweile weitestgehend eingepreist sein. Die Futures reagieren daher kaum, wenn es keine weitere Eskalation gibt.

Dies bietet nun bei einer Beruhigung der Lage wieder Potenzial für ein paar Gewinnmitnahmen. Eine rasche Abwärtsbewegung ist aber in jedem Fall unwahrscheinlich, da auch noch immer Sanktionen gegen den Iran drohen.

Das Weiße Haus, allen voran Donald Trump, will die Sanktionen gegen Teheran wieder verschärfen, was auch das Atomabkommen mit dem Iran aufs Spiel setzen würde. So lange nicht klar ist, ob der Iran wieder sanktioniert wird und ob dies einen Einfluss auf dessen Ölexporte hat, so bleiben starke Gewinnmitnahmen vermutlich aus.

Da die Ölbörsen in etwa auf den Niveaus von gestern konsolidieren und auch beim Euro/Dollar-Kurs keine großen Veränderungen anstehen, deuten sich bei den Inlandspreisen für den Moment keine deutlichen Preisänderungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

12.04.2018

Preise ungültig, nur für Marktkommentare und Marktinformationen 

Wir bitten um Anfrage bei einem konkreten Bedarf, die Preise können während des Tages sehr volatil sein (Börse/Währung etc.). Wir berechnen für Sie gerne ein detailliertes Angebot (auch Terminpreise). 

Brandherd Syrien bestimmt das Geschehen – WTI klettert auf 3,5 Jahreshoch

 In dieser Woche hat sich eine Faktorkombination gebildet, die es Tradern schwierig macht auf fallende Preise zu setzen. Trump droht nach dem Giftgasangriff in Syrien mit einem Raketenangriff. Russland warnt im Gegenzug die USA vor einer Einmischung.

Hinzu kommt, dass die EIA die Marktlage für 2018 und 2019 in ihrem Monatsreport gestern knapper als zuletzt einschätzt.

Bisher hat sich zwar an der physischen Verfügbarkeit von Öl nichts verändert, doch Trader sind unter diesen Umständen kaum bereit mit Short-Positionen auf fallende Preise zu setzen.

Die bearishen US Ölbestandsdaten von gestern geraten daher in den Hintergrund, während man nun auf die militärische Intervention der USA und mögliche Reaktionen Russlands wartet. Sollte die Lage weiter eskalieren könnten die Preise noch weiter steigen.

Aktuell ziehen die Ölpreise leicht an, bleiben dabei allerdings unter den späten Vortageshochs von gestern. Damit ist aktuell mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral 

11.04.2018

API bremst Preisanstieg vorübergehend aus – Brent erreicht 3,5 Jahreshoch 

Der Konflikt in Syrien steht weiter im Mittelpunkt des Marktinteresses und sorgt für einen weiteren Anstieg der Risikoprämie. Eine Eskalation der USA, würde weitere Konflikte und Spannungen erzeugen. Die Meldungen sind zuletzt überwiegend bullish, was die Stimmung am Markt nicht unbedingt beruhigt. Nachdem der drohende Handelskrieg die Preise zuvor belasteten, sorgt die Entspannung nun für eine gegensätzliche Reaktion.

Der Monatsbericht der EIA von gestern Nacht zeichnet ein wieder bullisheres Gesamtbild der Versorgungslage. Zwar soll es 2018 noch eine Überversorgung geben, zum nächsten Jahr soll diese aber so gut wie aufgebraucht sein.

Die US Ölbestandsdaten des API sind zwar bearish ausgefallen, doch die Anzahl der stützenden Faktoren überwiegt derzeit am Markt. Die Ölpreise kommen in den Morgenstunden zwar von ihren Hochs in der Nacht zurück, bleiben damit aber weiter deutlich über den Niveaus von gestern Nachmittag, sodass bei den Inlandspreisen aktuell noch immer weitere deutliche Preissteigerungen abzeichnen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

10.04.2018

Ölpreise mit technischen Kaufsignalen fester 

US Präsident Trump hat auf den mutmasslichen Giftgasangriff der syrischen Armee eine Reaktion angekündigt, wobei bisher noch nicht bekannt ist, wie diese aussehen wird. Marktteilnehmer machen diese Aussagen etwas nervös, denn beim letzten Mal wurden Marschflugkörper auf Militäreinrichtungen Syriens abgefeuert.

Die Aussicht auf zunehmende Spannungen mit Russland und im Nahen Osten ist immer ein Anlass, die Risikoprämie an den Ölbörsen zu erhöhen. Dies hatte bereits gestern Auftrieb gegeben und sollte auch in den kommenden Tagen ein bullisher Faktor bleiben.

Was den Handelsstreit mit China angeht, so könnte sich die Stimmung hier wieder etwas beruhigen. Kurzfristig werde es keine neuen Zölle geben und man setze nun auf Verhandlungen.

Auch bleiben Iran und Venezuela Thema am Markt. Sollten Massnahmen ergriffen werden, könnte auch der Atomdeal auf der Kippe stehen und die Ölexporte aus dem Iran sinken. Dies würde das Angebot verknappen und damit die Preise stützen.

Für heute bedeutet dies weitere deutliche Preissteigerungen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bullish 

09.04.2018

Handelsstreit hält Märkte weiter in Atem – Preise zum Wochenstart etwas weicher 

Der Handelsstreit zwischen China und den USA bleibt weiter das Top Thema an den Finanzmärkten. Der Welthandel und das Wirtschaftswachstum könnte geschwächt und damit auch die Ölpreise belastet werden. Allerdings darf man auch nicht den Iran vergessen, den US Trump gerne mit neuen Sanktionen belegen würde. Bisher ist aber weder bekannt, ob diese überhaupt kommen und wie diese aussehen können.

Der Markt bewegt sich somit weiter in einem Spannungsfeld aus den möglichen bullishen Konsequenzen aus neuen Sanktionen gegen den Iran sowie den negativen Folgen auf den Welthandel durch den Zwist zwischen China und USA. Dies führt zu der momentan hohen Volatilität an den Märkten, die die Ölpreise immer wieder in die eine oder andere Richtung ausbrechen lassen.

In dieser Woche wird der Fokus einmal mehr auf den US Ölbestandsdaten liegen, aber auch auf die neuen Monatsberichten der EIA, IEA und OPEC.

Bei den Preisen deuten die Vorgaben weiter auf moderate Preisnachlässe. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

06.04.2018

Trump verschärft Ton gegenüber China – Ölpreise geben in der Nacht nach 

Mit den neuen Drohungen Trumps im Handelsstreit rückt dieses Thema wieder in den Fokus des Marktes. Die Meldung kam in der Nacht und hatte zu einem Kursverlust bei den Rohölsorten gesorgt.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet daher den Markt weiterhin, so lange sich die beiden Seiten nicht wieder annähern. Dies drängt momentan andere Faktoren in den Hintergrund, die man allerdings nicht vergessen sollte. Die USA hatte zuletzt auch immer wieder mit neuen Sanktionen gedroht.

Zudem steigen die US Rohölbestände zu dieser Jahreszeit typischer Weise, was bisher noch nicht erfolgte. Dies sei bezeichnend für die Versorgungslage, und sollte sich dies nicht bessern, so besteht die Gefahr eines Preisanstiegs.

Heute Morgen reagiert der Ölmarkt zunächst mit Gewinnmitnahmen auf die Drohungen Trumps. Die Preise bleiben mehrheitlich aber über den Vortagestiefs, sodass sich bislang nur kleinere Preisanpassungen zum Vortag andeuten. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral 

05.04.2018

US Ölbestandsdaten lassen Ölpreise wieder anziehen 

Die Ölvorräte wollen einfach nicht zulegen und sinken von Woche zu Woche. Die Versorgungslage verbessert sich damit nicht, was die Preise weiter stützt. Diese Entwicklung ließ vor allem gestern die Preise steigen, bleibt aber auch mittelfristig ein bullisher Faktor.

Werden die Handelszölle weiter nach oben geschraubt, so wirkt sich dies mittelfristig negativ auf das globale Wirtschaftswachstum aus. Der Markt könnte dann für das Gesamtjahr ein Überangebot aufweisen, was die Lager füllt und die Preise unter Druck hält.

Sollte es zu neuen Sanktionen kommen, besteht die Möglichkeit, dass die Ölexporte sinken und damit die Ölpreise wieder steigen. Trader würden auf neue Vorkommnisse in diese Richtung sicherlich mit der Einpreisung einer Risikoprämie reagieren.

Gestützt von den US Ölbestandsdaten von gestern Nacht, bleiben die Futures in den Morgenstunden auf einem relativ hohen Niveau, verglichen mit den Preisen von gestern Mittag. Dies sorgt bei den Inlandspreisen für moderate Preisaufschläge am Vormittag. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

04.04.2018

Futures bleiben trotz bullisher API Daten relativ niedrig 

Auch wenn die Preise gestern leicht anzogen, so bleiben Sie im Vergleich zu den Jahreshochs von Ende März auf relativ niedrigem Niveau. Die unerwarteten Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen sind tendenziell bullish anzusehen und stützen die Preisniveaus.

Belastend bleibt unterdessen das weiter angespannte Verhältnis zwischen USA und China. Sollten weitere Zölle den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften eingeführt werden, würde dies das Wachstum beider Länder bremsen und die Ölnachfrage negativ beeinflussen.

Die Geschwindigkeit des Produktionsrückgangs bleibt hoch, was die Versorgungslage negativ beeinflusst. Auf der anderen Seite sollte die US Ölproduktion nach dem kalten Jahresanfang nun kräftig zulegen, darauf deuten zumindest die Erwartungen der Experten und Agenturen hin.

Ansonsten bleibt die Nachrichtenlage auch heute Morgen weiter ruhig. Die Preise bleiben dabei im Vergleich zu gestern Mittag allerdings noch immer auf etwas höherem Niveau, sodass sich Preisaufschläge im Vergleich zum Vortag ergeben. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

 03.04.2018

Ölpreise geben an Ostern spürbar nach 

Die Analysten sehen die Marktlage insgesamt knapper als im letzten Jahr, weshalb die Preisprognosen zuletzt stetig nach oben korrigiert wurden. Dies lässt darauf schliessen, dass sich die Versorgungslage zwar verknappt hat, man im Jahresverlauf jedoch mit einer Besserung rechnet, die sich auch auf die Preise auswirken wird.

Die Förderkürzungen müssen irgendwann zurückgefahren werden, denn der aktuelle Deal läuft nur noch bis Ende des Jahres. Einige Produzenten bauen ihre Produktionskapazität aus und scharren schon mit den Hufen die Investitionen in Erlöse umzusetzen.

Massgeblich für die Nachfrageentwicklung könnte nun sein, wie sich die globale Handelspolitik entwickelt. Ein Handelskrieg, wie ihn einige am Markt fürchten, würde die Nachfrage schwer treffen und wieder mehr für eine Überversorgung sprechen.

Nachdem am langen Osterwochenende eine starke Abwärtsbewegung bei einem extrem geringen Handelsinteresse registriert wurde, steht wohl ein spannender Wochenauftakt ins Haus, der sehr volatil werden könnte. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

29.03.2018

Technische Verkaufssignale – Futures nach Abwärtsbewegung wieder auf Vortagesniveau

Nachdem die Ölbestandsdaten von gestern erneut bullish zu interpretieren waren, blieb eine deutliche Aufwärtsbewegung dennoch aus.

Geht es trotz bullisher Meldungen nicht weiter nach oben, ist dies oft ein Zeichen, dass der Markt etwas überkauft und dann anfällig für eine Korrektur ist. Die gestrige Abwärtsbewegung war dann eine eben solche Korrekturbewegung.

Die Unsicherheit am Markt bleibt groß, denn einige wichtige Aspekte bleiben noch ungeklärt. Auch wenn die bullishen Aspekte für die Ölpreise momentan überwiegen, so sind die meisten Elemente wohl schon eingepreist, weshalb wir einen weiter neutralen Standpunkt einnehmen.

Die Öl Futures sind nach ihrer kurzfristigen Abwärtskorrektur von gestern Abend mittlerweile wieder in etwa auf die Niveaus von gestern Nachmittag zurückgekehrt. Der Euro/Dollar-Kurs bleibt allerdings schwach und verteuert damit die rechnerischen Inlandspreise, sodass sich für den Vormittag leichte Preissteigerungen bei Heizöl, Diesel und Benzin abzeichnen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

28.03.2018

Gewinnmitnahmen: Futures kommen von Vortageshochs zurück

Der Ölmarkt bleibt in einem Spannungsfeld zwischen einer schnell steigenden US Ölförderung und den geopolitischen Risiken um einen (von der USA angezettelten) Handelskrieg sowie möglichen Sanktionen gegen den Iran. Dies sorgt für ein anfälliges Gleichgewicht an den Ölbörsen.

Zuletzt hatten die Annäherungsversuche zwischen China und den USA bei Strafzöllen die Gemüter am Markt etwas beruhigt. Dies stützt die Preise, während diese wiederum die Geschwindigkeit erhöht, in der die US Ölindustrie ihre Förderung steigern kann. Je höher die Preise, desto rentabler werden die Ölquellen, sodass dies dem Aufwärtspotenzial an den Börsen entgegenwirkt. Bei Preisniveaus von über 70 Dollar für Brent sind weitere Preissteigerungen zunehmend schwer umzusetzen, so lange das Ölangebot nicht sinkt.

Dies könnte allerdings durch Sanktionen gegen den Iran geschehen. Die USA hat die Rhetorik gegenüber Teheran verschärft und plant offenbar neue Handelseinschränkungen. Die Verfügbarkeit von Rohöl könnte damit sinken.

Die Preisniveaus bleiben daher weiter unberechenbar und auf hohem Niveau.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

26.03.2018

Risikoprämie: Rohöl bleibt im Bereich der 3-Jahreshochs

Alle großen Volkswirtschaften der Welt befinden sich im Aufschwung, weshalb Experten in diesem Jahr ihre Konjunkturprognosen nach oben korrigiert haben. Parallel dazu wird auch der Ölverbrauch stärker steigen, was die Preise an den Börsen stützt.

Die US Ölproduktion steigt schneller als erwartet. Ein Großteil des erwarteten Nachfragewachstums kann durch die zusätzlichen Mengen aus den USA in diesem Jahr wohl aufgefangen werden und umso höher die Preise desto mehr Öl ist aus den USA zu erwarten.

In der letzten Woche überwogen die bullishen Meldungen, weshalb die Notierungen derzeit im Bereich von neuen 3-Jahreshochs liegen. Die Höchstwerte aus Januar wurden allerdings nicht ganz erreicht. Der Anstieg in den Morgenstunden ist weniger auf neue bullishe Meldungen als vielmehr auf die neue Rohöl Futures zurückzuführen.

Die Notierungen kommen von den Höchstständen in der Nacht etwas zurück, bleiben im Vergleich zu Freitag allerdings weiter auf relativ hohem Niveau, sodass sich in den Morgenstunden erneute Preissteigerungen zu Freitag andeuten. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

23.03.2018

Ölpreise ziehen nach Gewinnmitnahmen wieder an 

Der Markt bewegt sich schon seit einigen Wochen in einem Spannungsfeld zwischen Erwartungen eines starken Nachfragewachstums sowie den OPEC Produktionskürzungen auf der einen Seite und einer rasant zunehmenden US Schieferölförderung auf der anderen Seite.

Zusammen mit den Sorgen um US Sanktionen gegen den Iran oder Venezuela, reagierten die Ölpreise daher besonders sensibel auf bullishe Nachrichten.

Die von Trump anvisierten Handelsbarrieren, vor allem gegen China, könnten das globale Wirtschaftswachstum und damit auch die Entwicklung der Ölnachfrage negativ beeinflussen. Dementsprechend hat mit der Unsicherheit auch die Volatilität am Markt zugenommen, was die Preise auch weiter kaum berechenbar macht. 

Die Preisniveaus ziehen in den Morgenstunden zwar an, allerdings liegen diese damit nur etwas höher als die Niveaus von gestern Mittag.  

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

22.03.2018

Preisrallye nach DOE – Deutliche Preissteigerung auch im Inland 

In dieser Woche sind die Meldungen im Markt mehrheitlich bullish, die die Preise nach oben treiben. Die Rallye der letzten beiden Tage ist vor allem das Ergebnis von drei Hauptaspekten, die die Stimmung am Markt entscheidend gedreht hat;

Sanktionen gegen den Iran werden befürchtet, die das Ölangebot sinken lassen könnten. Venezuelas Ölindustrie steht vor dem Kollaps, sodass auch hier die Produktion entscheidend sinken könnte. Zeitgleich denkt die OPEC über eine Verlängerung der Produktionskürzungen nach, während die Bestände in den USA und den OECD Ländern sinken und damit anzeigen, dass die Marktlage bereits deutlich knapper geworden ist.

Zwar ist der Markt nun noch längst nicht ausschließlich bullish, denn schließlich deutet sich in der US Schieferölindustrie ein neuer Boom an, mit dem der Weltmarkt im Gesamtjahr 2018 überversorgt werden könnte. Doch sollte es Probleme in Venezuela oder Iran geben, würde sich die Balance entscheidend ändern.

Mit dem Preissprung gestern, deuten sich heute weitere Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

20.03.2018

Ölpreis nach turbulentem Wochenauftakt auf hohem Niveau 

In den letzten 4,5 Wochen hielt sich WTI in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Diese abwartende Haltung zeigt die Unsicherheit der Marktteilnehmer bezüglich der kommenden Markt- und Preisentwicklung, da man letztlich nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden will.

Es gibt derzeit gute Argumente für eine Preisentwicklung nach oben sowie auch gute Gründe, mit denen man für fallende Ölpreise argumentieren könnte. Bei den US Ölbeständen werden nun langsam Aufbauten bei Rohöl erwartet.

Analysten jedoch schätzen das Risiko einer Aufwärtsbewegung der Preise derzeit etwas höher ein. Dabei ist vor allem den Faktor Venezuela, dessen Ölproduktion dramatisch schnell sinkt, massgebend. Ebenfalls im Blickpunkt: ein möglicher Wechsel der Außenpolitik gegenüber dem Iran, was zum Einpreisen einer Risikoprämie führen könnte.

Der Markt steht somit vor diversen Unsicherheiten. Dennoch bleibt der Markt vorerst wohl weiter volatil, bis sich abzeichnet, welche der gegenläufigen Einflussfaktoren überwiegen wird.

Aktuell bleiben die Ölpreise an ICE und NYMEX weiter auf hohem Niveau  

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

19.03.2018

Futures nach technischer Reaktion fester – Spannungen im Nahen Osten 

Die Stimmung am Markt bleibe weiterhin sehr bullish. Das Marktumfeld sei allerdings längst nicht unbedingt bullish einzustufen, und dies liege nicht ausschließlich an dem erwarteten Produktionsschub der US Schieferölindustrie. Der geplante Börsengang des weltweit größten Ölförderunternehmens gilt mit als einer der Hauptgründe, weshalb Saudi-Arabien sich so vehement für die Produktionskürzungen einsetzt. Je höher der Ölpreis, desto höher der Erlös beim Börsengang. Momentan konzentriert sich der Markt allerdings mehr auf die US Schieferölproduktion und die daraus resultierende Entwicklung des Marktgleichgewichts.

Auch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten sich im Laufe des Jahres zuspitzen, sollten die Sanktionen tatsächlich wieder verschärft werden. Die Ölpreise reagierten bereits in der letzten Woche bullish auf diese Entwicklung und zogen vor allem am Freitag spürbar an. Nach dem Preissprung verbleiben die Futures heute Morgen erst einmal auf hohem Niveau und für heute deuten sich deutliche Preisaufschläge an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

16.03.2018

Handelsspanne spitzt sich weiter zu – Charttechnische Dreiecke haben weiter Bestand 

Die OPEC hatte die US Ölförderung 2018 in ihrem Monatsreport am Mittwoch nach oben korrigiert, gestern folgte dann auch die IEA. Die Experten gehen davon aus, dass das Ölangebot der Nicht-OPEC Länder in diesem Jahr zulegen wird und damit das Nachfragewachstum deutlich übertreffen werde. Die Versorgungslage wird sich damit zwangsläufig im Vergleich zum Vorjahr verbessern.

Die Signale, die in dieser Woche in den Markt kamen, sind damit wenig eindeutig. Auf der einen Seite steigt das Angebot mit der US Schieferölförderung rasant, auf der anderen Seite wird aber auch die Ölnachfrage sehr hoch eingeschätzt. Venezuela und die Spannungen mit Russland bringen Unsicherheiten in den Markt.

Wenig verwunderlich also, dass sich die Ölpreise momentan in einer engen Handelsspanne bewegen. Oft ist dies aber auch die Ruhe vor dem Sturm.

Für Heute deuten sich demnach leichte Preisaufschläge zum Vortag an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

15.03.2018

Ölpreise nach OPEC und DOE volatil aber ohne klare Richtung 

Die EIA sieht ein starkes Produktionswachstum der US Schieferölindustrie im laufenden Jahr und auch die OPEC kommt mittlerweile nicht mehr umhin dieses Potenzial anzuerkennen. Damit gesteht man erstmals ein, dass das Produktionswachstum außerhalb des Kartells in 2018 stärker wachsen wird als die Nachfrage.

Damit hat die OPEC aber eventuell noch immer nicht das gesamte Potenzial des der Schieferölindustrie berücksichtigt und könnte in den kommenden Monaten noch einmal gezwungen sein die Einschätzung nachbessern zu müssen.

Nach dem OPEC Bericht von gestern stellt sich die Versorgungslage im laufenden Jahr tendenziell wieder etwas besser dar. Auch die stark gesunkenen US Produktbestände haben einen stützenden Einfluss, mit dem der bearishe Aspekt der Rohölaufbauten kompensiert wird.

Die Ölpreise dürften in der zweiten Wochenhälfte weiter volatil bleiben, während man heute auf den IEA Bericht wartet. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

Öl-Futures volatil, letztlich aber wenig verändert – US Ölbestände im Blickpunkt 

In den USA rechnet man eigentlich mit klar steigenden Rohölbeständen. Insbesondere in Cushing soll die Serie der Abbauten endlich ein Ende finden und die Verfügbarkeit wieder steigen. Die US Ölbestandsdaten des API sind in Anbetracht dieser Erwartungen eher enttäuschend zu sehen und stützen die Ölpreise leicht. Zumindest haben die Zahlen von gestern Nacht die Abwärtspotenziale deutlich beschnitten.

Die schnell zunehmende US Schieferölförderung ist für Experten auch der Hauptgrund, weshalb es für die Ölpreise eigentlich nicht möglich sei deutlich zu steigen. US Ölproduzenten sichern ihre Fördermengen zunehmend ab, darauf deutet die umfangreiche Hedging Aktivität hin.

Generell ist die Unsicherheit am Markt gestiegen, sodass die Volatilität zur Wochenmitte zunehmen dürfte. Der Markt könnte dafür auf globaler Ebene ab kommenden Monat wieder überversorgt sein, so zumindest die Erwartung der EIA.

Die Ölpreise an den Börsen bleiben insgesamt in etwa auf dem Niveau von gestern. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

13.03.2018

Futures vor US Ölbeständen mit Abwärtspotenzial – US Ölförderung nimmt weiter zu 

Die OPEC bleibt intern offenbar gespalten, was das Potenzial der USA angeht. Dieses hatte das Kartell allerdings in den letzten Jahren bereits schon einmal unterschätzt. Die Uneinigkeit über einen angemessenen Rohölpreis ist etwas, dass die Preise belasten kann, denn ein dauerhaft funktionierendes Abkommen zur Reduktion der Ölförderung kann nur bei Einigkeit Bestand haben.

Der neue Bericht der EIA zeigt, dass sich die US Ölförderung weiter im Aufwind befindet. Auch die Anzahl der Ölquellen, die die US Unternehmen auf Reserve gebohrt haben und deren Förderung binnen weniger Monate hochgefahren werden kann, dürften größere Preisanstiege auf absehbare Zeit wohl verhindern.

Bei den wöchentlichen Bestandsdaten des DOE wird es diese Woche vor allem bei den Rohölvorräten interessant. Sollte sich dies bestätigen, könnte dies ein Trendwechsel bei der US Bestandsentwicklung einleiten und die Ölpreise unter Druck setzen.

Beim rechnerischen Preisniveau sind daher mit Preissenkungen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral 

12.03.2018

Ölpreise zum Wochenauftakt fester – Anzahl US Ölbohranlagen gesunken 

Die Abhängigkeit der Ölbörsen von den Aktienmärkten bleibt weiterhin bestehen. Ziehen die Aktien an, so deutet dies auf eine gute Konjunktur und ein hohes Wirtschaftswachstum hin, mit dem auch der Ölbedarf steigt. Dieser Effekt zeigte sich erneut am Freitag und hängt auch mit der momentan noch knappen Versorgungslage zusammen.

Indizien zum Nachfragewachstum werden daher genauso beobachtet wie Anzeichen, ob und wie schnell die Ölproduktion, speziell die der USA, zulegen kann. In welche Richtung das Pendel letztlich ausschlage wird, muss die Zeit zeigen.

Für Entspannung am Markt könnte die Wiederinbetriebnahme des libyschen Ölfelds sorgen, mit dem das Land seine Produktion wieder steigern kann. Stützend hingegen dürften der Rückgang der US Ölbohranlagen sowie die positive Entwicklung der Aktienmärkte sein.

Für Heute deuten sich zu Freitag erst einmal Preisaufschläge an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish 

09.03.2018

Preise geben nach: Verkauf von Strategischen Reserven und höhere US Ölbestände 

Das Produktionsniveau der USA ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen und wird auch weiter anziehen. Die erwarteten zusätzlichen Mengen lassen daher kaum Spielräume für starke Aufwärtsbewegungen zu, solange sich keine größeren Ausfälle bei der Ölförderung ergeben. Auch wenn die OPEC die Produktionskürzungen weiter aufrechterhält und den Markt damit künstlich verknappt, so erwartet die EIA in den kommenden Monaten die Rückkehr zu einer globalen Überversorgung.

Sollten die Rohölpreise für Futures mit einer kürzeren Laufzeit irgendwann günstiger werden als solche mit einer längeren Laufzeit, ist dies für Börsianer in der Regel ein Zeichen für eine Preisschwäche.

Auch Trumps Strafzölle gingen am Markt weitestgehend spurlos vorüber, da man die Unterzeichnung am Markt schon eingepreist hatte.

In der Gesamtkonstellation ist der Markt anfällig für Abwärtsbewegungen. Zusammen mit dem gestiegenen Dollar-Kurs, ergibt sich heute Morgen geringfügiges Aufwärtspotenzial. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral bis bearish 

08.03.2018

Trump’s Strafzölle könnten Turbulenzen an den Börsen auslösen… 

Die gestrigen DOE US Bestandsdaten sind unterm Strich weniger bearish als erwartet. Die gestiegene Nachfrage und geringen Aufbauten bei Rohöl hatten auf den ersten Blick enttäuscht und die Preise gestützt. Der Bericht ist daher eher als neutral zu bewerten.

In dieser Woche hat sich gezeigt, dass die Analysten das US Ölproduktionswachstum weiter sehr stark einschätzen und die Produktionsprognosen für die kommenden Monate nach oben angepasst haben. Ein steigendes Ölangebot hält die Aufwärtsbewegungen in Schach, während die Produktionskürzungen der OPEC die Preise stützen. Je nachdem wie sich die Marktlage in den kommenden Monaten entwickelt, könnten die Preise tendenziell nachgeben oder sich weiter auf hohem Niveau stabilisieren.

Falls Trump heute die angekündigten Strafzölle unterschreibt, könnte das zu Turbulenzen an den Finanzmärkten und damit auch an den Ölbörsen zu einer erhöhten Volatilität führen.  

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral  

07.03.2018

Ölpreise geben mit US Bestandsdaten nach 

Der gesamte Markt bewegt sich seit Woche in einem Spannungsfeld aus den bullishen Produktionskürzungen der OPEC und dem erwarteten Ölboom der US Schieferölindustrie. Der Markt ist derzeit leicht unterversorgt. Auf das gesamte Jahr 2018 gerechnet wird nun eine Überproduktion von +0,42 Mio. B/T erwartet, was mehr als in 2016 ist.

Dennoch sind die Korrekturen im Monatsbericht der EIA eher gering, sodass die Experten ihre Preisprognosen im Großen und Ganzen unverändert beließen.

Aber auch die Aktienmärkte und die Situation um die angedachten Strafzölle der USA haben Einfluss auf die Preisniveaus. Die Befürchtung ist, dass ein Handelskrieg das Wirtschaftswachstum und damit die Ölnachfrage ausbremst, sodass nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch die Ölbörsen mit diesen Meldungen nachgeben.

Für Heute deuten sich bereits moderate Preisnachlässe zum Vortag an. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral  

05.03.2018

Fester Wochenstart – Libysche Ölproduktion gesunken 

Laut der EIA war der Februar 2018 der Monat, der in diesem Jahr die größte Unterversorgung aufweist. Im März soll das Angebot noch einmal geringer als die Nachfrage ausfallen, bevor sich ab April wieder eine Überversorgung etablieren soll. Die Unterversorgung hatte die Ölpreise in den letzten Wochen und Monaten kräftig gestützt.

Mit Blick auf die mittelfristige Entspannung der Marktlage und dem erwarteten Produktionsschub der US Schieferölindustrie, könnten nun auch die Preise in den kommenden Wochen wieder von ihren relativ hohen Niveaus zurückkommen. Kurzfristig stützen aber die Produktionsausfälle in Libyen, mit denen die Marktlage erst einmal weiter knapp bleibt.

Nach dem Preissprung vom Freitag bleiben die Rohölpreise heute Morgen zunächst auf hohem Niveau, sodass sich unterm Strich Preisanhebungen zu Freitag abzeichnen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral  

02.03.2018

OPEC Produktion gesunken – Futures erholen sich von 2-Wochentiefs 

Die gestiegenen US Ölbestände haben den Markt in dieser Woche deutlich unter Druck gesetzt. Die Zahlen vom Mittwoch haben den Markt allerdings nicht nur fundamental unter Druck gebracht, auch charttechnisch hatten sich mit der neuen Entwicklung Verkaufssignale ergeben.

Zur Wochenmitte wechselte die Stimmung am Markt daher deutlich von bullish auf bearish, sodass die Preise auch gestern erneut fielen. Während man in den USA mit einer höheren Produktion und steigenden Rohölbeständen rechnet, deutet sich bei der OPEC weiter eine sinkende Förderung ab.

Die sinkende Verfügbarkeit, bei einer im Februar und März angenommenen Unterversorgung, limitiert momentan das Potenzial für Gewinnmitnahmen.

Der Markt bleibt damit weiter in einem Spannungsfeld aus einem erwarteten Produktionsboom in den USA und einer abnehmenden Förderung der OPEC Länder.

Rechnerisch deuten sich unterm Strich noch einmal Preissenkungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish  

01.03.2018

Preiseinbruch nach bearshen US Ölbestandsdaten 

Die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern sind durch und durch bearish. Bis auf die Bestandszunahme bei Destillaten sprach eigentlich alles für eine nachgebende Reaktion, die sich auch entsprechend schnell einstellte. Im Frühjahr nehmen die US Ölvorräte für gewöhnlich zu und bilden ein Polster für die starke Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte.

In Cushing, Oklahoma, bleiben die Vorräte ihrem Trend treu und sinken weiter. Was in Cushing fehlt, ist also zu einem Grossteil anderer Orts eingelagert, weshalb die Lage zwar angespannt, aber nicht hoch dramatisch ist.

Immer wieder schwankende Einschätzungen und Zahlen werden die Preise 2018 potenziell weiter volatil halten, denn die Versorgungslage ist relativ knapp. Schon kleine Veränderungen und Abweichungen können darüber entscheiden, ob der Markt über- oder unterversorgt sein wird.

Nach den starken Kursverlusten an den Ölbörsen bleiben die Notierungen zunächst auf niedrigem Niveau. Gegenbewegungen sind eventuell möglich, allerdings deuten sich mit dem Einbruch Preisnachlässe an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish