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13.11.2019

14.11.2019

Gasoil ICE London ($/to)

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14.11.2019

Ölfutures fester - Barkindo-Kommentare, US-Rohölbestände und technische Käufe stützten 

Der vom API gemeldete überraschende Rückgang der landesweiten Rohölbestände der USA sorgte Dienstagnacht an den Ölbörsen für einen kurzen Aufwärtstest.

Die EIA hat in ihrem am Mittwochabend veröffentlichten Monatsbericht ihre Prognosen zur weltweiten Ölnachfrage und zur Produktion für 2019 und 2020 jeweils in ähnlichem Umfang nach oben korrigiert. Somit haben sich bei der Einschätzung zur Marktlage in diesem und im kommenden Jahr nur geringfügige Veränderungen ergeben.

Was die US-Ölproduktion angeht, rechnet die EIA von 2019 auf 2020 mit einem Wachstum. Die OPEC hingegen, könnte ihre Erwartungen zum US-Produktionswachstum senken. Die EIA scheint etwas optimistischer zu sein, was die Entwicklung der amerikanischen Ölproduktion angeht.

Neben den kurzfristigen Produktionsprognosen bereiten einigen Experten vor allem die längerfristigen Erwartungen der EIA Sorge. Diese seien im Hinblick auf das Wachstumspotenzial der Schieferölproduktion überzogen.

Nach dem Anstieg von Mittwochnachmittag blieben die Ölfutures im Bereich der gestrigen Tageshochs. Daher deuten sich für das Inland heute Morgen Preisaufschläge an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bullish 

13.11.2019

Handelsstreit, Analysten und Bestandserwartung – Preise am Mittwoch niedriger 

Zum großen Thema "Handelsstreit" bleiben neue Entwicklungen aus. Trump betonte noch einmal, dass ein bedeutendes Phase 1 Handelsabkommen mit China bald umgesetzt werden könnte.

Bisher gibt es weder einen Ausweichtermin, noch einen Ort. Die Quintessenz ist, dass sich beide Seiten noch immer nicht einig geworden sind, und ohne verwertbare Fakten verliert die Aussicht auf ein Handelsabkommen mittlerweile seine stützende Wirkung.

Die US Schieferölindustrie wird, trotz aller Berichte eines langsameren Wachstums, auch in Zukunft weiter zulegen. Die OPEC kommt demnach auch nach Ansicht der IEA in Zukunft weiter unter Druck und wird nicht mehr so viel Öl wie bisher fördern und verkaufen können, ohne einen Preiseinbruch zu riskieren.

Auch die Marktlage insgesamt wird nun wieder bearish eingestuft, da stützende Wirkung eines möglichen Handelsabkommens aktuell nachlässt.

Mit der nachgebenden Entwicklung an den Ölbörsen von gestern Abend und den Morgenstunden, deuten sich nun auch für das Inland heute Morgen durchaus beachtliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: bearish                       Chartanalyse: neutral bis bearish 

12.11.2019

Bestandsabbauten in Cushing stützen – Unsicherheit bei Handelsstreit bleibt dominierend 

Es bleibt weiterhin so, dass die Ergebnisse im Handelsstreit zwischen USA und China der "entscheidende Auslöser" für Preisbewegungen an den Ölbörsen bleiben werden, so die Experten von AxiTrader. Bis klar ist, was beide Seiten tatsächlich auch schriftlich fixieren, wird dieses Hin und Her vermutlich weitergehen. Auch steht noch immer kein Termin oder Ort für eine Unterzeichnung des Teilabkommens "Phase 1" fest.

Die Monatsreports werden diese Woche in den Fokus rücken, von denen die EIA morgen Nacht den Anfang machen wird, den wir dann am Donnerstagmorgen in aller Ausführlichkeit zur Verfügung stellen werden.Nach dem Auf und Ab von gestern orientieren sich die Futures in den Morgenstunden wieder leicht nach oben, ohne aber deutlich anzuziehen und bleiben somit unter den Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deutet sich damit aber dennoch eine feste Tendenz zu gestern ab, sodass sich aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern ergeben. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

11.11.2019

Börsen starten weicher – Inlandspreise fester in den Montagmorgen 

Es scheint sich weiter alles um das Handelsabkommen zwischen USA und China zu drehen. Während die Chinesen betonten, dass das Teilabkommen der Phase 1 auch eine Rückführung der bestehenden Zölle beinhalten würde, lehnen die USA dies offenbar ab. Die Chinesen würden versuchen zu ihren Gunsten nachzuverhandeln, hieß es aus den USA, und Trump stellte klar, dass die Berichte, wie weit man die Sanktionen wieder abschaffen werde, nicht korrekt seien.

Unterdessen hatte der Iran am Wochenende bestätigt, dass man eine ausländische Drohne abgeschossen habe. Laut US Militär sei es keine Drohne der USA gewesen und bisher hat auch kein anderes Land aus der Golfregion den Verlust eines solchen Flugobjekts gemeldet. Nach der späten Rallye am Freitag geben die Futures an den Ölbörsen in den Morgenstunden nach. Dennoch bleiben die Futures über den Niveaus von Freitagnachmittag. Bei den Erwartungen für die Inlandspreise heute bedeutet dies, dass mit etwas festeren Preisniveaus zu rechnen ist. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

08.10.2019

Späte Gewinnmitnahmen – Preisnachlässe deuten sich an 

Die Präsidenten Xi und Trump haben noch immer keinen Termin für eine mögliche Unterzeichnung ihres Teilabkommens. Auch wenn aus den USA bisher keine Bestätigung kam, so hat das Handelsministerium Chinas angekündigt, dass die Strafzölle der beiden Länder bei einem Abkommen schrittweise aufgehoben werden.

Das zweite große Thema ist das OPEC Meeting in 3,5 Wochen. Vor wenigen Wochen hatte man noch mit einer Verstärkung der Kürzung gerechnet, doch in dieser Woche dreht sich die Erwartungshaltung diesbezüglich. Der OPEC Generalsekretär hatte diese Woche gesagt, dass man den Ausblick 2020 optimistischer als zuletzt sehe.

Kurzfristig stützt natürlich die Erwartung eines Handelsabkommens und dessen positiver Effekt auf das Ölnachfragewachstum, doch gibt es hier noch immer Unsicherheiten. Die fundamentale Konstellation schätzen wir also unterm Strich neutral ein. Die Futures handeln heute Morgen in einer noch engen Spanne, wobei Gasoil gestern am späten Abend noch an Boden verlor und sich bei den Inlandspreisen somit moderate Abwärtspotenziale ankündigen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

07.11.2019

Ölfutures bleiben nahe Vortagestiefs - DOE-Daten und Handelsstreit USA/China belasten 

Die Schätzungen der Analysten und die Daten des API hatten für die Woche zum 1. November auf einen Anstieg der US-Rohölvorräte hingedeutet. Allerdings meldete das DOE am Mittwochnachmittag einen wesentlich stärkeren Bestandszuwachs, als der API-Bericht ohnehin schon vermuten ließ.

Die USA und China suchen nach der Absage des APEC-Gipfels durch die chilenische Regierung derzeit einen neuen Ort, an dem die erste Phase eines Handelsabkommens unterzeichnet werden soll.

Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung gab gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am gestrigen Mittwoch an, das geplante Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping könnte auf Dezember verschoben werden, da noch keinen geeigneten Ort dafür gefunden wurde und sich auch noch uneins über Bedingungen ist, die festgelegt werden sollen.

Zunächst einmal werden sich die Marktteilnehmer jedoch an den aktuellen Markteinschätzungen von EIA, OPEC und IEA orientieren. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden immer noch leichte Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

06.11.2019

Gewinnmitnahmen nach 6-Wochenhochs – API Daten bisher ohne Impuls 

Auch wenn sich das Schieferölwachstum abschwächt, so wird die US Ölproduktion über viele Jahre hohe Wachstumsraten verzeichnen, während das Ölnachfragewachstum zwar positiv, aber geringer ausfällt. Der Bedarf an OPEC Öl wird so bis 2023 stetig abnehmen und sich erst danach wieder etwas positiver entwickeln. Das OPEC Meeting wird in den kommenden Wochen sicherlich ein zentraler Faktor für die Preisentwicklung. Bleibt eine Kürzung aus, ist fast sicher von einem Preiseinbruch auszugehen. Der andere wichtige Aspekt bleibt das anstehende Handelsabkommen zwischen USA und China. Hier hatten die Chinesen darauf hingewiesen, dass ein Deal in jedem Fall auch eine Reduzierung der Zölle beinhalten müsse.

Die Trader warten auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, die Zahlen zu Importen, Exporten, Nachfrage und Rohölförderung beinhalten.

Die gestern noch fundamental bullishe Konstellation hat sich für uns heute Morgen leicht abgeschwächt. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden leichte Aufwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

05.11.2019

Rallye zum Wochenauftakt – Kurzfristige Stimmung ist bullish 

Die USA und China wollen, trotz Absage des APEC-Gipfels in kommender Woche, weiter an einem Abschluss des Phase 1 Pakets festhalten. China prüfe nun mehrere Orte in den USA, wo ein solcher Schritt bei einem Treffen zwischen US Präsident Trump und seinem Amtskollegen Xi möglich sei, heißt es aus China.

"Die Märkte dürften mit der Erwartung an ein Handelsabkommen zwischen den USA und China weiterhin bullishe Positionen aufbauen.", so die Analysten." Der Irak wird wieder zunehmend von gewaltsamen Demonstrationen erschüttert, die eine potenzielle Gefahr für die Ölförderung darstellen.

Die Gewinnmitnahmen in der Nacht sind nach 2 Tagen Preisrallye nicht unbedingt überraschend. Doch kurzfristig bleibt die Stimmung bullish, was aktuell weitere Verluste begrenzt und die Notierungen in den Morgenstunden sogar wieder leicht stützt. Bei den Inlandspreisen deutet dies zu gestern Nachmittag nur wenig Veränderungspotenzial an, zu gestern Vormittag sind hingegen stärkere Preissteigerungen zu erwarten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral bis bullish 

04.11.2019

Preissprung vom Freitag – Deutlich höheres Niveau zum Wochenauftakt 

Die Größte Sorge der Marktteilnehmer in diesem Jahr sind die schlechten Konjunkturaussichten und das damit verbundene schwache Ölnachfragewachstum. In den USA hatten die Arbeitsmarktdaten am Freitag daher überrascht und so einen Impuls gesetzt, der darauf hindeutet, dass die größte Volkswirtschaft der Welt eventuell nicht ganz so schlecht dasteht, wie befürchtet.

Es ist zwar davon auszugehen, dass die Ölnachfrageprognosen bei den anstehenden Monatsreports kommende Woche nach unten korrigiert werden, doch dies dürfte zum Teil bereits eingepreist sein. Zum jetzigen Zeitpunkt wartet man eher auf Zeichen, dass die Talsohle durchschritte ist und der Ölbedarf wieder schneller wächst.

Die Aufwärtsbewegung vom Freitag war die stärkste seit Mitte September, als die saudischen Ölanlagen angegriffen wurden. Trader haben in den Morgenstunden zwar ein paar Gewinne mitgenommen, die Futures bleiben aber dennoch auf sehr hohem Niveau. Entsprechend deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen zunächst weitere kräftige Preissteigerungen zu Freitag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

01.11.2019

Preise nochmals deutlich nachgebend – US Ölproduktion auf Rekordhoch gestiegen 

Die EIA hat einen neuen Bericht zur US Rohölförderung vorgelegt, der einen Anstieg der Produktion aufweist. Unterdessen bleiben die Sorgen über das Nachfragewachstum weiterbestehen.

Die Aktivität der japanischen Industrie ist auf ein 3-Jahrestief gefallen und bereits gestern Morgen hatte der Einkaufsmanagerindex China auf eine sinkende Aktivität der Industrieleistung hingewiesen.

Die Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit könnten nun noch eingeschlafen sein, nachdem der APEC Gipfel in Chile, wo man auf einen Abschluss der Verhandlungen gehofft hatte, abgesagt wurde. Für die USA wäre der Deal die Grundlage für weitere Verhandlungen und weiterreichende wirtschaftliche Reformen im Verhältnis beider Länder.

Die Futures an ICE und NYMEX legten in den Morgenstunden zwar leicht zu und kamen somit von den späten Tagestiefs gestern zurück, aktuell geben die Preise allerdings wieder nach. Die Notierungen bleiben so unter den Niveaus von gestern Vor- und Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen weiter Abwärtspotenziale zu gestern abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish

 31.10.2019

Ölfutures erholen sich nur bedingt von Vortagesverlusten 

Anders als das API meldete das DOE am Mittwochnachmittag massive Aufbauten bei den landesweiten Rohölbeständen der USA. Zwar hatte die Auslastung der amerikanischen Raffinerien in der vergangenen Woche deutlich zugenommen, dafür sanken jedoch die Rohölexporte.

Brasiliens Präsident Bolsonaro gab am Mittwoch an, sein Land habe von Saudi-Arabien eine inoffizielle Einladung erhalten, sich der OPEC anzuschließen.

Bolsonaro selbst befürwortet eine Mitgliedschaft Brasiliens in der OPEC, müsste die brasilianische Regierung jedoch noch davon überzeugen. Sollte das Land tatsächlich Mitglied der OPEC werden und sich dann auch der Produktionspolitik der Organisation anschließen, könnte dies die mögliche Enthaltung Russlands bei stärkeren Produktionskürzungen nächstes Jahr möglicherweise ausgleichen.

Im frühen Handel belasteten heute enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Ölfutures. Eine stärkere Erholung von den Vortagesverlusten blieb bislang aus. Die Futures handeln nur knapp oberhalb der Vortagesschlusswerte. Da der EUR/USD relativ fest ist, deutet sich im Vergleich zu Mittwoch bei den Inlandspreisen immer noch Abwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

30.10.2019

Technischer Verkaufsdruck – Saudis zu weiteren Produktionskürzungen bereit

Die US Ölbestandsdaten nach Version des API aus der Nacht zeigen zwar einen Bestandsaufbau in Cushing, doch die landesweiten Vorräte sollen gesunken sein. Die Abbauten bei Rohöl deuten weiter auf eine hohe Raffinerieauslastung und vermutlich auch hohe Ölexporte hin.

Zweifel an einer stärkeren Produktionskürzung belasten die Ölpreise, denn schließlich erwartet man für das kommende Jahr, insbesondere die erste Jahreshälfte, eine deutliche Überversorgung.

Das Meeting der OPEC findet in 5 Wochen in Wien statt und wird vermutlich kein einfaches werden.

Der Handelsstreit zwischen USA und China, werde die Preise allerdings eher belasten als stützen, glaubt Analyst Brian Gilvary, Finanzvorstand der BP. Heute Morgen handeln die Ölpreise an ICE und NYMEX in einer engen Spanne. Dabei bleiben diese deutlich über den Vortagestiefs, aber eben auch ebenso deutlich unterhalb der Hochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich im Vergleich zu gestern Vormittag leichte Abschläge, zum Nachmittag jedoch Aufschläge an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish

29.10.2019

Preisnachlässe zeichnen sich ab – Technische Verkäufe und US Bestandsaufbauten 

US Präsident, Donald Trump, äußerte sich optimistisch, dass ein Handelsabkommen mit China bald unterzeichnet werden könnte. "Wir gehen davon aus, dass wir dem Zeitplan voraus sind, einen sehr großen Teil des China-Vertrags zu unterzeichnen. Wir nennen es Phase Eins, aber es ist ein großer Teil," so Trump.

Unterdessen deutet der stellvertretende Energieminister Russlands, Pavel Sorokin, an, dass man sich auf ein schwächelndes Wachstum der US Schieferölförderung einstellen und dies auch bei der anstehenden Entscheidung der OPEC+ Gruppe Anfang Dezember mit einbeziehen müsse. Nachdem der OPEC Generalsekretär in den letzten Wochen betonte, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen, könnte dies ein Hinweis sein, dass eine weitere Kürzung nicht so leicht durchzusetzen ist.

Der Markt hat sich an die positiven Kommentare zum Handelsstreit gewöhnt. Mit den Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden bleiben die Futures an der ICE noch oberhalb der Vortagestiefs, sorgen allerdings dafür, dass sich bei den Inlandspreisniveaus weitere Abwärtsspielräume andeuten. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

28.10.2019

Gewinnmitnahmen nach Monatshochs am Freitag – Charttechnik könnte Verkaufsimpulse geben 

In China wurden am Wochenende die Gewinne der Industrieunternehmen veröffentlicht, die im September zu Vorjahr gesunken sind. Schlechte Industriezahlen der Unternehmen sind immer ein Indiz für eine schwache Wirtschaftsleistung und Ölnachfragewachstum.

Geht es um die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum und um die Ölnachfrageprognosen, bleibt der Handelsstreit zwischen USA und China maßgeblich. Die Ölpreise werden weiterhin auf diese Nachrichten reagieren.

Im aktuellen Quartal wird der Markt durch die Winternachfrage zwar als ausbalanciert, sogar als leicht unterversorgt interpretiert, jedoch mit dem Blick auf das erste Quartal 2020 erwartet man die Rückkehr einer starken Überversorgung, die die Märkte belasten könnte. Nachdem sich der Sturm im Golf von Mexiko über das Wochenende aufgelöst hat, ohne dass es zu Schadensberichten von den Ölanlagen gekommen ist, präsentieren sich die Futures in den Morgenstunden etwas weicher. Die Gewinnmitnahmen fallen in den Morgenstunden allerdings noch recht zaghaft, sodass sich für das Inland aktuell keine deutlichen Preisveränderungen ergeben. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

25.10.2019

Sturm im Golf von Mexiko stützt – Charttechnik begrenzt Aufwärtsspielräume 

Trader hatten in der letzten Woche so wenig Long-Positionen bei WTI gehalten wie seit mindestens 2013 nicht mehr, während die Short-Positionen ebenfalls zulegten.

In dieser Woche fielen die US Rohölbestände, was die meisten Marktteilnehmer überraschte.

Im Golf von Mexiko stützt die Bildung eines neuen Sturmtiefs. Dieses könnte im Laufe des Tages zu einem tropischen Tiefdruckgebiet oder sogar zu einem Tropensturm heraufgestuft werden. Meteorologen gehen zwar davon aus, dass es nur kurz Bestand haben wird, doch die Ölproduktionen an den Ölbohrinseln im Golf und an der US Südküste könnten hiervon dennoch temporär beeinflusst werden.

Der Handelsstreit zwischen USA und China, sowie die OPEC Entscheidung über die Ölfördermengen Anfang Dezember werden mittelfristig im Fokus stehen.

Die Futures kommen in den Morgenstunden von ihren späten Hochs gestern zurück. Die Notierungen bleiben zu gestern Nachmittag und Vormittag aber noch immer auf hohem Niveau, sodass sich für die Inlandspreisniveaus Preissteigerungen abzeichnen. 

24.10.2019

Überraschend bullisher DOE Bericht lässt Preise steigen 

Das DOE überraschte den Markt gestern mit seinen Abbauten in allen drei Hauptkategorien (Rohöl, Destillate und Benzin). Der Preisanstieg an den Ölbörsen setzte allerdings schon deutlich vor Veröffentlichung der US Ölbestandsdaten ein.

Das nächste OPEC+ Meeting findet in 6 Wochen statt, sodass allmählich mit einer Zunahme der Kommentare der Mitglieder über mögliche Schritte der Gruppe zu rechnen ist. Aber auch das Meeting der APEC Mitte November wird vermutlich im Fokus stehen, denn dann treffen US Präsident Trump und der chinesische Ministerpräsident Xi aufeinander. Hier erwartet man, dass beide Seiten einen Grundvertrag für ein Handelsabkommen unterschreiben. Heute Morgen sind die Futures zunächst von den späten Hochs gestern zurückgekommen, bleiben seitdem aber in einer engen Handelsspanne. Der Euro hat sich etwas stabilisiert und handelt höher im Vergleich zu gestern Nachmittag. Bei den Inlandspreisen überwiegen noch immer die Preissteigerungen an der ICE von gestern Nachmittag und Abend, sodass sich aktuell höhere Niveaus andeuten.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

23.10.2019

Mögliche OPEC Kürzung sorgte für Volatilität – Aufwärtsbewegungen setzen sich nicht durch 

Das nächste OPEC Meeting, zu dem auch wieder die Partner der Nicht-OPEC Länder eingeladen sind, findet am 5. und 6. Dezember in Wien statt. Gerüchte und Kommentare zu möglichen Produktionskürzungen werden daher wohl zunehmen und die Volatilität am Markt erhöhen. Die Sorgen zur Nachfrage deuten darauf hin, dass die OPEC die bisherige Nachfrageprognose weiter nach unten korrigieren könnte.

Mit jeder Produktionskürzung gibt die OPEC Markteinteile auf, worüber sich die Gruppe ebenfalls sorgen müsse, so Analystin Caroline Bain. Ohne einen Beschluss für eine starke Produktionskürzung der OPEC oder ein umfassendes Handelsabkommen zwischen USA und China, der auch die Abschaffung von bestehenden Strafzöllen umfasst, bleibt eine nachhaltige Preisrallye weiter unwahrscheinlich.

Nachdem die Ölpreise an ICE und NYMEX gestern mit der Meldung zur OPEC kurzzeitig stark anzogen, wurden die Gewinne mit den bearishen Einflussfaktoren weitestgehend wieder abgegeben. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher heute Morgen nur kleinere Veränderungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

22.10.2019

Verluste in der Nacht ausgeglichen – Tendenz bleibt leicht bearish 

Marktteilnehmer fokussieren sich zunehmend auf die Versorgungslage im kommenden Jahr, was sich auch in der Ausrichtung der spekulativen Positionen zeigt.

Der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt einer der Schlüsselfaktoren für die globale Wirtschaftsentwicklung, für die Ölnachfrageprognose sowie für die Preiserwartungen. Hier gibt es positive Zeichen, nachdem Trump sagte, er gehe davon aus, dass man den Deal am Rande des APEC vom 16. bis 17. November unterzeichnen könne. Doch der US Handelsminister bremst die Erwartungen, er sehe keine Notwendigkeit den Deal zu finalisieren.

Der fundamentale Ausblick bleibt somit weiter leicht bearish. Die US Ölbestandsdaten in dieser Woche könnten erneut Aufbauten bei den Rohölvorräten ausweisen, darauf deuten erste Schätzungen hin.

Nach der Erholung der Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht haben sich auch die Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen von gestern Abend wieder egalisiert. Zu gestern Vormittag sind die Inlandspreisveränderungen gering, im Vergleich zu den Nachmittagserhebungen ergeben sich leichte Aufwärtspotenziale. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

21.10.2019

Trader setzten nicht auf WTI Rallye – Sorgen um Überangebot bleiben 

Die Effekte der Stürme von letzter Woche waren nur temporär und werden am Markt mittlerweile nicht mehr berücksichtigt. Tropensturm Nestor bewegte sich wie erwartet schnell über den Golf von Mexiko hinweg und hat sich mittlerweile über der US Ostküste weitestgehend aufgelöst, wenngleich es dort aktuell heftige Regenfälle gibt.

Aktuell wird der Markt zwar als knapp versorgt angesehen, was auch die Backwardation Konstellation bei Brent andeutet, wo der Frontmonat etwa 2 Dollar teurer ist als eine Lieferung in 6 Monaten. Allerdings zeigen die aktuellen Risikopositionen der spekulativen Trader, dass man nicht unbedingt auf eine Rallye setzt.

Der Blick auf das kommende Jahr und die mögliche Überversorgung in der ersten Hälfte verhindern derzeit Wetten auf stark steigende Preise, weshalb selbst geopolitische Risiken zuletzt kaum in der Lage waren die Notierungen an den Ölbörsen nachhaltig zu stützen. Momentan deuten sich damit bei den Inlandspreisen aktuell klare Nachlässe zu Freitag an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

18.10.2019

Schnee- und Tropensturm sorgen für kurze Rallye 

Der Brexit-Vertrag zwischen der britischen Regierung und der EU steht. Dies setzt den US Dollar etwas unter Druck, sodass in Dollar gehandelte Rohstoffe, wie Öl, für Investoren außerhalb der US attraktiver werden.

Was den Handelsstreit zwischen USA und China anbelangt, darf man noch nicht zu euphorisch sein. Während die US Ölbestandsdaten mit ihren gemischten Signalen gestern keine neuen richtungsweisenden Impulse in den Markt brachten, braut sich im Golf von Mexiko nun ein Tropensturm zusammen, der schon jetzt zu ersten Evakuierungen an Ölanlagen führt. Die Störungen bei Produktion und Verladung sind bullish für die Börsen, die gestern Nacht auf diese Meldungen entsprechend reagierten.

Während im Süden der USA starke Winde, schwerer Seegang und Überschwemmungen drohen, kommt aus dem Norden ein erster Schneesturm.

In den Morgenstunden kommen die Futures von den Vortageshochs zwar wieder zurück, im Vergleich zu den Erhebungen von gestern Nachmittag deuten sich dennoch leichte Preissteigerungen für das Inland an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

17.10.2019

Kein Brexit und bearishe API Bestandsdaten – Preise kommen vom Vortageshoch zurück 

In Sachen Brexit gibt es noch immer keine Einigung. Zwar gebe es eine Formulierung, der die EU zustimmen könnte, doch diese will nun offenbar erst auf eine Abstimmung der Briten warten, da der Premierminister noch keine Mehrheit hinter sich weiß.

Das britische Parlament tritt am Samstag zu einer Sondersitzung zusammen und könnte den Deal dann annehmen oder ablehnen. Marktteilnehmer glauben, dass die OPEC im Dezember weitere Produktionskürzungen beschließen wird.

Die Spannungen zwischen USA und Iran könnten wieder zunehmen, nachdem es Gerüchte gibt, die USA könnte, als Antwort auf die Angriffe auf saudische Ölanlagen im September einen Cyberangriff auf iranische Infrastruktur durchgeführt haben.

Nach den späten Tageshochs von gestern, gaben die Futures an ICE und NYMEX einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Dabei bleiben die Notierungen, insbesondere Gasoil, noch deutlich über den Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag. Für das Inland deuten sich heute unterm Strich nur geringe Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

16.08.2019

Futures nach volatilem Tag wenig verändert – Hohe Tankerpreise sorgen für Verschiebungen 

Der IWF hatte gestern das globale Wirtschaftswachstum – wie erwartet – nach unten korrigiert. Als Hauptursache für die schwache Entwicklung sieht man die Spannungen in Handelsfragen, die von den USA und China dominiert werden.

Dies stellt einmal mehr die Bedeutung der Verhandlungen der beiden Länder für Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum in den Fokus.

Die Kosten der Raffinerien steigen, sodass die Produkt-Futures zulegen, während die Nachfrage nach Rohöl am Spotmarkt sinkt. Die Frachtkosten haben so stark zugelegt, dass dies die Rohöl Preise für Futures besonders stark belastet und der Preisunterschied zu den Produkten zunimmt.

Die US Ölbestandsdaten werden in dieser Woche, wegen des US Columbus Day vom Montag, einen Tag später als üblich veröffentlicht. Die Zahlen des API werden daher erst heute Nacht und die Daten des DOE morgen Nachmittag zur Verfügung stehen. Da sich die Produkte im Vergleich zu Rohöl etwas fester präsentieren, zeichnen sich bei den Inlandspreiserwartungen steigende Niveaus zu gestern ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

15.10.2019

Preise starten mit herben Verlusten in die Woche – OPEC und Enttäuschung über Handelsabkommen 

Der Deal zum Handelsstreit zwischen USA und China wird zunehmend kritisch gesehen. "Das Abkommen bleibt vorläufig und es wird noch mindestens fünf Wochen dauern, bis es finalisiert ist," fassen die Analysten zusammen.

Für das kommende Jahr ist laut IEA vor allem im ersten Quartal mit einer massiven Überversorgung zu rechnen, sollte die OPEC+ Gruppe nicht mit weiteren Produktionskürzungen gegensteuern.

Unterdessen kommt der Markt wohl auch durch die massiv gestiegenen Frachtraten unter Druck. Die USA haben Cosco, einen der größten Anbieter von Öl Tankern, mit Sanktionen belegt, da einige Schiffe wohl Öl aus Venezuela und dem Iran transportiert hatten. Diese Schiffe wurden damit quasi vom Markt genommen und können nicht mehr gebucht werden, zumindest nicht, wenn man nicht gegen US Sanktionen verstoßen will.

Die Futures an der ICE geben in den Morgenstunden tendenziell nach und testen damit die Vortagestiefs. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen zu gestern erneut weitere Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

14.10.2019

Annäherung im Handelsstreit – Leichte Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden 

In Sachen Handelsstreit haben sich USA und China nun angenähert und Trump meldete am späten Freitag einen Durchbruch. Die vorläufige Einigung sieht unter anderem weitere Agrarimporte der Chinesen sowie eine Regelung im Umgang mit geistigem Eigentum und Finanzinvestitionen vor. Die USA werden im Gegenzug die angekündigten weiteren Sanktionen in Form von Zollerhöhungen aussetzen. Auch wenn dies nun sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung ist, so müssen die Details in den kommenden Wochen noch ausgehandelt und fixiert werden.

Dennoch könnte die Konstellation die Futures zu Beginn dieser Woche stützen, schafft die Annäherung der beiden größten Volkswirtschaften Optimismus, dass die Ölnachfrage sich doch etwas positiver als bisher erwartet entwickeln könnte. Auch die OPEC hatte letzte Woche mit ihrem Monatsbericht für bullishe Aspekte gesorgt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) könnte seinen Ausblick für das globale Wirtschaftswachstum am Dienstag weiter nach unten korrigieren. Bereits jetzt wird das Wachstum mit 3,2% für 2019 auf dem niedrigsten Niveau seit 2009 gesehen.

Bei den Preisen deuten sich entsprechend nun kleinere Preisveränderungen an. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: neutral 

11.10.2019

Preise ziehen in der Nacht deutlich an – OPEC und Handelsstreit stützen 

Das Meeting der OPEC im Dezember wird für den Markt in den kommenden Wochen zunehmend in den Fokus rücken. Dennoch wird man vor allem auf die Verhandlungen zum Handelsstreit zwischen USA und China achten. Die Sanktionen zwischen diesen Ländern gelten als einer der Hauptursachen für eine Eintrübung der weltweiten Konjunkturaussichten und das schwächere Ölnachfragewachstum. Schaffen es China und USA nicht ein Abkommen auszuhandeln, wäre dies "katastrophal" für den Markt.

In ihrem Monatsbericht hatte die OPEC die Prognose für die Ölnachfrage zwar nach unten korrigiert, allerdings auch die Aussichten für das Produktionswachstum außerhalb der OPEC herabgesetzt. Dadurch wird unterm Strich mehr Öl von der OPEC benötigen als man zuletzt annahm.

Die Trader starten in einen möglicher Weise, volatilen Tag, wobei sich die Notierungen noch in enger Spanne, aber auf hohem Niveau präsentieren. Der Euro/Dollar-Kurs musste leicht zu gestern nachgeben, sodass sich für das Inland unterm Strich deutliche Preissteigerungen zu gestern andeuten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral/bullish 

10.10.2019

Handelsstreit, türkische Offensive, Nigeria steigert Ölproduktion – Futures mit weichem Start 

Der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt, trotz diverser geopolitischer Risikofaktoren, weiter das wohl einflussreichste Thema am Markt.

Entsprechend lastet der Streit auf Wirtschaftswachstum und Ölnachfragewachstum, weshalb letzteres immer wieder nach unten korrigiert werden musste, so zuletzt eben auch beim EIA Monatsreport.

Die Destabilisierung im Nahen Osten, durch den Angriff der Türkei auf kurdische Stellungen in Nordsyrien, ist hingegen ein stützender Effekt. Auch wenn in der Region kein Öl gefördert wird, so könnte dies ein Erstarken des IS begünstigen.

Belastend wirkt sich die Meldung der OPEC aus, wonach man die Förderquote für Nigeria angehoben hat. Das Land hatte bisher immer wieder Probleme mit seiner Ölproduktion gehabt und unter Ausfällen gelitten.

Heute heißt es für den Markt aber erst einmal die Augen auf den OPEC Monatsbericht zu richten, der am frühen Nachmittag erwartet wird. Nachdem die Futures in der Nacht an Boden verloren haben, deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

09.10.2019

Futures unbeeindruckt von API Daten, EIA Monatsreport und Produktionsausfall in Ecuador 

Die US Rohölbestände sind in der Vorwoche deutlich stärker als erwartet gestiegen, was allerdings einen nur bedingt bearishen Einfluss auf die Preisniveaus hat.

Auch der Bericht der EIA scheint sich bisher nicht auf das Pricing an den Börsen auszuwirken. Dennoch rechnet die EIA mit nun fallenden Preisen in den kommenden Quartalen, da die erste Jahreshälfte bei der Nachfrage in der Regel schwächer ist als die zweite.

Unterdessen ist die Ölförderung an drei ecuadorianischen Ölfeldern eingestellt wurden. Der Energieminister hatte bereits Anfang der Woche gewarnt, dass dies notwendig werden könnte, sollten sich die Unruhen weiter ausbreiten und eskalieren.

Die Futures starten in einer engen Spanne in den Tag und Trader werden nun langsam die neuen Entwicklungen und Daten bewerten und einpreisen. In der momentanen Konstellation zeichnen sich bei den Inlandspreisen zu gestern Vormittag allerdings noch Abwärtspotenziale an, während sich im Vergleich zu den niedrigeren Preisen von gestern Nachmittag Preissteigerungen ankündigen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

08.10.2019

Ölpreise geben Kursgewinne in der Nacht ab – Monatsreports und Handelsstreit im Fokus 

In den letzten Wochen stand die schnelle Erholung der saudischen Ölförderung im Fokus. Gepaart mit den Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft und dem damit verbundenen pessimistischen Ausblick für das Ölnachfragewachstum, ging es für die Preise an ICE und NYMEX letzte Woche auf ein 2-Monatstief zurück.

Auch die Monatsreports werden in dieser Woche im Fokus stehen, und da könnte es zu neuerlichen Abwärtskorrekturen bei den Prognosen zur Ölnachfrage kommen.

Auf Angebotsseite werden Trader die Unruhen im Irak im Auge behalten, die sich potenziell auf die Exporte des Landes auswirken könnten, sollten diese noch länger anhalten und weiter eskalieren.

Letztlich bleibt der Fokus der Marktteilnehmer aber die globale Wirtschaftslage, die Verhandlungen zwischen USA und China sowie die Monatsreports.

Die Futures kamen in der Nacht von den Tageshochs gestern wieder zurück und notieren in etwa im Bereich von gestern Mittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für den Moment nur kleinere Preisanpassungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

 07.10.2019

Futures bleiben unter GD 7 – Warten auf Monatsreports und Handelsgespräche 

Nachdem sich die saudische Rohölförderung schneller als von den meisten erwartet wieder erholt hat, sind Befürchtungen einer knappen Versorgungslage nun erst einmal zur Seite gewischt worden. Im Irak gibt es momentan zwar Unruhen, die auch an den Ölbörsen registriert und beobachtet werden, bislang bleibt die politische Lage im Land allerdings stabil und die Ölförderung ist nicht gefährdet.

In der nördlichen Hemisphäre neigt sich die Sommernachfrage nun dem Ende entgegen, sodass Bestandsaufbauten begünstigt werden könnten. Ohnehin richtet sich der Blick der Marktteilnehmer zunehmend auf die kommende Versorgungslage in 2020, und ob die OPEC die Produktionskürzungen verschärfen wird.

Entscheidend für die 2020 Prognosen wird vor allem das Ölnachfragewachstum sein, das zu einem großen Teil auch von der Wirtschaftsentwicklung abhängt. Und gerade hier gibt es Zeichen, dass sich die Lage in den kommenden Monaten weiter abkühlt, nachdem die Konjunkturdaten zuletzt enttäuschten und die Handelsstreitigkeiten international eher zu- als abgenommen haben.

Die fundamentale Konstellation schätzen wir zum Wochenauftakt nun erst einmal neutral ein. Bei den Preisen deuten sich kleinere Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

04.10.2019

Technische Kaufsignale nach 2-Monatstief – Futures testen Vortageshochs

Unruhen sind im Irak in den vergangenen Tagen innenpolitisch zum wichtigsten Thema geworden. Für die Ölbörsen ist dies ein stützender Faktor, da das Land der zweitgrößte Produzent der OPEC ist. Politische Instabilität ist immer schlecht für die Ölproduktion eines Landes, wie man an Venezuela oder auch Libyen sehen kann.

Die Weltwirtschaft steht vor einer Rezession, was Aufwärtsbewegungen an den Börsen verhindert. Fallen dann die Wirtschaftsdaten auch noch kontinuierlich schlechter als erwartet aus, belastet dies natürlich die Futures. "Die globalen Wachstumsbedenken dürften die Preise weiterhin unter Druck setzen.

Gestern hatte sich der Markt darauf eingestellt, dass die Fed in diesem Monat erneut die Zinsen senken dürfte. Dies beflügelte die Aktienmärkte und somit auch die Ölbörsen, sodass diese von ihren 2-Monatstiefs wieder zurückkamen.

Mit der Aussicht auf eine weitere Zinssenkung der Fed und den Unruhen im Irak schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein und so zeichnen sich für die Preise leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bullish

03.10.2019

US-Rohölbestände legten deutlich zu

 

In der vergangenen Woche nahmen die landesweiten Rohölbestände der USA deutlich zu, während die Raffinerieauslastung zurückging. Die Vorräte an Benzin und Destillaten sanken dagegen.

Nachdem das API am Dienstag noch starke Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen gemeldet hatte, überraschten die vom DOE registrierten Aufbauten viele Marktteilnehmer vermutlich.

Die Ölfutures an ICE und NYMEX gaben in einer ersten Reaktion auf den DOE-Bestandsbericht weiter nach. Auch WTI hat mittlerweile das Tief von Dienstag unterschritten.

Somit ergeben sich bei den Preisen deutliche Preisabschläge.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish

02.10.2019

US Bestandsabbauten stützen in der Nacht – Fundamentale Markteinschätzung bleibt bearish

Experten hatten bei der neuen Runde der US Rohölbestände eigentlich mit Aufbauten gerechnet, doch das API meldete in der Nacht nun doch einen Rückgang bei den Vorräten, der zudem nicht zu knapp ausfiel. Marktteilnehmer warten auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, bei denen auch Daten zur Ölförderung, Nachfrage sowie Importen und Exporten veröffentlicht werden.

2019 ist ein Jahr mit außergewöhnlich vielen und starken Einschnitten beim Angebot. Neben den Anschlägen auf Saudi-Arabien sind hier noch die Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus zu nennen, die massiven Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe.

Mit der Aufwärtsbewegung an der ICE wurden einige starke Preisvorteile, die sich in der Nacht zwischenzeitlich noch angedeutet hatten, wieder ausgepreist. Dennoch bleiben die Futures noch unterhalb der Niveaus von gestern Mittag, sodass sich für heute Morgen unterm Strich aktuell dennoch leichte Preissteigerungen andeuten.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish

01.10.2019

Ölproduktion der Saudis höher als vor Anschlägen – Preise mit deutlichen Abschlägen zuerwarten

Ibrahim Al-Buainain, der CEO der Saudi Aramco, hatte in einem Interview am späten Abend gestern angegeben, dass man die Förderung mittlerweile nicht nur wieder auf das Niveau von vor den Anschlägen angehoben hat, sondern sogar etwas mehr produziere. Dennoch dürfte die durchschnittliche Förderung Saudi-Arabiens im September niedriger als in den Vormonaten ausfallen, da die Anschläge die Kapazität des Landes zeitweise stark negativ beeinträchtigt hatte.

Nachdem sich die saudische Ölförderung offenbar wieder erholt hat, werden sich die Marktteilnehmer wieder vermehrt auf die globale Wirtschaftslage und den Ausblick für die Entwicklung von Angebot und Nachfrage richten.

Die Futures kommen in den Morgenstunden von den Tiefs gestern Nacht etwas zurück, was als eine normale Gegenreaktion zu den starken Verlusten zu sehen ist, mit denen WTI auf ein 4-Wochentief gefallen ist. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish

30.09.2019

Handelsstreit im Fokus – Futures starten unbewegt in die neue Woche

Nachdem die Saudis einen Großteil ihres Produktionsausfalls offenbar wieder wettgemacht haben, richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer wieder vermehrt auf den Handelsstreit zwischen USA und China. So verwundert es nicht, dass sich der Druck aus den USA am Wochenende noch einmal erhöht hat. Dieser belastet weiterhin die globale Wirtschaft und damit auch das Ölnachfragewachstum.

Der Streit in Handelsfragen bleibt damit weiter ein heißes Eisen mit möglichen weiteren Sanktionen auf beiden Seiten. Experten hatten am Freitag zudem angedeutet, dass die bisherige Prognose für das Ölnachfragewachstum beim nächsten Monatsreport eventuell erneut nach unten korrigiert werden könnte.

Mit dem Waffenstillstand zwischen Saudi-Arabien und den Houthi Rebellen könnte ein Vorstoß für eine (teilweise) Befriedung der Region gestartet werden, mit der auch die Wahrscheinlichkeit von Angriffen wieder abnimmt.

Die fundamentale Konstellation bleibt für uns am Morgen erst einmal neutral. Der Markt könnte weiter volatil auf Nachrichten reagieren. Bei den Preisen deuten sich damit keine großen Veränderungen zu Freitag an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

27.09.2019

Ölfutures holten Verluste am Donnerstag wieder ein - Aktienmärkte stützten

Im Handelsstreit zwischen den USA und China schlagen die beiden Parteien weiter optimistische Töne an. Peking hoffe, dass „beide Seiten enthusiastischere Massnahmen ergreifen können, und pessimistische Sprache und Handlungen reduzieren. Sollte sich daran jeder halten, so würden die Handelsgespräche nicht nur wiederaufgenommen werden, sondern auch vorangehen und Ergebnisse bringen. Da die Trump-Regierung durch die Aufhebung einiger Zölle guten Willen gezeigt habe, sei Peking bereit, mehr Produkte aus den USA zu kaufen.

Unterdessen sind die Anschläge auf saudische Ölanlagen vom 14. September und der daraus resultierende Produktionsrückgang bereits größtenteils ausgepreist. „Es ist erstaunlich, wie schnell Saudi-Arabien die verlorene Produktion wiederherstellt hat.

Die Aussicht auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump verunsicherte die Märkte zuletzt neben dem Handelsstreit mit China zusätzlich. Einen stärkeren Einfluss auf die Ölbörsen hat dies bislang noch nicht, da es als unwahrscheinlich gilt, dass der von den Republikanern dominierte Senat das Amtsenthebungsverfahren zulassen wird.

für heute Morgen ergeben sich daher geringfügige Schwankungen für die Preise.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

26.09.2019

Ölfutures holten Verluste am Mittwochabend wieder ein - Trump-Kommentare stützten

Nachdem er noch am Dienstag bei der UN-Generalversammlung kritisierte, dass China sich bisher nicht an die gemachten Zusagen gehalten habe, sagte Trump am gestrigen Mittwoch, es bestehe „eine gute Chance“, dass man ein Handelsabkommen treffen könne. Obwohl die jüngsten Äußerungen Trumps am Mittwochabend an den Finanz- und somit auch an den Ölmärkten wieder zu einer leichten Erholung führten, dürften die Sorgen um die Ölnachfrage erst endgültig ausgeräumt sein, wenn es tatsächlich ein Handelsabkommen gibt.

In den USA scheint man mit den saisonalen Wartungsarbeiten bereits langsam zu beginnen. Darauf deutet zumindest der starke Rückgang der Raffinerieauslastung hin.

Was den Iran-Konflikt angeht, so scheint eine Annäherung zwischen den USA und Iran weiterhin unwahrscheinlich. Zu einem Treffen Ruhanis mit seinem US-Kollegen kam es daher bislang nicht. Unterdessen erteilte Präsident Trump dem amerikanischen Außenministerium am gestrigen Mittwoch die Erlaubnis, hochrangige Vertreter der iranischen Regierung die Einreise in die USA zu verweigern.

für heute Morgen deuten sich geringfügige Preisaufschläge an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

25.09.2019

Trump, Handelsstreit, API und Saudi-Arabien – Ölpreise deutlich weicher

Beim Handelsstreit zwischen USA und China hatte man zuletzt auf eine Annäherung und Zwischendeal gehofft. Trump kritisierte vor der UN Chinas Handelspolitik erneut scharf. Das Land habe sich bisher an die gemachten Zusagen nicht gehalten.

Saudi-Arabien scheint seine Ölförderung unterdessen wieder schnell steigern zu können, sodass die Zweifel, die am frühen Montag die Märkte noch gestützt hatten, mittlerweile erst einmal wieder passé sind. Gelingt es den Saudis ihre bisherige Förderung binnen kurzer Zeit wieder zu erreichen und zu halten, dann bleibt es dabei, dass es ohne eine erneute Produktionskürzung im kommenden Jahr wohl eine starke Überversorgung geben wird.

Die API Zahlen aus der Nacht fielen ebenfalls bearish aus, da bei den Rohölbeständen überraschend hohe Aufbauten gemeldet wurden. Marktteilnehmer warten nun auf die offiziellen US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Die Futures haben sich heute Morgen nur leicht von den gestrigen Tagestiefs erholt, für heute Morgen deuten sich starke Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral

24.09.2019

Warten auf Signale der UN Versammlung - Futures wenig verändert zu Vortag

Wie schnell die Schäden an den saudischen Ölanlagen behoben werden ist entscheidend für den weiteren Verlauf der Preise.

Schon Anfang kommender Woche soll die Produktion dann wieder das Niveau vor den Anschlägen erreicht haben. Unterdessen richtet sich der Blick heute auf die UN Generalversammlung in New York, wo eine Stellungnahme des US Präsidenten aber auch des Irans erwartet wird. Im Vorfeld bekamen die USA Rückendeckung aus Europa, da Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland den Iran ebenfalls offiziell als Drahtzieher der Anschläge sieht.

Ein Zeichen der Entspannung gibt es dennoch aus dem Iran. Die saudische Ölförderung und die geopolitischen Spannungen mit dem Iran werden den Markt noch mehrere Wochen bestimmen.

Die fundamentale Konstellation wird heute Morgen zunächst neutral eingestuft. Nachdem sich die Preise gestern Nachmittag von ihren zwischenzeitlichen Tiefs erholt haben, blieben die Futures bis in die Morgenstunden hinein nahezu unverändert, sodass sich aktuell nur geringe Preisveränderungen für das Inland abzeichnen.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

23.09.2019

Zweifel an Produktionssteigerung in Saudi-Arabien - Futures zu Freitag nahezu unverändert

Die Attacke auf die saudischen Ölanlagen vom letzten Wochenende bleiben weiter das dominante Thema. Die Saudis haben einen Plan zur schnellen Wiederherstellung der Anlagen und Ölförderung angekündigt.

Während die USA ihre Truppen am Persischen Golf aufstocken wollen um die Luftverteidigung Saudi-Arabiens zu unterstützen, dürfte sich der Iran davon eher provoziert fühlen. Dieser will bei der UN Vollversammlung einen Friedensplan für die Region vorschlagen.

Der Sturm Imelda, der am Freitag zu Ausfällen bei einigen US Raffinerien führte, zieht nun ab, sodass die betroffenen Anlagen der Exxon Mobil und Valero ihre Förderung wieder hochfahren.

Trader werden in dieser Woche vor allem die UN Vollversammlung im Blick haben, die am morgigen Dienstag in New York beginnen soll.

Nachdem die Ölpreise die zwischenzeitliche Abwärtsbewegung vom Freitagabend wieder ausgeglichen haben, und auch heute Morgen in etwa unverändert zu Freitag in den Tag starten, zeichnen sich bei den Inlandspreisen aktuell keine größeren Veränderungen zu Freitag ab.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

20.09.2019 

Marktteilnehmer behalten geopolitische Risiken im Auge

Zur Wochenmitte hatten sich die Gemüter an den Ölbörsen etwas beruhigt, es hieß, Saudi-Arabien könne seine Produktion nach den Anschlägen innerhalb weniger Wochen wieder auf Normalniveau steigern.

Der Angriff des Militärbündnisses unter saudischer Führung, der am gestrigen Donnerstag auf angebliche militärische Ziele im Jemen geflogen wurde, dürfte die Situation nicht entspannen. Auf Nachfrageseite ist man derzeit gespannt auf die Entwicklungen von Handelsgesprächen zwischen den USA und China.

Insgesamt halten wir die fundamentale Situation heute Morgen wieder für leicht bullish, da die Zweifel hinsichtlich der Erholung der saudischen Produktion bestehen bleiben und die geopolitischen Spannungen angesichts der Angriffe der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens im Jemen nicht abnehmen dürften. Nach dem Anstieg die Futures an ICE und NYMEX am Mittwoch orientieren sich diese zwar derzeit wieder leicht nach unten, allerdings von einem höheren Niveau aus. Der EUR/USD legt zwar derzeit leicht zu, bei den Inlandspreisen deutet sich heute Morgen dennoch Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

19.09.2019

US-Bestandsdaten und Dollar belasteten Ölfutures zur Wochenmitte leicht 

Am Dienstag hatte Saudi-Arabiens Energieminister mitgeteilt, dass die Ölproduktion des Königreichs bis Ende September wieder auf das Niveau steigen werde, auf dem sie vor den Anschlägen vom Wochenende gelegen hatte.

Die Huthi-Rebellen, die sich kurz nach den Anschlägen zu diesen bekannt hatten, versicherten am Mittwoch erneut, dass sie für die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen verantwortlich gewesen seien.

Die US-Ölbestände legten in der vergangenen Woche erneut zu. Zusammen mit dem weiterhin hohen Niveau der US-Ölproduktion deutet dies ebenfalls auf eine bislang noch entspannte Versorgungslage hin. Zudem dürfte auch die erwartete Entwicklung der Nachfrage einem starken Preisanstieg entgegenstehen, weshalb wir die fundamentale Konstellation heute vorerst weiterhin als neutral einstufen.

Nachdem die Futures an ICE und NYMEX am frühen Mittwochabend noch leicht nachgaben, die Ergebnisse des FOMC-Meetings den Dollar jedoch stützten, zeichnet sich bei den zu erwartenden Inlandspreisen heute Morgen leichtes Abwärtspotenzial ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

18.09.2019

Preise deutlich weicher zu Vortag – Saudische Förderung Ende September wiederhergestellt 

Wie viel und wie schnell können die Saudis ihre Ölförderung nach den Attacken am Wochenende wieder steigern? Dies ist die entscheidende Frage, die sich der Markt bei der aktuellen Preisfindung zu stellen hat. Unterdessen hat die USA erste Bilder der Anlagen in Saudi-Arabien veröffentlicht, die das Ausmaß der Schäden zeigen.

Die fundamentale Konstellation stufen wir nun wieder neutral ein, nachdem Saudi-Arabien wohl deutlich schneller als erwartet seine Förderung steigern kann. Während dies bearish auf die Preise wirkt, sorgt die Unsicherheit eines Militärschlages gegen den Jemen oder den Iran und dessen Folgen für ein gestiegenes bullishes Risikoempfinden am Markt. Zudem muss abgewartet werden, ob die Saudis die Produktionskapazitäten tatsächlich so schnell wie angekündigt werden steigern können. Nachdem die Futures an ICE und NYMEX am gestrigen Nachmittag deutlich nachgaben und auch heute Morgen auf dem niedrigen Niveau bleiben, zeichnen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen erhebliche Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

17.09.2019

Erneuter starker Preisanstieg zum Dienstag – Update aus Saudi Arabien erwartet 

Die Ölpreise werden in den kommenden Tagen weiter sehr volatil bleiben und das Handelsinteresse sehr hoch. Der weitere Preisverlauf wird davon abhängen wie schnell die Produktion der Saudis wieder hochgefahren werden kann und wie stark die Schäden an den Anlagen sein werden.

Das vorläufige Schadensbild von der Anlage in Abqaiq lässt vermuten, dass die Reparaturarbeiten lange andauern werden. Einige Teile müssten komplett neu gebaut werden, heißt es in ersten Schadenseinschätzungen. Genaueres wird heute Dienstag in einer Mitteilung bekannt gegeben, mit der dann wohl auch ein Update zur aktuellen Fördermenge kommt.

Währenddessen gibt es aus den USA bisher kein neues Update zur Frage des Schuldigen. Sollte es zu einem Angriff auf den Iran kommen, dürfte dies die gesamte Region weiter destabilisieren und die Preise stark stützen.

Da die Notierungen an den Ölbörsen auch gestern Abend wieder anzogen, deuten sich in den Morgenstunden erneut starke Preissteigerungen bei den zu erwartenden Inlandsnotierungen an. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

16.09.2019

Heftiger Preissprung nach Angriff auf saudische Ölanlagen 

Der Anschlag auf die saudischen Ölanlagen dominiert das Marktgeschehen. Der Umfang des Produktionsausfalls ist größer als alle anderen Ausfälle, die in den letzten Jahren beobachtet worden sind. Die Reaktion an den Märkten ist entsprechend stark bullish. Die USA machen den Iran verantwortlich für den Angriff auf die Ölanlagen.

Eine Annäherung zwischen USA und Iran scheint damit vom Tisch zu sein. Sollten Saudi-Arabien und/oder die USA militärisch auf die Angriffe antworten, so dürfte dies die Preise auch in den kommenden Wochen weiter steigen lassen. US Präsident Trump hat bereits angekündigt, dass er die Freigabe von Strategischen Reserven genehmigt hat, sollte dies im Zuge der Versorgungslage notwendig sein.

Von Saudi-Arabien erwartet man heute ein Update wie stark die Schäden sind und wie lange es dauern wird, bis die Produktion wieder in vollem Umfang laufe.

Der Preissprung sorgt dafür, dass die Inlandspreise zu Freitag anziehen. Entsprechend ist heute besondere Vorsicht bei der Preisung geboten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral bis bullish 

13.09.2019

Ölfutures starten oberhalb der Vortagestiefs in den letzten Handelstag der Woche 

Dass die IEA ihre Prognosen zum Nachfragewachstum in ihrem aktuellen Monatsreport nicht senkte, dürfte einige Marktteilnehmer überrascht haben. Dennoch konnte der Bericht keine bullishe Wirkung entfalten.

Während die Handelsstreitigkeiten und die Entwicklung der Konjunktur vor allem die Nachfrage beeinflussen, ist man am Ölmarkt nach dem gestrigen Treffen des Kontrollgremiums der OPEC+ nun auch gespannt, wie sich das Angebot weiter entwickeln wird.

Ob die OPEC+ Länder ihre Produktionskürzungen eventuell doch noch intensivieren müssen, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie sich die Beziehungen zwischen den USA und Iran weiterentwickeln.

Heute Morgen handeln die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst einmal nahezu unverändert zu den Vortagesschlusswerten. Auch der EUR/USD bleibt im Bereich der Hochs von Donnerstagabend. Bei den Inlandspreisen deutet sich aufgrund des starken Kursrutsches an den Ölbörsen im gestrigen Tagesverlauf jedoch im Vergleich zu den Erhebungen von Donnerstagvormittag immer noch deutliches Abwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral/bearish                Chartanalyse: neutral bis bearish 

12.09.2019

Trump erwägt Lockerung der Iran Sanktionen – Deutliche Preisabschläge deuten sich an 

Die OPEC hat die Erwartung an das Ölnachfragewachstum 2019 und 2020 in ihrem Monatsreport erwartungsgemäß nach unten korrigiert.

Der irakische Ölminister, Thamir Ghadhaban hatte am späten Abend gestern in einem Interview noch gesagt, dass weitere Kürzungen etwas seien, über das man sich Gedanken machen müsse, insbesondere wenn die USA ihre Sanktionen gegen den Iran lockern sollte.

Präsident Trump diskutiert offenbar eine Lockerung der Iran Sanktionen damit ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten ermöglicht wird.

Sollten die USA die Sanktionen gegen den Iran tatsächlich lockern und auf den Kompromissvorschlag des Irans über ein Atomabkommen eingehen, wird das zusätzliche Öl die Gefahr einer Überversorgung im kommenden Jahr nur noch verstärken.

Marktteilnehmer werden heute vor allem auf mögliche Kommentare zu den Iran Sanktionen warten sowie auf Äußerungen vom OPEC+ Meeting. Nach der scharfen Abwärtsbewegung an ICE und NYMEX gestern Abend deuten sich heute Morgen erst einmal starke Preisnachlässe für das Inland an. 

Fundamental: neutral/bearish                Chartanalyse: bearish 

11.09.2019

Futures nach Einbruch am Vorabend wieder stabil – US Politik, EIA und API 

In Sachen Iran hat die US Regierung immer wieder betont, dass man die iranischen Ölexporte auf Null drücken wird. Nun könnte es sein, dass der Ton gegenüber dem Iran aber auch Venezuela gemäßigter und die US Regierung kompromissbereiter sein wird.

Die EIA hat die Preisprognosen für Brent und WTI nach unten korrigiert. Auch erwarter man von der IEA am Donnerstag eine Korrektur des Ölnachfragewachstums 2019

Stützend wirkten sich in der Nacht allerdings die US Ölbestandsveränderungen des API aus, das bei Rohöl und Benzin starke Abbauten meldet. Trader warten auf die Zahlen des DOE am Nachmittag. Davor steht aber auch noch der OPEC Monatsreport am frühen Nachmittag auf der Agenda.

Nach dem gestrigen Auf und Ab an den Börsen hat sich der Handel in den Morgenstunden scheinbar zumindest etwas beruhigt. ICE Gasoil startet etwas fester im Vergleich zu gestern in den Tag, sodass sich bei den Inlandspreisen zumindest leichte Aufwärtsspielräume andeuten. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

10.09.2019

Erneuter Anstieg der Ölpreise – Technisches Aufwärtspotenzial nimmt ab 

Der neue Ölminister Saudi-Arabiens, Abdulaziz bin Salman, wird keinen radikalen Kurswechsel in der Ölpolitik des Landes oder der OPEC forcieren.

Als wesentliche Gefahren für die Balance am Ölmarkt identifizierte Abdulaziz den Handelsstreit zwischen USA und China. Zwar äußerte er sich nicht zu den aktuellen Kürzungen, allerdings sehen Analysten eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Abdulaziz den Druck erhöhen wird, dass die Mitgliedsländer der OPEC+ Gruppe ihre vereinbarten Quoten besser einhalten und die Kürzungen im kommenden Jahr eventuell noch einmal intensiviert werden.

Bei der Marktlage werden die Trader nun auf die Veränderungen bei den anstehenden Monatsreports blicken.

Angesichts der angedeuteten Abwärtskorrektur des Ölnachfragewachstums durch die IEA sehen wir einen Gegenpol zu den stützenden Faktoren am Markt, weshalb wir heute Morgen nun eine fundamental nur noch leicht bullishe Haltung einnehmen. Da die Futures in den Morgenstunden allerdings zunächst deutlich fester im Vergleich zu gestern Mittag notierten, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

09.09.2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.11 $  Crude (WTI): 57.14 $  Gasoil 585.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9890  Rheinfracht: 36.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr 

Saudi-Arabien tauscht Ölminister aus – Futures ziehen in den Morgenstunden an 

Der Ölminister der Vereinten Arabischen Emirate hatte am Sonntag in einem Interview bekräftigt, dass die OPEC und Nicht-OPEC Länder sich weiter verpflichtet sehen den Markt in Balance zu bringen.

Unterdessen hat sich in Saudi-Arabien am Wochenende ein Wechsel im Ölministerium ergeben. Nachdem Khalid al-Falih bereits vor einer Woche als Aufsichtsratsvorsitzender des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco abgelöst wurde, kam nun auch der Austausch an der Spitze des Ölministeriums.

Der Austausch des Ministers wird als Zeichen gesehen, dass der scheidende Khalid al-Falih in Bezug auf die Ölpreise seit 2016 nicht geliefert hat. Nun wird spekuliert, dass der neue Minister das Angebot stärker verknappen und die Preise damit stützen könnte.

In den Morgenstunden ziehen die Ölpreise an ICE und NYMEX an und reagieren damit auf den Wechsel des saudischen Ölministers. Mit dem Kursanstieg wurden die Freitagshochs bereits überschritten und bei den Inlandspreisen deuten sich nun deutliche Preissteigerungen für den Wochenauftakt an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

06.09.2019

Händler nutzten Preisanstieg nach DOE-Daten für Gewinnmitnahmen 

Die erste Euphorie darüber, dass sich die USA und China offenbar darauf geeinigt haben, die nächste Runde von Handelsgesprächen Anfang Oktober durchzuführen, verflog am Donnerstag relativ schnell. Die zuletzt wieder besseren Konjunkturdaten dürften die Marktteilnehmer im Vergleich dazu mehr beeindruckt haben.

Die wöchentlichen Daten des DOE zur Produktnachfrage schienen die Sorgen über eine schwächere Nachfrageentwicklung gestern zu bestätigen. Der leichte Rückgang der US-Ölproduktion sowie die Bestandsabbauten bei Rohöl, die mehr als doppelt so stark ausfielen wie erwartet, sprechen jedoch zumindest auf kurze Sicht noch für eine eher knappe Angebotssituation.

Die längerfristige Einschätzung der Situation hängt einerseits davon ab, wie schnell die USA und China sich auf ein Handelsabkommen einigen können und andererseits davon, ob die OPEC+ Länder ihre Produktionskürzungen noch einmal intensivieren. Die Futures an ICE und NYMEX blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Mittwochabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher noch einmal leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

05.09.2019

Ölfutures bleiben nach API-Daten fester 

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China steht bei den Marktteilnehmern weiterhin im Fokus, da er die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung der Ölnachfrage maßgeblich beeinflusst.

Welche Erwartungen die Experten hinsichtlich der Ölnachfrage haben, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Dann werden EIA, OPEC und IEA ihre aktuellen Monatsberichte veröffentlichen.

DOE meldete in seinem letzten Ölbestandsbericht einen Anstieg der Produktion. Damit erreichte die amerikanische Rohölproduktion in den wöchentlichen Schätzungen des DOE ein neues Rekordhoch. Nachdem die US-Rohölbestände in den vergangenen zwei Wochen abnahmen, rechnet das API für die aktuelle Berichtswoche wieder mit einem leichten Anstieg. Dies belastete die Ölfutures gestern Nacht noch.

Unterdessen hat Hurrikan Dorian in Florida deutlich geringere Schäden angerichtet als auf den Bahamas und ist nun in Richtung Norden unterwegs. Die Futures an ICE und NYMEX blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Mittwochabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich noch einmal leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

04.09.2019

Korrektur nach schwachem Dienstag – Futures im frühen Handel erholt 

Hurrikan Dorian hat auf den Bahamas eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und nimmt nun Kurs auf Florida. Der Sturm hat sich mittlerweile abgeschwächt und wurde von der höchsten Kategorie herabgestuft. Letztlich sollte sich der Einfluss des Hurrikans allerdings in Grenzen halten, solange keine Pipelines oder Raffinerien in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das Nachfragewachstum bei Öl dürfte bei den nächsten Prognosen der Monatsreports in der kommenden Woche wohl kaum positiv überraschen. Alles in allem bleibt die fundamentale Einschätzung unterm Strich leicht bearish, während man auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten wartet.

Die Futures an ICE und NYMEX haben sich nach dem Monatstief gestern wieder erholt und profitieren dabei von Short-Coverings und der Erwartung von Bestandsabbauten in den USA. Der festere Euro/Dollar-Kurs gleicht einen Teil des Preisanstiegs jedoch aus, macht er das in Dollar gehandelte Öl für den Import doch etwas günstiger. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit nur geringe Preisveränderungen am Markt an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

03.09.2019

Mehr Öl aus der OPEC – Futures mit einem weichen Start in die Woche 

Die OPEC hat im August offenbar mehr Öl als im Vormonat gefördert, so die Schätzungen von Reuters und Bloomberg. Ungewöhnlich ist der Anstieg aus saisonaler Sicht nicht unbedingt, denn im Sommer steigt die Nachfrage nach Öl in den arabischen Ländern in der Regel an.

Auch wenn die Verhandlungen zwischen USA und China bezüglich eines Handelsabkommens weitergehen, so glauben Marktteilnehmer nicht an eine schnelle Lösung, sodass die gegenseitigen Strafzölle das Weltwirtschaftswachstum und die Ölnachfrage ausbremsen werden.

Hurrikan Dorian könnte mit Überschwemmungen und starken Winden die Geschäftstätigkeit an der US Ostküste zudem einschränken.

Die fundamentale Marktlage ist damit in der Gesamtbetrachtung leicht bearish zu sehen, wobei Trader auch noch auf die offiziellen Monatsreports in der kommenden Woche warten. Wegen des US Feiertages gestern werden die US Ölbestandsdaten von API und DOE in dieser Woche einen Tag später als üblich veröffentlicht. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

02.09.2019

Ölpreise nach Korrektur vom Freitag mit weichem Wochenstart 

Am gestrigen Sonntag sind die neuen Strafzölle zwischen USA und China in Kraft getreten. Zwar bestätigte Trump am Wochenende erneut, dass es aktuell bei den angekündigten persönlichen Verhandlungen zwischen den beiden Delegationen kommen wird, doch letztlich geben Marktteilnehmer den Gesprächen kaum eine Chance für einen baldigen Durchbruch.

Sturm Dorian wurde mittlerweile zu einem Hurrikan der höchsten Stufe 5 und befindet sich an der Ostküste Floridas. Das Tief wird vermutlich die Ostküste entlang nach Norden ziehen und sich dabei nur langsam abschwächen. Der Sturm dürfte aber zu Problemen bei der Versorgung an der US Ostküste sorgen. Dies kann die Ölpreise zeitweise sogar belasten.

Nach dem Kursrutsch am Freitagabend zeigen sich die Futures heute Morgen leicht erholt, liegen aber noch immer weit unterhalb der Niveaus von Freitagmittag. Unterm Strich überwiegt aber dennoch der Einfluss der nachgebenden Öl-Futures, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen noch immer deutliche Preissenkungen zu Freitag abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

30.08.2019

Ölfutures fester - Hoffnungen hinsichtlich US/China-Handelskonflikt stützen 

Der Handelsstreit zwischen den USA und China nimmt weiterhin Einfluss auf die Entwicklung der Ölmärkte. Erst am gestrigen Donnerstag stützten Meldungen darüber, dass die beiden Großmächte weiterhin versuchen einen Termin für Gespräche von Angesicht zu Angesicht im September zu finden. Auch wenn die Meldungen über Gespräche die Ölbörsen am Donnerstagnachmittag stützten, bleibt der USA/China-Konflikt ein Faktor, der dauerhafte und signifikante Preisanstiege an den Ölbörsen verhindert. Obwohl die Nachfragesorgen aufgrund der starken US-Bestandsabbauten zuletzt wieder etwas zurückgingen, bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China ein Faktor, der das Wirtschaftswachstum und somit auch das Ölnachfragewachstum ausbremst.

Auf der Angebotsseite steht weiterhin das Wachstum der US-Rohölförderung den Produktionskürzungen der OPEC und ihrer Partner entgegen.

Die Ölfutures blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Donnerstag, wohingegen der Euro/Dollar-Kurs weiter an Boden verlor. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell leichtes Aufwärtspotenzial zum Vortag an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

29.08.2019

Bullisher Effekt der DOE-Daten lässt bereits wieder nach 

Mit den massiven Abbauten, die das DOE am Mittwoch für die US-Rohölbestände meldete, sind diese auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018 gefallen.

Auch in Sachen Nachfrage dürften die jüngsten Daten des DOE viele Marktteilnehmer vorerst einmal etwas beruhigt haben, denn die Produktnachfrage in den USA legte in der letzten Woche zu.

Hinsichtlich der weltweiten Nachfrageentwicklung erhalten die Sorgen der Marktteilnehmer wohl schon bald wieder neue Nahrung. Schließlich werden zum 1. September gegenseitige Strafzölle der USA und Chinas in Kraft treten, sollten die beiden Großmächte nicht doch noch kurzfristig entscheiden, von diesen Maßnahmen abzusehen.

Abgesehen davon treibt auch der immer wahrscheinlicher werdende Brexit die Händler um. Auf Seiten des Angebots zeigten sich am gestrigen Mittwoch, dass die US-Rohölproduktion weiterwächst. Da die Ölfutures nach dem Anstieg von Mittwochnachmittag heute Morgen wieder leicht nachgeben, deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell leichtes Abwärtspotenzial an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

28.08.2019

Ölpreise ziehen mit bullishen API Bestandsdaten deutlich an 

Sah es am Montag noch nach einer spektakulären Wende in Sachen Iran aus, so dürfte dies mit den Kommentaren Rouhanis gestern wieder vom Tisch sein. Es werde nur dann wieder Gespräche mit den USA geben, wenn diese vorab alle Sanktionen aufheben, so der iranische Präsident. Trump hatte sich bisher zwar noch nicht dazu geäußert, doch bleibt der US Präsident seiner Linie treu, dürfte ein Entgegenkommen ausgeschlossen sein.

Ohne die Aussicht auf neue Mengen aus dem Iran bleibt es bei der aktuellen Versorgungslage knapp.

Auch die US Ölbestandsdaten des API deuten auf eine knappere Verfügbarkeit hin. Kombiniert mit den Abbauten bei Destillaten und Benzin sind die Zahlen des API klar bullish zu werten.

Nachdem eine Lösung mit dem Iran erst einmal wieder vom Tisch ist und die US Ölbestandsentwicklung offenbar starke Abbauten liefert, ist die fundamentale Konstellation leicht bullish einzustufen. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell deutliche Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

27.08.2019

Handelskrieg und Iran-Verhandlungen – Futures nach volatilem Wochenstart unverändert 

Tump hatte beim G7 Gipfeltreffen gestern von einem Anruf Pekings gesprochen, bei dem China darum gebeten haben soll, dass man an den Verhandlungstisch zurückkehre.

Offenbar sind China und die USA durchaus daran interessiert ein Handelsabkommen zu schließen. Die Börsenkurse an ICE und NYMEX werden immer wieder auf Nachrichten aus diesem Bereich reagieren, da der Handelskrieg zwischen USA und China einer der größten Belastungsfaktoren dafür ist.

Überraschend kommt auch Bewegung in den Iran-Konflikt. Lehnte Trump bisher ein Meeting mit dem iranischen Amtskollegen strikt ab, so sei er nun unter gewissen Vorbedingungen bereit sich mit dem iranischen Präsidenten zu treffen.

Unterdessen ist auch weiter der Tropensturm Dorian im Auge zu behalten. Dessen Kurs hat sich weiter nach Norden verlagert, sodass die Gefahr etwas gesunken ist.

Die Futures bleiben in den Morgenstunden unterhalb der Niveaus von gestern Vormittag und dem frühen Nachmittag. Unterm Strich deuten sich für das Inland leichte Preissenkungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

26.08.2019

Eskalation im Handelsstreit – Futures starten mit Verlusten in die neue Woche 

Eigentlich hatte sich in den letzten Wochen die Hoffnung einer Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China breitgemacht.

Am Freitag eskalierte der Streit zwischen Washington und Peking aufs Neue, als China neue Zölle auf US Güter ankündigte. Trump reagierte Freitagnacht mit einer Gegenmaßnahme und hob die Zölle auf Importe aus China an.

Trump sagte im Rahmen des G7 Gipfels am Wochenende zwar, dass er über die Strafzölle nochmals nachgedacht hatte, das Weiße Haus stellte dann allerdings klar, dass Trump damit meinte, dass er bedaure die Zölle nicht stärker angehoben zu haben. Unterdessen hat sich im Atlantik ein neuer Tropensturm gebildet. Ob die Sturmformation allerdings in den Golf von Mexiko eindringt und damit eine Gefahr für die US Ölindustrie wird, ist noch nicht vorherzusagen.

Die Futures starteten in den Morgenstunden mit neuen Tiefs zu Freitag, zogen danach aber wieder an. Damit deuten sich für das heute Morgen zunächst erhebliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

23.08.2019

Enttäuschende US-Daten belasteten Ölfutures vor Jackson Hole Symposium 

Während der Markt auf die nächste offizielle Runde von Handelsgesprächen zwischen den USA und China wartet, stand in dieser Woche die Geldpolitik im Fokus. Vor allem das Treffen internationaler Notenbänker in Jackson Hole, Wyoming, wurde mit Spannung erwartet und könnte dem Markt kurz vor dem Wochenende neue Impulse geben.

Die Sorgen im Hinblick auf die Ölnachfrage wurden zuletzt durch den Rückgang der Produktnachfrage in den USA sowie durch enttäuschende amerikanische Industriedaten verstärkt.

Auch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran gehört weiterhin zu den Faktoren, die einen stärkeren Preisrückgang verhindern.

Dies ändert vorerst nichts daran, dass man für das kommende Jahr wieder mit einem Überangebot rechnet. Vor allem die Entwicklung der Handelsgespräche zwischen den USA und China bleibt ein Unsicherheitsfaktor, der das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage beeinflussen dürfte.

Die Ölpreise bleiben heute Morgen deutlich unterhalb der Niveaus von Donnerstagmittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen dennoch leichte Preisaufschläge an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

 22.08.2019

Ölpreise geben am Morgen nach – DOE Daten konnten Futures nicht stützen 

Die US Rohölbestände sind laut DOE stärker als ursprünglich erwartet gesunken, wenn auch nicht so deutlich wie vom API angekündigt. Doch bei Benzin und Destillaten zeigen sich Bestandzunahmen. Die US Fahrsaison geht noch zwei Wochen und Aufbauten bei den Produkten sowie schwache Nachfragedaten sind für die Trader ein Warnsignal.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben wieder etwas zugenommen. Der iranische Präsident drohte: sollten die USA die Ölexporte des Iran auf null reduzieren, würden die internationalen Wasserwege nicht mehr die gleiche Sicherheit wie zuvor haben. Unterdessen schließt sich nun auch Australien mit Kriegsschiffen der US geführten Mission an der Straße von Hormus zur Sicherung der Schifffahrt an, nachdem auch Großbritannien sich schon beteiligt hat.

Die saisonale Nachfrage nach Rohöl ist in dieser Jahreszeit hoch, sodass die globalen Rohölbestände in der zweiten Jahreshälfte wohl sinken werden. Aber für 2020 wird bereits die Rückkehr der Überversorgung angenommen, die besonders im ersten Quartal umfangreich ausfallen dürfte. Dies beschneidet das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen.

unterm Strich deuten sich bei den Preisen aber dennoch leichte Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

21.08.2019

Futures nach bullishen API Daten in der Nacht fester

Trader haben sich zuletzt vor allem auf den Handelsstreit zwischen USA und China konzentriert. Auch wenn die Zahlen zum Ölnachfragewachstum durch die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC zuletzt nach unten korrigiert wurden, bringt die Entwicklung etwas Hoffnung.

Vor zwei Wochen meldete das API Abbauten von -3,4 Mio. Barrel, das DOE zeigte allerdings einen Anstieg von +2,3 Mio. Barrel. Der positive Einfluss der Kommentare zum Handelsstreit zwischen USA und China dürfte eingepreist sein, so dass es hier weitere Positivmeldungen bedarf, damit dies weiter stützt. Die Zahlen des API sorgen für eine Bodenbildung und einen leicht bullishen Grundton, wegen der Abweichungen zu den DOE Zahlen der letzten Wochen werden sich Trader aber wohl noch bis zum Mittag zurückhalten.

Im Vergleich zu gestern Mittag notieren die Futures an der ICE höher, während der Euro nur minimal zulegen kann. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen momentan somit moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

20.08.2019

Optimismus im Handelsstreit stützt die Ölpreise – Futures zum Morgen fester

Trump hatte in der letzten Woche einige der neuen Strafzölle gegen China, die für den 1. September angekündigt waren, auf Mitte Dezember verschoben und andere sogar ganz gestrichen.

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hatte die Weltwirtschaft im letzten Jahr massiv belastet und diese an den Rand einer Rezession gebracht. Eine Annäherung beider Seiten ist daher ein positives Signal für die Finanzmärkte und die Ölbörsen.

Der Angriff auf ein saudisches Ölfeld vom Wochenende ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz, denn einen Produktionsausfall konnte man hier nicht registrieren. Die geopolitische Risikoprämie hatte auch nur vorübergehend zugenommen, denn die Spannungen gibt es schon länger, und ohne Auswirkungen auf die Förderung bleibt ein nachhaltig bullisher Einfluss aus.

Die Ölpreise an der ICE starten heute Morgen fester im Vergleich zu gestern Nachmittag in den Tag, während der Euro/Dollar-Kurs unverändert blieb. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen moderate Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

19.08.2019

Anschlag auf saudisches Ölfeld – Preise ziehen zum Handelsauftakt an

Das die wirtschaftlich schwierige Konstellation die Ölpreise nicht gerade stützt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nachdem die EIA und IEA bereits zuvor ihre Erwartungen für das Ölnachfragewachstum nach unten korrigierten, folgte am Freitag auch die OPEC. Die Prognose für die Entwicklung 2020 wurde zwar unverändert belassen, in 2019 rechnet man nun aber mit einer niedrigeren Ölnachfrage.

Das Kartell sieht mit dem Brexit und dem noch immer nicht gelösten Handelsstreit zwischen USA und China sogar noch weitere Risiken für die Ölnachfrageentwicklung im kommenden Jahr.

In Saudi-Arabien haben unterdessen Kämpfer der Houthis Jemen das Shaybah Ölfeld, eines der größten Saudi-Arabiens angegriffen. Durch den Drohnenangriff soll es zu einem Feuer gekommen sein, die Ölproduktion sei aber nicht betroffen heisst es. Die Houthis könnten, wieder vermehrt Angriffe auf vornehmen.

Die Ölpreise quittieren die Meldung aus Saudi-Arabien mit einem Preisanstieg am frühen Morgen. Bei den Inlandspreisen deuten sich zu Freitagnachmittag entsprechend leichte Anpassungen nach oben an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

16.08.2019

Futures und Inlandspreise kurz vor dem Wochenende kaum verändert

Trader bleiben weiter verunsichert ob der globalen Wirtschaftsentwicklung und deren Einfluss auf die Ölnachfrage.Saudi-Arabien hatte zudem angekündigt alles zu unternehmen, damit der Ölmarkt im kommenden Jahr ausbalanciert ist. Dies deutet auf weitere Produktionskürzungen hin, bei denen sich die übrigen Länder der OPEC+ Gemeinschaft bislang allerdings zurückhalten. Nach den jüngsten Monatsreports von EIA und IEA ist allerdings klar, dass die aktuellen Maßnahmen der der OPEC+ nicht ausreichen werden, um eine Überversorgung in 2020 zu vermeiden.

Unterdessen ist der iranische Öltanker "Grace I" wieder freigekommen, nachdem ein US Antrag auf Beschlagnahmung beim obersten Gericht in Gibraltar scheiterte. Dies könnte die Spannungen zwischen Großbritannien und Iran abbauen und die Freilassung der "Stena Impero" durch den Iran ermöglichen. Die Futures können sich am Morgen leicht erholen und kommen von den gestrigen Tiefs etwas zurück. Mit der leichten Aufwärtsbewegung und dem weiter schwachen Euro/Dollar-Kurs deuten sich bei den Inlandspreisen Heute nur kleinere Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

15.08.2019

Rezessionsängste lassen Ölpreise fallen – WTI mit technischem Verkaufssignal

Hatte die Verschiebung der Strafzölle gegen China die Ölpreise am Dienstag noch kräftig gestützt, so bleibt die Angst vor einem schwachen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Sorge eines schwächeren Ölnachfragewachstums allgegenwärtig. Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal und die Industrieproduktionen der Eurozone nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls stark ab.

Auch in China läuft es nicht rund. Industrieproduktionen und Einzelhandelsumsätze blieben im Juli deutlich hinter den Vormonatswerten zurück. China macht einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, sodass die schwachen Zahlen von dort ebenso, wie die Daten aus Deutschland, als Warnsignal gesehen werden, die auf eine Rezession in den Industrieländern hindeutet.

In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Versorgungslage wieder etwas knapper eingeschätzt. So lange die Rezessionsängste aber bestehen bleiben und eine Eskalation mit Iran oder andere unerwartete Vorkommnisse auf Angebotsseite ausbleiben, ist eine längere Preisrallye auf absehbare Zeit auszuschließen. Trader werden sich mit spekulativen Long-Positionen zurückhalten, da man für 2020 – insbesondere für die erste Jahreshälfte - eine starke Überversorgung annimmt.

 

Für Heute deuten sich bei den Preisen Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish

14.08.2019

Bearishe API Zahlen sorgen für Gewinnmitnahmen nach Rallye

Die Ölnachfrage und deren Entwicklung ist für den Markt in den letzten Monaten von zentraler Bedeutung gewesen. Vor allem der Handelsstreit mit China belastet die Wachstumsaussichten.

Es wird von Tag zu Tag schwieriger vorherzusehen, was Präsident Trump tun wird, außer zu sagen, dass er seine eigenen Interessen verfolgt. Trump hat sich in der Vergangenheit als unberechenbar erwiesen und wird dies vermutlich auch weiter bleiben. Gerade im Handelsstreit gab es immer mal einen Schritt nach vorne, dann aber wieder zwei zurück.

Unterdessen warten Trader heute auch auf die neuen US Ölbestandsdaten des DOE, die um 16:30 Uhr veröffentlicht werden.

Nach der gestrigen Rallye an den Ölbörsen kamen die Futures in den Morgenstunden von ihren Hochs aus der Nacht zurück. Da die Futures an der Börse aber weit über den Preisen von gestern Nachmittag bleiben, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen aktuell starke Anhebungen zu den Erhebungen des Vortages an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

13.08.2019

Bullishe Charttechnik verliert an Einfluss – Futures am Morgen unverändert

 

Die Saudis hatten in der letzten Woche angekündigt, dass man alle Optionen prüfen werde, um einen weiteren Preisverfall an den Ölbörsen zu vermeiden. Die Sorge des größten OPEC Ölproduzenten ist der US Handelsstreit mit China, der in Verbindung mit den ohnehin schon schwachen Konjunkturindikatoren die globale Wirtschaft zusätzlich belastet und für eine schwache Ölnachfrage sorgt.

 

Auch wenn die Berichte von Baker Hughes auf eine sinkende Aktivität der US Unternehmen bei der Ölsuche hinweisen, so bestätigt der neue Bericht der EIA zur Schieferölförderung, dass die Branche weiter schnell wächst. Angesichts dessen und mit der Unsicherheit die der Handelsstreit zwischen USA und China mit sich bringt, dürfte die OPEC im kommenden Jahr tatsächlich noch einmal zum Handeln gezwungen sein, will man in der ersten Jahreshälfte ein deutliches Überangebot vermeiden.

 

Bei den US Ölbestandsdaten in dieser Woche erwarten die Experten unterdessen erneut Abbauten. Die Zahlen des API werden morgen bekannt gegeben. Die Daten des DOE folgen dann am Mittwoch. 

Unterm Strich deuten sich für heute leichte Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral

12.08.2019

Saudis Kürzungen setzen sich gegen Handelskrieg durch – Futures nach Rallye fester

Nachdem die EIA die Ölnachfrageprognosen für 2019 und 2020 bereits nach unten korrigiert hatte, sieht die IEA die Lage ganz ähnlich. Allerdings wies man auch auf das sich abschwächende Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder hin, das in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben wird.

Der IEA Monatsreport ist daher kurzfristig stützend, langfristig aber eher bearish zu sehen. Vor allem die Ankündigung der Saudis, die jetzt schon deutlich weniger als vereinbart produzieren, gibt den Futures an ICE und NYMEX Rückenwind.

Hatte die Aussicht auf eine knappere Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte und zusätzliche Kürzungen der Saudis die Ölpreise Ende letzter Woche noch gestützt, so dämpft die Möglichkeit eines Abbruchs der Verhandlungen im Handelsstreit heute Morgen. Die Futures starten daher unterhalb der Freitagshochs aber höher als am Freitagmittag in die neue Woche. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen klare Preisanhebungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish

09.08.2019

Saudi-Arabien kürzt Ölexporte im September – Libyens Ölproduktion steigt 

Nachdem Informanten angekündigt hatten, dass Saudi-Arabien alle Optionen prüfe um die Ölpreise nach den letzten Abwärtsbewegungen wieder zu stabilisieren, wird das Land die Exporte nun offenbar reduzieren. Im September will man die Ausfuhren kürzen und damit weniger Öl liefern als man eingeplant hatte.

Eine Kürzung der Ölexporte und der Ölförderung sind natürlich die offensichtlichsten Maßnahmen, doch ob sich auch die übrigen Partner der OPEC+ Gruppe daran beteiligen bleibt abzuwarten.

Saudi-Arabien und die OPEC können zwar die Förderung und Ölexporte reduzieren, die Ursache der bearishen Marktstimmung - das schwache Wirtschaftswachstum und den Handelskonflikt zwischen USA und China - kann man damit allerdings nicht beheben.

Unterdessen wird Libyen die Förderung und Ölexporte nun wieder steigern können.

Letztlich bleibt die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen weiter neutral. In den Morgenstunden gaben die Ölpreise nach und kommen von den späten Hochs gestern zurück. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Anpassungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

08.08.2019

Inlandspreise fallen auf 7-Monatstief – OPEC will Preisverfall aufhalten 

Seit Dienstag befindet sich Brent wieder in einem Bärenmarkt. In einer Zeit, in der sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächt, schadet der Handelskonflikt zwischen USA und China massiv und sorgt für immer neue Abwärtskorrekturen bei den Nachfrageprognosen.

Die EIA hatte in ihrem Monatsreport das Ölnachfragewachstum 2019 zum siebten Mal in Folge nach unten angepasst.

Die jüngste Preisentwicklung erhöht den Druck auf die OPEC+ Gruppe, deren momentane Produktionskürzungen ganz offenbar nicht ausreichen, um den Markt zu stabilisieren.

Die Inlandsnotierungen des RPI Regio-Preis-Index hatten gestern ein neues 7-Monatstief erreicht. Mit den Berichten über eine mögliche Intervention der Saudis oder der OPEC als Ganzes, haben die Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht wieder etwas zugelegt, sodass die Notierungen heute Morgen deutlich über den Vortagestiefs starten. Da die Preise aber noch immer unterhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen, deuten sich damit dennoch Preisnachlässe im Vergleich zu den gestrigen Erhebungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

07.08.2019

Preise fallen in einen Bärenmarkt – Globales Ölnachfragewachstum erneut nach unten korrigiert 

Die Preise an ICE und NYMEX sind seit den Jahreshochs Ende April wieder unter Druck gekommen und haben deutlich an Boden verloren. Auch wenn die geopolitischen Spannungen mit dem Iran in dieser Zeit zugenommen haben, so fokussiert sich der Markt auf die Aspekte der Nachfrage, die immer schwächer gesehen wird.

Auch für 2020 fällt die Nachfrageprognose schwächer als bisher aus, sodass die Überversorgung im kommenden Jahr höher als erwartet sein wird. Entsprechend dieser Konstellation hat die EIA auch die Preisprognosen für das laufende und die kommenden Quartale nach unten korrigiert.

Bei den vom API gemeldeten US Ölbestandsdaten zeichnet sich eine leicht stützende Wirkung ab, da die US Rohölvorräte sowie die Benzinbestände gefallen sind.

Nachdem Brent gestern wieder in einen Bärenmarkt gefallen ist, erholen sich die Futures in den Morgenstunden leicht, bleiben aber deutlich unter den Niveaus von gestern Mittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen starke Preisnachlässe zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

06.08.2019

Handelsstreit und Devisenhandel sorgen für Volatilität – Futures kommen von Tiefs zurück 

Der Handelsstreit zwischen USA und China ist voll im Gange und weitet sich auf immer neue Bereiche aus. Die Kursbewegungen im Devisenhandel sind Teil des Handelskrieges. Es ist eine starke Aussage in Richtung USA, die besagt: Wenn sie spielen möchten, könnten wir auch anders spielen. Das nimmt dem Markt jede Hoffnung, eine schnelle Lösung für den Handelsstreit zu finden. Die Eskalation des Handels zwischen den USA und China wirkt sich ebenfalls negativ auf die Aussichten für die Ölnachfrage aus.

Andere Faktoren am Markt werden von dem Handelsstreit und den potenziellen Auswirkungen auf die Balance am Ölmarkt dominiert. Trader werden aber auch noch auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten achten. Am Abend steht auch noch der EIA Monatsreport an, der ein Update für die Marktentwicklung liefern wird.

Die Futures an ICE und NYMEX ziehen in den Morgenstunden an und präsentieren sich volatil. Für die Inlandspreise deuten sich damit aktuell Abwärtspotenziale zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

05.08.2019

Nachfragesorgen bleiben dominierend – Inlandspreise zum Wochenauftakt schwächer 

Die Aktion des Iran (Festsetzung eines weiteren, kleinen Öltankers in der Straße von Hormus), die bereits am Mittwoch letzte Woche stattgefunden haben soll, schafft es nicht den Fokus auf sich zu ziehen. Marktteilnehmer konzentrieren sich bei der Einschätzung der Marktentwicklung vielmehr weiter auf die Nachfragesorgen. Und hier sieht es mit der Ankündigung der neuen US Zölle zum ersten September auf alle chinesischen Produkte nicht gerade positiv aus. Investoren sind eher besorgt über die Möglichkeit, dass sich die Situation zwischen den USA und China verschlechtern wird. Die Ölpreise könnten noch viel weiter sinken, wenn die zusätzlichen Zölle für China eingeführt würden und die Fed die Zinsen nicht noch einmal senken würde.

Wegen der schwachen Wirtschaftsleistung und dem enttäuschenden Ölnachfragewachstum, bleibt der Handelsstreit ein entscheidender Faktor, der die Preise an den Börsen belastet. Das Ölangebot wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 und im Jahr 2020 weiter deutlich zulegen, sodass sich für jedes einzelne Quartal in 2020 eine Überversorgung ergeben werde.

Somit deuten sich bei den Preisen heute Morgen Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

02.08.2019

Preiseinbruch nach Trump-Tweet – Stärkster Kursverlust seit 2015 

Die US Fed senkt die Zinsen, der Iran setzt Öltanker bei der Durchfahrt der Straße von Hormus fest, die USA sanktionieren den Iran so stark wie noch nie, in Libyen fällt die Produktion am größten Ölfeld aus, die US Ölförderung blieb im Mai hinter den Erwartungen zurück, die US Rohölbestände fallen in der siebten Woche in Folge, während die OPEC+ Gruppe die Ölförderung seit Jahresbeginn deutlich einschränkt.

Diese Kombination an bullishen Faktoren hätte die Ölpreise in den letzten Jahren massiv gestützt.

Diese wiederum wird durch die zunehmenden Spannungen bei den internationalen Handelsbeziehungen belastet, zu denen der Brexit, vor allem aber der Handelskrieg zwischen USA und China zählen. Und bei letzterem hat Trump am späten Abend per Twitter nachgelegt und eine neue Runde von Strafzöllen ab 1. September angekündigt.

Trump lässt zwar eine Verhandlungstüre offen, kündigte zeitgleich aber auch an, dass die Zölle künftig auf "deutlich über 25%" steigen könnten. Damit bricht Trump den bisher den Waffenstillstand, den man zuletzt zwischen beiden Seiten hatte. Statt der erwarteten Annäherung scheint sich die Sanktionsspirale weiter zu drehen.

Für Heute deuten sich bei den Preisen erhebliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

31.07.2019

Iran, API und US Zinssenkung lassen Ölpreis deutlich steigen 

Bei den US Ölbestandsdaten deuten sich neue Abbauten an, die laut API auch umfangreicher ausfallen könnten. Die Spannungen in der Straße von Hormus werden mit dem angekündigten Manöver des Iran mit Russland eher wieder zunehmen. Und die erwartete Zinssenkung der US Fed heute Abend stützt die Finanzmärkte im Allgemeinen und die Ölbörsen im Speziellen. Somit ist die fundamentale Grundkonstellation heute Morgen daher bullish einzustufen, da bearishe Faktoren etwas in den Hintergrund gedrängt werden.

Aber vor allem die erwartete US Zinssenkung heute Abend gibt den Börsen Rückenwind. Trader rechnen fest mit einer Senkung um 0,25%-Punkte und beginnen bereits damit diese einzupreisen. Die erwartete Maßnahme gibt den Preisen an der Börse entsprechend Aufwind, während eine Umsetzung der Zinssenkung den US Dollar schwächen würde. Handelt die Fed wie erwartet, oder fällt die Zinssenkung stärker als 0,25%-Punkte aus, dürfte der Ölpreis einen Schub bekommen und die Inlandspreise ebenfalls nach oben treiben.

Die Futures starten entsprechend fester, sodass sich bei den Preisen aktuell deutliche Anpassungen nach oben andeuten. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral bis bullish 

30.07.2019

Ölpreise ziehen in der Nacht an – Trader rechnen mit US Zinssenkung 

In der Straße von Hormus bleibt die Lage weiter angespannt, wobei sie sich zuletzt zumindest nicht weiter zugespitzt hat. Stattdessen wird nun die militärische Präsenz in der Region erhöht, sodass die Passage durch die Meeresenge für Handelsschiffe wieder sicherer wird.

Die Maßnahmen könnten das Risiko weiterer Entführungen und Anschläge auf Ölschiffe in der Region reduzieren und damit bearish wirken. Gleichzeitig besteht jedoch auch das Risiko, dass sich der Iran weiter provoziert fühlt, insbesondere wenn die USA in diese Mission mit einbezogen werden.

Die schwache Ölnachfrageentwicklung gilt als eine der Hauptursachen für die niedrigeren Preisniveaus seit Jahresmitte. Trader erwarten nun von der Fed, dass diese beim FOMC Meeting, das morgen Abend zu Ende geht, das Zinsniveau um -0,25%-Punkte senkt. Damit würde die Wirtschaft gestützt und somit auch indirekt ein Impuls für eine höhere Ölnachfrage gesetzt.

"Der heutige Auftakt zu einigen erneuten Handelsgesprächen zwischen den USA und China wird die Preise wahrscheinlich leicht stützen. Die Entscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte und der damit verbundene Kommentar könnten sich jedoch als größerer Treiber des Ölpreises in dieser Woche herausstellen.

Für heute könnten sich aktuell leichte Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

29.07.2019

Iran-Gespräche "konstruktiv" aber ohne Durchbruch - Ölfutures starten etwas weicher 

Die Wahrscheinlichkeit, dass die direkten Handelsgespräche zwischen den USA und China, die in Shanghai wiederaufgenommen werden sollen, in einem baldigen Abkommen resultieren, wird als gering eingeschätzt.

US-Präsident Trump zufolge könnten sich diese noch bis nach den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 hinziehen. Trump mutmaßte am vergangenen Freitag, China ziele möglicherweise darauf ab, mit einer neuen, weniger hart verhandelnden US-Regierung bessere Konditionen für sich herausschlagen zu können. Sollte sich dies bestätigen, dürfte die Situation am Ölmarkt noch eine ganze Weile durch Nachfragesorgen geprägt werden.

Unterdessen erklärte Irans Präsident Hassan Ruhani, die Präsenz ausländischer Truppen sei der „Hauptgrund für Spannungen“ in der Golfregion. Auch wenn Marktbeobachter nicht mit einem militärischen Konflikt zwischen dem Westen und dem Iran rechnen, wird man die Situation weiterhin genau im Auge behalten.

Auf der Angebotsseite wird man darüber hinaus die weitere Entwicklung der Ölbohraktivität in den USA beobachten. Laut Baker Hughes sank die Anzahl der in den USA aktiven Ölbohranlagen in der vergangenen Woche erneut leicht.

Daher deuten sich bei den Preisen aktuell nur leichte Preissenkungen ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

26.07.2019

Futures zum Wochenende kaum verändert – Inlandspreise geringfügig weicher erwartet 

Das globale Wirtschaftswachstum und das damit verbundene Ölnachfragewachstum wurde in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert und hat damit auch das erwartete Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt nachhaltig verändert.

Das enttäuschende Nachfragewachstum ist der Hauptgrund, weshalb es der OPEC+ Gruppe bisher nicht gelungen ist, den Markt in Balance bzw. in eine leichte Unterversorgung zu bringen. Laut EIA hatte sich in der ersten Jahreshälfte noch immer eine Überversorgung ergeben. Zwar soll sich dies in der zweiten Jahreshälfte wieder relativieren, dennoch erwartet man noch immer eine leichte Überproduktion. In der ersten Jahreshälfte 2020 würde das Überangebot dann aber wieder steigen.

Die Aussicht, dass Kuwait und Saudi-Arabien sich bei den Verhandlungen zur Inbetriebnahme der gemeinsamen Ölfelder in der neutralen Zone wieder annähern, sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Einen Katalysator für eine Preissteigerung könnten allerdings die Verhandlungen zwischen USA und China werden. Kommt es zu einem Kompromiss könnte dies die Futures an den Ölbörsen steigen lassen, da der Handelsstreit als der größte Bremsklotz für die globale Wirtschaftsentwicklung gilt.

Somit deuten sich bei den Preisen aktuell leichte Preissteigerungen zu gestern ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

25.07.2019

Ölfutures nach Kursrutsch vom Vorabend auf niedrigerem Niveau 

Die landesweiten Rohölbestände der USA sanken in der vergangenen Woche beträchtlich. Die Tatsache, dass die Vorräte wieder zurückgingen und damit die längste Phase von Abbauten löste an den Ölbörsen jedoch keine nachhaltige bullishe Reaktion aus. Man geht am Markt einfach mit einem Achselzucken über den Bestandsbericht hinweg, da man davon ausgeht, dass die darin dargestellte Entwicklung auf Hurrikan Barry zurückzuführen sind.

Bearishe Impulse lieferte am Mittwoch die Meldung, der saudische Staatsminister für Energie, habe am Mittwoch in Kuwait mit Regierungsvertretern des Emirats über die Produktion in der neutralen Zone zwischen Saudi-Arabien und Kuwait gesprochen. Bereits seit längerem wollen die beiden Länder die gemeinschaftliche Ölproduktion in der Zone wiederaufnehmen.

Die Marktteilnehmer werden die Entwicklungen diesbezüglich im Auge behalten, ebenso wie die Situation in der Straße von Hormus und den weiteren Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China.

Zusammen mit dem Kursrutsch an den Ölbörsen am Mittwochabend deuten sich daher bei den Preisen Abschläge an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

24.07.2019

Gesunkene US Ölbestände und neuer Schwung im Handelsstreit – Futures legen in der Nacht zu 

Die instabile Lage in der Straße von Hormus bleibt ein potenziell bullisher Faktor am Markt, da ein Großteil des weltweiten Ölbedarfs diese Meeresenge passieren muss. Ohne eine weitere Zuspitzung, wird es daher wohl bei einer nur theoretischen Gefahr bleiben und die Preise auf dem aktuellen Niveau nur wenig stützen.

Vor allem was die Ölnachfrageentwicklung angeht bleibt der Markt sehr skeptisch. Das schwache Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum ist eine der größten Sorgen der Marktteilnehmer. Für die zweite Jahreshälfte rechnet man nunmehr zwar mit der Rückkehr einer Unterversorgung, ab 2020 soll das Überangebot allerdings zurückkehren.

USA und China haben sich unterdessen in Sachen Handelsstreit wieder etwas angenähert. Dies wird als ein gutes Zeichen gesehen, dass die auf Eis liegenden Gespräche wiederbelebt werden. Entsprechend sind die Meldungen, dass es offenbar wieder Fortschritte gibt, ein bullishes Signal für die Futures.

Gestützt von den Hoffnungen bezüglich der Handelsgespräche zwischen USA und China, aber auch von den bullishen Abbauten beim US Rohöl, starten die Futures deutlich oberhalb der gestrigen Niveaus. Bei den Preisen deuten sich somit starke Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

23.07.2019

Verhaltene Reaktion auf geopolitische Spannungen – Backwardation hat sich abgeschwächt 

Für Analysten hat das Risiko bei der Passage von der der Straße von Hormus erheblich zugenommen, was eine erheblich höhere Risikoprämie bei den Ölpreisen rechtfertigen würde. Vor 15 Jahren hätte diese Art von Nachrichten den Preis um 20 bis 30 Dollar verschoben, heute aber reagiere der Preis kaum auf diese Meldungen. Momentan sei jedoch die Versorgungslage und der Ausblick sehr komfortabel, da die US Schieferölindustrie in den letzten Jahren sehr stark gewachsen sei. Mit diesem Produktionspotenzial könne der Markt deutlich relaxter mit dieser Situation umgehen.

Auch die schwache globale Wirtschaft und die damit verbundene Ölnachfrage spielt eine entscheidende Rolle bei der Markteinschätzung. Nachfrageprognosen für 2019 und 2020 wurden kontinuierlich nach unten korrigiert, sodass es in der zweiten Jahreshälfte zwar noch immer zu sinkenden Ölbeständen kommen könnte man spätestens mit dem ersten Quartal 2020 jedoch mit der Rückkehr einer deutlichen Überversorgung am Markt rechnet.

Das Eskalationspotenzial im Nahen Osten bleibt unvermindert hoch, weshalb die fundamentale Konstellation weiter leicht bullish eingestuft bleibt.

Die Futures zeigen sich zu gestern Nachmittag kaum verändert, sodass sich bei den Preisen minime Änderungen andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

22.07.2019

Geopolitische Spannungen und Produktionsausfälle in Libyen – Ölfutures starten fester 

Ein Sabotageakt einer noch nicht identifizierten Gruppe sorgte dafür, dass die Produktion an Libyens größtem Ölfeld gedrosselt wurde und die Öllieferungen unterbrochen wurden. Dies zeigt, dass die Produktion des OPEC-Mitglieds, trotz der jüngsten Erholungsphase weiterhin auf wackeligen Beinen steht.

Neue bullishe Impulse kamen auch wieder einmal aus der Straße von Hormus, wo der Iran am Freitag einen britischen Tanker blockierte. Ein weiteres Schiff war zunächst ebenfalls festgehalten worden, könnte seine Fahrt jedoch wenig später fortsetzen. Somit dürften die Marktteilnehmer die Situation genauestens im Auge behalten und zunächst einmal eine geopolitische Riskoprämie auf die Preise aufschlagen.

In den USA ging unterdessen die Bohraktivität in der vergangenen Woche erneut zurück. Laut dem wöchentlichen Bericht von Baker Hughes nahm die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA die dritte Woche in Folge ab. Dies deutet darauf hin, dass die Investoren weiterhin zur Zurückhaltung tendieren, wenn es um die Suche nach neuen Quellen geht

Daher deuten sich für das Inland aktuell rechnerisch leichte Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

19.07.2019

US-Navy zerstört iranische Drohne - IEA senkt Prognose zum Nachfragewachstum 

Laut IEA Chef hat die IEA ihre Prognose zum Ölnachfragewachstum 2019 gesenkt.

Neue Meldungen zur Situation in der Straße von Hormus sorgten am Donnerstagabend erneut für bullishe Impulse. US-Präsident Donald Trump verkündete, das US-Navy Schiff USS Boxer habe eine iranische Drohne „zerstört“, die sich dem Schiff zu stark genähert und die Sicherheit der USS Boxer und ihrer Crew gefährdet habe. Die USS Boxer soll sich in internationalen Gewässern befunden haben. Der Iran will seinerseits nichts gewusst haben.

Die Zerstörung der iranischen Drohne zeigt, dass die geopolitischen Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran nicht nachlassen.

Die Abwärtskorrektur der IEA-Erwartungen zum Ölnachfragewachstum 2019 steht dem bullishen Einfluss der jüngsten Meldungen zum USA/Iran-Konflikt jedoch entgegen, weshalb die Situation weiterhin neutral bleibt.

In den Morgenstunden zogen die Ölfutures an ICE und NYMEX nochmal leicht an, blieben jedoch größtenteils unter den Niveaus von Donnerstagmittag. Demnach deuten sich für das Inland aktuell leichte Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

18.07.2019

Erneuter Kursrutsch nach DOE - Möglichkeit für Short-Coverings vor dem Wochenende 

Mitten in der US Sommersaison, wenn die Ölnachfrage in den USA eigentlich am höchsten sein sollte, zeigen die DOE Bestandsdaten eine deutliche Schwäche. Die Vorräte an Destillaten, aber vor allem auch bei Benzin, sind erheblich gestiegen, während die Gesamtnachfrage gesunken ist.

Eigentlich hatte der Markt mit deutlichen Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet, da Hurrikan Barry zu Einschränkungen bei der Ölförderung im Golf von Mexiko geführt hatte. Sowohl bei den Rohölbeständen als auch bei der Rohölförderung war der Effekt des Hurrikans spürbar, doch am Ende war dieser vergleichsweise gering.

Fundamental schätzen wir die Marktlage damit aktuell wieder neutral ein. In den Morgenstunden gibt es eine leichte Gegenreaktion auf die gestrigen Kursverluste an den Ölbörsen, die nach einer solch späten Abwärtsbewegung in den Abendstunden nicht ungewöhnlich ist. Da die Preise aber noch immer deutlich unterhalb der Werte von gestern Vormittag und Mittag liegen, deuten sich für das Inland aktuell weiter Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

17.07.2019

Ölfutures nach Kommentaren von Trump und Pompeo weicher 

Der Fokus der Marktteilnehmer ging am gestrigen Dienstag langsam wieder auf andere Faktoren über, nachdem er zuvor noch auf Sturm Barry gelegen hatte, der Ende letzter Woche über die US-Golfregion hinweggefegt war.

Während die gestern veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion der USA die Erwartungen übertrafen und damit auch Hoffnung auf ein stärkeres Ölnachfragewachstum machten, erhielten diese Hoffnungen durch Kommentare des US-Präsidenten am Dienstagabend gleich einen Dämpfer. Das gestrige Meeting im Weißen Haus lieferte auch in anderer Hinsicht Impulse für die Ölbörsen. So gab US-Außenminister Mike Pompeo an, der Iran habe seine Bereitschaft für Gespräche signalisiert, um die Spannungen zwischen den USA und Iran zu reduzieren.

In den frühen Morgenstunden blieben die Ölpreise an ICE und NYMEX im Bereich der Tiefs von gestern Abend. Der Euro/Dollar-Kurs konnte sich ebenfalls kaum von den Tiefs von Dienstag lösen. Bei den Inlandspreisen ist heute Morgen erneut mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish 

16.07.2019

Futures starten nach Barry weich in die neue Woche 

Hurrikan Barry ist mittlerweile ins Landesinnere gezogen und hat sich dort weitestgehend aufgelöst. Die Niederschläge an der Golfküste waren zwar heftig, allerdings nicht so schlimm wie befürchtet. Die US Ölförderanlagen im Golf von Mexiko werden bereits wieder hochgefahren, wobei die Produktionssteigerung gestern noch gering war.

Der Iran ist seiner Seits weiter nur zu Gesprächen bereit, wenn die USA die seit November letzten Jahres eingeführten Sanktionen zurücknehmen, während US-Präsident Trump diese aufrechterhalten will, bis der Iran einem neuen Abkommen über das Nuklear- und Raketenprogramm zustimmt. Eine Einigung scheint in dieser Sache wenig wahrscheinlich, sodass die Spannungen den Markt noch eine Weile begleiten werden.

In den Morgenstunden erholen sich die Ölpreise leicht und kommen von den späten Tiefs gestern Nacht zurück. Dabei bleibt vor allem Gasoil jedoch noch deutlich unter den Niveaus von gestern Vormittag und Mittag. Bei den Inlandspreisen ist heute Morgen mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

15.07.2019

Keine größeren Ausfälle durch Hurrikan Barry – Futures mit weichem Wochenauftakt 

Die IEA hat mit ihrem Monatsreport vom Freitag, die bearishen Berichte der OPEC vom Donnerstag und der EIA vom Dienstag bestätigt. Vergleicht man die Prognosen für das globale Ölnachfragwachstum mit den Erwartungen zum Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder, fällt auf, dass das Angebotswachstum sowohl in 2019 als auch in 2020 das Wachstum der Nachfrage deutlich übertreffen wird.

Zuletzt hatte man aber vor allem auf Hurrikan Barry ein Auge geworfen. Am Wochenende waren bis zu 73% der Ölproduktion im Golf von Mexiko eingestellt. Die Betreiberfirmen melden allerdings, dass man bereits damit begonnen hat das evakuierte Personal zurück auf die Förderinseln zu bringen, sodass sich die Produktion hier relativ schnell wieder erholen dürfte.

Die Futures an ICE und NYMEX kamen in den Morgenstunden daher etwas unter Druck und sind dabei auch unter ihre Freitagstiefs gefallen. Da der Euro/Dollar-Kurs relativ stabil ist, zeichnen sich bei den Inlandspreisen aktuell Abwärtspotenziale zu Freitag ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish 

12.07.2019

Sturm und Iran bleiben stützend – OPEC sieht starke Überversorgung in 2020 

Der US Präsident hat neue umfangreiche Sanktionen gegen den Iran angekündigt, nachdem Teheran schon zwei wesentliche Punkte des Atomdeals verletzt und versucht hatte einen britischen Öltanker zu kapern.

Eine direkte militärische Eskalation mit dem Iran wird von den Marktteilnehmern zwar als unwahrscheinlich angesehen, ganz auszuschließen ist dies jedoch nicht.

Der Bericht der OPEC ist damit kurzfristig leicht stützend, da er eine knappe Marktlage für 2019 zeigt, langfristig ist er aber ein Warnsignal. Die Kürzungen des Kartells reichen bei Weitem nicht aus, um eine Überversorgung in 2020 zu verhindern.

Besonderes Augenmerk liegt weiter auf Tropensturm Barry, der sich weiter langsam entlang der US Golfküste Richtung Westen bewegt. Meteorologen gehen davon aus, dass der Sturm weiter zulegen wird und noch zu einem Hurrikan heraufgestuft wird.

Die Futures bleiben heute Morgen zunächst unter den Niveaus von gestern Vormittag und Mittag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich damit leichte Abwärtspotenziale im Vergleich zu gestern ab. 

Fundamental: neutral/ bullish                          Chartanalyse: neutral 

11.07.2019

Hurrikan, DOE und Iran stützen – Ölpreis auf höchstem Niveau seit Mai 

Der Sturm im Golf von Mexiko hat nun zur Evakuierung mehrerer Ölplattformen in der Region geführt. Schon heute könnte es zu einem Tropensturm und am Freitag sogar zu einem Hurrikan heraufgestuft werden.

Im Bereich der Straße von Hormus soll der Iran versucht haben einen britischen Öltanker in internationalen Gewässern unter Kontrolle zu bringen. Der Iran hatte mit einer solchen Vergeltungsmaßnahme gedroht, nachdem britische Spezialeinheiten einen Öltanker bei Gibraltar festgesetzt haben.

Die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern fielen ebenfalls bullish aus.

Im Falle der Druzhba Pipeline gibt es unterdessen Entwarnung. Die PCK Raffinerie in Schwedt hatte die Abnahme des Rohöl nur für einen Tag ausgesetzt. Allerdings gibt es auf polnischer Seite vom Pipelinebetreiber PERN bedenken, dass Lieferungen wegen erneuter Verunreinigungen mit organischen Chlor eingestellt werden könnten. Die Futures an ICE und NYMEX bleiben fundamental bullish einzustufenden.

Bei den Inlandspreisen ist zum aktuellen Stand daher mit starken Preissteigerungen zu gestern zu rechnen. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral bis bullish 

10.07.2019

API, Sturm im Golf von Mexiko, Iran und Produktionsrückgang in Russland stützen Ölpreise 

Die EIA hat im Monatsreport die Nachfrageerwartung für das laufende und das kommende Jahr nach unten korrigiert. Begründet wird dies mit der zunehmenden Unsicherheit und den zunehmend schwachen globalen Wirtschaftsdaten.

Russlands Ölförderung hat offenbar bereits abgenommen. Die Verunreinigung der Pipeline Ende April und Mai, hatte die russischen Lieferungen und damit die Verfügbarkeiten an mehreren Raffinerien in Europa reduziert.

In Sachen Spannungen mit Iran hat Teheran erneut für Unsicherheit gesorgt. Auch die Sturmformation im Osten des Golfs von Mexiko muss weiter beobachtet werden. Noch hat sich kein Tropensturm entwickelt, dies kann sich jedoch jederzeit ändern.

Alles in allem stützt die Kombination aus bullishen API Zahlen, dem sich zusammenbrauenden Sturm im Golf von Mexiko, die Drohungen des Irans sowie die gesunkene Rohölförderung Russlands.

Die Futures an ICE und NYMEX bleiben daher fest und haben die Vortageshochs auch schon überschritten, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preissteigerungen zu gestern andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

09.07.2019

Schwache Ölnachfrage dominiert Iran-Sorgen – Möglicher Tropensturm im Golf von Mexiko 

Iran und die USA bleiben weiter auf Konfrontationskurs. Während die USA den Iran nun wieder mindestens so stark sanktioniert, wie in der Zeit vor dem Atomabkommen aus 2015, beginnt der Iran die Grenzen des Deals zu überschreiten. Die Gefahr besteht, dass bei einer weiteren Zuspitzung irgendwann nur noch militärische Maßnahmen als Antwort übrigbleiben.

In der Nordsee gibt es in dieser Woche eine kleinere Störung an der Forties Pipeline, deren Durchsatz wegen Reparaturarbeiten vorübergehend gedrosselt werden muss. Die Arbeiten sollen allerdings noch vor Ende der Woche abgeschlossen sein, sodass keine Engpässe erwartet werden. Unterdessen ist im Golf von Mexiko ein Sturmgebiet im Auge zu behalten, dass sich zu einen Tropensturm entwickeln könnte.

Während die Produkt-Futures im Bereich der späten Tagestiefs von gestern in den Tag starten, verlor der Euro/Dollar-Kurs nicht mehr nennenswert an Boden. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit Abwärtspotenziale im Vergleich zu den Niveaus von gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

08.07.2019

Ölpreise zum Wochenauftakt fester – Erneut Probleme mit Druzhba Pipeline 

Die Risikoprämie für die angespannte Lage im Nahen Osten bleibt weiter hoch. Versicherungsprämien sind deutlich gestiegen und auch die Reedereien schicken ihre Öltanker weniger häufig und nur mit deutlichen Preisaufschlägen in die Region. Die Festsetzung eines iranischen Tankers in Gibraltar, durch britische Spezialeinheiten am Freitag, hat nicht gerade zur Entspannung der Lage beigetragen.

Unterdessen gibt es bei den Rohöllieferungen über die Druzhba Pipeline aus Russland offenbar erneut Probleme. Die fundamentale Konstellation bleibt für uns heute Morgen erst einmal neutral einzustufen. Die Spannungen mit dem Iran sind nicht wirklich neu. So lange starke Reaktionen auf die Überschreitungen der Limits des Atomabkommens ausbleiben und sich auch keine weitere militärische Eskalation in der Region ergibt, dürfte sich die bullishe Wirkung in Grenzen halten. Da die Futures an der ICE im Bereich der Freitagshochs bleiben und der Euro/Dollar-Kurs an Boden verloren hat, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag zunächst deutliche Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

05.07.2019

Futures nach US Feiertag kaum verändert – Iranischer Öltanker festgesetzt 

Nachdem die OPEC+ Gruppe ihre Entscheidung getroffen hat, wie man das Ölangebot künftig gestalten wird, konzentriert man sich nun wieder vermehrt auf die Ölnachfrage.

Die USA hatten zuletzt wieder Sanktionen gegen die EU angekündigt, sodass weitere Strafzölle der USA drohen, die das Ölnachfragewachstum negativ beeinflussen würden. Das größte Aufwärtsrisiko für die Preise an den Börsen sind nun die geopolitischen Spannungen im Iran und Libyen.

Am gestrigen Abend wurde bei Gibraltar von britishen Marines ein iranischer Öltanker festgesetzt, der Rohöl an Syrien liefern wollte und damit gegen EU Sanktionen verstößt. Dies hat für heftige Kritik aus Teheran gesorgt und die Spannungen wieder angeheizt. Der Markt reagierte bisher aber nicht und sieht wohl kein gesteigertes Risiko.

In den Morgenstunden bleiben die Futures an ICE und NYMEX zunächst in einer engen Spanne, unterhalb der Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag. Es deuten sich bei den Inlandspreisen momentan leichte Abschläge für den heutigen Vormittag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

04.07.2019

OPEC Kürzungen nicht ausreichend - Physische Versorgungslage wieder besser 

Nach einer OPEC Entscheidung über die Produktionsmengen, wie am Dienstag, steht der Markt in der Regel noch eine Zeit im Bann dieses Beschlusses. Doch die länger als erwartete Produktionskürzung der OPEC+ Länder hat ihre bullishe Wirkung verfehlt.

Der Markt ist mittlerweile deutlich weicher geworden, denn auch die physische Knappheit bei Brent, die im Frühjahr stark ausgeprägt war, hat sich nun wieder zurückgebildet. Vor allem am Golf von Mexiko ist dies spürbar.

Die Abbauten bei den US Rohölbeständen von gestern haben es nicht geschafft die bullishen Zahlen des API und der Erwartungen zu bestätigen. Nachdem das OPEC Meeting nun vorbei ist, befindet sich der Markt nun in einem Spannungsfeld, bei dem kurzfristig mit einer Erholung der Nachfrage zu rechnen ist.In den Morgenstunden haben die Ölpreise einen Teil der gestrigen Kursgewinne eingebüßt und starten unterhalb der späten Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen zu gestern ist daher nur mit kleineren Veränderungen zu rechnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

03.07.2019

Bearishe Reaktion auf OPEC+ Entscheidung – US Ölbestände deutlich gesunken 

Der Markt zeigte mit seinen massiven Kursverlusten an ICE und NYMEX gestern die bearishste Reaktion auf eine OPEC Entscheidung seit dem Treffen 2014. Damals deutete sich eine starke Überversorgung an, mit der die OPEC die US Konkurrenz aus dem Markt drängen wollte.

Nun ist die Reaktion ähnlich, obwohl das Kartell die Produktionskürzungen mit 9 Monaten für einen ungewöhnlich langen Zeitraum beschloss. Die jetzige Entscheidung hat damit offenbar einige Marktteilnehmer enttäuscht, auch wenn sie dafür sorgen dürfte, dass die Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte knapper ausfallen könnte.

Unterdessen ist es Venezuela offenbar gelungen die US Sanktionen gegen die heimische Ölindustrie auszukontern. Bei den US Ölbestandsdaten des API zeigen sich deutliche Abbauten in den drei wichtigen Kategorien Rohöl, Destillate und Benzin.

Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben in den Morgenstunden auf niedrigem Niveau im Bereich der Vortagestiefs. Damit zeichnen sich bei den Inlandspreisen für den Vormittag nun starke Preisnachlässe ab. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

02.07.2019

OPEC verlängert Produktionskürzungen – Futures geben nach 

Die Verlängerung der Produktionskürzungen um 9 Monate bis Ende März ist eher unüblich, da die regulären Meetings der OPEC normaler Weise zwischen Ende November und Ende Dezember oder zwischen Ende Mai und Ende Juni stattfinden.

Einige Analysten sehen in der Entscheidung der OPEC, die Produktionsquoten unverändert zu belassen. Generell sollen sich die beteiligten Länder strikter an die Vorgaben halten.

Ein starkes Signal geht vom OPEC Meeting also nicht aus. Das Ergebnis ist sicherlich bullish zu sehen, doch bleibt die Frage, wie es umgesetzt wird und ob damit die Ölförderung eventuell sogar leicht zunimmt. Die Futures verpassten es den Beschluss mit einer Aufwärtsbewegung zu quittieren, was ein Zeichen für erhebliche Zweifel am Markt gesehen werden kann.

Nach den späten Gewinnmitnahmen von gestern Abend, starten die Ölpreise an ICE und NYMEX unterhalb der Vortagesniveaus. Unterm Strich überwiegen die Preisnachlässe an den Ölbörsen, womit sich bei den Inlandspreisen klare Preissenkungen zu gestern abzeichnen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

01.07.2019

Preissprung nach Einigung der OPEC+ Gruppe und Waffenstillstand im Handelsstreit 

Am Wochenende haben sich China und USA auf einen Waffenstillstand beim Handelsstreit zwischen beiden Länder geeinigt. Der erhoffte Durchbruch – ein umfassender Deal – blieb aus. Die Verhandlungen sollen neu gestartet werden, nachdem sich diese zuletzt festgefahren hatten.

Am Rande des G-20 Gipfels gab es auch in Sachen Produktionsabkommen der OPEC+ Gruppe eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland. So befürworte man eine Verlängerung der Produktionskürzungen um 9 Monate, also bis Ende März 2020, und nicht nur um ein halbes Jahr, wie es in der Regel üblich ist.

Marktteilnehmer hatten sowohl den Minimalkonsens zwischen Russland und China, sowie die Verlängerung der OPEC+ Kürzungen vorher erwartet, auch wenn die Unsicherheiten in der letzten Woche in beiden Feldern noch größer war. Dennoch wirken sich beide Aspekte bullish auf die Ölpreise aus und stützen diese nach der überraschenden Abwärtsbewegung vom späten Freitag.

Die Freitagshochs wurden deutlich überschritten, sodass sich damit nun deutliche Preissteigerungen für das Inland ankündigen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

28.06.2019

Konsolidierung nahe des Monatshochs – Warten auf G-20 Gipfel und OPEC 

Die US Rohölbestände sind laut DOE Bericht vom Mittwoch so stark wie seit September 2016 nicht mehr gefallen. Die sinkenden US Bestände sind für die OPEC zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch nun muss sich in den kommenden Wochen erst einmal zeigen ob sich der Trend fortsetzt.

Der Fokus liegt nun aber weniger auf den US Ölbeständen, sondern ganz klar auf dem G-20 Gipfel in Osaka, Japan, sowie dem OPEC Meeting kommende Woche. Gestern hatten sich Kuwait und Irak für eine Verlängerung der laufenden Produktionskürzungen in die zweite Jahreshälfte ausgesprochen. Zusammen mit dem Wochenende und den Spannungen zwischen USA und Iran, halten sich die Marktteilnehmer nun offenbar zurück.

Zusammen mit der Zurückhaltung vor den anstehenden Großevents sehen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen daher erst einmal neutral. Da Gasoil am Morgen leicht nachgab, deuten sich bei den Inlandspreisen nur sehr kleine rechnerische Nachlässe zum Vortag an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

27.06.2019

Gewinnmitnahmen folgen auf bullishe Reaktion zu DOE Bestandsdaten 

Nachdem die US Ölbestände in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich zulegten, kam nun eine ebenso klare Korrektur. Die Abbauten bei Rohöl waren die umfangreichsten seit drei Jahren. Dies könnte nun der erwartete Trendwechsel sein, da in den Sommermonaten für gewöhnlich ein höherer Verbrauch und damit sinkende Bestände zu erwarten sind. Doch die Daten zeigen auch einen starken Rückgang bei der Benzinnachfrage, was für diese Jahreszeit eigentlich eher untypisch ist.

Die späte Rallye an den Ölbörsen hielt sich daher in Grenzen, auch wenn die reinen Bestandsveränderungen einen deutlich bullishen Eindruck machten.

Trump sorgt nun wieder für einen gedämpften Optimismus, da er im späten Handel gestern von einem Plan B sprach. Sollten sich China und USA nicht auf ein Abkommen einigen und die gegenseitigen Zölle weiter intensivieren, so würde dies das globale Wirtschafts- und das Rohölnachfragewachstum weiter dämpfen.

Die Preise an den Ölbörsen bleiben zwar unterhalb der gestrigen Monatshochs, doch über den Niveaus von gestern Vormittag. Damit ergeben sich bei den Preisen nun erneut leichte Preissteigerungen zum Vortag. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

26.05.2019

Deutlicher Preisanstieg nach Trump Drohungen und API Bestandsdaten 

Der Markt dürfte in den kommenden Tagen und Wochen weiter volatiler werden. Auf der einen Seite befindet sich das schwache Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum, während auf der anderen Seite die Spannungen zwischen USA und Iran das Potenzial haben in einem militärischen Konflikt zu münden, was die Ölversorgung mindestens zeitweise extrem reduzieren würde.

In Sachen Iran haben die Spannungen in den letzten Wochen stetig zugenommen. Trump drohte dem Iran in einem Tweet mit der "Vernichtung", nachdem der Iran das Weiße Haus als "geistig zurückgeblieben" bezeichnete. Die Befürchtungen der Marktteilnehmer sind, dass sich USA und Iran in eine Situation manövriert haben, in der eine für beide Seiten gesichtswahrende diplomatische Lösung nicht mehr möglich ist und die Konstellation damit auf eine militärische Konfrontation hinausläuft.

Trader warten nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE, die heute veröffentlicht werden. Die Zahlen des API fielen gestern Nacht schon bullish aus. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit rechnerisch sehr starke Preisaufschläge an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

25.06.2019

Ölpreise nach Gewinnmitnahmen vom Montag weicher – Iranische Exporte fast bei null 

US Präsident Trump erhöht mit weiteren Sanktionen gegen den Iran den Druck extrem. Trump hatte dem Iran erneut Gespräche ohne Vorbedingungen angeboten, die Teheran allerdings weiter ablehnt.

Durch die Lage im Nahen Osten profitieren nun die Exporteure der USA. Die höhere Nachfrage nach US Öl dürfte auch die US Ölbestände belasten und die Preise für die US Rohölsorte WTI stützen.

Das schwache Wirtschaftswachstum wirkt sich besonders stark auf den Ölbedarf in Asien sowie in Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Damit bleibt ein Spannungsfeld zwischen schwacher Nachfrage und den geopolitischen Risiken im Nahen Osten bestehen. Die Gefahr eines militärischen Konflikts bleibt allgegenwärtig, was die Preise sicherlich stützen würde. Trader warten nun auf die US Ölbestandsdaten, die heute Nacht und morgen Nachmittag veröffentlicht werden. Die Ölpreise geben an der ICE in den Morgenstunden zunächst nach und nehmen die Vortagestiefs von gestern Abend an. Daher deuten sich heute Preisnachlässe für das Inland an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

24.06.2019

Fester Wochenstart nach US Raffinerieexplosion 

Nach den Angriffen auf Öltanker an der Straße von Hormus sowie dem Abschuss einer US Drohne wollen die USA die Sanktionen gegen den Iran nun verschärfen. Bisher scheint in dem Konflikt zwischen USA und Iran noch niemand nachgeben zu wollen. Die Situation bleibt weiter einer der zentralen Themen, da eine Eskalation in der Region einen gravierenden und tiefgreifenden Einfluss auf den Welthandel mit Öl haben würde. 

In den USA könnte es an der Ostküste nun zu Versorgungsproblemen mit Treibstoffen kommen. Gerade mitten in der Fahrsaison ereignete sich am Freitag eine Raffinerieexplosion. 

Mit der Explosion an der US Raffinerie und den Spannungen zwischen USA und Iran, die in der vergangenen Woche beinahe eskalierten, nehmen wir aus fundamentaler Sicht nun vorerst eine weiter leicht bullishe Haltung ein. Die Notierungen bleiben in den Morgenstunden auf den hohen Niveaus vom späten Freitag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für den Vormittag damit leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

21.06.2019 

Ölpreise steigen auf ein 3-Wochenhoch – Iran Risikoprämie gestiegen 

Die Nachfragesorgen, auf Grund eines global schwachen Wirtschaftswachstums, hatten die Ölpreise im Mai und Juni deutlich fallen lassen. Die Ölnachfrage wurde bisher für 2019 überschätzt und die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC deuten für 2020 auf eine Überversorgung hin. Gestoppt wurde der Preisrutsch zunächst von Angriffen auf Öltanker nahe der Straße von Hormus, sowie von scheinbaren Fortschritten im Handelsstreit zwischen USA und China. 

Beide Volkswirtschaften spüren die negativen Auswirkungen der verschlechterten Handelsbeziehungen und für Trump hat der Wahlkampf begonnen. 

Trader werden daher die Spannungen weiter genau im Auge behalten. Nähern sich beide Seiten nicht überraschend an, könnte die Risikoprämie noch weiter zunehmen und die Ölpreise stützen. Nach erreichen neuer Monatshochs bleiben die Notierungen an ICE und NYMEX weiterhin fest, kommen aktuell jedoch von den Höchstständen in der Nacht zurück. Bei den Inlandspreisen deuten sich zu gestern unterm Strich aber dennoch deutliche Aufschläge an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

20.06.2019 

Ölpreise nach DOE und FOMC fester – USA und China müssen nun liefern 

Die Serie der steigenden US Rohölbestände wurde durch die vom DOE gestern gemeldeten Abbauten beendet. Die Bestände haben leicht abgenommen und auch die Ölförderung ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Insgesamt sind die Zahlen des DOE damit leicht bullish zu interpretieren. 

Neben den Bestandsdaten wurde gestern von der OPEC auch der neue Termin für die nächste Vollversammlung bekanntgegeben. Es ist davon auszugehen, dass das aktuelle Produktionsabkommen bis Jahresende verlängert wird, wobei Saudi-Arabien von einigen Ländern, wie Irak und Nigeria, eine striktere Einhaltung der Quoten fordern wird. 

Neben der OPEC behält der Markt aber auch das Treffen zwischen Trump und Xi am Rande des G-20 Gipfels Ende kommender Woche im Auge. Man erwartet klare Signale für eine Annäherung im Handelsstreit, oder gar eine Lösung. In den frühen Morgenstunden bleiben die Ölpreise auf hohem Niveau und haben auch die Vortageshochs überboten. Schlussendlich deuten sich für das Inland heute Morgen leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

19.06.2019 

Späte Rallye sorgt für anziehende Preisniveaus – OPEC, Handelsstreit und EZB stützen 

Mehr Öl aus den Nicht-OPEC Ländern und ein schwaches Ölnachfragewachstum hatten in der letzten Woche zu einer Relativierung der bisherigen Markteinschätzungen geführt. Vor allem die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, haben den Ausblick für Wachstum und Ölnachfrage nachhaltig eingetrübt. 

Nun gibt es aber offenbar eine plötzliche Wende, denn Trump und Xi wollen am Rande des G-20 Gipfels Ende nächster Woche ein "längeres Meeting" abhalten. Die Zeichen scheinen gut zu stehen, dass man sich nun zu einem Deal durchringt. Trump hat gestern seine Kandidatur für eine erneute Präsidentschaft bekannt gegeben und braucht dafür wirtschaftliche Erfolge. 

Sollte in den kommenden Wochen eine Einigung gelingen, würde sich dies positiv auf Wirtschaft und Ölnachfrage auswirken. Nach der späten Rallye gestern bleiben die Ölpreise auch heute Morgen auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen erst einmal starke Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

18.06.2019 

Nachfragesorgen bleiben dominierend – Futures geben in der Nacht nach 

Der Markt teilt sich weiter in vor allem zwei Themen. Auf der einen Seite sind die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran, auf der anderen Seite die Nachfragesorgen, hervorgerufen durch Handelsstreitigkeiten. 

Zurzeit wird das Risiko einer militärischen Eskalation im Persischen Golf als gering eingeschätzt, wenngleich dies nicht auszuschließen ist. 

Der Iran bleibt aber ein Risiko, zumal das Land nun die Urananreicherung weiter steigern will. Die USA hat nach den Angriffen auf zwei Öltanker angekündigt die Truppenstärke in der Region zu erhöhen. 

Trotz der potenziellen Gefahr im Nahen Osten wird der Markt momentan von den Nachfragesorgen dominiert. 

Trader werden sich zur Wochenmitte nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE konzentrieren.

In den Morgenstunden bleiben die Notierungen nahe der gestrigen Tagestiefs, scheinen sich oberhalb dieser aktuell jedoch zu stabilisieren. Bei den Inlandspreisen werden heute unterm Strich zum Teil Abwärtspotenziale erwartet. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

17.06.2019 

Geopolitische Spannungen stützen Ölpreise – Versorgung wird komfortabel eingeschätzt 

OPEC und EIA hatten Mitte letzter Woche bereits die Ölnachfrageentwicklung nach unten korrigiert und damit auf eine komfortable Versorgungslage hingewiesen. 

Die aktualisierten Zahlen zum Ausblick bei der Ölversorgung zeigen, dass der Markt mittel- bis langfristig weiter gut versorgt bleibt, selbst wenn die OPEC die Produktionskürzungen verlängert. Rein von der Versorgungsseite her, ist der Markt gut aufgestellt. Aktuell ist es vor allem die Situation am Persischen Golf, die weiteren Abwärtsbewegungen entgegensteht. Die USA machen den Iran klar für die Angriffe auf die Öltanker an der Straße von Hormus verantwortlich. Trump will den Iran an den Verhandlungstisch bekommen, sollten die Angriffe auf Schiffe jedoch nicht aufhören, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen militärischen Konflikt, mit dem die Ölpreise sicherlich rasant steigen würden. 

Die Notierungen an ICE und NYMEX liegen in den Morgenstunden auf den höheren Niveaus vom späten Freitag. Für die Inlandspreise bedeutet dies, dass diese mit deutlichen Preisaufschlägen zu Freitag zu erwarten sind 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

14.06.2019 

Preise nach Angriff auf Öltanker fester – Ölnachfragewachstum bleibt enttäuschend 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten am Mittwoch gezeigt, dass der antizyklische Trend der Bestandsaufbauten weiter fortgesetzt wurde und die Rohölbestände bereits auf ein 2-Jahreshoch geklettert sind. Insbesondere mit Blick auf die Anstrengungen der OPEC+ Gruppe, die mit den Produktionskürzungen die Bestände versucht zu reduzieren. 

Bei den Monatsreports wartet man heute noch auf den Bericht der IEA, der den Abschluss bilden wird und erstmals auch Daten zu 2020 beinhalten wird. 

Gestern gab es erneut Angriffe auf zwei Öltanker. Die USA hat den Iran für den Angriff verantwortlich gemacht. Die Spannungen in der Region steigen mit diesen Angriffen und die Kosten für den Transport dürften ebenfalls steigen. 

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung wird nun sein, ob sich die Spannungen im Nahen Osten zuspitzen, oder eine Lösung gefunden werden kann. 

Die Ölpreise an ICE und NYMEX zogen in den Morgenstunden an und sorgen somit auch bei den Inlandspreisen für ein geringes Aufwärtspotenzial. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

13.06.2019 

Futures nach DOE Daten deutlich weicher – Libysche Produktion in Gefahr 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten gestern gemischte Impulse an den Handel abgegeben. Die Versorgungslage in den USA, dem Land mit dem größten Ölverbrauch und der größten Ölförderung, ist also relativ komfortabel und sollte sich auch in der zweiten Jahreshälfte weiter verbessern. Trump erklärte gestern erneut, dass er mit einer baldigen Einigung rechne, da China sonst noch weitere Sanktionen in Kauf nehmen müsse, doch von einem bevorstehenden Deal spricht man schon seit vielen Monaten. Entsprechend wird die Nachfrageentwicklung bei Öl schwächer als bisher eingestuft. 

Eine Gefahr für die Balance am Markt bleibt unterdessen Libyen. Hier kämpfen zwei konkurrierende Gruppen um die Macht, wobei es bisher keine größeren Ausfälle gegeben hat. Heute Morgen ziehen die Preise an den Ölbörsen leicht an und kommen von den gestrigen Tagestiefs zurück. Gasoil bleibt allerdings noch immer etwas unterhalb der gestrigen Nachmittagswerte, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen zumindest noch leichte Abwärtsspielräume andeuten. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

12.06.2019 

Bearishe US Ölbestandsdaten – Futures geben in den Morgenstunden nach 

Die EIA hatte gestern Abend ihren neuen Monatsbericht veröffentlicht. Dies ist in der Regel jeden Monat der erste Report zur mittel- bis langfristigen Markteinschätzung. Hier zeigt sich, dass die Marktlage aktuell noch immer knapp eingeschätzt wird und sich kurzfristig auch eine Unterversorgung ergibt. 

In den Sommermonaten wird der Verbrauch saisonal anziehen und dann eine Unterversorgung auslösen. Ab Oktober sollte sich diese dann allerdings wieder erledigt haben. 

Die OPEC, so zeigen die Gespräche zwischen Russland und Saudi-Arabien vom Wochenende, wird die Produktionskürzungen mit ihren Partnerländern vermutlich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. Die Versorgungslage bei Rohöl bleibt damit knapp, wird aller Voraussicht nach langfristig, das heißt über die Sommermonate hinaus, jedoch nicht dazu geeignet sein eine knappe Marktlage zu etablieren. 

Damit starten die Futures an den Ölbörsen gleich mit Verlusten in den frühen Morgenstunden. Dies sorgt im Inland somit für Abwärtspotenzial bei den zu erwartenden Inlandspreisen. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: bearish

11.06.2019 

Zu viel Öl – Preise kommen über Pfingsten unter Druck 

Der Markt blickt in diesen Wochen vor allem auf Russland und OPEC, von denen eine Verlängerung der gemeinsamen Produktionskürzungen über die Jahresmitte hinaus erwartet wird. 

Das Ölnachfragewachstum ist nicht stark genug, als dass es ein Ende des aktuellen Produktionsabkommens rechtfertigen würde, aber auch nicht so schwach, dass die Kürzungen der OPEC+ Gruppe ausgeweitet werden müssten. Doch nicht nur die wachsende US Ölproduktion bereitet Sorgen, auch das Ölnachfragewachstum dürfte geringer als bisher erwartet ausfallen. Auch für 2020 könnte sich ein deutlich schwächerer Markt als in der ersten Jahreshälfte 2019 abzeichnen. Die schwache Konjunktur, die durch den Handelsstreit zwischen USA und China noch verschärft wird, dürfte ebenso ihre Spuren hinterlassen. Die Sorgen der Marktteilnehmer bezüglich der mittel- bis langfristigen Entwicklung bei Angebot und Nachfrage haben die Aufwärtskorrektur zum Ende der letzten Woche ausgebremst. Nach den Gewinnmitnahmen von gestern, deuten sich bei somit heute Morgen leichte Preisnachlässe zu Freitag letzte Woche an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

07.06.2019 

Technische Käufe und Short-Coverings – Futures ziehen in der Nacht an 

Russland und OPEC haben bei der Einschätzung zur Notwendigkeit weiterer Produktionskürzungen noch immer große Differenzen. Während sich Saudi-Arabien zuletzt für eine Verlängerung der Kürzungen warb und man auch von einer zunehmenden Überzeugung innerhalb der OPEC sprach, ist die Fortführung noch längst nicht in trockenen Tüchern. 

Russlands Präsident, Wladimir Putin, hatte gestern klargestellt, dass man nicht auf derart hohe Preise wie Saudi-Arabien angewiesen sei und mit Preisen von 60 bis 65 Dollar gut zurechtkomme. Dieses Wochenende könnte es mehr Klarheit dazu geben, denn die Ölminister beider Länder werden sich bei gemeinsamen Konferenzen zu dem Thema austauschen. 

In den letzten beiden Wochen war die Ölnachfrage das dominierende Thema am Markt. Insbesondere die angekündigten Zölle gegen Mexiko hatten die Ängste am Markt weiter geschürt. 

Die Ölpreise bleiben nach dem Anstieg von gestern Nacht auch heute Morgen noch auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen moderate Preissteigerungen an.  

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bullish

06.06.2019 

Mehr Öl und weniger Nachfrage – Futures nach DOE mit 5-Monatstiefs 

Eigentlich hatte man am Markt mit einer knappen Versorgungslage gerechnet, wenn zu den Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe und den Sanktionen gegen Venezuela auch die Sanktionen gegen den Iran verstärkt werden. Doch offenbar haben sich die Marktteilnehmer getäuscht, denn die US Ölbestandsdaten zeichnen ein ganz anderes Bild – zumindest für die USA. 

In der zweiten Jahreshälfte wird erwartet, dass mehr US Rohöl exportiert werden kann, wenn Pipelines an die Exporthäfen im Golf von Mexiko fertiggestellt werden. Damit sollte die Produktion ebenfalls noch einmal einen Schub bekommen, sodass sich die Versorgungslage weiter verbessern wird. Auch die OPEC hat die Situation zur Kenntnis genommen. Man werde die wirtschaftlich bearishe Lage sowie die sich geänderte Stimmung an den Aktien- und Finanzmärkten, in die Kalkulationen beim nächsten Meeting mit einbeziehen. 

Im Vergleich zu gestern Vormittag und Nachmittag bleibt ein deutliches Minus, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen erneut Abwärtspotenziale andeuten.  

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral

05.06.2019 

Technische Kaufsignale vs. bearishe Ölbestandsdaten 

Sowohl bei Brent als auch bei WTI hat sich mit den Kursrutschen der letzten Tage nun ein sogenannter Bärenmarkt gebildet. 

Entsprechend dürfte eine Verlängerung der Produktionskürzung beim nächsten Meeting nur noch Formsache sein, wobei sich gerade auch in Russland Widerstand bildet. 

Wann das Meeting stattfinden soll ist allerdings noch unklar. Der eigentliche Termin ist am 25. bis 26. Juni, doch der soll verschoben werden. 

In den Sommermonaten steigt in der Regel der Ölbedarf, da die Geschäfts- und Reiseaktivität zunimmt. Doch wie stark das Nachfragewachstum ausfällt, daran gibt es Zweifel. Die Handelsstreitigkeiten der USA mit Ländern wie China und Mexiko trüben das Bild zusätzlich ein. 

Stützend könnten sich nun noch Waldbrände in Kanada auswirken. Die Ölförderung wurde dort bereits gesenkt, wobei dies in erster Linie schwere Rohölsorten betrifft. Die Futures starten heute Morgen auf dem Niveau des gestrigen Tagestiefs. Entsprechend deuten sich heute Morgen keine grossen Preisschwankungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

 04.06.2019 

Saudi Kommentare bremsen Abwärtsbewegung – Erneute Preissenkungen für das Inland 

Die Einschätzung der Marktlage hat sich in den vergangenen Wochen und in den letzten Tagen spürbar geändert. Der Einfluss der Produktionskürzungen der OPEC+ sowie die Sanktionen gegen Venezuela und Iran, werden nicht mehr so dramatisch empfunden wie noch in den ersten Monaten des Jahres, sodass die Nachfrageseite in den Fokus gerückt ist. 

Trader glauben nicht, dass die Kürzungen der OPEC, die Sanktionen gegen Iran und Venezuela den Markt wirklich dauerhaft in eine starke Unterversorgung bringen könnte. Dies zeigt, dass die Trader nicht weiter aktiv auf sinkende Preise setzen, sondern die Überzeugung aufgeben, dass es der OPEC gelingt den Markt weiter zu verknappen und die Preise nach oben zu treiben. Mit großer Spannung werden die US Ölbestandsdaten erwartet, bei denen es neue Zahlen zu den US Vorräten und der Rohölförderung geben wird. Die Futures starten heute Morgen oberhalb der gestrigen Tagestiefs. Entsprechend deuten sich heute Morgen erneut Preissenkungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral 

03.06.2019 

Erneuter Preisrutsch zum Wochenauftakt deutet starke Nachlässe im Inland an 

Nach der Rallye in den ersten 4,5 Monaten des Jahres, mit der die Ölpreise an ICE und NYMEX teilweise über 40% zulegten, ist der Preis nun erstaunlich stark unter Druck gekommen. 

Als Hauptfaktor gilt die US Außenpolitik unter Trump. Statt einer Lösung im Handelsstreit zwischen USA und China eskalierte das Verhältnis zwischen den beiden Ländern. Auch gegen Mexiko ist Trump aktiv geworden und wird die Sanktionen gegen alle Importe aus dem Land anheben, worunter auch Rohöl fällt. Die bisher knapp eingeschätzte Marktlage, die sich auch in der starken Backwardation Konstellation gezeigt hat, wird nun doch nicht mehr so knapp gesehen. Die Bank hatte Brent für das dritte Quartal auf 65,50 Dollar geschätzt. 

Die Futures starten auch heute Morgen weich in die neue Woche und fallen dabei sogar unter die Freitagstiefs. Für den Moment bedeutet dies bei den Inlandspreisen allerdings, dass man sich auf weitere starke Preisnachlässe zu Freitag einstellen kann. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral

 

Technische Kaufsignale nach 2-Monatstief – Futures testen Vortageshochs

 

Unruhen sind im Irak in den vergangenen Tagen innenpolitisch zum wichtigsten Thema geworden. Für die Ölbörsen ist dies ein stützender Faktor, da das Land der zweitgrößte Produzent der OPEC ist. Politische Instabilität ist immer schlecht für die Ölproduktion eines Landes, wie man an Venezuela oder auch Libyen sehen kann.

Die Weltwirtschaft steht vor einer Rezession, was Aufwärtsbewegungen an den Börsen verhindert. Fallen dann die Wirtschaftsdaten auch noch kontinuierlich schlechter als erwartet aus, belastet dies natürlich die Futures. "Die globalen Wachstumsbedenken dürften die Preise weiterhin unter Druck setzen.

Gestern hatte sich der Markt darauf eingestellt, dass die Fed in diesem Monat erneut die Zinsen senken dürfte. Dies beflügelte die Aktienmärkte und somit auch die Ölbörsen, sodass diese von ihren 2-Monatstiefs wieder zurückkamen.

Mit der Aussicht auf eine weitere Zinssenkung der Fed und den Unruhen im Irak schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein und so zeichnen sich für die Preise leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bullish