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21.08.2019

22.08.2019

Gasoil ICE London ($/to)

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 22.08.2019

Ölpreise geben am Morgen nach – DOE Daten konnten Futures nicht stützen 

Die US Rohölbestände sind laut DOE stärker als ursprünglich erwartet gesunken, wenn auch nicht so deutlich wie vom API angekündigt. Doch bei Benzin und Destillaten zeigen sich Bestandzunahmen. Die US Fahrsaison geht noch zwei Wochen und Aufbauten bei den Produkten sowie schwache Nachfragedaten sind für die Trader ein Warnsignal.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben wieder etwas zugenommen. Der iranische Präsident drohte: sollten die USA die Ölexporte des Iran auf null reduzieren, würden die internationalen Wasserwege nicht mehr die gleiche Sicherheit wie zuvor haben. Unterdessen schließt sich nun auch Australien mit Kriegsschiffen der US geführten Mission an der Straße von Hormus zur Sicherung der Schifffahrt an, nachdem auch Großbritannien sich schon beteiligt hat.

Die saisonale Nachfrage nach Rohöl ist in dieser Jahreszeit hoch, sodass die globalen Rohölbestände in der zweiten Jahreshälfte wohl sinken werden. Aber für 2020 wird bereits die Rückkehr der Überversorgung angenommen, die besonders im ersten Quartal umfangreich ausfallen dürfte. Dies beschneidet das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen.

unterm Strich deuten sich bei den Preisen aber dennoch leichte Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

21.08.2019

Futures nach bullishen API Daten in der Nacht fester

Trader haben sich zuletzt vor allem auf den Handelsstreit zwischen USA und China konzentriert. Auch wenn die Zahlen zum Ölnachfragewachstum durch die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC zuletzt nach unten korrigiert wurden, bringt die Entwicklung etwas Hoffnung.

Vor zwei Wochen meldete das API Abbauten von -3,4 Mio. Barrel, das DOE zeigte allerdings einen Anstieg von +2,3 Mio. Barrel. Der positive Einfluss der Kommentare zum Handelsstreit zwischen USA und China dürfte eingepreist sein, so dass es hier weitere Positivmeldungen bedarf, damit dies weiter stützt. Die Zahlen des API sorgen für eine Bodenbildung und einen leicht bullishen Grundton, wegen der Abweichungen zu den DOE Zahlen der letzten Wochen werden sich Trader aber wohl noch bis zum Mittag zurückhalten.

Im Vergleich zu gestern Mittag notieren die Futures an der ICE höher, während der Euro nur minimal zulegen kann. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen momentan somit moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

20.08.2019

Optimismus im Handelsstreit stützt die Ölpreise – Futures zum Morgen fester

Trump hatte in der letzten Woche einige der neuen Strafzölle gegen China, die für den 1. September angekündigt waren, auf Mitte Dezember verschoben und andere sogar ganz gestrichen.

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hatte die Weltwirtschaft im letzten Jahr massiv belastet und diese an den Rand einer Rezession gebracht. Eine Annäherung beider Seiten ist daher ein positives Signal für die Finanzmärkte und die Ölbörsen.

Der Angriff auf ein saudisches Ölfeld vom Wochenende ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz, denn einen Produktionsausfall konnte man hier nicht registrieren. Die geopolitische Risikoprämie hatte auch nur vorübergehend zugenommen, denn die Spannungen gibt es schon länger, und ohne Auswirkungen auf die Förderung bleibt ein nachhaltig bullisher Einfluss aus.

Die Ölpreise an der ICE starten heute Morgen fester im Vergleich zu gestern Nachmittag in den Tag, während der Euro/Dollar-Kurs unverändert blieb. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen moderate Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

19.08.2019

Anschlag auf saudisches Ölfeld – Preise ziehen zum Handelsauftakt an

Das die wirtschaftlich schwierige Konstellation die Ölpreise nicht gerade stützt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nachdem die EIA und IEA bereits zuvor ihre Erwartungen für das Ölnachfragewachstum nach unten korrigierten, folgte am Freitag auch die OPEC. Die Prognose für die Entwicklung 2020 wurde zwar unverändert belassen, in 2019 rechnet man nun aber mit einer niedrigeren Ölnachfrage.

Das Kartell sieht mit dem Brexit und dem noch immer nicht gelösten Handelsstreit zwischen USA und China sogar noch weitere Risiken für die Ölnachfrageentwicklung im kommenden Jahr.

In Saudi-Arabien haben unterdessen Kämpfer der Houthis Jemen das Shaybah Ölfeld, eines der größten Saudi-Arabiens angegriffen. Durch den Drohnenangriff soll es zu einem Feuer gekommen sein, die Ölproduktion sei aber nicht betroffen heisst es. Die Houthis könnten, wieder vermehrt Angriffe auf vornehmen.

Die Ölpreise quittieren die Meldung aus Saudi-Arabien mit einem Preisanstieg am frühen Morgen. Bei den Inlandspreisen deuten sich zu Freitagnachmittag entsprechend leichte Anpassungen nach oben an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

16.08.2019

Futures und Inlandspreise kurz vor dem Wochenende kaum verändert

Trader bleiben weiter verunsichert ob der globalen Wirtschaftsentwicklung und deren Einfluss auf die Ölnachfrage.Saudi-Arabien hatte zudem angekündigt alles zu unternehmen, damit der Ölmarkt im kommenden Jahr ausbalanciert ist. Dies deutet auf weitere Produktionskürzungen hin, bei denen sich die übrigen Länder der OPEC+ Gemeinschaft bislang allerdings zurückhalten. Nach den jüngsten Monatsreports von EIA und IEA ist allerdings klar, dass die aktuellen Maßnahmen der der OPEC+ nicht ausreichen werden, um eine Überversorgung in 2020 zu vermeiden.

Unterdessen ist der iranische Öltanker "Grace I" wieder freigekommen, nachdem ein US Antrag auf Beschlagnahmung beim obersten Gericht in Gibraltar scheiterte. Dies könnte die Spannungen zwischen Großbritannien und Iran abbauen und die Freilassung der "Stena Impero" durch den Iran ermöglichen. Die Futures können sich am Morgen leicht erholen und kommen von den gestrigen Tiefs etwas zurück. Mit der leichten Aufwärtsbewegung und dem weiter schwachen Euro/Dollar-Kurs deuten sich bei den Inlandspreisen Heute nur kleinere Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

15.08.2019

Rezessionsängste lassen Ölpreise fallen – WTI mit technischem Verkaufssignal

Hatte die Verschiebung der Strafzölle gegen China die Ölpreise am Dienstag noch kräftig gestützt, so bleibt die Angst vor einem schwachen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Sorge eines schwächeren Ölnachfragewachstums allgegenwärtig. Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal und die Industrieproduktionen der Eurozone nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls stark ab.

Auch in China läuft es nicht rund. Industrieproduktionen und Einzelhandelsumsätze blieben im Juli deutlich hinter den Vormonatswerten zurück. China macht einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, sodass die schwachen Zahlen von dort ebenso, wie die Daten aus Deutschland, als Warnsignal gesehen werden, die auf eine Rezession in den Industrieländern hindeutet.

In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Versorgungslage wieder etwas knapper eingeschätzt. So lange die Rezessionsängste aber bestehen bleiben und eine Eskalation mit Iran oder andere unerwartete Vorkommnisse auf Angebotsseite ausbleiben, ist eine längere Preisrallye auf absehbare Zeit auszuschließen. Trader werden sich mit spekulativen Long-Positionen zurückhalten, da man für 2020 – insbesondere für die erste Jahreshälfte - eine starke Überversorgung annimmt.

 

Für Heute deuten sich bei den Preisen Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish

14.08.2019

Bearishe API Zahlen sorgen für Gewinnmitnahmen nach Rallye

Die Ölnachfrage und deren Entwicklung ist für den Markt in den letzten Monaten von zentraler Bedeutung gewesen. Vor allem der Handelsstreit mit China belastet die Wachstumsaussichten.

Es wird von Tag zu Tag schwieriger vorherzusehen, was Präsident Trump tun wird, außer zu sagen, dass er seine eigenen Interessen verfolgt. Trump hat sich in der Vergangenheit als unberechenbar erwiesen und wird dies vermutlich auch weiter bleiben. Gerade im Handelsstreit gab es immer mal einen Schritt nach vorne, dann aber wieder zwei zurück.

Unterdessen warten Trader heute auch auf die neuen US Ölbestandsdaten des DOE, die um 16:30 Uhr veröffentlicht werden.

Nach der gestrigen Rallye an den Ölbörsen kamen die Futures in den Morgenstunden von ihren Hochs aus der Nacht zurück. Da die Futures an der Börse aber weit über den Preisen von gestern Nachmittag bleiben, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen aktuell starke Anhebungen zu den Erhebungen des Vortages an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

13.08.2019

Bullishe Charttechnik verliert an Einfluss – Futures am Morgen unverändert

 

Die Saudis hatten in der letzten Woche angekündigt, dass man alle Optionen prüfen werde, um einen weiteren Preisverfall an den Ölbörsen zu vermeiden. Die Sorge des größten OPEC Ölproduzenten ist der US Handelsstreit mit China, der in Verbindung mit den ohnehin schon schwachen Konjunkturindikatoren die globale Wirtschaft zusätzlich belastet und für eine schwache Ölnachfrage sorgt.

 

Auch wenn die Berichte von Baker Hughes auf eine sinkende Aktivität der US Unternehmen bei der Ölsuche hinweisen, so bestätigt der neue Bericht der EIA zur Schieferölförderung, dass die Branche weiter schnell wächst. Angesichts dessen und mit der Unsicherheit die der Handelsstreit zwischen USA und China mit sich bringt, dürfte die OPEC im kommenden Jahr tatsächlich noch einmal zum Handeln gezwungen sein, will man in der ersten Jahreshälfte ein deutliches Überangebot vermeiden.

 

Bei den US Ölbestandsdaten in dieser Woche erwarten die Experten unterdessen erneut Abbauten. Die Zahlen des API werden morgen bekannt gegeben. Die Daten des DOE folgen dann am Mittwoch. 

Unterm Strich deuten sich für heute leichte Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

12.08.2019

Saudis Kürzungen setzen sich gegen Handelskrieg durch – Futures nach Rallye fester

Nachdem die EIA die Ölnachfrageprognosen für 2019 und 2020 bereits nach unten korrigiert hatte, sieht die IEA die Lage ganz ähnlich. Allerdings wies man auch auf das sich abschwächende Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder hin, das in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben wird.

Der IEA Monatsreport ist daher kurzfristig stützend, langfristig aber eher bearish zu sehen. Vor allem die Ankündigung der Saudis, die jetzt schon deutlich weniger als vereinbart produzieren, gibt den Futures an ICE und NYMEX Rückenwind.

Hatte die Aussicht auf eine knappere Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte und zusätzliche Kürzungen der Saudis die Ölpreise Ende letzter Woche noch gestützt, so dämpft die Möglichkeit eines Abbruchs der Verhandlungen im Handelsstreit heute Morgen. Die Futures starten daher unterhalb der Freitagshochs aber höher als am Freitagmittag in die neue Woche. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen klare Preisanhebungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish

09.08.2019

Saudi-Arabien kürzt Ölexporte im September – Libyens Ölproduktion steigt 

Nachdem Informanten angekündigt hatten, dass Saudi-Arabien alle Optionen prüfe um die Ölpreise nach den letzten Abwärtsbewegungen wieder zu stabilisieren, wird das Land die Exporte nun offenbar reduzieren. Im September will man die Ausfuhren kürzen und damit weniger Öl liefern als man eingeplant hatte.

Eine Kürzung der Ölexporte und der Ölförderung sind natürlich die offensichtlichsten Maßnahmen, doch ob sich auch die übrigen Partner der OPEC+ Gruppe daran beteiligen bleibt abzuwarten.

Saudi-Arabien und die OPEC können zwar die Förderung und Ölexporte reduzieren, die Ursache der bearishen Marktstimmung - das schwache Wirtschaftswachstum und den Handelskonflikt zwischen USA und China - kann man damit allerdings nicht beheben.

Unterdessen wird Libyen die Förderung und Ölexporte nun wieder steigern können.

Letztlich bleibt die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen weiter neutral. In den Morgenstunden gaben die Ölpreise nach und kommen von den späten Hochs gestern zurück. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Anpassungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

08.08.2019

Inlandspreise fallen auf 7-Monatstief – OPEC will Preisverfall aufhalten 

Seit Dienstag befindet sich Brent wieder in einem Bärenmarkt. In einer Zeit, in der sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächt, schadet der Handelskonflikt zwischen USA und China massiv und sorgt für immer neue Abwärtskorrekturen bei den Nachfrageprognosen.

Die EIA hatte in ihrem Monatsreport das Ölnachfragewachstum 2019 zum siebten Mal in Folge nach unten angepasst.

Die jüngste Preisentwicklung erhöht den Druck auf die OPEC+ Gruppe, deren momentane Produktionskürzungen ganz offenbar nicht ausreichen, um den Markt zu stabilisieren.

Die Inlandsnotierungen des RPI Regio-Preis-Index hatten gestern ein neues 7-Monatstief erreicht. Mit den Berichten über eine mögliche Intervention der Saudis oder der OPEC als Ganzes, haben die Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht wieder etwas zugelegt, sodass die Notierungen heute Morgen deutlich über den Vortagestiefs starten. Da die Preise aber noch immer unterhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen, deuten sich damit dennoch Preisnachlässe im Vergleich zu den gestrigen Erhebungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

07.08.2019

Preise fallen in einen Bärenmarkt – Globales Ölnachfragewachstum erneut nach unten korrigiert 

Die Preise an ICE und NYMEX sind seit den Jahreshochs Ende April wieder unter Druck gekommen und haben deutlich an Boden verloren. Auch wenn die geopolitischen Spannungen mit dem Iran in dieser Zeit zugenommen haben, so fokussiert sich der Markt auf die Aspekte der Nachfrage, die immer schwächer gesehen wird.

Auch für 2020 fällt die Nachfrageprognose schwächer als bisher aus, sodass die Überversorgung im kommenden Jahr höher als erwartet sein wird. Entsprechend dieser Konstellation hat die EIA auch die Preisprognosen für das laufende und die kommenden Quartale nach unten korrigiert.

Bei den vom API gemeldeten US Ölbestandsdaten zeichnet sich eine leicht stützende Wirkung ab, da die US Rohölvorräte sowie die Benzinbestände gefallen sind.

Nachdem Brent gestern wieder in einen Bärenmarkt gefallen ist, erholen sich die Futures in den Morgenstunden leicht, bleiben aber deutlich unter den Niveaus von gestern Mittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen starke Preisnachlässe zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

06.08.2019

Handelsstreit und Devisenhandel sorgen für Volatilität – Futures kommen von Tiefs zurück 

Der Handelsstreit zwischen USA und China ist voll im Gange und weitet sich auf immer neue Bereiche aus. Die Kursbewegungen im Devisenhandel sind Teil des Handelskrieges. Es ist eine starke Aussage in Richtung USA, die besagt: Wenn sie spielen möchten, könnten wir auch anders spielen. Das nimmt dem Markt jede Hoffnung, eine schnelle Lösung für den Handelsstreit zu finden. Die Eskalation des Handels zwischen den USA und China wirkt sich ebenfalls negativ auf die Aussichten für die Ölnachfrage aus.

Andere Faktoren am Markt werden von dem Handelsstreit und den potenziellen Auswirkungen auf die Balance am Ölmarkt dominiert. Trader werden aber auch noch auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten achten. Am Abend steht auch noch der EIA Monatsreport an, der ein Update für die Marktentwicklung liefern wird.

Die Futures an ICE und NYMEX ziehen in den Morgenstunden an und präsentieren sich volatil. Für die Inlandspreise deuten sich damit aktuell Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

05.08.2019

Nachfragesorgen bleiben dominierend – Inlandspreise zum Wochenauftakt schwächer 

Die Aktion des Iran (Festsetzung eines weiteren, kleinen Öltankers in der Straße von Hormus), die bereits am Mittwoch letzte Woche stattgefunden haben soll, schafft es nicht den Fokus auf sich zu ziehen. Marktteilnehmer konzentrieren sich bei der Einschätzung der Marktentwicklung vielmehr weiter auf die Nachfragesorgen. Und hier sieht es mit der Ankündigung der neuen US Zölle zum ersten September auf alle chinesischen Produkte nicht gerade positiv aus. Investoren sind eher besorgt über die Möglichkeit, dass sich die Situation zwischen den USA und China verschlechtern wird. Die Ölpreise könnten noch viel weiter sinken, wenn die zusätzlichen Zölle für China eingeführt würden und die Fed die Zinsen nicht noch einmal senken würde.

Wegen der schwachen Wirtschaftsleistung und dem enttäuschenden Ölnachfragewachstum, bleibt der Handelsstreit ein entscheidender Faktor, der die Preise an den Börsen belastet. Das Ölangebot wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 und im Jahr 2020 weiter deutlich zulegen, sodass sich für jedes einzelne Quartal in 2020 eine Überversorgung ergeben werde.

Somit deuten sich bei den Preisen heute Morgen Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

02.08.2019

Preiseinbruch nach Trump-Tweet – Stärkster Kursverlust seit 2015 

Die US Fed senkt die Zinsen, der Iran setzt Öltanker bei der Durchfahrt der Straße von Hormus fest, die USA sanktionieren den Iran so stark wie noch nie, in Libyen fällt die Produktion am größten Ölfeld aus, die US Ölförderung blieb im Mai hinter den Erwartungen zurück, die US Rohölbestände fallen in der siebten Woche in Folge, während die OPEC+ Gruppe die Ölförderung seit Jahresbeginn deutlich einschränkt.

Diese Kombination an bullishen Faktoren hätte die Ölpreise in den letzten Jahren massiv gestützt.

Diese wiederum wird durch die zunehmenden Spannungen bei den internationalen Handelsbeziehungen belastet, zu denen der Brexit, vor allem aber der Handelskrieg zwischen USA und China zählen. Und bei letzterem hat Trump am späten Abend per Twitter nachgelegt und eine neue Runde von Strafzöllen ab 1. September angekündigt.

Trump lässt zwar eine Verhandlungstüre offen, kündigte zeitgleich aber auch an, dass die Zölle künftig auf "deutlich über 25%" steigen könnten. Damit bricht Trump den bisher den Waffenstillstand, den man zuletzt zwischen beiden Seiten hatte. Statt der erwarteten Annäherung scheint sich die Sanktionsspirale weiter zu drehen.

Für Heute deuten sich bei den Preisen erhebliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

31.07.2019

Iran, API und US Zinssenkung lassen Ölpreis deutlich steigen 

Bei den US Ölbestandsdaten deuten sich neue Abbauten an, die laut API auch umfangreicher ausfallen könnten. Die Spannungen in der Straße von Hormus werden mit dem angekündigten Manöver des Iran mit Russland eher wieder zunehmen. Und die erwartete Zinssenkung der US Fed heute Abend stützt die Finanzmärkte im Allgemeinen und die Ölbörsen im Speziellen. Somit ist die fundamentale Grundkonstellation heute Morgen daher bullish einzustufen, da bearishe Faktoren etwas in den Hintergrund gedrängt werden.

Aber vor allem die erwartete US Zinssenkung heute Abend gibt den Börsen Rückenwind. Trader rechnen fest mit einer Senkung um 0,25%-Punkte und beginnen bereits damit diese einzupreisen. Die erwartete Maßnahme gibt den Preisen an der Börse entsprechend Aufwind, während eine Umsetzung der Zinssenkung den US Dollar schwächen würde. Handelt die Fed wie erwartet, oder fällt die Zinssenkung stärker als 0,25%-Punkte aus, dürfte der Ölpreis einen Schub bekommen und die Inlandspreise ebenfalls nach oben treiben.

Die Futures starten entsprechend fester, sodass sich bei den Preisen aktuell deutliche Anpassungen nach oben andeuten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral bis bullish 

30.07.2019

Ölpreise ziehen in der Nacht an – Trader rechnen mit US Zinssenkung 

In der Straße von Hormus bleibt die Lage weiter angespannt, wobei sie sich zuletzt zumindest nicht weiter zugespitzt hat. Stattdessen wird nun die militärische Präsenz in der Region erhöht, sodass die Passage durch die Meeresenge für Handelsschiffe wieder sicherer wird.

Die Maßnahmen könnten das Risiko weiterer Entführungen und Anschläge auf Ölschiffe in der Region reduzieren und damit bearish wirken. Gleichzeitig besteht jedoch auch das Risiko, dass sich der Iran weiter provoziert fühlt, insbesondere wenn die USA in diese Mission mit einbezogen werden.

Die schwache Ölnachfrageentwicklung gilt als eine der Hauptursachen für die niedrigeren Preisniveaus seit Jahresmitte. Trader erwarten nun von der Fed, dass diese beim FOMC Meeting, das morgen Abend zu Ende geht, das Zinsniveau um -0,25%-Punkte senkt. Damit würde die Wirtschaft gestützt und somit auch indirekt ein Impuls für eine höhere Ölnachfrage gesetzt.

"Der heutige Auftakt zu einigen erneuten Handelsgesprächen zwischen den USA und China wird die Preise wahrscheinlich leicht stützen. Die Entscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte und der damit verbundene Kommentar könnten sich jedoch als größerer Treiber des Ölpreises in dieser Woche herausstellen.

Für heute könnten sich aktuell leichte Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

29.07.2019

Iran-Gespräche "konstruktiv" aber ohne Durchbruch - Ölfutures starten etwas weicher 

Die Wahrscheinlichkeit, dass die direkten Handelsgespräche zwischen den USA und China, die in Shanghai wiederaufgenommen werden sollen, in einem baldigen Abkommen resultieren, wird als gering eingeschätzt.

US-Präsident Trump zufolge könnten sich diese noch bis nach den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 hinziehen. Trump mutmaßte am vergangenen Freitag, China ziele möglicherweise darauf ab, mit einer neuen, weniger hart verhandelnden US-Regierung bessere Konditionen für sich herausschlagen zu können. Sollte sich dies bestätigen, dürfte die Situation am Ölmarkt noch eine ganze Weile durch Nachfragesorgen geprägt werden.

Unterdessen erklärte Irans Präsident Hassan Ruhani, die Präsenz ausländischer Truppen sei der „Hauptgrund für Spannungen“ in der Golfregion. Auch wenn Marktbeobachter nicht mit einem militärischen Konflikt zwischen dem Westen und dem Iran rechnen, wird man die Situation weiterhin genau im Auge behalten.

Auf der Angebotsseite wird man darüber hinaus die weitere Entwicklung der Ölbohraktivität in den USA beobachten. Laut Baker Hughes sank die Anzahl der in den USA aktiven Ölbohranlagen in der vergangenen Woche erneut leicht.

Daher deuten sich bei den Preisen aktuell nur leichte Preissenkungen ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

26.07.2019

Futures zum Wochenende kaum verändert – Inlandspreise geringfügig weicher erwartet 

Das globale Wirtschaftswachstum und das damit verbundene Ölnachfragewachstum wurde in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert und hat damit auch das erwartete Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt nachhaltig verändert.

Das enttäuschende Nachfragewachstum ist der Hauptgrund, weshalb es der OPEC+ Gruppe bisher nicht gelungen ist, den Markt in Balance bzw. in eine leichte Unterversorgung zu bringen. Laut EIA hatte sich in der ersten Jahreshälfte noch immer eine Überversorgung ergeben. Zwar soll sich dies in der zweiten Jahreshälfte wieder relativieren, dennoch erwartet man noch immer eine leichte Überproduktion. In der ersten Jahreshälfte 2020 würde das Überangebot dann aber wieder steigen.

Die Aussicht, dass Kuwait und Saudi-Arabien sich bei den Verhandlungen zur Inbetriebnahme der gemeinsamen Ölfelder in der neutralen Zone wieder annähern, sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Einen Katalysator für eine Preissteigerung könnten allerdings die Verhandlungen zwischen USA und China werden. Kommt es zu einem Kompromiss könnte dies die Futures an den Ölbörsen steigen lassen, da der Handelsstreit als der größte Bremsklotz für die globale Wirtschaftsentwicklung gilt.

Somit deuten sich bei den Preisen aktuell leichte Preissteigerungen zu gestern ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

25.07.2019

Ölfutures nach Kursrutsch vom Vorabend auf niedrigerem Niveau 

Die landesweiten Rohölbestände der USA sanken in der vergangenen Woche beträchtlich. Die Tatsache, dass die Vorräte wieder zurückgingen und damit die längste Phase von Abbauten löste an den Ölbörsen jedoch keine nachhaltige bullishe Reaktion aus. Man geht am Markt einfach mit einem Achselzucken über den Bestandsbericht hinweg, da man davon ausgeht, dass die darin dargestellte Entwicklung auf Hurrikan Barry zurückzuführen sind.

Bearishe Impulse lieferte am Mittwoch die Meldung, der saudische Staatsminister für Energie, habe am Mittwoch in Kuwait mit Regierungsvertretern des Emirats über die Produktion in der neutralen Zone zwischen Saudi-Arabien und Kuwait gesprochen. Bereits seit längerem wollen die beiden Länder die gemeinschaftliche Ölproduktion in der Zone wiederaufnehmen.

Die Marktteilnehmer werden die Entwicklungen diesbezüglich im Auge behalten, ebenso wie die Situation in der Straße von Hormus und den weiteren Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China.

Zusammen mit dem Kursrutsch an den Ölbörsen am Mittwochabend deuten sich daher bei den Preisen Abschläge an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

24.07.2019

Gesunkene US Ölbestände und neuer Schwung im Handelsstreit – Futures legen in der Nacht zu 

Die instabile Lage in der Straße von Hormus bleibt ein potenziell bullisher Faktor am Markt, da ein Großteil des weltweiten Ölbedarfs diese Meeresenge passieren muss. Ohne eine weitere Zuspitzung, wird es daher wohl bei einer nur theoretischen Gefahr bleiben und die Preise auf dem aktuellen Niveau nur wenig stützen.

Vor allem was die Ölnachfrageentwicklung angeht bleibt der Markt sehr skeptisch. Das schwache Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum ist eine der größten Sorgen der Marktteilnehmer. Für die zweite Jahreshälfte rechnet man nunmehr zwar mit der Rückkehr einer Unterversorgung, ab 2020 soll das Überangebot allerdings zurückkehren.

USA und China haben sich unterdessen in Sachen Handelsstreit wieder etwas angenähert. Dies wird als ein gutes Zeichen gesehen, dass die auf Eis liegenden Gespräche wiederbelebt werden. Entsprechend sind die Meldungen, dass es offenbar wieder Fortschritte gibt, ein bullishes Signal für die Futures.

Gestützt von den Hoffnungen bezüglich der Handelsgespräche zwischen USA und China, aber auch von den bullishen Abbauten beim US Rohöl, starten die Futures deutlich oberhalb der gestrigen Niveaus. Bei den Preisen deuten sich somit starke Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

23.07.2019

Verhaltene Reaktion auf geopolitische Spannungen – Backwardation hat sich abgeschwächt 

Für Analysten hat das Risiko bei der Passage von der der Straße von Hormus erheblich zugenommen, was eine erheblich höhere Risikoprämie bei den Ölpreisen rechtfertigen würde. Vor 15 Jahren hätte diese Art von Nachrichten den Preis um 20 bis 30 Dollar verschoben, heute aber reagiere der Preis kaum auf diese Meldungen. Momentan sei jedoch die Versorgungslage und der Ausblick sehr komfortabel, da die US Schieferölindustrie in den letzten Jahren sehr stark gewachsen sei. Mit diesem Produktionspotenzial könne der Markt deutlich relaxter mit dieser Situation umgehen.

Auch die schwache globale Wirtschaft und die damit verbundene Ölnachfrage spielt eine entscheidende Rolle bei der Markteinschätzung. Nachfrageprognosen für 2019 und 2020 wurden kontinuierlich nach unten korrigiert, sodass es in der zweiten Jahreshälfte zwar noch immer zu sinkenden Ölbeständen kommen könnte man spätestens mit dem ersten Quartal 2020 jedoch mit der Rückkehr einer deutlichen Überversorgung am Markt rechnet.

Das Eskalationspotenzial im Nahen Osten bleibt unvermindert hoch, weshalb die fundamentale Konstellation weiter leicht bullish eingestuft bleibt.

Die Futures zeigen sich zu gestern Nachmittag kaum verändert, sodass sich bei den Preisen minime Änderungen andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

22.07.2019

Geopolitische Spannungen und Produktionsausfälle in Libyen – Ölfutures starten fester 

Ein Sabotageakt einer noch nicht identifizierten Gruppe sorgte dafür, dass die Produktion an Libyens größtem Ölfeld gedrosselt wurde und die Öllieferungen unterbrochen wurden. Dies zeigt, dass die Produktion des OPEC-Mitglieds, trotz der jüngsten Erholungsphase weiterhin auf wackeligen Beinen steht.

Neue bullishe Impulse kamen auch wieder einmal aus der Straße von Hormus, wo der Iran am Freitag einen britischen Tanker blockierte. Ein weiteres Schiff war zunächst ebenfalls festgehalten worden, könnte seine Fahrt jedoch wenig später fortsetzen. Somit dürften die Marktteilnehmer die Situation genauestens im Auge behalten und zunächst einmal eine geopolitische Riskoprämie auf die Preise aufschlagen.

In den USA ging unterdessen die Bohraktivität in der vergangenen Woche erneut zurück. Laut dem wöchentlichen Bericht von Baker Hughes nahm die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA die dritte Woche in Folge ab. Dies deutet darauf hin, dass die Investoren weiterhin zur Zurückhaltung tendieren, wenn es um die Suche nach neuen Quellen geht

Daher deuten sich für das Inland aktuell rechnerisch leichte Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

19.07.2019

US-Navy zerstört iranische Drohne - IEA senkt Prognose zum Nachfragewachstum 

Laut IEA Chef hat die IEA ihre Prognose zum Ölnachfragewachstum 2019 gesenkt.

Neue Meldungen zur Situation in der Straße von Hormus sorgten am Donnerstagabend erneut für bullishe Impulse. US-Präsident Donald Trump verkündete, das US-Navy Schiff USS Boxer habe eine iranische Drohne „zerstört“, die sich dem Schiff zu stark genähert und die Sicherheit der USS Boxer und ihrer Crew gefährdet habe. Die USS Boxer soll sich in internationalen Gewässern befunden haben. Der Iran will seinerseits nichts gewusst haben.

Die Zerstörung der iranischen Drohne zeigt, dass die geopolitischen Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran nicht nachlassen.

Die Abwärtskorrektur der IEA-Erwartungen zum Ölnachfragewachstum 2019 steht dem bullishen Einfluss der jüngsten Meldungen zum USA/Iran-Konflikt jedoch entgegen, weshalb die Situation weiterhin neutral bleibt.

In den Morgenstunden zogen die Ölfutures an ICE und NYMEX nochmal leicht an, blieben jedoch größtenteils unter den Niveaus von Donnerstagmittag. Demnach deuten sich für das Inland aktuell leichte Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

18.07.2019

Erneuter Kursrutsch nach DOE - Möglichkeit für Short-Coverings vor dem Wochenende 

Mitten in der US Sommersaison, wenn die Ölnachfrage in den USA eigentlich am höchsten sein sollte, zeigen die DOE Bestandsdaten eine deutliche Schwäche. Die Vorräte an Destillaten, aber vor allem auch bei Benzin, sind erheblich gestiegen, während die Gesamtnachfrage gesunken ist.

Eigentlich hatte der Markt mit deutlichen Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet, da Hurrikan Barry zu Einschränkungen bei der Ölförderung im Golf von Mexiko geführt hatte. Sowohl bei den Rohölbeständen als auch bei der Rohölförderung war der Effekt des Hurrikans spürbar, doch am Ende war dieser vergleichsweise gering.

Fundamental schätzen wir die Marktlage damit aktuell wieder neutral ein. In den Morgenstunden gibt es eine leichte Gegenreaktion auf die gestrigen Kursverluste an den Ölbörsen, die nach einer solch späten Abwärtsbewegung in den Abendstunden nicht ungewöhnlich ist. Da die Preise aber noch immer deutlich unterhalb der Werte von gestern Vormittag und Mittag liegen, deuten sich für das Inland aktuell weiter Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

17.07.2019

Ölfutures nach Kommentaren von Trump und Pompeo weicher 

Der Fokus der Marktteilnehmer ging am gestrigen Dienstag langsam wieder auf andere Faktoren über, nachdem er zuvor noch auf Sturm Barry gelegen hatte, der Ende letzter Woche über die US-Golfregion hinweggefegt war.

Während die gestern veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion der USA die Erwartungen übertrafen und damit auch Hoffnung auf ein stärkeres Ölnachfragewachstum machten, erhielten diese Hoffnungen durch Kommentare des US-Präsidenten am Dienstagabend gleich einen Dämpfer. Das gestrige Meeting im Weißen Haus lieferte auch in anderer Hinsicht Impulse für die Ölbörsen. So gab US-Außenminister Mike Pompeo an, der Iran habe seine Bereitschaft für Gespräche signalisiert, um die Spannungen zwischen den USA und Iran zu reduzieren.

In den frühen Morgenstunden blieben die Ölpreise an ICE und NYMEX im Bereich der Tiefs von gestern Abend. Der Euro/Dollar-Kurs konnte sich ebenfalls kaum von den Tiefs von Dienstag lösen. Bei den Inlandspreisen ist heute Morgen erneut mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

16.07.2019

Futures starten nach Barry weich in die neue Woche 

Hurrikan Barry ist mittlerweile ins Landesinnere gezogen und hat sich dort weitestgehend aufgelöst. Die Niederschläge an der Golfküste waren zwar heftig, allerdings nicht so schlimm wie befürchtet. Die US Ölförderanlagen im Golf von Mexiko werden bereits wieder hochgefahren, wobei die Produktionssteigerung gestern noch gering war.

Der Iran ist seiner Seits weiter nur zu Gesprächen bereit, wenn die USA die seit November letzten Jahres eingeführten Sanktionen zurücknehmen, während US-Präsident Trump diese aufrechterhalten will, bis der Iran einem neuen Abkommen über das Nuklear- und Raketenprogramm zustimmt. Eine Einigung scheint in dieser Sache wenig wahrscheinlich, sodass die Spannungen den Markt noch eine Weile begleiten werden.

In den Morgenstunden erholen sich die Ölpreise leicht und kommen von den späten Tiefs gestern Nacht zurück. Dabei bleibt vor allem Gasoil jedoch noch deutlich unter den Niveaus von gestern Vormittag und Mittag. Bei den Inlandspreisen ist heute Morgen mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

15.07.2019

Keine größeren Ausfälle durch Hurrikan Barry – Futures mit weichem Wochenauftakt 

Die IEA hat mit ihrem Monatsreport vom Freitag, die bearishen Berichte der OPEC vom Donnerstag und der EIA vom Dienstag bestätigt. Vergleicht man die Prognosen für das globale Ölnachfragwachstum mit den Erwartungen zum Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder, fällt auf, dass das Angebotswachstum sowohl in 2019 als auch in 2020 das Wachstum der Nachfrage deutlich übertreffen wird.

Zuletzt hatte man aber vor allem auf Hurrikan Barry ein Auge geworfen. Am Wochenende waren bis zu 73% der Ölproduktion im Golf von Mexiko eingestellt. Die Betreiberfirmen melden allerdings, dass man bereits damit begonnen hat das evakuierte Personal zurück auf die Förderinseln zu bringen, sodass sich die Produktion hier relativ schnell wieder erholen dürfte.

Die Futures an ICE und NYMEX kamen in den Morgenstunden daher etwas unter Druck und sind dabei auch unter ihre Freitagstiefs gefallen. Da der Euro/Dollar-Kurs relativ stabil ist, zeichnen sich bei den Inlandspreisen aktuell Abwärtspotenziale zu Freitag ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish 

12.07.2019

Sturm und Iran bleiben stützend – OPEC sieht starke Überversorgung in 2020 

Der US Präsident hat neue umfangreiche Sanktionen gegen den Iran angekündigt, nachdem Teheran schon zwei wesentliche Punkte des Atomdeals verletzt und versucht hatte einen britischen Öltanker zu kapern.

Eine direkte militärische Eskalation mit dem Iran wird von den Marktteilnehmern zwar als unwahrscheinlich angesehen, ganz auszuschließen ist dies jedoch nicht.

Der Bericht der OPEC ist damit kurzfristig leicht stützend, da er eine knappe Marktlage für 2019 zeigt, langfristig ist er aber ein Warnsignal. Die Kürzungen des Kartells reichen bei Weitem nicht aus, um eine Überversorgung in 2020 zu verhindern.

Besonderes Augenmerk liegt weiter auf Tropensturm Barry, der sich weiter langsam entlang der US Golfküste Richtung Westen bewegt. Meteorologen gehen davon aus, dass der Sturm weiter zulegen wird und noch zu einem Hurrikan heraufgestuft wird.

Die Futures bleiben heute Morgen zunächst unter den Niveaus von gestern Vormittag und Mittag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich damit leichte Abwärtspotenziale im Vergleich zu gestern ab. 

Fundamental: neutral/ bullish                          Chartanalyse: neutral 

11.07.2019

Hurrikan, DOE und Iran stützen – Ölpreis auf höchstem Niveau seit Mai 

Der Sturm im Golf von Mexiko hat nun zur Evakuierung mehrerer Ölplattformen in der Region geführt. Schon heute könnte es zu einem Tropensturm und am Freitag sogar zu einem Hurrikan heraufgestuft werden.

Im Bereich der Straße von Hormus soll der Iran versucht haben einen britischen Öltanker in internationalen Gewässern unter Kontrolle zu bringen. Der Iran hatte mit einer solchen Vergeltungsmaßnahme gedroht, nachdem britische Spezialeinheiten einen Öltanker bei Gibraltar festgesetzt haben.

Die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern fielen ebenfalls bullish aus.

Im Falle der Druzhba Pipeline gibt es unterdessen Entwarnung. Die PCK Raffinerie in Schwedt hatte die Abnahme des Rohöl nur für einen Tag ausgesetzt. Allerdings gibt es auf polnischer Seite vom Pipelinebetreiber PERN bedenken, dass Lieferungen wegen erneuter Verunreinigungen mit organischen Chlor eingestellt werden könnten. Die Futures an ICE und NYMEX bleiben fundamental bullish einzustufenden.

Bei den Inlandspreisen ist zum aktuellen Stand daher mit starken Preissteigerungen zu gestern zu rechnen. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral bis bullish 

10.07.2019

API, Sturm im Golf von Mexiko, Iran und Produktionsrückgang in Russland stützen Ölpreise 

Die EIA hat im Monatsreport die Nachfrageerwartung für das laufende und das kommende Jahr nach unten korrigiert. Begründet wird dies mit der zunehmenden Unsicherheit und den zunehmend schwachen globalen Wirtschaftsdaten.

Russlands Ölförderung hat offenbar bereits abgenommen. Die Verunreinigung der Pipeline Ende April und Mai, hatte die russischen Lieferungen und damit die Verfügbarkeiten an mehreren Raffinerien in Europa reduziert.

In Sachen Spannungen mit Iran hat Teheran erneut für Unsicherheit gesorgt. Auch die Sturmformation im Osten des Golfs von Mexiko muss weiter beobachtet werden. Noch hat sich kein Tropensturm entwickelt, dies kann sich jedoch jederzeit ändern.

Alles in allem stützt die Kombination aus bullishen API Zahlen, dem sich zusammenbrauenden Sturm im Golf von Mexiko, die Drohungen des Irans sowie die gesunkene Rohölförderung Russlands.

Die Futures an ICE und NYMEX bleiben daher fest und haben die Vortageshochs auch schon überschritten, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preissteigerungen zu gestern andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

09.07.2019

Schwache Ölnachfrage dominiert Iran-Sorgen – Möglicher Tropensturm im Golf von Mexiko 

Iran und die USA bleiben weiter auf Konfrontationskurs. Während die USA den Iran nun wieder mindestens so stark sanktioniert, wie in der Zeit vor dem Atomabkommen aus 2015, beginnt der Iran die Grenzen des Deals zu überschreiten. Die Gefahr besteht, dass bei einer weiteren Zuspitzung irgendwann nur noch militärische Maßnahmen als Antwort übrigbleiben.

In der Nordsee gibt es in dieser Woche eine kleinere Störung an der Forties Pipeline, deren Durchsatz wegen Reparaturarbeiten vorübergehend gedrosselt werden muss. Die Arbeiten sollen allerdings noch vor Ende der Woche abgeschlossen sein, sodass keine Engpässe erwartet werden. Unterdessen ist im Golf von Mexiko ein Sturmgebiet im Auge zu behalten, dass sich zu einen Tropensturm entwickeln könnte.

Während die Produkt-Futures im Bereich der späten Tagestiefs von gestern in den Tag starten, verlor der Euro/Dollar-Kurs nicht mehr nennenswert an Boden. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit Abwärtspotenziale im Vergleich zu den Niveaus von gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

08.07.2019

Ölpreise zum Wochenauftakt fester – Erneut Probleme mit Druzhba Pipeline 

Die Risikoprämie für die angespannte Lage im Nahen Osten bleibt weiter hoch. Versicherungsprämien sind deutlich gestiegen und auch die Reedereien schicken ihre Öltanker weniger häufig und nur mit deutlichen Preisaufschlägen in die Region. Die Festsetzung eines iranischen Tankers in Gibraltar, durch britische Spezialeinheiten am Freitag, hat nicht gerade zur Entspannung der Lage beigetragen.

Unterdessen gibt es bei den Rohöllieferungen über die Druzhba Pipeline aus Russland offenbar erneut Probleme. Die fundamentale Konstellation bleibt für uns heute Morgen erst einmal neutral einzustufen. Die Spannungen mit dem Iran sind nicht wirklich neu. So lange starke Reaktionen auf die Überschreitungen der Limits des Atomabkommens ausbleiben und sich auch keine weitere militärische Eskalation in der Region ergibt, dürfte sich die bullishe Wirkung in Grenzen halten. Da die Futures an der ICE im Bereich der Freitagshochs bleiben und der Euro/Dollar-Kurs an Boden verloren hat, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag zunächst deutliche Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

05.07.2019

Futures nach US Feiertag kaum verändert – Iranischer Öltanker festgesetzt 

Nachdem die OPEC+ Gruppe ihre Entscheidung getroffen hat, wie man das Ölangebot künftig gestalten wird, konzentriert man sich nun wieder vermehrt auf die Ölnachfrage.

Die USA hatten zuletzt wieder Sanktionen gegen die EU angekündigt, sodass weitere Strafzölle der USA drohen, die das Ölnachfragewachstum negativ beeinflussen würden. Das größte Aufwärtsrisiko für die Preise an den Börsen sind nun die geopolitischen Spannungen im Iran und Libyen.

Am gestrigen Abend wurde bei Gibraltar von britishen Marines ein iranischer Öltanker festgesetzt, der Rohöl an Syrien liefern wollte und damit gegen EU Sanktionen verstößt. Dies hat für heftige Kritik aus Teheran gesorgt und die Spannungen wieder angeheizt. Der Markt reagierte bisher aber nicht und sieht wohl kein gesteigertes Risiko.

In den Morgenstunden bleiben die Futures an ICE und NYMEX zunächst in einer engen Spanne, unterhalb der Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag. Es deuten sich bei den Inlandspreisen momentan leichte Abschläge für den heutigen Vormittag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

04.07.2019

OPEC Kürzungen nicht ausreichend - Physische Versorgungslage wieder besser 

Nach einer OPEC Entscheidung über die Produktionsmengen, wie am Dienstag, steht der Markt in der Regel noch eine Zeit im Bann dieses Beschlusses. Doch die länger als erwartete Produktionskürzung der OPEC+ Länder hat ihre bullishe Wirkung verfehlt.

Der Markt ist mittlerweile deutlich weicher geworden, denn auch die physische Knappheit bei Brent, die im Frühjahr stark ausgeprägt war, hat sich nun wieder zurückgebildet. Vor allem am Golf von Mexiko ist dies spürbar.

Die Abbauten bei den US Rohölbeständen von gestern haben es nicht geschafft die bullishen Zahlen des API und der Erwartungen zu bestätigen. Nachdem das OPEC Meeting nun vorbei ist, befindet sich der Markt nun in einem Spannungsfeld, bei dem kurzfristig mit einer Erholung der Nachfrage zu rechnen ist.In den Morgenstunden haben die Ölpreise einen Teil der gestrigen Kursgewinne eingebüßt und starten unterhalb der späten Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen zu gestern ist daher nur mit kleineren Veränderungen zu rechnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

03.07.2019

Bearishe Reaktion auf OPEC+ Entscheidung – US Ölbestände deutlich gesunken 

Der Markt zeigte mit seinen massiven Kursverlusten an ICE und NYMEX gestern die bearishste Reaktion auf eine OPEC Entscheidung seit dem Treffen 2014. Damals deutete sich eine starke Überversorgung an, mit der die OPEC die US Konkurrenz aus dem Markt drängen wollte.

Nun ist die Reaktion ähnlich, obwohl das Kartell die Produktionskürzungen mit 9 Monaten für einen ungewöhnlich langen Zeitraum beschloss. Die jetzige Entscheidung hat damit offenbar einige Marktteilnehmer enttäuscht, auch wenn sie dafür sorgen dürfte, dass die Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte knapper ausfallen könnte.

Unterdessen ist es Venezuela offenbar gelungen die US Sanktionen gegen die heimische Ölindustrie auszukontern. Bei den US Ölbestandsdaten des API zeigen sich deutliche Abbauten in den drei wichtigen Kategorien Rohöl, Destillate und Benzin.

Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben in den Morgenstunden auf niedrigem Niveau im Bereich der Vortagestiefs. Damit zeichnen sich bei den Inlandspreisen für den Vormittag nun starke Preisnachlässe ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

02.07.2019

OPEC verlängert Produktionskürzungen – Futures geben nach 

Die Verlängerung der Produktionskürzungen um 9 Monate bis Ende März ist eher unüblich, da die regulären Meetings der OPEC normaler Weise zwischen Ende November und Ende Dezember oder zwischen Ende Mai und Ende Juni stattfinden.

Einige Analysten sehen in der Entscheidung der OPEC, die Produktionsquoten unverändert zu belassen. Generell sollen sich die beteiligten Länder strikter an die Vorgaben halten.

Ein starkes Signal geht vom OPEC Meeting also nicht aus. Das Ergebnis ist sicherlich bullish zu sehen, doch bleibt die Frage, wie es umgesetzt wird und ob damit die Ölförderung eventuell sogar leicht zunimmt. Die Futures verpassten es den Beschluss mit einer Aufwärtsbewegung zu quittieren, was ein Zeichen für erhebliche Zweifel am Markt gesehen werden kann.

Nach den späten Gewinnmitnahmen von gestern Abend, starten die Ölpreise an ICE und NYMEX unterhalb der Vortagesniveaus. Unterm Strich überwiegen die Preisnachlässe an den Ölbörsen, womit sich bei den Inlandspreisen klare Preissenkungen zu gestern abzeichnen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

01.07.2019

Preissprung nach Einigung der OPEC+ Gruppe und Waffenstillstand im Handelsstreit 

Am Wochenende haben sich China und USA auf einen Waffenstillstand beim Handelsstreit zwischen beiden Länder geeinigt. Der erhoffte Durchbruch – ein umfassender Deal – blieb aus. Die Verhandlungen sollen neu gestartet werden, nachdem sich diese zuletzt festgefahren hatten.

Am Rande des G-20 Gipfels gab es auch in Sachen Produktionsabkommen der OPEC+ Gruppe eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland. So befürworte man eine Verlängerung der Produktionskürzungen um 9 Monate, also bis Ende März 2020, und nicht nur um ein halbes Jahr, wie es in der Regel üblich ist.

Marktteilnehmer hatten sowohl den Minimalkonsens zwischen Russland und China, sowie die Verlängerung der OPEC+ Kürzungen vorher erwartet, auch wenn die Unsicherheiten in der letzten Woche in beiden Feldern noch größer war. Dennoch wirken sich beide Aspekte bullish auf die Ölpreise aus und stützen diese nach der überraschenden Abwärtsbewegung vom späten Freitag.

Die Freitagshochs wurden deutlich überschritten, sodass sich damit nun deutliche Preissteigerungen für das Inland ankündigen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

28.06.2019

Konsolidierung nahe des Monatshochs – Warten auf G-20 Gipfel und OPEC 

Die US Rohölbestände sind laut DOE Bericht vom Mittwoch so stark wie seit September 2016 nicht mehr gefallen. Die sinkenden US Bestände sind für die OPEC zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch nun muss sich in den kommenden Wochen erst einmal zeigen ob sich der Trend fortsetzt.

Der Fokus liegt nun aber weniger auf den US Ölbeständen, sondern ganz klar auf dem G-20 Gipfel in Osaka, Japan, sowie dem OPEC Meeting kommende Woche. Gestern hatten sich Kuwait und Irak für eine Verlängerung der laufenden Produktionskürzungen in die zweite Jahreshälfte ausgesprochen. Zusammen mit dem Wochenende und den Spannungen zwischen USA und Iran, halten sich die Marktteilnehmer nun offenbar zurück.

Zusammen mit der Zurückhaltung vor den anstehenden Großevents sehen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen daher erst einmal neutral. Da Gasoil am Morgen leicht nachgab, deuten sich bei den Inlandspreisen nur sehr kleine rechnerische Nachlässe zum Vortag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

27.06.2019

Gewinnmitnahmen folgen auf bullishe Reaktion zu DOE Bestandsdaten 

Nachdem die US Ölbestände in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich zulegten, kam nun eine ebenso klare Korrektur. Die Abbauten bei Rohöl waren die umfangreichsten seit drei Jahren. Dies könnte nun der erwartete Trendwechsel sein, da in den Sommermonaten für gewöhnlich ein höherer Verbrauch und damit sinkende Bestände zu erwarten sind. Doch die Daten zeigen auch einen starken Rückgang bei der Benzinnachfrage, was für diese Jahreszeit eigentlich eher untypisch ist.

Die späte Rallye an den Ölbörsen hielt sich daher in Grenzen, auch wenn die reinen Bestandsveränderungen einen deutlich bullishen Eindruck machten.

Trump sorgt nun wieder für einen gedämpften Optimismus, da er im späten Handel gestern von einem Plan B sprach. Sollten sich China und USA nicht auf ein Abkommen einigen und die gegenseitigen Zölle weiter intensivieren, so würde dies das globale Wirtschafts- und das Rohölnachfragewachstum weiter dämpfen.

Die Preise an den Ölbörsen bleiben zwar unterhalb der gestrigen Monatshochs, doch über den Niveaus von gestern Vormittag. Damit ergeben sich bei den Preisen nun erneut leichte Preissteigerungen zum Vortag. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

26.05.2019

Deutlicher Preisanstieg nach Trump Drohungen und API Bestandsdaten 

Der Markt dürfte in den kommenden Tagen und Wochen weiter volatiler werden. Auf der einen Seite befindet sich das schwache Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum, während auf der anderen Seite die Spannungen zwischen USA und Iran das Potenzial haben in einem militärischen Konflikt zu münden, was die Ölversorgung mindestens zeitweise extrem reduzieren würde.

In Sachen Iran haben die Spannungen in den letzten Wochen stetig zugenommen. Trump drohte dem Iran in einem Tweet mit der "Vernichtung", nachdem der Iran das Weiße Haus als "geistig zurückgeblieben" bezeichnete. Die Befürchtungen der Marktteilnehmer sind, dass sich USA und Iran in eine Situation manövriert haben, in der eine für beide Seiten gesichtswahrende diplomatische Lösung nicht mehr möglich ist und die Konstellation damit auf eine militärische Konfrontation hinausläuft.

Trader warten nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE, die heute veröffentlicht werden. Die Zahlen des API fielen gestern Nacht schon bullish aus. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit rechnerisch sehr starke Preisaufschläge an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

25.06.2019

Ölpreise nach Gewinnmitnahmen vom Montag weicher – Iranische Exporte fast bei null 

US Präsident Trump erhöht mit weiteren Sanktionen gegen den Iran den Druck extrem. Trump hatte dem Iran erneut Gespräche ohne Vorbedingungen angeboten, die Teheran allerdings weiter ablehnt.

Durch die Lage im Nahen Osten profitieren nun die Exporteure der USA. Die höhere Nachfrage nach US Öl dürfte auch die US Ölbestände belasten und die Preise für die US Rohölsorte WTI stützen.

Das schwache Wirtschaftswachstum wirkt sich besonders stark auf den Ölbedarf in Asien sowie in Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Damit bleibt ein Spannungsfeld zwischen schwacher Nachfrage und den geopolitischen Risiken im Nahen Osten bestehen. Die Gefahr eines militärischen Konflikts bleibt allgegenwärtig, was die Preise sicherlich stützen würde. Trader warten nun auf die US Ölbestandsdaten, die heute Nacht und morgen Nachmittag veröffentlicht werden. Die Ölpreise geben an der ICE in den Morgenstunden zunächst nach und nehmen die Vortagestiefs von gestern Abend an. Daher deuten sich heute Preisnachlässe für das Inland an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

24.06.2019

Fester Wochenstart nach US Raffinerieexplosion 

Nach den Angriffen auf Öltanker an der Straße von Hormus sowie dem Abschuss einer US Drohne wollen die USA die Sanktionen gegen den Iran nun verschärfen. Bisher scheint in dem Konflikt zwischen USA und Iran noch niemand nachgeben zu wollen. Die Situation bleibt weiter einer der zentralen Themen, da eine Eskalation in der Region einen gravierenden und tiefgreifenden Einfluss auf den Welthandel mit Öl haben würde. 

In den USA könnte es an der Ostküste nun zu Versorgungsproblemen mit Treibstoffen kommen. Gerade mitten in der Fahrsaison ereignete sich am Freitag eine Raffinerieexplosion. 

Mit der Explosion an der US Raffinerie und den Spannungen zwischen USA und Iran, die in der vergangenen Woche beinahe eskalierten, nehmen wir aus fundamentaler Sicht nun vorerst eine weiter leicht bullishe Haltung ein. Die Notierungen bleiben in den Morgenstunden auf den hohen Niveaus vom späten Freitag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für den Vormittag damit leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

21.06.2019 

Ölpreise steigen auf ein 3-Wochenhoch – Iran Risikoprämie gestiegen 

Die Nachfragesorgen, auf Grund eines global schwachen Wirtschaftswachstums, hatten die Ölpreise im Mai und Juni deutlich fallen lassen. Die Ölnachfrage wurde bisher für 2019 überschätzt und die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC deuten für 2020 auf eine Überversorgung hin. Gestoppt wurde der Preisrutsch zunächst von Angriffen auf Öltanker nahe der Straße von Hormus, sowie von scheinbaren Fortschritten im Handelsstreit zwischen USA und China. 

Beide Volkswirtschaften spüren die negativen Auswirkungen der verschlechterten Handelsbeziehungen und für Trump hat der Wahlkampf begonnen. 

Trader werden daher die Spannungen weiter genau im Auge behalten. Nähern sich beide Seiten nicht überraschend an, könnte die Risikoprämie noch weiter zunehmen und die Ölpreise stützen. Nach erreichen neuer Monatshochs bleiben die Notierungen an ICE und NYMEX weiterhin fest, kommen aktuell jedoch von den Höchstständen in der Nacht zurück. Bei den Inlandspreisen deuten sich zu gestern unterm Strich aber dennoch deutliche Aufschläge an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

20.06.2019 

Ölpreise nach DOE und FOMC fester – USA und China müssen nun liefern 

Die Serie der steigenden US Rohölbestände wurde durch die vom DOE gestern gemeldeten Abbauten beendet. Die Bestände haben leicht abgenommen und auch die Ölförderung ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Insgesamt sind die Zahlen des DOE damit leicht bullish zu interpretieren. 

Neben den Bestandsdaten wurde gestern von der OPEC auch der neue Termin für die nächste Vollversammlung bekanntgegeben. Es ist davon auszugehen, dass das aktuelle Produktionsabkommen bis Jahresende verlängert wird, wobei Saudi-Arabien von einigen Ländern, wie Irak und Nigeria, eine striktere Einhaltung der Quoten fordern wird. 

Neben der OPEC behält der Markt aber auch das Treffen zwischen Trump und Xi am Rande des G-20 Gipfels Ende kommender Woche im Auge. Man erwartet klare Signale für eine Annäherung im Handelsstreit, oder gar eine Lösung. In den frühen Morgenstunden bleiben die Ölpreise auf hohem Niveau und haben auch die Vortageshochs überboten. Schlussendlich deuten sich für das Inland heute Morgen leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

19.06.2019 

Späte Rallye sorgt für anziehende Preisniveaus – OPEC, Handelsstreit und EZB stützen 

Mehr Öl aus den Nicht-OPEC Ländern und ein schwaches Ölnachfragewachstum hatten in der letzten Woche zu einer Relativierung der bisherigen Markteinschätzungen geführt. Vor allem die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, haben den Ausblick für Wachstum und Ölnachfrage nachhaltig eingetrübt. 

Nun gibt es aber offenbar eine plötzliche Wende, denn Trump und Xi wollen am Rande des G-20 Gipfels Ende nächster Woche ein "längeres Meeting" abhalten. Die Zeichen scheinen gut zu stehen, dass man sich nun zu einem Deal durchringt. Trump hat gestern seine Kandidatur für eine erneute Präsidentschaft bekannt gegeben und braucht dafür wirtschaftliche Erfolge. 

Sollte in den kommenden Wochen eine Einigung gelingen, würde sich dies positiv auf Wirtschaft und Ölnachfrage auswirken. Nach der späten Rallye gestern bleiben die Ölpreise auch heute Morgen auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen erst einmal starke Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

18.06.2019 

Nachfragesorgen bleiben dominierend – Futures geben in der Nacht nach 

Der Markt teilt sich weiter in vor allem zwei Themen. Auf der einen Seite sind die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran, auf der anderen Seite die Nachfragesorgen, hervorgerufen durch Handelsstreitigkeiten. 

Zurzeit wird das Risiko einer militärischen Eskalation im Persischen Golf als gering eingeschätzt, wenngleich dies nicht auszuschließen ist. 

Der Iran bleibt aber ein Risiko, zumal das Land nun die Urananreicherung weiter steigern will. Die USA hat nach den Angriffen auf zwei Öltanker angekündigt die Truppenstärke in der Region zu erhöhen. 

Trotz der potenziellen Gefahr im Nahen Osten wird der Markt momentan von den Nachfragesorgen dominiert. 

Trader werden sich zur Wochenmitte nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE konzentrieren.

In den Morgenstunden bleiben die Notierungen nahe der gestrigen Tagestiefs, scheinen sich oberhalb dieser aktuell jedoch zu stabilisieren. Bei den Inlandspreisen werden heute unterm Strich zum Teil Abwärtspotenziale erwartet. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

17.06.2019 

Geopolitische Spannungen stützen Ölpreise – Versorgung wird komfortabel eingeschätzt 

OPEC und EIA hatten Mitte letzter Woche bereits die Ölnachfrageentwicklung nach unten korrigiert und damit auf eine komfortable Versorgungslage hingewiesen. 

Die aktualisierten Zahlen zum Ausblick bei der Ölversorgung zeigen, dass der Markt mittel- bis langfristig weiter gut versorgt bleibt, selbst wenn die OPEC die Produktionskürzungen verlängert. Rein von der Versorgungsseite her, ist der Markt gut aufgestellt. Aktuell ist es vor allem die Situation am Persischen Golf, die weiteren Abwärtsbewegungen entgegensteht. Die USA machen den Iran klar für die Angriffe auf die Öltanker an der Straße von Hormus verantwortlich. Trump will den Iran an den Verhandlungstisch bekommen, sollten die Angriffe auf Schiffe jedoch nicht aufhören, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen militärischen Konflikt, mit dem die Ölpreise sicherlich rasant steigen würden. 

Die Notierungen an ICE und NYMEX liegen in den Morgenstunden auf den höheren Niveaus vom späten Freitag. Für die Inlandspreise bedeutet dies, dass diese mit deutlichen Preisaufschlägen zu Freitag zu erwarten sind 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

14.06.2019 

Preise nach Angriff auf Öltanker fester – Ölnachfragewachstum bleibt enttäuschend 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten am Mittwoch gezeigt, dass der antizyklische Trend der Bestandsaufbauten weiter fortgesetzt wurde und die Rohölbestände bereits auf ein 2-Jahreshoch geklettert sind. Insbesondere mit Blick auf die Anstrengungen der OPEC+ Gruppe, die mit den Produktionskürzungen die Bestände versucht zu reduzieren. 

Bei den Monatsreports wartet man heute noch auf den Bericht der IEA, der den Abschluss bilden wird und erstmals auch Daten zu 2020 beinhalten wird. 

Gestern gab es erneut Angriffe auf zwei Öltanker. Die USA hat den Iran für den Angriff verantwortlich gemacht. Die Spannungen in der Region steigen mit diesen Angriffen und die Kosten für den Transport dürften ebenfalls steigen. 

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung wird nun sein, ob sich die Spannungen im Nahen Osten zuspitzen, oder eine Lösung gefunden werden kann. 

Die Ölpreise an ICE und NYMEX zogen in den Morgenstunden an und sorgen somit auch bei den Inlandspreisen für ein geringes Aufwärtspotenzial. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

13.06.2019 

Futures nach DOE Daten deutlich weicher – Libysche Produktion in Gefahr 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten gestern gemischte Impulse an den Handel abgegeben. Die Versorgungslage in den USA, dem Land mit dem größten Ölverbrauch und der größten Ölförderung, ist also relativ komfortabel und sollte sich auch in der zweiten Jahreshälfte weiter verbessern. Trump erklärte gestern erneut, dass er mit einer baldigen Einigung rechne, da China sonst noch weitere Sanktionen in Kauf nehmen müsse, doch von einem bevorstehenden Deal spricht man schon seit vielen Monaten. Entsprechend wird die Nachfrageentwicklung bei Öl schwächer als bisher eingestuft. 

Eine Gefahr für die Balance am Markt bleibt unterdessen Libyen. Hier kämpfen zwei konkurrierende Gruppen um die Macht, wobei es bisher keine größeren Ausfälle gegeben hat. Heute Morgen ziehen die Preise an den Ölbörsen leicht an und kommen von den gestrigen Tagestiefs zurück. Gasoil bleibt allerdings noch immer etwas unterhalb der gestrigen Nachmittagswerte, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen zumindest noch leichte Abwärtsspielräume andeuten. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

12.06.2019 

Bearishe US Ölbestandsdaten – Futures geben in den Morgenstunden nach 

Die EIA hatte gestern Abend ihren neuen Monatsbericht veröffentlicht. Dies ist in der Regel jeden Monat der erste Report zur mittel- bis langfristigen Markteinschätzung. Hier zeigt sich, dass die Marktlage aktuell noch immer knapp eingeschätzt wird und sich kurzfristig auch eine Unterversorgung ergibt. 

In den Sommermonaten wird der Verbrauch saisonal anziehen und dann eine Unterversorgung auslösen. Ab Oktober sollte sich diese dann allerdings wieder erledigt haben. 

Die OPEC, so zeigen die Gespräche zwischen Russland und Saudi-Arabien vom Wochenende, wird die Produktionskürzungen mit ihren Partnerländern vermutlich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. Die Versorgungslage bei Rohöl bleibt damit knapp, wird aller Voraussicht nach langfristig, das heißt über die Sommermonate hinaus, jedoch nicht dazu geeignet sein eine knappe Marktlage zu etablieren. 

Damit starten die Futures an den Ölbörsen gleich mit Verlusten in den frühen Morgenstunden. Dies sorgt im Inland somit für Abwärtspotenzial bei den zu erwartenden Inlandspreisen. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish

11.06.2019 

Zu viel Öl – Preise kommen über Pfingsten unter Druck 

Der Markt blickt in diesen Wochen vor allem auf Russland und OPEC, von denen eine Verlängerung der gemeinsamen Produktionskürzungen über die Jahresmitte hinaus erwartet wird. 

Das Ölnachfragewachstum ist nicht stark genug, als dass es ein Ende des aktuellen Produktionsabkommens rechtfertigen würde, aber auch nicht so schwach, dass die Kürzungen der OPEC+ Gruppe ausgeweitet werden müssten. Doch nicht nur die wachsende US Ölproduktion bereitet Sorgen, auch das Ölnachfragewachstum dürfte geringer als bisher erwartet ausfallen. Auch für 2020 könnte sich ein deutlich schwächerer Markt als in der ersten Jahreshälfte 2019 abzeichnen. Die schwache Konjunktur, die durch den Handelsstreit zwischen USA und China noch verschärft wird, dürfte ebenso ihre Spuren hinterlassen. Die Sorgen der Marktteilnehmer bezüglich der mittel- bis langfristigen Entwicklung bei Angebot und Nachfrage haben die Aufwärtskorrektur zum Ende der letzten Woche ausgebremst. Nach den Gewinnmitnahmen von gestern, deuten sich bei somit heute Morgen leichte Preisnachlässe zu Freitag letzte Woche an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

07.06.2019 

Technische Käufe und Short-Coverings – Futures ziehen in der Nacht an 

Russland und OPEC haben bei der Einschätzung zur Notwendigkeit weiterer Produktionskürzungen noch immer große Differenzen. Während sich Saudi-Arabien zuletzt für eine Verlängerung der Kürzungen warb und man auch von einer zunehmenden Überzeugung innerhalb der OPEC sprach, ist die Fortführung noch längst nicht in trockenen Tüchern. 

Russlands Präsident, Wladimir Putin, hatte gestern klargestellt, dass man nicht auf derart hohe Preise wie Saudi-Arabien angewiesen sei und mit Preisen von 60 bis 65 Dollar gut zurechtkomme. Dieses Wochenende könnte es mehr Klarheit dazu geben, denn die Ölminister beider Länder werden sich bei gemeinsamen Konferenzen zu dem Thema austauschen. 

In den letzten beiden Wochen war die Ölnachfrage das dominierende Thema am Markt. Insbesondere die angekündigten Zölle gegen Mexiko hatten die Ängste am Markt weiter geschürt. 

Die Ölpreise bleiben nach dem Anstieg von gestern Nacht auch heute Morgen noch auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen moderate Preissteigerungen an.  

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bullish

06.06.2019 

Mehr Öl und weniger Nachfrage – Futures nach DOE mit 5-Monatstiefs 

Eigentlich hatte man am Markt mit einer knappen Versorgungslage gerechnet, wenn zu den Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe und den Sanktionen gegen Venezuela auch die Sanktionen gegen den Iran verstärkt werden. Doch offenbar haben sich die Marktteilnehmer getäuscht, denn die US Ölbestandsdaten zeichnen ein ganz anderes Bild – zumindest für die USA. 

In der zweiten Jahreshälfte wird erwartet, dass mehr US Rohöl exportiert werden kann, wenn Pipelines an die Exporthäfen im Golf von Mexiko fertiggestellt werden. Damit sollte die Produktion ebenfalls noch einmal einen Schub bekommen, sodass sich die Versorgungslage weiter verbessern wird. Auch die OPEC hat die Situation zur Kenntnis genommen. Man werde die wirtschaftlich bearishe Lage sowie die sich geänderte Stimmung an den Aktien- und Finanzmärkten, in die Kalkulationen beim nächsten Meeting mit einbeziehen. 

Im Vergleich zu gestern Vormittag und Nachmittag bleibt ein deutliches Minus, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen erneut Abwärtspotenziale andeuten.  

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral

05.06.2019 

Technische Kaufsignale vs. bearishe Ölbestandsdaten 

Sowohl bei Brent als auch bei WTI hat sich mit den Kursrutschen der letzten Tage nun ein sogenannter Bärenmarkt gebildet. 

Entsprechend dürfte eine Verlängerung der Produktionskürzung beim nächsten Meeting nur noch Formsache sein, wobei sich gerade auch in Russland Widerstand bildet. 

Wann das Meeting stattfinden soll ist allerdings noch unklar. Der eigentliche Termin ist am 25. bis 26. Juni, doch der soll verschoben werden. 

In den Sommermonaten steigt in der Regel der Ölbedarf, da die Geschäfts- und Reiseaktivität zunimmt. Doch wie stark das Nachfragewachstum ausfällt, daran gibt es Zweifel. Die Handelsstreitigkeiten der USA mit Ländern wie China und Mexiko trüben das Bild zusätzlich ein. 

Stützend könnten sich nun noch Waldbrände in Kanada auswirken. Die Ölförderung wurde dort bereits gesenkt, wobei dies in erster Linie schwere Rohölsorten betrifft. Die Futures starten heute Morgen auf dem Niveau des gestrigen Tagestiefs. Entsprechend deuten sich heute Morgen keine grossen Preisschwankungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

 04.06.2019 

Saudi Kommentare bremsen Abwärtsbewegung – Erneute Preissenkungen für das Inland 

Die Einschätzung der Marktlage hat sich in den vergangenen Wochen und in den letzten Tagen spürbar geändert. Der Einfluss der Produktionskürzungen der OPEC+ sowie die Sanktionen gegen Venezuela und Iran, werden nicht mehr so dramatisch empfunden wie noch in den ersten Monaten des Jahres, sodass die Nachfrageseite in den Fokus gerückt ist. 

Trader glauben nicht, dass die Kürzungen der OPEC, die Sanktionen gegen Iran und Venezuela den Markt wirklich dauerhaft in eine starke Unterversorgung bringen könnte. Dies zeigt, dass die Trader nicht weiter aktiv auf sinkende Preise setzen, sondern die Überzeugung aufgeben, dass es der OPEC gelingt den Markt weiter zu verknappen und die Preise nach oben zu treiben. Mit großer Spannung werden die US Ölbestandsdaten erwartet, bei denen es neue Zahlen zu den US Vorräten und der Rohölförderung geben wird. Die Futures starten heute Morgen oberhalb der gestrigen Tagestiefs. Entsprechend deuten sich heute Morgen erneut Preissenkungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

03.06.2019 

Erneuter Preisrutsch zum Wochenauftakt deutet starke Nachlässe im Inland an 

Nach der Rallye in den ersten 4,5 Monaten des Jahres, mit der die Ölpreise an ICE und NYMEX teilweise über 40% zulegten, ist der Preis nun erstaunlich stark unter Druck gekommen. 

Als Hauptfaktor gilt die US Außenpolitik unter Trump. Statt einer Lösung im Handelsstreit zwischen USA und China eskalierte das Verhältnis zwischen den beiden Ländern. Auch gegen Mexiko ist Trump aktiv geworden und wird die Sanktionen gegen alle Importe aus dem Land anheben, worunter auch Rohöl fällt. Die bisher knapp eingeschätzte Marktlage, die sich auch in der starken Backwardation Konstellation gezeigt hat, wird nun doch nicht mehr so knapp gesehen. Die Bank hatte Brent für das dritte Quartal auf 65,50 Dollar geschätzt. 

Die Futures starten auch heute Morgen weich in die neue Woche und fallen dabei sogar unter die Freitagstiefs. Für den Moment bedeutet dies bei den Inlandspreisen allerdings, dass man sich auf weitere starke Preisnachlässe zu Freitag einstellen kann. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral

31.05.2019 

US Bestandsdaten und neue Zölle - Gasoil so günstig wie seit Mitte Februar nicht mehr

Die US Ölbestandsdaten von gestern haben gezeigt, dass die Vorräte in den USA komfortabel sind. Vor allem die gestiegenen Benzinvorräte sind zu Beginn der US Fahrsaison ein wenig erstaunlich, zumal der Bestandsanstieg nicht unbedingt knapp ausfiel.

Der Handelsstreit zwischen USA und China könnte weiter eskalieren, nachdem die Länder in den vergangenen Monaten nicht zusammengefunden hatten.

Gestern hat Trump auch gegen Mexiko neue Strafzölle angekündigt, da noch immer zu viele Immigranten aus dem Land in die USA kommen. Trump scheint in Handelsfragen weiter keinen Rückzug zu machen und die Eskalation nicht zu scheuen.

Voraussichtlich werden die OPEC+ Länder ihre bisherige Maßnahme in die zweite Jahreshälfte verlängern, zumal die aktuellen Preiseinbrüche Warnsignale sind, dass sich der Markt noch nicht stabilisiert hat.

Die Futures an ICE und NYMEX geben in den Morgenstunden erneut nach und unterschreiten damit sogar ihre Vortagestiefs. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit enorme Preisnachlässe für den Vormittag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral

29.05.2019 

Futures starten mit Verlusten – Fundamentales Spannungsfeld bleibt bestehen

Die jüngsten Konjunkturdaten haben enttäuscht und bei den Prognosen sei der Handelsstreit zwischen USA und China sehr Besorgniserregend. Dies ist der Hauptgrund, weshalb die Ölpreise, trotz der bullishen Backwardation Konstellation, aktuell nicht anziehen könnten. Zwar seien auch geopolitische Risiken zu berücksichtigen, sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ und Sanktionen gegen Venezuela und Iran, doch das Spannungsfeld aus schwacher Nachfrageerwartung und einer knappen physischen Marktlage stehe momentan vermutlich im Mittelpunkt.

Entsprechend dieser Unsicherheit wurde der Aufwärtstrend, der seit Jahresanfang Bestand hatte, Ende April beendet. Die Kurse befinden sich seitdem in einer Konsolidierung auf hohem Niveau mit gelegentlichen starken Abwärtsbewegungen.

Bestandsaufbauten beschränken sich allerdings vor allem in China und USA. In den meisten anderen Regionen sind die Vorräte eher knapp. Schiffsdaten weisen zudem daraufhin, dass aktuell vergleichsweise wenig Rohöl per Tanker auf den Weltmeeren unterwegs ist, was für abnehmende Exporte spricht. Damit dürften die Ölbestände in den kommenden Wochen und Monate sinken.

In Arkansas und Oklahoma gibt es wegen starker Regenfälle Überflutungen. Dies könnte den Transport von Rohöl aus Cushing an die Raffinerien bzw. die Golfküste einschränken.

Damit deuten sich bei den Preisen heute Morgen Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish

28.05.2019

Ölpreise ziehen am US Feiertag an – Technische Kaufsignale

Analysten rechnen damit, dass sich der Markt nun wieder auf die angebotsseitigen Aspekte konzentrieren wird, nachdem in der vergangenen Woche zeitweise die Sorgen bezüglich der Weltwirtschaft und geringerem Ölnachfragewachstum in den Fokus rückten. Die Experten nennen dabei insbesondere die weiter sinkenden iranischen Ölexporte, da die US Sanktionen nun langsam ihre Wirkung zeigen, während sich die Anzeichen verdichten würden, dass die OPEC ihre Produktionskürzungen in die zweite Jahreshälfte verlängere.

Noch sei man nicht fertig damit die globalen Ölbestände zu reduzieren, jedoch werde man in der zweiten Jahreshälfte wohl einen ausgeglichenen Markt erreichen. Dennoch sei es zu früh eine Entscheidung der anstehenden OPEC Sitzung Ende Juni vorweg zu nehmen.

Nachfrageseitig werden die zuletzt gestiegenen US Rohölbestände als ein Zeichen der Schwäche gesehen. Auch der andauernde Handelsstreit mit China hat die Erwartungen nicht gerade gesteigert und dämpft die Prognosen bezüglich des Energieverbrauchs bzw. des globalen Ölbedarfs. Damit sind die Fragezeichen für die zweite Jahreshälfte nachfrageseitig mindestens ebenso groß wie angebotsseitig.

Nach dem gestrigen Preisanstieg verharren die Ölpreise heute Morgen auf hohem Niveau, sodass sich deutliche Preissteigerungen ankündigen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish

27.05.2019

Futures zum Feiertagshandel erholt – Niedrige Raffinerienachfrage

So lange Brent in einer Backwardation Situation bleibt, die sich weiter verstärkt, ist eine andauernde und nachhaltige Abwärtsbewegung unwahrscheinlich. Grund sind wohl vor allem die Sanktionen gegen Venezuela und Iran, aber auch die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Auch wenn die Korrektur in der vergangenen Woche gegen eine knappe Marktlage spricht, so dürfte sich die OPEC+ Gruppe damit animiert fühlen, die Maßnahme in die zweite Jahreshälfte hinein zu verlängern. Hinzu kommen die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die sich in den letzten Wochen zugespitzt haben.

Viel der eingepreisten knappen Marktlage sei der Risikoprämie zuzuschreiben. In China haben Raffinerien wegen schlechter Margen ihre Produktion gedrosselt oder den Restart nach Wartungsarbeiten verschoben. Dies zeigt, dass es am Produktmarkt eine Überversorgung gibt, die sich langsam auch auf den Rohölmarkt überträgt. In diesem Licht sind dann auch die pessimistischen Konjunkturerwartungen alles andere als ein stützender Faktor für die Ölpreise. Die Markteinschätzung bleibt damit weiter extrem schwierig.

Bullishe und bearishe Argumente gibt es momentan zu Genüge. Bei der Beurteilung, welche überwiegen, tut man sich am Markt schwer. Für die Preise bedeutet dies, dass nicht mit größeren Veränderungen zu rechnen ist. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

24.05.2019 

Technische Korrektur nach stärkstem Kursrutsch in 2019

Die gestiegenen US Rohöl- und Benzinbestände vom Mittwoch hatten die Marktteilnehmer sicherlich überrascht. Die Tendenz der immer weiter steigenden Vorräte passt nicht zu der generell vorherrschenden Meinung einer physisch knappen Versorgungslage.

Dazu gab es gestern von der Shell noch die Ankündigung, dass man die Förderung an der neuen Plattform begonnen und damit ein neues Tiefseeprojekt im Golf von Mexiko umgesetzt hat. Unterdessen haben in China einige Raffinerien ihre Auslastung reduziert. Es herrscht ein Überangebot an Produkten vor, sodass einige Anlagen ihre Auslastung um 10% bis 20% reduziert hätten.

Die schwache Produktnachfrage zeigte sich zuletzt auch in den USA, wo die Bestände an Benzin zuletzt zunahmen und die Nachfrage - trotz beginnender Sommersaison – niedrig bleibt. Der Handelsstreit zwischen USA und China scheint sich mit den Sanktionen gegen einzelne Firmen (Huawei) weiter zuzuspitzen, sodass eine Lösung längst nicht mehr so greifbar erscheint, wie noch vor wenigen Wochen angenommen.

Die starken Kursverluste der letzten Tage dürfte die OPEC in ihrem Vorhaben allerdings bestärken, dass man die Produktionskürzungen fortführt.

Nach dem massiven Preisrutsch von gestern ist eine Konsolidierung nicht unüblich. Damit ergeben sich bei den Preisen aktuell Abwärtsspielräume,

Fundamental: neutral bis brearish                  Chartanalyse: neutral bis bullish

23.05.2019 

Mehr Öl in den USA, aus Kasachstan und Irak – Ölpreise geben nach

Die anhaltenden Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die vermutlich über Juni hinaus verlängert werden, sorgen seit Jahresanfang für eine knappe Versorgungslage. In Verbindung mit den Sanktionen der USA ist dies der Hauptgrund für die Preissteigerung bei Brent um über 30% im laufenden Jahr. Doch die steigenden Bestände in den USA widersprechen der Vorstellung einer knappen Marktversorgung. Diese haben nunmehr das höchste Niveau seit Juli 2017 erreicht. . Auch wenn die bullishe Wirkung der geopolitischen Risiken mit den Spannungen zwischen USA und Iran, den Versorgungsproblemen durch US Sanktionen sowie der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe nicht von der Hand zu weisen sind, so wurden diese von den bearishen Bestandsdaten des DOE ausgekontert.

Parallel dazu hat sich auch der Handelskonflikt zwischen USA und China in den vergangenen Wochen nicht gerade positiv entwickelt. Auch wenn diese Faktoren bearish sind, dürfte dies die OPEC in ihrem Vorhaben bestärken, die Produktionskürzung in der zweiten Jahreshälfte zu verlängern.

In den Morgenstunden sind die Nachwirkungen der bearishen Faktoren von gestern noch zu spüren. Damit ergeben sich deutliche Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish

22.05.2019 

Gasoil nahezu unverändert – Bearishe US Bestandsdaten belasten

Es bleibt dabei, dass an den Ölbörsen das Spannungsfeld aus der Erwartung eines physisch knappen Angebots und den negativen Folgen des schlechten Wirtschaftswachstums für das Ölnachfragewachstum vorherrscht. Grundlegend hat sich daran in den letzten Wochen nicht viel geändert, was sich auch in der aktuellen Konsolidierung an den Ölbörsen ausdrückt. Die Futures bleiben durch die bullishe Grundstimmung zwar auf hohem Niveau, doch so lange die Bestände in den USA weiter zulegen und der globale Wirtschaftsausblick durch Faktoren wie den Handelsstreit zwischen USA und China gedämpft bleibt, ist auch das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen limitiert.

Die OPEC tendiert nach dem Meeting vom Wochenende zu einer Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Russland hat sich noch nicht klar zu einer unveränderten Fortsetzung bekannt. Diese Konstellation ist allerdings von den letzten gemeinsamen Maßnahmen bereits bekannt.

Mit Blick auf den saisonal im Sommer steigenden globalen Ölbedarf und den verschärften Sanktionen der USA gegen Iran und Venezuela, sorgen die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für eine bullishe Grundstimmung am Markt. Gepaart mit den erwarteten Ausfällen, wird der Markt überwiegend knapp eingeschätzt.

Für heute deuten sich bei den Preisen weitere Abschläge zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish

21.05.2019

Späte Gewinnmitnahmen sorgen für niedrigere Preisniveaus

Venezuelas Ölförderung hat mit den verschärften Sanktionen der USA stark abgenommen. Auch in der Nordsee gibt es durch unplanmäßige Ausfälle und Wartungsarbeiten weniger Rohöl für den Markt. Hinzu kommen die Lieferprobleme aus Russland über die Druzhba Pipeline, die bereits zu Lieferschwierigkeiten in Deutschland geführt haben.

Das physische Angebot am Markt ist somit weiter sehr knapp. Es scheint auch nicht so, als ob sich das bald ändern würde, denn in den Sommermonaten steigt der Bedarf an Öl tendenziell. Die Finanzmärkte preisen diese knappe Marktlage momentan aber nicht mit steigenden Preisen ein.

Grund ist zum einen der schwelende Handelsstreit zwischen USA und China. Mit der Anhebung der Zölle auf beiden Seiten haben sich die Parteien in den letzten Wochen nicht unbedingt angenähert. Die Tatsache, dass die USA nun den größten chinesischen Mobilfunkanbieter Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hatte, dürfte weitere Spannungen hervorrufen. Google darf seine Software und Betriebssysteme dem Anbieter nun nicht mehr zur Verfügung stellen, sodass Huawei weltweit einen signifikanten Wettbewerbsnachteil hat, der auch die Exporte Chinas empfindlich treffen sollte.

Trotz der fundamental bullishen Konstellation deuten sich bei den Preisen momentan noch Abschläge zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

20.05.2019 

OPEC spricht sich für Verlängerung der Kürzungen aus

Der Markt blickt wieder in Richtung OPEC und was diese Ende Juni, zusammen mit einigen Nicht-OPEC Ländern, entscheiden wird. Deutete sich am Freitag noch an, dass die aktuellen Produktionskürzungen gelockert werden könnten, sprach sich die Mehrheit für die Beibehaltung der Maßnahmen aus.

Der OPEC geht es dabei vor allem um die generelle Versorgungslage. Eine zu frühe Anhebung der Ölproduktion, wie im letzten Sommer / Herbst, will man vermeiden. Als Gegenargumente führt man aber die noch immer hohen Ölbestände ins Feld, die in den USA tendenziell zunehmen, sowie die Aussicht auf ein schwaches globales Wirtschaftswachstum.

Unterdessen hat Trump den Druck auf den Iran erhöht. "Wenn der Iran kämpfen will, werde dies das offizielle Ende des Irans sein", so der US Präsident. Die Spannungen im Nahen Osten werden weiter im Auge behalten werden, nachdem in der letzten Woche Ölanlagen in Saudi-Arabien und einige Öltanker angegriffen wurden. In Bagdad soll am Wochenende auch eine Rakete in der sogenannten "grünen Zone" eingeschlagen sein, wo sich auch die US Botschaft befindet.

Die Futures ziehen in der Eröffnung an und reagieren damit erwartungsgemäß bullish. Bei den Preisen sind daher Preissteigerungen zu erwarten 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

17.05.2019 

Backwardation Konstellation wird steiler – Preise ziehen deutlich an

Die Versorgungslage wird an den Börsen weiter als knapp eingeschätzt. Dies zeigt der sogenannte Time-Spread bei den Brent Futures, dessen Backwardation Konstellation in den letzten Tagen und Wochen stetig zugenommen hatte. Futures mit einer kurzen Lieferzeit sind dabei teurer als mit einer Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die zunehmend steile Backwardation Konstellation ist damit Ausdruck der fundamental bullishen Grundstimmung, die an den Märkten vorherrscht.

Auch die geopolitischen Risiken, die in den letzten Wochen mit den Spannungen zwischen USA und Iran zugenommen haben, werden vor allem an der ICE eingepreist. Der Iran bleibt auch weiterhin das Top Thema am Markt. Bleibt es bei den gelegentlichen "Geplänkel" im Persischen Golf, so ist eine signifikante Risikoprämie sicherlich weiter zu rechtfertigen.

Zu Versorgungsproblemen führt auch der Ausfall der Druzhba Pipeline aus Russland, die noch immer nicht mit normaler Kapazität läuft. Die Raffinerie soll für ihre Produktlieferungen mittlerweile ein Force Majeure verhängt haben.

Bei den Preisen zeichnen sich daher starke Anpassungen nach oben an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

16.05.2019

Preise ziehen mit Iran Kriese an – IEA sieht knappe Versorgungslage

Die IEA hat die globale Ölnachfrage für 2019 nach unten korrigiert. Dies liegt aber vor allem an einem schwachen ersten Quartal, für das man die Nachfrage niedriger als bisher einschätzte. Die steigende Ölförderung der USA soll zwar die Ausfälle in Venezuela und Iran auffangen können, doch bleibt die Versorgungslage weiter knapp.

Der DOE Bericht blieb insgesamt bearish, da die Ölnachfrage sank und die Rohölbestände deutlich zulegten.

Nachdem die USA gestern die Warnungen für alle US Bürger in der Region verschärft hatte, nimmt die Sorge einer militärischen Eskalation zu. Sollte es zu weiteren Zwischenfällen kommen, könnte sich die Lage schnell verschärfen.

In Anbetracht der potenziellen Folgen, die ein Konflikt zwischen USA und Iran mit sich bringen würde, dominieren momentan die bullishen Aspekte.

Die Preise bleiben auf einem hohen Niveau, sodass man heute Morgen Preissteigerungen für die Inlandspreise Heizöl und Diesel im Vergleich zu gestern erwartet.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

15.05.2019 

Geopolitisches Risiko im Persischen Golf stützt – Gewinnmitnahmen nach API Daten 

Die Anschläge auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien haben nicht gerade zu einer Entspannung der geopolitischen Lage in der Region geführt. Nach den Attacken auf die Öltanker ist dies der zweite Zwischenfall innerhalb von drei Tagen. 

Marktteilnehmer fürchten eine "versehentliche" militärische Eskalation zwischen dem Iran und den USA, was die geopolitische Risikoprämie steigen lässt. Ein solcher Konflikt würde die Ölpreise massiv in die Höhe schnellen lassen. Der Iran weist die Verantwortung für die Anschläge von sich, während der geistige Führer des Irans bekräftigt, dass es kein Krieg mit den USA geben, man aber weiter Widerstand leisten werde. 

Neben dem knappen Ölangebot sorgen sich die Marktteilnehmer aber auch um die Ölnachfrage. Der Handelsstreit zwischen USA und China eskalierte in den letzten 1,5 Wochen mit neuen Strafzöllen auf beiden Seiten. Das Weltwirtschaftswachstum wird dadurch weiter geschwächt, was sich negativ auf das Ölnachfragewachstum auswirken wird. 

Die Zahlen des API zu den US Ölbeständen zeigen Aufbauten. Der Report ist damit eindeutig bearish und belastet die Preise. Trader warten nun auf den Bericht des DOE am Nachmittag.  

Bei den Preisen werden daher Preissteigerungen zum Vortag erwartet. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral  

14.05.2019 

Futures nach Berg- und Talfahrt deutlich weicher in den Dienstag 

An den Ölbörsen gibt es aktuell vor allem zwei gegenläufige Faktoren, die ein Spannungsfeld an den Ölbörsen generieren. Auf der einen Seite sind die US Sanktionen gegen Iran und Venezuela sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die das globale Angebot reduzieren und die Ölpreise damit stützen. Auf der anderen Seite steht der Handelsstreit zwischen USA und China, der sich in den letzten 8 Tagen zugespitzt hatte und das globale Ölnachfragewachstum schwächt. 

Der Streit zwischen USA und China ist weiter eskaliert, nachdem die USA per 01. Juni bestehende Einfuhrzölle anheben und weitere Strafzölle auf alle übrigen Produkte aus China vorbereiten. China hat reagiert seine Zölle ebenfalls angehoben. 

Das Spannungsfeld aus Risiken auf der Angebotsseite und Gefahren Seite der Ölnachfrageentwicklung, wird weiterhin bestehen bleiben und für Volatilität sorgen. In den Fokus werden nun die Monatsreports von OPEC und IEA rücken, die heute und Morgen veröffentlicht werden. Hinzu kommen die US Ölbestandsveränderungen des API und DOE von heute Nacht und morgen Nachmittag. 

Nach dem Kurseinbruch gestern mit späten Tagestiefs, erholen sich die Ölpreise an den Börsen in New York und London und ziehen wieder etwas an, sodass sich bei den Preisen Preissenkungen andeuten. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral  

13.05.2019 

Ölpreise wenig verändert – Warten auf Handelsstreit und JMMC Meeting 

Die Sanktionen gegen Iran und Venezuela sorgen für geringere Ölexporte aus beiden Ländern und haben das globale Ölangebot in den letzten Monaten reduziert. Die US Regierung verschärft die Sanktionen weiterhin. Dies sorgt für eine bullishe Grundstimmung, die allerdings auch in weiten Teilen bereits eingepreist ist. 

Während das Ölangebot aus Venezuela und Iran also weiter abnehmen dürfte, steht nun der Beginn der Sommernachfrage an. Die Raffinerien an der US Golfküste werden mehr Rohöl verarbeiten. Was allerdings zu Unsicherheiten führt, ist der erwartete Produktionsschub in den USA sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China. 

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften schadet nicht nur dem Wirtschaftswachstum der beiden Länder, sondern auch auf globaler Ebene. Die USA und China hatten im ersten Quartal 2019 rund 34% des globalen Ölverbrauchs ausgemacht, sodass eine Eintrübung der Stimmung ein enormes Gewicht hat. Sollten sich beide Seiten allerdings noch auf einen Deal einigen und die Zölle abbauen, könnten die Ölpreise wieder einen Schub bekommen. 

Momentan ist noch nicht klar, welche der Aspekte sich in den kommenden Wochen durchsetzen werden, sodass sich bei den Preisen nur geringe Veränderungen abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

10.05.2019 

Volatiler Tagesstart – Verhandlungen verlängert, Zölle werden angehoben 

Momentan konzentriert sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die laufenden Verhandlungen zwischen USA und China. Trump hatte eine Frist für die Einsetzung der Sanktionen für Mitternacht gesetzt. Gibt es bis dahin keinen Deal, treten die neuen Zölle in Kraft. Die angekündigte Anhebung der Strafzölle wird nun erst einmal kommen. Ob heute ein Handelsabkommen geschlossen werden kann, ist abzuwarten, in jedem Fall präsentieren sich die Finanzmärkte, und damit auch die Ölpreise, in den Morgenstunden äußerst volatil auf diese Unsicherheiten. 

Die erhöhten Handelszölle belasten das Wirtschaftswachstum in den USA, China und global. Daher wird dies auch die Ölnachfrage negativ beeinflussen, was die Preise entsprechend belastet. Kommt es zu keinem deutlichen Fortschritt bei den Verhandlungen, dürfte die Tendenz zu Gewinnmitnahmen zunehmen. Dieses Thema dominiert und stellt die übrigen Marktfaktoren in den Hintergrund.Die Unsicherheiten beim Ölangebot halten die Ölpreise momentan auf einem relativ hohen Niveau. Auf der anderen Seite belastet der Handelsstreit, was aktuell gegen eine Preisrallye spricht. 

Die Futures präsentieren sich in den Morgenstunden durch die Ereignisse im Handelsstreit sehr volatil. zu gestern deuten sich bei den Preisen aktuell jedoch keine starken Veränderungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

09.05.2019 

Abwärtsbewegung scheint nach bullishen DOE Daten beendet 

Seit Mitte März hatten die US Ölbestände kontinuierlich und insgesamt um knapp 7,1% zugelegt. Ein Hinweis auf eine noch immer gute Versorgungslage, vor allem in den USA, sodass die Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen deutlich gesunken sind. Die gestrigen Zahlen des DOE sind bullish und zeigen, dass die Versorgungslage nicht mehr ganz so komfortabel scheint, wie noch in den letzten Wochen. 

Im Fokus momentan sicherlich die Lage im Iran und die Spannungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hatte gestern bekannt gegeben, dass er einige Aspekte des Atomabkommens zurückfahren werde. Die USA hat als Reaktion die Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet und in dieser Woche die Militärpräsenz im Persischen Golf verstärkt. Noch reagiert der Markt verhalten auf das Säbelrasseln, da beide Seiten kein Interesse an einer weiteren Eskalation der Lage haben. 

Das erneute Aufflammen des Handelsstreits zwischen USA und China hat die Sorgen über einen negativen Einfluss auf die globale Konjunktur und das Ölnachfragewachstum genährt. 

Das geopolitische Risiko hat mit der jüngsten Entwicklung allerdings zugenommen. 

Für Heute deuten sich leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

08.05.2019 

GD 7 Linie begrenzt Aufwärtsspielräume – Warten auf DOE und Stellungnahme des Iran 

Mit der Ankündigung neuer Strafzölle gegen China sind die Sorgen über das Ölnachfragewachstum unter den Marktteilnehmern wieder gewachsen. Handelsbarrieren schwächen das globale Wirtschaftswachstum, weshalb auch Aktienmärkte von diesem Umstand belastet werden. Die Ölnachfrage dürfte sich damit ebenfalls abschwächen, was die Preise an entsprechend belastet. Während Trump den Druck auf China erhöhen, zeigt sich der US Energieminister zuversichtlich, dass Saudi-Arabien und andere Partner der USA ihre Produktion anheben werden, um den Wegfall der iranischen Ölexporte durch die verschärften Sanktionen zu kompensieren. 

Da die OPEC+ Gruppe ihre Förderkürzungen wohl auch bis mindestens Ende Juni durchzieht, rechnen die meisten Experten kurzfristig, also in den kommenden Wochen, mit erneuten Aufwärtsbewegungen an den Ölbörsen. Erst später im Jahr, wenn mehrere US Pipelines fertiggestellt werden, und damit mehr Rohöl aus den US Schieferölregionen auf den Weltmarkt kommen, rechnet man wieder mit einer Entspannung. 

Mit der neuen Konstellation der verschärften Sanktionen gegen den Iran, wird die Marktlage in 2019 nun knapper eingeschätzt, weshalb der Report insgesamt tendenziell bullish zu bewerten ist. 

Damit ergeben sich auch bei den Preisen Abwärtsspielräume, die zu gestern Nachmittag allerdings geringer ausfallen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

07.05.2019 

Technische Kaufsignale – Analysten sehen Ölpreise mehrheitlich fester 

Gestern rückte die Nachfrageentwicklung plötzlich wieder in den Fokus der Märkte, da Trump schon für Freitag neue umfangreiche Zölle ankündigte. Sollten sich die Spannungen wieder zuspitzen und die Zölle steigen, dürfte sich dies negativ auf das globale Wirtschaftswachstum und auf die Ölnachfrage auswirken. 

Veränderungen bei der Nachfrage sind allerdings eher langfristige Faktoren. Auch wenn der anscheinende Kurswechsel von Trump die Preise deutlich belastete, dürfte der Fokus kurzfristig eher auf dem Angebot liegen. Dies zeigt auch der Brent Spread für 3 und 6 Monate. Die vorhandene Backwardation Konstellation verstärkt sich, was in der Regel auf eine knappe Versorgung und tendenziell steigende Ölpreise hindeutet. Entsprechend gingen die Analysten in den letzten Wochen tendenziell von einer festen Entwicklung bei den Rohölpreisen aus, mit der Brent auf 75 bis 80 Dollar steigen könnte. Hinzu kommen erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran. 

Eine knappe Marktlage und die geopolitischen Risiken sorgen dafür, dass die Abwärtspotenziale an den Ölbörsen gering und wenig nachhaltig sind, sodass sich auch bei den Preisen aktuell Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

06.05.2019  

Preiseinbruch zum Handelsauftakt – Trump droht China mit neuen Strafzöllen 

Die Abwärtskorrektur an den Ölbörsen über die vergangenen beiden Wochen könnte nun dafür sorgen, dass sich Saudi-Arabien wieder stärker für eine Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für die zweite Jahreshälfte einsetzt. 

Im letzten Monat hatte vor allem das globale Ölangebot im Fokus des Marktes gestanden. Die USA steigerte ihre Ölförderung in der letzten Woche auf ein neues Rekordniveau, während die OPEC+ Länder weiter ihre Produktion drosseln. Sanktionen gegen Venezuela und Iran wurden verschärft, womit das Angebot knapper wird. 

Mit dem Wochenauftakt lenkt US Präsident, Donald Trump, die Aufmerksamkeit der Märkte nun wieder auf die Ölnachfrage. Laut eines Tweets vom Sonntag kommen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit China zu langsam voran. Als Reaktion darauf kündigt Trump nun die Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe beginnend an diesem Freitag an. 

Eigentlich hatte der Markt angenommen, dass sich China und USA bald, eventuell auch schon diese Woche, auf ein Handelsabkommen einigen können. Kommen die neuen Zölle, könnte dies die Annäherung beider Seiten erschweren. 

Mit dem Preisrutsch deuten sich bei den Preisen erst einmal deutliche Abwärtsspielräume an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral  

03.05.2019 

Technische Gewinnmitnahmen – Hohe US Bestände belasten 

Physisch ist momentan wohl noch nicht von einer Unterversorgung auszugehen. 

Doch die momentane Abwärtskorrektur an den Börsen ist etwas kontraintuitiv zu dieser Lage. 

In den USA sind die Rohölvorräte in der letzten Woche um knapp 10 Mio. Barrel gestiegen. In Anbetracht der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, sowie rückläufiger Ölimporte aus Saudi-Arabien, eine durchaus erstaunliche Entwicklung. Hinzu kommt, dass man davon ausgeht, dass die anstehenden Exportausfälle des Iran aufgefangen werden können. Diese Gefahr besteht nun seit mehreren Wochen, sodass sich der Markt in gewisser Weise hieran gewohnt hat. Die Produkt Futures, insbesondere Gasoil, zeigen sich derzeit im Vergleich zu den Rohölpreisen von Brent und WTI fester. Auch wenn die Futures an den Ölbörsen am Morgen oberhalb der Vortagestiefs bleiben, so handeln diese dennoch unter den Werten von gestern Vor- und Nachmittag. Trotz des weicheren Euros, setzen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen die Preisnachlässe durch. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

02.05.2019 

Venezuela und Libyen - Ölpreise bleiben durch geopolitische Risiken fest 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben gezeigt, dass die Versorgungslage in den USA, trotz all der Sorgen, die man aktuell auf globaler Ebene hat, weiter komfortabel bleibt. Die Rohölbestände sind deutlich gestiegen, auch wenn die Importe aus der OPEC den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren markiert haben. 

Die verschärften Sanktionen der USA werden die Ölexporte des Irans weiter reduzieren. Meldungen über interne Berichte aus dem Iran zeigen, dass die Regierung in Teheran offenbar mit einem Rückgang der Verkäufe rechnet. 

Die Produktionskürzungen mit der OPEC+ Gruppe will man aber anscheinend weiter verlängern. 

In Venezuela und Libyen haben sich die geopolitischen Unsicherheiten noch einmal gesteigert, was gegen eine starke Abwärtskorrektur an den Börsen spricht.

Entscheidend wird daher sein, wie sich die geopolitischen Konflikte auf die Produktion und Exporte der betroffenen Länder auswirken. Heute Morgen starten die Futures im Bereich ihrer Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher nun deutliche Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

30.04.2019 

Ölpreise nach Verkäufen in Konsolidierungsmodus – Analysten heben Preisprognosen an 

Trump will den Druck auf die OPEC offenbar wieder erhöhen, so darf man zumindest seinen Kommentar deuten, mit denen er die OPEC indirekt zur Produktionssteigerung aufgefordert hatte. Die OPEC hat sich bisher zwar zurückhaltend geäußert, doch letztlich ist eine höhere Produktion in den kommenden Monaten zu erwarten. 

Hohe Ölpreise sind für Trump vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr schlecht, da diese die Lebenshaltungskosten seiner Wählerschaft steigern und setzt daher bei der Verschärfung der Iran Sanktionen auf die Unterstützung von Saudi-Arabien und den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE). Diese haben angekündigt die Produktion anheben zu können, diesmal werde man jedoch abwarten, wie groß der zusätzliche Bedarf am Markt ausfalle. 

Das größte Risiko für den Markt geht weiterhin von Libyen aus. Sollte der Bürgerkrieg dort zu Produktions- und Lieferausfällen führen, dann währe es für die übrigen Produzenten schwierig darauf zu reagieren. 

Unterm Strich deuten sich bei den Preisen somit nur wenig Veränderungen an, wobei die Tendenz zu leichten Preissteigerungen geht. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

29.04.2019 

Futures nach technischen Gewinnmitnahmen weicher – Verwirrung um Trump-Kommentar 

Der Preisrutsch an den Börsen vom Freitag ist in erster Linie eine technische Reaktion des Marktes, an dem eine zunehmend überkaufte Position vorherrschte. Fundamental bleibt die Situation unverändert leicht bullish. 

Am späten Freitag hatte Trump die fallenden Ölpreise als seinen Erfolg vereinnahmt. Die Preise würden nachgeben, nachdem er die OPEC aufgefordert hätte die Preise zu senken. Doch niemand bestätigten einen Kontakt mit Trump. Die Behauptung Trumps sorgt daher mal wieder für Verwirrung, hatte am Abend jedoch die Preise sicherlich nicht gestützt. 

Putin hatte am Wochenende betont, dass sich Russland an die Vereinbarungen mit der OPEC+ Gruppe halten und die Förderung nicht über die abgesprochene Quote anheben werde. 

Moskau und die russischen Ölkonzerne sind nicht unbedingt große Befürworter der Kürzungen und wollen zu hohe Ölpreise vermeiden, da sich diese negativ auf die langfristige Nachfrageentwicklung auswirken und andere Produzenten ihre Förderkapazität aufstocken können. Die Versorgungslage sei allerdings zunehmend knapper, sodass es nur einen weiteren Schock auf der Angebotsseite brauche, damit die Preise 100 Dollar erreichen würden. 

Nach den Gewinnmitnahmen vom Freitag deuten sich bei den Preisen jedoch deutliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

26.04.2019 

Technische Gewinnmitnahmen folgen auf neues Jahreshoch – Verkaufsimpulse bei Brent und WTI 

Viele Analysten hatten in den letzten Wochen davor gewarnt, dass es kurzfristig weiter Aufwärtspotenziale an den Ölbörsen gebe, während die bearishen Effekte, wie die steigende US Ölförderung und das schwächelnde Ölnachfragewachstum, eher mittel- bis langfristig eine Rolle spielen. Gestern hat der Markt gezeigt wie anfällig und volatil er in der aktuellen Konstellation ist. Zusätzliche Ausfälle, wie nun über die russische Druzhba Pipeline, führen zu einem schnellen Preisanstieg. 

Der Markt bleibt volatil und anfällig für Preissteigerungen, sollte es zu weiteren Angebotsausfällen kommen. Insbesondere der Bürgerkrieg in Libyen, der die Ölexporte des Landes bisher nicht nachhaltig beeinflusst hat, ist nun wohl die größte Gefahr. Die Rallye scheint nun aber erst einmal gestoppt zu sein, da die technischen Verkaufsimpulse der Charttechnik nicht gerade für weiteres Aufwärtsmomentum sorgen. Da ICE Gasoil unterhalb der Niveaus von gestern Vormittag und Mittag notiert, deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen für heute Morgen erst einmal moderate Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bearish 

25.04.2019 

Bearishe Bestandsdaten – Futures nach Gewinnmitnahmen weiter auf hohem Niveau 

Die USA bleiben scheinbar gut versorgt, darauf deuten zumindest die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern hin. Bei den Produkten gab es zwar Abbauten, bei Rohöl und den Gesamtbeständen wurden allerdings deutliche Aufbauten verzeichnet, dies bedeutet allerdings, dass es offenbar noch nicht zu Versorgungsproblemen kommt. Der Markt scheint in der Lage zu sein die Produktions- und Exportausfälle des Iran kompensieren zu können. 

Der saudische Ölminister hatte gestern bereits durchblicken lassen, dass man die Förderung wegen der US Sanktionen nicht über die mit der OPEC+ Gruppe vereinbarten Quoten anheben werde. 

Auch wenn die Versorgungssicherheit rechnerisch sicherlich weiterhin gegeben ist, so haben die verschärften Sanktionen die Versorgungslage am Markt insgesamt nicht verbessert. Dabei muss man auch noch weitere Krisenherde im Auge behalten. Vor allem der Bürgerkrieg in Libyen bleibt eine enorme Gefahr. Die geopolitische Risikosituation hat sich damit verschärft, sodass die Stimmung am Markt zunächst einmal leicht bullish bleibt. 

bei den Preisen zeichnen sich vorerst geringe Abwärtsspielräume ab. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

24.04.2019 

Preisrallye pausiert – API Bestandsdaten bearish 

Die verschärften Sanktionen gegen den Iran werden dafür sorgen, dass das Angebot an Öl nicht unbedingt zunimmt. Einige Öllieferungen aus dem Iran befinden sich bereits auf dem Weg zu ihren Abnehmern und werden diese erst im Mai erreichen. Die Exporte des Iran werden im kommenden Monat nicht sofort auf null fallen. 

Venezuela und vor allem Libyen bleiben unterdessen große Unbekannte am Markt, auch wenn sich momentan alles um die Verschärfung der US Sanktionen gegen den Iran dreht. Sollte es zu einem Produktionsausfall in Libyen kommen, während die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran anzieht, kann dies die Ölpreise weiter nach oben katapultieren. Daneben gibt es auch noch die laufenden Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen USA und China, das bei Erfolg einen positiven Effekt auf die Nachfrage haben könnte. In Anbetracht der zahlreichen Unsicherheiten tun sich auch die Experten mit Preisprognosen schwer. 

Man geht jedoch davon aus, dass die Rohölpreise bei Brent und WTI kurzfristig noch weiter anziehen werden, bevor sie ihre Jahreshochs erreichen und gegen Ende des Jahres wieder nachgeben.  

Somit deuten sich bei den Preisen für den Moment nur geringfügige Preisänderungen an. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: neutral 

23.04.2019 

Neue Jahreshochs – USA beenden Ausnahmeregelungen für Ölimporte aus Iran 

Die USA werden die Ausnahmegenehmigungen für die acht Länder, die bisher noch straffrei begrenzte Mengen an Öl aus dem Iran importieren durften, nicht verlängern. Diese Maßnahme wird die ohnehin knapp eingeschätzte Versorgungslage am Markt noch weiter reduzieren und die Ölpreise entsprechend stützen. 

Laut US Regierung haben zwar Saudi-Arabien und die Vereinten Arabischen Emirate zugesagt den Wegfall des Angebots zu kompensieren, doch bisher gibt es von beiden Ländern keine klaren Statements. 

Weniger Öl aus dem Iran und Nigeria hält die Preise momentan auf hohem Niveau. Die Versorgungslage wird damit sicherlich nicht besser. Mittel- bis langfristig könnten die verschärften Sanktionen der USA gegen den Iran aber auch bedeuten, dass die OPEC+ Gruppe ihre Kürzungen nach Juni eventuell beendet. Zusammen mit dem erwarteten Produktionsschub der US Schieferölindustrie könnte dies die Preise dann auch wieder unter Druck setzen. 

Durch das lange Wochenende waren gestern noch nicht alle Trader zurück am Markt, sodass das Aufwärtspotenzial eventuell noch nicht unbedingt ausgereizt ist. 

Damit deutet sich bei den Preisen nun erst einmal deutliches Aufwärtspotenzial an und damit auf neuen Jahreshochs erwartet. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

18.04.2019 

Gewinnmitnahmen nach DOE – Boom in Schieferölindustrie zeichnet sich ab 

Die Stimmung am Markt bleibt weiterhin leicht bullish. Solange die OPEC+ Gruppe an ihren umfangreichen Kürzungen festhält, die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran tendenziell verschärft und in Libyen weitere Produktionsausfälle drohen, sollte sich der Bürgerkrieg ausweiten. 

In Sachen Iran Sanktionen warten die Marktteilnehmer auf die USA, die die Ausnahmegenehmigungen im Mai entweder verlängern oder eben straffen. Es scheint am Markt völlig unklar, wie die Regierung entscheiden wird, denn auf der einen Seite will Trump hohe Ölpreise vermeiden, auf der anderen Seite hatte man aber angekündigt die Exporte des Irans um weitere 20% zu reduzieren. Eine Alternative für die USA wäre eine Produktionssteigerung von Saudi-Arabien die Hand in Hand mit neuen Sanktionen gegen den Iran geht. 

Doch darauf werden sich die Saudis wohl kaum einlassen, nachdem die USA im letzten Jahr nicht Wort gehalten hatten und umfangreiche Ausnahmegenehmigungen für Rohölexporte des Irans genehmigte.  

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben einen leicht bearishen Einfluss und Anzeichen für einen Produktionsschub der US Schieferölindustrie gibt es ebenfalls. Für heute zeichnen sich Abwärtspotenziale bei den Preisen ab. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

17.04.2019 

ICE mit neuen Jahreshochs – API Daten aus der Nacht stützen 

Die Mehrheit der Analysten und Marktteilnehmer scheint sich an dem Szenario einer knappen Versorgungslage der OPEC zu orientieren, sodass diese zum Teil bereits Preisniveaus von 80 Dollar und höher in Aussicht stellen. 

Dies dürfte aber auch Trump wieder auf die Agenda rufen, der die OPEC im letzten Jahr per Twitter mehrfach vehement zu Produktionssteigerungen aufgerufen hatte. Damals wurde die Produktion unter Führung Saudi-Arabiens deutlich gesteigert, weshalb es zu dem starken Preiseinbruch von über 80 auf knapp 50 Dollar Brent kam. Sollte es die OPEC mit dem Preisanstieg übertreiben, könnte sich in diesem Jahr ein ähnliches Szenario ergeben. Die OPEC wird sich dem Druck Trumps vermutlich zwar nicht beugen, doch in Russland scheint sich zunehmend Widerstand gegen die Verlängerung der aktuellen Kürzungen in die zweite Jahreshälfte zu bilden. 

Nach dem Preisanstieg und den stützenden API Zahlen von gestern Nacht starten die Futures allerdings erst einmal auf hohem Niveau in den Tag und es deuten sich deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

16.04.2019 

Technisches Korrekturpotenzial weiterhin vorhanden

Russlands Finanzminister hatte am Wochenende die Kooperation Russlands mit der OPEC in Sachen Ölförderung erneut in Frage gestellt. Man müsse abwägen, ob man weiter bereit ist eigene Marktanteile an die USA abzugeben oder die Kürzungen beende. 

Russland ist mit den Produktionskürzungen nicht ganz so glücklich wie die OPEC, denn man selber ist gar nicht auf einen derart hohen Ölpreis angewiesen. Sollte Russland tatsächlich aus dem Abkommen mit der OPEC aussteigen, könnte der Ölpreis auf 40 Dollar abrutschen, vermuten Marktteilnehmer. 

Die fundamentale Marktlage bleibt damit erst einmal weiter tendenziell stützend, wenngleich die Nachrichtenlage insgesamt etwas dünn ist. Charttechnisch besteht allerdings noch immer Abwärtspotenzial, sodass sich ein Spannungsfeld bildet. In den Morgenstunden geben die Futures nach. Bei Heizöl und Diesel sind im Vergleich zu den Vormittagspreisen von gestern leichte Abwärtspotenziale vorhanden, im Vergleich zu niedrigeren Preisen von gestern Nachmittag sind hingegen geringfügige Steigerungen möglich. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bearish 

15.04.2019 

Technischer Verkaufsdruck bleibt bestehen – WTI rutscht unter GD 7 Linie

Die US Schieferölindustrie scheint den Ausbau wieder voran zu treiben. Darauf deuten zumindest die aktuellen Zahlen, die für die vergangenen beiden Berichtswochen einen Anstieg der Aktivität anzeigen. 

Die Versorgungslage bleibt kurzfristig unverändert knapp, da die OPEC ihr Angebot weiterhin reduziert hält und vor allem Saudi-Arabien seine Mengen im April weiter unter der aktuellen Quote halten will. Sanktionen gegen Iran und Venezuela haben ebenfalls das Angebot sinken lassen, sodass sich hieraus eine bullishe Grundstimmung ergibt. Hinzu kommt nun auch noch die Gefahr einer einbrechenden Ölförderung in Libyen, sollten die Kampfhandlungen hier die Arbeit an den Ölfeldern oder Exportterminals negativ beeinflussen. 

Auch wenn der Markt eventuell am oberen Ende angekommen sei, sei es noch zu früh um ein Ende des Trends vorherzusagen.

Doch auch wenn die Marktlage mehrheitlich knapp eingeschätzt wird, so glaubt die EIA, dass sich die Konstellation nun wieder etwas entspannt – trotz anstehender Sommernachfrage.  

Bei den Preisen deuten sich möglicherweise moderate Preisnachlässe ab. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bearish 

12.04.2019 

GD 7 Linie bremst technische Gewinnmitnahmen aus 

Auch die IEA hat in ihrem Monatsreport wenig überraschend eine knappe Marktlage bestätigt. Das Angebot ist mit den Ausfällen in Venezuela und den weiteren Produktionskürzungen der Saudis im März deutlich gefallen, was die Ölpreise entsprechend nach oben treibt. Die Nachfrageerwartung beließ man unverändert, nicht jedoch ohne Abwärtsrisiken zu nennen. 

Momentan zeichne sich eine knappere Marktlage im Verlauf des zweiten Quartals ab, doch bei der Nachfrage gebe es gemischte Signale. Der IWF hatte die Erwartung bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums nach unten korrigiert und schätzt dieses nun auf das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise vor 10 Jahren ein. Sollte es einen harten Brexit geben, würde dies die Wirtschaft und das Ölnachfragewachstum zusätzlich treffen. 

Bislang bleibt die fundamentale Stimmung allerdings weiter leicht bullish, da die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran weiter verschärft. 

Die Unsicherheiten sind allerdings weiterhin groß, da noch nicht klar ist, wie sich die Verfügbarkeit aus Venezuela und Iran entwickeln wird. Zudem bleibt Libyen ein Risiko, denn hier könnte die Ölproduktion schnell und deutlich fallen, sollte sich der Bürgerkrieg ausweiten. 

Die Futures an ICE und NYMEX zeigen sich in den Morgenstunden etwas fester. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

11.04.2019 

Neue Jahreshochs an der ICE – WTI nach US Bestandsaufbauten deutlich verhaltener 

Auf den Monatsbericht der EIA folgte gestern der Report der OPEC, der im Prinzip die bekannte Tendenz bestätigte. Die rückläufige Ölförderung des Kartells wird am Markt am stärksten thematisiert und ist stützend. 

So sind vor allem Saudi-Arabien und Venezuela für die rückläufige Verfügbarkeit verantwortlich. Zwar wird das Produktionswachstum 2019 schwächer als zuletzt eingeschätzt, die Fördermenge für das laufende Jahr wurde dennoch nach oben korrigiert.

Die Abhängigkeit von der OPEC sinkt also, was mittel- bis langfristig wieder auf eine verbesserte Versorgungslage hindeutet. Will die OPEC die Preise langfristig weiter hochhalten, so geht dies nur mit einer Fortsetzung und Intensivierung. Enden die Maßnahmen des Kartells, droht somit ein schnell steigendes Angebot und eine Überversorgung. 

Kurzfristig dominieren daher weiter die fundamental bullishen Faktoren, was sich in der zweiten Jahreshälfte aber eventuell ändern könnte. Somit sind für das laufende Quartal weitere Preissteigerungen möglich. 

Im späten Handel gestern Abend zogen die Preise deutlich an. Bei den Preisen zeichnen sich damit nun deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

 10.04.2019 

Technische Verkaufssignale können für Abwärtskorrektur sorgen 

Die EIA hat in ihrem Monatsreport bestätigt, was eigentlich bekannt ist. Die Marktlage ist knapp und hat sich seit dem letzten Bericht auch nicht verbessert und auf das Gesamtjahr 2019 sieht die EIA auch noch eine leichte Überversorgung. 

Die Preisprognosen wurden nach oben korrigiert, womit man auf die jüngste Rallye reagiert. Nach Ansicht der EIA ist der Anstieg offenbar jedoch übertrieben, denn den Durchschnittspreis für das laufende Quartal schätzt man unter dem aktuellen Niveau ein. 

Die Kürzungen der OPEC sind ein zweischneidiges Schwert. Zwar verknappen diese die unmittelbare Versorgungslage, jedoch steigen die Reservekapazitäten, die nun auf dem höchsten Stand seit knapp 2 Jahren liegen. 

Der IWF hat seine Erwartungen bezüglich des globalen Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert. Dies ist die dritte Anpassung nach unten in Folge. Sollten sich die Handelsstreitigkeiten weiter fortsetzen oder Großbritannien ungeregelt aus der EU austreten, berge dies zusätzliches Abwärtspotenzial. 

Generell bleiben wir fundamental bei einer leicht bullishen Einschätzung. Charttechnisch kommt es nun im überkauften Bereich zu ersten Verkaufssignalen.

Entsprechend deuten sich bei den Preisen heute leichte Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

09.04.2019 

Futures bleiben auf hohem Niveau – Russland deutet Ende der Kürzungen an

Die globale Versorgungslage hat sich mit dem Beginn des zweiten Quartals weiter verknappt. Die Nachfrage zieht nun wieder an.

Im April will Saudi-Arabien an der Förderung auch noch nicht rüttel und Länder wie Russland oder auch Kasachstan erreichen dabei erst jetzt ihre vereinbarten Produktionskürzungen.

Die USA hingegen verschärft ihre Sanktionen gegen Venezuela und dem Iran, sodass die Versorgung aus diesen Ländern ebenfalls nicht zunimmt. Ausgerechnet in dieser Zeit nehmen nun die Unruhen in Libyen wieder zu, das Land, das eigentlich die größten Ölreserven Afrikas haben soll.

Das Risiko, dass die Lieferungen aus Libyen mit dem beginnenden Bürgerkrieg wieder einbrechen, ist durchaus gegeben. In Kombination mit verschärften Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, weiter starken Kürzungen der OPEC+ Gruppe und einer anziehenden Ölnachfrage, ergibt sich ein fundamental ziemlich bullishes Gesamtbild. Ebenfalls bullish ist die Meldung von Genscape, wonach die Rohölbestände in Cushing, in der letzten Woche gesunken sind.

Die Futures zogen in den Morgenstunden noch einmal leicht an und hatten bei Brent und WTI die Jahreshochs von gestern ausgebaut. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral

08.04.2019 

Neue Jahreshochs zum Wochenstart - Konjunkturdaten und Libyen sorgen für Preisrallye

Die Kampfhandlungen in Libyen sind eine große Gefahr für die Versorgungslage, die mit den umfangreichen Kürzungen der OPEC+ Gruppe und den Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran ohnehin schon knapp ist. Die Exporte Libyens hatten sich gerade wieder erholt. Die Kämpfe haben nun wieder das Potenzial das Angebot aus dem Land zu reduzieren und die Pläne zu verzögern.

Zeitgleich haben die USA nun auch die Sanktionen gegen Venezuela noch einmal verschärft. Wird man dann noch im kommenden Monat die Ausnahmeregelungen bei den Iran Sanktionen einschränken, wird dies das Ölangebot erheblich treffen.

Die überflüssigen Bestände verschwinden durch die knappe Marktlage bereits, sodass die Konstellation einen Anstieg auf 75 Dollar Brent oder höher auslösen könnte. Brent ist Ende letzter Woche über die psychologisch wichtige 70 Dollar Marke geklettert, was nun tatsächlich Aufwärtsspielräume schaffen könnte.

Die Stimmung am Markt ist zunächst einmal weiterhin bullish.

Die Futures starteten mit neuen Jahreshochs in die neue Woche, sodass sich bei den Preisen aktuell starke Preissteigerungen abzeichnen.

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral  

05.04.2019 

Libyen droht neuer Bürgerkrieg – Knappe physische Verfügbarkeit hält Preise weiter oben 

Die Angst vor einer globalen Rezession, insbesondere durch den Handelsstreit zwischen China und den USA, hatte einen Gegenpol zur knappen Marktlage gebildet. Diese Angst hat in den letzten Tagen allerdings abgenommen, nachdem aus USA und China sehr gute Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht wurden. Wird eine Rezession vermieden, dürfte auch das Ölnachfragewachstum mittelfristig gut bleiben, was die Preise stützt. 

Zur aktuell knappen Marktlage kommt zusätzlich der Beginn der Sommernachfrage, mit der sich die Situation nicht gerade entspannen wird. Mit einem spürbaren Anstieg könnten die Ölpreise ihre Rallye weiter fortsetzen. 

Ein unerwartet bullisher Aspekt könnte sich in Libyen ergeben, wo sich die Lage um Tripolis zuspitzt. Eine militärische Auseinandersetzung könnte das Land zurück ins Chaos werfen und die Ölexporte einbrechen lassen. Kommt es bei einer knappen Verfügbarkeit nun noch zu unerwarteten Ausfällen, würde dies die Preise sicherlich nach oben katapultieren und neue Jahreshochs sollten problemlos erreicht werden. 

für die Preise bedeutet dies aktuell moderate Preissteigerungen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

 04.04.2019 

Auf die neuen Jahreshochs könnte nun eine technische Abwärtskorrektur folgen 

Der DOE Bestandsbericht hat die Preisrallye an den Ölbörsen nun vorerst einmal ausgebremst. Die Bestände sind entgegen den Erwartungen gestiegen. Unterm Strich ist der Bericht allerdings leicht bearish und vor allem die Ölproduktion dürfte Eindruck hinterlassen haben. 

Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe sowie die optimistischere Erwartung beim globalen Wirtschaftswachstum bleiben ohne Frage stützend, die US Ölbestandsdaten bzw. die Zahlen zur US Rohölförderung haben der Rallye nun aber erst einmal den Wind aus den Segeln genommen. Viel von dem bullishen Aspekten ist ohnehin bereits eingepreist, sodass Trader auf neue Daten und Zahlen diesbezüglich warten. 

Der nigerianische Ölminister spricht zwar von Einigkeit über die Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Russland hatte sich zuletzt gegen eine frühzeitige Verlängerung der Kürzungen ausgesprochen, da man bei zu hohen Preisen eine Vernichtung der Ölnachfrage sowie den Verlust an Marktanteilen an die USA fürchtet. 

Die fundamentale Konstellation ist grundsätzlich zwar weiter bullish, allerdings schätzt man die Situation nun neutral bis bullish ein. Die Futures haben nach ihrer Abwärtsbewegung mittlerweile wieder etwas zugelegt, sodass sich bei den Preisen trotzdem leichte Abwärtspotenziale andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

03.04.2019

Jahreshochs werden weiter ausgebaut – API meldet überraschende Bestandsaufbauten

Die OPEC+ Gruppe hat ihre Produktionskürzungen bisher konsequent durchgezogen. Dies stützt die Preise weiterhin, wobei sich ein Spannungsfeld mit den pessimistischen Konjunkturerwartungen bzw. einem schwachen Ölnachfragewachstum ergeben hatte.

Doch dieser "Bremsklotz" wurde mit überzeugenden Einkaufsmanagerindizes aus China und USA, den beiden größten Volkswirtschaften, aus dem Weg geräumt. Vermutlich ist der konjunkturelle Ausblick für 2019 nicht ganz so schlecht wie zunächst gedacht und auch das Ölnachfragewachstum könnte damit besser als erwartet dastehen.

Dies hat nun Spielräume nach oben geschaffen. Aus Venezuela und Iran ist unterdessen nicht mit einer Steigerung der Ölexporte zu rechnen, da die USA die Sanktionen gegen den Iran weiter verschärfen will und auch den Druck Rohöl erhöht hat.

Das alles fällt in eine Jahreszeit, in der die Sommernachfrage beginnt und für einen höheren Bedarf an Rohöl sorgt. Eine Kombination, mit der die Stimmung am Markt nun erst einmal bullish geworden ist und weiteres Aufwärtspotenzial bei den Ölpreisen begünstigt.

Die Futures bleiben auf hohem Niveau und überschritten bei Rohöl sogar die Vortageshochs, unterm Strich zeichnet sich eine leichte Preissteigerung ab.

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral

02.04.2019 

Neue Jahreshochs zum April – OPEC Kürzungen und gute Konjunkturdaten stützen 

Die OPEC hat ihre Rohölförderung im März weiter reduziert und damit die angekündigten Kürzungen übererfüllt. Dies ist ebenso wenig überraschend wie die erneut gesunkene Rohölförderung Venezuelas. 

Kasachstan und Russland werden ab April ebenfalls mehr Öl vom Markt nehmen und in Venezuela scheint ein Ende der Krise nicht in Sicht, zumal auch die USA zuletzt den Druck auf das Regime und dessen Rohölkäufer erhöht hatte. Abzuwarten bleibt, wie Saudi-Arabien reagiert und ob das Land seine Produktion weiter auf dem aktuellen Tief belässt. 

Mit den starken Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe sowie den Sanktionen gegen Venezuela und Iran also nicht verwunderlich, dass die fundamentale Stimmung am Markt aktuell grundsätzlich bullish ist, insbesondere wenn die Produktion der OPEC weiter ab- statt zunimmt. 

Gegen eine starke Preisrallye hatte bisher immer das erwartete starke Produktionswachstum der US Schieferölindustrie sowie das vermutete langsamere Wirtschaftswachstum gesprochen. 

Die Faktoren, die das Aufwärtspotenzial begrenzt hatten, wurden somit zum Wochenstart ausgehebelt, sodass die fundamentale Stimmung an den Börsen erst einmal weiter bullish bleibt.

Die Futures bleiben in den Morgenstunden zunächst einmal fester. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

01.04.2019 

Rohölpreise beenden erstes Quartal mit neuen Jahreshochs 

Brent und WTI haben im ersten Quartal erneut zugelegt. Das war der stärkste Anstieg innerhalb eines Quartals seit 2009, der allerdings auch von einem Preistief, kurz vor Jahreswechsel profitierte. 

Die Ursachen der Rallye sind klar: Produktionskürzung der OPEC+ Länder und Sanktionen gegen Iran und Venezuela haben die Versorgungslage deutlich verknappt. Man geht mehrheitlich davon aus, dass die Ölpreise bis zur Jahresmitte tendenziell weiter zulegen werden. Eine Lösung des Konflikts in Venezuela zeichnet sich momentan nicht ab, die Sanktionen gegen den Iran werden vermutlich weiter verschärft und die OPEC+ Länder machen noch keine Anstalten ihre Kürzungen aufzugeben. 

Das Angebot am Markt wird daher eher nicht zunehmen, zumal nun auch die Sommernachfrage beginnt. Eine Kombination, die die Preise an den Börsen stützt. 

Die Stimmung am Markt bleibt damit weiter unverändert leicht bullish, wenngleich der Großteil der Faktoren schon länger bekannt ist. Bei den Preisen zeichnen sich somit Preissteigerungen zu Freitagvormittag an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

 

Bullishe Charttechnik verliert an Einfluss – Futures am Morgen unverändert

 

Die Saudis hatten in der letzten Woche angekündigt, dass man alle Optionen prüfen werde, um einen weiteren Preisverfall an den Ölbörsen zu vermeiden. Die Sorge des größten OPEC Ölproduzenten ist der US Handelsstreit mit China, der in Verbindung mit den ohnehin schon schwachen Konjunkturindikatoren die globale Wirtschaft zusätzlich belastet und für eine schwache Ölnachfrage sorgt.

Auch wenn die Berichte von Baker Hughes auf eine sinkende Aktivität der US Unternehmen bei der Ölsuche hinweisen, so bestätigt der neue Bericht der EIA zur Schieferölförderung, dass die Branche weiter schnell wächst. Angesichts dessen und mit der Unsicherheit die der Handelsstreit zwischen USA und China mit sich bringt, dürfte die OPEC im kommenden Jahr tatsächlich noch einmal zum Handeln gezwungen sein, will man in der ersten Jahreshälfte ein deutliches Überangebot vermeiden.

Bei den US Ölbestandsdaten in dieser Woche erwarten die Experten unterdessen erneut Abbauten. Die Zahlen des API werden morgen bekannt gegeben. Die Daten des DOE folgen dann am Mittwoch.

Unterm Strich deuten sich für heute leichte Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

Rezessionsängste lassen Ölpreise fallen – WTI mit technischem Verkaufssignal

 

Hatte die Verschiebung der Strafzölle gegen China die Ölpreise am Dienstag noch kräftig gestützt, so bleibt die Angst vor einem schwachen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Sorge eines schwächeren Ölnachfragewachstums allgegenwärtig. Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal und die Industrieproduktionen der Eurozone nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls stark ab.

Auch in China läuft es nicht rund. Industrieproduktionen und Einzelhandelsumsätze blieben im Juli deutlich hinter den Vormonatswerten zurück. China macht einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, sodass die schwachen Zahlen von dort ebenso, wie die Daten aus Deutschland, als Warnsignal gesehen werden, die auf eine Rezession in den Industrieländern hindeutet.

In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Versorgungslage wieder etwas knapper eingeschätzt. So lange die Rezessionsängste aber bestehen bleiben und eine Eskalation mit Iran oder andere unerwartete Vorkommnisse auf Angebotsseite ausbleiben, ist eine längere Preisrallye auf absehbare Zeit auszuschließen. Trader werden sich mit spekulativen Long-Positionen zurückhalten, da man für 2020 – insbesondere für die erste Jahreshälfte - eine starke Überversorgung annimmt.

Für Heute deuten sich bei den Preisen Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish