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Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish

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25.09.2018

24.09.2018

Gasoil ICE London ($/to)

706.25

693.50

Brent ICE London ($/bbl)

81.41

79.96

Rheinfracht (CHF/to) Gasoil

100.00

95.00

Wechselkurs (CHF/$)

0.9662

0.9599

 

25.09.2018 

80 Dollar geknackt – Brent markiert 4-Jahreshoch

Analysten sehen den Markt wegen der zunehmenden Sanktionen der USA gegen den Iran in den kommenden Wochen und Monaten knapper. Insgesamt ist die Ölnachfrage sehr robust und wird durch die weltweit guten Wachstumsraten in der Wirtschaft gestützt. Währenddessen nimmt die Ölproduktion in Venezuela erwartungsgemäß weiter ab. Die Ölexporte des Landes sind jetzt schon stärker als erwartet gesunken. Mit diesem Ausblick ist einmal nicht weiter mit einer starken Abwärtsbewegung der Preise zu rechnen. In Verbindung mit der anstehenden Winternachfrage bewegen wir uns erst noch auf die knappste Versorgungslage zu, bevor sich diese wieder entspannt.

Immer wieder wird mit dem schwächeren Nachfragewachstum und den negativen Auswirkungen des Handelsstreits zwischen USA und China argumentiert, doch diese haben einen angfristigen Einfluss und stehen den bullishen Aspekten der Angebotsseite hinten an.

Da die Futures an ICE weiter auf sehr hohem Niveau liegen, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell deutliche Preissteigerungen bei Heizöl und Diesel an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish

24.09.2018 

Kein weiteres Öl aus der OPEC – Preise ziehen zum Wochenstart an

Die OPEC ist im Fokus der Trader. Einig scheint man sich lediglich darin zu sein, dass Preisanstiege über 80 Dollar dauerhaft zu hoch seien und für das Ölnachfragewachstum schädlich wären.

Als Ergebnis wird man weiter versuchen die Nachfrage mit den vorhandenen Mitteln und ohne eine Anhebung der offiziellen Quote zu bedienen. Da die Ölexporte des Irans mit den verschärften Sanktionen zum 4. November vermutlich nochmal stark abnehmen werden und die Nachfrage zum Herbst nun wieder anziehend erwartet wird, könnte sich die globale Versorgungslage weiter zuspitzen. Analysten sehen daher durchaus die Möglichkeit weiterer Preissteigerungen. 

Auch wenn die OPEC noch Reservekapazitäten hat, so ist die Folge von Produktionssteigerungen immer, dass diese Reserven abnehmen und man auf unvorhergesehene Ausfälle nicht mehr angemessen reagieren kann. In den Morgenstunden ziehen die Ölpreise deutlich an, denn die OPEC hat die Förderung unverändert belassen. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit moderate Preissteigerungen zu Freitag an.

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

21.09.2018 

Weiche Futures und fester Euro – Inlandspreise geben mit Trump Tweet nach

Am Wochenende findet ein Meeting in Algerien statt, an dem einige Länder der OPEC sowie auch Russland teilnehmen werden. Dabei soll es in erster Linie um die Verteilung der im Juni beschlossenen Produktionssteigerung gehen. Doch die Länder haben bereits im Vorfeld ihre Produktionsmengen angehoben.

Der Iran kritisiert das Vorgehen und bezeichnet dies als ein Verstoss gegen die Abmachungen. Von daher werde man sich gegen weitere Produktionssteigerungen aussprechen.

Die Kombination aus einem höheren Ölpreis und der erwarteten knapperen Marktlage im letzten Quartal könnte den ein oder anderen Ölproduzenten durchaus dazu verleiten seine Förderung weiter zu steigern.

Dies wäre auch ganz im Sinne Donald Trumps, der gestern mit seinem Tweet den Druck auf die OPEC erhöhte. "Wir beschützen die Länder im Nahen Osten, ohne uns wären sie nicht lange sicher, und dennoch treiben sie die Ölpreise höher und höher! Wir werden uns erinnern. Das OPEC Monopol muss die Preise jetzt senken!", so Trump über Twitter. Die Börsen reagierten gestern kurzfristig.

Bei den Preisen deuten sich Preissenkungen zu gestern an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

20.09.2018 

Preisanstieg: 80 Dollar-Marke kommt in Reichweite

Der US Ölbestandsbericht von gestern war verhalten bullish. Die US Rohölvorräte sind zwar auf den niedrigsten Stand seit Februar 2015 gefallen, allerdings liegt die Ursache hier vor allem in den hohen Rohölexporten, die erst seit 2016 wieder erlaubt sind. Es sind momentan einfach nicht genügend Reservekapazitäten vorhanden, um die Ausfälle der iranischen Ölexporte auszugleichen.

Hatten die Saudis dieses Jahr versucht ein Überschreiten der 80 Dollar-Marke zu verhindern. Dies wird als Signal gesehen, dass bei dem anstehenden Meeting der OPEC und Russland am Wochenende die Produktionsmengen nicht besprochen werden und vorerst keine Anpassungen erfolgen.

Sollten OPEC und Russland aber keine weiteren Produktionsanhebungen mehr vornehmen, so ist davon auszugehen, dass sich die Marktlage im letzten Quartal weiter verknappt. Weitere Preisanstiege sind dann nicht auszuschließen. Die Futures an ICE und NYMEX bleiben in den Morgenstunden weiter fest und knacken vereinzelt bereits die Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish

19.09.2018

Geopolitische Spannungen stützen Ölpreise

Der Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die Syrische Luftwaffe hat die Spannungen in dem Konflikt noch einmal erhöht. Wenn Russland, Syrien und Israel zusammen in einer Meldung auftauchen, erregt dies immer die Aufmerksamkeit. Nachdem Putin gestern mit seinen Kommentaren die Wogen allerdings etwas glättete, ist nicht mit einer unmittelbaren Konfrontation zwischen Russland und Israel zu rechnen

Saudi-Arabien hatte zuletzt bei Preisen im Bereich von 80 Dollar dämpfend auf den Markt eingegriffen. Marktteilnehmer haben die 80 Dollar daher als einen stabilen Widerstand gesehen, den Saudi-Arabien vermutlich verteidigen wird. Entsprechend kehrte sich das Kaufinteresse in diesem Bereich immer wieder zu technischen Verkäufen, sodass sich eine Preisspanne zwischen 70 und 80 Dollar etablierte.

Da die Sanktionen gegen den Iran nicht für immer bleiben werden und die Monatsberichte von IEA, EIA und OPEC noch immer davon ausgehen, dass die Ölförderung der Nicht-OPEC Länder schneller wächst als die Ölnachfrage, könnten sich die Preise, nach einer Hochphase, langfristig wieder nach unten orientieren.

Die Ölpreise bleiben nach dem Preissprung von gestern auf hohem Niveau und deuten deutliche Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

18.09.2018 

Neue Strafzölle und Sorgen um Ölnachfrage belasten die Preise

Die sinkende Verfügbarkeit von Rohöl aus dem Iran ist auch das Thema, dass die Ölbörsen in den letzten Monaten dominiert hatte und auf dem momentan hohen Niveau hält.

Mit einer deutlichen Produktionssteigerung haben OPEC und Russland dem zwar entgegengewirkt, doch sollte die Ölförderung des Iran tatsächlich auf null sinken, können die übrigen Länder diesen Produktionsrückgang nicht mehr vollständig ausgleichen.

Nach den Boom-Jahren deutet sich nun eine Phase des schwächeren Wirtschaftswachstums an. Die Strafzölle der USA gegen China sind zwar eines der prominentesten Probleme, doch viele Währungen haben in diesem Jahr gegenüber dem US Dollar stark abgewertet. Dies macht das Öl für Käufer aus Schwellen- und Entwicklungsländern noch teurer, die in den letzten Jahren den Grossteil zum Ölnachfragewachstum beigetragen hatten. Selbst die OPEC sieht die Nachfrageentwicklung mit großer Sorge und plant daher die Zusammenarbeit mit Russland zu verlängern, um die Fördermengen zu kontrollieren.

Die Futures haben mit den neuen Strafzöllen der USA im Handel nachgegeben und somit deuten sich aktuell Abwärtspotenziale bei den Preisen an, wobei die Preise in der Rheinfacht erneut gestiegen sind. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish

17.09.2018 

Ölpreise nach Hurrikan Florence zum Wochenstart wenig verändert

Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA der letzten Woche haben gezeigt, dass die Experten insgesamt mit einer Verknappung der Marktlage zum Jahresende rechnen.

Die Ölförderung des Iran sank bisher allerdings nur wenig, die Exporte dafür deutlich stärker. Dies führt dazu, dass die Lager im Iran zunehmend gefüllt werden und auch die Anzahl der Öltanker, die voll beladen vor der iranischen Küste liegen, zunehmen. Auch wenn sich die Versorgungslage im Laufe der zweiten Jahreshälfte weiter zuspitzen wird, so sorgte dies zuletzt für Entspannung am Markt.

Sorgen bereiten den Analysten die Abwertung der Währungen in Schwellen- und Entwicklungsländern, für die Öl damit immer teurer wird. Dies wird die Nachfrage ebenso belasten wie der Handelsstreit zwischen USA und China. Zusammen mit den Sanktionen gegen den Iran bildet sich so ein Spannungsfeld aus bullishen und bearishen Faktoren, wodurch die Ölpreise derzeit auf ihrem hohen Niveau gehalten werden.

unterm Strich deuten sich leichte Abwärtsbewegungen Preisen zu Freitag an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish

14.09.2018 

Preisrutsch nach Trump Tweet und IEA Report – Hurrikan Florence trifft heute auf USA 

Die IEA hat in ihrem Monatsbericht die Nachfrageprognosen unverändert belassen. Die rückläufige Förderung Venezuelas und die US Sanktionen gegen den Iran werden die Marktlage in den kommenden Monaten weiter verknappen. Überraschend ist aber, dass die übrigen Länder deutlich mehr Rohöl auf den Markt gebracht, als in Venezuela und Iran verloren wurden. 

Zudem stößt die IEA ins selbe Horn wie zuvor die OPEC und warnt vor negativen Einflüssen bei der Ölnachfrage. Besonders im Fokus sind die Probleme von Schwellen- und Entwicklungsländern, deren Währungen massiv abwerten und somit auch deren Kaufkraft für das in Dollar gehandelte Öl reduziert.  

Vor allem der Handelsstreit zwischen USA und China könnte die Lage noch einmal verschärfen. Demnach könnten die Strafzölle schon bald um weitere 200 Mrd. Dollar steigen. 

Kurzfristig hat sich die Stimmung an den Börsen mit dem Bericht der IEA, den bearishen US Ölbestandsdaten des DOE vom Mittwoch sowie mit der Herabstufung von Hurrikan Florence entspannt. 

Im Inland bleibt die Versorgungslage durch Raffinerieabschaltungen und noch immer niedrige Pegelstände weiter angespannt und es deuten sich mögliche Preisnachlässe zum Vortag an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

13.09.2018 

Gewinnmitnahmen am Morgen bremsen Preisrallye aus – Hurrikan hat sich abgeschwächt 

Die OPEC hatte gestern ihren Monatsreport veröffentlicht und dabei die Erwartungen für das Ölnachfragewachstum nach unten korrigiert. Vor allem die Schwellenländer sieht man hier kritisch, die sich in einer schweren Situation mit zum Teil stark abwertenden Währungen befinden. Dies macht das Öl innerhalb dieser Länder vergleichsweise teuer und dämpft somit die Nachfrage. 

Doch auch die Ölproduktion der USA und Nicht-OPEC Länder hat man nach unten korrigiert, wie es zuvor bereits auch die EIA in ihrem Monatsreport gemacht hatte. Die Abhängigkeit von Öl aus der OPEC nimmt damit im Vergleich zur letzten Schätzung zu und die Versorgungslage wird zum Jahresende hin knapper gesehen. 

Die Herabstufung von Hurrikan Florence von Kategorie 4 auf 2 wirkt sich ebenfalls tendenziell bearish auf die Ölpreise aus. Zwar bleibt der Sturm grundsätzlich eine Gefahr, mit der Herabstufung hat diese jedoch deutlich abgenommen. Ein Teil der in den letzten Tagen eingepreisten Risikoprämie wird daher wieder aus dem Markt genommen. 

Für heute könnten sich bei den Preisen sogar leichte Abwärtspotenziale zum Vortag andeuten, wäre da nicht die erneut gestiegenen Frachtkosten auf dem Rhein. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral

12.09.2018 

Ölpreise ziehen mit Hurrikan, US Bestandsdaten, Monatsreport und Charttechnik an 

Nachdem der Chef der IEA sich am Wochenende bereits äusserte und vor einer knapperen Marktlage für das restliche Jahr warnte, zeichnet auch das US Energieministerium mit dem EIA Monatsreport ein Bild mit knapperer Verfügbarkeit. Die Unterversorgung 2018 wird größer als bisher gedacht ausfallen und die US Ölförderung wächst langsamer als zuvor eingeschätzt. 

Hurrikan Florence sollte noch vor dem Wochenende, die US Ostküste erreichen. Weiträumige Evakuierungen sind angeordnet und sorgen für Knappheit bei den Produkten. Man geht daher auf Nummer sicher und deckt sich mit Long-Positionen ein. Diese Risikoprämie hatte die Ölpreise bereits gestern gestützt, bleibt aber weiter ein bullishes Element, bevor die Auswirkungen von Florence nicht genauer abzuschätzen sind. 

Auch die US Ölbestände des API mit starken Abbauten bei Rohöl sind zumindest leicht bullish. 

Ein Großteil der Faktoren dürfte zwar mit den Aufwärtsbewegungen der letzten Tage eingepreist sein, dennoch bleibt die fundamentale Einschätzung damit kurzfristig bullish. Nun wartet man auf den Monatsreport der OEPC sowie auf die US Ölbestandsveränderungen des DOE um 16:30 Uhr 

Für heute zeichnen sich daher bei den Preisen aktuell deutliche Preissteigerungen an. 

Die Rheinfracht ist erneut gestiegen und erreicht sein Jahreshoch. 

Fundamental; bullish                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

11.09.2018 

Technische Kaufsignale und neuer Hurrikan 

Momentan dominieren die Sorgen um die Entwicklung der iranischen Ölexporte den Markt. Die Versorgung wird mit den geringeren Ausfuhren des Landes knapper und könnte zum Jahresende zu einer Unterversorgung führen und dann schließlich auch die Preise steigen lassen.  

Diese Äusserungen könnten ein Indiz sein, dass die IEA bei ihrem Monatsreport am Donnerstag ein etwas bullisheres Bild als zuletzt zeichnet und auch die Berichte von EIA und OPEC, die heute Abend und Morgen anstehen, bullish ausfallen könnten. 

Der Anschlag auf eine Pipeline im Norden des Iraks und auf die NOC Zentrale in Libyens Hauptstadt haben gezeigt, dass die Produktionsmengen einiger Länder alles andere als garantiert und sicher sind. Zudem bewegt sich auf die USA mit Florence ein mächtiger Hurrikan zu. In einem solchen Marktumfeld geht wohl kaum einer – ohne ein klares Signal – spekulative Short-Positionen ein. 

Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA können zwischendurch, ebenso wie auch die wöchentlichen US Ölbestandsdaten auch, für Impulse sorgen. Unterm Strich deuten sich damit bei den rechnerischen Inlandspreisniveaus damit keine grossen Veränderungen zum Vortag an. 

Fundamental; bullish                        Chartanalyse; neutral bis bullish

10.09.2018 

Fester Start in die neue Woche – IEA sieht knappe Versorgungslage 

Es bleibt dabei, dass sich die Ölpreise an ICE und NYMEX in einem Spannungsfeld aus kurz- bis mittelfristig bullishen und mittel- bis langfristigen bearishen Faktoren bewegen. Grösstes Problem sind aber wohl die US Sanktionen gegen den Iran, durch die dessen Ölexporte bereits jetzt deutlich gesunken sind und auch weiterhin abnehmen werden. Diese Faktoren dominieren das Marktbild kurz- bis mittelfristig über die kommenden Wochen und Monate. 

Die Ölproduzenten der OPEC können ihre Förderung zwar anheben, doch dies wird auf Kosten der Reservekapazitäten gehen. Die Versorgungssicherheit ist daher gefährdet, denn wenn die US Sanktionen gegen den Iran ihre volle Wirkung entfalten, nimmt die Reservekapazität weiter ab. Unerwartete Probleme in anderen Ländern können dann kaum mehr ausgeglichen werden und würden zu deutlichen Preissteigerungen führen. 

Mittel- bis Langfristig nimmt die US Ölförderung weiter zu und auch andere Länder außerhalb der OPEC bringen grosse Mengen auf den Markt. Doch bis dieser Effekt am physischen Markt zu spüren ist, wird es mehrere Monate dauern. 

Bei den Preisen zeichnen sich somit deutliche Preissteigerungen zu Freitag ab. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish 

07.09.2018 

Ölpreise nach Kursrutsch am Morgen leicht erholt 

Es bleibt weiter dabei, dass die US Sanktionen gegen den Iran momentan wohl den grössten Einfluss auf die Ölpreise haben. Doch daneben rückt nun auch verstärkt die Nachfrage in den Fokus. Die Sanktionsspirale zwischen USA und China wird das Wirtschaftswachstum und damit eben auch die Ölnachfrage dämpfen. 

Mit Blick auf die Sanktionen und Zölle der USA gegen andere Länder sorgt dies für erhebliche Nachfragesorgen am Markt. Dazu kommt auch noch der aktuell relativ hohe Ölpreis, der ebenfalls nicht gerade für einen Nachfrageboom sorgen wird. Die bisherigen Nachfrageprognosen könnten daher womöglich schon bald nach unten korrigiert werden. Ein Zeitpunkt wäre die kommende Woche, wenn die neuen Monatsreports von EIA, OPEC und IEA anstehen. 

Dominierend bleibt momentan aber noch die Sorge um ein knappes Angebot. Dies zeigt sich besonders deutlich beim Brent Time-Spread, der sich in einer Backwardation Konstellation befindet. Dies ist ein Zeichen, dass die Verfügbarkeit vom Markt insgesamt knapp eingeschätzt wird, was tendenziell für feste Preisniveaus spricht. 

Bei den Preisen zeichnen sich damit für heute Preisnachlässe zu gestern ab, wenngleich die Ausnahmesituation bei der Versorgung bestehen bleibt. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral  

 06.09.2018 

Nach Abwärtskorrektur: Futures starten weicher in den Donnerstag 

Angesichts der Entwicklung von Tropensturm Gordon und den geringen Einfluss auf die Ölförderung und Raffinerietätigkeit war der eingepreiste Risikoaufschlag deutlich überzogen. Nun, da sich der Sturm auflöst, wurde die Risikoprämie im Markt daher deutlich reduziert und hat Gewinnmitnahmen ausgelöst. 

Bei der Einschätzung der Marktentwicklung in den kommenden Wochen und Monaten spielen vor allem drei wichtige Faktoren eine Rolle. Wie stark werden die iranischen Ölexporte noch sinken? Wie viel zusätzliches Öl können OPEC und ihre Partner noch auf den Markt bringen? Wie sehr wird die Ölnachfrage durch die negativen Auswirkungen des Handelsstreits ausgebremst? 

Die Marktlage wird daher zum Jahresende hin knapper, doch Experten sind sich nicht einig, ob dies zwangsweise zu einer Preisrallye führen wird. Das Nachfragewachstum wird durch die international zunehmenden Zollniveaus geschwächt, jedoch ist dies der wohl am schwierigsten einzuschätzende Faktor. 

Die Unsicherheit und Volatilität wird damit ebenfalls weiter hoch erwartet, während das Preisband von 70 bis 80 Dollar Brent, dass sich seit April entwickelt hatte, noch immer intakt ist. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; bearish  

05.09.2018 

Gewinnmitnahmen: Hurrikan Gordon mit geringem Einfluss auf Ölproduktion 

Die Angst vor starken Sturmschäden, wie man sie im letzten Jahr durch Hurrikan Harvey erlebt hatte, dominierte die Ölbörsen zum Wochenauftakt. Es zeigt sich nun allerdings, dass Gordon ein Tropensturm geblieben ist und keine Hurrikan-Stärke erreichte, sodass bereits gestern damit begonnen wurde die Risikoprämie für den Tropensturm auszupreisen. 

Die Zahlen des API werden in dieser Woche erst heute Nacht um 22:30 Uhr bekanntgegeben, während die Daten des DOE morgen Nachmittag um 17:00 Uhr folgen. 

Der Ausblick für die globale Versorgungslage ist etwas bullisher als noch vor wenigen Monaten, zumal gerade in diesem Zeitraum auch die Nachfrage durch den Heizbedarf im Winter wieder zunimmt. Die Strafzölle zwischen USA und China hingegen könnten einen negativen Einfluss auf die Ölnachfrage haben, der allerdings schwer abzuschätzen bleibt. 

OPEC: Inoffizielles Preisband von 70 bis 80 Dollar? Das Verhalten der OPEC und Saudi-Arabiens passt durchaus in dieses Schema, und letztlich blieb Brent auch seit dem 11. April kontinuierlich innerhalb der Handelsspanne von 70 bis 80 Dollar.

heute deuten sich bei den Preisen aktuell starke Preisnachlässe an. In wie fern diese mit der angespannter Versorgungslage jedoch weitergegeben werden, bleibt abzuwarten. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; bearish 

04.09.2018 

Deutlicher Preisanstieg zum Wochenauftakt – Versorgungsängste dominieren 

In den USA ist die Ölproduktion zwar weiter ihrem Aufwärtstrend treu, doch ob dies ausreichend sein wird die Marktlage in Balance zu halten ist derzeit eher fraglich. 

Zum Herbst und Winter ist jedoch auch mit dem saisonal üblichen Nachfrageschub zu rechnen, während die Verfügbarkeit aus dem abnehmen soll. Damit droht ein erheblicher Versorgungsengpass. 

Momentan geht die EIA davon aus, dass die USA im Dezember etwa 11,3 Mio. B/T an Rohöl produziert. Verglichen mit dem erwarteten Rückgang von -1,5 Mio. B/T aus dem Iran reicht dies aber noch immer nicht aus, um das Angebot stabil zu halten. 

Selbst wenn die OPEC ihre Produktion weiter steigert, so nimmt die Risikoprämie zu, denn die Reservekapazität nimmt im Gegenzug ab, sodass weitere Produktionsausfälle nicht mehr kompensiert werden können. Bei Brent zeigt sich diese Einschätzung auch im Time-Spread. Futures mit einer kürzeren Laufzeit werden teurer gehandelt als solche mit einer längeren Laufzeit, was für eine knappe Versorgungseinschätzung spricht. Börsianer sprechen hierbei von einer Backwardation Konstellation. 

An den Ölbörsen ist die Stimmung nach dem langen US Wochenende somit eher bullish einzustufen.  

Da die Futures auf dem hohen Niveau von gestern Nachmittag bleiben, deuten sich bei den Preisen weiter Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental; bullish                        Chartanalyse; neutral  

03.09.2018 

Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt – Spannungsfeld aus Sanktionen und Nachfragesorgen 

In den letzten Wochen hatten die wöchentlichen US Ölbestandsabbauten sowie die Exportrückgänge des Irans die Preise an den Ölbörsen gestützt. Die Ausfuhren könnten somit am Ende deutlicher als anfangs eingeschätzt sinken, sodass die Versorgungslage zum Jahresende knapper werden. 

Grosse Sorgen bereitet den Marktteilnehmern aber auch der Handelsstreit der USA mit anderen Wirtschaftsräumen. Trump hatte in der letzten Woche das Angebot der EU abgelehnt alle Zölle auf PKWs aufzuheben und gegenüber China wird damit gerechnet, dass er mit dem Ende einer Anhörungsfrist diese Woche weitere Strafzölle auf Importe mit einem Volumen von 200 Mrd. Dollar pro Jahr verhängen wird. Die Handelseinschränkungen bremsen das Wirtschaftswachstum und damit auch die Ölnachfrage aus. 

Der Markt befindet sich damit in einem schwer einzuschätzenden Spannungsfeld aus bullishen Produktions- und Exportrückgängen des Irans und einer pessimistischen Nachfrageeinschätzung in Verbindung mit den zunehmenden Handelszöllen. 

Für Heute deuten sich bei den Preisen für den Moment leichte Preisaufschläge an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

31.08.2018 

Ölbörsen setzen Aufwärtstrend fort – Iran erneuert seine Drohungen 

Schneller als erwartet sinkende Ölexporte aus dem Iran und sinkende US Ölbestände haben die Preisentwicklung an den Ölbörsen diese Woche geprägt. Der negative Einfluss des Handelsstreits zwischen China und USA auf die Ölpreise hingegen ist eher abstrakter Natur und ein Element, dass mittel bis langfristig wirkt. 

Die Sanktionen gegen den Iran haben allerdings bereits jetzt einen spürbaren Einfluss auf die Verfügbarkeit. In den kommenden Wochen wird sich dieser tendenziell verstärken als abschwächen. Der volle Effekt der US Massnahmen wird sich daher erst in den kommenden Wochen und Monaten, eventuell auch erst Anfang des nächsten Jahres zeigen. 

Durch diesen Ausblick hält man sich im Markt daher mit Short-Positionen zurück. Zuletzt griff die OPEC im Juni bei Erreichen der 80 Dollar Brent ein, weil man einen negativen Einfluss auf die Ölnachfrage verhindern wollte. 

Die Versorgungslage bleibt durch die niedrigen Pegelstände weiter angespannt. Es fehlt an Möglichkeiten Waren zu importieren, da die Tanker schon seit vielen Wochen nur noch zum Teil beladen werden können. Auch wenn die Pegelstände zuletzt leicht anzogen, größere Niederschläge und ein nachhaltiger Anstieg ist der Pegelstände ist derzeit nicht in Sicht. 

Die Preise handeln am Morgen leicht unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag. Der Dollar-Kurs hat zu gestern an Wert verloren und billigt damit die in Dollar gehandelten Ölimporte.  

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral  

30.08.2018 

ICE Gasoil nach DOE auf 3 Monatshoch katapultiert 

Die sinkenden Ölexporte des Iran hatten den Markt in Atem gehalten. Gestern kam dann noch eine US Benzinnachfrage auf Rekordniveau sowie Abbauten bei den US Produkt- und Rohölbeständen hinzu. Die wöchentliche Statistik zur US Ölversorgung des DOE gilt als ein Indikator für die aktuelle Gesamtversorgungslage und die hat sich damit in der letzten Woche nicht unbedingt verbessert. 

Die Ölpreise reagieren entsprechend auf die Zahlen und sind bei Gasoil bereits auf ein 3-Monatshoch gestiegen. Für das Inland kommt noch hinzu, dass durch die niedrigen Pegelstände am Rhein kaum Ware verfügbar ist und auch die Nachversorgung über die Binnenschifffahrt durch die hohen Frachtraten teuer ist. So lange keine Niederschläge in Sicht sind und die Pegelstände nicht substantiell steigen, so wird sich an dieser Konstellation auch nicht viel ändern. 

An den Börsen selbst zeichnet sich auch nicht unbedingt ein Stimmungswechsel an. Die IEA warnt vor einer sich weiter verknappenden Versorgungslage zum Jahresende und einer gleichzeitig hohen Nachfrage aus Asien. 

Entgegenwirken könnte diesem Mechanismus die steigende Ölproduktion der USA und weitere Kapazitäten von OPEC und Nicht-OPEC Ländern, die aktiviert werden können.  

auch heute Morgen dürfen wir uns erneut auf Preissteigerungen einstellen. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral  

29.08.2018 

Rallye ausgebremst – Technische Verkaufssignale vor DOE Zahlen 

Die iranischen Ölexporte sinken schneller als gedacht und sind damit bereits seit letzter Woche das Top Thema an den internationalen Märkten. Die jüngsten Einschätzungen zeigen allerdings, dass die Verfügbarkeit des iranischen Öls schneller als gedacht abnimmt und somit die Preise an den Ölbörsen stützt. Das letzte Mal, als sich Brent im Juni der 80 Dollar näherte, hatte die OPEC eine Anhebung der Förderung und Aufweichung der Produktionsquoten beschlossen. Das Kartell hat damit gezeigt, dass es versucht bei zu hohen Ölpreisen entgegenzusteuern. 

Auf der anderen Seite könnte auch die Produktion von Nicht-OPEC Ländern in den kommenden Wochen und Monaten wieder steigen und die Preise so etwas unter Kontrolle behalten. 

Die Analysten sehen Brent daher weiter in der Handelsspanne zwischen 65 und 80 Dollar, bis die US Sanktion gegen den Iran in der ersten Hälfte 2019 ihre volle Wirkung entfalten. Seit 4,5 Monaten bewegt sich Brent innerhalb einer Spanne zwischen 70 und 80 Dollar.  

unterm Strich deuten sich bei den Preisen zunächst einmal leichte Spielräume für Preisnachlässe an, sollte die knappe Verfügbarkeit im Inland nicht erneut zu Preisaufschlägen führen. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

28.08.2018 

Ölbörsen zum Wochenauftakt fester – Technische Verkaufssignale deuten sich an 

Zuletzt waren die Meldungen zum Versorgungsausblick bullish. Der Einfluss ist jetzt bereits grösser als einige Experten vermutet hatten, weshalb die Möglichkeit besteht, dass die bisherigen Prognosen zur Versorgungslage korrigiert werden müssen und Ende des Jahres wieder eine deutliche Unterversorgung entsteht. 

Man versucht abzuschätzen, ob die OPEC und die USA ihre Produktionsmenge in ausreichendem Masse steigern kann, um die Ausfälle des Iran auszugleichen. Die Risikoprämie wird daher selbst mit einem ausgeglichenen Markt zunehmen. 

Welchen Einfluss der Handelsstreit zwischen USA und China haben wird, ist noch immer schwer abzusehen. Dieser könnte das globale Wirtschaftswachstum deutlich verringern und damit das Ölnachfragewachstum ausbremsen.  

Der Markt bleibt momentan weiter in der Konstellation, dass man Versorgungsknappheit zum Jahresende fürchtet, weshalb man sich mit spekulativen Short-Positionen mit langer Laufzeit zurückhält. Auf der anderen Seite könnte aber auch zusätzliches Öl aus den OPEC Ländern und Russland auf den Markt kommen, die zuletzt eine Produktionssteigerung angekündigt hatten. 

Die Futures hatten in den frühen Morgenstunden ihre Vortageshochs geknackt und damit weitere Aufwärtspotenziale angedeutet.  

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish

27.08.2018 

Gewinnmitnahmen nach überhitzter Rallye – Verkaufsimpulse bleiben noch aus 

Die Sanktionen der USA gegen den Iran scheinen wirkungsvoller zu sein, als man bisher gedacht hatte. 

Aktuell sanktionieren die USA vor allem Finanztransaktionen in Dollar mit dem Iran, aber auch Versicherungsgeschäfte sind von den Massnahmen betroffen. Die Sanktionen gegen die Ölindustrie selbst sollen erst am 4. November in Kraft treten. Doch auch wenn sich die bisherigen Schritte nur indirekt auf die Ölexporte des Irans auswirken, so sollen die Exporte bereits gesunken sein. Damit ist der Effekt jetzt schon stärker als einige den Gesamteinfluss, mit den direkten Sanktionen gegen die Ölexporte, einschätzten. 

Die übrigen Ölproduzenten werden ihre Ölproduktion zwar wohl anheben, doch ob diese die Exportausfälle ausgleichen können ist überaus fraglich. Entweder sinkt die Verfügbarkeit oder die Reservekapazität, im Zweifel nimmt aber beides ab. 

Mit diesem Ausblick ist die Unsicherheit am Markt gestiegen und Trader meiden derzeit das bilden von spekulativen Verkaufspositionen. Die fundamentale Grundausrichtung ist damit momentan leicht bullish einzuordnen. 

Hinzu kommt im Inland die angespannte Versorgungslage entlang der Rheinschiene, da seit Wochen nur begrenzte Importmengen zur Verfügung stehen. 

Heute Morgen bleiben die Futures in einer relativ engen Handelsspanne auf hohem Niveau. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish 

24.08.2018 

Preise ziehen am Morgen an – Knappheiten im Inland sorgten für Preissprung 

Die US Ölbestandsabbauten vom Mittwoch, in Verbindung mit den erneut gemeldeten Abbauten in Cushing, Oklahoma, sorgen für etwas Unruhe am Markt. Wenn die USA die Sanktionen gegen den Iran weiter intensiviert, könnte das Angebot stärker sinken. Die Versorgungslage würde sich damit verschlechtern, während die Reservekapazität abnimmt. Unerwartete Produktionsausfälle können dann womöglich nicht mehr ausgeglichen werden und könnten die Preise enorm stützen. 

Im Handelsstreit zwischen USA und China konnte kein Durchbruch erzielt werden, sodass die bereits eingesetzten Zölle erst einmal bleiben. Sollten die Zölle weiter zunehmen, hat dies einen negativen Einfluss auf das Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum. 

Im Inland werden unterdessen Knappheiten gemeldet. Die niedrigen Wasserstände haben die Importmengen reduziert, sodass hier die Preisniveaus gestern besonders stark zulegten. 

An den Ölbörsen setzt sich am Morgen die leicht bullishe Stimmung durch und die Preise ziehen über die Vortageshochs hinaus an. Nach den Preissprüngen gestern zeichnen sich heute somit erneut moderate Preisanhebungen ab. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

23.08.2018 

Aufwärtsbewegung mit bullishen DOE Zahlen fortgesetzt

Nach den Bestandszunahmen in den letzten Wochen, meldete das DOE nun wieder Abbauten bei den Rohölvorräten und den Gesamtbeständen. Durch die leicht bullishe Stimmung gestern war es daher nicht verwunderlich, dass man auf diese Zahlen mit einer Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen reagierte.

In den USA nehmen die Bestände ab, die Sanktionen gegen den Iran werden das Ölangebot reduzieren und zwischen China und den USA versucht man sich in dieser Woche an einer Annäherung im Handelsstreit. Dies reduziert die Gefahr einer Abkühlung der Weltwirtschaft sowie einem damit verbundenen negativen Einfluss auf das Ölnachfragewachstum.

Der Markt ist allerdings nicht eindeutig bullish zu sehen. Einige der stützenden Einflüsse dürften mit den Aufwärtsbewegungen der letzten Tage bereits eingepreist sein, sodass wir fundamental nun wieder auf neutral gehen. Die Unsicherheiten bleiben am Markt daher weiterbestehen und sorgen für eine hohe Volatilität.

Spannend könnte auch die Auswirkung des abgesagten Börsengangs der Saudi Aramco sein. Ohne den Börsengang könnte der Zusammenhalt bei den Produktionsmengen der OPEC und Nicht-OPEC Länder abnehmen.

Für heute zeichnen sich damit deutliche Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

22.08.2018 

Bullishe API Bestandsdaten – Futures bleiben weiter fest

Die Gesamtkonstellation bleibt an den Ölbörsen in dieser Woche bisher wenig verändert. Trader erwarten einen deutlichen Rückgang der Ölexporte aus dem Iran. Bisher ist nicht bekannt um wieviel die Exporte und die Produktion mit den Sanktionen seit Anfang August gesunken ist.

Neben der Unsicherheit in der Causa Iran bleiben aber auch offene Fragen bezüglich der Handelsbeziehungen zwischen USA und China. Die gegenseitigen Strafzölle hatten den Handel und das Wirtschaftswachstum beider Länder zuletzt belastet und damit auch das Potenzial das Ölnachfragewachstum auszubremsen. Die Hoffnung, dass bei den für diese Woche angesetzten Verhandlungen zwischen beider Länder zu einem Durchbruch kommt, hellt die Stimmung diesbezüglich etwas auf.

Der Markt ist momentan sehr Stimmungsgetrieben und bleibt damit wohl auch in den kommenden Tagen und Wochen volatil. Bis dahin werden heute die US Ölbestandsdaten im Fokus stehen. 

Die Rheinfracht ist wieder gestiegen und erreicht sein Jahreshoch. Aufgrund dessen wird ein kleiner Preisaufschlag zu erwarten sein.

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish

21.08.2018

Futures klettern über GD 7 Linie – USA geben strategische Reserven frei

Zuletzt haben sich die Sorgen um eine Abkühlung des globalen Wirtschaftswachstums gemehrt, die auf die Ölnachfrage in der Regel einen grossen Einfluss hat. Den Verbraucher würde dies sicherlich freuen, denn weniger Ölverbrauch bedeutet in der Regel günstigere Ölpreise.

Der Handelsstreit zwischen USA und China hat die Märkte somit zuletzt belastet, weshalb die für diese Woche angesetzten Gespräche die Preise tendenziell stützen.

Die US Regierung hat zwar einen Teil der strategischen Reserven freigegeben hat, um mögliche Knappheit durch die Sanktionen gegen den Iran vorzubeugen, letztlich ist dies aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Die freigegebene Menge ist kein Vergleich zu dem erwarteten Exportrückgang.

Angesichts der kommenden Sanktionen gegen den Iran und der Unsicherheit beim Ölnachfragewachstum, ist der Markt sehr volatil und für Experten schwer einzuschätzen. Kurzfristig wird sich der Fokus nun auf die Gespräche zwischen USA und China sowie auf die US Ölbestandsdaten richten, von denen man Abbauten bei den Rohölvorräten rechnet.

Durch den günstigeren Dollar deuten sich bei den Preisen unterm Strich leichte Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish

20.08.2018

Aufwärtsbewegung durch GD7 ausgebremst – Anzeichen einer schwachen Nachfrage

In der letzten Woche sind die US Ölbestände deutlich gestiegen, was die Märkte belastet hatte. Auch die Ölförderung Libyens, die wieder zugenommen haben soll sorgte für eine weiche Tendenz, sodass die Ölpreise die Woche mit Verlusten beendeten.

Sollte die Wirtschaft abkühlen, so könnte das zu einem starken Preisverfall an den Ölbörsen führen.

Die harten Sanktionen gegen die iranischen Ölexporte stehen momentan noch aus und sollen Anfang November beginnen. Sollten diese das Angebot allerdings spürbar reduzieren, so ist mit einem Preisanastieg zu rechnen. Saudi-Arabien und andere Länder haben angekündigt den Markt weiter gut versorgen zu wollen, denn man will nicht riskieren, dass das Wirtschaftswachstum durch zu hohe Ölpreise noch schneller abkühlt.

Der Markt wird daher weiter extrem volatil bleiben. Heute Morgen stabilisieren sich die Futures zunächst um den Bereich der späten Preise von Freitagabend. Bei den Inlandspreisen heute Morgen ist mit Abwärtspotenzialen zu Freitag zu rechnen. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral

17.08.2018

Futures nach Konsolidierung auf der Suche nach Richtung

In dieser Woche gab es mit der Produktionssteigerung in Libyen und den unerwarteten Aufbauten der US Ölbestände einige bearishe Faktoren, die die Ölpreise belasteten. Der Handelsstreit zwischen China und USA war ebenfalls ein bearishes Element am Markt, sorgen die Strafzölle doch tendenziell für ein geringeres Wirtschaftswachstum und damit auch für ein schwächeres Ölnachfragewachstum. Langfristig bleibt die Unsicherheit, ob sich das Nachfragewachstum im Herbst/Winter wieder nachhaltig erholen wird und wie stark die Sanktionen der USA gegen den Iran das Angebot belasten werden. Mit diesem Spannungsfeld aus kurzfristig bearishen und mittelfristig bullishen Faktoren kann sich der Ölpreis nur schwer in die ein oder andere Richtung bewegen. Entsprechend bleibt die Unsicherheit am Markt und damit auch die potenzielle Volatilität der Kurse hoch.

Heute Morgen starten die Futures im Bereich der Vortageshochs in den Handel. Bei den Inlandspreisen für heute Morgen deuten sich daher nur kleinere Preisveränderungen zu gestern ab.

Fundamental; bearish                       Chartanalyse; neutral

16.08.2018 

Mehr Öl und Nachfragesorgen – Brent nach DOE mit 4 Monatstief

Am Markt geht seit Monaten die Sorge um, dass sich das globale Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage durch den internationalen Handelsstreit zwischen den USA und anderen Ländern abkühlen könnte. Auch die Krise in der Türkei ging zuletzt nicht spurlos am Ölmarkt vorüber. Die Bestandsaufbauten bei den US Ölvorräten, in Verbindung mit einer gestiegenen Rohölförderung gestern, tragen ebenso zu einer bearishen Stimmung bei. Die US Rohölvorräte sind zum ersten Mal seit Monaten wieder über das 5 Jahres Durchschnittsniveau gestiegen.

Auch wenn die fundamentale Konstellation erstmals für weichere Preise spricht, so bleibt das Problem der US Sanktionen gegen den Iran bestehen. Zudem bremst die Meldung, dass China und die USA im Handelsstreit wieder das Gespräch suchen, das Abwärtspotenzial. Die Futures an der ICE kommen von den Tiefstständen aus der Nacht zurück, bleiben im Vergleich zu Gestern aber noch deutlich unter den Nachmittagswerten. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher weiter Preisnachlässe zu Gestern an. 

Fundamental; bearish                       Chartanalyse; neutral

15.08.2018 

Futures starten unter Vortageswerten – Fester Dollar und gestiegene US Bestände

Die OPEC hatte mit ihrem Monatsbericht eine Entspannung der Marktlage in Aussicht gestellt und sich damit gegen die Berichte von IEA und EIA gestellt. Doch ganz aus der Welt ist die Einschätzung der OPEC nicht, der Handelsstreit zwischen USA und anderen Ländern wird die globale Wirtschaft sicherlich nicht stützen.

Die Krise der türkischen Lira macht den Ölmarkt zunehmend schwerer ausrechenbar. Der Druck auf die Lira nimmt heute wieder zu. Nachdem sich die Lira gestern stabilisierte, nahm der Druck auf die Ölpreise ab. Bei den US Ölbestandsdaten des API von gestern Nacht zeichnen sich im Bereich der Versorgung positive Entwicklungen ab. Dies könnte der US Ölförderung wieder Potenzial geben zu wachsen.

Marktteilnehmer warten auf die US Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr. Sollten diese die Aufbauten des API bestätigen, könnte sich der Verkaufsdruck nochmals verstärken. Auch wenn der sinkende Euro/Dollar-Kurs die Ölimporteure verteuern, deuten bei den Inlandspreisen Abbauten zum Vortag an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral

14.08.2018 

Stimmung an Ölbörsen angeschlagen – Futures brachen im späten Handel kurzzeitig ein

Die OPEC schätzt die Nachfrageentwicklung etwas pessimistischer als EIA und IEA ein. Gleichzeitig rechnet man mit einer steigenden Förderung der Nicht-OPEC Länder, sodass die Abhängigkeit von der OPEC abnimmt und sich die Versorgungslage tendenziell verbessert.

Sollten EIA und IEA dieser Einschätzung künftig folgen, könnte dies die Ölpreise noch stark belasten. Die Probleme der türkischen Lira sind momentan ebenso ein bearisher Aspekt am Markt, wie auch die offenbar in Cushing, Oklahoma, gestiegenen Rohölvorräte. Trader werden hier allerdings noch auf bestätigende Zahlen des API und DOE warten, die heute Nacht bzw. morgen Nachmittag bekanntgegeben werden.

Die Stimmung scheint mit den Problemen der Lira und den international zunehmenden Handelszöllen angeschlagen. Wie stark die US Sanktionen gegen den Iran die Versorgungslage beeinflussen ist die große Unbekannte am Markt. In der momentanen Konstellation könnten Bestandsaufbauten in den USA die Preise allerdings belasten, weshalb die Zahlen des API und DOE nun in den Fokus rücken werden. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral

13.08.2018

Futures nach Preisanstieg zum Wochenauftakt fest

Nach einem starken Nachfragewachstum im ersten Quartal hatte sich der Bedarfszuwachs im zweiten und dritten Quartal spürbar abgeschwächt. Zum vierten Quartal hin erwartet die IEA allerdings wieder eine deutliche Erholung. Gleichzeitig sind die Sanktionen gegen den Iran zum Jahresende ein Risiko auf Seiten des Angebots. Wenn die Exporte des Landes deutlich sinken, wird dies die Preise stützen, da der Exportrückgang bislang noch nicht vollständig an den Börsen eingepreist ist.

Nachdem die USA hier einen Alleingang macht und sich die EU, China, Russland und auch Indien nicht aktiv an den Sanktionen beteiligen, dürften die Exporte nicht so stark sinken, wie bei den letzten Sanktionen von 2011 bis 2015.

Bleiben die Strafzölle zwischen den USA und anderen Ländern weiter bestehen, oder verschärfen sich, dürfte dies einen negativen Einfluss auf das Ölnachfragewachstum haben. China hat Gegenzölle bereits auf Benzin und Diesel erhoben.

Die Futures bleiben allerdings auf relativ hohem Niveau, und mit dem noch immer nachgebenden Euro/Dollar-Kurs ist bei den Preisen mit einem deutlichen Preisanstieg zu rechnen.

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

10.08.2018 

Abwärtspotenzial möglicher Weise ausgereizt – Futures konsolidieren auf niedrigerem Niveau 

Die überraschend gute Versorgungslage, die das DOE am Mittwoch für die USA meldete, hatte die Ölpreise zur Mitte der Woche deutlich belastet. Auch die Sanktionen zwischen China und Russland sind in dieser Woche ein wichtiger Faktor, da Peking mit Strafzöllen auf Benzin und Diesel nun erstmals auch den Ölsektor im Handelsstreit sanktioniert.  

Für den Ölpreis in den USA ist dieser Ausblick belastend, da China einer der größten Importeure von US Rohöl ist. Physische Händler müssten dann zusehen, dass sie neue Abnehmer für ihre Ware finden und diese dann vermutlich günstiger als bisher anbieten. Darin liegt dann vermutlich das Hauptrisiko des Handelsstreits, denn ein geringeres Wirtschaftswachstum bedeutet immer auch ein geringeres Ölnachfragewachstum. 

Während die internationalen Strafzölle somit ein Belastungsfaktor für die Ölpreise bleiben, sind die anstehenden Sanktionen der USA gegen den Iran bisher vermutlich noch nicht vollständig eingepreist. Gibt es keine Einigung zwischen den USA und dem Iran bleibt das Abwärtspotenzial daher aller Voraussicht nach begrenzt. Aus fundamentaler Sicht ist die Einschätzung also wieder neutral einzustufen. 

Für Heute deutet sich bei den Preisen leichtes Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

09.08.2018 

Chinas neue US Zölle und DOE Bestandsdaten lassen Preise sinken 

Mit den bearish ausgefallenen US Ölbestandsdaten und den weiteren Zöllen Chinas auf Importe aus den USA, hat sich der Markt wieder auf kurzfristig bearishe Aspekte konzentriert. Meldungen, wonach Rohöl in der Nordsee auch wieder vermehrt in Tanker eingelagert werden, sind ein Indiz, dass der Markt momentan gut versorgt zu sein scheint. 

Die EIA sieht den Markt in ihrem Monatsbericht zwar knapper als noch im Juli und hat damit die Preiserwartungen insgesamt nach oben angepasst, letztlich liegen die Preisprognosen für die kommenden Quartale aber unterhalb der aktuellen Niveaus, sodass die EIA durchaus leichte Abwärtspotenziale sieht. 

Die Sanktionen der USA gegen den Iran werden in den kommenden Monaten im Fokus stehen. Bis November will Trump die Rohölexporte des Iran deutlich reduzieren, doch Experten erwarten, dass dies nicht in dem Ausmaß klappen wird. 

China könnte die Sanktionen gegen den Iran eventuell sogar nutzen um noch mehr Rohöl aus Teheran zu beziehen und dabei von einem Preisvorteil zu profitieren.  

Für heute sind bei den Preisen Abwärtspotenziale gegenüber gestern zu erwarten. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

08.08.2018 

EIA sieht knappere Marktlage - API Bestandsdaten ohne Impuls  

Die EIA hat ihre Aussicht für die Entwicklung der Versorgungslage angepasst und schätzt diese deutlich knapper als noch im letzten Monat ein. In 2018 rechnet man nun mit einer Unterversorgung. Vor allem in den USA verlangsamt sich das Produktionswachstum, da die Transportkapazitäten zuletzt nicht so schnell wachsen konnten wie die Förderung zulegte. 

Die EIA geht dennoch davon aus, dass sich die Ölpreise bis Anfang des kommenden Jahres wieder nach unten orientieren. Die Preisprognosen wurden im Vergleich zur letzten Einschätzung allerdings nach oben korrigiert, wobei vor allem die langfristigen Erwartungen stark angepasst wurden. 

Auch die US Sanktionen gegen den Iran rücken wieder in den Fokus, was allerdings kaum überraschen dürfte. Die gestern von Trump verabschiedeten Sanktionen treffen Öl nicht direkt, doch sein Twitter Kommentar sorgt für Unruhe. Wer Geschäfte mit dem Iran mache, werde keine Geschäfte mehr mit den USA machen, so seine Ankündigung. Auch die Produktionskürzung der Saudis im Juli trägt nicht unbedingt für eine Entspannung der Marktlage bei. Die bullishen Meldungen überwiegen momentan. 

Heute Morgen deuten sich leichte Abwärtspotenziale an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral 

07.08.2018 

Futures mit festem Start in die Woche – Iran und Saudi-Arabien sorgen für Unsicherheit 

Saudi-Arabien hatte im Juli seine angekündigte Rekordproduktion von knapp 10,8 Mio. B/T verfehlt und hat die Förderung offenbar bewusst gekürzt. Das Land macht damit auch klar, dass man den Ölpreis weiterhin in der Spanne zwischen 70 und 80 Dollar kontrollieren will. 

Steigt der Preis zu stark, wird man die Produktion nach Bedarf anheben und bei sinkenden Preisen wieder Angebot vom Markt zurücknehmen. Die Preissenkungen stellen aber auch sicher, dass man jederzeit Abnehmer findet und so aktiv das Angebot nach Belieben variieren und die Preise kontrollieren kann. 

Die Lage könnte sich schnell ändern, sollten die USA und Iran eine Einigung im Streit um das Atomabkommen finden. Momentan ist der Iran allerdings nicht gesprächsbereit, so lange die USA vertragsbrüchig sind und sich nicht an den ausgehandelten Vertrag aus 2015 halten. Trump wiederum wird wohl nicht klein beigeben und den Austritt aus dem Abkommen rückgängig machen, weshalb alle Meldungen rund um dieses Thema weiter genau beobachtet werden 

für heute Morgen deuten sich nur leichte Preissteigerungen an.  

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

06.08.2018 

Technisches Kaufsignal – Futures starten unterhalb der Vortageshochs 

Zur Ölproduktion Saudi-Arabiens gibt es mittlerweile unterschiedliche Einschätzungen und Berichte. Wie viel genau gefördert wurde ist nicht klar. Experten sehen darin weniger Förderprobleme in Saudi-Arabien selbst, sondern vielmehr Schwierigkeiten die gesamte Menge am Markt absetzen zu können. 

Auch die Preissenkungen der Saudis lassen vermuten, dass man noch Absatzprobleme hat und mit der aggressiven Preispolitik Käufer anlocken will.  

In dieser Woche sollen die US Sanktionen gegen den Iran anfangen zu greifen. Bis November sollen diese dann vollständig implementiert werden, sodass nun mit Spannung erwartet wird, wie stark die iranischen Ölexporte zurückgehen werden. Während die abnehmenden Exporte die Preise stützen, bleibt der Handelsstreit zwischen USA und China ein Belastungsfaktor. 

Die Chinesen haben nun begonnen die US Energieexporte mit Strafzöllen zu belegen und die USA bereitet bereits die nächste große Runde an Zöllen vor. 

Der Markt bleibt durch die weiter zahlreichen Faktoren, die in unterschiedliche Richtung wirken, vermutlich weiter volatil, sodass bei den Preisen mit leichten Preissteigerungen zu rechnen ist. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

03.08.2018 

Preissprung im späten Handel - Short-Coverings, Militärübung des Iran und sinkende US Bestände 

In der starken Abwärtsbewegung am Dienstag und Mittwoch hatte sich der Markt etwas bereinigt. 

Die iranische Armee könnte weitere Spannungen zwischen USA und dem Iran hervorrufen und so wieder zur Anhebung der Risikoprämie führen. Während sich die Versorgungslage insgesamt gebessert hat, nachdem die OPEC und Russland die Ölförderung deutlich gesteigert haben und noch immer anheben, sind die Vorräte in Cushing, Oklahoma, äußerst knapp. In den kommenden Tagen wird sich nun zeigen müssen, ob sich mit der Aufwärtsbewegung von gestern nun ein neuer Trend nach oben entwickeln wird, oder ob dies lediglich eine Korrekturbewegung innerhalb eines beginnenden Abwärtstrends ist. Auch der Handelsstreit zwischen USA und China könnte die Ölnachfrage belasten. Die Trump Administration erwägt schließlich die Strafzölle gegen China anzuheben. Heute Morgen bleiben die Futures auf dem höheren Niveau von gestern Abend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher momentan starke Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

02.08.2018 

Mehr Öl auf dem Markt - Futures nach Preisrutsch auf 2 Wochentief 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten sowohl bullishe als auch bearishe Elemente. Letzteres dürfte überwiegen, da die Rohölimporte noch immer gering waren und die Bestände stiegen. 

Für etwas Nervosität sorgt der gemeldete Rückgang der US Rohölförderung. Nicht nur aus den USA sieht der Markt eine höhere Förderung auf sich zukommen, auch aus Brasilien und Russland kommt immer mehr Rohöl. Wie stark dies die Marktlage der kommenden Monate beeinflusst, wird sich in den neuen Monatsreports in der kommenden Woche zeigen. Unsicherheit besteht vor allem beim Einfluss der geplanten US Sanktionen gegen den Iran, die ab November ihre Wirkung entfalten sollen.  

Die Produktionssteigerungen von OPEC und Russland werden bereits jetzt schon umgesetzt, sodass diese deutlich vor den Sanktionen gegen den Iran die Versorgungslage verbessern. Die Futures an den Ölbörsen erholen sich in den Morgenstunden von den späten Tagestiefs gestern, bleiben allerdings auf niedrigerem Niveau. Es deuten sich im Vergleich zu gestern höchstens noch geringe Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

31.07.2018 

Gewinnmitnahmen in der Nacht – Trump bereit zum Treffen mit Rouhani 

Die Preise haben sich auch zum Start in die neue Woche weiter innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends entwickelt. Es gibt zwar immer wieder stützende und belastende Impulse, letztendlich waren diese bisher aber nicht stark genug, um die derzeitige Preisentwicklung nachhaltig zu beeinflussen. 

Sollte es jedoch zu einem neuen Abkommen zwischen den USA und dem Iran kommen oder sich dieses zumindest abzeichnen, so dürften die Ölpreise deutlich nachgeben. Fallen die Sanktionen weniger schlimm aus, wäre die Versorgungslage im Herbst und Winter damit deutlich besser als bisher angenommen. 

Kurzfristig wartet man in dieser Woche nun aber auf die US Ölbestandsdaten. Experten werden vermutlich mehrheitlich mit Abbauten bei den Vorräten rechnen, jedoch könnten verschobene Importe von letzter Woche die Bestände steigen lassen. 

Mit den Kommentaren Trumps gaben die Futures in der Nacht nach und so ist mit geringfügigen Preisnachlässen zu rechnen. 

Die Rheinfrachten sind, aufgrund sinkenden Wasserpegels weiterhin steigend. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

30.07.2018 

Anzeichen eines steigende Ölangebots löste Gewinnmitnahmen aus 

Ende Juli scheint es so, als wären die Produktionssteigerungen noch nicht vorbei. Russland hat weitere Anhebungen in Aussicht gestellt, nachdem man zusammen mit Saudi-Arabien und den übrigen Mitgliedern der OPEC die Förderung bereits gesteigert hatte. 

Stützend für die Ölpreise bleiben aber die US Sanktionen gegen den Iran, die die Ölexporte des Landes einschränken werden. Wie umfangreich der negative Effekt sein wird, ist momentan noch schwer abzusehen, klar ist aber der Zeitplan. Die USA peilen den 4. November an, zu dem die Sanktionen ihre volle Wirkung entfalten sollen. Unternehmen aus Europa haben ihre Rohölimporte aus dem Iran bereits eingestellt, sodass Länder wie China und Indien die freiwerdenden Mengen nutzen, um die eigenen Käufe aufzustocken. 

Bis die Sanktionen einen spürbaren Einfluss auf die globale Verfügbarkeit haben, wird es also noch etwas dauern. Die Produktionssteigerungen der OPEC und Russland sind allerdings bereits umgesetzt, sodass das Angebot unterm Strich zugenommen hat. 

Der Preisrückgang vom Freitag zeigt seine Wirkung und zunächst ist einmal mit moderaten Preissenkungen zu rechnen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

27.07.2018

Ölpreise weiter im Aufwärtstrend – Umleitung der Ölexporte nach Europa bleibt stützend 

Sinkende Bestände in den USA, Probleme bei den Ölexporten aus dem Persischen Golf in Richtung Europa und eine Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und Europa sind derzeit die meist thematisierten Faktoren am Markt. Während die ersten beiden für eine Reduzierung des Angebots sprechen, stützt letzteres tendenziell die Ölnachfrage.

Damit sind die jüngsten Meldungen allesamt Aspekte, die für eine knappere Marktlage sprechen und somit die Preise stützen. Entsprechend ist die Stimmung am Markt auch bullish einzuordnen, wenngleich dies bisher nicht zu einer Preisrallye führt. Denn die aktuellen Niveaus liegen in etwa im Bereich der Handelsspanne zwischen 70 und 80 Dollar, die für die OPEC scheinbar ein erstrebenswerter Level ist.

Der Markt scheint sich nun einzupendeln, sodass der Aufwärtstrend der letzten beiden Wochen die Preise wieder hat steigen lassen.

Heute Morgen bleiben die Ölpreise erst einmal auf höherem Niveau und bedeuten moderarte Preissteigerungen. 

Fundamental; bullish                        Chartanalyse; neutral  

26.07.2018

Angriff auf saudischen Öltanker – Preise ziehen in der Nacht an 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben gestern eine weitere Verknappung der Versorgung in den USA signalisiert und sind damit klar bullish zu bewerten. Schwankungen bei den Importen und Exporten haben den Einfluss allerdings reduziert.

Der gedämpfte Einfluss der Bestandsveränderungen wird allerdings vom Richtungswechsel im Handelsstreit zwischen USA und EU sowie durch die Einstellung der Ölexporte Saudi-Arabiens durch das Rote Meer überlagert. Der Angriff auf Tanker zeigt, dass die Sicherheitslage in der Region durch den innerpolitischen Konflikt im Jemen angespannt bleibt. Möglicherweise werden auch andere Länder die Exporte durch die Straße von Bab el Mandeb vorübergehend einstellen, was die Ölpreise an stützt.

Sollten sich EU und USA in den internationalen Handelsfragen wieder annähern, wäre dies sicherlich positiv für die Weltkonjunktur. Unterm Strich begünstigen die jüngsten Entwicklungen allesamt Preisanstiege, sodass die fundamentale Konstellation nun wieder bullish zu interpretieren ist.

Bei den Preisen deuten sich daher aktuell nur kleinere Preissteigerungen an. 

Fundamental; bullish                        Chartanalyse; neutral  

25.07.2018

Ölpreise nach API und Investitionsplan Chinas fester 

Die Preise an den Ölbörsen bewegten sich in den letzten Tagen mit einem leichten Aufwärtstrend. Impulse könnten heute von den US Ölbestandsdaten des DOE kommen, die die Preise noch einmal stützen können, sollten die Abbauten des API bestätigt werden.

Letztlich befindet sich der Markt in einem Spannungsfeld aus mehreren unsicheren Faktoren, die vermutlich noch eine ganze Weile schwer einzuschätzen bleiben. Spannungen zwischen den USA und dem Iran wirken stützend, doch bisher hat der Markt eine mögliche Blockade der Straße von Hormus – ein Nadelöhr für die Ölexporte aus dem arabischen Raum – nicht eingepreist. Würde man dies als eine aktuell ernst zu nehmende Bedrohung sehen, würden die Ölpreise deutlich über 80 Dollar handeln.

Neben dem Iran wird auch das Ölnachfragewachstum genau beobachtet, das durch die Strafzölle der USA ausgebremst werden könnte. Auch die Produktionssteigerung der OPEC bleibt ein Thema, dessen Effekt nur schwer abzuschätzen bleibt.

Nach den bullishen API Daten von gestern Nacht notiert ICE Gasoil heute Morgen auf höherem Niveau, sodass sich aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern andeuten. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral  

24.07.2018

Gewinnmitnahmen folgten auf technische Käufe – Contango zeigt leichte Entspannung an 

Offenbar gehen die Trader an den Ölbörsen nicht davon aus, dass uns jetzt eine akute Preisrallye ins Haus steht. Zumindest nicht, wenn überraschende Ereignisse ausbleiben. Die Liquidation von Long-Positionen und der Wechsel der Strukturkurve bei Brent von Backwardation in Contango, im kurz- bis mittelfristigen Bereich, sind entsprechende Indizien.

Wie sich die Stimmung im Markt weiter entwickeln wird, hängt vermutlich von drei wesentlichen Faktoren ab; die Sanktionen der USA gegen den Iran und deren Einfluss auf die Verfügbarkeit am Weltmarkt. Trotz offenbarer Ausnahmeregelungen für einige Länder soll das Ziel bleiben, die internationalen Ölverkäufe des Irans komplett zum Erliegen zu bringen.

Dagegen wirkt die steigende Ölförderung der USA, der OPEC sowie Russland, die das Ölangebot gesteigert haben. Ebenfalls dämpfend auf die Preise wirken die neuen Zölle, nachdem die USA eine Spirale von Strafzöllen gegen diverse Wirtschaftsräume in Gang gesetzt hat. Damit wird der Warenverkehr reduziert, das globale Wirtschaftswachstum ausgebremst und in der Konsequenz das globale Ölnachfragewachstum reduziert

Zu gestern Vormittag dürften sich jedoch die Preissteigerungen durchsetzen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral  

23.07.2018

Säbelrasseln zwischen Rouhani und Trump – Ölpreise wenig verändert zu Freitag 

Vor einigen Wochen hatte man Angst vor einer zu knappen Versorgungslage, sodass die OPEC und ihre Verbündeten die Produktionskürzungen aufgeweicht hatten. Saudi-Arabien war bemüht so schnell und so viel Öl wie möglich auf den Markt zu bringen, um die Sorge vor Engpässen zu vermeiden. Nach dem Preisrutsch von knapp 80 in den unteren Bereich der 70 Dollar hat sich die Tonlage aus Saudi-Arabien wieder gewandelt.

In der letzten Woche war man bemüht zu signalisieren, dass man den Markt nun nicht mit Rohöl fluten wird. Die Reaktionen auf die Preisentwicklung zeigt, dass man offenbar versucht ist eine Balance zwischen 70 und 80 Dollar zu schaffen.

Unsicherheiten bieten allerdings die Spannungen zwischen den USA und Iran, oder etwa der Handelsstreit zwischen den USA und anderen Volkswirtschaften wie China und der Eurozone. Die Folge beider Faktoren lassen sich allerdings nur schwer abschätzen, da sich diese wohl erst später im Jahr zeigen werden.

So deuten sich zum aktuellen Zeitpunkt leichte Preisnachlässe zu Freitag an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

20.07.2018

Erhöhte Volatilität und Test des GD 7 Widerstands 

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI hat wieder abgenommen, nachdem dieser in den letzten Wochen und Monaten zum Teil bei über 10 Dollar lag. In den USA gab es Kapazitätsprobleme an Pipelines, mit denen Rohöl aus dem Landesinneren an die Golfküste transportiert wird.

Die Ankündigung Saudi-Arabiens, dass die Ölexporte im August wieder sinken werden, ändert nichts daran, dass die Saudis wohl weiter auf Rekordniveau fördern. Der Rückgang der Ölexporte ist zum Hochsommer nicht ungewöhnlich, da das Land zum Betrieb von Klimaanlagen in dieser Zeit einen höheren Eigenbedarf an Energie hat.

Mittel- bis Langfristig wird jetzt viel von den Sanktionen gegen den Iran abhängen und wie viel Rohöl hierdurch vom Markt verschwinden wird. Der andere große Faktor ist der Handelsstreit und der damit verbundene negative Einfluss auf das Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum. Der Markt wird in dieser Zeit weiter auf einzelne Meldungen reagieren, bis absehbar wird, wie sich beide Faktoren auf die Balance am Markt auswirken. Die Volatilität ist und bleibt daher erhöht.

Unterm Strich deuten sich somit aber dennoch leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bullish 

19.07.2018

Futures an ICE und NYMEX ziehen nach DOE an 

Die wöchentlichen US Ölbestandsdaten werden zunehmend durch zum Teil starke Veränderungen bei den wöchentlichen Importen und Exporten verzerrt. Die großen Unterschiede von Woche zu Woche können durch wenige Schiffe hervorgerufen werden.

Trader haben sich daher auf die Produktnachfrage konzentriert. Diese hat sich positiv entwickelt und liegt bei Benzin über dem Vorjahreswert. Für Analysten ein wichtiger Faktor, denn die Sommernachfrage ist eine wichtige saisonale Veränderung. Während sich die Nachfrage in den USA positiv zu entwickeln scheint, gibt es allerdings an anderen Stellen Bedenken.

Der Handelskrieg zwischen den USA und anderen Volkswirtschaften wird das globale Wirtschaftswachstum und damit auch die Ölnachfrage negativ beeinflussen. Noch hat man die Prognosen für 2019 weitestgehend unverändert belassen, aber der Ausblick ist tendenziell negativ.

Von daher hat sich bei Brent eine Handelsspanne zwischen 70 und 80 Dollar über die letzten Monate ergeben, dessen Untergrenze man sich zuletzt angenähert hat. Damit sind die bearishen Aspekte auch zunehmend eingepreist, womit das fundamentale Abwärtspotenzial abgenommen hat.

unterm Strich zeichnen sich erhebliche Preissteigerungen zum Vortag ab. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

18.07.2018

Ölpreise bleiben auf niedrigerem Niveau – US Ölbestände laut API gestiegen 

Investoren wägen momentan ab, wie sich die Versorgungslage in absehbarer Zeit verändern wird. Saudi-Arabien produziert offenbar deutlich mehr als noch im letzten Monat, was auch andere Produzenten innerhalb und außerhalb der OPEC dazu animieren wird ihr Angebot aufzustocken. Die von der OPEC angekündigte Produktionssteigerung könnte damit schon bald überschritten sein.

Insbesondere jedoch die Überlegungen der US Regierung, die eigenen strategischen Reserven anzuzapfen, sorgen am Markt für Aufsehen.

Diese Konstellation hat eine Preisrallye unwahrscheinlicher werden lassen, sodass die Käuferseite in den letzten Tagen geschwächt wurde.

Die vom API gemeldeten unerwarteten US Ölbestandsaufbauten haben einen späten Aufwärtstest gestern Abend ausgebremst. Eigentlich erwartet man sinkende Vorräte. Sollte das DOE die Zahlen des API heute Nachmittag jedoch bestätigen, könnte es an den Börsen weiter nach unten gehen.

Letztlich deuten sich somit rein rechnerisch aktuell leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

17.07.2018

Brent und Gasoil mit 3-Monatstief – Preisrutsch im Inland 

Saudi-Arabien fördert mehr Öl als in den letzten Monaten, und scheinen ihre Produktion immer weiter anzuheben, worauf Berichte über Extralieferungen in Richtung Asien hindeuten. Nach der Lockerung des Produktionsabkommens wird auch von Russland eine deutliche Produktionssteigerung erwartet.

In Libyen gibt es am Sharara Ölfeld zwar ein paar Probleme, insgesamt hat sich die Lage dort in der letzten Woche aber deutlich verbessert.

Unterdessen hat China im Juni deutlich weniger Rohöl als zuvor importiert und die Wirtschaft hat sich abgekühlt, und das bereits bevor die negativen Einflüsse des Handelsstreits zwischen USA und China ihre Auswirkungen haben zeigen können. Kein positiver Ausblick für die globale Ölnachfrage.

Die Versorgungslage hat sich dadurch im Vergleich zur Lage von vor zwei oder drei Wochen erheblich verbessert, Spekulative Marktteilnehmer tun sich mit diesem Ausblick schwer nun auf einen Preisanstieg zu setzen, sodass die fundamentale Konstellation tendenziell leicht bearish eingeschätzt wird.

Nachdem die Ölbörsen auch heute Morgen im Bereich ihrer 3-Monatstiefs liegen, deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen Preisnachlässe ab. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

16.07.2018

Ölpreise im Vergleich zu Freitag fester – USA erwägen Freigabe von strategischen Ölreserven

 

Kurzfristig hat sich die Versorgungslage erst einmal wieder stabilisiert. Auch wenn die Sicherheitslage instabil bleibt, so steigt erst einmal das Ölangebot, was sich letzte Woche bei den Preisen bearish bemerkbar machte. Doch die Marktlage bleibt insgesamt angespannt.

Die OPEC und Russland wollen zu starke Preissteigerungen verhindern, da dies die Ölnachfrage negativ beeinflusst. Bei etwa 80 Dollar Brent wird die Schmerzgrenze gesehen, da die Produzenten bei Erreichen dieses Niveaus die Förderung zuletzt angehoben hatten.

Auch die US Regierung fürchtet zu hohe Öl- bzw. Spritpreise, da diese nicht gut bei der Wählerschaft ankommen. Eine Freigabe der strategischen Reserven ist bei der aktuellen Versorgungslage und Ölpreisen zwar nicht unbedingt akut notwendig, viel größer wäre allerdings die Symbolik dahinter.

Der Markt scheint sich nun erst einmal eingependelt zu haben, nachdem die Niveaus in der letzten Woche von ihren Langzeithochs zurückkamen.

Heute Morgen notieren die Futures zwar unter den Hochs vom Freitag, bleiben allerdings dennoch oberhalb der Vor- und Nachmittagswerte. unterm Strich ergeben sich bei den Preisen Aufwärtsspielräume.

 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

 

13.07.2018

Futures am Morgen wenig verändert – Angebot 2019 wächst schneller als Nachfrage 

Die IEA hatte in ihrem gestrigen Monatsreport vor einer Abnahme der Produktionsreserven gewarnt, wodurch die Märkte anfällig für Produktionseinbrüche und Aufwärtsbewegungen werden können. Hohe Preise verlangsamen das Nachfragewachstum, was das Kartell auf jeden Fall verhindern will.

Die Reservekapazität ist zwar eine wichtige Kenngrösse, auf die aktuelle Versorgungslage hat dies allerdings nur geringen Einfluss. Hier war in dieser Woche insbesondere entscheidend, dass die Exporte in Libyen wieder freigegeben wurden.

Bei der langfristigen Markteinschätzung, gibt es trotz all der Warnungen, auch zwei Werte die auf eine bessere Versorgungslage im kommenden Jahr hoffen lassen. Die globale Ölnachfrage soll 2019 laut IEA zulegen, das Ölangebot von den Nicht-OPEC Ländern hingegen wird mit einem Wachstum erwartet. Sollte sich dies bewahrheiten sinkt im nächsten Jahr die Abhängigkeit vom OPEC Öl, während sich die Versorgungssicherheit verbessert.

Heute Morgen bleiben die Futures an der ICE deutlich über den späten Tiefs von gestern Abend, jedoch unterhalb der Werte von gestern Vormittag. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

12.07.2018

Libyen und US Handelsstreit lassen Ölpreise einbrechen 

2019 sollte sich die Lage wieder spürbar verbessern. Auch wenn viel über Unterinvestitionen gesprochen wird, die OPEC Einschätzung deutet an, dass die Preise langfristig nicht stark steigen werden – zumindest, wenn es keine außerplanmäßigen Ausfälle gibt.

Die US Sanktionen gegen den Iran sowie die Produktionsausfälle in Libyen waren in den letzten Tagen und Wochen die wichtigsten Elemente, die die Preise hoch hielten. In beiden Bereichen gibt es nun aber eine überraschende Entwicklung. Die USA werden Ausnahmeregelungen für einige Abnehmerländer prüfen. In Libyen sind die Exporthäfen wieder offen und kann so die Verfügbarkeit am Weltmarkt wieder schnell steigen lassen.

Die Marktlage hat sich damit unterm Strich massiv entspannt. Im Handelsstreit zwischen USA und China hingegen bleiben die Fronten verhärtet, was das Wirtschaftswachstum und den Ölverbrauch dämpfen sollte.

Mit den aktuellen Entwicklungen ist die fundamentale Stimmung plötzlich gekippt und hat eine leicht bearishe Ausprägung eingenommen. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

11.07.2018

Futures geben in der Nacht nach – USA mildern Iran-Sanktionen ab 

Die EIA hatte gestern Abend ihren Monatsreport veröffentlicht. Dabei ist vor allem die Einschätzung zur Ölproduktion der OPEC interessant. Die Förderung für Juni wurde zwar leicht nach oben korrigiert, für Juli rechnet man allerdings nun wieder mit einem deutlichen Rückgang der Förderung, obwohl Saudi-Arabien seinen Output weiter steigert. Dies unterstreicht, dass man auch bei der EIA davon ausgeht, dass die Produktionssteigerungen nicht ausreichen, um die ungeplanten Ausfälle in Libyen und anderen Ländern zu kompensieren.

Vor allem kurzfristig sieht man die Preise daher fester als zuletzt und korrigiert die Preiserwartungen für Q3 und Q4 nach oben. Erst im kommenden Jahr geht man von einer Entspannung der Versorgungslage und von einem Überangebot aus.

Die knappe Verfügbarkeit macht den Markt anfällig für Produktionsausfälle. Vermutlich ist das auch der Grund, weshalb die USA sich nun doch vorstellen kann einige Länder von den Sanktionen gegen den Iran auszunehmen.

Die fundamentale Grundposition bleibt daher tendenziell leicht bullish. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral 

10.07.2018

Versorgungsprobleme und Charttechnik - Preise ziehen an 

Die kanadischen Öllieferungen bleiben länger als bisher erwartet auf reduziertem Niveau, sodass die US Ölbestände tendenziell weiter abnehmen. Während dies in erster Linie den US Markt trifft, steht Europa mit den weiter fehlenden Mengen aus Libyen auch nicht gerade besser dar.

Die Häfen Libyens bleiben geschlossen, sodass die Ölförderung nun immer weiter sinkt. Die Ausfälle kommen hier zu einer denkbar ungünstigen Zeit, denn durch die US Sanktionen nehmen auch die Lieferungen aus dem Iran immer mehr ab.

Die OPEC hat ihre Produktion zwar erhöht, doch können diese – wenn überhaupt – gerade einmal die temporären Probleme kompensieren. Selbst wenn die OPEC alle ihre Reservekapazitäten aktiviert, hätte das Kartell keine Möglichkeit eine Verknappung zu verhindern.

Selbst im Falle der Aktivierung dieser Reserven, ist der Markt dann weiteren unplanmäßigen Produktionsausfällen schutzlos ausgeliefert. Angesichts der momentanen Nachrichtenlage scheint der Markt kurzfristig eher anfällig für Aufwärtstests.

Die Futures ziehen in den Morgenstunden an und ergeben daraus zum Teil deutliche Preissteigerungen. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish 

09.07.2018

Preise ziehen trotz Produktionssteigerung zum Auftakt an 

Die OPEC hat im Juni die Ölförderung offenbar bereits steigern können, wobei hier Saudi-Arabien einmal mehr der ausschlaggebende Faktor war. Die Steigerung wurde damit bereits vor dem OPEC Meeting am 22. Juni erreicht, bei dem das Kartell eine Anhebung der Produktionsmengen offiziell beschloss. Um wie viel die Länder der OPEC ihre Förderung allerdings tatsächlich gesteigert haben, werden die kommenden Monatsreports von EIA, OPEC und IEA in dieser Woche zeigen.

Auch wenn die OPEC ihre Produktion steigert, so wird die kurzfristige Versorgungslage wohl weiter knapp bleiben die globalen Bestände sinken.

Erst mit einer Erholung der Ölförderung in Libyen und Kanada, könnte dies die Preise wieder unter Druck bringen. Solange dies nicht geschieht, bleiben die Preise vermutlich weiterhin fest und in der Spanne zwischen 72 und 80 Dollar.

Heut Morgen orientieren sich die Ölpreise an ICE und NYMEX nun erst einmal wieder leicht nach oben, wobei von fundamentaler Seite richtungsweisende Impulse bisher fehlen.  

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

06.07.2018

Futures gaben nach DOE nach – Handelsstreit zwischen USA und China belastet 

Überraschender Weise sind die Rohölbestände der USA zuletzt nicht mehr gesunken, sondern haben laut DOE in der Vorwoche zugelegt. Angesichts der zahlreichen Ausfälle, insbesondere aus Kanada, sicherlich unerwartet und bringt etwas Entspannung in den Markt.

Während die US Ölbestände gut dastehen belastet der Handelsstreit zwischen den USA und China bzw. Europa die Preise. Das Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt und könnte sich damit auch negativ auf das Ölnachfragewachstum auswirken. In dem sich generierten Spannungsfeld wird ein hohes Mass an Unsicherheit generiert, sodass die Marktteilnehmer vor allem auf aktuelle Wasserstandsmeldungen, sowie die US Ölbestände, reagieren.

Auch wenn es potenziell bullishe Faktoren am Markt gibt und die Produktionssteigerung der OPEC vermutlich nicht ausreicht, um alle Ausfälle zu kompensieren, belasten heute Morgen der Handelsstreit sowie die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern Abend.

Auch wenn es potenziell bullishe Faktoren am Markt gibt, belasten heute Morgen der Handelsstreit sowie die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern Abend die aktuellen Preise. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

 05.07.2018

Preisnachlässe nach ruhigem US Feiertag 

Bei den US Ölbeständen wird in dieser Woche wieder ein klarer Bestandsabbau angenommen. Die Versorgungslage bleibt in den USA vermutlich weiter knapp. Ebenso wie auch in anderen Regionen, denn die Produktionsausfälle haben in den letzten 2 Wochen stark zugenommen.

Momentan gibt es zahlreiche unerwartete Lieferprobleme aus mehreren Ländern. Zum Teil sind diese, wie in Kanada nur vorübergehend. In anderen Fällen, wie in Libyen, ist eine Normalisierung nicht abzusehen. Wie viel die OPEC nun tatsächlich mehr produzieren kann und wird, ist ebenfalls noch unklar, sodass am Markt ein hohes Mass an Unsicherheit vorherrscht. Einig scheint man sich darüber zu sein, dass die aktuelle Mehrproduktion der OPEC nicht ausreicht, um die vorübergehenden Ausfälle auszugleichen.

Eine deutliche Preisrallye bleibt dennoch aus. Zum einen wird sich die Verfügbarkeit wieder verbessern und zum anderen könnte die USA mit der Freigabe strategischer Reserven einem Anstieg entgegenwirken, während Saudi-Arabien die weitere Steigerung seiner Fördermengen in Aussicht gestellt hat.

Heute wird das Handelsinteresse vermutlich wieder zunehmen, wobei der Markt weiter volatil bleiben dürfte. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

04.07.2018

Preise ziehen nach API Daten wieder an – Geringeres Volumen wegen US Feiertag

Die gestrige Ankündigung der Saudis macht klar, dass das Königreich einen starken Preisanstieg, der sich negativ auf die Nachfrage auswirken könnte, entgegenwirken möchte.

Die kurzfristige Versorgungslage ist mit Ausfällen unerwartet knapp geworden. Diese Entwicklung war bei Beschluss der Produktionssteigerung der OPEC Ende Juni nicht abzusehen. Unterm Strich sind diese Ausfälle alleine schon größer als die angekündigte Produktionssteigerung der OPEC.

Während die Saudis eventuell noch etwas Luft haben um die Förderung anzuheben, wird in den USA gemunkelt, dass Trump strategische Reserven freigeben könnte, um die Preise zu drücken. Dafür spricht, dass die USA mehr Reserven als von der IEA gefordert hält und die Regierung diese Mengen eigenständig freigeben kann.

Die Konstellation ist insgesamt wenig stabil, weshalb die Märkte wohl weiter volatil bleiben und sich keine klare Richtung entwickelt.

Wegen des US Feiertages (Independence Day) ist heute mit einem geringeren Handelsvolumen zu rechnen.

Die Rheinfracht hat sich innert Wochenfrist um 10.00 CHF/to. verteuert.

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish

03.07.2018

Weitere Produktionsausfälle aber technische Verkaufssignale 

Die US Ölförderung steigt weiter und auch die OPEC Länder, die Reservekapazitäten haben, heben ihre Förderung nach dem OPEC Beschluss vom 22. Juni an. Der Markt blickt somit auf jede Menge zusätzliches Öl, allerdings bleibt die klare bearishe Wirkung aus. Der bearishe Effekt der Rekordproduktion in den USA bleibt daher sehr begrenzt, zumal der Markt parallel mit Lieferunterbrechungen aus Kanada zu kämpfen hat.

Auch wenn die OPEC und Nicht-OPEC Länder zusätzliche Mengen an Öl an den Markt bringen, so fallen durch ungeplante Unterbrechungen mindestens so viele Öllieferungen auch aus, weshalb die Preise weiter auf hohem Niveau bleiben und höchstens kurzzeitige Abwärtskorrekturen möglich sind. Wenn die Ausfälle allerdings behoben werden können, besteht die Möglichkeit einer deutlichen Bewegung nach unten.

In Bezug auf die Nachfrage scheint sich zudem das Wachstum nun abzuschwächen. Die Nachfrage ist nicht nur im Inland gering, auch global ist der Bedarf nach den guten Monaten vom Jahresbeginn abgeflaut.

die Preise bleiben allerdings noch unterhalb der Niveaus von gestern Mittag.  

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

02.07.2018

Abwärtsreaktion an Ölbörsen zum Wochenauftakt 

Zuletzt haben die Produktionsausfälle die Nachrichten dominiert. In Venezuela sinkt die Produktion bereits seit längerem stetig und die USA sanktioniert die Regierung weiter. Im Iran nehmen die Exporte anscheinend ebenfalls bereits ab, nachdem die USA auch hier harte Sanktionen für diejenigen angekündigt haben, die ihre Käufe nicht vollständig einstellen.

Die OPEC will diese Ausfälle kompensieren, damit die Versorgungslage nicht zu knapp wird. Entsprechend hatte das Kartell mit seinen verbündeten Rohölproduzenten Ende Juni beschlossen die Förderung anzuheben. Doch mittlerweile sind weitere Ausfälle in Libyen, Kanada und Kasachstan hinzugekommen, die die Versorgungslage noch einmal verschlechtert haben.

Letztlich bleibt die aktuelle Markt- und Versorgungslage undurchsichtig. Ständige Produktionsausfälle und unklare Zahlen zu den Produktionssteigerungen von OPEC und den Nicht-OPEC Ländern machen es derzeit sehr unübersichtlich. Trader reagieren daher oft auf einzelne Nachrichten, sodass die Preise volatil bleiben.

Der Tweet von Donald Trump vom Wochenende könnte die Ölpreise zum Wochenende wieder negativ beeinflusst haben, denn die Futures geben zum Handelsauftakt deutlich nach. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

29.06.2018

Saudis Produktionssteigerung kann Ausfälle nur zum Teil kompensieren 

Die Produktionssteigerung der Saudis ist nicht einmal ausreichend die neuen unerwarteten Produktionsausfälle zu kompensieren. Daher wird dies auch nicht zu einer verbesserten Marktlage führen. Gleichzeitig nimmt die Reservekapazität der OPEC mit jeder Produktionssteigerung ab, sodass man weitere ungeplante Ausfälle im Angebot kaum mehr wird auffangen können. Insofern überwiegen derzeit die bullishen Einflüsse am Markt und Trader meiden - trotz der angekündigten Produktionssteigerung der OPEC - Short-Positionen.

Die kurzfristig aufgetretenen Ausfälle haben damit die bearishe Wirkung des OPEC Beschlusses mehr als neutralisiert. Auch wenn die bullishen Meldungen zuletzt Oberhand hatten, so könnten die Preise wieder nachgeben, sofern die Förderprobleme in Kanada und Kasachstan wieder behoben sind.

Gut möglich, dass die Preise nach der momentan bullishen Phase wieder nachgeben werden.

Die aktuelle Marktlage ist damit weiterhin knapp und mit der Aufwärtsbewegung der letzten Tage wurde zwar schon ein Grossteil der Einflussfaktoren eingepreist, nichtsdestotrotz bleibt die fundamentale Konstellation noch immer leicht bullish.  

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral  

28.06.18

Preisrallye nach DOE und weiteren Produktionsausfällen 

Die OPEC hatte am Freitag letzte Woche eine Steigerung der Ölförderung bekanntgegeben und dennoch steigen die Preise an und markiert ein neues 3,5 Jahreshoch. Es ist fast so, als hätte es das OPEC Meeting mit der Anhebung der Produktionsmenge gar nicht gegeben.

Die Reservekapazität der Öl produzierenden Länder reicht unter den aktuellen Gesichtspunkten nicht aus, um die Ausfälle zu kompensieren, sodass sich vermutlich ein Defizit ergibt, d.h. die Nachfrage das Angebot übersteigt. Die Bestände und die Versorgungssicherheit werden weiter abnehmen und auch die steigende US Rohölförderung ändert daran nicht viel, denn begrenzte Pipeline Kapazitäten verhindern, dass das im Inland geförderte Rohöl schnell an die Exporthäfen kommt und damit den Weltmarkt erreicht.

Wenn sich die Konstellation nicht wieder entspannt, ist es gut möglich, dass Brent noch einmal die 80 Dollar ins Visier nimmt. Die fundamentale Lage ist mit den zahlreichen Ausfällen und den starken US Ölbestandsabbauten somit vorerst weiter bullish.

Dies ergibt deutliche Preissteigerungen im Vergleich zu gestern. 

Fundamental; bullish                        Chartanalyse; neutral  

27.06.2018

Niedrige US Rohölbestände und US Sanktionen stützen die Preisniveaus 

Unerwartete Ausfälle und die Steigerung der Rohölproduktion durch die OPEC haben die Konstellation am Markt wieder nachhaltig verändert. Libyens Produktionsausfälle sind vermutlich ein längerfristiges Problem, da die Infrastruktur beschädigt wurde. Hinzu kommen Versorgungsprobleme aus Kanada, wo weniger in die USA geliefert werde, nachdem dort eine Aufbereitungsanlage wohl für den gesamten Juli ausfällt.

Hinzu kommt nun noch der erwartete Rückgang der Verfügbarkeit aus dem Iran, die mit der neuen Ankündigung der US Regierung umfangreicher als bisher gedacht sein könnte.

Dem gegenüber steht die Produktionssteigerung der OPEC und Nicht-OPEC Ländern. Damit würden die Rückgänge des Iran zwar kompensiert werden, jedoch nicht zusätzlich die Ausfälle in Kanada und Libyen.

Mit den starken Abbauten bei den gemeldeten US Rohölbeständen, sowie mit der neuen Drohung der USA bezüglich der iranischen Ölexporte, dürfte auch bei einer Produktionssteigerung Saudi-Arabiens und Russlands das Abwärtspotenzial vorerst begrenzt sein, sodass die fundamentale Konstellation leicht bullish eingeschätzt wird.

für Heute deuten sich deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental; neutral bis bullish                    Chartanalyse; neutral bis bullish 

26.06.2018

Markt verarbeitet OPEC Entscheidung – Analysten sehen Preise stabil bis fester 

Die OPEC hat die Anhebung der Förderung bekanntgegeben. Da die Summe der Anhebung nicht nach oben überraschte, blieb eine deutliche Abwärtsbewegung an den Ölbörsen aus. Zwar zogen die Preise nach bekannt werden der Veränderung an, doch zum Wochenauftakt blieb eine Rallye am Markt aus.

Saudi-Arabien, Russland und übrige Produzenten haben clever agiert und sich eine maximale Flexibilität gesichert. Man wird mehr Öl an den Markt liefern und wenn es unerwartete Ausfälle gibt, kann die Produktion weiter gesteigert werden.

Unsicherheiten im Markt bestehen derzeit vor allem im Bezug auf die Produktionsmengen des Iran und Venezuela, wo man wegen Sanktionen der USA und Probleme in der Infrastruktur mit einem Rückgang der Förderung und Exporte rechnet. Der Handelsstreit zwischen USA, China und der EU könnte die Ölnachfrage dämpfen.

ICE Gasoil bleibt in den Morgenstunden im Bereich der Vormittagswerte von Montag. Der Euro/Dollar-Kurs hat allerdings angezogen, was den Inlandspreisen leichte Nachlässe zu gestern ermöglicht. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

 25.06.2018

Preisrückgang zum Handelsauftakt an ICE – Gewinnmitnahmen nach Freitagsrallye 

Nach wochenlangen Spekulationen haben OPEC und Nicht-OPEC Länder nun erst einmal für Klarheit gesorgt. Die Produktionskürzungen bleiben weiter intakt, sollen künftig aber nicht mehr übererfüllt werden. In Ländern wie Venezuela oder Angola sank die Förderung deutlich stärker als zu Beginn des Abkommens gedacht. Diese Fehlmengen dürfen nun von den anderen Produzenten, proportional ihrer Quotierung, ausgeglichen werden.

Formal besteht die Möglichkeit die Ölproduktion um knapp 1 Mio. B/T anzuheben, real werden es aber wohl 0,6 Mio. B/T sein. Der OPEC Entscheid wird nun also dafür sorgen, dass sich die Versorgungslage wieder verbessert, was prinzipiell bearish ist.

Die von der OPEC getroffene Massnahme werde dafür sorgen, dass der Markt in der zweiten Jahreshälfte von einer Unterversorgung in eine Überversorgung wechsle. Offen bleibt aber der Produktionsrückgang, der in Venezuela und durch die US Sanktionen auch im Iran zu erwarten ist.

Im Vergleich zu Freitag ist heute Morgen noch mit geringfügigen Preisanhebungen zu rechnen. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

22.06.2018

OPEC ist sich weitestgehend einig – Iran stellt sich noch quer

In Libyen bleiben die Produktionsausfälle weiter bestehen und noch ist nicht klar, wie schnell sich die Förderung hier erholen kann. Der Markt interessiert sich momentan aber ohnehin nur am Rande für diese Ereignisse, denn das heute anstehende OPEC Meeting steht voll im Mittelpunkt.

Während der Iran weiter gegen eine Anhebung ist, zuvor aber dennoch angab, dass man sich unter gewissen Umständen einer Veränderung der Produktionsmengen vorstellen könne, sind sich die meisten Länder offenbar bereits einig. Die Aussicht auf eine Aufweichung des Abkommens wäre ein erster Schritt hin zu einem gänzlichen Ende der Kürzungen, wenngleich sich dieses noch bis zum Jahresende hinziehen könnte.

Trader haben eine Anhebung sicherlich auch schon zu einem gewissen Anteil eingepreist, dennoch bleibt ein gewisses Maß an Unsicherheit.

Die Futures zogen in den Morgenstunden durch Short-Coverings an und sorgen so letztlich dafür, dass sich aktuell geringe Preisnachlässe andeuten.

21.06.2018

Irans Widerstand gegen Produktionssteigerung bröckelt – Ölpreise weicher zu Vortag 

Während die US Ölbestandsdaten des DOE wenig Einfluss auf die Ölpreise hatte, richten sich die Augen der Marktteilnehmer nun voll und ganz auf die OPEC in Wien. Am morgigen Freitag beginnt das offizielle Meeting, bei der eine Entscheidung über Produktionsmengen früh fallen soll.

Sah es Anfang der Woche noch nach einem Konflikt mit Ländern wie Venezuela, Iran und Irak aus, die gegen eine Produktionssteigerung sind, so scheint sich nun ein Kompromiss abzuzeichnen.

Größter Stolperstein für eine Anhebung der Förderung schien bisher der Iran zu sein, der nun aber hatte durchblicken lassen, dass er sich eine Zustimmung vorstellen könne, wenn die Steigerung Sinn ergebe und nicht auf Drängen der USA hin zu Stande komme.

Entsprechend werden die Spekulationen nun weiter zunehmen und der Markt entsprechend reagieren.

Für heute deuten sich gegenüber gestern leichte Preissenkungen an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

20.06.2018

Richtungsloser Handel – Trader warten auf Zeichen aus der OPEC 

Die Ölförderung Venezuelas sinkt kontinuierlich, die Exporte des Iran haben durch die US Sanktionen bereits abgenommen und werden vermutlich weiter abnehmen, während die Produktion in Libyen durch Angriffe eingebrochen ist und wohl auch lange auf niedrigem Niveau bleiben wird.

Analysten gehen deshalb davon aus, dass die OPEC die Produktion in der zweiten Jahreshälfte anheben wird. Wenn überhaupt werden die zusätzlichen Mengen aber gerade einmal ausreichen, um die ungeplanten Ausfälle von OPEC Mitgliedern aufzufangen.

Eine Einigung ist vor allem deshalb schwierig, da lediglich Russland (Nicht-OPEC Mitglied), Saudi-Arabien, die Vereinten Arabischen Emirate und Kuwait Potenzial für eine Produktionssteigerung haben. Die meisten Marktteilnehmer erwarten dennoch einen Kompromiss und eine geringe Produktionssteigerung, mit der man einen Teil der ungeplanten Ausfälle ausgeglichen wird.

Theoretisch könnten Russland und Saudi-Arabien sich auch einen Alleingang wagen und die Produktionsgrenzen ignorieren. Dann riskiert man aber die erst letztes Jahr zurückgewonnene Glaubwürdigkeit und Disziplin zu verspielen.

Vor der OPEC Entscheidung bleibt der Markt extrem volatil. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

19.06.2018

Geringer als erwartete Produktionssteigerung zeichnet sich ab 

Die OPEC steht vor einer intensiven Woche. Erste Ölminister des Kartells treffen schon in Wien für das am Freitag angesetzte Meeting ein, bei dem eine Entscheidung über die Produktionsmengen erfolgen soll. Während Saudi-Arabien und Russland die Ölproduktion deutlich steigern wollen, haben Länder wie der Iran, Irak und Venezuela ihren Widerstand angekündigt.

Ein Streit oder ein Zerbrechen des Bündnisses, wäre das denkbar schlechteste Ergebnis für alle Beteiligten. Daher zeichnet sich nun ein Kompromiss ab, der eine Anhebung der Ölförderung vorsieht.

Dem Markt steht damit eine volatile Woche ins Haus, wobei der Ausgang der Verhandlungen zwischen den OPEC Mitgliedern und den übrigen Produzenten offen ist.

Die Versorgungslage bleibt durch die ungeplanten Produktionsausfälle daher vermutlich knapp. Auf der anderen Seite belastet der Handelsstreit der USA mit anderen Ländern die Ölpreise. Dies wird das Nachfragewachstum negativ beeinflussen können, wenn nicht bald eine Lösung gefunden wird.

Bei den Preisen bedeutet dies moderate Preissteigerungen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

18.06.2018

Preise zum Wochenauftakt deutlich weicher – Trader glauben an Produktionsanhebung 

Saudi-Arabien und Russland haben intern verschiedene Optionen mit einer Produktionssteigerung vorgelegt. Beide Länder haben eigenen Angaben zu Folge auch schon reagiert und ihre Produktion gesteigert. Ein klares Signal, dass man um jeden Preis mehr Öl fördern wird, im Zweifel auch gegen den Widerstand anderer Länder.

Dies führt zu Spannungen mit anderen OPEC Länder, denn Iran, Irak und Venezuela wollen ein Veto gegen eine Anpassung der Quoten einlegen. Kommt es zu einem offenen Streit, könnte die Zusammenarbeit eventuell komplett dahin sein, was allerdings das denkbar schlechteste Ergebnis für alle am Produktionsabkommen beteiligte Länder wäre.

Letztlich wird dies den Markt volatil halten, bis sich dann eine Lösung abzeichnet.

Belastend wirken sich auch die Strafzölle zwischen USA und China, sowie zwischen USA und Europa aus. China hat nun Gegenmaßnahmen angekündigt und wird nun auch Ölimporte aus den USA mit höheren Einfuhrzöllen belegen.

Die Ölbörsen zeigen sich zum Auftakt der Woche dennoch weiter nachgiebig und fallen bereits unter die Freitagstiefs zurück.

 Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

15.06.2018

Nachgebende Ölpreise: Erwartung einer Produktionsanhebung belasten 

Wichtigstes Thema am Markt sind die Produktionskürzungen und ob diese künftig zurückgefahren werden. Saudi-Arabien und Russland waren 2016 die treibenden Kräfte, nun sprechen sich beide Länder für einen schrittweisen Ausstieg aus den Kürzungen aus.

Die Versorgungslage sei zu knapp, die Bestandsziele längst erreicht und die Gefahr von weiteren Ausfällen in Ländern wie Iran und Venezuela treiben die Preise auf ein zu hohes Niveau. Dadurch verliere man Marktanteile.

Saudi-Arabien und Russland haben ihre Produktion sogar bereits erhöht und so klar gemacht, wie ernst ihnen dieses Vorhaben ist. Andere Länder des Abkommens sind gegen eine Produktionssteigerung, da diese keine Möglichkeit haben die eigene Förderung anzuheben und die großen Verlierer wären, wenn die Ölpreise sinken.

Auf Grund der Tatsache, dass die beteiligten Länder sich nicht einig sind, wird es vor dem Meeting am 22. Juni vermutlich nicht zu einer klaren Aussage kommen.

Der Euro/Dollar-Kurs musste gestern einen deutlichen Preisrutsch hinnehmen, sodass die Preise  anziehen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

14.06.2018

Bullishe US Ölbestandsdaten haben Abwärtsbewegung verhindert 

Die Zahlen des DOE sind klar bullish, allerdings vermutlich verzerrt. So wie die Daten in dieser Woche auffällig einseitig waren, waren sie es auch in der vorigen Woche, nur eben in die andere Richtung. Da die Daten auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen, können die Werte Schwankungen und Verzerrungen unterliegen. In der kommenden Woche sollten sich die Daten dann allerdings wieder "normalisieren".

Nach den Monatsreports in dieser Woche ist klar, dass sich die Marktlage weiter verknappt hat und die globalen Ölbestände unter den 5 Jahresdurchschnitt gesunken sind. Auf der einen Seite ist die knappe Marktlage bullish, auf der anderen bietet diese nun ein Argument für Saudi-Arabien und Russland die Produktionssteigerung durchzusetzen. In Anbetracht dieser Konstellation scheint es für die OPEC nur folgerichtig zu sein die Förderung wieder anzuheben, um den Markt in dieser Phase nicht zu stark zu verknappen.

Die Öl-Futures bleiben am Morgen auf den hohen Niveaus und verteuern damit die Preise. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

13.06.2018

Gestiegene US Ölbestände – Preise geben in der Nacht nach 

Die OPEC hat in ihrem Monatsreport die Ölnachfrage und das Ölnachfragewachstum gestern unverändert belassen, allerdings nach Veröffentlichung des Monatsberichts auch erwähnt, dass man Sorgen habe, dass sich die globale Wirtschaftsentwicklung abkühle.

Die OPEC rechnet dabei mit einer stärker als bisher erwarteten Produktionssteigerung der Nicht-OPEC Länder. Letztlich ein bullisher Effekt, jedoch auch ein Zeichen, dass die OPEC ihr Ziel erreicht hat und nun mit der Anhebung der Ölproduktion beginnen kann, nachdem Saudi-Arabien und Russland ihre Förderung bereits gesteigert haben.

Marktteilnehmer warten nun auf den letzten wichtigen Monatsbericht der IEA, der am späten Vormittag veröffentlicht wird. Dieser kann erneut klare Impulse setzen, ebenso wie die Daten des DOE am späten Nachmittag. Nach den Zahlen des API ist die fundamentale Grundkonstellation am Morgen in der Tendenz jedoch zunächst leicht bearish einzustufen.

Für heute deuten sich momentan nur kleine Anpassungen an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral bis bearish 

12.06.2018

Preise geringfügig fester – Warten auf Trump und Monatsberichte 

Saudi-Arabien und Russland machen bereits ernst und haben die Ölproduktion offenbar schon angehoben und planen eine erneute Anhebung im Juni.

Schon vor einem möglichen gemeinsamen Beschluss von OPEC und Nicht-OPEC Ländern die Produktionskürzungen zu lockern, werden die beiden Länder damit aktiv. Dies könnte nun auch vermehrt andere an dem Abkommen beteiligte Produzenten dazu ermuntern die Förderung zu steigern. Meldungen wie diese limitieren die Aufwärtsspielräume, zumal auch die US Produktion Woche für Woche neue Rekordstände erreicht.

Bezüglich der Marktlage werden die Trader nun auf neue Impulse von der OPEC warten. Die Finanzmärkte und auch Trader an den Ölbörsen haben ein genaues Auge auf den Verlauf des Treffens in Singapur zwischen Trump und Kim. Ein positiver Ausgang könnte die Risikobereitschaft steigern und so auch zu Kursbewegungen bei Aktien, Devisen und Ölpreisen sorgen.

In den Morgenstunden bleiben die Ölpreise auf dem höheren Niveau von gestern Abend. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

11.06.2018

Preise zum Wochenauftakt etwas weicher – Saudi-Arabien hat Produktion bereits erhöht 

Am 22. Juni treffen sich die Vertreter der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die gemeinsam die Ölförderung gekürzt hatten, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Saudi-Arabien und Russland hatten eine Anhebung der Mengen angekündigt, ohne dies mit den anderen Ländern abzusprechen, und offenbar bereits die Produktion angehoben.

Für Marktteilnehmer bedeutet dies vor allem, dass die Produktionssteigerung ziemlich sicher kommt, wenngleich nicht ganz klar ist, in welchem Umfang. Und darüber hinaus steigen mit dem Vorpreschen von Saudi-Arabien, dass offenbar die Förderung bereits angehoben hat, die Spannungen innerhalb des Produktionsabkommens. Andere Länder könnten nun versucht sein nachzuziehen und nun ebenfalls vor einem offiziellen Beschluss die eigene Ölproduktion anheben.

Mit diesem Ausblick wird das Angebot nun kurzfristig erst einmal wohl schneller steigen als die Nachfrage, auch wenn diese zum Sommer saisonal üblicher Weise zunimmt.

Durch die weiche Tendenz an den Ölbörsen, deuten sich moderate Preisnachlässe im Vergleich zu Freitag an. 

Fundamental; neutral bis bearish                  Chartanalyse; neutral 

Technische Käufe haben sich Durchgesetzt – Ölpreise starten mit neuem Wochenhoch 

In dieser Woche fielen die US Ölbestandsdaten am Mittwoch bearish aus. Eigentlich nimmt die Produktnachfrage zu dieser Jahreszeit zu, doch die Nachfrage brach förmlich ein. Die Raffinerien verarbeiteten zwar mehr Rohöl, doch die Bestände stiegen.

Wenn der Markt trotz solcher Zahlen nicht mit Preisabschlägen reagiert, ist dies ein Warnsignal, dass auf ein geringes Verkaufsinteresse hinweist. Zu hohe Ölpreise sind eine Gefahr für die eigene Marktanteile, da andere Produzenten dann verstärkt in den Ausbau der Förderung investieren. Zu niedrige Preise gemäss Marktteilnehmer sind aber auch gefährlich, da diese der OPEC den Anreiz nehmen die Produktion zu steigern.Die Bewegungen der letzten Tage geben damit wohl die Handelsspanne bis zum OPEC Meeting am 22. Juni vor, so lange keine neuen Hinweise oder unvorhergesehene Ereignisse auftreten.

Nach dem gestrigen Preisanstieg bleiben die Futures auch heute Morgen im Bereich der Wochenhochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich weitere deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

07.06.2018

Abwärtsreaktion auf DOE begrenzt – Technische Kaufsignale haben sich gebildet 

Der Markt befindet sich momentan weiter in einer unterversorgten Konstellation, da mehr Rohöl verbraucht als gefördert wird. Die Bestände sind daher wieder auf oder unter das Durchschnittsniveau der letzten fünf Jahre zurückgekehrt. Am 22. Juni werden sich OPEC und die übrigen Länder zu einer Entscheidung in Wien treffen. Erwartet wird eine Steigerung der Produktion.

Die beiden größten Probleme auf der Angebotsseite sind die sinkende Ölförderung Venezuelas und die erwarteten negativen Auswirkungen der US Sanktionen auf die iranischen Ölexporte.

In erster Linie wird eine zusätzliche Förderung bearish sein, was man in den letzten beiden Wochen mit der Abwärtsbewegung an den Ölbörsen eingepreist hat. Doch zeichnet sich keine wirkliche Verbesserung der Verfügbarkeit ab.

Für einige Marktteilnehmer war das Zahlenwerk zu bearish weshalb in der kommenden Woche sehr bullishe Zahlen folgen könnten und die Werte von dieser Woche relativieren, so dass die Abwärtsspielräume nun ausgereizt sind.

Für Heute bedeutet dies noch immer leichte Preisabschläge. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; bullish 

06.06.2018

Futures ziehen in der Nacht an - Technische Korrektur? 

Nach tagelangen Abwärtsbewegungen fehlen den Tradern nun zunehmend frische Impulse, um die Abwärtsbewegung fortzusetzen. Die Möglichkeit einer Produktionserhöhung der OPEC ist bereits seit knapp zwei Wochen im Gespräch. Ohne neue, konkrete Hinweise ist dies nun vermutlich auch erst einmal eingepreist.

Die US Regierung unterhält traditionell gute Beziehungen zu Saudi-Arabien. Diese hat man offenbar genutzt, um eine ungewöhnliche Anfrage zu stellen. Laut anonymen Informationsquellen soll die US Regierung um eine Anhebung der Produktionsmengen um 1 Mio. B/T gegeben haben. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, schon gar nicht, was die Menge angeht.

In Venezuela gibt es offenbar weiter Probleme mit den Öllieferungen, weshalb man nur noch Verladungen von Schiff zu Schiff vornehmen will. Dies könnte die Exportzahlen reduzieren und sich daher negativ auf das Ölangebot auswirken.

Trader an den Ölbörsen warten nun auf die US Ölbestandsdaten um 16:30 Uhr, die neue Impulse geben werden. Das vergangene Abwärtspotenzial scheint nun vorerst einmal ausgeschöpft zu sein. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse  neutral bis bullish 

05.06.2018

WTI im Abwärtstrend auf 1,5 Monatstief gefallen 

Die Diskussion um eine mögliche Produktionsanhebung der OPEC und Nicht-OPEC Länder hat die Marktteilnehmer aufgeschreckt. Brent verlor im Vergleich zum absoluten Jahreshoch 6,5%. Bei WTI fällt das Minus zum Jahreshoch mit 11,1% noch deutlicher aus. Dies liegt vor allem an der schnell wachsenden US Ölförderung, die das Angebot in den USA erhöht.

Diese Veränderung zeigt deutlich, dass die Trader auf die Möglichkeit der Produktionssteigerung reagiert haben und schon alleine dies ausreicht, dass die Erwartung steigender Preise abnimmt. Insgesamt untermauert dies, dass die Marktteilnehmer in Summe nun erst einmal nicht davon ausgehen, dass die bisherigen Jahreshochs in der zweiten Jahreshälfte getoppt werden.

Zur Wochenmitte richtet sich der Blick der Trader nun allmählich auf die US Ölbestandsdaten. Dabei rechnet man bei Rohöl erneut mit deutlichen Abbauten.

So lange es keine frischen Impulse aus dieser Richtung gibt, gilt das fundamentale Abwärtspotenzial nach den Kursverlusten der letzten Tage erst einmal als eingepreist.

im Vergleich zu gestern ergibt sich daraus weiteres Abwärtspotenzial. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse  neutral bis bearish 

04.06.2018

WTI weiter unterhalb der GD 7 Linie – Steigende Produktion sorgt für Gewinnmitnahmen 

Momentan beschäftigen sich die Marktteilnehmer in erster Linie damit, wann und um wie viel die OPEC ihre Ölförderung anheben wird. Dies bremst das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen aktuell aus, sodass die bisherigen Jahreshochs bis zum OPEC Meeting vermutlich nicht mehr erreicht werden.

Einige Länder werden eventuell auch schon vor der OPEC Entscheidung ihre Förderung anheben und zum "Schummeln" neigen. Dies könnte die Märkte zusätzlich belasten. Während in den USA die Ölförderung Woche für Woche neue Rekordhochs erklimmt, ist die Infrastruktur nicht darauf ausgerichtet, so viel Öl zu transportieren.

Der Juni wird potenziell zu einem der wichtigsten und volatilsten Monate in diesem Jahr. Das OPEC Meeting steht an und die Spekulationen um eine Anhebung der Förderung sind voll im Gange. Die extreme Long-Position, die sich in der ersten Jahreshälfte gebildet hatte, wird sicherlich korrigiert.

Heute Morgen bleiben die Preise unter Druck. Dies sorgt somit bei den Preisen für Abwärtspotenziale gegenüber Freitag. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse  neutral bis bearish 

01.06.2018

Produktionssteigerungen werden getestet – Öl Futures in den Morgenstunden weicher 

Die Anzeichen verdichten sich, dass die OPEC und Nicht-OPEC Länder, die ihre Produktion seit Januar 2017 gedrosselt haben, diese Begrenzung wieder ein Stück weit aufgeben und die Förderung steigern. Auch regt sich Widerstand innerhalb der OPEC, sodass bis zur Vollversammlung am 22. Juni noch einige Gespräche notwendig sind.

Am Wochenende werden sich die Ölminister aus Saudi-Arabien, Vereinte Arabische Emirate (VAE) und Kuwait treffen um eine mögliche Anhebung der Fördermenge zu besprechen. Eine Produktionssteigerung würde die Preise sicherlich belasten.

Der Markt wird so vermutlich in eine Seitwärtskonsolidierung übergehen und sich unterhalb der 80 Dollar aufhalten, bis genaueres zum Vorhaben der OPEC durchdringt.

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI nimmt weiter zu statt ab, da die US Rohölsorte nur dann von internationalen Käufern nachgefragt wird, wenn diese so günstig ist, dass man das Öl mit Trucks oder Kesselwagen aus dem Landesinnere an die Küste bringen kann.

Für heute bedeutet dies zunächst einmal leichte Abwärtsspielräume. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse  neutral