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22.05.2019

23.05.2019

Gasoil ICE London ($/to)

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23.05.2019 

Mehr Öl in den USA, aus Kasachstan und Irak – Ölpreise geben nach

Die anhaltenden Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die vermutlich über Juni hinaus verlängert werden, sorgen seit Jahresanfang für eine knappe Versorgungslage. In Verbindung mit den Sanktionen der USA ist dies der Hauptgrund für die Preissteigerung bei Brent um über 30% im laufenden Jahr. Doch die steigenden Bestände in den USA widersprechen der Vorstellung einer knappen Marktversorgung. Diese haben nunmehr das höchste Niveau seit Juli 2017 erreicht. . Auch wenn die bullishe Wirkung der geopolitischen Risiken mit den Spannungen zwischen USA und Iran, den Versorgungsproblemen durch US Sanktionen sowie der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe nicht von der Hand zu weisen sind, so wurden diese von den bearishen Bestandsdaten des DOE ausgekontert.

Parallel dazu hat sich auch der Handelskonflikt zwischen USA und China in den vergangenen Wochen nicht gerade positiv entwickelt. Auch wenn diese Faktoren bearish sind, dürfte dies die OPEC in ihrem Vorhaben bestärken, die Produktionskürzung in der zweiten Jahreshälfte zu verlängern.

In den Morgenstunden sind die Nachwirkungen der bearishen Faktoren von gestern noch zu spüren. Damit ergeben sich deutliche Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish

22.05.2019 

Gasoil nahezu unverändert – Bearishe US Bestandsdaten belasten

Es bleibt dabei, dass an den Ölbörsen das Spannungsfeld aus der Erwartung eines physisch knappen Angebots und den negativen Folgen des schlechten Wirtschaftswachstums für das Ölnachfragewachstum vorherrscht. Grundlegend hat sich daran in den letzten Wochen nicht viel geändert, was sich auch in der aktuellen Konsolidierung an den Ölbörsen ausdrückt. Die Futures bleiben durch die bullishe Grundstimmung zwar auf hohem Niveau, doch so lange die Bestände in den USA weiter zulegen und der globale Wirtschaftsausblick durch Faktoren wie den Handelsstreit zwischen USA und China gedämpft bleibt, ist auch das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen limitiert.

Die OPEC tendiert nach dem Meeting vom Wochenende zu einer Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Russland hat sich noch nicht klar zu einer unveränderten Fortsetzung bekannt. Diese Konstellation ist allerdings von den letzten gemeinsamen Maßnahmen bereits bekannt.

Mit Blick auf den saisonal im Sommer steigenden globalen Ölbedarf und den verschärften Sanktionen der USA gegen Iran und Venezuela, sorgen die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für eine bullishe Grundstimmung am Markt. Gepaart mit den erwarteten Ausfällen, wird der Markt überwiegend knapp eingeschätzt.

Für heute deuten sich bei den Preisen weitere Abschläge zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish

21.05.2019

Späte Gewinnmitnahmen sorgen für niedrigere Preisniveaus

Venezuelas Ölförderung hat mit den verschärften Sanktionen der USA stark abgenommen. Auch in der Nordsee gibt es durch unplanmäßige Ausfälle und Wartungsarbeiten weniger Rohöl für den Markt. Hinzu kommen die Lieferprobleme aus Russland über die Druzhba Pipeline, die bereits zu Lieferschwierigkeiten in Deutschland geführt haben.

Das physische Angebot am Markt ist somit weiter sehr knapp. Es scheint auch nicht so, als ob sich das bald ändern würde, denn in den Sommermonaten steigt der Bedarf an Öl tendenziell. Die Finanzmärkte preisen diese knappe Marktlage momentan aber nicht mit steigenden Preisen ein.

Grund ist zum einen der schwelende Handelsstreit zwischen USA und China. Mit der Anhebung der Zölle auf beiden Seiten haben sich die Parteien in den letzten Wochen nicht unbedingt angenähert. Die Tatsache, dass die USA nun den größten chinesischen Mobilfunkanbieter Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hatte, dürfte weitere Spannungen hervorrufen. Google darf seine Software und Betriebssysteme dem Anbieter nun nicht mehr zur Verfügung stellen, sodass Huawei weltweit einen signifikanten Wettbewerbsnachteil hat, der auch die Exporte Chinas empfindlich treffen sollte.

Trotz der fundamental bullishen Konstellation deuten sich bei den Preisen momentan noch Abschläge zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

20.05.2019 

OPEC spricht sich für Verlängerung der Kürzungen aus

Der Markt blickt wieder in Richtung OPEC und was diese Ende Juni, zusammen mit einigen Nicht-OPEC Ländern, entscheiden wird. Deutete sich am Freitag noch an, dass die aktuellen Produktionskürzungen gelockert werden könnten, sprach sich die Mehrheit für die Beibehaltung der Maßnahmen aus.

Der OPEC geht es dabei vor allem um die generelle Versorgungslage. Eine zu frühe Anhebung der Ölproduktion, wie im letzten Sommer / Herbst, will man vermeiden. Als Gegenargumente führt man aber die noch immer hohen Ölbestände ins Feld, die in den USA tendenziell zunehmen, sowie die Aussicht auf ein schwaches globales Wirtschaftswachstum.

Unterdessen hat Trump den Druck auf den Iran erhöht. "Wenn der Iran kämpfen will, werde dies das offizielle Ende des Irans sein", so der US Präsident. Die Spannungen im Nahen Osten werden weiter im Auge behalten werden, nachdem in der letzten Woche Ölanlagen in Saudi-Arabien und einige Öltanker angegriffen wurden. In Bagdad soll am Wochenende auch eine Rakete in der sogenannten "grünen Zone" eingeschlagen sein, wo sich auch die US Botschaft befindet.

Die Futures ziehen in der Eröffnung an und reagieren damit erwartungsgemäß bullish. Bei den Preisen sind daher Preissteigerungen zu erwarten 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

17.05.2019 

Backwardation Konstellation wird steiler – Preise ziehen deutlich an

Die Versorgungslage wird an den Börsen weiter als knapp eingeschätzt. Dies zeigt der sogenannte Time-Spread bei den Brent Futures, dessen Backwardation Konstellation in den letzten Tagen und Wochen stetig zugenommen hatte. Futures mit einer kurzen Lieferzeit sind dabei teurer als mit einer Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die zunehmend steile Backwardation Konstellation ist damit Ausdruck der fundamental bullishen Grundstimmung, die an den Märkten vorherrscht.

Auch die geopolitischen Risiken, die in den letzten Wochen mit den Spannungen zwischen USA und Iran zugenommen haben, werden vor allem an der ICE eingepreist. Der Iran bleibt auch weiterhin das Top Thema am Markt. Bleibt es bei den gelegentlichen "Geplänkel" im Persischen Golf, so ist eine signifikante Risikoprämie sicherlich weiter zu rechtfertigen.

Zu Versorgungsproblemen führt auch der Ausfall der Druzhba Pipeline aus Russland, die noch immer nicht mit normaler Kapazität läuft. Die Raffinerie soll für ihre Produktlieferungen mittlerweile ein Force Majeure verhängt haben.

Bei den Preisen zeichnen sich daher starke Anpassungen nach oben an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

16.05.2019

Preise ziehen mit Iran Kriese an – IEA sieht knappe Versorgungslage

Die IEA hat die globale Ölnachfrage für 2019 nach unten korrigiert. Dies liegt aber vor allem an einem schwachen ersten Quartal, für das man die Nachfrage niedriger als bisher einschätzte. Die steigende Ölförderung der USA soll zwar die Ausfälle in Venezuela und Iran auffangen können, doch bleibt die Versorgungslage weiter knapp.

Der DOE Bericht blieb insgesamt bearish, da die Ölnachfrage sank und die Rohölbestände deutlich zulegten.

Nachdem die USA gestern die Warnungen für alle US Bürger in der Region verschärft hatte, nimmt die Sorge einer militärischen Eskalation zu. Sollte es zu weiteren Zwischenfällen kommen, könnte sich die Lage schnell verschärfen.

In Anbetracht der potenziellen Folgen, die ein Konflikt zwischen USA und Iran mit sich bringen würde, dominieren momentan die bullishen Aspekte.

Die Preise bleiben auf einem hohen Niveau, sodass man heute Morgen Preissteigerungen für die Inlandspreise Heizöl und Diesel im Vergleich zu gestern erwartet.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish

15.05.2019 

Geopolitisches Risiko im Persischen Golf stützt – Gewinnmitnahmen nach API Daten 

Die Anschläge auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien haben nicht gerade zu einer Entspannung der geopolitischen Lage in der Region geführt. Nach den Attacken auf die Öltanker ist dies der zweite Zwischenfall innerhalb von drei Tagen. 

Marktteilnehmer fürchten eine "versehentliche" militärische Eskalation zwischen dem Iran und den USA, was die geopolitische Risikoprämie steigen lässt. Ein solcher Konflikt würde die Ölpreise massiv in die Höhe schnellen lassen. Der Iran weist die Verantwortung für die Anschläge von sich, während der geistige Führer des Irans bekräftigt, dass es kein Krieg mit den USA geben, man aber weiter Widerstand leisten werde. 

Neben dem knappen Ölangebot sorgen sich die Marktteilnehmer aber auch um die Ölnachfrage. Der Handelsstreit zwischen USA und China eskalierte in den letzten 1,5 Wochen mit neuen Strafzöllen auf beiden Seiten. Das Weltwirtschaftswachstum wird dadurch weiter geschwächt, was sich negativ auf das Ölnachfragewachstum auswirken wird. 

Die Zahlen des API zu den US Ölbeständen zeigen Aufbauten. Der Report ist damit eindeutig bearish und belastet die Preise. Trader warten nun auf den Bericht des DOE am Nachmittag.  

Bei den Preisen werden daher Preissteigerungen zum Vortag erwartet. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral  

14.05.2019 

Futures nach Berg- und Talfahrt deutlich weicher in den Dienstag 

An den Ölbörsen gibt es aktuell vor allem zwei gegenläufige Faktoren, die ein Spannungsfeld an den Ölbörsen generieren. Auf der einen Seite sind die US Sanktionen gegen Iran und Venezuela sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die das globale Angebot reduzieren und die Ölpreise damit stützen. Auf der anderen Seite steht der Handelsstreit zwischen USA und China, der sich in den letzten 8 Tagen zugespitzt hatte und das globale Ölnachfragewachstum schwächt. 

Der Streit zwischen USA und China ist weiter eskaliert, nachdem die USA per 01. Juni bestehende Einfuhrzölle anheben und weitere Strafzölle auf alle übrigen Produkte aus China vorbereiten. China hat reagiert seine Zölle ebenfalls angehoben. 

Das Spannungsfeld aus Risiken auf der Angebotsseite und Gefahren Seite der Ölnachfrageentwicklung, wird weiterhin bestehen bleiben und für Volatilität sorgen. In den Fokus werden nun die Monatsreports von OPEC und IEA rücken, die heute und Morgen veröffentlicht werden. Hinzu kommen die US Ölbestandsveränderungen des API und DOE von heute Nacht und morgen Nachmittag. 

Nach dem Kurseinbruch gestern mit späten Tagestiefs, erholen sich die Ölpreise an den Börsen in New York und London und ziehen wieder etwas an, sodass sich bei den Preisen Preissenkungen andeuten. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral  

13.05.2019 

Ölpreise wenig verändert – Warten auf Handelsstreit und JMMC Meeting 

Die Sanktionen gegen Iran und Venezuela sorgen für geringere Ölexporte aus beiden Ländern und haben das globale Ölangebot in den letzten Monaten reduziert. Die US Regierung verschärft die Sanktionen weiterhin. Dies sorgt für eine bullishe Grundstimmung, die allerdings auch in weiten Teilen bereits eingepreist ist. 

Während das Ölangebot aus Venezuela und Iran also weiter abnehmen dürfte, steht nun der Beginn der Sommernachfrage an. Die Raffinerien an der US Golfküste werden mehr Rohöl verarbeiten. Was allerdings zu Unsicherheiten führt, ist der erwartete Produktionsschub in den USA sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China. 

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften schadet nicht nur dem Wirtschaftswachstum der beiden Länder, sondern auch auf globaler Ebene. Die USA und China hatten im ersten Quartal 2019 rund 34% des globalen Ölverbrauchs ausgemacht, sodass eine Eintrübung der Stimmung ein enormes Gewicht hat. Sollten sich beide Seiten allerdings noch auf einen Deal einigen und die Zölle abbauen, könnten die Ölpreise wieder einen Schub bekommen. 

Momentan ist noch nicht klar, welche der Aspekte sich in den kommenden Wochen durchsetzen werden, sodass sich bei den Preisen nur geringe Veränderungen abzeichnen. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral 

10.05.2019 

Volatiler Tagesstart – Verhandlungen verlängert, Zölle werden angehoben 

Momentan konzentriert sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die laufenden Verhandlungen zwischen USA und China. Trump hatte eine Frist für die Einsetzung der Sanktionen für Mitternacht gesetzt. Gibt es bis dahin keinen Deal, treten die neuen Zölle in Kraft. Die angekündigte Anhebung der Strafzölle wird nun erst einmal kommen. Ob heute ein Handelsabkommen geschlossen werden kann, ist abzuwarten, in jedem Fall präsentieren sich die Finanzmärkte, und damit auch die Ölpreise, in den Morgenstunden äußerst volatil auf diese Unsicherheiten. 

Die erhöhten Handelszölle belasten das Wirtschaftswachstum in den USA, China und global. Daher wird dies auch die Ölnachfrage negativ beeinflussen, was die Preise entsprechend belastet. Kommt es zu keinem deutlichen Fortschritt bei den Verhandlungen, dürfte die Tendenz zu Gewinnmitnahmen zunehmen. Dieses Thema dominiert und stellt die übrigen Marktfaktoren in den Hintergrund.Die Unsicherheiten beim Ölangebot halten die Ölpreise momentan auf einem relativ hohen Niveau. Auf der anderen Seite belastet der Handelsstreit, was aktuell gegen eine Preisrallye spricht. 

Die Futures präsentieren sich in den Morgenstunden durch die Ereignisse im Handelsstreit sehr volatil. zu gestern deuten sich bei den Preisen aktuell jedoch keine starken Veränderungen an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bullish 

09.05.2019 

Abwärtsbewegung scheint nach bullishen DOE Daten beendet 

Seit Mitte März hatten die US Ölbestände kontinuierlich und insgesamt um knapp 7,1% zugelegt. Ein Hinweis auf eine noch immer gute Versorgungslage, vor allem in den USA, sodass die Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen deutlich gesunken sind. Die gestrigen Zahlen des DOE sind bullish und zeigen, dass die Versorgungslage nicht mehr ganz so komfortabel scheint, wie noch in den letzten Wochen. 

Im Fokus momentan sicherlich die Lage im Iran und die Spannungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hatte gestern bekannt gegeben, dass er einige Aspekte des Atomabkommens zurückfahren werde. Die USA hat als Reaktion die Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet und in dieser Woche die Militärpräsenz im Persischen Golf verstärkt. Noch reagiert der Markt verhalten auf das Säbelrasseln, da beide Seiten kein Interesse an einer weiteren Eskalation der Lage haben. 

Das erneute Aufflammen des Handelsstreits zwischen USA und China hat die Sorgen über einen negativen Einfluss auf die globale Konjunktur und das Ölnachfragewachstum genährt. 

Das geopolitische Risiko hat mit der jüngsten Entwicklung allerdings zugenommen. 

Für Heute deuten sich leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

08.05.2019 

GD 7 Linie begrenzt Aufwärtsspielräume – Warten auf DOE und Stellungnahme des Iran 

Mit der Ankündigung neuer Strafzölle gegen China sind die Sorgen über das Ölnachfragewachstum unter den Marktteilnehmern wieder gewachsen. Handelsbarrieren schwächen das globale Wirtschaftswachstum, weshalb auch Aktienmärkte von diesem Umstand belastet werden. Die Ölnachfrage dürfte sich damit ebenfalls abschwächen, was die Preise an entsprechend belastet. Während Trump den Druck auf China erhöhen, zeigt sich der US Energieminister zuversichtlich, dass Saudi-Arabien und andere Partner der USA ihre Produktion anheben werden, um den Wegfall der iranischen Ölexporte durch die verschärften Sanktionen zu kompensieren. 

Da die OPEC+ Gruppe ihre Förderkürzungen wohl auch bis mindestens Ende Juni durchzieht, rechnen die meisten Experten kurzfristig, also in den kommenden Wochen, mit erneuten Aufwärtsbewegungen an den Ölbörsen. Erst später im Jahr, wenn mehrere US Pipelines fertiggestellt werden, und damit mehr Rohöl aus den US Schieferölregionen auf den Weltmarkt kommen, rechnet man wieder mit einer Entspannung. 

Mit der neuen Konstellation der verschärften Sanktionen gegen den Iran, wird die Marktlage in 2019 nun knapper eingeschätzt, weshalb der Report insgesamt tendenziell bullish zu bewerten ist. 

Damit ergeben sich auch bei den Preisen Abwärtsspielräume, die zu gestern Nachmittag allerdings geringer ausfallen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

07.05.2019 

Technische Kaufsignale – Analysten sehen Ölpreise mehrheitlich fester 

Gestern rückte die Nachfrageentwicklung plötzlich wieder in den Fokus der Märkte, da Trump schon für Freitag neue umfangreiche Zölle ankündigte. Sollten sich die Spannungen wieder zuspitzen und die Zölle steigen, dürfte sich dies negativ auf das globale Wirtschaftswachstum und auf die Ölnachfrage auswirken. 

Veränderungen bei der Nachfrage sind allerdings eher langfristige Faktoren. Auch wenn der anscheinende Kurswechsel von Trump die Preise deutlich belastete, dürfte der Fokus kurzfristig eher auf dem Angebot liegen. Dies zeigt auch der Brent Spread für 3 und 6 Monate. Die vorhandene Backwardation Konstellation verstärkt sich, was in der Regel auf eine knappe Versorgung und tendenziell steigende Ölpreise hindeutet. Entsprechend gingen die Analysten in den letzten Wochen tendenziell von einer festen Entwicklung bei den Rohölpreisen aus, mit der Brent auf 75 bis 80 Dollar steigen könnte. Hinzu kommen erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran. 

Eine knappe Marktlage und die geopolitischen Risiken sorgen dafür, dass die Abwärtspotenziale an den Ölbörsen gering und wenig nachhaltig sind, sodass sich auch bei den Preisen aktuell Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

06.05.2019  

Preiseinbruch zum Handelsauftakt – Trump droht China mit neuen Strafzöllen 

Die Abwärtskorrektur an den Ölbörsen über die vergangenen beiden Wochen könnte nun dafür sorgen, dass sich Saudi-Arabien wieder stärker für eine Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für die zweite Jahreshälfte einsetzt. 

Im letzten Monat hatte vor allem das globale Ölangebot im Fokus des Marktes gestanden. Die USA steigerte ihre Ölförderung in der letzten Woche auf ein neues Rekordniveau, während die OPEC+ Länder weiter ihre Produktion drosseln. Sanktionen gegen Venezuela und Iran wurden verschärft, womit das Angebot knapper wird. 

Mit dem Wochenauftakt lenkt US Präsident, Donald Trump, die Aufmerksamkeit der Märkte nun wieder auf die Ölnachfrage. Laut eines Tweets vom Sonntag kommen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit China zu langsam voran. Als Reaktion darauf kündigt Trump nun die Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe beginnend an diesem Freitag an. 

Eigentlich hatte der Markt angenommen, dass sich China und USA bald, eventuell auch schon diese Woche, auf ein Handelsabkommen einigen können. Kommen die neuen Zölle, könnte dies die Annäherung beider Seiten erschweren. 

Mit dem Preisrutsch deuten sich bei den Preisen erst einmal deutliche Abwärtsspielräume an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral  

03.05.2019 

Technische Gewinnmitnahmen – Hohe US Bestände belasten 

Physisch ist momentan wohl noch nicht von einer Unterversorgung auszugehen. 

Doch die momentane Abwärtskorrektur an den Börsen ist etwas kontraintuitiv zu dieser Lage. 

In den USA sind die Rohölvorräte in der letzten Woche um knapp 10 Mio. Barrel gestiegen. In Anbetracht der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, sowie rückläufiger Ölimporte aus Saudi-Arabien, eine durchaus erstaunliche Entwicklung. Hinzu kommt, dass man davon ausgeht, dass die anstehenden Exportausfälle des Iran aufgefangen werden können. Diese Gefahr besteht nun seit mehreren Wochen, sodass sich der Markt in gewisser Weise hieran gewohnt hat. Die Produkt Futures, insbesondere Gasoil, zeigen sich derzeit im Vergleich zu den Rohölpreisen von Brent und WTI fester. Auch wenn die Futures an den Ölbörsen am Morgen oberhalb der Vortagestiefs bleiben, so handeln diese dennoch unter den Werten von gestern Vor- und Nachmittag. Trotz des weicheren Euros, setzen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen die Preisnachlässe durch. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

02.05.2019 

Venezuela und Libyen - Ölpreise bleiben durch geopolitische Risiken fest 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben gezeigt, dass die Versorgungslage in den USA, trotz all der Sorgen, die man aktuell auf globaler Ebene hat, weiter komfortabel bleibt. Die Rohölbestände sind deutlich gestiegen, auch wenn die Importe aus der OPEC den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren markiert haben. 

Die verschärften Sanktionen der USA werden die Ölexporte des Irans weiter reduzieren. Meldungen über interne Berichte aus dem Iran zeigen, dass die Regierung in Teheran offenbar mit einem Rückgang der Verkäufe rechnet. 

Die Produktionskürzungen mit der OPEC+ Gruppe will man aber anscheinend weiter verlängern. 

In Venezuela und Libyen haben sich die geopolitischen Unsicherheiten noch einmal gesteigert, was gegen eine starke Abwärtskorrektur an den Börsen spricht.

Entscheidend wird daher sein, wie sich die geopolitischen Konflikte auf die Produktion und Exporte der betroffenen Länder auswirken. Heute Morgen starten die Futures im Bereich ihrer Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher nun deutliche Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

30.04.2019 

Ölpreise nach Verkäufen in Konsolidierungsmodus – Analysten heben Preisprognosen an 

Trump will den Druck auf die OPEC offenbar wieder erhöhen, so darf man zumindest seinen Kommentar deuten, mit denen er die OPEC indirekt zur Produktionssteigerung aufgefordert hatte. Die OPEC hat sich bisher zwar zurückhaltend geäußert, doch letztlich ist eine höhere Produktion in den kommenden Monaten zu erwarten. 

Hohe Ölpreise sind für Trump vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr schlecht, da diese die Lebenshaltungskosten seiner Wählerschaft steigern und setzt daher bei der Verschärfung der Iran Sanktionen auf die Unterstützung von Saudi-Arabien und den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE). Diese haben angekündigt die Produktion anheben zu können, diesmal werde man jedoch abwarten, wie groß der zusätzliche Bedarf am Markt ausfalle. 

Das größte Risiko für den Markt geht weiterhin von Libyen aus. Sollte der Bürgerkrieg dort zu Produktions- und Lieferausfällen führen, dann währe es für die übrigen Produzenten schwierig darauf zu reagieren. 

Unterm Strich deuten sich bei den Preisen somit nur wenig Veränderungen an, wobei die Tendenz zu leichten Preissteigerungen geht. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

29.04.2019 

Futures nach technischen Gewinnmitnahmen weicher – Verwirrung um Trump-Kommentar 

Der Preisrutsch an den Börsen vom Freitag ist in erster Linie eine technische Reaktion des Marktes, an dem eine zunehmend überkaufte Position vorherrschte. Fundamental bleibt die Situation unverändert leicht bullish. 

Am späten Freitag hatte Trump die fallenden Ölpreise als seinen Erfolg vereinnahmt. Die Preise würden nachgeben, nachdem er die OPEC aufgefordert hätte die Preise zu senken. Doch niemand bestätigten einen Kontakt mit Trump. Die Behauptung Trumps sorgt daher mal wieder für Verwirrung, hatte am Abend jedoch die Preise sicherlich nicht gestützt. 

Putin hatte am Wochenende betont, dass sich Russland an die Vereinbarungen mit der OPEC+ Gruppe halten und die Förderung nicht über die abgesprochene Quote anheben werde. 

Moskau und die russischen Ölkonzerne sind nicht unbedingt große Befürworter der Kürzungen und wollen zu hohe Ölpreise vermeiden, da sich diese negativ auf die langfristige Nachfrageentwicklung auswirken und andere Produzenten ihre Förderkapazität aufstocken können. Die Versorgungslage sei allerdings zunehmend knapper, sodass es nur einen weiteren Schock auf der Angebotsseite brauche, damit die Preise 100 Dollar erreichen würden. 

Nach den Gewinnmitnahmen vom Freitag deuten sich bei den Preisen jedoch deutliche Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

26.04.2019 

Technische Gewinnmitnahmen folgen auf neues Jahreshoch – Verkaufsimpulse bei Brent und WTI 

Viele Analysten hatten in den letzten Wochen davor gewarnt, dass es kurzfristig weiter Aufwärtspotenziale an den Ölbörsen gebe, während die bearishen Effekte, wie die steigende US Ölförderung und das schwächelnde Ölnachfragewachstum, eher mittel- bis langfristig eine Rolle spielen. Gestern hat der Markt gezeigt wie anfällig und volatil er in der aktuellen Konstellation ist. Zusätzliche Ausfälle, wie nun über die russische Druzhba Pipeline, führen zu einem schnellen Preisanstieg. 

Der Markt bleibt volatil und anfällig für Preissteigerungen, sollte es zu weiteren Angebotsausfällen kommen. Insbesondere der Bürgerkrieg in Libyen, der die Ölexporte des Landes bisher nicht nachhaltig beeinflusst hat, ist nun wohl die größte Gefahr. Die Rallye scheint nun aber erst einmal gestoppt zu sein, da die technischen Verkaufsimpulse der Charttechnik nicht gerade für weiteres Aufwärtsmomentum sorgen. Da ICE Gasoil unterhalb der Niveaus von gestern Vormittag und Mittag notiert, deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen für heute Morgen erst einmal moderate Preisnachlässe an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bearish 

25.04.2019 

Bearishe Bestandsdaten – Futures nach Gewinnmitnahmen weiter auf hohem Niveau 

Die USA bleiben scheinbar gut versorgt, darauf deuten zumindest die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern hin. Bei den Produkten gab es zwar Abbauten, bei Rohöl und den Gesamtbeständen wurden allerdings deutliche Aufbauten verzeichnet, dies bedeutet allerdings, dass es offenbar noch nicht zu Versorgungsproblemen kommt. Der Markt scheint in der Lage zu sein die Produktions- und Exportausfälle des Iran kompensieren zu können. 

Der saudische Ölminister hatte gestern bereits durchblicken lassen, dass man die Förderung wegen der US Sanktionen nicht über die mit der OPEC+ Gruppe vereinbarten Quoten anheben werde. 

Auch wenn die Versorgungssicherheit rechnerisch sicherlich weiterhin gegeben ist, so haben die verschärften Sanktionen die Versorgungslage am Markt insgesamt nicht verbessert. Dabei muss man auch noch weitere Krisenherde im Auge behalten. Vor allem der Bürgerkrieg in Libyen bleibt eine enorme Gefahr. Die geopolitische Risikosituation hat sich damit verschärft, sodass die Stimmung am Markt zunächst einmal leicht bullish bleibt. 

bei den Preisen zeichnen sich vorerst geringe Abwärtsspielräume ab. 

Fundamental: neutral bis bearish                    Chartanalyse: neutral bis bearish 

24.04.2019 

Preisrallye pausiert – API Bestandsdaten bearish 

Die verschärften Sanktionen gegen den Iran werden dafür sorgen, dass das Angebot an Öl nicht unbedingt zunimmt. Einige Öllieferungen aus dem Iran befinden sich bereits auf dem Weg zu ihren Abnehmern und werden diese erst im Mai erreichen. Die Exporte des Iran werden im kommenden Monat nicht sofort auf null fallen. 

Venezuela und vor allem Libyen bleiben unterdessen große Unbekannte am Markt, auch wenn sich momentan alles um die Verschärfung der US Sanktionen gegen den Iran dreht. Sollte es zu einem Produktionsausfall in Libyen kommen, während die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran anzieht, kann dies die Ölpreise weiter nach oben katapultieren. Daneben gibt es auch noch die laufenden Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen USA und China, das bei Erfolg einen positiven Effekt auf die Nachfrage haben könnte. In Anbetracht der zahlreichen Unsicherheiten tun sich auch die Experten mit Preisprognosen schwer. 

Man geht jedoch davon aus, dass die Rohölpreise bei Brent und WTI kurzfristig noch weiter anziehen werden, bevor sie ihre Jahreshochs erreichen und gegen Ende des Jahres wieder nachgeben.  

Somit deuten sich bei den Preisen für den Moment nur geringfügige Preisänderungen an. 

Fundamental: neutral/bullish                           Chartanalyse: neutral 

23.04.2019 

Neue Jahreshochs – USA beenden Ausnahmeregelungen für Ölimporte aus Iran 

Die USA werden die Ausnahmegenehmigungen für die acht Länder, die bisher noch straffrei begrenzte Mengen an Öl aus dem Iran importieren durften, nicht verlängern. Diese Maßnahme wird die ohnehin knapp eingeschätzte Versorgungslage am Markt noch weiter reduzieren und die Ölpreise entsprechend stützen. 

Laut US Regierung haben zwar Saudi-Arabien und die Vereinten Arabischen Emirate zugesagt den Wegfall des Angebots zu kompensieren, doch bisher gibt es von beiden Ländern keine klaren Statements. 

Weniger Öl aus dem Iran und Nigeria hält die Preise momentan auf hohem Niveau. Die Versorgungslage wird damit sicherlich nicht besser. Mittel- bis langfristig könnten die verschärften Sanktionen der USA gegen den Iran aber auch bedeuten, dass die OPEC+ Gruppe ihre Kürzungen nach Juni eventuell beendet. Zusammen mit dem erwarteten Produktionsschub der US Schieferölindustrie könnte dies die Preise dann auch wieder unter Druck setzen. 

Durch das lange Wochenende waren gestern noch nicht alle Trader zurück am Markt, sodass das Aufwärtspotenzial eventuell noch nicht unbedingt ausgereizt ist. 

Damit deutet sich bei den Preisen nun erst einmal deutliches Aufwärtspotenzial an und damit auf neuen Jahreshochs erwartet. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

18.04.2019 

Gewinnmitnahmen nach DOE – Boom in Schieferölindustrie zeichnet sich ab 

Die Stimmung am Markt bleibt weiterhin leicht bullish. Solange die OPEC+ Gruppe an ihren umfangreichen Kürzungen festhält, die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran tendenziell verschärft und in Libyen weitere Produktionsausfälle drohen, sollte sich der Bürgerkrieg ausweiten. 

In Sachen Iran Sanktionen warten die Marktteilnehmer auf die USA, die die Ausnahmegenehmigungen im Mai entweder verlängern oder eben straffen. Es scheint am Markt völlig unklar, wie die Regierung entscheiden wird, denn auf der einen Seite will Trump hohe Ölpreise vermeiden, auf der anderen Seite hatte man aber angekündigt die Exporte des Irans um weitere 20% zu reduzieren. Eine Alternative für die USA wäre eine Produktionssteigerung von Saudi-Arabien die Hand in Hand mit neuen Sanktionen gegen den Iran geht. 

Doch darauf werden sich die Saudis wohl kaum einlassen, nachdem die USA im letzten Jahr nicht Wort gehalten hatten und umfangreiche Ausnahmegenehmigungen für Rohölexporte des Irans genehmigte.  

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben einen leicht bearishen Einfluss und Anzeichen für einen Produktionsschub der US Schieferölindustrie gibt es ebenfalls. Für heute zeichnen sich Abwärtspotenziale bei den Preisen ab. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

17.04.2019 

ICE mit neuen Jahreshochs – API Daten aus der Nacht stützen 

Die Mehrheit der Analysten und Marktteilnehmer scheint sich an dem Szenario einer knappen Versorgungslage der OPEC zu orientieren, sodass diese zum Teil bereits Preisniveaus von 80 Dollar und höher in Aussicht stellen. 

Dies dürfte aber auch Trump wieder auf die Agenda rufen, der die OPEC im letzten Jahr per Twitter mehrfach vehement zu Produktionssteigerungen aufgerufen hatte. Damals wurde die Produktion unter Führung Saudi-Arabiens deutlich gesteigert, weshalb es zu dem starken Preiseinbruch von über 80 auf knapp 50 Dollar Brent kam. Sollte es die OPEC mit dem Preisanstieg übertreiben, könnte sich in diesem Jahr ein ähnliches Szenario ergeben. Die OPEC wird sich dem Druck Trumps vermutlich zwar nicht beugen, doch in Russland scheint sich zunehmend Widerstand gegen die Verlängerung der aktuellen Kürzungen in die zweite Jahreshälfte zu bilden. 

Nach dem Preisanstieg und den stützenden API Zahlen von gestern Nacht starten die Futures allerdings erst einmal auf hohem Niveau in den Tag und es deuten sich deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

16.04.2019 

Technisches Korrekturpotenzial weiterhin vorhanden

Russlands Finanzminister hatte am Wochenende die Kooperation Russlands mit der OPEC in Sachen Ölförderung erneut in Frage gestellt. Man müsse abwägen, ob man weiter bereit ist eigene Marktanteile an die USA abzugeben oder die Kürzungen beende. 

Russland ist mit den Produktionskürzungen nicht ganz so glücklich wie die OPEC, denn man selber ist gar nicht auf einen derart hohen Ölpreis angewiesen. Sollte Russland tatsächlich aus dem Abkommen mit der OPEC aussteigen, könnte der Ölpreis auf 40 Dollar abrutschen, vermuten Marktteilnehmer. 

Die fundamentale Marktlage bleibt damit erst einmal weiter tendenziell stützend, wenngleich die Nachrichtenlage insgesamt etwas dünn ist. Charttechnisch besteht allerdings noch immer Abwärtspotenzial, sodass sich ein Spannungsfeld bildet. In den Morgenstunden geben die Futures nach. Bei Heizöl und Diesel sind im Vergleich zu den Vormittagspreisen von gestern leichte Abwärtspotenziale vorhanden, im Vergleich zu niedrigeren Preisen von gestern Nachmittag sind hingegen geringfügige Steigerungen möglich. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bearish 

15.04.2019 

Technischer Verkaufsdruck bleibt bestehen – WTI rutscht unter GD 7 Linie

Die US Schieferölindustrie scheint den Ausbau wieder voran zu treiben. Darauf deuten zumindest die aktuellen Zahlen, die für die vergangenen beiden Berichtswochen einen Anstieg der Aktivität anzeigen. 

Die Versorgungslage bleibt kurzfristig unverändert knapp, da die OPEC ihr Angebot weiterhin reduziert hält und vor allem Saudi-Arabien seine Mengen im April weiter unter der aktuellen Quote halten will. Sanktionen gegen Iran und Venezuela haben ebenfalls das Angebot sinken lassen, sodass sich hieraus eine bullishe Grundstimmung ergibt. Hinzu kommt nun auch noch die Gefahr einer einbrechenden Ölförderung in Libyen, sollten die Kampfhandlungen hier die Arbeit an den Ölfeldern oder Exportterminals negativ beeinflussen. 

Auch wenn der Markt eventuell am oberen Ende angekommen sei, sei es noch zu früh um ein Ende des Trends vorherzusagen.

Doch auch wenn die Marktlage mehrheitlich knapp eingeschätzt wird, so glaubt die EIA, dass sich die Konstellation nun wieder etwas entspannt – trotz anstehender Sommernachfrage.  

Bei den Preisen deuten sich möglicherweise moderate Preisnachlässe ab. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: bearish 

12.04.2019 

GD 7 Linie bremst technische Gewinnmitnahmen aus 

Auch die IEA hat in ihrem Monatsreport wenig überraschend eine knappe Marktlage bestätigt. Das Angebot ist mit den Ausfällen in Venezuela und den weiteren Produktionskürzungen der Saudis im März deutlich gefallen, was die Ölpreise entsprechend nach oben treibt. Die Nachfrageerwartung beließ man unverändert, nicht jedoch ohne Abwärtsrisiken zu nennen. 

Momentan zeichne sich eine knappere Marktlage im Verlauf des zweiten Quartals ab, doch bei der Nachfrage gebe es gemischte Signale. Der IWF hatte die Erwartung bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums nach unten korrigiert und schätzt dieses nun auf das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise vor 10 Jahren ein. Sollte es einen harten Brexit geben, würde dies die Wirtschaft und das Ölnachfragewachstum zusätzlich treffen. 

Bislang bleibt die fundamentale Stimmung allerdings weiter leicht bullish, da die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran weiter verschärft. 

Die Unsicherheiten sind allerdings weiterhin groß, da noch nicht klar ist, wie sich die Verfügbarkeit aus Venezuela und Iran entwickeln wird. Zudem bleibt Libyen ein Risiko, denn hier könnte die Ölproduktion schnell und deutlich fallen, sollte sich der Bürgerkrieg ausweiten. 

Die Futures an ICE und NYMEX zeigen sich in den Morgenstunden etwas fester. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

11.04.2019 

Neue Jahreshochs an der ICE – WTI nach US Bestandsaufbauten deutlich verhaltener 

Auf den Monatsbericht der EIA folgte gestern der Report der OPEC, der im Prinzip die bekannte Tendenz bestätigte. Die rückläufige Ölförderung des Kartells wird am Markt am stärksten thematisiert und ist stützend. 

So sind vor allem Saudi-Arabien und Venezuela für die rückläufige Verfügbarkeit verantwortlich. Zwar wird das Produktionswachstum 2019 schwächer als zuletzt eingeschätzt, die Fördermenge für das laufende Jahr wurde dennoch nach oben korrigiert.

Die Abhängigkeit von der OPEC sinkt also, was mittel- bis langfristig wieder auf eine verbesserte Versorgungslage hindeutet. Will die OPEC die Preise langfristig weiter hochhalten, so geht dies nur mit einer Fortsetzung und Intensivierung. Enden die Maßnahmen des Kartells, droht somit ein schnell steigendes Angebot und eine Überversorgung. 

Kurzfristig dominieren daher weiter die fundamental bullishen Faktoren, was sich in der zweiten Jahreshälfte aber eventuell ändern könnte. Somit sind für das laufende Quartal weitere Preissteigerungen möglich. 

Im späten Handel gestern Abend zogen die Preise deutlich an. Bei den Preisen zeichnen sich damit nun deutliche Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

 10.04.2019 

Technische Verkaufssignale können für Abwärtskorrektur sorgen 

Die EIA hat in ihrem Monatsreport bestätigt, was eigentlich bekannt ist. Die Marktlage ist knapp und hat sich seit dem letzten Bericht auch nicht verbessert und auf das Gesamtjahr 2019 sieht die EIA auch noch eine leichte Überversorgung. 

Die Preisprognosen wurden nach oben korrigiert, womit man auf die jüngste Rallye reagiert. Nach Ansicht der EIA ist der Anstieg offenbar jedoch übertrieben, denn den Durchschnittspreis für das laufende Quartal schätzt man unter dem aktuellen Niveau ein. 

Die Kürzungen der OPEC sind ein zweischneidiges Schwert. Zwar verknappen diese die unmittelbare Versorgungslage, jedoch steigen die Reservekapazitäten, die nun auf dem höchsten Stand seit knapp 2 Jahren liegen. 

Der IWF hat seine Erwartungen bezüglich des globalen Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert. Dies ist die dritte Anpassung nach unten in Folge. Sollten sich die Handelsstreitigkeiten weiter fortsetzen oder Großbritannien ungeregelt aus der EU austreten, berge dies zusätzliches Abwärtspotenzial. 

Generell bleiben wir fundamental bei einer leicht bullishen Einschätzung. Charttechnisch kommt es nun im überkauften Bereich zu ersten Verkaufssignalen.

Entsprechend deuten sich bei den Preisen heute leichte Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

09.04.2019 

Futures bleiben auf hohem Niveau – Russland deutet Ende der Kürzungen an

Die globale Versorgungslage hat sich mit dem Beginn des zweiten Quartals weiter verknappt. Die Nachfrage zieht nun wieder an.

Im April will Saudi-Arabien an der Förderung auch noch nicht rüttel und Länder wie Russland oder auch Kasachstan erreichen dabei erst jetzt ihre vereinbarten Produktionskürzungen.

Die USA hingegen verschärft ihre Sanktionen gegen Venezuela und dem Iran, sodass die Versorgung aus diesen Ländern ebenfalls nicht zunimmt. Ausgerechnet in dieser Zeit nehmen nun die Unruhen in Libyen wieder zu, das Land, das eigentlich die größten Ölreserven Afrikas haben soll.

Das Risiko, dass die Lieferungen aus Libyen mit dem beginnenden Bürgerkrieg wieder einbrechen, ist durchaus gegeben. In Kombination mit verschärften Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, weiter starken Kürzungen der OPEC+ Gruppe und einer anziehenden Ölnachfrage, ergibt sich ein fundamental ziemlich bullishes Gesamtbild. Ebenfalls bullish ist die Meldung von Genscape, wonach die Rohölbestände in Cushing, in der letzten Woche gesunken sind.

Die Futures zogen in den Morgenstunden noch einmal leicht an und hatten bei Brent und WTI die Jahreshochs von gestern ausgebaut. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral

08.04.2019 

Neue Jahreshochs zum Wochenstart - Konjunkturdaten und Libyen sorgen für Preisrallye

Die Kampfhandlungen in Libyen sind eine große Gefahr für die Versorgungslage, die mit den umfangreichen Kürzungen der OPEC+ Gruppe und den Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran ohnehin schon knapp ist. Die Exporte Libyens hatten sich gerade wieder erholt. Die Kämpfe haben nun wieder das Potenzial das Angebot aus dem Land zu reduzieren und die Pläne zu verzögern.

Zeitgleich haben die USA nun auch die Sanktionen gegen Venezuela noch einmal verschärft. Wird man dann noch im kommenden Monat die Ausnahmeregelungen bei den Iran Sanktionen einschränken, wird dies das Ölangebot erheblich treffen.

Die überflüssigen Bestände verschwinden durch die knappe Marktlage bereits, sodass die Konstellation einen Anstieg auf 75 Dollar Brent oder höher auslösen könnte. Brent ist Ende letzter Woche über die psychologisch wichtige 70 Dollar Marke geklettert, was nun tatsächlich Aufwärtsspielräume schaffen könnte.

Die Stimmung am Markt ist zunächst einmal weiterhin bullish.

Die Futures starteten mit neuen Jahreshochs in die neue Woche, sodass sich bei den Preisen aktuell starke Preissteigerungen abzeichnen.

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral  

05.04.2019 

Libyen droht neuer Bürgerkrieg – Knappe physische Verfügbarkeit hält Preise weiter oben 

Die Angst vor einer globalen Rezession, insbesondere durch den Handelsstreit zwischen China und den USA, hatte einen Gegenpol zur knappen Marktlage gebildet. Diese Angst hat in den letzten Tagen allerdings abgenommen, nachdem aus USA und China sehr gute Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht wurden. Wird eine Rezession vermieden, dürfte auch das Ölnachfragewachstum mittelfristig gut bleiben, was die Preise stützt. 

Zur aktuell knappen Marktlage kommt zusätzlich der Beginn der Sommernachfrage, mit der sich die Situation nicht gerade entspannen wird. Mit einem spürbaren Anstieg könnten die Ölpreise ihre Rallye weiter fortsetzen. 

Ein unerwartet bullisher Aspekt könnte sich in Libyen ergeben, wo sich die Lage um Tripolis zuspitzt. Eine militärische Auseinandersetzung könnte das Land zurück ins Chaos werfen und die Ölexporte einbrechen lassen. Kommt es bei einer knappen Verfügbarkeit nun noch zu unerwarteten Ausfällen, würde dies die Preise sicherlich nach oben katapultieren und neue Jahreshochs sollten problemlos erreicht werden. 

für die Preise bedeutet dies aktuell moderate Preissteigerungen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

 04.04.2019 

Auf die neuen Jahreshochs könnte nun eine technische Abwärtskorrektur folgen 

Der DOE Bestandsbericht hat die Preisrallye an den Ölbörsen nun vorerst einmal ausgebremst. Die Bestände sind entgegen den Erwartungen gestiegen. Unterm Strich ist der Bericht allerdings leicht bearish und vor allem die Ölproduktion dürfte Eindruck hinterlassen haben. 

Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe sowie die optimistischere Erwartung beim globalen Wirtschaftswachstum bleiben ohne Frage stützend, die US Ölbestandsdaten bzw. die Zahlen zur US Rohölförderung haben der Rallye nun aber erst einmal den Wind aus den Segeln genommen. Viel von dem bullishen Aspekten ist ohnehin bereits eingepreist, sodass Trader auf neue Daten und Zahlen diesbezüglich warten. 

Der nigerianische Ölminister spricht zwar von Einigkeit über die Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Russland hatte sich zuletzt gegen eine frühzeitige Verlängerung der Kürzungen ausgesprochen, da man bei zu hohen Preisen eine Vernichtung der Ölnachfrage sowie den Verlust an Marktanteilen an die USA fürchtet. 

Die fundamentale Konstellation ist grundsätzlich zwar weiter bullish, allerdings schätzt man die Situation nun neutral bis bullish ein. Die Futures haben nach ihrer Abwärtsbewegung mittlerweile wieder etwas zugelegt, sodass sich bei den Preisen trotzdem leichte Abwärtspotenziale andeuten. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bearish 

03.04.2019

Jahreshochs werden weiter ausgebaut – API meldet überraschende Bestandsaufbauten

Die OPEC+ Gruppe hat ihre Produktionskürzungen bisher konsequent durchgezogen. Dies stützt die Preise weiterhin, wobei sich ein Spannungsfeld mit den pessimistischen Konjunkturerwartungen bzw. einem schwachen Ölnachfragewachstum ergeben hatte.

Doch dieser "Bremsklotz" wurde mit überzeugenden Einkaufsmanagerindizes aus China und USA, den beiden größten Volkswirtschaften, aus dem Weg geräumt. Vermutlich ist der konjunkturelle Ausblick für 2019 nicht ganz so schlecht wie zunächst gedacht und auch das Ölnachfragewachstum könnte damit besser als erwartet dastehen.

Dies hat nun Spielräume nach oben geschaffen. Aus Venezuela und Iran ist unterdessen nicht mit einer Steigerung der Ölexporte zu rechnen, da die USA die Sanktionen gegen den Iran weiter verschärfen will und auch den Druck Rohöl erhöht hat.

Das alles fällt in eine Jahreszeit, in der die Sommernachfrage beginnt und für einen höheren Bedarf an Rohöl sorgt. Eine Kombination, mit der die Stimmung am Markt nun erst einmal bullish geworden ist und weiteres Aufwärtspotenzial bei den Ölpreisen begünstigt.

Die Futures bleiben auf hohem Niveau und überschritten bei Rohöl sogar die Vortageshochs, unterm Strich zeichnet sich eine leichte Preissteigerung ab.

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral

02.04.2019 

Neue Jahreshochs zum April – OPEC Kürzungen und gute Konjunkturdaten stützen 

Die OPEC hat ihre Rohölförderung im März weiter reduziert und damit die angekündigten Kürzungen übererfüllt. Dies ist ebenso wenig überraschend wie die erneut gesunkene Rohölförderung Venezuelas. 

Kasachstan und Russland werden ab April ebenfalls mehr Öl vom Markt nehmen und in Venezuela scheint ein Ende der Krise nicht in Sicht, zumal auch die USA zuletzt den Druck auf das Regime und dessen Rohölkäufer erhöht hatte. Abzuwarten bleibt, wie Saudi-Arabien reagiert und ob das Land seine Produktion weiter auf dem aktuellen Tief belässt. 

Mit den starken Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe sowie den Sanktionen gegen Venezuela und Iran also nicht verwunderlich, dass die fundamentale Stimmung am Markt aktuell grundsätzlich bullish ist, insbesondere wenn die Produktion der OPEC weiter ab- statt zunimmt. 

Gegen eine starke Preisrallye hatte bisher immer das erwartete starke Produktionswachstum der US Schieferölindustrie sowie das vermutete langsamere Wirtschaftswachstum gesprochen. 

Die Faktoren, die das Aufwärtspotenzial begrenzt hatten, wurden somit zum Wochenstart ausgehebelt, sodass die fundamentale Stimmung an den Börsen erst einmal weiter bullish bleibt.

Die Futures bleiben in den Morgenstunden zunächst einmal fester. 

Fundamental: bullish                         Chartanalyse: neutral 

01.04.2019 

Rohölpreise beenden erstes Quartal mit neuen Jahreshochs 

Brent und WTI haben im ersten Quartal erneut zugelegt. Das war der stärkste Anstieg innerhalb eines Quartals seit 2009, der allerdings auch von einem Preistief, kurz vor Jahreswechsel profitierte. 

Die Ursachen der Rallye sind klar: Produktionskürzung der OPEC+ Länder und Sanktionen gegen Iran und Venezuela haben die Versorgungslage deutlich verknappt. Man geht mehrheitlich davon aus, dass die Ölpreise bis zur Jahresmitte tendenziell weiter zulegen werden. Eine Lösung des Konflikts in Venezuela zeichnet sich momentan nicht ab, die Sanktionen gegen den Iran werden vermutlich weiter verschärft und die OPEC+ Länder machen noch keine Anstalten ihre Kürzungen aufzugeben. 

Das Angebot am Markt wird daher eher nicht zunehmen, zumal nun auch die Sommernachfrage beginnt. Eine Kombination, die die Preise an den Börsen stützt. 

Die Stimmung am Markt bleibt damit weiter unverändert leicht bullish, wenngleich der Großteil der Faktoren schon länger bekannt ist. Bei den Preisen zeichnen sich somit Preissteigerungen zu Freitagvormittag an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral bis bullish 

29.03.2019 

Markt reagiert nur kurz auf neuen Trump Tweet – Analysten sehen Ölpreis fester 

Tweets gegen die OPEC und hohe Preise von US Präsident Trump haben in den letzten Monaten immer Reaktionen an den Ölbörsen hervorgerufen - und so auch gestern. Doch es ist nicht davon auszugehen, dass das Kartell seine Produktion tatsächlich auf den Druck Trumps hin anpassen wird, weshalb der Effekt auch relativ schnell verpuffte. 

Im vergangenen Jahr hatte die OPEC die Produktion auf Trumps Drängen hin angehoben, da man mit einem sehr deutlichen Rückgang der Iran Exporte rechnete. Die US Regierung erteilte dann aber Ausnahmeregelungen für acht Länder, die bis Mai weiter Öl aus dem Iran importieren dürfen. 

Der Grundtenor unter Experten und Analysten ist aktuell, dass die Kombination aus starken Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe mit der steigenden Nachfrage in den Sommermonaten, die Versorgungslage knapp bleibt und die Ölpreise weiter anziehen werden. Preisniveaus von 70 bis 75 Dollar für Brent werden für die kommenden Monate immer wieder genannt. 

Die fundamentale Grundkonstellation bleibt für uns heute Morgen daher leicht bullish. Mit dem späten Preisanstieg sind heute Morgen zudem erst einmal mit Preissteigerungen zu rechnen. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

28.03.2019 

Futures nach Aufbauten bei den US Rohölbeständen weicher 

Trotz der vorsichtigen Gewinnmitnahmen gestern Abend, befinden sich die Notierungen weiter auf hohem Niveau. Die Marktlage bleibt, trotz der leicht bearish interpretierten US Ölbestandsdaten, weiter unverändert. Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe und Exportausfälle durch US Sanktionen aus Iran und Venezuela stützen. 

Kurzfristig hat dies zu einer knappen Marktlage geführt, die sich in einer Backwardation Konstellation bei Brent ausdrückt. Mittel- bis langfristig hingegen rechnet man mit einem weiter starken Produktionswachstum der US Ölförderung, während man sich an den Finanzmärkten über die Konjunkturentwicklung sorgt. Es gibt klare Anzeichen, dass sich das Wirtschaftswachstum abschwächt. 

Spekulanten hätten aber Angst, dass die Berichte über ein schwaches Ölnachfragewachstum und einer möglichen globalen Rezession real werden. Die Ölnachfrage könnte einbrechen. Ein wesentlicher Aspekt ist das Handelsabkommen zwischen USA und China. Aber selbst wenn sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt auf ein neues Regelwerk einigen können, wird es ein bis zwei Quartale brauchen, bis dieses eine positive Wirkung auf die Märkte habe. 

In den Morgenstunden geben die Ölpreise an ICE und NYMEX wieder leicht nach. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: neutral bis bearish 

27.03.2019 

Ölpreise nach API Daten auf hohem Niveau – Venezolanische Exporte durch Blackout ausgefallen 

Mit dem Stromausfall in Venezuela, dem zweiten innerhalb von drei Wochen, sind die beiden Exporthäfen von Jose und Puerto La Cruz ausgefallen. An diesen Anlagen werden etwa 89% der Rohölexporte des Landes abgewickelt. 

In dem Spannungsfeld aus einer knappen Rohölversorgung und der Erwartung eines schwachen Nachfragewachstums im Laufe des Jahres, überwiegen nun wieder die bullishen Aspekte. Russland kürzt seine Produktion weiter und wird, nach eigenen Angaben, schon bald die vereinbarte Menge an Rohöl vom Markt genommen haben, während Saudi-Arabien deutlich mehr als versprochen vom Markt genommen hat. Die Sommernachfrage steht allerdings vor der Türe und die Raffinerien werden ihre Auslastung langsam aber sicher immer weiter steigern um den saisonalen Energiebedarf zu decken. 

Heute Morgen ziehen die Rohöl Futures an ICE und NYMEX etwas an, während ICE Gasoil nur wenig fester notiert. Da der Euro/Dollar-Kurs in der Nacht aber deutlich nachgab, zeichnen sich bei den Inlandspreisen für den Moment Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral 

26.03.2019 

Futures nach Kurskorrektur wieder stabil – Notierungen legten zum Wochenstart leicht zu 

Nachdem der Wochenstart relativ ruhig verlief, gibt es an der Marktlage auch keine größeren Veränderungen. Das Spannungsfeld aus einem kurzfristig knappen Angebot, hervorgerufen durch die Kürzungen der OPEC+ Gruppe und Sanktionen gegen Venezuela und Iran, und der Sorge vor einer drohenden Rezession bleibt bestehen. 

Die Konjunkturdaten hatten in den letzten Wochen mehrfach enttäuscht. Vergangene Woche hatte die Fed dann noch Zinsanhebungen für 2019 quasi eine Absage erteilt, weil die Wachstums- und Inflationserwartungen vermutlich nicht erreicht werden. 

Investoren haben offenbar eine große Skepsis bezüglich der wirtschaftlichen Erwartungen. Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung belasten auch immer die Ölpreise, denn Ölnachfrage und Wirtschaftswachstum sind in der Regel eng miteinander verknüpft. Entsprechend wird dies auch als belastendes Element für die Ölpreise an ICE und NYMEX gesehen, das am Freitag die Abwärtsreaktion ausgelöst hatte. 

Mit der Erwartung weiter sinkender US Ölbestände könnten die Ölpreise zur Wochenmitte sogar wieder einen Kaufimpuls bekommen. Die fundamentale Konstellation schätzt man daher wieder neutral bis bullish ein. Bei dn Preisen deuten sich aktuell moderate Preissteigerungen an. 

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral

25.03.2019 

Angst vor Rezession – Technische Verkaufssignale belasten die Ölpreise 

Im Tauziehen zwischen den stützenden Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe sowie US Sanktionen gegen Iran und Venezuela auf der einen Seite, und der Befürchtung eines geringen Nachfragewachstums auf der anderen Seite, scheint nun letzteres vorerst die Oberhand gewonnen zu haben. Die US Ölbestände sinken, Venezuela wird sich mit Ölexporten weiter schwertun und die Sanktionen gegen den Iran werden vermutlich weiter verschärft. 

Hintergrund bleiben immer wieder aufkommende Zweifel an der globalen Wirtschaftsentwicklung und dem damit verbundenen Ölnachfragewachstum. Die Konjunkturdaten deuten auf eine Abkühlung der Wirtschaftslage hin und die Zahlen von letzter Woche waren nicht gerade erbaulich. 

Auch die zähen Verhandlungen zwischen den USA und China in deren Handelsstreit belastet den Ausblick - insbesondere, dass die Strafzölle auch im Falle einer Einigung vorerst aufrechterhalten werden sollen. 

Hatte in den letzten Wochen die knappe Marktlage durchgehend dominiert, so rücken nun die Konjunktur- und Ölnachfragesorgen in den Fokus. Dies dämpft die Stimmung an den Ölbörsen spürbar. 

Bei den Preisen deuten sich daher noch immer leichte Abwärtspotenziale an. 

Fundamental: neutral                        Chartanalyse: bearish  

 22.03.2019 

Zaghafte Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau – Preisnachlässe im Inland zu erwarten 

Mit der jüngsten Preisrallye haben die Rohöl Futures neue Jahreshochs erreicht, was bei einigen Marktteilnehmern wieder die Frage aufwirft, wann dies zu einer Vernichtung der Ölnachfrage führt. Je höher die Ölpreise, desto geringer die Nachfrage. Und auf dem aktuellen Preisniveau, in Verbindung mit den pessimistischen Konjunkturaussichten, könnten sich Käufer zurückhalten, so die Befürchtung. 

Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe, die in den kommenden Monaten bis mindestens Juni noch beibehalten werden sollen, sorgen für eine weiterhin knappe Verfügbarkeit am physischen Markt. 

Die Gefahr eines negativen Einflusses auf die Ölnachfrage und ein schnell steigendes Konkurrenzangebot von Nicht-OPEC Ländern, bei zu hohen Preisen, könnte zu einem Ende der Zusammenarbeit der OPEC+ Gruppe führen. Damit wäre allerdings eine Überversorgung in der zweiten Jahreshälfte sehr wahrscheinlich und würde zu einer heftigen Abwärtskorrektur führen. Diese Möglichkeit alleine dämpft dabei das Aufwärtspotenzial an den Börsen. 

Die fundamentale Konstellation wird von uns heute Morgen auf neutral bis bullish zurückgestuft. Bei den Preisen deuten sich somit moderate Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bullish                     Chartanalyse: neutral  

21.03.2019

Rohöl springt auf 4-Monatshoch – schwacher Dollar beeinflusst Preise

Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe scheinen ihre Wirkung mittlerweile auch auf die US Ölbestände zu haben. Die gestern gemeldeten Abbauten bei Rohöl sind nun die zweiten in Folge und haben die US Rohölbestände bereits unter das 5-Jahresdurchschnittsniveau gedrückt.

Die Zahlen der USA deuten darauf hin, dass die Versorgungslage am Weltmarkt knapp ist, was sich in den letzten Wochen ja auch schon in der Backwardation Konstellation von Brent gezeigt hat.

Momentan scheint die Versorgung am Markt in der Tat knapp zu sein, denn die OPEC+ Länder behalten ihre Produktionskürzungen bei, bzw. haben zum Teil sogar deutlich mehr als angekündigt vom Markt genommen.

Nicht ganz klar ist allerdings, wie sich die Nachfrage im Jahresverlauf insgesamt entwickeln wird. Hier rechnen die meisten Experten auf Grund der schwächeren Konjunktur mit einer Abschwächung. Offen ist auch noch die mögliche Verlängerung des OPEC+ Abkommens in die zweite Jahreshälfte.

Ohne eine solche Maßnahme würden innerhalb kürzester Zeit große Produktionsmengen an den Markt zurückkehren.

Fundamental bleibt die Konstellation kurzfristig weiter bullish, wenngleich die langfristigen Effekte unsicher bleiben. Bei den Preisen deuten sich leichte Preissteigerungen an.

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral

20.03.2019 

Verhaltene Reaktion auf bullishe API Daten – Erste technische Verkaufssignale 

Die vermutlich wichtigsten Nachrichten dieser Woche kamen gleich zu Beginn: die OPEC+ Gruppe wird ihr nächstes Meeting erst im Juni abhalten und die Kürzungen bis Mitte des Jahres durchführen, bevor man über eine Fortführung der Maßnahmen entscheiden wird. Dies nimmt zunächst einmal etwas Volatilität aus dem Markt. 

Andere Länder, vor allem aber Russland, wollen nicht voreilig agieren und die Entwicklung erst noch weiter beobachten. Mit den US Sanktionen gegen Venezuela und Iran, aber auch bei der Ölnachfrage und dem US Schieferölwachstum gibt es noch erhebliche Unsicherheiten.  

Die OPEC hat demnach kaum die Möglichkeit die Maßnahmen Mitte des Jahres zu beenden und müsste die aktuellen Niveaus eigentlich beibehalten. Auch wenn der Markt aktuell nicht mehr überversorgt ist, so ist mit den Kürzungen die Versorgungssicherheit gestiegen. Die OPEC+ Länder haben nun erhebliche Produktionsreserven, die man relativ kurzfristig reaktivieren kann. 

Bei der fundamentalen Markteinschätzung bleiben wir zunächst weiter bei unserer leicht bullishen Einschätzungen. Bei den Preisen deuten sich damit keine größeren Veränderungen an. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral bis bearish 

19.03.2019 

WTI klettert auf neues Jahreshoch – Libyens Ölproduktion wieder bei 1,2 Mio. B/T 

Die OPEC+ Gruppe hatte beim gestrigen JMMC gestern beschlossen das Meeting im April abzusagen und stattdessen erst wieder am 25. bis 26. Juni eine Vollversammlung abzuhalten. Kasachstan, das sich ebenfalls an den OPEC+ Kürzungen beteiligt, will die Produktion an seinem riesigen Kashagan Ölfeld nun vorübergehend für April und Mai drosseln. Ab Juni werde man dann aber wieder mehr produzieren. Die Ankündigung Kasachstan deutet eher daraufhin, dass das Land die Kürzungen nicht über Juni hinaus verlängern wird. Von daher wird in den kommenden Monaten abzuwarten sein, wie sich das Marktverhältnis entwickeln wird. 

Generell überwogen in den vergangenen Wochen zwar die bullishen Nachrichten, doch diese dürften auch weitestgehend eingepreist sein. Die fundamentale Konstellation kann daher erst einmal weiter neutral bis bullish eingestuft werden. Da ICE Gasoil über den Niveaus von gestern Morgen und Mittag in den Tag startet, deuten sich bei den Inlandspreisen für Heizöl und Diesel erst einmal leichtes Aufwärtspotenzial an. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral 

18.03.2019 

Ölpreise nach Abwärtskorrektur am Freitag leicht erholt – OPEC wird weiter kürzen 

Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben in der letzten Woche gezeigt, dass die Versorgungslage mittlerweile knapper geworden ist. Hatte man Ende letzten Jahres noch befürchtet, dass die Ölnachfrage einbricht und sich mit dem Boom der US Schieferölproduktion eine massive Überversorgung im neuen Jahr ergeben wird, hat sich das Bild mittlerweile gedreht. Die OPEC+ Gruppe hat den Markt mindestens wieder ausbalanciert, wenn nicht sogar eine leichte Unterversorgung etabliert. 

Die Maßnahmen der OPEC haben damit Erfolg, denn auch der Ölpreis ist in dieser Zeit deutlich gestiegen. Doch ist der Markt eben nur wegen dieser Kürzungen in der jetzigen Konstellation, ohne die es vermutlich schnell wieder zu einer deutlichen Überversorgung kommen würde. 

Wenn in den USA in der zweiten Jahreshälfte zahlreiche Pipelines fertiggestellt werden, könnten die Ölpreise unter Druck kommen. Für die OPEC+ Gruppe ist es allerdings noch zu früh um zu entscheiden, wie man mit dieser Konstellation umgehen wird und vermutlich erst beim Meeting im Juni über die Vorgehensweise in der zweiten Jahreshälfte entscheiden. 

Bei den Preisen ist daher mit leichtem Abwärtspotenzial zu rechnen. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral bis bearish 

15.03.2019 

Jahreshochs erneut ausgebaut – Ölpreise bleiben nach OPEC Report auf hohem Niveau 

Momentan sieht es danach aus, als würde die Versorgungslage bis auf Weiteres angespannt bleiben. In den USA sinken die Bestände, die OPEC kürzt weiter und die Exporte aus Venezuela und Iran werden ebenfalls abnehmen, während die Ölnachfrage zum zweiten Quartal saisonal ansteigt. Gibt es keinen überraschenden Kurswechsel der OPEC oder andere unvorhergesehene Dinge, so dürften in die Ölpreise in dieser Konstellation bleiben und sich tendenziell nach oben orientieren. 

Die USA plant zudem offenbar die Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen und die bisherigen Ausnahmeregelungen für einige Länder ab Mai anzupassen 

Doch die OPEC warnt vor einer grundlegenden Veränderung im letzten Quartal des laufenden Jahres. Das Kartell rechnet mit einem starken Angebotsschub von Nicht-OPEC Ländern, maßgeblich auch angetrieben von einem erneuten Boom in der US Schieferölindustrie, wenn neue Pipelines in Betrieb genommen werden, 

Der Ölmarkt wird in 2019 damit weiter sehr spannend sein und sollte somit auch weiter volatil bleiben. Da ein Großteil der stützenden Faktoren bereits eingepreist ist, stufen wir die fundamentale Konstellation für den Moment auf neutral bis bullish zurück und es momentan keine größeren Preisveränderungen andeuten. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral  

14.03.2019 

Rohöl markiert auf neue Jahreshochs – Gasoil verhalten 

In den USA fallen die Bestände bei Benzin und Rohöl. Eine knapper werdende Versorgungslage vor der Sommernachfrage ist immer ein stützender Impuls an den Ölbörsen. Hinzu kommt, dass das Ölangebot generell knapper eingeschätzt wird.

Die Iran Sanktionen werden ab Mai vermutlich noch einmal anziehen, so sind zumindest die neuesten Informationen zu deuten. Und auch die Versorgung aus Venezuela entwickelt sich weiter negativ. Indien wird weniger Rohöl aus dem Land kaufen und auf andere Bezugsquellen umsteigen müssen, was die Rohölpreise entsprechend stützt. 

Es gibt jedoch auch Variablen, die das Aufwärtspotenzial in Grenzen halten. Experten nennen in diesem Zusammenhang die enttäuschenden Konjunkturdaten, die das Ölnachfragewachstum bremsen, sowie die Möglichkeit, dass größere Mengen an Rohöl rasch an den Markt zurückkehren könnten, wenn ein Restart der Produktion Libyens gelingt oder Russland und Saudi-Arabien ihre Strategie ändern. Dies sind aber eher Spekulationen. 

Die fundamentale Grundkonstellation ist nach den bullishen DOE Daten und den angedeuteten Verschärfungen der Iran Sanktionen für heute Morgen bullish. Bei den Preisen zeichnet sich aktuell keine große Veränderung ab. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bullish 

13.03.2019 

Futures nach API Ölbestandsdaten und EIA Monatsreport nahezu unverändert 

Saudi-Arabien hat bekanntlich mehr Rohöl vom Markt genommen, als es laut der OPEC+ Vereinbarung von Dezember muss. Die extra Kürzungen werden über den März hinaus auch bis in den April hinein beibehalten, womit auch die Exporte weiter künstlich auf niedrigem Niveau gehalten werden, dies hat zu Spekulationen geführt, dass die Förderkürzungen auch in der zweiten Jahreshälfte weiter aufrechterhalten werden könnten. 

Aus dem Iran und Venezuela kommen weiter reduzierte Mengen auf den Markt, da die USA ihre Sanktionen aufrechterhalten. Für Experten dürfte dies zu einem schnelleren Rückgang bei den Verfügbarkeiten aus dem südamerikanischen Land führen. 

Doch nicht alle Faktoren am Markt sind bullish, die wirtschaftlichen Risiken und globalen Wachstumssorgen sind bremsende Faktoren für die Ölpreise, wobei auch die immer weiter zunehmende US Ölproduktion das Aufwärtspotenzial verringert.  

Die EIA hat in ihrem neuen Monatsreport die globale Versorgungslage nun knapper als noch im letzten Monat eingeschätzt. 

Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben am Morgen wenig verändert, notieren jedoch unterhalb der Werte von gestern Mittag. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral bis bullish 

12.03.2019 

Futures bleiben weiter fest – Gasoil im Frontmonat nachgebend 

Mit ihrem fünf Jahresausblick hat die IEA gestern eine langfristig komfortable Versorgungslage gezeichnet. Kurzfristig allerdings werden sich die Marktteilnehmer vor allem an der aktuellen Angebotssituation orientieren, und hier deutet sich bislang weiter eine knappe Versorgung mit Rohöl ab. 

Saudi-Arabien will seine Ölförderung weiter stärker als mit der OPEC+ Gruppe ursprünglich vereinbart kürzen. Als Saudi-Arabien Anfang des Monats noch die Ölpreise mit Lieferungen im April für Abnehmer aus Europa reduziert hatte, war zu vermuten, dass die Saudis das Angebot im kommenden Monat wieder steigen könnte. Doch der Markt soll bewusst mit weniger Rohöl als gewünscht versorgt werden. Ohne eine außergewöhnliche Situation werde man die Kürzungen unverändert bis Mitte des Jahres beibehalten und die Entscheidung auf das Treffen Ende Juni vertagen. 

Zusätzliches Öl kommt hingegen aus Libyen, dessen Sharara Ölfeld hochgefahren wird. Angesichts der Kürzungen der Saudis und der Sanktionen gegen Venezuela und Iran, eine dringend benötigte Fördersteigerung. 

Bei den Preisen deuten sich daher für den Moment leichte Preisnachlässe zu gestern an. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral bis bullish

11.03.2019 

Ölpreise erholen sich vom Kursrutsch am Freitag 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder, die seit Januar zusammen mit dem Kartell freiwillig ihre Ölförderung gekürzt haben, werden sich am 17. und 18. April in Wien treffen. Eine Entscheidung über einen Zeitpunkt für das Ende der Produktionskürzungen werde es hier allerdings nicht geben. 

Im Fokus dürfte dann das darauffolgende nächste Meeting am 25. und 26. Juni liegen. Die OPEC wird dann abzuschätzen haben, ob es gelungen ist das Angebot ausreichend zu reduzieren, um den Markt wieder in Balance zu bringen. Nur wenn Angebot und Nachfrage wieder ein ausgeglichenes Niveau erreichen, wird die OPEC die Produktionskürzungen wohl zurückschrauben.  

Aus Libyen kommt mittlerweile wieder mehr Rohöl auf den Markt, im Großen und Ganzen wird das physische Angebot mit den Kürzungen der OPEC und den Ausfällen aus Venezuela und Iran aber als knapp eingeschätzt. China rechnet mit dem schwächsten BIP Wachstum seit Jahrzehnten und der Außenhandel brach im Februar förmlich ein. 

Alles in allem bleibt der Markt somit weiter in einem Spannungsfeld mit größeren Unsicherheiten. Bei den Preisen deuten sich somit moderate Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral                          Chartanalyse neutral  

08.03.2019 

Geringe Dynamik auf hohem Niveau – Konsolidierungsphase bleibt bestehen 

Auf der Nachfrageseite sind es vor allem Sorgen bezüglich des schwächelnden globalen Wirtschaftswachstums und dessen Einfluss auf die Ölnachfrage, die die Aufwärtspotenziale begrenzen. Die Verlangsamung des globalen Wachstums belaste den Ausblick bei den Ölpreisen. Dies sei Ursache für Gewinnmitnahmen und Begrenzungen der Spielräume nach oben. 

Aus Libyen kommt unterdessen wieder etwas mehr Öl, nachdem das größte Ölfeld des Landes, Anfang der Woche wieder in Betrieb genommen wurde. Man geht davon aus, dass sich die Produktion in den kommenden Tagen wieder vollständig erholen wird. 

In Sachen Iran baut Indien offenbar darauf, dass es im Mai weitere Ausnahmeregelungen geben wird. Die USA hat immer wieder betont, dass man die Ölexporte des Irans letztlich auf null drücken will, jedoch kein klares Statement zu Ausnahmeregelungen für einige Länder getroffen. 

Die Kürzungen im Angebot sind und bleiben stützend, wurden über die letzten Wochen allerdings auch weitestgehend eingepreist. Ende März beginnt langsam die Sommernachfrage und man rechnet mit einem höheren Bedarf an Rohöl. Die Einschätzungen bezüglich der globalen Konjunktur verunsichern allerdings, sodass sich bei den Preiserwartungen aktuell leichte Abwärtsspielräume abzeichnen. 

Fundamental neutral                          Chartanalyse neutral  

07.03.2019 

Futures bleiben nach uneinheitlichen DOE Daten in Konsolidierungsmodus auf hohem Niveau 

Die Zahlen des DOE haben gezeigt, dass die USA bei den Veränderungen der Ölbestände nun verstärkt von Importen und Exporten abhängig ist. Diese Zahlen können durch Verzögerungen bei der Be- und Entladung einiger weniger Supertanker allerdings stark schwanken und tendenziell extreme Bestandsveränderungen begünstigt. 

Unterdessen gilt die Versorgungslage auf globaler Ebene weiter als knapp, was auf die umfangreichen Kürzungen der OPEC und die Sanktionen gegen Iran und Venezuela zurückzuführen ist. Die Wiederinbetriebnahme des größten Ölfeldes in Libyen sollte das Angebot wieder erhöhen. Diese Mengen kommen gerade zur rechten Zeit, denn zum zweiten Quartal hin steigt für gewöhnlich die saisonale Nachfrage an. 

Saudi-Arabiens Förderung wird in dieser Zeit weiter genau zu beobachten sein. Der Ölminister hatte angekündigt, dass man die Förderung drosseln werde. jedoch für April auch die Preise für Lieferungen nach Nordwesteuropa und das Mittelmeer deutlich reduziert, womit man offenbar die Nachfrage stärken will. Dies könnte ein Indiz sein, dass die extremen Kürzungen wieder gelockert werden, zumal auch das größten Offshore Ölfeld des Landes wieder nach Reparaturarbeiten diesen Monat hochgefahren wird. 

Bei den Preisen bedeutet dies somit zunächst leichte Preissteigerung zu gestern. 

Fundamental neutral                          Chartanalyse neutral  

06.03.2019 

Futures mit geringer Handelsspanne innerhalb technischer Vorgaben 

An den Ölbörsen hat sich eine recht enge Handelsspanne knapp unterhalb der bisherigen Jahreshochs gebildet. Die Stimmung war zuletzt zwar überwiegend bullish, doch die freiwilligen Kürzungen der OPEC, die die Vereinbarungen aus Dezember deutlich übertreffen, sowie die Sanktionen gegen den Iran und Venezuela sind nun schon länger bekannt und sollten damit weitestgehend eingepreist sein. Auf der anderen Seite deutet sich aber auch ein Handelsabkommen zwischen USA und China ab, dass einen positiven Einfluss auf die Konjunkturerwartungen und damit auch auf die Ölnachfrage haben sollte. 

Unterdessen steigt das Ölangebot aus Libyen. Auch in Saudi-Arabien deutet sich eine Entspannung bei den Einschnitten an. 

Das Land hatte deutlich mehr Rohöl vom Markt genommen als es sich in dem OPEC+ Abkommen vom Dezember verpflichtet hatte. Für Lieferungen im April sind die Rohölpreise für Lieferungen deutlich gesenkt worden. 

Im März zieht aber auch die Ölnachfrage langsam wieder an. Angesichts des Potenzials aus Libyen und einer möglichen Steigerung der Exporte aus Saudi-Arabien könnte sich die Marktlage, trotz des Nachfrageanstiegs, zum zweiten Quartal entspannen. 

Für heute zeichnen sich leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral                          Chartanalyse neutral  

05.03.2019 

Preisanstieg vom Montag nur von kurzer Dauer - Restart der Ölförderung in Libyen 

Meldungen um eine bevorstehende Einigung im Handelsstreit zwischen USA und China sorgen für eine bullishe Stimmung am Markt. Sollten sich die Länder auf ein Abkommen einigen und die Zölle wieder abbauen, sendet dies ein positives Signal in die Märkte. Die Risikobereitschaft nimmt wieder zu, wovon traditionell auch die Ölbörsen profitieren. Auch die bisherigen Ölnachfrageprognosen für 2019 ließen sich damit eventuell wieder nach oben korrigieren, wobei man dafür erst noch abwarten muss, ob der Deal tatsächlich kommt. 

Unterdessen ist nun aber mit einem deutlichen Anstieg der Ölförderung in Libyen zu rechnen, wo die Förderung am Sharara Ölfeld wieder zunimmt. Bleibt der Restart ohne Probleme, dürfte die Produktion zulegen und damit einen Großteil der OPEC Kürzungen aus Februar kompensieren. Dieser Effekt dürfte weitere starke Preissteigerungen an den Ölbörsen zunächst einmal entgegenwirken. Die fundamentale Einschätzung stufen wir heute Morgen daher zunächst einmal auf neutral herab. 

Da die Ölpreise an den Börsen unterhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen, zeichnen sich für den heutigen Vormittag leichte Preisnachlässe ab. 

Fundamental neutral                          Chartanalyse neutral  

04.03.2019 

Schlechte US Konjunkturdaten – Ölpreise nach Gewinnmitnahmen weicher 

Im laufenden Jahr sind die Ölpreise bisher um knapp 25% angezogen und haben damit auf die fundamental knappere Marktversorgung reagiert. Die Nachfrage ist im ersten Quartal eigentlich die saisonal schwächste im gesamten Jahr. Die Ursachen sind bekannt und liegen in den Produktionskürzungen der OPEC, den US Sanktionen gegen Iran und Venezuela sowie den Ausfällen in Libyen, wo das größte Ölfeld weiterhin abgeschaltet bleibt. 

Die Ölpreise haben sich damit auf hohem Niveau stabilisiert. Die Aufwärtsdynamik wurde in der letzten Woche allerdings spürbar eingedämpft. Am Freitag kam eine Serie schlechter als erwarteter Konjunkturdaten auf den Markt, die den Pessimismus bezüglich des Wirtschafts- und Ölnachfragewachstums für das laufende Jahr wieder verstärkt haben.

Vermutlich muss der Markt in der ersten Jahreshälfte weiter mit einer erhöhten Volatilität leben, da die Unsicherheiten am Markt bis auf Weiteres bestehen bleiben. 

Offen ist auch das Verhandlungsergebnis im Handelsstreit zwischen USA und China, dessen Deadline auf bislang unbekannte Zeit verschoben wurde. 

Für Heute deuten sich bei den Preisen aktuell zunächst Abwärtspotenziale an. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral  

01.03.2019 

Futures nehmen Jahreshochs in den Blick – OPEC Kürzungen bei 275% 

Die ersten Zahlen zu den OPEC Produktionsmengen Februar zeigen, wie strikt das Kartell die eigenen Produktionsvorgaben umgesetzt und zum Teil übererfüllt hat. Federführend natürlich Saudi-Arabien mit umfangreichen Kürzungen, aber auch Libyens Förderung ist unerwartet stark gefallen, während die Sanktionen gegen Iran und Venezuela sind eine zusätzliche Bürde sind. 

Die Versorgungslage hat sich in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres damit deutlich verknappt, sodass die Ölpreise entsprechend anstiegen. Brent kletterte im Jahreshoch bereits über 25% und legte damit einen der stärksten Jahresstarts in der Geschichte hin. Gleichzeitig aber gibt es einige Regionen in denen unverkauftes Rohöl lagert.

Langfristig gehen die meisten Experten allerdings davon aus, dass eine extreme Rallye vom aktuellen Niveau aus unwahrscheinlich ist. Die US Exporte liegen auf einem Rekordhoch und werden weiter zunehmen.

Auch wenn nicht mit einem Einbruch gerechnet wird, so dürfte die Verlangsamung der Konjunkturentwicklung ihre Spuren hinterlassen, womit sich die Marktlage in der zweiten Jahreshälfte wieder entspannen sollte. 

Damit deuten sich bei den Preisen aktuell deutliche Preisaufschläge zum Vortag an. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bullish 

28.02.2019 

US Ölbestandsdaten geben Preisen einen kräftigen Schub 

Die US Ölbestandsdaten von gestern sind ein klares Zeichen, dass die starken Produktions- und Exportkürzungen der OPEC bzw. Saudi-Arabien auch den physischen Markt erreicht haben. In den letzten Monaten sind mit den Produktionskürzungen der OPEC, den Sanktionen gegen den Iran und Venezuela einfach zu viele Barrel vom Markt genommen worden, als das eine US Ölproduktion auf Rekordniveau dies ausgleichen könnte. 

Eigentlich ist dies die Zeit im Jahr, in der die US Rohölbestände noch steigen sollten, da viele US Raffinerien Wartungsarbeiten durchführen und so weniger Rohöl verbrauchen. Der Rückgang der US Gesamtbestände um knapp 18 Mio. Barrel unterstreicht noch einmal den starken Effekt den die internationalen Veränderungen der letzten Monate auf die Verfügbarkeiten haben. 

Die Exporte aus Venezuela werden vermutlich weiter sinken und Saudi-Arabien macht ebenfalls Druck und hatte bis März bereits weitere umfangreiche Produktionsrückgänge angekündigt. Dies könnte die USA eventuell dazu veranlassen die angedachten Verschärfungen der Sanktionen gegen den Iran im Mai moderat anzugehen und erneut Ausnahmeregelungen zu erlauben. 

Die fundamentale Konstellation bleibt damit weiter bullish, sodass sich bei den Preisen leichte Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bullish 

27.02.2019 

Ölpreise erholen sich vom Trump-Effekt 

Die Versorgungslage am Rohölmarkt ist weiterhin knapp. Die Produktionskürzungen der OPEC bleiben Hauptgrund für die Konstellation. 

Eigentlich sind schwerere und saurere Rohölsorten billiger als Brent, dessen Qualität höher und Verarbeitungsaufwand damit geringer ist. Bei der Raffinierung von leichten Rohölsorten erhält man zudem deutlich mehr qualitativ hochwertige Produkte, während der Anteil von Produkten wie Bitumen bei den schweren Rohölsorten größer ist. Da Raffinerien jedoch nicht einfach zwischen den Rohölqualitäten wechseln können, hat die momentane Marktlage zu einer knapperen Versorgung bei den schweren Rohölsorten gesorgt. Durch diesen Engpass kosteten die schwereren und saureren Referenzsorten aus dem Mittleren Osten Anfang Februar phasenweise mehr als Brent, was sehr ungewöhnlich ist. 

Dies ist direkt auf die Kürzungen der OPEC und die US Sanktionen gegen Venezuela zurückzuführen. Daran ändert auch die hohe Ölförderung der US Schieferölindustrie nicht viel. 

Insgesamt ist die Marktlage zum Wochenauftakt, bis auf den Tweet von Donald Trump, relativ ruhig geblieben, sodass sich bei den Preisen deutliche Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral 

26.02.2019 

Trump löst Gewinnmitnahmen aus – Inlandspreisniveaus heute Morgen deutlich weicher 

Die Versorgungslage am Markt wird weiter als knapp eingeschätzt, daran hat sich zum Wochenstart nicht viel verändert. Die Annäherungen zwischen China und USA im Handelsstreit sind dabei stützend für die Ölpreise, da man hiervon einen positiven Einfluss auf das Wirtschaftswachstum der beiden größten Volkswirtschaften erwartet. Nach den Preissteigerungen der vergangenen Wochen sind die zuletzt überwiegend bullishen Meldungen allerdings wohl weitestgehend eingepreist. 

Der US Präsident hatte in der Vergangenheit schon mit dem NOPEC Gesetzes gedroht, auf dessen Grundlage man die Länder der OPEC kartellrechtlich verklagen könnte. Die OPEC ist daher gewarnt die Preise mit ihren freiwilligen Produktionskürzungen nicht zu stark steigen zu lassen. 

Diese Elemente sind mit den Preissteigerungen der letzten Tage und Wochen gleichzeitig aber wohl zu einem erheblichen Teil eingepreist, während das Potenzial der US Schieferölproduktion und die Veränderungen beim Ölnachfragewachstum die vermutlich größten Unbekannten am Markt bleiben. Mit dem Tweet von Trump schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen daher nun auf neutral bis bearish zurück, sodass sich bei den Preisen zunächst einmal Preissenkungen andeuten. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse bearish 

25.02.2019 

Futures weicher in die neue Woche – Trump sagt neue Strafzölle gegen China ab 

Die USA und China scheinen sich weiter anzunähern und so steigt die Erwartung der Marktteilnehmer, dass sich die beiden größten Volkswirtschaften auf ein Handelsabkommen einigen könnten. Die von Trump für März angekündigten Strafzölle sind nach dem Tweet des US Präsidenten vom Wochenende erst einmal vom Tisch und dürfte besorgte Trader beruhigen. Eventuell könnten in der Zukunft auch die bisher verhängten Strafzölle wieder abgebaut werden. Gerade mit Sorge um das globale Wirtschaftswachstum, und dem damit verbundenen Ölnachfragewachstum, ist dies zumindest insofern eine bullishe Komponente am Markt, als dass die Situation nicht noch weiter verschärft wird. 

Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bleibt dennoch vorerst der meist benannte Aspekt, der die Aufwärtsbewegungen an den Ölbörsen ausbremst. Das Spannungsfeld zu den Produktionskürzungen der OPEC bleibt jedoch bestehen. 

Angesichts der insgesamt weiter knapp eingeschätzten Verfügbarkeiten, die die Preise in den letzten Wochen stützten, bleibt die fundamentale Konstellation heute Morgen zunächst weiter bullish. 

Für Heute deuten sich bei den Preisen zunächst einmal leichte Abwärtspotenziale an. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bearish 

22.02.2019 

US Rekordförderung bremst Rallye aus - Charttechnik generiert Verkaufsimpulse 

Die US Rohölförderung (von 12,0 Mio. B/T ) steigt weiterhin unaufhaltsam, was die neuen Zahlen des DOE belegen. Der Produktionsboom der US Schieferölindustrie wird 2019 weitergehen, auch wenn die hohen Zuwachsraten aus dem letzten Jahr vielleicht nicht mehr ganz erreicht werden. 

Die steigende US Ölförderung bildet damit ein Gegengewicht zu den massiven Kürzungen der OPEC seit Jahresbeginn, bei denen Saudi-Arabien bereits schon angekündigt hat, dass man die Produktionseinschnitte bis März noch einmal deutlich verschärfen wird. 

es wird vor allem auf die knappe Marktlage verwiesen, nachdem die USA begonnen haben Venezuela zu sanktionieren und in Libyen noch immer kein Restart des größten Ölfeldes angekündigt wurde. Auch wird immer wieder auf die Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China verwiesen.  

Sollte die Förderung in Libyen allerdings bald wieder steigen, würde dies die kurzfristige Versorgungslage erheblich verbessern, die fundamentale Gesamtkonstellation bleibt allerdings weiter bullish. Interessant könnte die Charttechnik werden, denn hier haben sich beim Stochastik nun Verkaufsimpulse gebildet, die Gewinnmitnahmen begünstigen.11

es deuten sich bei den Preisen aktuell leichte Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bearish 

21.02.2019 

Rallye auf neue Jahreshochs – Technisches Abwärt0potenzial bleibt vorhanden 

Die Produktionskürzungen der OPEC sind weiterhin der Hauptgrund für die zuletzt immer wieder steigenden Ölpreise. Die Situation in Venezuela hat die Verfügbarkeit ebenfalls nicht weiter verbessert, wobei Versorgungsprobleme die Rohölpreise nach oben ziehen. 

Eine deutlich stärkere Rallye wurde bisher durch die eingetrübten globalen Wachstumserwartungen verhindert, die auf eine Verlangsamung des Ölnachfragewachstums hinweisen. Aber auch die US Rohölförderung legt weiter kräftig zu. Aus den USA kommt damit vermutlich mehr Öl auf den Markt als bisher gedacht, was das Aufwärtspotenzial der Ölpreise begrenzt. 

Die Knappheit, die man aktuell am Markt sieht, sind durchaus real, wenngleich auch künstlich herbeigeführt. Der Markt ist dieses Jahr unberechenbar, denn mit Libyen, der US Schieferölindustrie und Brasilien gibt es auch noch großes Potenzial für eine deutliche Produktionssteigerung. 

Die Futures an den Ölbörsen bleiben daher weiter im Bereich der Jahreshochs von gestern, womit sich bei den Preisen deutliche Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bearish 

20.02.2019 

Futures unverändert fest – Verkaufssignale bei Rohöl wurden verpasst 

Die Rohölpreise an den Ölbörsen sind erst einmal weiter im Bereich ihrer Jahreshochs geblieben. Der Rohölmarkt wird aktuell offenbar deutlich knapper als der Produktmarkt eingeschätzt. 

Maßgeblich für die unterschiedliche Entwicklung bei Rohöl sind die massiven Exportkürzungen Saudi-Arabiens. Auch die Sanktionen gegen Venezuela haben ihren Anteil an der Situation. Sowohl Venezuela als auch Saudi-Arabien exportieren überwiegend schwerere und saurere Rohölsorten, sodass es nun am Angebot bei diesen Qualitäten mangelt. Für gewöhnlich sind schwere und saure Rohölsorten günstiger als Brent, da die Qualität schlechter ist. Doch auf schwere Rohölsorten ausgelegte Raffinerien können nicht problemlos auf leichtere Sorten wechseln. 

Dies führt dazu, dass die qualitativ eigentlich schlechteren Rohölsorten zum Teil teurer gehandelt werden, als die Referenzsorten. 

Diese Knappheit an spezifischen Sorten halten die Rohölpreise auf einem hohen Niveau. Bei den Preisen zeichnen sich so moderate Preisnachlässe ab. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bearish 

19.02.2019 

Aufwärtspotenzial ausgereizt? – Charttechnik mit möglichem Verkaufssignal 

Die Saudis scheinen gewillt zu sein alles Notwendige zu unternehmen, damit die Ölpreise auf 80 Dollar pro Barrel steigen. Die Stimmung am Markt ist weiterhin bullish, nachdem in den letzten Wochen Meldungen dominierten, die die Preisniveaus stützen. 

Hinzu kommen die Sanktionen der USA gegen Venezuela, die womöglich noch einmal verschärft werden und die Exporte weiter drücken könnten. Und auch wenn die globale Konjunkturentwicklung skeptisch gesehen wird, so sind die Fortschritte bei den Verhandlungen im Handelsstreit zwischen USA und China ein stützender Faktor. 

Auf der anderen Seit besteht aber auch die Möglichkeit, dass die libysche Förderung schon bald wieder steigt. Und sollte der Maduro in Venezuela weichen, dann könnte sich auch hier die Ölförderung wieder stabilisieren. Viel "wenn" und "aber" im Markt, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Preise haben könnten. 

So lange fundamental keine Anzeichen für eine konkrete und deutliche Verbesserung der kurzfristigen Versorgungslage kommt, bleibt die fundamentale Konstellation tendenziell bullish, sodass sich bei den Preisen aktuell minime Preissenkungen andeuten. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral bis bearish 

18.02.2019 

Venezuela und Saudi-Arabien treiben Futures auf 3-Monatshochs 

Die OPEC hat zum Jahresstart im Januar die Ölproduktion stark zurückgefahren, was angesichts der angekündigten Kürzungen im Dezember keine Überraschung ist. Das Saudi-Arabien allerdings mehr als vereinbart vom Markt genommen hatte, ist durchaus bemerkenswert. Dazu noch die Ankündigung die Förderung bis März weiter zu kürzen, unterstreicht die Entschlossenheit der Saudis ein Überangebot um jeden Preis zu vermeiden. 

Allerdings kommen die angekündigten zusätzlichen Kürzungen vielleicht nicht ganz freiwillig, musste doch das größte Offshore Ölfeld wegen Reparaturarbeiten abgeschaltet werden. Ob geplant oder ungeplant, die fehlenden Mengen werden die Versorgungslage verknappen und stützen die Preisniveaus. 

Auch wurden die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen USA und China fortgesetzt. Trump zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass es eine Einigung mit Peking geben werde. Dies schürt die Hoffnungen, dass weitere Strafzölle zwischen den beiden größten Volkswirtschaften vermieden werden können, die die globale Wirtschaft ausbremsen würden. 

Zusammen mit der Ankündigung weiterer Sanktionen gegen Venezuela wurde in der vergangenen Woche somit die Grundlage für weitere Aufwärtsbewegungen an den Ölbörsen geschaffen. 

Bei den Preisen deuten sich starke Preissteigerungen an. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral  

15.02.2019 

Brent und Gasoil klettern auf höchsten Stand seit November 

Brent und Gasoil haben in dieser Woche deutlich stärker zugelegt als die US Referenzsorte WTI. Die Produktionskürzungen der OPEC sowie die angekündigten weiteren freiwilligen Kürzungen von Saudi-Arabien, haben die Versorgungslage am Markt deutlich verknappt. Das bekommt in erster Linie der europäische Markt zu spüren, da die US Ölproduktion auf Rekordniveaus gestiegen ist und die Rohölbestände in den USA zuletzt kontinuierlich zulegten.

Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI ist mittlerweile auf über 10 Dollar angestiegen. Dies macht die US Rohölsorte für Käufer außerhalb der USA attraktiver, da der Preisunterschied die Transportmehrkosten nach Asien aufwiegen. Mehr Exporte könnten die US Rohölbestände in den kommenden Wochen dann stark drücken, da auf der anderen Seite auch die Importe aus Saudi-Arabien enorm abgenommen haben. 

Die Stimmung am Markt ist in den letzten Tagen grundsätzlich bullisher geworden. Halten alle Länder die vereinbarten Quoten ein, würde die Produktion der OPEC+ Gruppe schrumpfen. Hinzu kämen dann aber noch unplanmäßige Ausfälle aus Libyen, Venezuela und Iran. 

Bei den Preisen deutet dies weitere Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral  

14.02.2019 

Gasoil markiert 2-Monatshoch – Stützende Signale aus OPEC und USA 

Die OPEC hat die Produktion stark gekürzt und Saudi-Arabien wird noch einmal starke Kürzungen umsetzen. Hinzu kommen Ausfälle in Venezuela und Libyen, während man den Pessimismus bei der Ölnachfrage für übertrieben hält. Und in der Tat, gibt es bisher wenig Anzeichen, dass sich das Ölnachfragewachstum in 2019 besonders stark verlangsamt. Somit rechnet mit einem Anstieg des Durchschnittspreises Brent im zweiten Quartal auf 67,50 Dollar, während Brent aktuell mit etwa 64 Dollar bereits den höchsten Stand seit November letzten Jahres erreicht hat. 

Mit den Sanktionen gegen Venezuela, den Ausfällen in Libyen, den Produktionskürzungen der OPEC und den darüberhinausgehenden weiteren Kürzungen der Saudis, wird das Angebot an Rohöl vermutlich erst einmal abnehmen. 

Doch die USA scheint momentan eine Anhebung von weiteren Strafzöllen gegen China verschieben zu wollen, da die Fortschritte in den Verhandlungen positiv verlaufen und eine Einigung damit offenbar möglich ist. Dieser Streit galt als die größte Gefahr für das Weltwirtschaftsklima, sodass eine Lösung des Konflikts an den Ölbörsen Spielräume nach oben schaffen dürfte. 

ICE Gasoil zieht an und handelt damit nur noch knapp unterhalb des 2-Monatshochs. Somit deuten sich deutliche Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral bis bullish 

13.02.2019 

EIA und OPEC sehen Überversorgung – Saudi Arabien steuert mit weiteren Kürzungen entgegen 

Die Monatsberichte der OPEC und der EIA zeigen, dass die OPEC ihre Förderkürzungen strikt umgesetzt haben. Zu verdanken ist dies vor allem Saudi-Arabien, dass deutlich mehr Rohöl vom Markt genommen hatte, als es laut der Vereinbarung muss. Auch Russland soll seine Produktion noch überraschend deutlich gekürzt haben. 

Beide Organisationen sehen allerdings weiter ein starkes Produktionswachstum außerhalb der OPEC und vor allem in den USA. Das Angebot der Nicht-OPEC Länder wird demnach weiter schneller zulegen als der globale Bedarf an Öl, weshalb der OPEC weiterhin nichts anders übrigbleiben wird, als die Förderung zu kürzen.  

Ebenfalls positiv die Entwicklungen bezüglich Handelsstreit und Shutdown. Eine Lösung in beiden Bereichen würde die Finanzmärkte beruhigen. An den Ölbörsen wird dies vor allem als ein positiver Aspekt für die Ölnachfrageentwicklung gesehen, die durch den Shutdown und dem Handelsstreit belastet worden wäre. Auch die US Ölbestandsdaten des API von gestern Nacht haben einen stützenden Einfluss, sodass die kurzfristige fundamentale Konstellation, trotz des bearishen EIA Monatsberichts, leicht bullish interpretiert wird. 

Die Futures behalten noch einen Teil ihrer Vortagesgewinne, sodass sich auch bei den Preisen rechnerisch Aufwärtsanpassungen ergeben. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral bis bullish 

12.02.2019 

Ölpreise nach kurzer Schwächephase unverändert 

Die Gespräche über ein Handelsabkommen zwischen USA und China sind momentan der größte Einflussfaktor am Markt. 

Die Verhandlungen sind vor allem mit Blick auf die globale Konjunkturerwartung kritisch, denn die Indikatoren der letzten Wochen deuten auf eine Abkühlung der globalen Wirtschaftsleistung hin. Dies beeinflusst die Ölnachfrage negativ und der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt könnte dies noch weiter verschärfen. 

Komme es zu einem Abkommen zwischen den USA und China, würde dies das künftige Nachfragewachstum steigern. Geopolitische Risiken würden gleichzeitig das aktuelle Angebot beeinträchtigen und damit zu einer physischen Knappheit am Markt führen. 

Der Markt befindet sich damit weiter in einem Spannungsfeld aus unterschiedlichen Faktoren. Ausfälle auf Angebotsseite wie in Venezuela, dem Iran oder die Produktionskürzungen der OPEC stützen die Preisniveaus. Die steigende Ölproduktion der USA und anderer Nicht-OPEC Länder wirken dem jedoch entgegen. 

Die Futures an den Ölbörsen sind für diese Zeit ungewöhnlich volatil. Bei den Preisen deuten sich nur geringe Preisveränderungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

11.02.2019 

Gasoil zum Wochenstart wenig verändert – WTI mit bearishen Vorgaben 

Die Abwärtsbewegung von WTI überträgt sich zum Teil auch auf die Notierungen an der ICE, sodass die bearishen Vorgaben der US Rohölsorte die Preise von Brent und Gasoil ebenfalls belasten können. Stützend bleiben unterdessen die Produktionsausfälle in Libyen sowie die Sanktionen gegen Venezuela und die vermutliche Verschärfung der Sanktionen gegen Iran später in diesem Jahr. Die Erwartungen eines schwächeren globalen Wirtschafswachstums hingegen ist eine große Sorge vieler Marktteilnehmer. 

Insbesondere die Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit sind hier von Belang. Trump hatte das Treffen mit seinem Amtskollegen Xi auf den 1. März verschoben, dem Tag an dem die Deadline der USA für ein umfangreiches Abkommen ausläuft. Wird kein neuer Handelsvertrag zwischen den beiden Ländern unterzeichnet, werde die USA die Strafzölle auf Güter von 10% auf 25% anheben. Nach der Verschiebung des Treffens spekuliert man am Markt, dass man einer Einigung weiter entfernt sei als erhofft. 

Bei den Preisen deuten sich heute Vormittag leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

08.02.2019 

US Kongress geht gegen OPEC vor – Abwärtsspielräume unterhalb der GD 21 Linie 

Die Sorge um die globale Wirtschaftsentwicklung und das damit verbundene Ölnachfragewachstum hatte die Preise Ende letzten Jahres belastet und die Preisrallye von Anfang Januar ausgebremst. Die Warnungen vor einem abschwächenden Wachstum reißen nicht ab und die Konjunkturprognosen wurden in den letzten Wochen immer wieder gesenkt. 

Vor allem der Handelsstreit zwischen USA und China ist ein belastender Faktor, bremst dieser doch die beiden größten Volkswirtschaften aus. Ohne einen Deal wird es statt zu einer Entspannung der Lage dann vermutlich zu neuen Strafzöllen der USA kommen, die den Handel und die Wirtschaft weiter belasten. 

Unterdessen scheint man in Libyen mit der Befreiung des Sharara Ölfeldes noch nicht ganz so weit zu sein, wie man gestern noch dachte. Bei einer Lösung des innerpolitischen Konflikts und einer Wiederinbetriebnahme der Produktion, würde das Ölangebot allerdings deutlich zunehmen. 

Kurzfristig werden nun weiter Libyen, der Handelsstreit zwischen USA und China sowie Venezuela im Fokus stehen. Der Dämpfer bei den Verhandlungen zwischen USA und China sorgt nun erst einmal wieder für Gewinnmitnahmen an den Börsen. Bei den Preisen deuten sich damit Preisnachlässe zu gestern an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

07.02.2019 

Futures nach DOE mit Sprung nach oben – Investmentbanken senken Preisprognosen 

Die Versorgungslage bleibt unter Druck, denn die Ausfälle in Venezuela nehmen tendenziell zu und könnten nach Ansicht einiger Experten noch nicht vollständig eingepreist sein.  

Die Produktionskürzungen der OPEC zum neuen Jahr sorgen für eine bullishe Grundkomponente am Markt. Klar ist allerdings, dass die OPEC, insbesondere Saudi Arabien, erpicht darauf ist die Ölpreise nicht wieder so stark wie Ende Dezember absacken zu lassen. 

Nach oben bleibt das Potenzial jedoch durch die Skepsis der globalen Wirtschaftsentwicklung weiter gedeckelt. Das Ölangebot ist also mehr als ausreichend und ein Preisrutsch an den Börsen kann nur durch aktive Produktionskürzungen der OPEC und ihrer Verbündeten erreicht werden. 

Mit den Kürzungen des Kartells steigt auf der anderen Seite aber auch die Reservekapazität an, sodass die OPEC das Problem der Überversorgung mit ihren Maßnahmen lediglich weiter in die Zukunft verlagert. Auch wenn die Konstellation am Markt kurzfristig bullish werden kann, so deutet sich langfristig, über die kommenden Jahre, keine Preisexplosion an.

Insofern nehmen wir fundamental weiter einen neutralen Standpunkt ein. für den Moment deuten sich bei den Preisen deutliche Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

06.02.2019 

API Daten bleiben ohne großen Einfluss – OPEC und Russland formalisieren Zusammenarbeit 

Das Top-Thema der letzten Wochen an den Ölbörsen war ganz klar Venezuela. Diese haben die Nachrichten dominiert auch wenn der Einfluss auf die Ölpreise bisher überschaubar war. Die US Sanktionen stützen den Markt zwar, da das Angebot damit abnehmen dürfte, doch eine substanzielle Preisrallye ergab sich bisher nicht. 

Dies spricht dafür, dass das Angebot noch immer recht komfortabel ist und man scheinbar keine extreme Knappheit befürchtet. Vor allem die Sorgen bezüglich der globalen Wirtschaftsentwicklung dämpfen das Potenzial von Preissteigerungen. 

Ein Schlüsselfaktor bezüglich der Ölnachfrage ist der Handelsstreit mit China. Bis Anfang März wollen sich die USA und China auf neue Handelsbeziehungen geeinigt haben, um weitere Sanktionen der USA zu verhindern.  

Die US Ölproduktion hingegen markiert ein Rekordhoch nach dem anderen und liegt vermutlich höher als es die wöchentlichen Daten des DOE vom Mittwoch bisher angeben. Doch Engpässe bei den Pipelinekapazitäten und die niedrigeren Preise haben das Wachstum zuletzt etwas gedämpft. 

Der Markt wird vermutlich weiter volatil bleiben, bis es zu den genannten Faktoren mehr Klarheit gibt. 

Für Heute könnten sich erst einmal Preisnachlässe zu gestern andeuten. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

05.02.2019

Ölpreise nach volatilem Montag im Trendkanal kaum verändert 

Venezuela ist für die Marktteilnehmer momentan das größte Sorgenkind. Doch gibt es auch Zweifel, denn China und Russland halten weiterhin zum amtierenden Präsidenten Maduro. 

Vor allem China hatte zuletzt hohe Kredite an Venezuela vergeben. Damit will man die Ölindustrie stabilisieren, während die Rückzahlung der Kredite in Öl erfolgt. Russland und China könnten eventuell für die Ausfälle der US Abnehmer einspringen und so einen Großteil der venezolanischen Ölproduktion und Exporte aufrechterhalten. 

Der Markt bleibt weiter in seinem bekannten Spannungsfeld. Das schwächer erwartete Wirtschaftswachstum in 2019 könnte das Ölnachfragewachstum bremsen und die US Ölproduktion erreicht einen neuen Rekordwert nach dem anderen. 

Auch der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt weiter ein Faktor, dem die Aufmerksamkeit des Marktes in den kommenden Wochen gewiss sein dürfte.  

Momentan gibt es also eine Vielzahl von Faktoren mit offenen Ausgang, sodass die Markteinschätzungen für 2019 unsicher bleiben. Die Volatilität innerhalb der Handelstage hat damit zugenommen und dürfte auch weiter hoch bleiben. 

Nach der Berg- und Talfahrt gestern, starten die Ölpreise heute Morgen jedoch erst einmal wenig verändert zu gestern Vormittag in den Handel. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral 

04.02.2019 

WTI bleibt im Trendkanal – Preise zum Wochenauftakt deutlich fester

Die Tatsache, dass die Sanktionen gegen Venezuela bisher keine starke Rallye ausgelöst haben, lässt vermuten, dass Marktteilnehmer dies nicht als ein besonders großes Problem einschätzen. 

Die Produktionskürzungen der OPEC bleiben weiterhin bullish. Dass Länder wie der Irak und Russland die Vereinbarung noch nicht umgesetzt haben, deutet aber gleichzeitig daraufhin, dass noch erhebliches Potenzial vorhanden ist, um die Förderung zu reduzieren. 

Große Skepsis hatte man zuletzt vor allem wegen des globalen Wirtschaftswachstums, von dem man eine spürbare Abschwächung erwartet. Zusammen mit der erneut gesunkenen Anzahl der US Ölbohranlagen kamen damit bullishe Signale in den Markt, die die Futures am späten Freitag nach oben trieben. 

Die fundamentale Konstellation bleibt für uns damit auch heute Morgen weiter leicht bullish, selbst wenn Venezuela offenbar kein großer Faktor ist. Vor allem aber gegen Ende Februar wird mit einem zunehmenden Rohölbedarf gerechnet, wenn Raffinerien ihre Wartungen beenden und sich auf die Sommernachfrage vorbereiten. 

Für heute Morgen werden deutliche Steigerung bei den Inlandspreisen erwartet. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral 

01.02.2019 

US Ölförderung höher als erwartet – Deadline im Handelsstreit rückt näher 

Das Tauziehen am Markt, zwischen bullishen und bearishen Einflussfaktoren bleibt aber dennoch bestehen. Während die Kürzungen der OPEC+ Gruppe und die Sanktionen gegen Iran und Saudi-Arabien bullish bleiben, hat die skeptische Einschätzung des globalen Wirtschafts- und Ölnachfragewachstums die Aufwärtspotenziale bisher begrenzt. Vor allem die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen USA und China rücken dabei immer wieder in den Fokus. Immer wenn es schlechte Konjunkturdaten aus China gebe oder gesteigerte Zahlen zur US Ölproduktion, drücke dies auf die Preise. 

Und damit erklärt sich heute Morgen auch die Abwärtsbewegung in der Nacht. Die US Ölförderung ist deutlich höher als bisher angenommen und in China hat deutet der Einkaufmanagerindex im Verarbeitenden Gewerbe eine weiter sinkende Wirtschaftsaktivität an. 

Mittelfristig muss man die Wirkung der Sanktionen gegen Venezuela, die Produktionskürzungen der OPEC sowie die auslaufenden Ausnahmen bei den US Sanktionen gegen den Iran im Auge haben.  

Nach den Abwärtsbewegungen an den Ölbörsen in der Nacht und in den Morgenstunden, deuten sich bei den Preisen nun aber erst einmal wieder leichte Abwärtsbewegungen an. 

Fundamental neutral bis bullish                      Chartanalyse neutral 

31.01.2019 

Fester Euro gleicht Preissprung nach DOE aus 

Der Einfluss der US Sanktionen gegen Venezuela ist zwar zu spüren, doch die große Rallye blieb bisher aus. DerPreisanstieg liegt bisher lediglich bei etwa 3,50 Dollar, was im Vergleich zu anderen Sanktionen als nicht besonders stark zu bezeichnen ist. 

Man geht davon aus, dass andere Lieferanten aus dem Mittleren Osten, insbesondere Saudi-Arabien einspringen werden. Doch gerade Saudi-Arabien hatte zuletzt vor allem die Exporte in Richtung USA reduziert, da die Bestände dort zu hoch seien. Mit den wöchentlichen Bestandsdaten haben die US Ölvorräte einen großen Einfluss auf den Markt, sodass man sich hiervon einen guten Hebel am Markt verspricht. 

Dabei darf man nicht vergessen, dass die Saudis die Förderung deutlich gesteigert haben, als die USA die Iran Sanktionen ankündigten und die Ausfuhren des Iran auf null drücken wollten. Als Saudi-Arabien dann auf Jahreshöchstwert förderte, räumten die USA umfangreiche Ausnahmeregelungen für 8 Länder zum Rohölimport ein und es kam zu einer starken Überversorgung mit einem Preissturz Ende Dezember. 

Trotz des Preisanstiegs von gestern und der bullishen US Ölbestandsdaten des DOE, deuten sich bei den Preisen zunächst keine größeren Preisanpassungen an. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral 

30.01.2019 

Preise im Trendkanal fester – Sanktionen gegen Venezuela bleiben stützend 

An den Ölbörsen geht es aktuell vor allem um die Situation in Venezuela. Die US Sanktionen gegen Maduro werden das Ölangebot aus dem Land sicherlich nicht vereinfachen. Venezuela wird nach alternativen Abnehmern suchen und diese vermutlich auch finden. 

Exporte abzuwickeln wird gleich aus mehreren Gründen schwieriger. Venezuela muss sein Rohöl nun verdünnen und kann dabei nicht mehr auf US Naphta zurückgreifen. Bis alternative (teurere) Lieferanten gefunden werden, dürfte es etwas dauern. 

In den letzten Wochen machten zwar auch Sorgen bezüglich der Weltwirtschaftsentwicklung und damit dem Nachfragewachstum die Runde, dies wird nun aber durch Probleme auf der Angebotsseite dominiert. 

Gespannt darf man auf die heute beginnenden Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit warten. Nach den Annäherungen der letzten Wochen will man ein neues Verhältnis schaffen, sodass die Strafzölle zwischen den beiden Ländern, die das globale Wirtschaftswachstum belasten, wieder abgebaut werden können. 

Die Ölpreise bleiben heute Morgen weiterhin relativ fest und testen dabei ihre Vortageshochs. Bei den Preisen deuten sich damit starke Preissteigerungen zu gestern an. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral

29.01.2019 

US sanktionieren venezolanische Ölindustrie – Saudis kürzen Produktion noch stärker 

Der Pessimismus bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums, und damit auch bezüglich der Ölnachfrage, hat den Preisanstieg aus Anfang Januar in den letzten Wochen spürbar ausgebremst. Das erste Quartal ist in der Regel das schwächste in Bezug auf die Ölnachfrage. 

Die neuen US Sanktionen gegen Venezuela können die Ölpreise nun aber stützen, denn vor allem Abnehmer aus den USA werden sich nun vermutlich nach neuen Öllieferanten umsehen müssen. Überraschend kommen die Maßnahmen der US Regierung nicht, denn diese hatte neue Sanktionen bereits vorab angekündigt. 

An den Börsen ging es in der Nacht mit der Meldung zwar nach oben, eine starke Reaktion, wie sie bei umfangreichen Sanktionen zu erwarten ist, war dies jedoch nicht. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die Preise nicht doch noch stärker auf die Maßnahmen reagieren. 

Unterm Strich sind die Meldungen aus der Nacht dennoch stützende Faktoren, sodass die fundamentale Konstellation heute Morgen bullish eingestuft wird. Dennoch deuten sich bei den Preisen für heute Morgen aber erst einmal minime Preisabschläge an. 

Fundamental bullish                          Chartanalyse neutral 

24.01.2019 

Ölpreise in Seitwärtskonsolidierung weicher – US Ölbestandsdaten API bearish 

An den Ölbörsen scheint sich eine Phase der Seitwärtskonsolidierung zu ergeben. Vom Weltwirtschaftsforum in Davos kamen zuletzt vermehrt warnende Worte bezüglich der globalen Konjunkturentwicklung in den Markt. Die Sorge einer Rezession macht sich breit und so lange der Handelsstreit zwischen USA und China nicht offiziell beigelegt ist, belastet dieses Thema auch weiterhin die Märkte. 

Der Tenor am Markt ist derzeit, dass die OPEC mit ihrer reaktiven Politik eine Überversorgung in 2019 vermutlich verhindern kann, eine Unterversorgung wird es jedoch wohl nicht geben, solange Angebotsausfälle ausbleiben. 

Abzuwarten sind weiter die US Sanktionen gegen den Iran, die sich im Mai verschärfen könnten. Der Einfluss des politischen Umsturzversuchs in Venezuela ist noch nicht zu spüren. 

Unterdessen zeigt sich bei der Strukturkurve Brent eine wechselnde leichte Backwardation und Contango Konstellation. Dies deutet daraufhin, dass der Markt bei der Einschätzung der Versorgungslage unentschlossen ist. 

Bei den Preisen deuten sich aktuell somit Preissenkungen zum Vortag an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

23.01.2019 

Ölpreise geben mit technischen Verkäufen nach – US Ölproduktion im Januar steigend 

Der IWF hat mit seiner Korrektur bei der Prognose zum globalen Wirtschaftswachstum die Stimmung an den Finanzmärkten, und damit auch an den Ölbörsen, eingetrübt. Eine generelle Verlangsamung der globalen Konjunktur ist etwas, das auch die Ölnachfrage und damit den Ölpreis trifft. Vor allem die Situation in China ist bedenklich und der Handelsstreit mit den USA scheint die Konjunktur insgesamt stärker zu belasten als im letzten Jahr noch angenommen.

Auch wenn sich beim Ölnachfragewachstum damit Abwärtsrisiken ergeben, so scheint eine Lösung des Konflikts zwischen USA und China im Handelsstreit machbar. Ein Deal könnte wieder für Optimismus sorgen und eine bullishe Reaktion an den Ölbörsen auslösen.  

Nachdem sich die Ölpreise von der Abwärtsbewegung zum Jahresende 2018 wieder erholt haben und nun auf einem ähnlichen Niveau wie Anfang Dezember notieren, hat sich ein Spannungsfeld aus den bearishen und bullishen Faktoren gebildet. 

Damit ergeben sich bei den Preisen keine größeren Preisveränderungen zu gestern Morgen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

22.01.2019 

Ölpreise wenig verändert – IWF mit pessimistischem Wachstumsausblick 

An den Börsen in New York und London wägen die Marktteilnehmer weiterhin ab, welche Faktoren den größten Einfluss auf die Preise haben. In den USA stieg die Ölproduktion im Januar und erreichte damit ein neues Allzeithoch, doch das starke Wachstum des letzten Jahres wird sich in 2019 abschwächen. 

Die OPEC hingegen kürzt ihre Förderung kräftig. Das Kartell scheint entschlossen die Überversorgung abzubauen und für das Jahr 2019 verhindern zu wollen. Die Iran Sanktionen könnten mit dem Ende der Ausnahmegenehmigungen im Mai ebenfalls weitere Rohölmengen vom Markt nehmen. Dies würde das Angebot weiter verknappen. 

Mit dem einem strengen Winter, der aktuell nicht nur Mitteleuropa, sondern auch weiter Teile der USA trifft, nimmt der Heizbedarf und damit auch die Ölnachfrage tendenziell zu.

Unsicherheit gibt es allerdings noch bei der Einschätzung der Weltwirtschaft, die sich aktuell abzukühlen scheint. Die Prognosen werden kontinuierlich nach unten korrigiert. Mit dem Brexit sowie dem Handelsstreit zwischen USA und China gibt es noch zwei ungelöste Risikofaktoren. 

Bei den Preisen deuten sich leichte Preisaufschläge an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

21.01.2019 

Deutlicher Preisanstieg – Futures springen auf 7-Wochenhoch 

OPEC und EIA Monatsreport haben in der letzten Woche für 2019 tendenziell auf eine Überversorgung hingewiesen. Die IEA hingegen sieht für 2019 die Chance, dass der Markt in Balance kommen könnte, wenngleich insbesondere zu Jahresanfang noch eine Überversorgung dominieren könnte 

Während das chinesische Wirtschaftswachstum mit einem Abschwung in 2018 und vermutlich auch in 2019 Sorgen bereitet, nähern sich Peking und Washington im Handelsstreit jedoch an. Die Chancen stehen gut, dass es keine weiteren Strafzölle zwischen den Ländern gibt. 

War die Stimmung Ende 2018 vorwiegend bearish, so hat sich dies nun weiter relativiert. Laut Experten sollte sich Brent mit diesen Faktoren bei über 60 Dollar stabilisieren, mit denen die Preise bis zur US Entscheidung zu den Ausnahmeregelungen bei den Iran Sanktionen im April anziehen könnten. 

In der Gesamtbetrachtung überwiegen heute Morgen die bullishen Nachrichten, insbesondere nachdem die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen regelrecht eingebrochen ist. Somit ergeben sich bei den Preiserwartungen deutliche Aufwärtsspielräume. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral bis bullish 

18.01.2019 

Späte Rallye sorgt für feste Inlandspreise – OPEC tut sich mit Marktbalance schwer 

Die OPEC hat ihre Ölproduktion im Dezember bereits schneller und stärker als von den Marktteilnehmern angenommen reduziert. Vor allem Saudi-Arabien hat seinen Worten Taten folgen lassen. Die Steigerungen der zweiten Jahreshälfte 2018 wurde entschlossen zurückgeführt und damit die Grundlage dafür gelegt, dass die vereinbarten Produktionskürzungen im Januar eingehalten werden können. 

Viele Marktteilnehmer fokussieren sich bei dem OPEC Report auf diese Zahlen, die durchaus bullish zu interpretieren sind. Doch der Bericht ist für den langfristigen Ausblick eher bearish einzustufen. 

Die OPEC tut sich damit also weiter schwer den Markt in Balance zu bringen, was auch dem Fazit des EIA Monatsreports entspricht. 

Kurzfristig ziehen die Ölpreise dennoch an, da Marktteilnehmer vor allem auf die umfangreiche Kürzung im Dezember hinweisen, mit denen die Vereinbarungen aus dem OPEC+ Abkommen im Dezember bereits mehr als erfüllt wurden.

Für Heute deuten sich erneut moderate Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

17.01.2019 

Preise trotz bearisher DOE Zahlen fester – Russland beschleunigt Kürzungen 

In den USA sind die Benzinbestände laut DOE Daten in der vergangenen Woche gestiegen. Dies ist das höchste Niveau seit Februar 2017. Die Bestände in den USA, insbesondere bei den Produkten, legten in den letzten Wochen deutlich zu und signalisieren eine sehr gute Versorgungslage, während die US Rekordproduktion bei Rohöl die Versorgungssicherheit weiter erhöht. 

Die Exportkürzungen der Saudis in Richtung USA haben zugenommen und zeigen bereits ihre Wirkung. Die Kürzungen der OPEC haben insgesamt jedoch noch nicht ihre volle Wirkung entfaltet, da es immer einige Wochen dauert bis sich die niedrigere Förderung auch bei den Exporten bzw. Importen zeigt. 

Für die Balance in 2019 wird entscheidend sein, ob die OPEC+ Gruppe so viel Rohöl vom Markt nehmen wird, um das zusätzliche Produktionswachstum der US Schieferölindustrie und anderer Länder, wie beispielsweise Kanada und Brasilien, zu kompensieren. 

Nach dem Preisrutsch im Dezember und der Gegenbewegung nach Jahreswechsel, scheint sich nun eine Konstellation bilden zu können, in der die Ölpreise erst einmal in eine Seitwärtskonsolidierung übergehen könnten. Für heute ergeben sich damit aktuell moderate Preisanstiege zu gestern. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

16.01.2019 

EIA sieht dauerhafte Überversorgung 

Die EIA hat mit ihrem Monatsreport von gestern Abend eine erste Einschätzung für die weitere Entwicklung am Ölmarkt abgegeben. Die Erwartungen der Experten sind beeindruckend, denn diese rechnen damit, dass die Überversorgung nach 2018 auch in 2019 und 2020 Bestand haben wird. 

Die US Ölförderung wird weiter schneller wachsen als der US Ölverbrauch und die Nicht-OPEC Länder werden insgesamt mehr zusätzliches Öl fördern, als die globale Nachfrage zulegt. Für das erste Quartal 2019 rechnet man mit einem deutlichen Preisnachlass im Vergleich zum vierten Quartal 2018.  

Die Ablehnung des Brexit Vertrages durch das britische Parlament gestern sorgt für Unsicherheit, wenngleich der Einfluss gering war, schließlich hatte sich dies zuvor bereits abgezeichnet. 

Heute Morgen ziehen die Ölpreise an der ICE leicht an und handeln bereits im Bereich der gestrigen Tageshochs. Da der Euro/Dollar mit der Ablehnung des Brexit-Vertrages gestern Abend nochmal nachgab, deuten sich für die Inlandsreise heute Morgen aktuell Aufwärtspotenziale an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish

15.01.2019 

Technisches Abwärtspotenzial im Aufwärtstrend ausgereizt 

Auf Angebotsseite stehen noch immer die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe im Fokus, die einer Überversorgung vermutlich entgegenwirken werden. Mittelfristig sind aber auch die US Sanktionen gegen den Iran wieder ein Thema. 

Kurzfristig wartet man nun aber erst einmal auf den neuen Monatsbericht der EIA, der heute Abend bekanntgegeben wird und auf unseren Seiten morgen früh zur Verfügung stehen wird. Mit Blick auf die aktuell strikte Umsetzung der OPEC Produktionskürzungen und der angekündigten Nichtverlängerung der Sanktionsausnahmen der USA, bleibt die fundamentale Einschätzung kurz- bis mittelfristig leicht bullish und spricht gegen starke Abwärtsbewegungen. Großen Einfluss kann heute auch die Abstimmung des britischen Parlaments über den Brexit Vertrag haben, der vermutlich abgelehnt wird. Nach den Gewinnmitnahmen an den Ölbörsen im späten Handel gestern, ziehen die Notierungen an ICE und NYMEX heute Morgen leicht an. Der Euro/Dollar-Kurs bleibt etwas fester, sodass sich für die Inlandspreise heute Morgen insgesamt leichte Preissenkungen zu gestern andeuten. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral 

14.01.2019 

Technische Gewinnmitnahmen – Analysten sehen akzeptables Preisniveau erreicht 

An den Ölbörsen in London und New York hatte sich in den letzten Wochen ein Aufwärtstrend etabliert, mit dem sich in der letzten Woche ein "Bullenmarkt" gebildet hatte. Der Preiseinbruch, der Ende Dezember zu neuen Jahrestiefs geführt hatte, wurde als übertrieben eingeschätzt und mit den Produktionskürzungen der OPEC hat sich der Markt schließlich gedreht. 

Mit Fortschritten im Handelsstreit zwischen USA und China steigen zudem die Hoffnungen, dass die globale Wirtschaft weniger stark wie befürchtet ausgebremst wird. Dennoch rechnet man generell mit einem langsameren Nachfragewachstum als in 2018, während die US Schieferölproduktion weiter stark steigend erwartet wird. 

Aktuell wird der Markt 2019 wohl in etwa ausbalanciert gesehen und mit der jüngsten Rallye haben sich die Preise wieder ein Stück weit normalisiert. Aktuell geben die Futures an ICE und NYMEX nach. Die Freitagstiefs wurden bereits unterschritten, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen starke Preisnachlässe zu Freitag andeuten. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

11.01.2019 

Längste Preisrallye seit 9 Jahren – Analysten sehen Korrektur als gerechtfertigt an 

Die Preisrallye, die sich seit dem Jahreswechsel ergeben hat, ist bei WTI bereits die längste seit Januar 2010. Mit dem Aufwärtstrend hatte sich am Mittwoch ein sogenannter Bullenmarkt gebildet, was als eine Preissteigerung von über 20% nach einem Tief definiert ist. Die OPEC setzt ihre Kürzungen um und Saudi-Arabien hat mit seinen Ankündigungen weiterer umfangreicher Exportkürzungen in den letzten Tagen keinen Zweifel aufkommen lassen, dass man eine Überversorgung entschlossen bekämpfen wird.  

Mit dem Versuch einer Lösung im Handelsstreit zwischen USA und China hat sich auch bei der Erwartung des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage wieder leichter Optimismus breit gemacht. 

Kommende Woche werden die neuen Monatsreports veröffentlicht. Kurzfristig scheint die Marktlage nicht auf eine Überversorgung hinauszulaufen. 

In den kommenden Wochen und Monaten ist die Nachfrageentwicklung genau zu beobachten. ICE Gasoil notiert weiter deutlich über den Niveaus von gestern Nachmittag. So deuten sich bei den Inlandspreisen für den Morgen aktuell weitere Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral 

10.01.2019 

Fed und Saudis lassen Preise steigen – Börse wieder ein Bullenmarkt 

Saudi-Arabiens Ölminister hatte gestern Abend deutliche Exportkürzungen zum Jahresbeginn 2019 bestätigt. 

Was der Ölminister damit allerdings klar zum Ausdruck gebracht hat, dass die Saudis keine Anstrengungen zu scheuen scheinen, um ein Überangebot zu verhindern. Darüber hinaus gibt es auch von der Fed positive Signale. Hinzu kommen noch die positiven Entwicklungen im Handelsstreit zwischen USA und China. Zwar gibt es noch keine Lösung oder einen Deal, aber immerhin sind beide in einen intensiven Dialog getreten und China wird mit zusätzlichen Importen aus den USA versuchen das Handelsdefizit zu verringern. An den Ölbörsen hat sich somit auch ein Aufwärtstrend entwickelt. 

Nach dem starken Preisanstieg in den späten Handelsstunden gestern Abend, kommen die Ölfutures in den Morgenstunden nun wieder leicht von ihren Höchstständen zurück. Dennoch bleiben die Notierungen deutlich über den Werten von gestern Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag zunächst weitere Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral bis bullish 

09.01.2019 

Preisanstieg in der Nacht – Positive Signale aus China stützen 

Mit dem Preisrutsch zu Heilig Abend wurde Ende Dezember vorläufig ein Tief bei den Rohölpreisen erreicht. Seitdem hat sich ein Boden gebildet und ein bisher noch kurzfristiger Aufwärtstrend entwickelt. Die Produktionskürzung der OPEC+ Gruppe sowie die geplanten zusätzlichen Exportkürzungen von Saudi-Arabien haben das Stimmungsbild an den Börsen leicht bullish werden lassen. 

Im Fokus in dieser Woche auch der Handelsstreit zwischen USA und China. Die Verlängerung der Verhandlungen in Peking auf einen ungeplanten dritten Tag wird als positives Signal gesehen. Die Vermeidung einer Zuspitzung und eventuell sogar der Abbau der Handelsbarrieren hätten einen positiven Effekt auf das erwartete Wirtschaftswachstum und damit auch auf die Ölnachfrage. 

In der Nacht reagierten die asiatischen Aktienmärkte positiv auf die neue Entwicklung. Auch die Ölfutures an ICE und NYMEX reagierten auf die Entwicklung und folgten den Aktienmärkten nach oben. Dabei haben die Notierungen ihre Vortageshochs bereits geknackt, sodass sich bei den Inlandspreisen erhebliche Aufwärtspotenziale ergeben. 

Fundamental; bullish                         Chartanalyse; bullish 

08.01.2019 

Späte Gewinnmitnahmen sorgen für Abwärtspotenzial im Inland 

Die Produktionskürzung der OPEC und auch die angekündigte Kürzung der Exporte der Saudis ist ein Signal an den Markt, dass das Kartell das Ölangebot zum neuen Jahr wieder aktiv managen und reduzieren will. Die Strategie der Produktionskürzung ist für die OPEC allemal rentabler als sich auf einen Produktionswettbewerb mit der US Schieferölindustrie einzulassen. Es ist also davon auszugehen, dass die OPEC+ Gruppe die Kürzungen auch wie angekündigt durchziehen wird. 

Letztlich bleibt noch immer die Unsicherheit, ob die Kürzungen der OPEC ausreichend sein werden, damit der erwartete Nachfragerückgang aufgefangen und kompensiert werden kann. 

Nach den Preissteigerungen von gestern überwogen in der Nacht erst einmal die Gewinnmitnahmen, sodass die Futures an der ICE unter den Vortageswerten starten. Der Euro/Dollar-Kurs gibt zwar auch leicht nach, die Gewinnmitnahmen an ICE wiegen allerdings schwerer. Für die Inlandspreise bedeutet dies unterm Strich einen moderaten Preisnachlass im Vergleich zu den Niveaus vom Vortag. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral 

07.01.2019

Futures zum Wochenstart fester – Analysten sehen Aufwärtspotenziale

Die bearishe Stimmung an den Ölbörsen hat sich zum Jahreswechsel gewandelt und wird nun vermehrt als bullish beschrieben. Besonderen Anteil an dieser Entwicklung dürfte die Produktionskürzung der OPEC sein, die sich nach vorläufigen Schätzungen wohl an die Kürzungen halten wird. 

Saudi-Arabien hatte seine Produktion im Dezember massiv reduziert und für Januar weitere umfangreiche Kürzungen bestätigt. Zudem hat man die Preisniveaus für Rohöllieferungen im Februar nach Asien und in die USA angehoben. Rückenwind bekommen die Finanzmärkte und damit auch die Ölpreise momentan von den Gesprächen zum Handelsstreit zwischen China und den USA. Die Futures an ICE und NYMEX werden von diesem Umstand ebenfalls gestützt, da man bei positiven Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum auch positive Effekte auf die Ölnachfrage erwartet. In den Morgenstunden ziehen die Futures an ICE und NYMEX weiter leicht an. Unterm Strich deuten sich zu Freitag allerdings dennoch moderarte Preissteigerungen im Inland an. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral bis bullish 

20.12.2018 

DOE Daten können Ölpreise nur kurzzeitig stützen – Fed Zinsanhebung belastet 

Der bisherige Wochenverlauf war durchaus turbulent. Die Ölpreise sind auf neue Langzeittiefs gefallen, nachdem die EIA weiter starke Produktionszuwächse in der US Schieferölindustrie für Dezember und Januar angekündigt hatte, während die Stimmung am Markt ohnehin angeschlagen ist. 

Anzeichen eines schwächeren globalen Wirtschaftswachstums haben die Sorgen eines ebenfalls schwächeren Ölnachfragewachstums geschürt, während die IEA und OPEC für das kommende Jahr – trotz Produktionskürzung der OPEC+ Gruppe - mit einer Überversorgung rechnen. Die Notierungen sind schließlich aus einem charttechnischen Dreieck nach unten ausgebrochen, womit sich zum Wochenbeginn die Abwärtspotenziale durchgesetzt hatten. 

Die bearishen Faktoren, insbesondere die Sorge einer Überversorgung, werden den Markt allerdings weiterhin verfolgen, zumal sich eben auch die globale Wirtschaft weiterhin abzuschwächen scheint.  

Die Entscheidung der Fed, das Zinsniveau erneut um anzuheben, dämpft das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen. Höhere Zinsen bremsen das Wirtschaftswachstum tendenziell. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit rechnerisch moderate Preissteigerungen zu gestern ab. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

19.12.2018 

Gasoil fällt auf 14-Monatstief – Weitere deutliche Preissenkungen 

Die Ölpreise an den Börsen scheinen immer weiter zu fallen. Mit dem OPEC+ Deal hatten sich die Notierungen seit Ende November zwar stabilisiert, doch das charttechnische Dreieck, dass sich in dieser Zeit gebildet hatte, wurde am Montag nach unten aufgelöst. Russland hat seine Produktion noch einmal auf ein neues Rekordniveau angehoben und in den USA steigen die Rohölbestände weiter 

Die US Schieferölproduktion legt immer weiter zu und Experten haben in den letzten Monaten ihre Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum mehrfach nach unten korrigiert. Dies spricht für eine Abschwächung des Ölnachfragewachstums. 

Die Skepsis am Markt ist entsprechend groß, sodass sich derzeit kaum Käufer finden, die auf steigende Ölpreise setzen. Mit all den bearishen Meldungen ist eine Rallye an den Ölblörsen einfach schwierig. Spekulanten halten sich daher im besten Fall zurück, oder setzen eben weiter auf sinkende Preise. Das Grundproblem ist die Skepsis, dass die beschlossenen Maßnahmen der OPEC+ Gruppe nicht ausreichen, um die Überversorgung im kommenden Jahr zu verhindern. 

Bei den Preisen deuten sich somit nun weitere Preissenkungen ab. 

Fundamental; neutral bis bearish    Chartanalyse; neutral bis bullish 

18.12.2018 

Schieferölboom und gestiegene Bestände – Ölpreise geben noch einmal nach 

Normaler Weise sorgen Produktionskürzungen der OPEC für einen Preisschub. Nicht so aber in diesem Winter. Das Kartell und Russland hatten ihre Produktion im Vorfeld deutlich angehoben, sodass die Kürzungen zu einem Großteil die Mehrproduktion vom Markt nehmen. Nicht unbegründet hat man daher weiter Zweifel daran, ob die beschlossene Maßnahme ausreichend ist, um ein Überangebot in 2019 zu verhindern. Ganz entscheidend für die Preisentwicklung wird vermutlich einmal mehr die US Schieferölindustrie sein, und die deutet aktuell auf ein starkes Wachstum hin. 

Die Erwartungen bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums wurden zuletzt immer wieder gesenkt. Auch die Aktienmärkte zeigten zuletzt eine schlechte Performance, was vermuten lässt, dass sich das starke Nachfragewachstum abschwächen wird. 

Unterm Strich ist es die Kombination aus Unsicherheit, ob die Produktionskürzungen ausreichen, und die Erwartung einer geschwächten Ölnachfrage, die die Preise belastet. Bis jetzt sei daher auch noch niemand bereit in der momentanen Situation eine Bodenbildung zu sehen.

Heute deuten sich leichte Preisnachlässe bei den Preisen an. 

Fundamental; neutral bis bearish    Chartanalyse; neutral bis bearish 

17.12.2018 

Inlandspreise starten weicher in die neue Woche 

Auch wenn Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe das Angebot an Rohöl ab Januar reduzieren soll, bleibt eine Aufwärtsbewegung an den Börsen bisher aus. Experten sind noch nicht überzeugt, ob die Kürzungen ausreichen werden, damit der Markt in Balance kommt. Die Ölproduktion der Nicht-OPEC Länder soll weiter stärker wachsen als die globale Nachfrage, wobei sich vor allem in der US Schieferölindustrie der Boom weiter fortsetzen soll. 

Selbst mit der nun anstehenden Kürzung der OPEC rechnet das Kartell in seinem letzten Monatsreport damit, dass im kommenden Jahr eine Überversorgung entsteht. Vor allem zum Ende des kommenden Jahres soll das Überangebot hoch sein. 

Mit den Produktionskürzungen der OPEC scheint sich der Preisrutsch aus Oktober und November aber zumindest gefangen zu haben. Der Markt stabilisiert sich aktuell, wobei abzuwarten bleibt, welche Faktoren sich letztlich durchsetzen werden. Als die OPEC+ Gruppe 2016 ihre Kürzungen beschlossen hatte, dauerte es ebenfalls bis zur Umsetzung der Kürzungen zum Jahreswechsel bis die Rohölpreise spürbar anzogen. Entsprechend ist eine Rallye zum Jahreswechsel nicht auszuschließen. 

Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen wieder leichte Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

14.12.2018 

Saudi-Arabien will Exporte deutlich senken – Futures zogen im späten Handel an 

Die Ölbestände der OECD stiegen zuletzt wieder an und selbst mit den Produktionskürzungen der OPEC bleibt im kommenden Jahr vermutlich eine Überversorgung bestehen. 

Die OPEC hatte im November rund 33 Mio. B/T gefördert und damit deutlich mehr als der erwartete Bedarf im kommenden Jahr. Entsprechend sei es auch noch abzuwarten, ob die Maßnahmen der OPEC die gewünschte Wirkung entfalten. 

Bisher jedenfalls konnten die Kürzungen die Preise nicht nach oben treiben und haben vielmehr für eine Stabilisierung im Bereich der 50 Dollar WTI bzw. 60 Dollar Brent gesorgt. Bisher scheint sich die OPEC+ Gemeinschaft an die Vereinbarungen zu halten, auch wenn Russland im Januar deutlich weniger kürzt als versprochen. Dafür wird aber Saudi-Arabien seine Produktion stärker als erwartet zurücknehmen. Hinzu kommen nun auch noch die massiven Exportkürzungen in Richtung der USA. 

Diese zielen vermutlich auf die wöchentlichen US Bestandsdaten ab. Schafft man die Bestände dort zu senken, dann würde der Eindruck einer knappen Marktlage entstehen und man könnte die Preise stützen. 

Bei den Preisen deuten sich damit aktuell Preisaufschläge an. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral

13.12.2018

OPEC+ Kürzungen unzureichend – Iran: Meinungsverschiedenheiten in der OPEC

Die Entscheidung der OPEC+ Gruppe wird einen gewissen Anteil des erwarteten Überangebots im kommenden Jahr reduzieren. Russland kürzt nur bedingt im Januar und Marktteilnehmer haben Zweifel, ob das Volumen der Kürzungen umfangreich genug ist. Bislang scheint das Abkommen allerdings zumindest gut genug zu sein, dass die Preise einen vorläufigen Boden gebildet haben. 

 

Die Monatsreports von EIA und OPEC haben die Zweifel im Markt eher noch einmal verstärkt. Während die EIA in ihrem Bericht die Preisprognosen für die kommenden Quartale nach unten korrigiert hat, deutet der OPEC Report selbst darauf hin, dass die nun eingeleiteten Kürzungen nicht ausreichen um eine Überversorgung im kommenden Jahr zu verhindern.

 

Damit reichen die bullishen Aspekte momentan nicht aus, um den Markt nachhaltig nach oben zu treiben. Insbesondere die Kommentare des iranischen Ölministers, der von ernsthaften politischen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Organisation spricht, hat zusätzlich Zweifel gesät. 

Aktuell haben sich die Futures wieder gefangen, notieren allerdings deutlich unterhalb der Werte von gestern Nachmittag. Somit ergibt sich für Heute bei den Preisen leichtes Abwärtspotenzial. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

12.12.2018 

OPEC Beschluss sorgt für Bodenbildung – API Bestandsdaten stützen die Preise 

Die Produktionskürzungen der OPEC+ Gemeinschaft beginnen im Januar und sollen die drohende Überversorgung reduzieren. Doch Russland hat schon angekündigt im Januar weniger als vereinbart vom Markt zu nehmen. Das Angebot sinkt damit nicht so schnell wie angekündigt, während die Rohölnachfrage im ersten Monat deutlich schwächer als aktuell erwartet wird. 

In der Tat gibt es einige Gründe, weshalb der Markt bisher nicht mit einer starken Aufwärtsreaktion auf die Kürzungen reagiert hat. 

Hinzu kommt der Pessimismus im globalen Wirtschaftswachstum, der seine Gründe zum Teil im Handelsstreit zwischen USA und China hat, zum Teil aber auch auf die politischen Herausforderungen innerhalb der EU zurückzuführen ist. Zu nennen ist hier einmal der Brexit aber auch die angespannte politische Stimmung in Frankreich und der Haushaltsstreit Italiens mit der EU. 

Hinzu kommt auch noch das US Schieferölwachstum, das im kommenden Jahr weiter kräftig zulegen wird. Dennoch kann die getroffene Maßnahme nun erst einmal einen Boden für die Preise bilden. 

Am Morgen präsentieren sich die Notierungen an den Ölbörsen aktuell fest. Weitere rechnerische Preissteigerungen deuten sich damit an. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral 

11.12.2018 

OPEC Kürzung verpufft – Ölpreise geben zum Wochenstart nach 

Die Produktionskürzung der OPEC+ Gemeinschaft hatte zunächst eine bullishe Wirkung auf die Preise. Allmählich mehren sich allerdings die Zweifel, dass die Kürzungen nicht umfangreich oder lang genug angesetzt sind. Gerade bei der Nachfrageentwicklung besteht noch erhebliche Unsicherheit, denn diese wurde in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert. 

Auch wenn China und USA im Handelsstreit nun erst einmal einen Waffenstillstand vereinbart haben, so bleibt dies für die Nachfrage ein belastendes Element.

Die Ankündigung Russlands, die Produktionskürzungen erst in einigen Monaten umsetzen zu können, sorgt nicht gerade für ein Bild einer starken Kürzung. Vermutlich wird die Produktion erst im Laufe des Februars bis April sinken. Im April aber endet bereits die jetzt getroffene Vereinbarung. 

Im Inland hat sich die Versorgungslage erheblich entspannt. Nicht nur die Frachtpreise, auch die Aufschläge für die Produkte nehmen in allen Regionen immer weiter ab und werden sukzessive ausgepreist. 

Mit der nachgebenden Tendenz an den Ölbörsen deuten sich auch heute Morgen bei den Preisen aktuell Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral 

10.12.2018 

Starke Preisrallye bleibt nach OPEC+ Kürzung bisher aus 

Der OPEC Deal am Freitag hat die Preise klar gestützt, doch eine massive Rallye löste dies bisher nicht aus. Mit einer Kürzung um 1,2 Mio. B/T hat man den erwarteten Minimalkonsens leicht übertroffen, doch zum einen hat Russland bereits angekündigt, dass man die Reduzierung nicht sofort umsetzen werde und zum anderen haben Experten Zweifel, ob die Kürzung ausreichen wird, um eine Überversorgung in 2019 zu verhindern. 

Die Laufzeit des Abkommens ist bis April ungewöhnlich, denn normaler Weise trifft man Vereinbarungen für ein halbes Jahr – Mai/Juni und November/Dezember. Nun zieht man das nächste Treffen vor und wird sich also im April zur nächsten turnusmäßigen Runde zusammenfinden. 

Unterdessen entspannt sich die Versorgungslage mit den Niederschlägen weiter. Die Pegel des Rhein befinden sich nun schon seit einer Woche auf einem Niveau, dass eine Schifffahrt mit voller Beladung zulässt. Die Verfügbarkeit im Inland ist damit erheblich besser geworden, sodass auch die Aufschläge allmählich wieder sinken. 

Da die Ölpreise mit der beschlossenen Produktionskürzung der OPEC erst einmal ihre Kursgewinne halten, zeichnen sich moderate Preissteigerungen an. 

Fundamental; neutral                         Chartanalyse; neutral bis bullish 

07.12.2018 

OPEC von Russland abhängig – Entscheidung wird heute Abend erwartet 

Der Poker in Wien geht heute in die nächste Runde. Sollte das Kartell keine Einigung mit den Nicht-OPEC Ländern finden können, so droht ein massiver Preisrutsch. Die beteiligten Länder dürften sich allesamt im Klaren sein, dass dies der schlechteste Ausgang für alle wäre. 

Insofern rechnen die meisten Marktbeobachter mit einer Produktionskürzung der OPEC und Nicht-OPEC Länder. Dennoch könnte diese minimale Kürzung den Markt stabilisieren und einen Boden im Bereich des aktuellen Niveaus bilden. Der Schlüssel dazu liegt offenbar bei Russland die aktuell, beratende Gespräche führen und Entscheidungsträger sein könnten. 

Die Blicke bleiben damit auch heute wieder auf Wien gerichtet und ein erneut nervöser Handel wird erwartet. Je nach Kommentaren, Spekulationen oder Entscheidungen der OPEC+ Gruppe werden die Preise in die ein oder andere Richtung ausschlagen. 

Da die Ölpreise heute Morgen unter den Niveaus von gestern Mittag bleiben, deuten sich bei den Preisen heute Morgen aktuell Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral                         Chartanalyse; neutral bis bearish 

06.12.2018 

Preise vor OEPC Meeting volatil erwartet – Entscheidung noch immer offen 

Wie gewöhnlich haben die Kommentare rund um die anstehende Entscheidung der OPEC zugenommen. Von den ölproduzierenden Ländern will sich noch niemand in die Karten schauen lassen, wenngleich eine Kürzung mittlerweile als wahrscheinlich gilt. 

Die Unsicherheit unter den Experten und Analysten ist dementsprechend ebenfalls groß. 

US Präsident Trump hat per Twitter erneut aufgefordert, dass die OPEC von einer Produktionskürzung absehen sollte. Die Welt bräuchte und wolle keine höheren Ölpreise. All die Kommentare aus dem Umfeld der OPEC und auch aus dem Weißen Haus dürften den Markt kaum überraschen. Sollte die Förderkürzung geringer als erwartet ausfallen, und der Zeitraum von 6 Monaten knapp bemessen sein, so könnten die Preise durchaus eine bearishe Reaktion zeigen. 

Größere und längere Kürzungen werden die Preise hingegen selbstredend klar stützen und könnten zu einer Fortsetzung der am Montag begonnenen Aufwärtskorrektur führen. Wie üblich haben sich die Marktteilnehmer mit dem OPEC Meeting auf einen sehr volatilen Wochenausklang einzustellen.  

Sowohl Gasoil als auch Euro/Dollar-Kurs zeigen sich wenig verändert zu gestern. 

Fundamental; neutral                         Chartanalyse; neutral  

05.12.2018 

OPEC+ kurz vor Entscheidung uneinig – Sinkende Frachtkosten lassen Inlandspreise fallen 

Das OPEC Meeting wird morgen in Wien beginnen und soll eine Entscheidung bezüglich der weiteren Strategie in Bezug auf die Ölproduktion bringen. Zahlreiche OPEC Mitglieder sehen sich durch die Allianz zwischen Saudi-Arabien und Russland entmachtet und fordern daher vor allem von diesen beiden Ländern eine Produktionskürzung ein. 

Gestritten wird auch nicht nur wer wie viel kürzen muss, wie üblich geht es auch um die Ausgangsmengen, die als Referenz bei der Bewertung der Einhaltung gelten. Zweifel bestehen daher, ob das Kartell zu einer Einigung kommt, denn Produktionsgrenzen sind nur dann offiziell beschlossen, wenn alle Mitglieder zustimmen. 

Neben den Zweifel an den Produktionskürzungen der OPEC kommen nun auch wieder die Drohungen Trumps in Richtung China hinzu. Bleibt eine Einigung aus, würden die Zölle steigen, das Wirtschaftswachstum und damit auch das Ölnachfragewachstum ausbremsen. Für die Preise an ICE und NYMEX in der Nacht also gleich zwei Gründe für Gewinnmitnahmen. 

Bei den Preisen ergeben sich im Zusammenspiel mit den sinkenden Frachtpreisen auf dem Rhein und der verbesserten Versorgungslage heute Morgen weitere mögliche Abwärtsspielräume. 

Fundamental; neutral                         Chartanalyse; neutral bis bullish 

04.12.2018 

Tendenz mit OPEC-Kürzung weiter fest – Goldman sieht 70 Dollar 

Die Produktionskürzung der OPEC gilt am Donnerstag als sehr wahrscheinlich. Experten gehen davon aus, dass das Kartell die Förderung reduzieren wird, was die erwartete Überversorgung in 2019 vermutlich vom Markt nehmen würde. 

Was der OPEC zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht klar war, ist, dass auch Kanada seine Ölförderung ab dem 1. Januar reduzieren wird. Das Kartell könnte daher nun auf diese Maßnahme eingehen und tendenziell etwas weniger vom Markt nehmen. Der Effekt wäre allerdings der gleiche. 

Der angekündigte Austritt Katars aus dem Kartell ist lediglich eine Randnotiz, da das Land zu den kleineren Produzenten der Organisation gehört. 

Mit den Produktionskürzungen rechnen Analysten nun mit steigenden Preisen. Sollten die Experten Recht behalten, würde Brent mit der Produktionskürzung um etwa 8 Dollar steigen. 

Am Rhein sorgen dafür nun die steigenden Pegelstände für Entlastung bei der angespannten Versorgungslage. Die Situation bleibt vorerst allerdings weiter kritisch, da die Pegelstände von den kontinuierlichen Regenfällen abhängig sind. 

Bei den Preisen deuten sich damit keine größeren Preisveränderungen an, die Tendenz geht allerdings zu festeren Niveaus. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; bullish 

03.12.2018 

Produktionskürzung Kanada, OPEC, Russland - Preisrallye zur Eröffnung 

Die Futures an der Börse machen einen kräftigen Satz nach oben. Die Annäherung im Handelsstreit zwischen China und USA gibt den Märkten Rückenwind. Vor allem aber ist es die Einigung auf eine grundsätzliche Produktionskürzung zwischen Russland und Saudi-Arabien die als Grundvoraussetzung für eine Intervention der OPEC kommenden Donnerstag gesehen wird.

Dem Markt steht nun allerdings eine turbulente Woche bevor. Kommentare und Äußerungen aus dem OPEC+ Umfeld werden mal für, mal gegen eine Kürzung sprechen. 

Wenig überraschend ist daher die starke Reaktion der Preise an den Ölbörsen zum Handelsauftakt. Weniger Öl aus Kanada und die Aussicht auf eine Produktionskürzung aus den OPEC+ Ländern sorgt für einen kräftigen Preisanstieg. 

Bei den Inlandspreisen wird der aktuelle Regen, der auch die Woche über noch anhalten wird, für Entlastung sorgen. Die Pegelstände werden steigend erwartet. Es wird allerdings zeitlich noch etwas dauern bis die Frachtraten auf die normalisierten Pegelstände reagieren und sich ebenfalls normalisieren. 

Mit dem Kurssprung an den Ölbörsen setzen sich auch Preissteigerungen durch, die sich noch verstärken können, sollte sich die Preisrallye weiter fortsetzen und an Dynamik gewinnen. 

Fundamental; bullish                         Chartanalyse; bullish 

30.11.2018 

Ausbruch? Ölpreise könnten eine heftige Preisrallye hinlegen! 

Der Abwärtstrend an den Ölbörsen hält nun seit knapp zwei Monaten an. Der Trend ist angezählt und ein Ausbruch nach oben wird vermutlich eine sehr starke technische Reaktion hervorrufen. Der Trendkanal ist zwar noch intakt, doch deutet sich mit den Eröffnungs- und Schlusswerten der letzten Tage eine Art Bodenbildung an 

Der Fokus der Marktteilnehmer liegt eine knappe Woche vor dem OPEC Meeting in Wien auf dem Kartell und dessen Verbündete. Vor allem Russland und Saudi-Arabien kommen wieder einmal Schlüsselrollen zu. 

Saudi-Arabien ist dabei in einer Zwickmühle und bei der Regulierung des Ölangebots auf die Hilfe Russlands angewiesen. Zum einen will man die Last der Kürzung nicht alleine tragen, zum anderen will man eine zu starke Reduzierung der eigenen Produktion vermeiden, nachdem Trump den Druck auf Saudi-Arabien erhöht hat. Der US Präsident forderte zuletzt immer wieder niedrigere Preise und ist gegen eine Produktionskürzung der OPEC. 

Mit der nun scheinbar grundsätzlichen Einigung auf eine Produktionskürzung zwischen Saudi-Arabien und Russland ist die fundamentale Konstellation leicht bullish einzustufen. Bei den Preisen deuten sich nur kleinere Preisveränderungen ab. 

Fundamental; neutral bis bullish                     Chartanalyse; neutral bis bullish

29.11.2018 

DOE und Fed sorgen für Volatilität – Starke Preissenkung im Inland 

Die US Rohölbestände sind einmal mehr gestiegen. So lange die Vorräte in den USA weiter klettern wird es für die Ölpreise schwer sein sich nachhaltig nach oben zu bewegen. Die Versorgungslage gilt aktuell als weitestgehend komfortabel, weshalb der größte Impulsgeber in naher Zukunft die Entscheidung der OPEC über ihre Produktionsmengen sein wird. 

Am Wochenende wird beim G20 Gipfel ein erstes Geplänkel erwartet. Wenn die großen Ölproduzenten aufeinander treffen könnte bereits eine Vorentscheidung für das Meeting in Wien kommende Woche fallen. Entscheidend könnte wieder die Beteiligung Russlands sein. Doch hier scheint man sieht man die aktuell niedrigeren Preise momentan weniger kritisch als bei der OPEC. 

Kürzungen sind im Gespräch, wenngleich fraglich ist, ob diese ausreichen werden, um die drohende Überversorgung im kommenden Jahr abzuwenden. Ein schwächeres Nachfragewachstum und ein starker Produktionsschub der Nicht-OPEC Länder wird als Hauptgrund für die bearishe Einschätzung der meisten Marktteilnehmer gesehen 

Bevor nicht klar ist, was die OPEC entscheidet, bleiben die Ölbörsen weiter volatil. 

Für Heute werden sich bei den Preisen rechnerisch Preisnachlässe andeuten. 

Fundamental; neutral bis bearish                    Chartanalyse; neutral 

28.11.2018 

Futures mit technischen Kaufsignalen volatil 

Die Pegelstände am Rhein haben sich noch immer nicht nennenswert erholt und bleiben auf sehr niedrigem Niveau. So lange die Pegelstände nicht steigen bleibt die Versorgungslage weiter angespannt und die Preisaufschläge hoch. 

Verbessert hat sich die Lage nun auch nicht unbedingt mit der Tatsache, dass in Frankreich Raffinerien in der Normandie abgeschaltet und die Auslieferungen von Treibstoffen gestoppt wurde. Grund sind Demonstrationen gegen die politischen Reformen in Frankreich. Weniger Raffinerieproduktion in Frankreich bedeutet, dass sich der Markt auch dort mit Zukäufen von Produkten eindecken muss, wie es in Deutschland eben auch bereits seit Monaten der Fall ist. 

Im Vorfeld des OPEC Meetings am 6. Dezember kann schon der G 20 Gipfel in Buenos Aires richtungsweisend sein. Hier werden auch die drei größten Ölproduzenten der Welt USA, Russland und Saudi-Arabien aufeinandertreffen. Die Ölproduktion wird dabei ganz sicher auch ein Thema sein. Zudem könnte es im Handelsstreit zwischen USA und China zu einer Lösung kommen, die die Preise stützt. 

Nach den Abwärtsbewegungen der letzten Wochen könnte dies zu Short-Coverings führen, mit denen Aufwärtstests möglich sind, wenngleich es fundamental keinen wirklichen neuen Impuls gibt und die Konstellation neutral zu sehen ist.  

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bullish 

27.11.2018 

Short-Coverings bremsen die Abwärtsbewegung – Saudi-Arabien mit neuen Rekordmengen 

Vor 2 Monaten hatte man noch Bedenken bezüglich einer Unterversorgung am Rohölmarkt. Der Markt hat sich mit der Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums, dem Handelsstreit zwischen USA und China, den Produktionssteigerungen der OPEC+ Gemeinschaft sowie der Ausnahmeregelungen der USA bei den Iran Sanktionen stark verändert. 

Die jüngsten Zahlen aus Saudi-Arabien zeigen, dass das Land momentan so viel Rohöl fördert wie es nur kann und immer neue eigene Rekorde aufstellt. Russland und die USA tun es den Saudis gleich und fördern was möglich ist. Ausfälle aus Venezuela und Iran werden damit locker kompensiert, sodass der Markt tendenziell überversorgt ist. Das momentane Contango deutet daher auf eine relativ gute Versorgungslage hin. 

Lediglich die OPEC könnte wohl mit einer gravierenden Produktionskürzung die Stimmung am Markt wieder kippen. Während eine Kürzung als sicher gilt, so ist der Umfang des Einschnitts aktuell eher als gering einzuschätzen. Selbst wenn die OPEC den Markt ausgeglichener gestalten kann, so nimmt die Reservekapazität des Kartells mit der Produktionskürzung zu, was die Versorgungssicherheit verbessert. Die kommenden Wochen werden mit der Entscheidung der OPEC+ Länder und der Umsetzung vermutlich besonders volatil werden. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral  

26.11.2018 

Preisrutsch auf Langzeittiefs – Schwache Nachfrage und hohes Ölangebot 

Aktuell deutet sich eine moderate Produktionskürzung der OPEC ab, sodass die Überversorgung vermutlich nicht vollständig vom Markt genommen wird. Die US Schieferölförderung befindet sich weiter in einer Boom Phase, die im kommenden Jahr aller Voraussicht nach weiter anhalten und kein absehbares Ende finden wird. Transportengpässe werden ebenfalls zunehmend abgebaut. 

Aus den USA kommt somit mehr Öl an den Markt, während die Ölnachfrage allerdings Probleme hat. Die Konjunkturdaten fielen zuletzt enttäuschend aus. Am Freitag blieben die Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone deutlich hinter den Erwartungen zurück und der internationale Handelsstreit zwischen China und den USA belastet das Wachstum ebenfalls. 

Experten haben die Wachstumsaussichten für die Rohölnachfrage zuletzt nach unten korrigiert und sehen tendenziell weitere Abwärtsrisiken. Die Nachfrageprognosen könnten daher schon bald weiter bearish ausfallen, denn auch die Aktienmärkte, als genereller Indikator des Wirtschaftswachstums, zeigen in den letzten Wochen und Monaten eine negative Performance. 

Die Futures an den Ölbörsen ziehen nach dem starken Preisrutsch am Freitag wieder an. Die Konstellation wird offenbar für Short-Coverings genutzt, sodass es für die Preise nun erst einmal nach oben geht.

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral 

23.11.2018 

Futures am Morgen auf neue Langzeittiefs – Nachfrageeinbruch im Januar 

Die erwartete Produktionskürzung der OPEC und die Ankündigungen des saudi-arabischen Ölministers, dass die Exporte im Dezember und Januar abnehmen werden, sind zwar stützend, spielen aktuell aber nur eine untergeordnete Rolle am Markt. 

Russland und andere Nicht-OPEC Länder werden beim anstehenden Meeting am 6. Dezember schwerer von einer Produktionskürzung als noch beim Deal im Dezember 2016 zu überzeugen sein. Hinzu kommt, dass der Schieferölboom in den USA wieder voll im Gange ist und sich hier weiter massive Produktionssteigerungen andeuten, die für die OPEC durchaus zu einem Problem wie in 2014/15 werden können. 

Hinzu kommen Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum und die Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten zwischen USA und China, die die globale Entwicklung ausbremsen können. Die Nachfrageerwartungen wurden zuletzt entsprechend nach unten korrigiert. 

Der Markt wird – bleiben unvorhergesehene Probleme aus – daher erst einmal weiter bearish und tendenziell überversorgt bleiben. 

Die Ölbörsen geben heute im frühen Handel deutlich nach und fallen auf neue Langzeittiefs. Preisfaktor bleibt aber weiterhin die Rheinfrachten. 

Fundamental; neutral bis bearish                    Chartanalyse; neutral bis bearish 

22.11.2018 

Tanksgiving Wochenende: Rohöl nach bearishen DOE Daten wenig verändert 

Der Handel wird heute und Morgen sehr ruhig erwartet, da ein Grossteil der US Trader nicht am Handel teilnehmen werden. Diese befinden sich im langen Thanksgiving Wochenende. 

Trump versucht derweil den Druck auf Saudi-Arabien hoch zu halten und das Land von grösseren Produktionskürzungen beim OPEC Meeting am 6. Dezember abzuhalten. Die USA stehen zu Saudi-Arabien und sehen deren Politik als einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.  

Das OPEC Meeting am 6. Dezember ist nun das entscheidende Element am Markt. Im Vorfeld werden die Spekulationen und Kommentare wie üblich zunehmen. Der Markt wird damit in den kommenden Wochen sicherlich volatiler, insbesondere wenn die US Händler kommende Woche aus ihrem langen Wochenende zurückkehren. 

Den Fehler von 2013/14, als man die Förderung bewusst hochgehalten hat, um die Schieferölförderung aus dem Markt zu drängen, wird man sicher nicht wiederholen. Das Resultat damals war der historische Preiseinbruch von über 100 Dollar auf unter 30 Dollar. 

Für Heute deuten sich bei den Preisen aktuell Preisnachlässe an, sofern die Rheinfrachten nicht steigen. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

21.11.2018 

Aktienmärkte ziehen Ölpreise nach unten – Brent fällt auf 9-Monatstief 

Die Versorgungslage wird momentan grundlegend anders eingeschätzt als noch vor 2 Monaten, als man von sehr strikten US Sanktionen gegen den Iran ausging. Die USA hatten den Markt mit umfangreicher als erwarteten Ausnahmeregelungen überrascht, sodass weit weniger Rohöl vom Markt genommen wird, als gedacht. 

Zusammen mit den Produktionssteigerungen der OPEC und Russland im Sommer und Herbst, sowie den eingetrübten Nachfrageausblick, rechnet man nun allgemein hin mit einer Überversorgung in den letzten Monaten des Jahres sowie im kommenden Jahr. Starke Abwärtsbewegungen wie gestern sorgen für Unsicherheit und können auf andere Märkte überschwappen. Auffällig ist der Abwärtstrend der Aktienmärkte seit Anfang Oktober, der zeitlich mit dem Abwärtstrend an den Ölbörsen zusammenfällt. Der Euro verlor gestern zwar deutlich an Boden und verteuert damit das international in Dollar gehandelten Öl für das Inland, da die Ölbörsen allerdings noch deutlicher nachgaben, zeichnen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen unterm Strich starke Preisnachlässe ab. 

Fundamental; neutral                        Chartanalyse; neutral bis bearish 

20.11.2018 

Analysten bei Markteinschätzung uneins – Futures testen Schlüsselwiderstände 

Nach den Produktionssteigerungen zur Jahresmitte steht die OPEC nun vor dem Ergebnis, dass man eine Überversorgung kreiert hat, die sich im kommenden Jahr vermutlich noch einmal weiter ausweitet. Kürzungen sind daher angesagt, um die Abwärtsbewegung zu stoppen. 

Letztlich hängt die kommende Preisentwicklung daran, um wie viel das Ölangebot der OPEC+ Gemeinschaft reduziert wird. 

Die bisher genannten Kürzungsmengen der OPEC würden vermutlich lediglich die aktuell erwartete Überversorgung vom Markt nehmen. Das knappere Angebot des Kartells würde gleichzeitig die Reservekapazitäten steigen lassen, sodass sich vermutlich nur ein bedingt bullisher Einfluss ergibt. Vor den US Feiertagen am Donnerstag und Freitag wird sich der Handel an den Börsen vermutlich ausdünnen. Trader werden ihre Positionen managen und glattstellen. 

In den Morgenstunden zeigen sich die Futures leicht nachgebend, während der Euro/Dollar-Kurs seinen späten Anstieg von gestern noch immer halten kann. Bei den Inlandspreisen deuten sich in dieser Konstellation aktuell leichte bis moderate Preisnachlässe zum Vortag an. 

Fundamental; neutral         Chartanalyse; neutral 

19.11.2018

Aufwärtskorrektur von GD 7 Ausgebremst – Mehr Öl aus Irak 

In Verbindung mit den Prognosen einer sich abschwächenden Weltkonjunktur, einem langsameren Ölnachfragewachstum und der Produktionssteigerung der OPEC+ Gemeinschaft sowie in der US Schieferölregion hat sich nun eine unerwartete Überversorgung am Markt etabliert.

Die Kurse befinden sich aktuell dennoch in einer Konsolidierungsphase, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass die OPEC bei zu starken Preisrückgängen und einer Überversorgung in der Lage ist koordinierte Produktionskürzungen durchzuführen. Diese werden nun für das Meeting am 6. Dezember in Wien erwartet.

Die Exporte könnten steigen, wobei die Exportpipeline noch weitere Kapazitäten pro Tag hat. Sollten dies realisiert werden können und stabil geliefert werden, so würde der Markt selbst bei einer Kürzung von ziemlich wahrscheinlich weiterhin überversorgt.

ICE Gasoil handelt heute Morgen in etwa im Bereich von gestern Mittag. Der Euro/Dollar-Kurs kann allerdings einen Großteil seiner Kursgewinne behalten, was die in Dollar gehandelten Inlandspreise verbilligt und damit für Abwärtspotenzial bei den Preiserwartungen für Heizöl und Diesel sorgt. 

Fundamental; neutral bis bearish    Chartanalyse; neutral bis bullish

16.11.2018 

Konsolidierung im Abwärtstrend – Erste technische Kaufsignale 

Die Versorgungslage wird insgesamt als sehr komfortabel angesehen und dürfte auch für das kommende Jahr eine Überversorgung generieren. In der Zwischenzeit scheint sich innerhalb der OPEC jedoch eine klare Tendenz zu ergeben, um diesen Effekt mit einer Produktionskürzung entgegen zu wirken. 

Der Markt befindet sich daher nun in einem Spannungsfeld aus einer Überversorgung auf der einen Seite und einer erwarteten Produktionskürzung der OPEC auf der anderen Seite. Wie stark und effektiv die OPEC bei ihrem Meeting in drei Wochen das Angebot tatsächlich reduziert, wird sich zeigen. 

Im Inland ist die Konstellation generell weiter angespannt. Vor allem in den Regionen Westen, Rhein-Main, Süd Westen und Süden reduzierten sich die Aufschläge, aber auch im Norden haben diese sich mittlerweile reduziert. 

ICE Gasoil notiert in den Morgenstunden in etwa auf dem Niveau von gestern Nachmittag. Dies reduziert die in Dollar gehandelten Ölimporte, sodass sich bei den Inlandspreisen aktuell leichte Nachlässe andeuten. 

Fundamental; neutral         Chartanalyse; neutral bis bullish 

15.11.2018 

Short-Coverings bremsen Kursrutsch – API Bestandsdaten halten den Druck aufrecht

Der Markt steuert auf eine Überversorgung zu, nachdem mehrere Komponenten zusammengekommen sind. Schwächere Nachfrageprognosen, steigende Förderung der OPEC und Nicht-OPEC Länder sowie die Aufweichung der US Sanktionen gegen den Iran werden als Hauptgründe für die Konstellation genannt.

EIA, IEA und OPEC sind sich bei ihrer Einschätzung für die Versorgungslage im kommenden Jahr einig und erwarten ein klares Überangebot. Eine Intervention des Kartells und der kooperierenden Nicht-OPEC Länder, wie beispielsweise Russland, gilt für den 6. Dezember als wahrscheinlich. 

Entscheidend für die kommenden drei Wochen vor diesem Meeting wird nun sein, um wie viel die OPEC ihre Produktion kürzen wird. Bei den Inlandpreisniveaus kamen die starken Preissenkungen der letzten Wochen nur begrenzt an, denn hier hatten sich wegen der knappen Versorgungslage massive Preisaufschläge ergeben. Mit dem Preisanstieg bei Gasoil von gestern und dem schwächeren Euro/Dollar-Kurs, deuten sich bei den zu erwartenden Inlandspreisen für Heizöl und Diesel aktuell moderate Preisaufschläge zu gestern an. 

Fundamental; neutral bis bearish    Chartanalyse; neutral bis bearish 

14.11.2018 

Massive Abwärtsbewegung nach OPEC Monatsreport 

Die Ölpreise befinden sich seit Anfang Oktober im Sinkflug. Eine Reihe von Faktoren haben sich in dieser Zeit aufgebaut, die sich zu dem Kursverfall aufsummiert haben. Schwächeres Wirtschaftswachstum, gesenkte Prognosen für das Ölnachfragewachstum, eine steigende Förderung der OPEC+ Länder und die abgeschwächten Sanktionen der USA gegen den Iran belasten die Futures. 

Vor allem das Angebot aus den USA wächst deutlich schneller als gedacht, sodass die Fördersteigerung der Nicht-OPEC Länder in 2019 das Nachfragewachstum laut OPEC übersteigen wird. Im Inland bleibt die Versorgungslage unterdessen weiter schwierig. Die Mengen müssen schon seit Wochen über andere Regionen hinzugekauft werden. Zusätzlich zu den hohen Frachtkosten wurden auch die Preisaufschläge für die verfügbare Ware gesteigert. Aktuell nehmen diese allerdings wieder etwas ab. Die Kombination aus einem festeren Euro/Dollar-Kurs und den nachgebenden Preisen an der ICE sorgt dafür, dass bei den Inlandspreisen heute erhebliche Preisnachlässe möglich sind. 

Fundamental; neutral bis bearish    Chartanalyse; neutral 

13.11.2018 

Futures nach Trump Tweet und vor Monatsberichten weicher 

Die Ölpreise bleiben weiter in ihrem Abwärtstrend, nachdem Trump offenbar bereit ist den Druck auf die OPEC weiter aufrecht zu erhalten. Zudem hat die OPEC am Wochenende einen ersten Einblick in seine aktuelle Markteinschätzung gegeben und sieht den Rohölmarkt im kommenden Jahr offenbar als überversorgt an. Hinzu kommt, dass aus den USA weiter mit einem starken Produktionswachstum gerechnet wird, sodass sich selbst mit einer solchen Kürzung eventuell weiter eine Überversorgung ergeben könnte. 

Auf den Monatsreport der OPEC heute folgt morgen der Monatsbericht der IEA. 

Auch wenn sich die Gemeinschaftswährung leicht erholen kann, so bleibt der Euro relativ weich und sorgt somit für etwas teurerer Importkalkulationen für das in Dollar gehandelte Öl. Da die Ölbörsen selbst am späten Abend gestern aber stark nachgaben, so deuten sich hierdurch bei den Inlandspreisen für Heizöl, Diesel und Benzin nach aktuellem Stand zum Teil erhebliche Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral         Chartanalyse; neutral 

12.11.2018

Saudi-Arabien nimmt 0,5 Mio. B/T vom Markt – Technische Kaufsignale 

Mehr Öl aus der OPEC, Rekordförderung der USA, stetig steigende US Rohölbestände, Nachfragesorgen durch eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums und Ausnahmen zu den US Sanktionen gegen den Iran haben den Markt in den letzten Wochen belastet. Die Versorgung ist deutlich besser als noch im September erwartet, weshalb die vergangenen 1,5 Monate von einem sehr stabilen und steilen Abwärtstrend geprägt waren. 

Die Ankündigung einer Exportkürzung von 0,5 Mio. B/T im Dezember durch Saudi-Arabien ist allerdings dennoch erst einmal ein klares Signal an den Markt, dass man nicht mehr mit allzu viel Abwärtspotenzial zu rechnen hat. Im Inland bleibt die Versorgungslage weiterhin unverändert angespannt. Die geringen Niederschläge im Süddeutschen Raum reichen bei Weitem nicht aus, um die Pegelstände steigen zu lassen. Da die Gasoil Notierung am späten Freitag und heute Morgen zulegte, deuten sich hier höhere Preise an. Unterm Strich deuten sich leichte Abwärtspotenziale bei den erwarteten Inlandsnotierungen. 

Fundamental; neutral         Chartanalyse; neutral bis bullish 

09.11.2018

Das Ende der OPEC? - Brent wechselt ins Contango

Die US Rohölbestände sind laut DOE Bericht dieser Woche zum siebten Mal in Folge gestiegen und haben das 5-Monatshoch erreicht. Die OPEC und Russland fördern mehr Öl, während die USA umfangreichere Sanktionserleichterungen gegen den Iran gewährt als gedacht. 

Doch es gibt auch bullishe Aspekte. So spielt die OPEC offenbar mit dem Gedanken die Förderung wieder zu kürzen, wenn man am 6. Dezember in Wien zusammentritt. Die erneute Verknappung des Angebots ist sicherlich bullish für die Preise an der Börse, doch anderer Seits wäre dies lediglich eine Reaktion auf die veränderte Versorgungslage, die eben komfortabler geworden ist. Währenddessen deutet die Contango Konstellation bei Brent eine hohe Verfügbarkeit von Rohöl an und ist somit ein bearishes Zeichen, womit die Abwärtstrends vermutlich erst einmal intakt bleiben dürften. 

Die knappe Versorgung könnte noch bis weit in den Winter hinein anhalten. 

Für die Inlandspreise deuten sich erhebliche Abwärtspotenziale, die an den Markt weitergegeben werden könnten. 

Fundamental; neutral bis bearish                    Chartanalyse; neutral bis bearisch 

08.11.2018 

Gasoil nach Anstieg deutlich fester – Rohöl Futures bleiben unter Druck 

Mit den stetig sinkenden Produktionsmengen Venezuelas hatte sich der Markt unerwartet stark verknappt. Im kommenden Jahr sollen mit zusätzlichen Pipelines Engpässe im Transport abgebaut werden, sodass die Förderung schneller wachsen kann. Eine Kürzung würde die aktuell niedrigen Reservekapazitäten steigen lassen und damit wahrscheinlich sogar die Volatilität reduzieren und die Preise stabilisieren. 

Auch wenn die Stimmung aktuell tendenziell bearish ist und die Rohöl Futures belastet, so haben sich die Gasoil Notierungen derzeit von den Rohölpreisen abgekoppelt. Dies liegt vor allem an der momentan hohen Nachfrage nach raffinerierten Produkten, in einer Zeit in der viele Raffinerien noch Wartungsarbeiten durchführen. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Tagesgewinne von gestern nicht halten kann, verteuert dies das in Dollar gehandelte Öl für das Inland. Gasoil bleibt zudem im Bereich der Vortageshochs, sodass die Preissenkungen bei Rohöl bei Preisen für Heizöl und Diesel nicht ankommen. Es deuten sich damit unterm Strich deutliche Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

07.11.2018 

Gestiegene US Ölbestände und Sanktionsausnahmen – Brent fällt auf 3-Monatstief 

Dass sich die Stimmung am Markt in den letzten Wochen von bullish auf bearish gewandelt hat, zeigt alleine schon der stabile Abwärtstrend, der sich seit Anfang Oktober herauskristallisiert hat. Statt einer immer knapper werdenden Versorgungslage, wie man sie mit den US Sanktionen gegen den Iran befürchtet hatte, ergibt sich mit den Entwicklungen der letzten Wochen plötzlich eine relativ komfortable Verfügbarkeit. 

Bei der Nachfrage sieht man durch die globalen Handelsstreitigkeiten der USA mit beispielsweise China sowie durch das geschwächte Wirtschaftswachstum größere Probleme als noch in der ersten Jahreshälfte. 

Wie stark sich die bullishe Einschätzung zurückgebildet hat, zeigt auch ein Blick auf die Entwicklung der spekulativen Netto-Long-Positionen.  

Die Gasoil Futures bleiben in den Morgenstunden allerdings unterhalb der gestrigen Höchstwerte. Dies dämpft die Vorgaben bei den Inlandspreisen leicht, sodass sich aktuell nur kleinere Preisveränderungen bei Heizöl und Diesel mit einer nachgebenden Tendenz andeuten. 

Fundamental; bearish                       Chartanalyse; neutral 

06.11.2018 

Konsolidierung nach Abwärtsbewegung – US Sanktionen ohne starke Wirkung 

Mit den verstärkten US Sanktionen gegen den Iran hat sich am Markt nun erst einmal nicht viel verändert. Die globalen Aktienmärkte hatten einen ziemlich schlechten Oktober, da Experten mit einer Abschwächung der Weltkonjunktur rechnen. Dies lastet auch auf dem Ölnachfragewachstum, das zuletzt nach unten korrigiert wurde. Während das Nachfragebild sich eingetrübt hat, fördern Russland, Saudi-Arabien und USA so viel Rohöl wie nie zuvor. 

Die Preisentwicklung im Jahresendspurt wird nun zu einem entscheidenden Teil davon abhängen, wie stark die USA die Sanktionen durchsetzen und um wie viel die physischen Exporte des Iran tatsächlich sinken. 

Nach den steilen Abwärtsbewegungen der letzten Woche scheint der Markt innerhalb des Abwärtstrends wieder in eine Konsolidierungsphase mit reduziertem Verkaufsinteresse zu kommen. Bei den Inlandspreisen bleibt die Situation durch die schlechte Versorgung unterdessen sehr angespannt. Preisvorteile werden noch immer kaum weitergegeben und die inländischen Preisaufschläge bleiben auf Rekordhochs. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen moderate Preisaufschläge an. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

05.11.2018 

Mehr Öl und Ausnahmen bei Iran Sanktionen – Ölpreise mit schwachem Start 

Die USA haben nun insgesamt 8 Ländern wohl eine Ausnahmegenehmigung für Importe von iranischen Rohöl erteilt. Zusammen mit den Rekordfördermengen aus den USA, Saudi-Arabien und Russland werden die befürchteten Engpässe nun in den Hintergrund gedrängt. Für die kurz bis mittelfristige Preisentwicklung bis zum Jahresende kommt es nun darauf an, wie stark die USA ihre Sanktionen gegen den Iran durchsetzen und ob noch andere Ausfälle im Angebot ausfallen. Auch wenn die Börsenpreise derzeit sinken und damit Preisvorteile im Inland ermöglichen, so kommen diese weiter kaum bis überhaupt nicht bei den Spotmarktpreisen an. Zum Teil werden trotz Abwärtspotenziale die Preisniveaus angehoben, da die Verfügbarkeit von Waren extrem knapp bleibt. Insbesondere bei Benzin ist die Versorgungslage kritisch und so stehen kaum Mengen für den Spotmarkt zur Verfügung.

Mit der weichen Tendenz an den Ölbörsen deuten sich für heute zwar wieder einmal Preisnachlässe an, jedoch wird der Inlandsmarkt derzeit sehr unberechenbar bleiben. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

02.11.2018

Steigende Ölproduktion und Ausnahmeregelungen – WTI rutscht auf 7-Monatstief 

Von den Ängsten einer knapper werdenden Versorgungslage ist derzeit wenig zu spüren. Zuletzt überwogen die bearishen Meldungen am Markt, sodass sich im Oktober ein starker Abwärtstrend etablierte, der sich – trotz ernst zu nehmender Aufwärtstests – aktuell weiter behaupten kann. Neben den USA fördern aber auch Russland und Saudi-Arabien auf Rekordniveaus. Generell geht man davon aus, dass die verschärften Sanktionen gegen den Iran die Verfügbarkeit noch einmal deutlich reduzieren werden. Um wie viel die Exporte sinken werden ist noch nicht ganz klar. 

Die Ölpreise gaben daher weiter nach und fallen innerhalb des bestehenden Abwärtstrends. Bei der katastrophalen Versorgungslage im Inland kommen die Preisvorteile allerdings nicht oder nur sehr begrenzt an. Waren bleiben weiterhin kaum verfügbar, und wo es Mengen gibt, werden diese mit erheblichen Sonderaufschlägen vergeben. Momentan kommen die Futures von den späten Tiefs gestern zurück. Dies reduziert das Abwärtspotenzial, dennoch sind die Inlandspreise heute weicher zu erwartet. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral 

 01.11.2018 

Stabile Widerstandslinie begrenzt Aufwärtspotenzial – US mit Rekordproduktion 

Die Abwärtsdynamik im Oktober führte zum stärksten Monatsverlust seit 2016, was allerdings nicht an einem einzigen Faktor festzumachen ist. 

Als aller erstes sind Nachfragesorgen zu nennen. Die Aktienmärkte als Indikator für das wirtschaftliche Wachstum gaben im Oktober deutlich nach und verschreckten daher die Marktteilnehmer, deren Risikobereitschaft vor allem bei Rohstoffen deutlich sinkt. Bei Rohöl wurden die Nachfrageprognosen daher zuletzt gesenkt, was einen erheblichen Anteil am Trendwechsel beigetragen hat. Die Versorgungslage wird nun etwas entspannter als noch im September oder Anfang Oktober gesehen. 

Im Inland kann man von diesen Preisvorteilen nur bedingt profitieren, denn die Versorgungslage bleibt durch die niedrigen Pegelstände am Rhein und die daraus resultierend eingeschränkten Transportmöglichkeiten problematisch. Dies schränkt die Verfügbarkeiten an anderer Stelle ebenfalls ein, bis sich die Lage am Rhein mit starken und dauerhaften Niederschlägen wieder entspannt. 

Durch die späte Abwärtsbewegung an den Ölbörsen deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe an. 

Fundamental; neutral/bearish                          Chartanalyse; neutral