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Preisindex

23.11.2017

22.11.2017

Gasoil ICE London ($/to)

562.00

565.50

Brent ICE London ($/bbl)

63.13

63.20

Rheinfracht (CHF/to) Gasoil

19.25

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23.11.2017

Gewinnmitnahmen nach DOE lassen Inlandspreise sinken

Eine Umfrage von Bloomberg unter 36 Analysten und Trader hat ergeben, dass alle - ohne Ausnahme - mit einer Verlängerung der Produktionskürzungen beim Meeting in der kommenden Woche rechnen. Die Mehrheit geht dabei von einer Verlängerung bis Ende 2018 aus. Hinter den Kulissen laufen die Gespräche zwischen Saudi-Arabien und Russland auf Hochtouren. Russland hat sich offiziell bisher noch nicht zu einer Verlängerung bekannt.

Die Optionen reichen von einer Verschiebung der Entscheidung ins Frühjahr bis hin zu einer Verlängerung um drei, sechs oder neun Monate. Alles andere als eine Fortsetzung der Kürzung um neun Monate wäre für die Marktteilnehmer aber eine Enttäuschung und würde die Ölpreise vermutlich stark belasten.

Das bevorstehende OPEC Meeting stellt derweil andere Faktoren in den Schatten. Insbesondere die gestiegene US Rohölförderung wird derzeit wenig beachtet.

In den USA wird Thanksgiving gefeiert, weshalb der Börsenhandel nur verkürzt zur Verfügung steht

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

22.11.2017

Futures nach US Ölbestandsdaten mit festem Start 

Die API Zahlen von gestern haben den Markt etwas überrascht. In den letzten beiden Wochen waren die US Ölbestände jeweils gestiegen. Die nun gemeldeten Abbauten sind deutlich umfangreicher als gedacht und geben den Preisen damit Auftrieb.

Marktteilnehmer halten sich diese Woche weitestgehend zurück, da in den USA am Donnerstag und Freitag Thanksgiving gefeiert wird. Dabei wird der Aufbau von größeren Risikopositionen gemieden, dennoch reagiert man noch auf bullishe oder bearishe Nachrichten. Die gesunkenen US Ölbestandsdaten sind dabei ein Zeichen, dass der Markt weiterhin unterversorgt sein könnte.

Auch wenn sich Russland bisher ziert, scheint der Markt eine Verlängerung des im März kommenden Jahres auslaufenden Abkommens bis Ende 2018 eingepreist zu haben.

Damit bleibt der Fokus der Marktteilnehmer weiter klar auf dem entscheidenden OPEC Meeting kommende Woche, wenn eine Verlängerung der Produktionskürzung ansteht oder eben ausbleibt.

Die Zahlen des API hatten die Preisniveaus an den Börsen in der Nacht gestützt, sodass diese auch in den frühen Morgenstunden ihre Aufwärtsbewegung fortsetzten. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

21.11.2017

Trader vor langem Wochenende und OPEC Meeting zurückhaltend 

In dieser Woche wird sich der Handel mit dem Aufbau neuer Risikopositionen vermutlich weitestgehend zurückhalten. Dies liegt vor allem an dem bevorstehenden langen Thanksgiving Wochenende und viele Trader werden im Vorfeld nur noch passives Positions-Management betreiben, um frühzeitig in die Feiertage gehen zu können.

Auch das OPEC Meeting kommende Woche bremst den Handel aus. Börsianer rechnen mit einer Verlängerung der Produktionskürzung bis Ende 2018 und haben dies auch bereits weitestgehend eingepreist. Die Volatilität ist vor und nach dem Meeting bestimmt extrem groß, sodass man in dieser Woche eventuell die Ruhe vor dem großen Sturm sehen wird.

Insgesamt ist an den Ölbörsen momentan Zurückhaltung angesagt. Trader warten auf die US Ölbestandsdaten zur Wochenmitte, die auch in der verkürzten Handelswoche zu den gewohnten Zeiten veröffentlicht werden. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

20.11.2017

OPEC Spekulationen werden den Markt dominieren 

Wichtigster Faktor für den Ölmarkt ist die Produktionskürzung von OPEC und Nicht-OPEC Ländern. Saudi-Arabien, die treibende Kraft hinter dem Deal, hat am Freitag einmal mehr betont, dass weitere Produktionskürzungen im kommenden Jahr unverzichtbar seien. Damit macht das Land sehr deutlich, dass es den Deal Ende März 2018 nicht auslaufen lassen will.

Eine Verlängerung ist für den 30. November geplant, doch es gibt Zweifel, ob der Termin nicht zu früh ist. Vor allem die US Schieferölproduktion wird als große Gefahr für die Marktanteile gesehen. Die hohen Preise werden das Produktionswachstum in den USA beschleunigen.

Nicht wenige Marktteilnehmer vermuten daher, dass die aktuell hohen Preise nicht von Dauer sein können, wenn die Ölnachfrage im ersten Quartal 2018 saisonal vorübergehend einbricht und die US Schieferölförderung gleichzeitig zulegt. Die OPEC und Spekulationen rund um die Produktionskürzungen werden den Markt in den kommenden Tagen bis zum Meeting nächste Woche Donnerstag fest im Griff haben.  

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish

17.11.2017

Ölbörsen vor dem Wochenende noch einmal weicher 

Die Preisrallye von Anfang Oktober bis Anfang November war enorm. Brent legte um 28,0% und WTI um 17,6% zu. Geht man von Mitte Juni aus, liegen die Preissteigerungen sogar bei 44,3% für Brent und bei 36,1% für WTI. Mit der starken Sommernachfrage und der strikten Einhaltung der Produktionskürzungen der OPEC wurde ein Angebotsdefizit erzeugt, dass seit Mitte des Jahres die globalen Ölbestände haben sinken lassen.

Doch der Rally scheint nun die Luft auszugehen. Die Netto-Long-Position spekulativer Marktteilnehmer ist sehr groß. Trader setzen noch immer auf Preissteigerungen, gleichzeitig baut sich damit aber auch Potenzial für Gewinnmitnahmen auf.

Mit einer frühzeitigen Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern bis Ende 2018 könnten die Preise zwar noch einmal gestützt werden, die Verhandlungen gestalten sich aber offenbar schwer.

Der Baker Hughes Report hatte in der letzten Woche erstmals wieder einen deutlichen Anstieg bei der Anzahl der aktiven Ölbohranlagen gezeigt. Dies deutet dies auf eine wieder steigende US Ölförderung hin und könnte Gewinnmitnahmen begünstigen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

16.11.2017

Preise nach DOE wieder etwas fester – Gegenbewegung hält sich in Grenzen 

Allmählich zieht das bevorstehende OPEC Meeting den Markt in seinen Bann. In zwei Wochen soll die Entscheidung über eine Verlängerung der Produktionskürzungen fallen, die Ende März 2018 auslaufen. Trader haben eine Verlängerung weitestgehend bereits eingepreist. Sollte die Entscheidung vertagt werden, nehmen Marktteilnehmer voraussichtlich Gewinne aus Long-Positionen mit. Entsprechend wird die Volatilität an den Märkten in den kommenden 14 Tagen zunehmen, was die Preise unberechenbarer macht.

Die unterschiedliche Datenlage macht die Beurteilung der Marktlage alles andere als einfach, weshalb die OPEC und Nicht-OPEC Länder tatsächlich zu einer Vertagung der Entscheidung oder einer Verlängerung zunächst nur um 3 Monate tendieren könnten, damit man etwas mehr Zeit gewinnt um die Marktentwicklung zu beobachten.

Eine Gegenbewegung wie gestern ist nach einem massiven Preisrutsch nicht unüblich. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

15.11.2017

IEA und Charttechnik leiten Abwärtskorrektur ein – Starke Preisnachlässe erwartet 

Lange wartete man an den Ölbörsen auf eine Abwärtskorrektur, nachdem die Preise zuletzt immer neue Sphären und 2-Jahreshochs markiert hatten. Der technische Verkaufsdruck nahm immer weiter zu. Man in den letzten Tagen vermehrt darauf hingewiesen, dass Preise oberhalb der 60 Dollar langfristig wohl nicht haltbar und eine Gegenbewegung daher überfällig sei.

In diesem Jahr hatte die IEA die Prognose zur Ölnachfrage immer wieder nach oben korrigiert und nun zum ersten Mal gesenkt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass die Länder außerhalb der OPEC die zusätzliche Nachfrage 2018 vollständig bedienen werden.

Auch die bereits von vielen Marktteilnehmern erwartete Verlängerung des Produktionsabkommens zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern scheint bei den hohen Ölpreisen für den 30. November auf der Kippe zu stehen.

Da die meisten Experten jedoch den Durchschnittspreis Brent 2018 im Bereich von ca. 55 Dollar prognostizieren, könnten die nun eingeleiteten Gewinnmitnahmen Brent eventuell wieder unter 60 Dollar drücken. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse bearish 

14.11.2017

Preise bleiben relativ hoch – IEA kündigt US Ölboom an 

Spannungen innerhalb Saudi-Arabiens und zwischen den Ländern in der Region des Persischen Golfs haben die Ölpreise zuletzt auf ein hohes Niveau getrieben, auf dem die Notierungen nun konsolidieren. Trader warten, ob es Anzeichen gibt die weitere Preissteigerungen begründen oder ob Gewinnmitnahmen fällig sind.

Auch wenn die Preisniveaus von den meisten Experten als zu hoch und fundamental als nicht gerechtfertigt angesehen werden, so könnten solche irrationalen Perioden durchaus eine gewisse Zeit stabil bleiben.

Der OPEC Monatsreport von gestern wurde bullish aufgefasst, dennoch reagierte der Markt kaum auf diesen Impuls. Zum einen kann dies ein Hinweis sein, dass die Kaufkraft nun langsam nachlässt, zum anderen warten die Trader sicherlich auch noch auf den IEA Monatsreport.

Sollte auch dieser Bericht bullish ausfallen und eine Aufwärtsbewegung ausbleiben, könnte dies Gewinnmitnahmen auslösen. Folgt man den Erwartungen der Analysten, so ist eine Abwärtskorrektur überfällig. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

13.11.2017

Analysten: Ölpreise viel zu hoch – Kommt der Einbruch diese Woche? 

Die Spannungen zwischen Iran und Saudi-Arabien haben sich in den letzten Wochen drastisch zugespitzt. Im schlimmsten Fall könnte es zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Iran und Saudi-Arabien kommen, die die gesamte Region destabilisieren und die Ölversorgung aus dem Golf gefährden würde.

Auch das bevorstehende Meeting der OPEC am 30. November steht stark im Fokus. Trader rechnen damit, dass das Kartell zusammen mit den Nicht-OPEC Ländern die Produktionskürzungen bis Ende 2018 verlängern wird. Einigt man sich auf eine kürzere Laufzeit oder verschiebt man eine Einigung eventuell komplett, so dürfte dies eine Abwärtskorrektur auslösen.

Die Anzeichen verdichten sich, dass die US Ölproduktion auf die hohen Preise reagiert und die Förderung im kommenden Jahr schneller als bisher erwartet zulegen wird.

Marktteilnehmer werden sich nun langsam auf das OPEC Meeting Ende des Monats einschießen. Die Volatilität könnte zum Wochenauftakt entsprechend hoch sein und die Richtung für die Gesamtwoche vorgeben. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutra

10.11.2017

Geopolitische Risiken stützen - Hohe Preisniveaus bleiben besorgniserregend 

Die Ölpreise an den Börsen bleiben weiter fest und scheinen sich auf dem hohen Niveau zu stabilisieren, bisher hat sich eine Abwärtskorrektur allerdings noch nicht materialisiert. Als verantwortlich werden vor allem die geopolitische Risiken, die unerwartet hohe Ölnachfrage in diesem Jahr sowie die Produktionskürzungen gesehen, wodurch sich in der zweiten Jahreshälfte ein Angebotsdefizit ergeben hat.

Trader haben eine Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC eingepreist, ob am 30. November allerdings tatsächlich eine Verlängerung des Deals bis Ende 2018 beschlossen wird, ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Zudem sind die hohen Preise ein Segen für die Ölproduzenten, deren Ölförderung damit wieder rentabel wird. Dies würde die Ölproduktion, insbesondere aus den US Schieferölgebieten, im kommenden Jahr stärker als bisher erwartet steigen lassen und gleichzeitig schon heute den Verkaufsdruck an den Ölbörsen erhöhen, weshalb in den kommenden Wochen mit einer deutlich erhöhten Volatilität zu rechnen ist. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

09.11.2017

Analysten weisen auf Möglichkeit der Abwärtskorrektur hin 

Gute Konjunkturdaten, eine unerwartet hohe Nachfrage, die hohe Quotentreue der OPEC, sinkende Ölbestände sowie geopolitische Spannungen im Nahen Osten waren die Faktoren, die die Preise zuletzt auf ihre 2-Jahreshochs getrieben hatten. Die gestiegenen Preise sind insbesondere für die US Schieferölindustrie allerdings eine Möglichkeit schon heute die Voraussetzungen für eine besonders starke Produktionssteigerung 2018 zu legen.

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen nahm zuletzt zwar ab, die Ölproduktion stieg aber dennoch an. Bei den höheren Preisen können die Unternehmen die erwartete Produktionsmenge über die Futures an ICE und NYMEX gegen Preiseinbrüche absichern (Hedging). Die Inbetriebnahme dauert etwa 6 bis 9 Monate, weshalb die hohe Anzahl der vorhandenen Bohrlöcher ein Indiz ist, dass die US Ölförderung im kommenden Jahr kräftig steigen kann.

Die fundamentale Grundkonstellation bleibt weiter tendenziell bullish, allerdings könnten einige Trader vor dem OPEC Meeting zu Gewinnmitnahmen tendieren. Der Markt kann daher in den kommenden Tagen deutlich volatiler werden. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish  

08.11.2017

Preisrallye legt eine Verschnaufpause ein – Kommt die Abwärtskorrektur? 

Der starke Preisanstieg der letzten Tage ist vor allem auf zwei zentrale Aspekte zurückzuführen. Die globale Konjunkturentwicklung präsentiert sich äußerst positiv, sodass die Ölnachfrage stärker als zu Jahresanfang erwartet ausfällt und zum andern haben die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zugenommen, was die Risikoprämie am Markt erhöht hat.

Analysten schätzen die Lage unterschiedlich ein und man glaubt, die Preise seien in zu kurzer Zeit zu stark angestiegen. Die fundamentale Angebots- und Nachfragekonstellation würde diesen Preisanstieg derzeit nicht rechtfertigen, weshalb mit einer Korrektur in den kommenden Wochen zu rechnen sei.

die EIA hat in ihrem aktuellen Monatsreport von gestern Abend ihre Preisprognosen aktualisiert und geht demnach ebenfalls nicht von einer Fortsetzung der Rallye aus. Trader warten heute noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE, nachdem die Zahlen des API von gestern Nacht keinen richtungsweisenden Impuls generierten. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bearish  

07.11.2017

Preissprung: Fundamental bullishe Konstellation treibt Preisniveaus nach oben 

Die Preise an ICE und NYMEX scheinen derzeit fast unaufhaltsam zu steigen. Die knappe Marktlage sorgt dafür, dass geopolitische Spannungen wie im Irak oder zwischen Saudi-Arabien und Iran wieder eine stärkere Rolle spielen. Jeder Produktionsausfall würde sofort auf die globale Versorgung durchschlagen. Die Einpreisung einer Risikoprämie ist daher die Konsequenz.

Stützend für die Ölbörsen ist auch die aktuelle Bestandsentwicklung, die mit den wirkungsvollen Produktionskürzungen der OPEC auf globaler Ebene abnimmt. Auch in den USA haben die Kürzungen die Vorratstanks bereits erreicht, sodass in dieser Woche erneut mit Abbauten zu rechnen ist.

Unterdessen wartet man auch auf den ersten Monatsbericht der EIA. Besonders im Fokus dürfte die Einschätzung zur Entwicklung der globalen Ölnachfrage und der US Ölproduktion sowie die Preisprognosen für Brent und WTI stehen.

Die gestrige Preisrallye sorgt für rechnerisch erhebliches Aufwärtspotenzial bei allen Produkten. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral  

 06.11.2017

Die Bullen bestimmen aktuell den Markt 

Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Nigerdelta könnten wieder zunehmen, weil ab heute, der Waffenstillstand im Niger Delta beendet ist. Die Anzahl der US Ölbohranlagen fiel letzte Woche um 8 auf 729 und hat damit das niedrigste Niveau seit Ende Mai diesen Jahres (722) erreicht. Dies wird bullish interpretiert, da dies auf eine geringere Ölförderung oder zumindest auf ein langsameres Wachstum der Industrie hin deutet. In Saudi-Arabien kam es am Wochenende zu einer Verhaftungswelle, von der elf Prinzen, vier Minister und dutzende ehemalige Minister festgenommen worden sein sollen. Die Maßnahme ist in seinem Umfang bisher beispiellos. Verwicklungen in Korruption sind zwar wahrscheinlich, Experten gehen allerdings davon aus, dass der Kern der Maßnahmen auf die Sicherung der Macht von Kronprinz Mohammed bin Salman abzielt. In Venezuela gibt es unterdessen weiter große Schuldenprobleme. Das Land befindet sich seit Jahren am Rande einer Staatspleite und ist mit einer Ölproduktion von über 2 Mio. B/T ein wichtiger Öllieferant. Ein Staatsbankrott würde zu einem weitreichenden Ausfall an Rohöllieferungen führen. China und Russland haben viel Geld in dessen Ölindustrie investiert und werden deshalb Venezuela vermutlich weiter unter die Arme greifen. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral  

30.10.2017

Brent auf den höchsten Stand seit Juni 2015 und WTI auf ein 8-Monatshoch 

Die aktuelle Preisentwicklung bestätigt der OPEC, mit den Produktionskürzungen auf dem richtigen Weg zu sein, den Markt in ein Gleichgewicht zu bringen. Da auch die Nachfrage höher war, wurden die historisch hohen Bestände langsam abgebaut. Der Erfolg stellte sich zwar später als erhofft ein, doch die Zahlen der letzten Monate belegen, dass das Kartell seinem Ziel näher kommt. Und so signalisieren neben Saudi-Arabien auch Iran, Algerien, Venezuela und Russland ihre Bereitschaft zur Verlängerung der Produktionskürzungen. In den USA schrumpfen die Gesamtbestände von Woche zu Woche und fielen laut DOE Daten der letzten Woche auf ein 2-Jahrestief. Wegen der knapperen Marktlage gewinnen auch geopolitische Spannungen wieder mehr an Bedeutung, die in den letzten Jahren an den Ölbörsen kaum Berücksichtigung fanden. Jeder Produktionsausfall auf Grund von Konflikten wie im Irak führt zu einer stärkeren Unterversorgung und verschärft die knappe Marktlage. Von daher werden auch wieder Risikoprämien eingepreist, die dem Markt einen bullishen Grundton geben. Doch einige Experten warnen bereits, dass die Preise zu stark gestiegen sind und vermehrt wieder Produktionssteigerungen hervorrufen könnten.  

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish 

27.10.2017

Preissprung im Inland erwartet - Brent steigt auf 2-Jahreshoch 

Die Ölpreise haben sich in den letzten Wochen immer weiter nach oben geschraubt. WTI ist damit auf den höchsten Stand seit April und Brent erreichte ein 2-Jahreshoch. Stützend sind insbesondere geopolitische Risiken durch die Spannungen zwischen Irak und Kurdistan sowie die mögliche Verschärfung der US Sanktionen gegen den Iran. Der Irak hat Saudi-Arabien bei den Rohölexporten in die USA überholt. Die Saudis sind seit vielen Jahren einer der wichtigsten Bezugsquellen für die US Rohölimporte. Im Zuge der Produktions- und Exportkürzungen hatte Saudi-Arabien im Herbst allerdings in erster Linie die Ausfuhren in die USA gekürzt. Der Irak nutzte die sich bietende Angebotslücke offenbar und füllte diese Lücke. Das Thema der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern wirkt sich im Moment bullish auf die Börse aus. Die Gesamt- Nachfrage nach Rohöl wird sich Schätzungen zufolge positiv entwickeln, trotzdem geht man davon aus, dass ohne unerwartete Angebotsausfälle das Aufwärtspotenzial begrenzt bleiben wird. In den USA können Schieferölunternehmen mit einer Produktionssteigerung vergleichsweise schnell auf steigende Preise an den Börsen reagieren.  

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

26.10.2017

Sinkende Produktbestände 

Nachdem Hurrikan Nate die Golfregion verlassen hat, nahm die Auslastung der Raffinerien wieder zu. Die DOE Daten zeigten gestern trotz gestiegener Raffinerieauslastung eine leichte Zunahme der Rohölbestände, während bei den Produktvorräten für Destillate und Benzin Abbauten ausgewiesen wurden. Die Entwicklung insgesamt deutet weiter auf sinkende Vorräte hin. Marktteilnehmern ist dies ein Indiz, dass die globalen Ölvorräte ebenfalls weiter abnehmen. Zu den Produktionskürzungen der OPEC kommen die saisonal noch hohe Nachfrage sowie die unplanmäßigen Ausfälle im Irak hinzu. Was die Nachfrage angeht, so ist mit einem Rückgang im ersten Quartal zu rechnen, wenn der saisonale Bedarf nachlässt. Im Irak gibt es zudem Hinweise, dass sich die Lage dort eventuell bald bessern könnte. Offenbar soll es Gespräche über die Wiederinbetriebnahme der Ölproduktion an den Kirkuk Feldern und Exporte über die kurdische Pipeline nach Ceyhan geben. Sollten die Verhandlungen Erfolg haben, würden bis zu 300.000 B/T an Rohöl auf den Markt kommen, was die Preise belasten würde, nachdem der Markt die Ausfälle in den letzten beiden Wochen eingepreist hatte. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish 

25.10.2017

Produktions- Abkommen OPEC: Verlängerung oder Exit? 

API: Trotz höherer US Raffinerieauslastung wurde eine überraschende Bestandes-Zunahme beim Rohöl verzeichnet. Dafür sind die Abbauten bei den Destillaten und dem Benzin erheblich umfangreicher als von den Experten vorab geschätzt wurde, sodass dies klar bullish ist. Gestern hatte der saudische Ölminister angekündigt, dass man alles unternehmen werde, um die globalen Ölbestände weiter abzubauen. Von den 350 Mio. Barrel über dem 5-Jahresdurchschnitt habe man bereits 180 Mio. Barrel vom Markt genommen. Nun werde man sicher nicht auf halbem Wege aufhören und halte sich alle Optionen offen. Es wird über eine Verlängerung des Produktionsabkommens von März bis Jahresende 2018 diskutiert. Gleichzeitig beschäftigt sich die OPEC aber mit einer Exit Strategie. Würde das Produktionsabkommen auf einen Schlag beendet werden, könnte das Ölangebot quasi über Nacht um 1,8 Mio. B/T steigen. Einen derartigen Schock und einen damit verbundenen Preiseinbruch wird man allerdings vermeiden wollen. Beim Meeting am 30. November in Wien könnten erste Grundzüge der Exit Strategie bekanntgegeben werden. Die Marktteilnehmer warten nun auf die Daten des DOE um 16:30 Uhr, die mit Zahlen zu Nachfrage, Rohölförderung sowie Importen und Exporten einen tieferen Einblick ermöglichen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

24.10.2017

Konflikt Kurdistan – Irak belastet die Ölbörsen  

Die Exporte aus dem Irak nehmen wieder leicht zu. Das zusätzliche Potenzial wurde unter anderem durch die vorzeitige Inbetriebnahme einer Ladestation für Öltanker im Süden des Landes generiert. Eigentlich ist die Anlage noch nicht fertig und sollte erst im Dezember ihren Betrieb aufnehmen. Um einen Teil der Exportausfälle über Ceyhan zu kompensieren, wurde das Verladeterminal bereits jetzt in Betrieb genommen, auch wenn es mit einer geringeren Auslastung betrieben wird. Die Zunahme der Exporte entspannt die Versorgungslage, wenngleich der Konflikt ungelöst bleibt und Potenzial für eine weitere Eskalation bietet. Die gestiegenen Ausfuhren sorgen aber erst einmal dafür, dass die Risikoprämie nicht weiter steigt und gestern sogar etwas reduziert wurde. An den Grenzübergängen zu Syrien und der Türkei wurden Artillerien aufgefahren um die Grenzübergänge Iraks wieder unter die Kontrolle zu bringen. Ziel war, die Verhältnisse wiederherzustellen, die vor Juni 2014 gegolten hatten, bevor kurdische Peshmerga-Kämpfer im Kampf gegen den IS einige Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Die Markteilnehmer warten auf die API Zahlen, die heute Abend veröffentlich werden. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral  

23.10.2017

Russland kauft Anteile der Ölindustrie in Kurdistan 

Die Ölnachfrage in Asien bleibt hoch. Chinas Raffinerieauslastung stieg im September auf ein Rekordhoch, während die Rohölförderung des Landes gleichzeitig gesunken ist. Der Öldurst wird daher vermehrt durch Importe gedeckt. Auch Indiens Ölnachfrage stieg wieder an, nachdem zahlreiche Raffinerien ihre Wartungsarbeiten beendet haben. Der Irak verzeichnet einen Produktionsrückgang. Der russische Ölriese Rosneft hat sich dazu bereit erklärt einen Anteil von 60 Prozent an der wichtigsten Pipeline der semi-autonomen Region Kurdistan zu übernehmen. Für die Pipeline plant die Rosneft auch eine Kapazitätssteigerung um ein Drittel auf etwa 950.000 B/T. Durch den derzeitigen Konflikt sanken die Rohölexporte Kurdistans zuletzt auf ein Drittel des normalen Volumens. Auch in den USA wird aktuell ein Rückgang der aktiven Ölbohranlagen verzeichnet und ist mit 736 Anlagen auf den niedrigsten Stand seit Anfang Juni gefallen. Das Produktionskürzungs- Abkommen der OPEC soll bis Ende 2018 verlängert werden. Die meisten Mitglieder der OPEC scheinen dies bereits zu befürworten, sodass die Verlängerung mehr oder weniger als sicher angenommen wird und zu einem gewissen Anteil eingepreist ist. Die Entscheidung könnte bereits am 30. November, wenn sich die OPEC mit den Nicht OPEC Ländern trifft. 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral     

20.10.2017

 

Nachfragewachstum schwächelt 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder werden die Produktionskürzungen im kommenden Jahr vermutlich von März bis Ende des Jahres verlängern. Neben Russland und Saudi-Arabien sprechen sich immer mehr Länder für eine solche Maßnahme aus. Die globalen Ölbestände nahmen durch die gute Nachfrageentwicklung in diesem Jahr deutlich ab. Meldungen über eine Verlängerung beeinflussen den Markt allerdings nicht mehr unmittelbar da die Marktteilnehmer bereits seit geraumer Zeit davon ausgehen und dies bereits eingepreist haben. Die reduzierten Exporte aus Irak sind vor allem ein politisches Problem, das durch Diplomatie gelöst werden kann. Der schnelle und nahezu kampflose Rückzug der Kurden deutet daraufhin, dass diese nicht unbedingt auf eine Eskalation aus sind. Das geopolitische Risiko im Irak wird daher wieder deutlich niedriger als zuletzt eingeschätzt. Goldman Sachs Analysten hatten die Risikoprämie mit etwa 1,5 Dollar bewertet. Mit der gestrigen Abwärtsbewegung wurde bei Brent bereits etwa 1 Dollar ausgepreist. Experten schätzen das Nachfragewachstum aktuell wieder etwas schwächer ein. Das starke Nachfragewachstum zur Jahresmitte hatte der OPEC geholfen die globale Überversorgung und die Bestände zu reduzieren. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bearish

19.10.2017

Saudi-Arabiens Ölexporte sind im August wieder angestiegen 

Die gestrigen DOE US Ölbestandsdaten zeigten deutliche Abbauten beim Rohöl. Die Rohölvorräte waren durch Hurrikan Nate verzerrt und hätten ohne diesen Effekt wohl Aufbauten gezeigt. Der Benzinbedarf ist stark gesunken und auf dem niedrigsten Niveau seit April. Die saudischen Ölexporte legten im August wieder zu. Das Ölunternehmen Saudi Aramco hatte die Verkaufspreise für Käufer aus Asien größtenteils gesenkt, da man wohl Marktanteile zurückgewinnen wollte, die man zwischenzeitlich an Konkurrenten wie Russland oder Angola abgetreten hatte. Die Exportausfälle in Iran sind stützend für die Preisniveaus, da sie das globale Angebot reduzieren. Die Regierung in Bagdad und die kurdische Autonomieregierung in Erbil sind beide auf die Exporteinnahmen angewiesen, sodass eine schnelle Lösung möglich erscheint. Die kurdischen Truppen zogen sich aus den meisten Gebieten mit nur geringem Widerstand zurück, sodass die Zentralregierung bereits fast alle umstrittenen Gebiete unter die eigene Kontrolle gebracht hat. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral  

18.10.2017

Heute im Inland leicht höhere Preise - steigende Rheinfracht 

Die Zahlen des API sind mit den Abbauten beim Rohöl und den Aufbauten der Produkte eher neutral zu interpretieren. Man geht von umfangreichen Exporten von Rohöl aus. In der USA befinden sich diverse Raffinerien im Wartungsmodus. Experten von Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Produktionsausfälle im Irak für ca. 3 Monate bereits eingepreist sind. Sollte sich im Irak eine diplomatische Lösung ergeben, könnten die Preisniveaus rasch sinken. Neue Produktionsausfälle würden sich bullish auswirken. Die vom US Präsident angedrohten Sanktionen gegen den Iran könnten die Ölexporte des Landes durchaus negativ beeinflussen. Das Thema bringt Unruhe in den Ölmarkt, wobei der US Kongress 60 Tage hat, um über Maßnahmen zu entscheiden. Trump hatte am vergangenen Freitag nicht mehr bestätigt, dass sich der Iran an das Atomabkommen halte. Die Marktteilnehmer warten nun auf die heute Nachmittag erscheinenden US Ölbestandsdaten des DOE. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral 

17.10.2017

Bank of Amerika hat Preiserwartungen für Ende 2017 nach oben angepasst 

Im Irak hatte die Armee die Kontrolle über die von den Kurden besetzten Gebiete um Kirkuk zurückerlangt. Zwischen beiden Seiten soll es eine Vereinbarung geben, dass man Kämpfe um Ölanlagen herum vermeiden will, um Förderausfälle zu verhindern. Dennoch gibt es Berichte, wonach die Kurden die Produktion von 350.000 B/T am Bai Hassan und Avana Ölfeld wegen Sicherheitsbedenken eingestellt hätten. Kirkuk ist eine der wichtigsten Ölfördergebiete des Irak und soll etwa so viel Rohölreserven wie ganz Nigeria besitzen. So lange es zwischen den beiden Seiten keine Einigung gibt und ein Bürgerkrieg nicht ausgeschlossen wird, bleibt die Konstellation bullish und wird mit einer Risikoprämie an den Ölbörsen eingepreist.  

Die Analysten der Bank of America Merrill Lynch (BAML) haben ihre Preisprognosen für Brent und WTI nach oben korrigiert. Die Experten geben an, dass die Datenlage momentan darauf hindeute, dass es in 2017 zu einem unerwartet deutlichen Angebotsdefizit von rund 230.000 B/T kommen werde. Zum ersten Quartal 2018 rechnet man mit einer wieder entspannteren Versorgungslage, da die saisonale Nachfrage dann wieder deutlich nachlässt. 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral  

16.10.2017

Geopolitische Spannungen sogen für die Einpreisung von Risikoprämien 

Die aktiven US Ölbohranlagen sind auf 743 gesunken und sind somit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Juni 2017. Obwohl die IAEA bestätigt hat, dass der Iran sich an das 2015 abgeschlossene Atom- Abkommen hält, sagte US Präsident Trump am Freitag, das Teheran den Geist des Abkommens nicht erfülle. Neue Spannungen in diese Sache, könnten den Deal und somit die Stabilität in der ganzen Region gefährden.Im Irak gibt es erste Gefechte um Kirkuk weil die Kurden Kirkuk besetzen, da es künftig zum kurdischen Staates gehören soll. Die Zentralregierung des Irak fordert nun die Kontrolle über Kirkuk zurück, das für seine Ölreichtum bekannt ist. Am Sonntag begannen die irakischen Truppen auf die Ölfelder und einen wichtigen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe Kirkuks vorzurücken, um diese zurück zu erobern. Kurdistan exportiert etwa 0,5 Mio. Barrel Rohöl pro Tag. Der Irak verlangt die Einstellung der Ausfuhren und will die Kontrolle über Förderung und Exporte zurückerlangen. Bei einer Eskalation der Lage könnte diese Menge vom Markt verschwinden, weshalb der Konflikt ganz klar bullish zu sehen ist.  

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish 

13.10.2017

Analysten rechnen mit eher steigenden Öl- Preisen 

Der überraschende Rückgang der US Rohölvorräte im DOE Bericht von gestern war ein bullishes Signal, sodass die Abwärtsbewegung an den Ölbörsen nach dem enttäuschenden IEA Bericht, gestoppt wurde. Die Raffinerieauslastung  nahm entgegen den Erwartungen etwas zu, was vermutlich eine Folge des Hurrikan Harvey ist. Die Monatsreports der OPEC, EIA und IEA gaben neue Anhaltspunkte über die weitere Entwicklung des Angebots-Nachfrageverhältnisses. Der Grundtenor der Daten ist, dass es der OPEC gelungen ist einen großen Teil der extrem hohen Ölbestände zu reduzieren und das Kartell seinem Ziel, die Vorräte auf ein 5-Jahresniveau zurückzudrängen, ein gutes Stück näher gekommen ist. Bei Platts gehen die Analysten davon aus, dass die Zeiten von 30 Dollar nun endgültig vorbei sind und die Börsen nicht mehr auf dieses Niveau zurückfallen können. Man rechnet bis Anfang 2018 mit Brentpreisen zwischen 50 und 60 Dollar. In den kommenden 5 Jahren könnte sich durch Unterinvestments und eine weiter wachsende Ölnachfrage allerdings irgendwann wieder eine Spanne von 70 bis 80 Dollar ergeben. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

12.10.2017

Bullishe Monatsreports und bearishe US Ölbestandsdaten 

OPEC und EIA schätzen den Markt in ihren neuen Monatsreports knapper als zuletzt ein. Die Nachfrage wird stärker als bisher erwartet gesehen, während das Angebot außerhalb der OPEC geringer ausfallen soll. Die Überversorgung wurde in 2017 beendet, könnte 2018 aber – zumindest in geringer Form – wiederkehren. Auch wenn die Berichte die Preisniveaus weiter stützen, so bedeutet dies nicht, dass die Preise stark steigen werden.

Die bisherigen Erwartungen schliessen vor allem auch darauf, dass die OPEC im Frühjahr ihre Produktionskürzungen verlängert oder intensiviert. Das Kartell habe eigentlich keine andere Wahl.

Die größten Risiken für ein Ausbruch nach oben bestehen derzeit im Konflikt zwischen USA und Iran sowie den wirtschaftlichen Problemen Venezuelas. Abwärtsrisiken seien eine möglicherweise abnehmende Quotentreue der OPEC, das Ende des Produktionsdeals oder eine schwächer als angenommene Ölnachfrage.

Trader werden sich heute vermutlich weitestgehend zurückhalten und heute auf den DOE Bericht sowie auf den IEA Monatsreport warten. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish

11.10.2017

WTI nach Preisanstieg zurück über 50 Dollar 

Saudi-Arabien scheint seine Ankündigung "alles zu unternehmen um einen ausgeglichenen Markt zu erreichen" erst zu nehmen. Immer wieder kündigt man Kürzungen an und setzt diese auch durch. Die Kombination der scharfen Rhetorik und der physischen Verknappung des Ölangebots hat den Markt 2017 in der Tat stabilisiert und für eine Unterversorgung gesorgt.

Die IEA geht davon aus, dass die Ölbestände im nächsten Jahr durchaus wieder zunehmen könnten und man mit einem stark steigenden Ölangebot außerhalb der OPEC rechnet. Letztlich ist der Markt noch nicht bereinigt.

Irgendwann wird die OPEC die Produktionskürzungen beenden müssen und die US Schieferölindustrie kann immer wieder belegen, dass sie dauerhaft am Markt bestehen kann. Bei Preisen jenseits der 50 Dollar wird das Angebot aus den USA zunehmen und so das Aufwärtspotenzial begrenzen.

Nach dem Preisanstieg von gestern Nachmittag deuten sich bei den Inlandspreisen Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish

10.10.20

Futures zum Wochenauftakt in enger Spanne – Warten auf Monatsreports

Im Golf von Mexiko wurde bereits gestern mit der Wiederinbetriebnahme der Rohölförderung begonnen. Produktionsrelevante Schäden an den Förderinseln sowie an den Raffinerien blieben wohl aus, und so sollte sich die Region von Hurrikan Nate innerhalb weniger Tage erholen.

Auch Saudi Ankündigung von Exportkürzungen geht anscheinend spurlos an den Marktteilnehmern vorbei. Die Lieferungen werden wohl von anderen Ländern wie USA, Irak und Iran bedient, die ihre Exporte zuletzt deutlich hatten steigern können. Die Stabilität des Produktionsabkommens dürfte allerdings nicht gefährdet sein. Eine Verlängerung des OPEC Deals im kommenden Jahr würde zusammen mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum für knappe Marktverhältnisse sorgen.

Marktteilnehmer scheinen sich aktuell auch zurückzuhalten, da man in dieser Woche noch wichtige Marktdaten von EIA, OPEC und IEA erwartet.

Da die Notierungen an ICE und NYMEX zu gestern wenig verändert notieren, ergeben sich auch bei den Inlandspreisen heute Morgen nur kleinere Preisanpassungen

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

09.10.2017

Ölpreise mit deutlichem Abwärtspotenzial – Hurrikan ohne Schäden überstanden

Hurrikan Harvey hielt sich lange über dem Gebiet der US Ölindustrie im Süden der USA auf und hat mit seinen Regenfällen für Überschwemmungen und lange Abschaltzeiten bei den Raffinerien gesorgt. Nate hat nun einen deutlich geringeren Einfluss auf die Ölindustrie, der sich auch schon wieder auflöst.

Trader hatten bereits am Freitag Gewinne aus Long-Positionen mitgenommen, nachdem sie Ende September ein 5-Monatshoch erreicht hatten.

Die OPEC wird vermutlich eine Verlängerung der aktuellen Produktionskürzungen beschließen, die im März 2018 auslaufen werden. Allerdings hat der Markt dies alles bereits eingepreist, sodass das Aufwärtspotenzial beschränkt sein dürfte. Im ersten Quartal nimmt die Ölnachfrage für gewöhnlich saisonal ab.

Aktuell starten die Futures an ICE und NYMEX nach dem Preissturz am späten Freitag auf niedrigem Niveau in die neue Woche. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

06.10.2017

Ölproduktion im Golf von Mexiko wird heruntergefahren – Preise zum Wochenende fester

Bei dem Treffen zwischen dem saudischen König Salman und Präsident Putin in Moskau wurden bereits mehrere Verträge geschlossen. Insider berichten, dass auch die Verlängerung der Produktionskürzungen besprochen wurde. Nach den jüngsten Kommentaren der OPEC und Russlands rechnen Marktteilnehmer mehrheitlich damit, dass der Deal in irgendeiner Form weitergeführt wird.

In Kurdistan droht nach dem Referendum zur Unabhängigkeit vom Irak weiter die Möglichkeit von Angebotsausfällen, sollte die Türkei die Pipeline nach Ceyhan wie angedroht schließen. Bei einer Eskalation der Lage würden die Notierungen allerdings einen kräftigen Satz nach oben machen.

Am stärksten stützt derzeit aber vermutlich Sturm Nate die Preisniveaus. Der Tropensturm wird am Wochenende wohl bei seinem Weg durch den Golf von Mexiko die Ölproduktion beeinträchtigen.

Kurz vor dem Wochenende wird wohl kaum einer bereit sein auf fallende Preise zu setzen, sodass die Notierungen dank Nate vermutlich fest bleiben und heute eventuell noch einmal anziehen werden. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bullish

05.10.2017

Rohöl weicher, Produkte fester – Nächster Hurrikan im Anmarsch

Die US Ölbestandsdaten sind noch immer durch die Auswirkungen von Hurrikan Harvey verzerrt. Die Raffinerieausfälle sind nun weitestgehend Geschichte, allerdings hatten diese den Verbrauch von US Rohöl im Süden der USA über Wochen hinweg reduziert. Entsprechend stiegen die WTI Bestände an und die US Rohölsorte wurde deutlich günstiger als das europäische Pendent Brent gehandelt. Dieser Preisunterschied ist zum Teil auch jetzt noch vorhanden und führte laut der gestern veröffentlichten DOE Bestandsdaten zu Exporten auf Rekordniveau.

Die Daten des DOE seien bullish gewesen, hätten aber nicht das Potenzial gehabt viele neue Käufer anzulocken..

Für Marktteilnehmer ist nun aber wieder ein Sturm von Interesse, der am Wochenende in den Golf von Mexiko eindringen wird. Dieser hat das Potenzial die Preise an den Ölbörsen weiter zu stützen.

Die OPEC und ihre Kürzungen bleiben auch weiterhin Thema.

Für heute ergibt dies bei den rechnerischen Inlandspreisen deutliches Aufwärtspotenzial. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

04.10.2017

Preisprognosen gesenkt – WTI nimmt 50 Dollar ins Visier

Der Preisschub im September hatte gleich mehrere Gründe. Wirbelstürme, höhere Nachfrageprognosen, Spekulationen um eine Verlängerung der Produktionskürzungen und die geopolitischen Risiken in Kurdistan waren Preistreiber. Je höher die Preise allerdings steigen, desto rentabler wird die Ölproduktion, sodass das Aufwärtspotenzial limitiert ist. Dies zeigt sich nun in dieser Woche. Die Preise kommen von ihren Hochs zurück, da der Verkaufsdruck durch Hedging zunimmt.

Die Verkäufe belasten die Preisniveaus und auch spekulative Marktteilnehmer stellen durch den aufkommenden Verkaufsdruck Long-Positionen glatt. Die 50 Dollar werden bei WTI als ein Schwellenwert für solche Hedging-Aktivitäten gesehen, wobei dieser nicht fix ist, sondern immer wieder, zum Beispiel durch technologischen Fortschritt, schwankt.

Einfacher ausgedrückt: je höher der Preis, desto attraktiver ist eine Produktionssteigerung und Abweichung vom Produktionsdeal für den einzelnen Ölproduzenten. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

03.10.2017

Ölfutures versuchen Ausbruch aus Aufwärtstrend

Bereits zu Mittag stieg gestern der technische Verkaufsdruck an der Börse, nachdem WTI unter das Tief von Freitag gefallen war. Am frühen Nachmittag setzte sich die Abwärtsspirale nun weiter fort. Mittlerweile haben die Ölfutures die Aufwärtstrends, die sich seit Mitte/Ende August entwickelt hatten, unterschritten.

Bearish wirkten vor allem der Anstieg der Ölbohraktivität in den USA, sowie der festere Dollar. Hinzu kam die Erwartung der IEA, dass die OECD-Bestände im kommenden Jahr wieder zunehmen werden. Auch die Meldungen über den Anstieg der irakischen Ölexporte (September) belasteten, allerdings dürfte dieser Faktor durch die neuerlich Produktionsunterbrechung, die es am libyschen Sharara-Ölfeld gegeben haben soll, aufgewogen worden sein. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

02.10.2017

Futures mit weichem Start – US Ölproduktion niedriger als gedacht 

Die Preise bleiben nach ihrem Anstieg in den letzten Wochen weiter auf relativ hohem Niveau, auch wenn die Aufwärtsdynamik nun allmählich ausgebremst scheint. Die höheren Preise zeigen bereits ihre Wirkung. Die nach sieben Wochen erstmals wieder angestiegene Anzahl der aktiven Ölbohranlagen ist ein klares Zeichen, dass die US-Unternehmen wieder vermehrt Öl suchen.

Die US Unternehmen nutzen die höhere Preise um die erwartete Produktion ihrer Ölquellen schon vor Produktionsbeginn zu verkaufen, sodass die Projekte auch bei Preissenkungen rentabel bleiben. Dieser Effekt könnte die Aufwärtsspielräume auch jetzt wieder limitieren.

Größte Sorge für die Börsianer ist weiter Kurdistan. Die Spannungen zwischen der halbautonomen Region im Norden des Irak und den angrenzenden Ländern Türkei und Iran haben zugenommen.. Dies könnte vor allem die Ölexporte aus der Region treffen. In einem momentan leicht unterversorgten Markt birgt dies das Risiko von Preissteigerungen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

29.09.2017

Futures nach Berg und Talfahrt unverändert

Die Futures an den Börsen haben sich nun scheinbar auf einem höheren Niveau eingependelt. Die Korrektur der erwarteten Ölnachfrage, die in Kombination mit der Produktionskürzung der OPEC zu einem Angebotsdefizit geführt hat, sowie die Risikoprämie bezüglich der Spannungen mit Kurdistan haben die Preise zuletzt gestützt. WTI kostet mittlerweile über 50 Dollar, was für viele Experten allerdings auch ein Problem darstellt.

Vor allem bei der US Schieferölindustrie wird Potenzial gesehen, die bei diesen Preisniveaus neue Projekte in Angriff nehmen kann. Dabei wird die erwartete Produktion der Ölquellen bereits vor der Inbetriebnahme an den Ölbörsen verkauft, sodass die Rentabilität der Projekte unabhängig von der Preisentwicklung gesichert ist (Hedging).

Das Potenzial der US Ölindustrie, das mit dem Preisanstieg geweckt wird, dämpft somit die Aufwärtsspielräume. Der Preisanstieg in den letzten Wochen war eventuell einfach zu stark in einer zu kurzen Zeit, sodass Trader nun zu Gewinnmitnahmen tendieren könnten,.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

28.09.2017

Notierungen nach DOE wenig verändert – Charttechnik leicht bearish

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI beträgt aktuell noch etwa 5,72 Dollar. Zu Beginn dieser Woche war die Differenz zeitweise über 7 Dollar. Der Hintergrund des Preisunterschiedes liegt in den Auswirkungen von Hurrikan Harvey.

Die US Unternehmen exportieren nun vermehrt das überschüssige Rohöl und machen von dem Preisunterschied zu Brent Gebrauch. Die Zahlen des DOE zur letzten Woche belegen diese Tendenz mit neuen Rekordexporten für US Rohöl.

Grundsätzlich hat sich der Markt aktuell auf ein höheres Niveau eingeschossen, nachdem die Prognosen für die Ölnachfrage nach oben korrigiert wurden und es der OPEC gelungen ist mit ihren konstanten Produktionskürzungen ein moderates Angebotsdefizit zu erzielen. Sich 60 Dollar zum Jahresende vorzustellen ist sicherlich nicht mehr auszuschliessen.

Auf der anderen Seite bieten die gestiegenen Ölpreise nun wieder die Möglichkeit die Ölförderung zu steigern. In den USA wird die Produktion in den kommenden Wochen ganz sicher neue Rekordstände erreichen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

27.09.2017

26.09.2017

25.09.2017

22.09.2017

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Warten auf JMMC Meeting

Der Markt ist zur Zeit unterversorgt, was an der saisonal hohen Nachfrage und der wirksamen Produktionskürzung der OPEC zur Jahresmitte liegt. Saisonal sollte der globale Ölbedarf in den kommenden Monaten allerdings nachlassen. Steigt die Ölproduktion der USA und anderer Länder bei Preisniveaus von über 50 Dollar in dieser Zeit weiter an, so besteht die Möglichkeit, dass der Markt Anfang kommendes Jahr wieder ein Überangebot aufweist. Dies wird erst Recht dann eintreten, falls die OPEC ihre Produktionskürzungen zu Ende März auslaufen lassen sollten.

Die zuletzt steigenden Preise haben der OPEC den Druck genommen zeitnah weitere Maßnahmen zu beschließen. Das Kartell wird die Entwicklung erst einmal weiter beobachten.

Marktteilnehmer werden daher die Äußerungen der Teilnehmer am JMMC Meeting heute in Wien genau verfolgen und auf Hinweise für die weitere Strategie der OPEC durchleuchten.

Vor allem die Spannungen zwischen den USA, Nordkorea und auch dem Iran haben das Potenzial die Ölpreise zu stützen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

21.09.2017

Deutlicher Preisanstieg zu erwarten – Gasoil mit 2-Jahreshoch

Der Ölmarkt bleibt noch immer unter dem Eindruck einer Ausdehnung der Produktionskürzung, Verlängerung des Deals zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern leicht bullish. Eventuell könnten Libyen und Nigeria bei einer Verlängerung des Deals mit einbezogen werden.

Der Gesamteindruck ist, dass sich die OPEC und Nicht-OPEC Länder im Prinzip schon weitestgehend einig sind, dass die Maßnahmen mindestens verlängert, wenn nicht sogar intensiviert werden müssen. Nach aktuellem Kenntnisstand ist es der OPEC gelungen den Markt derart zu verknappen, dass sogar eine leichte Unterversorgung vorhanden ist, auch wenn diese zum Teil auf die saisonal hohe Nachfrage im dritten und vierten Quartal zurückzuführen ist.

Die Backwardation Konstellation ist Ausdruck der knapperen Marktlage und gilt somit als ein bullishes Indiz. Dies liegt an der Unsicherheit, wie schnell und stark die US Ölproduktion zulegen wird -denn bei höheren Preisen wird die Förderung wieder rentabler-, sowie an den weiteren Maßnahmen der OPEC. 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

20.09.2017

Bullishe API Daten stützten – Trader warten auf OPEC Meeting am Freitag 

Für die Experten und Analysten bleibt der Ölmarkt derzeit wohl noch weiter schwer einzuschätzen. Während einige Analysten und Banken den Markt bearish einstufen, glauben Experten von einem langfristig anziehenden Ölpreis. Wegen der sinkenden OECD Bestände und der zuletzt reduzierten OPEC Förderung halte man es noch immer für möglich, dass der Durchschnittspreis für Brent im vierten Quartal 2017 auf 60 Dollar steigt, auch wenn das aktuell noch etwas weit weg erscheine.

Sollten die Preise tatsächlich derart stark ansteigen, werden Ölquellen außerhalb der OPEC wieder rentabler. Nicht nur die US Schieferölindustrie sondern auch andere Regionen werden ihre Ölproduktion dann vermutlich deutlich anheben können und die erwartete Produktion an den Ölbörsen durch Verkäufe abhedgen.

Die Aussicht auf zusätzliche Maßnahmen der OPEC (ob Produktionsbegrenzungen für Libyen und Nigeria, weitere Kürzungen oder eine Verlängerung der Laufzeit) bleibt ein bullisher Faktor für die Märkte. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

19.09.2017

WTI Anstieg im Bereich der 50 Dollar gestoppt – Erste technische Verkaufssignale

Der Preisunterschied zwischen den Produkten und Rohöl hat durch die Hurrikans in den USA zugenommen. Nicht nur in den USA sondern global ging die Preisschere auseinander, sodass die Raffinerien derzeit gute Margen einfahren können. Diese Konstellation wird genutzt um Wartungsarbeiten zu verschieben und die Auslastung hoch zu halten.

Stützend wirkt sich allerdings noch aus, dass die OPEC die Produktionskürzungen, die bisher Ende März auslaufen, verlängern will. Die Zustimmung scheint groß zu sein, sodass dies nicht überraschen sollte. Vielmehr stellt sich allerdings die Frage zu welchen Konditionen die Verlängerung beschlossen wird.

Das Aufwärtspotenzial bleibt allerdings in jedem Fall durch die US Ölproduktion begrenzt, sodass selbst eine starke Rallye spätestens im Bereich knapp oberhalb der 55 Dollar (bisheriges Jahreshoch) ausgebremst werden würde.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell moderate Abwärtsspielräume zu gestern an. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bearish

18.09.2017

Fester Start in den Montag - Langzeithochs der Vorwoche blieben in Reichweite

Die Stimmung im Markt hat sich letzte Woche etwas verändert. Die Monatsreports der IEA und OPEC haben die Nachfrageprognose 2017 nach oben korrigiert, während das globale Angebot und die Förderung der OPEC im August abnahmen.

Hinzu kommt, dass die Entwicklung der US Schieferölindustrie derzeit etwas ins Stocken geraten ist, da die Preise für WTI mit unter 50 Dollar für einen nachhaltigen und starken Ausbau noch immer zu niedrig sind.

Die Hurrikan Saison ist zudem noch nicht vorbei. Momentan könnten Jose und Maria noch einmal die US Küste treffen und die Preise stützen.

Ein starker und langfristiger Preisanstieg ist unter Experten dennoch nicht wahrscheinlich. Zum ersten Quartal 2018 wird die Ölnachfrage saisonal wieder sinken. WTI könnte in den kommenden Tagen zwar über 50 Dollar steigen, allerdings werden US Unternehmen einen solchen Preisanstieg nutzen um die Förderung in den US Schieferölgebieten wieder auszubauen.

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

15.09.2017

WTI prallte am 50,45 Dollar Widerstand ab – Nachfrageeinschätzung stützt PreisniveausDer Markt hatte in den letzten Jahren vor allem das Ölangebot im Blick, das man für die Überversorgung an den Märkten verantwortlich machte. Die Produktionskürzungen der OPEC und anderer Länder hatten die Überversorgung zwar reduziert, allerdings nicht genug, um am Markt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen.

Die OPEC wird die Produktionskürzungen 2018 wohl auch über den März hinaus verlängern, dennoch gehen die Preise nicht durch die Decke. Saisonal nimmt die Ölnachfrage im ersten und zweiten Quartal eines Jahres ab. Mit Blick auf den Jahreswechsel kann man daher bereits wieder davon ausgehen, dass die momentan leichte Unterversorgung nicht durchgehend bestehen bleiben wird.

Das Aufwärtspotenzial wird ebenfalls durch die Möglichkeiten der US Schieferölindustrie begrenzt.

In dieser Woche hatten die fundamentalen Rahmenbedingungen einen Preisanstieg der Ölbörsen begünstigt. Zuletzt sei der Preisanstieg allerdings zu extrem gewesen, weshalb nun einige Gewinnmitnahmen folgen könnten.Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 14.09.2017

Preissprung im Inland – Ölbörsen ziehen aIn dem Bericht der IEA, der am meisten beachtete Monatsreport, wurde die Prognose für das globale Ölnachfragewachstum 2017 gestern nach oben korrigiert. Dies ist im Vergleich zu den letzten Monaten eine massive Steigerung. Hinzu kommt, dass die Ölproduktion der OPEC im August gesunken ist und die Quotentreue insgesamt zugenommen hat.

Mit der Entwicklung der letzten Monate, die sich in den Berichten der OPEC und IEA in dieser Woche zeigen, scheint es der OPEC offenbar zu gelingen die Überversorgung vom Markt zu nehmen.

Eine Preisrallye auf 60 Dollar ist trotz allem nicht zu erwarten. Sollten die Preise weiter zulegen steigert dies die Rentabilität der Ölproduktion, sodass die Ölförderung außerhalb der OPEC wieder größere Wachstumsraten erzielen kann. Die 50 Dollar WTI bleiben daher eine "Schallmauer" und ein natürlicher Widerstandsbereich.

Die Futures konsolidieren nach ihrem Anstieg auf hohem Niveau 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

13.09.2017

Bestandsdaten des API ohne Einfluss – OPEC sieht knappere Marktlage

Die OPEC schätzt mit ihrem Monatsreport die Marktlage knapper als zuletzt ein. Die globale Nachfrage 2017/18 wird höher als bisher erwartet, während man die Ölproduktion der Nicht-OPEC Länder gleichzeitig nach unten korrigierte. Dies führt in der Folge zu einem höheren Bedarf an Öl und einer abnehmenden Überversorgung.

Der Bericht der OPEC ist daher stützend für die Marktteilnehmer, während der EIA Bericht dies nicht unbedingt bestätigt. Dieser rechnet für 2018 mit einer geringer Überversorgung, wobei die Markteinschätzung im Vergleich zum Vormonat relativ unverändert blieb.

Die Bestandsveränderungen des API gingen weitestgehend ohne Einfluss am Markt vorüber. Man vermutet, dass die heute Nachmittag vom DOE veröffentlichten Daten im krassen Kontrast zu den Zahlen des API stehen könnten.

Die OPEC wird in ihren Gesprächen zu einer Verlängerung der aktuell geltenden Produktionskürzung über März kommenden Jahres hinaus offenbar immer konkreter. Quellen berichten von einer möglichen Verlängerung des Abkommens bis Ende September 2018.

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 12.09.2017

Futures bleiben nach Hurrikans unter Druck

Die zunächst stützende Wirkung der Hurrikans Harvey und Irma kehrte sich zu Beginn dieser Woche in eine bearishe Einschätzung um. Während Irma in erster Linie für einen geringeren Verbrauch von Treibstoffen und Ölprodukten sorgt, hat Harvey die Rohölnachfrage der Raffinerien reduziert.

Viele Raffinerien, die während Hurrikan Harvey abgeschaltet worden waren, fahren ihre Produktion zwar wieder an oder haben den Normalbetrieb wiederhergestellt. Die geringere Nachfrage der Raffinerien könnte zu einem Anstieg der US Rohölbestände von bis zu 40 Mio. Barrel führen. Im Juli und August nahmen die US Rohölvorräte kontinuierlich ab. Ein derart starker Anstieg könnte den in diesem Zeitraum beobachteten Rückgang allerdings wieder egalisieren.

Mit dem Restart der US Raffinerien und der Öffnung der Exportterminals im Süden der USA nimmt die Nachfrage nach dem US Rohöl wieder zu.

Trader warten heute vor allem auf den OPEC Monatsbericht, sowie die US Ölbestandsdaten.

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

11.09.2017

Irma trifft auf USA – Charttechnik generiert Verkaufsimpulse

Die US Hurrikan Saison ist dieses Jahr aktiver als in all den vergangenen Jahren. Eigentlich nichts ungewöhnliches, auch wenn sich der Markt schon länger nicht mehr in dieser Intensität mit solchen Wetterlagen auseinandersetzen musste. Je nachdem, wo ein Hurrikan auf die USA trifft, hat dieser unterschiedliche Auswirkungen auf die Preisgestaltung an den globalen Märkten. Harvey reduzierte die US Raffinerieauslastung, sodass Versorgungsknappheiten die Preisniveaus nach oben trieben. Irma trifft hingegen nun stärker die Verbrauchernachfrage und weniger Ölförderung oder Raffineriekapazitäten.

Die anhaltenden Gespräche zwischen Russland, Saudi-Arabien und anderen Teilnehmern an den Produktionskürzungen sind derzeit leicht stützend für die Ölpreise. Einen starken Einfluss hat dies allerdings noch nicht. Am wahrscheinlichsten wird über eine Verlängerung des Abkommens von April bis einschließlich Juni 2018 gesprochen.

Wegen der späten Abwärtsbewegung an den Ölbörsen ergeben sich bei Heizöl und Diesel aktuell rechnerisch leichte Abwärtsspielräume.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

08.09.2017

Hurrikan Irma lässt Produktpreise weiter steigen

Die US Ölbestandsdaten werden wohl noch eine ganze Zeit lang durch Hurrikan Harvey verzerrt bleiben und damit an Relevanz verlieren. Dennoch werden Marktteilnehmer die Zahlen weiter im Auge behalten, sollten sich Überraschungen ergeben.

Mit Hurrikan Irma ist auch schon der nächste große Sturm auf seinem Weg in Richtung USA. Auch wenn die Ölindustrie nicht direkt getroffen wird, so dürfte Irma die Preise wohl dennoch stützen, da mit regionalen Engpässen bei der Produkteversorgung zu rechnen ist.

Gerade bei den Produkt-Futures dürfte somit das Kaufinteresse zunächst überwiegen und die Preise vor dem Wochenende weiter stützen, während der Effekt bei den Rohöl-Futures, ähnlich wie bei Hurrikan Harvey, etwas weniger deutlich ausgeprägt sein dürfte.

Die Börse legte gestern Abend noch zu und setzte diese Tendenz auch in den frühen Morgenstunden heute fort und es zeichnen sich weitere Preissteigerungen zum Vortag ab.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish

07.09.2017

Preisanstieg ausgebremst – Irma keine Gefahr für US Ölproduktion

Da Irma offenbar wohl nicht in den Golf von Mexiko eindringen wird, sind keine größeren Ausfälle zu erwarten. Zwar werden die Importe vermutlich abnehmen, da der Schiffsverkehr behindert wird, nach den Raffinerieausfällen in den letzten beiden Wochen sollte allerdings mehr als genügend Rohöl zur Verfügung stehen. Trifft Irma auf Florida, so wird dies die Nachfrage sicherlich dämpfen. Zunächst einmal wird der Sturm daher die Preise tendenziell stützen.

Die Raffinerien im Süden der USA fahren ihre Produktion allmählich wieder hoch und auch die größte Anlage der USA hatte bereits gestern den Restart eingeleitet. Dennoch bleiben etwa 12% der US Raffineriekapazität weiter außer Betrieb.

Trader warten heute auf die US Ölbestandsdaten, die allerdings unberechenbar sein werden. Niemand weiß so recht, wie sich die US Ölbestände wegen Hurrikan Harvey entwickeln werden.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Preissteigerungen an.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

06.09.2017

WTI zieht Ölpreise nach oben – Nächster Hurrikan im Anmarsch

Der Preisunterschied zwischen den Produkt-Futures und Rohöl hatte mit Hurrikan Harvey stark zugenommen. Mit dem Restart der Raffinerien kehrt sich der Einfluss nun um, sodass mit der steigenden Nachfrage nach Rohöl die Preise für Brent und WTI gestützt werden.

Stützend für die Rohölpreise sind zudem die Diskussionen um eine Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern über März kommenden Jahres hinaus. Ebenfalls im Auge zu behalten ist Hurrikan Irma, die Möglichkeit besteht, dass der Sturm in den Golf von Mexiko eindringt und die US Rohölförderung einschränkt.

Die Spannungen mit Nordkorea hatten die Aktienmärkte gestern belastet. Nachdem das Land angeblich eine Wasserstoffbombe besitzt. Ein militärischer Konflikt wird ebenfalls nicht ausgeschlossen und würde die Ölpreise wohl nach oben schnellen lassen.

Mit Spannung sind auch die US Ölbestandsdaten diese Woche zu erwarten, wobei die Verzerrungen durch Hurrikan Harvey unberechenbar sind. Wegen eines US Feiertages werden die Daten heute Nacht veröffentlicht.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

05.09.2017

US Raffinerien fahren hoch – Preisdifferenzen werden wieder ausgepreist

Harvey hatte zu umfangreichen Ausfällen an Raffinerien und Pipelines geführt. Dies hatte Engpässe bei der Verfügbarkeit von Produkten hervorgerufen. Entsprechend stiegen die Produktpreise für Benzin, Diesel und Heizöl an. Tanker wurden in Asien und Europa beladen um Produkte in die USA zu bringen. Auf diese Weise übertrug sich die Preissteigerung in den USA auf den globalen Markt.

Dieser erhöhte Preisunterschied zwischen Produkten und Rohöl wird mit der Normalisierung der Lage in den USA nun allmählich wieder ausgepreist.

Durch diesen Anpassungsmechanismus wird der Markt auch in dieser Woche weiter volatil erwartet. Noch immer sind nicht alle US Raffinerien hochgefahren, allerdings lassen die Berichte vermuten, dass sich die Schäden insgesamt in Grenzen halten und die Anlagen bald wieder normal produzieren können.

Mit Hurrikan Irma ist allerdings schon der nächste Sturm im Anmarsch.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

04.09.2017

Sturm Harvey verliert an Einfluss – Hurrikan Irma könnte Schiffsverkehr behindern

Der Sturm Harvey hat sich nun über dem US Festland aufgelöst. Die Schäden bei den Raffinerien scheinen sich in Grenzen zu halten. Der Hurrikan Irma, der sich über dem Atlantik gebildet hat, nimmt weiter Kurs auf die Karibik. Man geht davon aus dass Irma die US Ostküste entlang nach Norden ziehen und die Verladungen sowie den Schiffsverkehr in der Region behindern wird. Trifft der Sturm jedoch auf Festland, könnte dies die Benzinversorgung der US Ostküste erneut behindern und die Ölpreise damit stützen. Marktteilnehmer werden den Sturm daher weiter im Auge behalten. Die Quotentreue der OPEC soll sich laut der Experten von im August von 92% im Vormonat auf 96% verbessert haben. Die Produktion und Exporte Libyens und Nigerias sind wegen innerpolitischer Probleme und Unruhen zwar reduziert, könnten allerdings wieder deutlich steigen, sowie sich die Lage wieder beruhigt. Russland befürwortet Verlängerung des Deals bis Ende März. Der Markt wird weiter volatil erwartet, während der Preisunterschied zwischen Produkten und Rohöl langsam wieder auf ein Normalniveau zurückkehrt. Das Handelsinteresse an den Ölbörsen ist heute geringer als üblich, da in den USA der Labour Day gefeiert wird.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

01.09.2017

Panikkäufe vor langem US Wochenende treiben die Ölpreise nach oben

Die Folgen von Sturm Harvey halten den Markt weiter in Atem. Die Bestände von Rohöl nehmen zwar zu, allerdings haben die Raffinerien durch die lahmgelegte Infrastruktur derzeit keinen Zugriff auf diese Vorräte, sodass mittlerweile strategische Reserven freigegeben wurden.

Gestern reagierte der Markt schon fast panisch auf die Konstellation. Gestern Abend wechselte bei ICE Brent, NYMEX Heating Oil und NYMEX Benzin der Frontmonat. Wer noch Short-Positionen in den alten Monaten hatte und über kein physisches Öl verfügte, musste diese Positionen unbedingt mit Käufen glattstellen. Vor dem Wochenende wird der Markt weiter volatil bleiben.

Es wird vermutlich noch eine ganze Weile dauern, bis sich der Markt beruhigt und die Infrastruktur in den USA wieder voll einsatzfähig ist.

Durch die Rallye am späten Nachmittag wurden die Inlandspreise nach oben katapultiert. Sowohl bei Heizöl, Diesel als auch bei Benzin ist daher mit massiven Preissteigerungen zu rechnen.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish

31.08.2017 

Rohöl weicher, Produkt-Futures bleiben fest

Sturm Harvey hat den Ölmarkt weiter fest im Griff. Die Auswirkungen des Sturms sind weit über die Landesgrenzen der USA hinaus zu spüren, da die Knappheiten in der Treibstoffversorgung Trader dazu veranlassen Produkte auf anderen Märkten zu kaufen und per Tanker über den Atlantik zu transportieren. Dies treibt die Preise, vor allem aber Benzin nach oben.

Bei den Bestandsdaten des DOE ist in den kommenden Wochen noch weiter mit relativ unkalkulierbaren Verzerrungen zu rechnen, sodass diese Zahlen schwer zu deuten sein werden. Tendenziell ist durch den Einfluss von Harvey allerdings mit Aufbauten bei den Rohölbeständen und Abbauten bei den Treibstoffen zu rechnen.

Bei Inlandspreisen für Heizöl und Diesel deuten sich aktuell nur leichte Preissteigerungen zu gestern an. Bei Benzin ist allerdings mit starken Preissteigerungen zu rechnen, da sich die Knappheiten am US Markt am stärksten auf diesen Treibstoff auswirken.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

30.08.2017

Aufgrund Sturm Harvey – ca. 20% der Raffineriekapazität offline

Bei den gestrigen US Ölbestandesdaten zeigten die Bestände bei Rohöl höhere Abbauten als erwartet. Die Vorräte bei Benzin stiegen leicht an. Sturm Harvey bleibt momentan der wichtigste Faktor für die Ölbörsen. Der Sturm hat die Raffinerieaktivitäten reduziert, sodass die US Anlagen aktuell insgesamt etwa 3,6 Mio. B/T weniger Rohöl als normal verarbeiten. Die Nachfrage nach Rohöl nimmt um diesen Betrag ab. Die Rohölförderung wurde durch den Sturm zwar ebenfalls getroffen, allerdings sind die Ausfälle bei Weitem nicht so umfangreich wie bei den Raffinerien. Für Rohöl bedeutet dies, dass in dieser Zeit ein Überangebot am US Markt generiert wird, das durch die geschlossenen Exportterminals an den Häfen nicht abtransportiert werden kann. Während die Preise für WTI durch den Sturm belastet werden, sorgen Abschaltungen an Raffinerien und Pipelines auf der Produktseite für Knappheiten. Die Marktteilnehmer reagierten gestern kaum auf die API Zahlen, oder auf die immer noch bullishen Produktionsausfälle Libyen. Heute Nachmittag werden die DOE Daten die Bestandsveränderungen und Zahlen zur Nachfrage, den Importen und der Rohölförderung liefern.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

29.08.2017

Ölbörsen durch Sturm Harvey volatil – Produktionskürzungen könnten verlängert werden

Der Einfluss von Sturm Harvey ist bearish für Rohöl und bullish für Produkte. Dieses Spannungsfeld erzeugt eine hohe Volatilität, da es für den Markt schwer abzuschätzen ist, welcher Einfluss wie lange überwiegt. Die Raffinerieausfälle könnten deutliche Bestandsaufbauten bei Rohöl verursachen.

Die USA exportieren in der Regel Produkte nach Südamerika, sind nun in der Versorgung allerdings auf Importe angewiesen. Südamerikanische Länder werden nun andere Bezugsquellen zur Überbrückung suchen müssen. Die Konstellation hat damit das Potenzial die Versorgungslage bei Benzin nicht nur regional sondern auch global zu verknappen.

Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsdaten, die zur Wochenmitte auf der Agenda stehen. Die Produktionsausfälle in Libyen werden derzeit weniger intensiv im Markt diskutiert, bleiben aber dennoch eine stützende Komponente.

Die Futures haben sich von den späten Tagestiefs gestern wieder erholt, bleiben allerdings noch unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

28.08.2017

Preissprung durch Hurrikan Harvey – Libyens Ölförderung gesunken

Dem Ölhandel steht in dieser Woche vermutlich eine sehr volatile Woche bevor. Hurrikan Harvey sorgt für größere Probleme an der texanischen Küste als zunächst vermutet, wobei vor allem die Verfügbarkeit von Produkten betroffen ist. Dies lässt die Produktpreise deutlich steigen, während die Rohöl-Futures weniger stark nachziehen. Der Preisunterschied zwischen Produkte und Rohöl (Spread) nimmt daher zu und baut Spannungen im Markt auf.

Sturm Harvey befindet sich noch immer über Texas und sorgt weiter für Probleme bei der Versorgung. Erst wenn mit den Aufräumarbeiten begonnen wird können Experten abschätzen, wie stark die Schäden und Ausfälle sein werden.

Stützend sind aber auch die Meldungen aus Libyen, wo die Probleme mit blockierten Pipelines durch bewaffnete Gruppen nicht abzunehmen scheinen.

Dieser Entwicklung wirkt allerdings der schwächere Dollar-Kurs entgegen, der die gehandelten Ölpreise für das Inland günstiger macht.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

25.08.2017

Rohöl günstiger, Produkte teurer – Hurrikan Harvey stärker als erwartet

Kurzfristig ist Hurrikan Harvey im Golf von Mexiko im Zentrum des Interesses für die Marktteilnehmer an den Ölbörsen. Erfahrungsgemäß überwiegt bei einem Sturm zunächst allerdings der bullishe Einfluss. Die meisten Marktteilnehmer werden nicht bereit sein Short-Positionen aufzubauen, wenn Produktengpässe oder Schäden und längere Raffinerieausfälle drohen. Harvey sollte die Preise an ICE und NYMEX daher tendenziell stützen.

Langfristig bleibt daher das Spannungsfeld aus einer kurzfristigen Unterversorgung und einer erneut drohenden Überversorgung in 2018 bestehen, wenn Libyen, Nigeria und USA ihre Ölförderung weiter steigern können, die saisonale Nachfrage im ersten Halbjahr 2018 sinkt und die koordinierten Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern womöglich auslaufen.

Wegen des stützenden Einflusses von Hurrikan Harvey ist mit steigenden Inlandspreisen bei Heizöl und Diesel zu rechnen. Anders bei Benzin: hier deuten sich saftige Preissteigerungen an, auch in Bezug auf die Bahn- und Transportprobleme in Deutschland.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

24.08.2017

Preissprung nach DOE Daten – Hurrikan nimmt Kurs auf US Küste

Die US Rohölbestände sind in der achten Woche in Folge gesunken und deuten weiter daraufhin, dass die Kürzungen bei Produktion und Exporten der OPEC mit Nicht-OPEC Ländern ihre Wirkung zeigen. Der Markt reagiert zwar auf die knappere Verfügbarkeit, allerdings bleibt das Grundproblem bestehen, ob die Kürzungen ausreichen werden, damit die Bestände auch dann noch sinken, wenn die US Ölförderung steigt, Libyen und Nigeria unverändert auf hohem Niveau fördern und die Raffinerienachfrage nach Rohöl durch Wartungsarbeiten ab September schrumpft.

Wegen des tropischen Tiefdruckgebiets im Golf von Mexiko hält man sich derzeit mit Short-Positionen zurück. Der Sturm könnte Ölförderung und die Produktion an den Raffinerien negativ beeinflussen, was die Preise tendenziell stützt.

Nach der Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen gestern Nachmittag deuten sich heute Morgen deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

23.08.2017

Futures nach API weicher – Erneute Probleme am Sharara Ölfeld

Die libysche Ölförderung erweist sich in den letzten Tagen als etwas unzuverlässig. Hier kommt es in dieser Woche bereits zum zweiten Ausfall am Sharara Ölfeld. Die Probleme scheinen allerdings relativ von kurzer Dauer zu sein.

Trader werden heute wieder die US Ölbestandsdaten des DOE nutzen, um die Marktlage einzuschätzen. Wegen der relativ niedrigen Preise von WTI zu Brent ist mit hohen US Rohölexporten zu rechnen, während die Raffinerieaktivität zwar rückläufig aber dennoch auf hohem Niveau erwartet wird. Jedoch steigt die US Ölproduktion derzeit stark an und könnte ein neues Rekordniveau erreichen. Zudem haben Trader bereits das Ende der nachfrageintensiven Sommermonate im Fokus, womit der Bedarf an Rohöl wieder sinken wird.

Entsprechend stehen die Daten des DOE heute Nachmittag im Fokus, während man mit einem Auge auch nach Wien auf das Meeting von OPEC und Nicht-OPEC Ländern schaut.

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

22.08.2017

Fester Start nach starken Vortagesverlusten – Ende der Sommernachfrage im Blick

Unterdessen hat sich am Markt zum Wochenauftakt insgesamt wenig Neues ergeben. Kurzfristig bleibt das Angebotsdefizit mit abnehmenden Beständen bestehen. Die knappe Marktlage ist sicherlich auf die Produktionskürzungen der OPEC zurückzuführen, allerdings begünstigt die saisonal starke Sommernachfrage diese Entwicklung ebenfalls. Im September wird diese Nachfrage dann sinken, wenn die US Raffinerien Wartungsarbeiten durchführen. Dann könnten sich wieder Bestandsaufbauten bei Rohöl ergeben.

Im kommenden Jahr steht dann auch noch das Ende des aktuell laufenden Deals zwischen OPEC und Nicht-OPEC Länder an. Das Spannungsfeld aus einer kurzfristig bullishen Unterversorgung und einer langfristig zu erwarteten Rückkehr zum Überangebot bleibt damit weiter bestehen und hält die WTI Futures in einer Handelsspanne von etwa 45 bis 50 Dollar.

Bezüglich der OPEC wartet man in dieser Woche auf Ergebnisse vom technischen Meeting mit Nicht-OPEC Ländern in Wien, das gestern begonnen hat und bis Freitag andauern soll.

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

21.08..2017

Preissprung nach Raffinerieausfällen in den USA

Der Preissprung am Freitag wurde durch einen erneuten Raffinerieausfall in den USA verursacht. Da der Einfluss auf die Produktion allerdings klein sein soll, ist es nicht auszuschließen, dass der Preissprung etwas übertrieben gewesen ist.

Der Markt wird insgesamt knapper - da sind sich die Experten derzeit relativ einig. Abzulesen ist dies vor allem an den wöchentlichen US Ölbestandsdaten, aber auch an den monatlichen Berichten von IEA, EIA und OPEC. Die Rohölbestände fallen, aber die Frage über die Nachhaltigkeit ist noch nicht beantwortet.

Die Preise gehen dennoch nicht durch die Decke, denn der saisonale Nachfrageschub ebbt in der Regel zum September ab, wenn die meisten Raffinerien Wartungsarbeiten durchführen und der Bedarf an Rohöl somit sinkt. Der Markt bleibt somit weiter in einem Spannungsfeld aus einer kurzfristig bullishen Konstellation, einer langfristig allerdings eher bearishen Markteinschätzung.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish

18.08.2017

Technische Kaufsignale stützen – Futures erholen sich von 3-Wochentiefs

Die OPEC befindet sich auf einem guten Weg, die Bestände zu reduzieren und den Markt damit in ein Gleichgewicht zu bringen. Wann dieser Prozess allerdings abgeschlossen ist, ist schwierig zu sagen. Ende August und Anfang September führen viele Anlagen Wartungsarbeiten durch, wodurch sich der Bedarf an Rohöl reduziert.

Die starken Abbauten bei den Beständen ergeben sich daher aus der Kombination einer hohen Sommernachfrage der Raffinerien, dem höheren Eigenbedarf der OPEC Länder im Sommer zum Betreiben von Klimaanlagen sowie den bestehenden Produktionskürzungen. Auch wenn die Quotentreue der OPEC in den letzten Monaten gesunken ist, so werden die Bestände durch die hohe Nachfrage abgebaut.

Während der Ausfall einer Shell Raffinerie in den USA die Preise leicht stützt, sieht man hinter dem aktuellen Preisanstieg vor allem eine Gegenreaktion zu den starken Verlusten der letzten Tagen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

17.08.2017

Nach US Ölbestandsdaten – Futures mit 3-Wochentief

Die US Ölbestände sind zu einem Schätzwert für die Entwicklung der globalen Ölbestände geworden. Seit den Höchstständen im März sind die US Rohölvorräte um etwa 13% gesunken und liegen damit auch deutlich unterhalb der Niveaus vom letzten Jahr zu dieser Jahreszeit (490,5 Mio. Barrel). Setzen sich die starken Bestandsabbauten bei Rohöl weiter fort, könnte die Überversorgung in den USA Mitte Dezember vorbei sein.

Die aktuellen Daten des DOE deuten darauf hin, dass die Produktionskürzungen der OPEC ihre Wirkung zeigen. Die Preisniveaus sagen allerdings ganz klar, dass der Markt skeptisch bleibt. Die EIA korrigiert bei ihren Reports für die Monatsproduktion die Zahlen zwar regelmäßig nach unten, der Trend in der US Ölproduktion ist dennoch eindeutig und begrenzt damit die Aufwärtspotenziale an den Börsen.

In den frühen Morgenstunden kommen die Ölpreise leicht von den 3 Wochentiefs zurück, was nach einem derart starken Preisverfall wie gestern Abend nicht unüblich ist.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral bis bearish

16.802017

Futures ziehen in der Nacht wieder an – API meldet deutliche Abbauten

Die hohe Sommernachfrage, mit der WTI in den Bereich der 50 Dollar stieg, scheint abzuflauen. Vor allem die geringe Verarbeitung der Raffinerien in China hat dem Aufwärtspotenzial einen Dämpfer verpasst. Daran ändert auch der Trend der aktuell sinkenden US Ölbestände nichts, die während der Sommermonate ohnehin tendenziell sinken.

Vor allem in den USA scheint die Rohölproduktion gut zu laufen, denn man rechnet hier für September mit einer Rekordproduktion der Schieferölförderung. Dazu hat die Quotentreue der OPEC im Juli weiter abgenommen, während Libyen und Nigeria ihre Ölförderung hoch halten.

Mit dem Ende der starken Sommernachfrage vor Augen, wenn die Raffinerien im September mit ihren Wartungszyklen beginnen, ergibt sich insgesamt ein sehr begrenztes Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen. Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsveränderungen des DOE, die die Preise stützen könnten.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral

15.08.2017

Nachfrage in China und US Ölproduktion – Futures geben in der Nacht deutlich nach

Die chinesischen Rohölimporte waren dieses Jahr erstaunlich hoch, was dazu beigetragen hat, dass die Ölnachfrage in diesem Jahr bisher besser als erwartet ausgefallen ist In China zeichnet sich nun aber bereits eine Schwäche der Raffinerieauslastung ab, die so niedrig wie seit September 2016 nicht mehr gewesen sein soll. Dies deutet auf ein Abflauen des Bedarfs und steigende Vorräte hin.

In den kommenden Wochen rechnet man auch mit einer spürbar nachlassenden Nachfrage in den USA und anderen Ländern, wenn die Sommersaison vorbei ist. Mit dem Ende der Fahrsaison vor der Brust, tun sich die Marktteilnehmer schwer sich für Long-Positionen zu begeistern, zumal die OPEC Quotentreue zuletzt gesunken ist und das Kartell im Juli so viel Rohöl wie seit letztem Jahr nicht mehr gefördert hat.

Durch das insgesamt limitierte Aufwärtspotenzial orientieren sich die Futures daher erst einmal nach unten, zumal auch die steigende Rohölförderung der USA belastet.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral

14.08.2017

Stagnation unter 50 Dollar WTI – Keine neuen Impulse zum Wochenstart

Die sinkenden US Ölbestände der letzten Wochen waren für viele Marktteilnehmer ein Indiz, dass der Markt auf dem besten Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis ist und die Produktionskürzungen der OPEC ihren Effekt zeigen.

Die Quotentreue der OPEC ist im Juli zudem gesunken und damit deutlich niedriger als die Werte in der ersten Jahreshälfte. Laut IEA fördern die 22 Länder, die an den Produktionskürzungen beteiligt sind, mehr Rohöl als vereinbart.

Marktteilnehmer werden in den kommenden Monaten darauf achten, ob sich die Quotentreue der OPEC wie angekündigt wieder verbessert, oder die Anzahl der Abweichler zunimmt. Je näher das Ende einer koordinierten Produktionskürzung kommt, desto stärker neigen die Länder dazu von den Vorgaben abzuweichen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dies verhindert, dass die Preise momentan deutlich und dauerhaft über die 50 Dollar-Marke steigen.

Heute Morgen bleiben die Preise in etwa im Bereich ihrer Freitagshochs, da neue richtungsweisende Impulse fehlen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

11.08.2017

Immer noch kein Ende der Überversorgung in Sicht?

Im gestern veröffentlichen Monatsbericht der OPEC wird das Nachfragewachstum für die Jahre 2017 und 2018 höher eingeschätzt als erwartet. Weiter geht man davon aus, dass die Produktionsmenge von Nicht-OPEC Ländern schwächer sein wird als zuletzt einschätzt. Unterm Strich bedeutet dies, dass mehr Öl von der OPEC benötigt wird und sich die Marktlage verknappen wird. Wird der Deal zur Begrenzung der Produktionsmenge im kommenden Jahr beendet, würde die Ölförderung der OPEC um über 1 Mio. B/T zulegen, sodass die Produktion dann bei knapp 34 Mio. B/T liegen würde. Für das Gesamtjahr 2017 sowie 2018 schätzt das Kartell die Nachfrage nach OPEC Öl allerdings auf 32,4 Mio. B/T, sodass im kommenden Jahr wieder eine erhebliche Überversorgung droht, somit zeichnet sich noch immer kein Ende der chronischen Überversorgung ab. Der Konflikt zwischen Nordkorea und er USA belastet die Öl Börsen und könnte die Risikoprämien erhöhen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish

10.08.2017

Futures nach DOE in der Nacht fester

Die Preisniveaus bleiben an den Ölbörsen weiter auf hohem Niveau im Bereich des oberen Endes der Konsolidierungsspanne. Die Nachfrage ist derzeit hoch, doch nimmt diese im Herbst und Anfang Winter saisonal wieder ab, wenn die Raffinerien ihren Wartungszyklus beginnen. Trader wollen zudem erst einmal abwarten, ob es der OPEC tatsächlich gelingt die Quoten besser einzuhalten.

Die US Ölbestandsdaten von gestern hatten letztlich zwar einen leicht bullishen Einfluss, doch die hohen Benzinbestände sind ein Warnzeichen. Die Raffinerien verbrauchen viel Rohöl, produzieren aber auch viel Benzin, sodass die enormen Benzinbestände bei einem sinkenden Bedarf den Druck auf die Preise erhöhen können.

Das Säbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea ist ein zweiseitiges Schwert für die Ölpreise, wobei die sich momentan aufbauende Drohkulisse noch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Ölpreise hat.

Für heute erwarten wir moderate Preissteigerungen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

09.08.2017

Konsolidierungsphase setzt sich fort – WTI bleibt knapp unterhalb 50 Dollar

Die bereits in der letzten Woche angekündigte Konsolidierung unterhalb der 50 Dollar-Marke WTI hat sich auch gestern weiter fortgesetzt. Die OPEC beteuert zwar immer wieder die Produktionskürzungen einhalten zu wollen, während die Nachfrage in den letzten Wochen nach oben korrigiert wurde, für einen Anstieg über die 50 Dollar reicht dies bislang allerdings nicht.

Der Markt ist in diesem Sommer durch die Kombination einer höheren Nachfrage und der - zumindest weitgehenden - Umsetzung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern dennoch spürbar knapper geworden. Allerdings ist damit zu rechnen, dass ein deutlicher Anstieg über die 50 Dollar-Marke zu Verkäufen durch Hedgings der US Ölindustrie führen wird.

Trader warten nun aber noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Die Wiederinbetriebnahme der Pernis Raffinerie könnte einen bearishen Einfluss auf die Ölpreise haben, da dies die Produktverfügbarkeit in Europa wieder verbessert.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

08.08.2017

Futures vor OPEC Meeting weicher – 50 Dollar bleiben in Reichweite

Die OPEC hatte im Juli eine neue Höchstmarke für die Ölförderung 2017 und bei den Rohölexporten sogar einen neuen Rekord aufgestellt. Darauf deuten zumindest die vorläufigen Zahlen hin. Dafür zeichnet sich aber auch bei der Nachfrage ein positiver Trend ab. Durch diese hohe Nachfrage sind auch die Ölbestände zurückgegangen, selbst im Rekordmonat Juli. Dieser Umstand hält die Futures im Bereich der 50 Dollar Marke bei WTI.

Oberhalb dieser Marke nehmen die Investitionen in die Ölförderung wieder deutlich zu. Hedgings durch die US Ölproduzenten wirken wie eine Art natürlicher Widerstand, so lange keine Aussicht besteht, dass der Markt die Mehrmengen aufnehmen kann. Vorerst bleibt der Markt aber in seiner Konsolidierungsphase unterhalb der 50 Dollar. Das Aufwärtspotenzial sollte aber auch bei bullishen Meldungen eher begrenzt sein, da die US Ölindustrie schnell auf steigende Preise reagiert und ihre Produktion steigern kann.

Die Futures handeln, im Vergleich zu gestern Nachmittag etwas fester.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

07.08.2017

Konsolidierung auf hohem Niveau – WTI bleibt unterhalb der 50 Dollar-Marke

Die Ölpreise an den Börsen in London und New York legten im letzten Monat zwar deutlich zu, allerdings scheint im Bereich der 50 Dollar das Aufwärtspotenzial beendet zu sein. Oberhalb dieses Niveaus hatten US Ölproduzenten ihre Ölförderung stark ausbauen und durch Verkäufe absichern können. Diese Verkäufe fungieren auch jetzt wieder als eine Art natürlicher Widerstand.

Die Produktionskürzungen der OPEC, in Verbindung mit der steigenden Nachfrage in den Sommermonaten, haben die weltweiten Ölbestände in den letzten Monaten zwar reduziert, im Juli kletterte die Ölförderung des Kartells allerdings deutlich.

Heute und Morgen treffen sich OPEC und Nicht-OPEC Länder in Abu Dhabi zu einem weiteren technischen Meeting, bei dem es um die Einhaltung der Produktionsquoten gehen wird. Eine offizielle Quote für Libyen und Nigeria könnten ebenfalls mit auf die Agenda kommen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

04.08.2017

Höhere Preise beflügelt die Fracking Industrie

US Ölförderer steigern ihre Produktion weiter. Die vorgelegten Daten weisen darauf hin, dass die US Ölförderung im kommenden Jahr die Rekordmarke von 10 Mio. B/T erreichen wird. US Ölunternehmen sichern sich jetzt die Preise bereits ab, so können sie bei steigenden Rohölpreisen, die aktuell im Bereich der 50 Dollar liegen, neue Projekte umsetzen. Sind die Preise hoch genug damit die Förderung einer Ölquelle wirtschaftlich sinnvoll ist, verkaufen die Unternehmen die geplante Ölproduktion von dieser Quelle über die Futures Märkte schon bevor diese fertig erschlossen ist. Dies ist möglich, da über Futures auch Öl für die kommenden Jahre bereits heute gekauft und verkauft werden kann, so rentieren die Projekte auch bei wieder fallenden Preisen. Ausserdem arbeiten sie an der Effizienz der Anlagen, Ziel ist es bereits bei einem Preis von 40 Dollar pro Barrel rentabel zu sein.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

03.08.2017

Preise nach US Bestandsdaten fester

Die US Ölbestände haben zwar abgenommen und bestätigen damit einmal mehr die bullishe Situation. Marktteilnehmer werden in den kommenden Wochen abwarten, ob sich die OPEC wieder stärker an die vereinbarten Produktionskürzungen halten wird und die angekündigten Exportkürzungen für die USA und andere Länder Auswirkungen auf die Ölbestandsentwicklung haben werden. Im Hinterkopf hat man sicherlich auch schon das bevorstehende Ende der US Fahrsaison, die im September ausläuft.

Nicht unterschätzt werden darf das Hedging der US Unternehmen, die sich auf Preisniveaus von um die 50 Dollar eingestellt haben. Viele Unternehmen können bei diesen Preisen neue Projekte wirtschaftlich erschließen. Steigen die Preise daher über 50 Dollar, nimmt der Verkaufsdruck somit zu.

Die Stimmung im Markt ist in den letzten beiden Wochen durchaus bullish geworden, was die Notierungen stützt. Die Aufwärtspotenziale bleiben allerdings oberhalb der 50 Dollar stark limitiert.

Für heute deuten sich somit leichte Aufwärtsspielräume an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

02.08.2017

Charttechnische Abwärtskorrektur – API meldet unerwartete Rohölaufbauten

Produktionsausfälle in Nigeria, die erneute Beteuerung der OPEC, Produktion und Exporte zu limitieren, eine hohe Sommernachfrage, US Ölbestandsabbauten sowie ein nur noch geringes Wachstum bei den US Ölbohranlagen waren in den letzten Wochen die Signale, die auf eine Verknappung des Marktes hindeuteten. Die Maßnahmen der OPEC schienen zu fruchten, sodass WTI mit einer Rallye bis in den Bereich der 50 Dollar kletterte.

Dieses Niveau ist für den Markt ein Schlüsselbereich, denn mit steigenden Preisen wird die US Schieferölproduktion immer rentabler. Die 50 Dollar WTI sind daher zu einer Art Fixpunkt geworden.

Hinzu kommt, dass die Rohölförderung der OPEC im Juli offenbar auf ein neues Jahreshoch gestiegen ist. Neben der Produktion sollen aber auch die Rohölexporte im Juli zugenommen haben. Darauf deuten zumindest Schiffsdaten hin.

Für heute steht sicherlich der US Ölbestandsbericht des DOE um 16:30 Uhr im Fokus, nachdem das API Abbauten für Rohöl meldete.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bearish

28.07.2017

Nach Aufwärtsbewegung – folgen vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen?

Diese Woche nahm bisher eine relativ bullishe Entwicklung. Die Zusage Saudi-Arabiens, Kuwaits und der Vereinten Arabischen Emirate die Exporte zu kürzen, haben der OPEC geholfen die Preise zu stabilisieren. Noch Anfang Juli nahmen die Zweifel an der Wirksamkeit der Produktionskürzungen zu, nachdem die Quotentreue des Kartells im Juni gesunken ist.

Auch aus den USA kamen diese Woche bullishe Faktoren. Die Nachfrage nach Produkten ist in den Sommermonaten ziemlich solide und die Bestände fallen unterdessen ungewöhnlich stark. Zusammen mit den Maßnahmen der OPEC ergibt sich ein Gesamtbild, das darauf hindeutet, dass sich der Markt auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis befindet.

Auch wenn die Lage momentan kurzfristig leicht bullish geworden ist, darf nicht vergessen werden, dass die hohe Nachfrage saisonal ist und ab etwa September, mit den saisonalen Wartungsarbeiten wieder abnimmt.

Bleiben nun weiter stützende Meldungen aus, so könnte sich vor dem Wochenende eine gute Gelegenheit für Gewinnmitnahmen bieten.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

27.07.2017

Preise ziehen nach US Öl-Bestandesdaten DOE nochmals an

Unterm Strich ist die US Ölnachfrage zur Sommersaison sehr positiv zu beurteilen. Die Vorräte sind das 4. Mal hintereinander geschrumpft. Historisch gesehen sind die Vorräte immer noch auf einem hohen Niveau, jedoch sind seit Ende März mehr als 50 Mio. B/T aus den Lagertanks verschwunden. Nach dem Meeting der OPEC mit den Nicht- Opec Ländern reduzieren Kuwait wie auch die Vereinten Arabischen Emirate Ihre Exporte. Die Anzeichen darüber, dass die Strategie der OPEC funktioniert scheinen sich  zu verdichten. Doch Länder wie Brasilien, Kasachstan oder aber auch der Irak hatten angekündigt ihre Produktionskapazitäten steigern zu wollen. Auch aus Westafrika und der Nordsee könnten zusätzliche Mengen auf den Markt kommen, weshalb die zukünftigen Öl-Bestände langfristig schwierig einzuschätzen sind.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

26.07.2017

Bullishe Stimmung am Ölmarkt lässt Preise steigen

In Venezuela treibt der Präsident Maduro eine umstrittene Verfassungsreform voran, die international scharf kritisiert wird.. Die USA kündigt Sanktionen für Venezuela an, dies könnte auch die Rohölimporte betreffen. Barclays warnte daraufhin vor einer Risikoprämie - dies könnte die Ölpreise um 5 bis 7 Dollar anheben. Saudi-Arabien hat angekündigt seine Exporte drastisch kürzen, Nigeria soll neu eine Obergrenze für Exporte erhalten und die Einhaltung der Quotentreue innerhalb des OPEC-Abkommens soll stärker durchgesetzt werden. Da Nigeria eine Pipeline abschalten musste, wird die Exportmenge eh vorübergehend kleiner werden. Libyen ist bereits nahe an der Obergrenze seiner Produktionskapazitäten angelangt. Die US Schieferölproduktion scheint zu stocken da US Ölunternehmen weniger investieren. Die US Ölbestandsveränderungen API zeigten gestern viel höhere Rohölabbauten als erwartet. Zusammen mit der saisonal steigenden Ölnachfrage, sind die Meldungen aktuell sehr bullish was an der Börse zu steigenden Preisen führt.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish

25.07.2017

Preise nach OPEC Meeting stabilisiert – Rohöl am Morgen mit festem Start

In den USA sollen die Ölbestände letzte Woche erneut gefallen sein. Kurzfristig zur Verfügung gestellte und teurere Lagermöglichkeiten werden wieder abgeschafft, da man offenbar nicht davon ausgeht, dass die Ölbestände kurzfristig an ihre Kapazitätsgrenzen stossen werden.

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder haben beschlossen die Produktionskürzungen weiter durchzusetzen. Saudi-Arabien sprach von nicht näher genannten Mechanismen, mit denen man eine höhere Einhaltung garantieren wolle. Rückgänge bei den Exporten sind in den Sommermonaten nicht unüblich, da die Ölproduzenten im Nahen Osten mehr Öl für den Eigenbedarf benötigen. Zudem hatten die Saudis Exportkürzungen in entsprechendem Umfang bereits vor zwei Wochen angekündigt.

Für die OPEC bleibt das langfristige Problem allerdings bestehen, wie man die Maßnahmen im kommenden Jahr zurückführen will, ohne den Markt mit einem Schlag mit Öl zu überfluten. Nun wartet man am Markt auf die anstehenden US Ölbestandsdaten.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

24.07.2017

Warten auf OPEC Meeting – Preise nach Einbruch kaum verändert

Die OPEC hat sich mit dem Beginn der Sommermonate nicht mehr so strikt wie noch im Frühjahr an die vereinbarten Kürzungen gehalten. Dies dürfte vor allem an der saisonalen Nachfrage liegen.

Die OPEC gibt vor dem heutigen Meeting zu, dass man sich dem Ziel eines ausgeglichenen Marktes langsamer als erwartet nähere. Auch die US Ölproduktion legte in den letzten Wochen immer wieder zu und wird in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigend erwartet.

Wie die OPEC mit diesen Herausforderungen umgehen will, könnte sich bei den beiden Meetings klären. Die OPEC bleibt allerdings in einer Zwickmühle gefangen. Kürzt sie die Produktion weiter und hebt damit die Ölpreise an, nimmt die Ölförderung außerhalb des Kartells zu und vor allem die US Schieferölproduzenten dürften mit Investitionssteigerungen dankbar reagieren. Langfristig gesehen gibt es daher kaum Perspektive für eine Preisrallye, sollte es nicht unvorhersehbare Störungen im Angebot geben.

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish

21.07.2017

Gewinnmitnahmen und fester Euro – Abwärtspotenzial bei Inlandspreisen

Aktuell betreiben Marktteilnehmer vor allem Positionsmanagement, Die Unsicherheit ist relativ gross was OPEC und Nicht-OPEC Länder am Wochenende und nächste Woche Donnerstag beschließen werden. Der gestrige Durchbruch der 50 Dollar bei Brent hat vermutlich einige Marktteilnehmer dazu verleitet Gewinne mitzunehmen. In den letzten Tagen ist die Stimmung an den Ölbörsen von bearishen zu bullish gekippt, nachdem die US Ölbestände in den letzten Wochen kontinuierlich gesunken sind.

Auf der anderen Seite bleibt aber das Potenzial Libyens, dessen Ölproduktion gestiegen ist. Auch Nigeria hat das Potenzial seine Förderung noch deutlich zu steigern. Auch die US Ölproduktion begrenzt das Aufwärtspotenzial der Preise. Die Produktion steigt stetig.

Ziehen die Preisniveaus an den Ölbörsen zu stark an, so reagieren die US Unternehmen sofort und erschließen mehr Ölquellen. Die OPEC ist daher in ihren Fähigkeiten begrenzt was Preissteigerungen angeht. Für die OPEC bleibt der Markt daher ein Drahtseilakt.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

20.07.2017

Futures nach bullishem DOE Bericht nahe Monatshochs

Der Markt war in diesem Jahr sehr ungeduldig. Mit der Ankündigung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern, setzte man zu Jahresbeginn sehr schnell auf steigende Preise. Nachdem die Bestände aber nicht wie gedacht gesunken sind, verlor man im März die Geduld. Bestandsabbauten, worauf man das ganze Jahr gewartet hatte, lassen sich nun aber bei den US Ölvorräten beobachten. Was die Raffinerien produzieren wird auch verbraucht, sodass die Bestände langsam aber stetig abnehmen. Für Trader sind die US Vorräte eines der wichtigsten Indizien, wenn es darum geht die Produktionskürzungen der OPEC auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Durch die positive Nachfrageentwicklung hat sich die Stimmung am Markt leicht zum bullishen verändert. Zu sehr können die Preise aber nicht steigen, denn dann würde die US Ölförderung wieder zulegen und die Verfügbarkeit erhöhen.

Für heute ergeben sich daher deutliche Preisanpassungen nach oben.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

19.07.2017

Steigende US- Schieferölproduktion für August?

Der aktuell günstige Dollar macht die in US Dollar gehandelten Futures interessanter für Investoren aus Europa und anderen Regionen und sorgt somit für Kaufinteresse an den Öl Börsen. Die US Ölbestandes-Veränderungen bei API haben bullishe wie auch bearishe Komponenten, zum einen weisen die höher als erwarteten Benzin- und Destillatbestände auf eine hohe Nachfrage hin, was üblich ist zu dieser Jahreszeit, zum anderen gibt es wieder Aufbauten anstatt Abbauten beim Rohöl. Die Marktteilnehmer warten nun darauf, ob die US Ölbestandsdaten des DOE die API Daten bestätigen. Neue Spekulationen über evtl. geplante stärkere Export- Kürzungen von Saudi Arabien bringt wieder Unruhe in die Börse… Im August wird mit einer steigenden US- Schieferölproduktion gerechnet. Der Bericht der EIA gab an, dass die Anzahl der gebohrten aber nicht vollständig erschlossenen Ölquellen in den USA – sogenannte DUC's - im Juni binnen einen Monats von 5.877 auf 6.031 gestiegen ist. Da diese Öl-Quellen nur wieder in Betrieb genommen werden müssen, geht dies vergleichsweise schnell, da das Öl bereits gefunden und die Reservoirs angebohrt wurden. Die hohe Anzahl an DUC's bedeutet daher, dass die Produzenten bei einem Preisanstieg ihre Förderkapazitäten relativ schnell steigern können.

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

18.07.2017

Ecuador verabschiedet sich von Produktionskürzungen – Futures geben nach

Die OPEC bleibt unter Druck, nachdem Ecuador nun offenbar einseitig die Einhaltung des Produktionsabkommens aufgekündigt hat. Zudem hielt sich die OPEC schon im Juni nicht mehr ganz so strikt wie in den letzten Monaten an das Abkommen. Die IEA ging von einer Quotentreue von 78% aus. Nach der Aktion Ecuadors könnten die Abweichungen der anderen Produzenten nun zunehmen, was die Preise sicherlich stark unter Druck setzen würde. Bleibt abzuwarten, wie sich die OPEC Mitglieder in den kommenden Tagen dazu äußern, insbesondere mit Blick auf die Anstehenden Meetings kommende Woche Montag und Donnerstag.

Die Marktteilnehmer sind daher etwas verunsichert, es ist ein ständiges hin und her zwischen belastenden Meldungen zum Angebot und stützenden Einflüssen der Nachfrage.

Marktteilnehmer warten in dieser Woche wieder gespannt auf die US Ölbestandsdaten und ob sich die Abbauten der letzten Wochen weiter fortschreiben. Die Rheinfrachten sind erneut gestiegen und die Lage bleibt nach wie vor angespannt.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish   

17.07.2017

Fester Start in die Woche – Warten auf OPEC

Die Geschwindigkeit, mit der die US Unternehmen neue Ölbohranlagen in Betrieb nehmen, schwächte sich in den letzten Wochen spürbar ab. Durch eine zeitliche Verzögerung von etwa 6 bis 9 Monaten wird sich dies aber erst im kommenden Jahr als Schwächephase beim US Ölproduktionswachstum zeigen.

Zusammen mit den in den letzten Wochen sinkenden US Ölbeständen und der Anhebung der Wachstumsprognose der IEA für die Ölnachfrage 2017, gibt es aktuell eine etwas positivere Stimmung im Markt als noch zuletzt. Shell Nigeria meldete Force Majeure auf seine Lieferungen, sodass sich auch das Produktionswachstum der letzten Monate abschwächen könnte.

Insgesamt zeigten die Monatsreports der letzten Wochen allerdings, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Versorgungslage 2018 besonders knapp werden wird. Sollten OPEC und Nicht-OPEC Länder ihre Produktionskürzungen beenden, so droht dem Markt gar eine drastische Überversorgung.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen insgesamt weiter Aufwärtsspielräume an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral        

14.07.2017

Bearishe Monatsberichte können Preise nicht nachhaltig drücken

Mehrere Experten und Analysten glauben, dass die OPEC die Produktionskürzungen intensivieren müsste, um die globalen Ölbestände schneller abzubauen. Mit einer solchen Maßnahme würde sich die OPEC allerdings ins eigene Fleisch schneiden, denn dies würde die Preise steigen lassen und das Ölwachstum außerhalb des Kartells, insbesondere in der US Schieferölindustrie, ankurbeln.

Stützend wirken sich aktuell die positiven Signale einer gestiegenen Nachfrage aus. Die IEA korrigierte in ihrem gestern veröffentlichten Monatsreport die bisherige Nachfrageeinschätzung 2017 weltweit nach oben. Zum Teil läge dies auch an der guten Nachfrage aus den USA und Deutschland, so die Begründung.

Allerdings zeigen die Monatsreports von dieser Woche auch, dass der Ölmarkt noch weit davon entfernt ist in ein stabiles Gleichgeweicht zurückzufinden. Auch wenn der Markt aktuell knapper wird, so schiebt die OPEC das Problem der Überversorgung vor sich her.

Fundamental neutral         Chartanalyse neutral        

13.07.2017

OPEC plant Sondertreffen - Bearishe Reaktion nach bullishen US Bestandsdaten

Wenn bullishe Daten eine Abwärtsreaktion hervorrufen, ist dies ein klares Warnsignal, dass die Stimmung extrem bearish ist. So geschehen nach den Bestandsdaten des DOE letzte und diese Woche. Die Bestandsabbauten bei Rohöl deuten eigentlich an, dass die Versorgungslage in den USA knapper wird, worauf man eigentlich gewartet hat. Doch beeindruckt ist davon offenbar niemand.

Die EIA hat die US Ölförderung für das kommende Jahr zwar nach unten korrigiert, allerdings wäre das noch immer ein Rekordniveau.

Die OPEC hat zwar keine so detaillierten Preiserwartungen veröffentlicht, dennoch kommt deren Monatsreport einer Bankrotterklärung gleich, denn die Förderung des Kartells stieg im Juni deutlich an. Die Zahlen der OPEC sind entsprechend alarmierend und zeigen, dass das Kartell seine Probleme nicht losgeworden ist. Vielleicht ist auch gerade dies der Grund, weshalb die Vertreter der OPEC am Montag zu einem mysteriösen Sondertreffen zusammenkommen werden, dessen Inhalt bisher nicht kommuniziert wurde.

Fundamental neutral / bearish        Chartanalyse neutral        

12.07.2017

Saudi-Arabien schummelt – Futures nach API Bericht fester

Gestern machten Berichte die Runde, wonach Saudi-Arabien im Juni 10,07 Mio. B/T gefördert haben soll. Dies wäre eine massive Steigerung gegenüber Mai und mehr als im Produktionsabkommen zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern vereinbart war. Der Monatsbericht der EIA bestätigt dies in der Tendenz. Das Kartell produziert deutlich mehr als unter dem Produktionsabkommen vereinbart. Auf das Gesamtjahr gerechnet wäre dies eine Verringerung der globalen Bestände um etwa 21,9 Mio. Barrel, was nicht ansatzweise dem Ziel entspricht die Vorräte um knapp 300 Mio. Barrel abzubauen.

Stützend ist allerdings die aktuelle Entwicklung der US Ölbestandsveränderung des API, wonach die Vorräte bei Rohöl deutlich gesunken sein sollen.

Trader warten heute auf den Monatsreport der OPEC. Der DOE Bestandsbericht um 16:30 Uhr kann dann den nächsten wichtigen Impuls für die Ölbörsen geben.

Nach dem Preisanstieg im späten Handel, deutet sich für heute Morgen eine Preisanpassung nach oben an.

Fundamental neutral / bearish        Chartanalyse bullish         

11.07.2017

Abwärtsbewegung ausgebremst – Analysten bleiben mehrheitlich bearish

Aktuell werden im Markt mögliche Produktionsbeschränkungen für Libyen und Nigeria abgewogen. Die Möglichkeit, dass die Fördermengen begrenzt werden stützt natürlich leicht, allerdings ist dies ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Sowohl Libyen als auch Nigeria müssten einer solchen Maßnahme zustimmen. Russland befasst sich offenbar schon mit dem Gedanken, wie man aus den Produktionskürzungen aussteigen kann.

Die Aufwärtsbewegung von gestern ordnet man Short-Covering zu und man glaubt eher, dass der Markt noch einmal versuchen wird die Tiefs vom 21. Juni zu testen, anstatt einen Aufwärtstrend zu entwickeln. Trader warten nun allerdings noch auf die wöchentlichen Bestandsdaten, bei denen die bisherigen Einschätzungen bullish sind.

Nach der Aufwärtsbewegung von gestern Abend generiert dies somit rechnerisch, moderates Aufwärtspotenzial.

Fundamental neutral / bearish        Chartanalyse neutral

10.07.2017

Futures zum Wochenauftakt wenig verändert – Bearishe Stimmung bleibt dominant

Trader ignorierten in der letzten Woche bullishe Meldungen wie die starken US Ölbestandsabbauten. Eigentlich hatte man genau auf solche Zahlen gewartet. Der Markt versteift sich jedoch derzeit auf bearishe Meldungen. Auch die Exporte legten im Juni zu und sollen rund 2 Mio. B/T über Juni 2016 liegen. Diese Entwicklung spricht absolut nicht dafür, dass sich der Markt auf ein Gleichgewicht zubewegt, weshalb die stützenden US Ölbestände in der letzten Woche keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisniveaus hatten.

Nigeria und Libyen könnten künftig eventuell in den Produktionsdeal zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern mit einbezogen werden. Allerdings ist eine Kürzung der Mengen unwahrscheinlich. Die OPEC bleibt weiter in ihrem Dilemma gefangen.

Mit diesem Ausblick ist eine langfristig bullishe Entwicklung bei den Ölpreisen nicht zu erwarten,

Weiteren Aufschluss über den Zustand des Marktes werden die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA geben, die diese Woche erwartet werden.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral bis bearish   

07.07.2017

DOE: Deutliche Abbauten beim US- Rohöl – trotzdem heute günstigere Preise

Die grösser als erwarteten Abbauten bei amerikanischen Ölproduktion liessen gestern die Preise an der Börse zuerst anziehen. Die Bestandsabbauten sowie die Nachfrageentwicklung sind eindeutig stützende Faktoren. Das einzige bearishe Element ist die gestiegene US Rohölförderung, die aktuell bei 9,34 mio. B/T liegt. Der Rückgang der US Ölförderung lag anscheinend wie vermutet am Einfluss von Tropensturm Cindy. Einen so bullishen DOE Report wie gestern gibt es selten, auch wenn der Markt nur kurzzeitig darauf reagiert hat. Analysten senken derzeit wieder reihenweise ihre Preisprognosen für Rohöl. Die Tatsache, dass die Preise nicht mit einer stärkeren Aufwärtsreaktion auf die DOE Bestandsabbauten reagierten, zeigt, wie bearish die Stimmung im Markt derzeit ist.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse bearish       

06.07.2017

Bullishe API Bestandesdaten

Die Rohölbestände wie auch Benzinvorräte haben abgenommen, während bei den Destillaten leichte Aufbauten verzeichnet wurden. Trader warten die US Ölbestandsdaten des DOE ab. Wenn die bullishen Zahlen des API bestätigt werden, könnte es eine erneute Aufwärtsbewegung geben. Die Deutsche Bank senkt Ölpreiserwartung für 2018 von 65 Dollar auf 54 Dollar. In der langfristigen Preiserwartung geht man davon aus, dass sich das Niveau bei etwa 60 Dollar etablieren wird. Als Grund nennt man die Annahme, dass die US-Ölförderaktivität erst in einem Preisbereich von unter 40 bis 45 Dollar nicht mehr rentabel sein würde. Die OPEC Exporte und die Ölförderung im Juni haben zugenommen. Zusätzliches Öl aus Nigeria, Libyen aber auch aus der US Schieferölindustrie verhindern weiter, dass die OPEC ihre gesetzten Ziele erreicht und die Ölbestände signifikant senken kann. Die Marktstimmung bleibt somit insgesamt weiterhin bearish.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral bis bearish

05.07.2017

Spekulationen über einen ausgeglichenen Markt?

Reuters wie auch Bloomberg gehen in den Vorabschätzungen für den Monat Juni davon aus, dass die Ölproduktion der OPEC und auch die Exporte im Vergleich zum Mai gestiegen sind. Die steigenden Preise der letzten Tage sind vor allem das Resultat einer technischen Korrektur, die sich vereinzelt bullishe Meldungen zu Nutze gemacht hat. So konnten Trader Gewinne mitnehmen (Short- Corvering). Die iranischen Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass die Ölproduktion Irans im iranischen Monat Chordad, der zum 22 Mai beginnt, auf das höchste Fördernivau des Landes seit Aufhebung der westlichen Sanktionen gestiegen ist. Der russische Energieminister Alexander Nowak gab gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti an, der Markt sei bereits auf dem Weg zurück in ein Gleichgewicht. Man ist dieser Prognose gegenüber jedoch skeptisch und will endlich Zahlen sehen, die das auch bestätigen. Die Marktteilnehmer warten nun auf die anstehenden Monatsreports von EIA, OPEC und IEA, die in der kommenden Woche Dienstag, Mittwoch bzw. Donnerstag veröffentlicht werden.

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral

04.07.2017

Immer noch steigende Ölpreise

Mit dem heutigen US Feiertag (Independence Day), wird eher ein impulsarmer Börsentag erwartet. Auch wenn die Ölpreise die letzten Tag um mehrere Dollar pro Barrel angestiegen sind, so notiert die US Rohölsorte mit ihrem gestrigen Schlusskurs dennoch etwa -13,2% unterhalb des Eröffnungskurses vom Januar. Da die Nachfrage und die Angebots- Situation immer noch nicht ausgeglichen sind, wird es der OPEC, vermutlich nicht gelingen die globalen Rohölbestände auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau zu drücken. Die Quotentreue der OPEC und Nicht-OPEC soll laut JBC Energy im Juni von 102% auf 93% gesunken sein. Trotz der saisonal starken Sommernachfrage lässt die Nachfrageentwicklung zu wünschen übrig. Man geht davon aus, dass die aktuellen Aufwärtsbewegungen als Phasen gesehen werden müssen, in denen Trader ihren Fokus kurzfristig auf bullishe Einzelmeldungen legen.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish    

03.07.2017

Trendwende im Wachstum der US- Öl Förderanlagen?

Am Freitagabend kam es einer starken Preisrallye. Baker Hughes meldete für die vergangene Berichtswoche eine gesunkene Anzahl um 2 aktive US Ölbohranlagen. Dies ist das erste Mal seit Januar, dass die Anzahl von einer auf die andere Woche abnahm. Marktteilnehmer bewerten diese Meldung bullish. Man geht davon aus, dass das aktuelle Preisniveau zu niedrig ist und die US Ölförderung nicht weiter wachsen wird. Das könnte ein voreiliger Schluss sein. In Libyen soll die Ölproduktion wieder bei etwa 1 Mio. B/T liegen. Das Land, das von den Produktionskürzungen ausgenommen ist, fördert damit so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch wenn sich die OPEC Länder im Großen und Ganzen an ihre Kürzungen halten, so geht eine Umfrage bei Reuters davon aus, dass die Ölförderung des Kartells im Juni wieder zugenommen hat.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral