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23.05.2018

22.05.2018

Gasoil ICE London ($/to)

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23.05.2018

Höhere Ölproduktion der OPEC? Ölpreise mit weichem Start in den Tag

Sanktionen gegen den Iran und Venezuela halten den Markt bereits in den letzten Wochen in Atem. Und auch wenn das Vorgehen der USA mit ihren monatelangen Ankündigungen keine wirkliche Neuigkeit mehr ist, so bleibt dies der treibende Faktor hinter den derzeit hohen Preisen. Seit Mitte Februar ging es an den Ölbörsen eigentlich nur nach oben.

In der USA rechnet man ohnehin schon mit einem Produktionsboom, der sich mit den höheren Preisen nur noch weiter verstärkt. US Unternehmen beginnen die erwartete Ölförderung für das kommende Jahr abzusichern, indem sie die nun hohen Preise dafür nutzen, die Produktion schon vorab zu verkaufen. Durch dieses Hedging entsteht Verkaufsdruck und sorgt so für eine Art Preisbremse.

Trader werden nun aber erst einmal darauf achten, was die OPEC und Russland in dieser Woche beschließen. Im Gespräch ist eine Steigerung der Produktionsmengen, um die Übereinhaltung der Produktionsquote zu reduzieren.

Bei den Preisen ergeben sich daher leichtes Abwärtspotenzial.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

22.05.2018

Charttechnik hat Preisrallye an ICE ausgebremst – WTI nach Wahlen in Venezuela fester

Die USA werden die Sanktionen gegen den Iran verschärfen und wollen auch Unternehmen der Eurozone ins Visier nehmen, die gegen die Vorgaben der USA verstossen. Die EU hält zwar mit einem "Blocking Statut" dagegen, doch die Wirksamkeit darf angezweifelt werden.

Die iranische Führung will mit der EU an dem bisherigen Atomabkommen festhalten, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es der EU gelingt die Sanktionen der USA auszugleichen.

Auch in Venezuela ist mit einem weiteren Einbruch der Ölproduktion zu rechnen. Zusammen mit dem erwarteten Problemen bei den Ölexporten des Iran, wird die Versorgungslage weiter unter Druck geraten und die Ölpreise generell stützen.

Die zuletzt hohen Ölpreise könnten von den Marktteilnehmern aber auch vermehrt zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Viele Produzenten werden ihre zukünftige Produktion durch Verkäufe von Futures für das kommende Jahr absichern. Dies erhöht den Verkaufsdruck am Markt.

Unterm Strich könnten bei den Inlandspreisniveaus im Vergleich zu Freitag sogar leichte Preisabschläge zu erwarten sein.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

18.05.2018

Gewinnmitnahmen bei 80 Dollar – Neuer Shootingstar bei Brent und WTI

Experten gehen davon aus, dass die US Sanktionen, sofern diese kommen, die Rohölförderung des Iran reduzieren könnte. Die jüngste Entwicklung stützt daher wieder einmal die Preise, da Angebotsausfälle immer wahrscheinlicher werden.

Auch Venezuela kann in den kommenden Tagen zu einem neuen Problem werden. Gewinnt der amtierende Präsident Maduro die Wahlen am Wochenende, könnten auch diesem Land Sanktionen drohen. Die US Ölförderung steigt zwar weiter und soll die USA in diesem Jahr zum größten Produzenten der Welt machen, doch dieses Produktionswachstum wird nicht ausreichend sein, um die drohenden Ausfälle im Iran und Venezuela aufzufangen.

Das einzige was die Preise von einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung abhalten könne wäre ein Nachfragerückgang auf Grund der gestiegenen Preise.

Da die Notierungen an der ICE heute Morgen unterhalb der Werte von gestern Nachmittag liegen, sind einige Preisnachlässe zu gestern Nachmittag möglich. Zu gestern Vormittag besteht allerdings das Potenzial geringfügiger Preissteigerungen.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

17.05.2018

Gasoil klettert auf 3,5 Jahreshoch – DOE, Venezuela und technische Käufe

In Sachen Ölnachfrage zeigte sich in den letzten Monaten eine klare Tendenz: der Bedarf wird hoch bleiben und die Prognosen wurden stetig nach oben angepasst. Umso überraschender kam die Korrektur der IEA gestern, die das globale Ölnachfragewachstum 2018 leicht nach unten korrigierte.

Die IEA begründete dies mit den höheren Preisen, die sich letztlich negativ auf die Nachfrageentwicklung auswirken werde.

Doch einige Experten sehen den negativen Einfluss der Preise auf die Nachfrage für zu übereilt, da die Preise keine neuen Allzeithochs erreicht haben. Zwar ist Öl so teuer wie seit 3,5 Jahren nicht mehr, im historischen Vergleich ist das Niveau aber noch immer günstig.

Die globale Nachfrage ist weiter angespannt und die Situation könnte sich am Wochenende noch einmal verschärfen. Dann sollen in Venezuela Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Mehrere Länder, darunter auch die USA, drohen die Wirtschaft und insbesondere den Ölsektor des Landes zu sanktionieren, sollte Maduro die Wahlen stattfinden lassen.

Dies bedeutet schlussendlich deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

16.05.2018

Charttechnisches Korrekturpotenzial? – Warten auf IEA und US Ölbestandsdaten

Die Ölpreise zogen gestern wieder einmal deutlich an, wobei WTI sein Hoch der letzten Woche nicht knacken konnte.. Eventuell besteht nun die Möglichkeit, dass die Ölpreise ihr Aufwärtspotenzial vorerst ausgereizt haben, nachdem es in den letzten Wochen ausschließlich nach oben ging.

In den letzten Tagen und Wochen wurde viel von der Eskalation mit dem Iran und den drohenden Sanktionen eingepreist, sodass es ohne einen Produktions- oder Exportrückgang schwierig wird, die Situation weiter als Begründung für starke Preissteigerungen heranzuziehen.

Die Stimmung bleibt dennoch tendenziell bullish. Die hohe Nachfrage, das knappe Angebot und die Aussicht, dass die Ölproduktion des Iran und Venezuelas sinken dürfte wird die Preise weiterhin stützen.

Trader werden heute vor allem auf Impulse vom IEA Monatsreport am späten Vormittag und vom DOE Bericht am Nachmittag um 16:30 Uhr warten.

Da die Ölpreise von den gestrigen Höchstständen wieder etwas zurückkamen, deutet sich ein Preisniveau unterhalb des Vortageshochs an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish

15.05.2018

Schwacher Euro und feste Futures – Inlandspreise steigen wieder

Der OPEC Report von gestern hat gezeigt, dass es den Markt unterversorgt sieht und die Bestände weiter sinken. Laut dem Monatsbericht liegen die Bestände nur noch knapp über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Bleibt die OPEC weiter bei ihren Produktionskürzungen, so wird dies ein Angebotsdefizit im laufenden Jahr generieren. Venezuelas Ölförderung bleibt in einer rasanten Abwärtsspirale und verlor erneut deutlich an Boden. Geht dies in dieser Geschwindigkeit voran, wird es schwer sein die Verluste auszugleichen.

Die EU will sich zwar nicht an den Sanktionen der USA gegen den Iran beteiligen, doch die USA haben angekündigt auch europäische Firmen zu sanktionieren, sollten sich diese nicht an die Vorgaben halten.

Die Unruhen an der Grenze Israels haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Versorgung, dennoch ist dies nicht gerade ein Zeichen der Stabilität. Die 80 Dollar, die bei Brent nicht mehr allzu weit entfernt ist, könnte eine Zielmarke für Trader werden.

Für Heute deuten sich erneut deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

14.05.2018

Technische Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt

Mit der Entscheidung der USA die Sanktionen gegen den Iran wieder einzuführen, stiegen die Ölpreise. Bisher hält sich der Einfluss auf die physische Verfügbarkeit allerdings in Grenzen denn die USA haben eine Übergangsfrist von ca. 6 Monaten gewährt. Einige Analysten glauben allerdings, dass sich nun eine Konstellation ergibt, mit der Brent auf über 80 Dollar, mittel- bis langfristig sogar wieder bis 90 oder 100 Dollar steigen könnte.

Sollte das Ölangebot mit den Sanktionen weiter sinken, sind durchaus noch weitere Aufwärtspotenziale am Markt vorhanden. Doch es werden bereits auch Stimmen am Markt laut, die darauf verweisen, dass die OPEC nun die Produktionskürzungen zurückfahren könnte. Saudi-Arabien hatte jedenfalls angekündigt wegfallende Exporte des Iran zu ersetzen und auch andere Länder dürften bei den momentan höchsten Ölpreisen der letzten 3,5 Jahre erpicht sein, etwas von diesem Kuchen ab zu bekommen.

Einige Trader nutzen die Konstellation nun erst einmal für Gewinnmitnahmen, denn die Sanktionen gegen den Iran wurden bereits über Wochen eingepreist.

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish 

11.05.2018

Sanktionen und geopolitische Risiken halten Ölpreise auf hohem Niveau

Der jüngste militärische Schlagabtausch zwischen Iran und Israel hat das Risiko eines offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern erhöht. Die Gefahr, die hiervon ausgehen könnte, wäre für die Region enorm und stellt auch ein Risiko für die Verfügbarkeit von Rohöl dar. Auch die Sanktionen der USA gegen den Iran können die Marktlage weiter verknappen. Zwar rechnen Analysten nur mit einem Ausfall, jedoch ist die Marktlage auch ohne diese Ausfälle bereits äußerst knapp.

Die Überkapazitäten sind schon längst abgebaut und so lange sich die OPEC weiter an die Produktionskürzungen hält wird sich dies vermutlich auch kurzfristig nicht ändern.

Bei abnehmenden Beständen und der anstehenden Sommernachfrage bleibt das Abwärtspotenzial aus jetziger Sicht sehr begrenzt. Im Marktfokus steht vor allem wie sich die Spannungen zwischen Iran und Israel sowie die angekündigten Sanktionen der USA gegen den Iran entwickeln werden.

Nachdem die Futures gestern ein neues 3,5-Jahreshoch erreicht haben, bleiben diese auch heute Morgen weiter auf hohem Niveau.

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral

09.05.2018

Trump und API lassen Ölpreise steigen – Öl so teuer wie seit November 2014 nicht mehr

Von der Wiedereinführung der US Sanktionen gegen den Iran dürfte wohl kaum einer überrascht sein, war das doch lange genug Thema und auch schon weitestgehend eingepreist.

Die Sanktionen gelten zwar sofort, die Übergangszeit wird es allerdings ermöglichen, dass die neue Verhandlungen geführt werden können und dass die Ölexporte des Irans nicht gleich in vollem Umfang einbrechen. Wie gross der Einfluss auf die Verfügbarkeit letztlich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Unsicherheit Geschäfte mit dem Iran abzuschliessen ist allerdings deutlich gestiegen.

Die Ölpreise reagieren zunächst vor allem auf die bullishen Bestandsdaten des API, bei denen Abbauten in allen Kategorien gemeldet wurden, sowie auf die Ankündigung der Sanktionen gegen den Iran und setze die späte Aufwärtsbewegung heute Morgen fort und klettern auf den höchsten Stand seit November 2014. Dies ergibt somit deutliche Preissteigerungen. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish

08.05.2018

Ölpreise geben nach Trump Tweet nach – US Präsident wird heute über Sanktionen entscheiden 

Der Ölpreis an den Börsen ist im letzten Monat um fast 14% gestiegen. Vor allem die Drohung Trumps gegen den Iran hatte zu dieser Rallye geführt. Trader haben sich auf das Schlimmste vorbereitet und eine Verknappung zum Teil eingepreist. Der Markt ist so kurzfristig extrem von der Laune in Trumps Fingerspitzen auf Twitter abhängig. Spätestens aber die Pressekonferenz am Abend um etwa 20 Uhr im Weißen Haus wird maßgeblich für den Markt sein.

Saudi-Arabien hat bisher auch keine Ambitionen die Kürzungen zu reduzieren, hat man doch ein Preisziel von etwa 80 Dollar im Visier. Doch innerhalb der OPEC ist dies nicht ganz unumstritten. Der Iran präferiert daher die 60 Dollar als ein angemessenes Niveau und nimmt damit ganz offen eine Konterposition zu Saudi-Arabien ein.

Am heutigen Abend stehen gleich mehrere, wichtige Ereignisse an. Die Volatilität wird nach den europäischen Geschäftszeiten daher vermutlich extrem zunehmen.

Für heute Morgen deuten sich keine besonders großen Preisanpassungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

07.05.2017

Angst vor Iran-Sanktionen – Ölpreis schießt auf 3,5-Jahreshoch 

Der Ölmarkt bleibt diese Woche weiter fest im Griff der Bullen, die sich mit den drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran in einer gestärkten Position sehen. Sollten die USA Handelseinschränkungen gegen den Iran einsetzen, würde dies die Ölpreise vermutlich weiter nach oben treiben. Lieber sichert man sich gegen eine mögliche Preisrallye ab, denn bislang gibt es wenig, dass auf eine Kehrtwende hindeutet

So lange OPEC und die Nicht-OPEC Länder weiter an ihren Produktionskürzungen festhalten, gibt es kaum etwas, das auf eine verbesserte Versorgungslage hindeutet. Im Frühjahr blieb zudem der saisonale Aufbau der Vorräte aus, mit denen man sich auf die Sommernachfrage einstellt, sodass auch von dieser Warte her wenig Hoffnung für eine bessere Versorgung besteht.

In der Gesamtbetrachtung gibt es kaum Trader, die auf fallende Kurse setzen, sodass die Preise in den frühen Morgenstunden schon einen Satz nach oben gemacht haben und sich so aktuell erhebliche Preissteigerungen andeuten. 

Fundamental neutral/bullish                           Chartanalyse neutral bis bullish 

04.05.2018

Aufwärtsbewegung am späten Abend – Brent Pipeline wurde abgeschaltet 

Noch acht Tage bis die von Trump genannte Deadline für das Atomabkommen mit dem Iran erreicht ist. Am 12. Mai will die US Regierung über mögliche neue Massnahmen entscheiden, die eventuell auch die Ölversorgung negativ beeinflussen könnte. Mit dieser Aussicht bleiben die Marktteilnehmer bereits seit Wochen in Habachtstellung, sodass grössere Abwärtsbewegungen an den Börsen derzeit nicht möglich sind.

Nichtsdestotrotz rechnen die meisten Akteure mit einem Ausstieg der USA aus dem bestehenden Abkommen. Insbesondere Macron hatte diese Erwartungshaltung nach seinem US Besuch vergangene Woche bestärkt. Experten gehen davon aus, dass der 12. Mai ein Tag mit nur zwei Optionen sein wird. Entweder verschärfen die USA die Sanktionen gegen den Iran, oder man verzichtet auf Sanktionen, womit die Preise nachgeben würden.

Ohne eine Entscheidung zum Iran wird sich an den Preisniveaus vermutlich nicht viel tun und die Volatilität wird hoch bleiben.

Für Heute sind keine grösseren Preissteigerungen zu erwarten. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish 

03.05.2018

Futures nach Fed Kommentaren wieder fester – Bearishe DOE Daten mit begrenztem Einfluss 

Die US Ölbestandsdaten fielen zwar bearish aus, konnten die Preise allerdings nicht besonders stark belasten. Ganz erheblichen Anteil an daran haben die drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran. Der Markt rechnet eigentlich bereits fest damit, dass die USA aus dem Atomabkommen in seiner jetzigen Form aussteigen werden.

Auch wenn noch undurchsichtig bleibt, welche Sanktionen die USA wieder einführen wollen, so fürchtet der Markt Probleme bei der Verfügbarkeit von Rohöllieferungen aus dem Iran. Die Entscheidung wird vermutlich am 12. Mai fallen, sodass bis dahin größere Kursverluste wohl ausbleiben sollten.

Auf der anderen Seite sind aber auch Preisanstiege limitiert. Denn zum einen erreicht die US Ölproduktion immer neue Rekordhochs und zum anderen bleibt bis zum 12. Mai unklar, ob die Ölexporte des Iran überhaupt von den Sanktionen betroffen sein werden. Von daher bleibt eine klare fundamentale Richtungsvorgabe für den Moment schwierig.

Unterm Strich ergeben sich daher nur geringe Preisveränderungen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

02.05.2018

Futures geben über Feiertag deutlich nach – US Ölproduktion deutlich gestiegen 

Der israelische Premierminister hatte am Montag noch von Beweisen für ein iranisches Atomprogramm gesprochen, doch die IEA bestreitet derartige Belege.

Trump hatte die Importzölle auf Stahl und Aluminium für die EU nochmals um einen Monat aufgeschoben, was von einigen Marktteilnehmern als Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft gewertet wird. Womöglich ergeben sich auch im Falle des Iran neue Möglichkeiten, bevor die USA die ganz scharfen Sanktionen gegen Teherans Ölindustrie auspackt.

Die leichte - wenngleich indirekte - Entschärfung der zugespitzten Lage im Nahen Osten wird flankiert von einer höheren US Ölproduktion. Die US Ölförderung steigt schneller als erwartet und limitiert damit das Aufwärtspotenzial.

Die generelle Marktlage bleibt damit unverändert in einem Spannungsfeld, bei dem eine rasant steigende US Ölförderung Preisanstiege verhindert, geopolitische Risiken im Nahen Osten und die Produktionskürzungen der OPEC größeren Preisabschlägen allerdings entgegenstehen.

Während die Produkte gestern stark nachgaben, begrenzt der stärkere Dollar-Kurs allerdings die Abwärtspotenziale, so dass die Preise leicht steigen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

30.04.2018

Ölpreise geben ohne neue Impulse leicht nach – Fokus auf Iran und Handelsstreit 

Marktteilnehmer bleiben in einer generellen Long-Position, da vor allem das Risiko weiterer Produktionsausfälle Sorgen bereitet. Die Marktlage ist derart knapp, dass jeder weitere Ausfall am physischen Markt sofort spürbar ist und den Unterschied zwischen einem ausgeglichenen Markt und einer Unterversorgung machen kann.

Probleme in der Ölversorgung könnten vor allem entstehen, sollten die USA die Sanktionserleichterungen gegen den Iran am 12. Mai aufheben. Je nachdem welche Sanktionen die USA wieder einführen, könnte dies die Ölexporte des Irans hart treffen und die Ölförderung des Landes damit sinken lassen. Vor dem 12. Mai, wenn die USA die Sanktionen vermutlich benennen werden, bleiben die Abwärtsspielräume an den Ölbörsen klar begrenzt.

Auf der anderen Seite stehen nun aber auch wieder der Handelsstreit zwischen den USA und der EU im Fokus. Ab morgen sollen die Strafzölle auf Aluminium und Stahl auch für die EU gelten, die Gegenzölle angekündigt hat. Der Handelsstreit könnte sich damit weiter ausdehnen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

27.04.2018

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Geopolitische Faktoren bleiben im Mittelpunkt 

Die Ölpreise sind seit Anfang April um etwa 6 bis 7 Dollar gestiegen, was fast vollständig auf geopolitische Risikofaktoren zurückzuführen ist. Der kurze Produktionsausfall in Libyen ging dabei ebenso fast unter wie bearishe Meldungen, die am Markt derzeit weitestgehend ignoriert werden.

Im Vergleich zu den letzten Jahren sind die Ölbestände extrem niedrig, sodass der Puffer für Angebotsausfälle sehr klein ist. Die sinkende Produktion in Venezuela, ein möglicher Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, eine instabile Lage in Libyen und eine vermutliche Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Länder in 2019 stellen daher ein großes Risiko für die Versorgungslage dar. Trader berücksichtigen dies durch die Einpreisung einer Risikoprämie, die die Futures auf hohem Niveau halten.

Im Fokus wird kurzfristig vor allem weiter Trump und seine Iran Politik bleiben. Die Deadline für eine Entscheidung der US Regierung ist der 12. Mai.

Für die Preise bedeutet dies aktuell leichte Preissteigerungen zum Vortag. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

26.04.2018

Futures ziehen trotz bearisher Bestandsdaten an – Macron rechnet mit Ausstieg aus Atomdeal 

Die wöchentlichen US Ölbestandsdaten waren gestern eindeutig bearish, doch der Einfluss blieb gering. Die Zahlen reichten nicht aus, um die Preise substanziell nach unten zu drücken, der größte Fokus liegt offenbar noch immer bei den geopolitischen Spannungen mit dem Iran.

Standen die Anzeichen hier zu Beginn der Woche noch auf Entspannung so hat Macron die Hoffnungen wieder etwas gedämpft. Der französische Präsident fürchtet, dass Trump mit den USA am 12. Mai aus dem Abkommen aussteigen und die Sanktionen gegen Teheran wieder implementieren wird. Dann drohen Ausfälle bei den Exporten, mit denen die knappe Marktlage zusätzlich strapaziert wird, sodass die Ölpreise dann vermutlich wieder kräftig anziehen.

Die sich nun wieder breit machende Unsicherheit der Marktteilnehmer führt zu einer höheren Risikoprämie, sodass die Notierungen in der Nacht anzogen und die Stimmung wieder leicht bullish einzuordnen ist.

Diese Kombination verteuert die Preise, sodass heute Morgen mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist. 

Fundamental neutral  bis bullish                    Chartanalyse neutral 

25.04.2018

Neuer Iran-Deal? - Ölpreise geben in der Nacht nach 

Die Ölnachfrage lag dieses Jahr bisher über dem erwarteten Niveau. Im ersten Quartal wurde das höchste Nachfragewachstum der letzten Jahre registriert. Gleichzeitig hatte die OPEC mit ihren Produktionskürzungen Erfolg. Die OECD Ölbestände sind auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau gesunken, Venezuelas Ölindustrie fördert Monat für Monat weniger Öl und die USA drohen dem Iran mit neuen Sanktionen.

Eine Mischung, die die Ölpreise in den letzten Wochen permanent stützte und auf das höchste Niveau seit 3,5 Jahren trieb. An der geopolitischen Front gibt es nach den Kommentaren Macrons, der einen möglichen neuen Deal mit dem Iran andeutete, Anzeichen einer Entspannung. Die USA wollen am 12. Mai entscheiden, ob sie die Sanktionserleichterungen, die im Zuge des Atomabkommens 2015 gewährt wurden, wieder streichen werden.

Der Fokus der Trader wird in den kommenden Wochen, bis zur Entscheidung der USA, explizit auf diesem Thema liegen. Darüber hinaus stehen heute auch die US Ölbestandsdaten auf der Agenda. Für heute deuten sich leichte Preissenkungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish 

24.04.2018

Ölpreise ziehen im späten Handel deutlich an – Brent erreicht neues 3,5 Jahreshoch 

Trump hatte getwittert, dass er die künstlich hohen Ölpreise der OPEC nicht akzeptieren werde. In Wahrheit fehlen ihm jedoch die Mittel gegen die Verknappung des Angebots durch die Produktionskürzungen nachhaltig vorzugehen. Die Aussicht auf Sanktionserleichterungen gegen einen russischen Rohstoffhersteller hatte die angespannte geopolitische Stimmung gestern zwar etwas gelockert, doch an der tendenziell bullishen Grundeinstellung des Marktes hat dies nicht viel verändert.

Vor allem gegenüber dem Iran hatte die politische Führung einen immer wieder kompromisslosen Ton angeschlagen und wird vermutlich am 12. Mai über ein (teilweises) Ende der gewährten Sanktionserleichterungen beschliessen, sodass eine erneute Verschärfung der Sanktionen potenziell das Ende des gesamten Abkommens bedeuten könnte.

Auf der anderen Seite bleibt die Versorgungslage am Markt weiter knapp. Die Oelnachfrage legte im ersten Quartal so stark zu wie seit 2010 nicht mehr und die Bestände sinken kontinuierlich.

Die Ölpreise starten nach der späten Aufwärtsbewegung von gestern deutlich fester in den Tag und ergeben aktuell deutliches Potenzial für Preissteigerungen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

23.04.2018

Produktionsausfall in Libyen - Futures bleiben fest 

Die US Ölindustrie boomt weiter. Mehr Ölbohranlagen bedeuten dabei, dass noch intensiver nach neuen Ölquellen gesucht wird. Es ist also davon auszugehen, dass der Trend eine langfristig positive Entwicklung bei der US Ölförderung andeutet.

Auch wenn die USA in diesem Jahr so viel Öl wie noch nie förderten, so sank die Ölproduktion der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die sich an den gemeinsamen Produktionskürzungen beteiligt haben.

In Verbindung mit der starken Ölnachfrage hat sich die Marktlage damit in diesem Jahr deutlich verknappt, sodass weitere Produktionsausfälle die Verfügbarkeit direkt treffen und die Bestände belasten. Doch auch mögliche neue Sanktionen gegen Venezuela und den Iran könnten die Ölpreise weiter nach oben treiben.

Mit Blick auf die Exportprobleme Libyens und den drohenden Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, bleibt die fundamentale Grundkonstellation bullish einzustufen. Für die Preise bedeutet dies Preissteigerungen im Vergleich zum Freitag. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral 

20.04.2017

Gewinnmitnahmen vor OPEC Meeting – Preise etwas überhitzt 

Nachdem zum Wochenanfang die Risikoprämie bezüglich Syrien reduziert wurde, zogen die Preise zur Wochenmitte kräftig an. Sinkende US Ölbestände und eine extrem hohe Nachfrage hatten die Notierungen nach oben getrieben. Gleichzeitig fokussiert sich der Markt zunehmend auf mögliche Sanktionen gegen den Iran.

In Anbetracht der Gesamtkonstellation von hoher Nachfrage, sinkenden Beständen und drohenden geopolitischen Spannungen, die das Ölangebot reduzieren könnten, spricht momentan wenig für eine starke Abwärtsbewegung. Folglich bleiben die Preise weiterhin gestützt.

Ein möglicher Handelsstreit mit den USA könnte das globale Wirtschaftswachstum allerdings dämpfen und auch die hohen Ölpreise könnten sich negativ auf die Nachfrage auswirken.

Es sind viele Bausteine und Unwägbarkeiten, die den Markt derzeit unberechenbar machen. Zwar wurden im späten Handel gestern ein paar Gewinne mitgenommen, jedoch deuten sich bei den Inlandspreisen dennoch leichte Preissteigerungen zum Vortag an. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

19.12.2018

Futures klettern auf neue 3,5 Jahreshochs – Bullishe DOE Daten stützen die Preisniveaus 

Die OPEC scheint bisher keinen Gedanken daran zu verschwenden die Produktionskürzungen zurückzufahren, obwohl man das eigentlich gesetzte Ziel, die Bestände auf das 5 Jahresdurchschnittsniveau zu drücken, schon erreicht hat, bzw. kurz davorsteht.

Marktteilnehmer warnen vor einer zu starken Verknappung, mit der sich ein Angebotsdefizit ergeben könnte, was die Preise hoch halten würde.

Aus Kreisen der OPEC hörte man zuletzt immer wieder, dass man auch eine solche Phase hinnehmen müsse, wenn es denn dazu beitrage den Markt langfristig in ein Gleichgewicht zu bringen.

Insgesamt ist die Stimmung am Markt wieder tendenziell bullish. Die Vorräte sinken weiter, bevor die starke Sommernachfrage richtig zuschlägt. Gleichzeitig nimmt die Förderung in Venezuela ab und im Iran drohen neue Sanktionen durch die USA, die die Ölversorgung treffen könnten.

Die Futures starten damit nun ein 3,5 Jahreshoch-Niveau. Daher sorgt diese Konstellation am Morgen für deutliches Aufwärtspotenzial bei den Preisen. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral 

 18.04.2018

Abbauten bei US Ölbeständen – Rohöl zieht in der Nacht an 

Das geopolitische Risiko bezüglich Syrien hat sich seit dem Wochenende etwas verringert, nachdem die Gegenschläge Russlands ausblieben. Zum Wochenauftakt gab es daher Potenzial für Gewinnmitnahmen, die nun umgesetzt wurden und die Preise zeitweise belasteten. Dennoch bleiben die Spannungen im Nahen Osten weiter gross, sodass eine stärkere Korrektur nicht möglich war.

Im Blickpunkt der Marktteilnehmer nun vor allem der Iran, dem die USA schon seit längerem mit neuen Sanktionen droht. Werden die Sanktionen gegen Teheran wieder verschärft, könnte dies die Ölexporte des Landes treffen, was die Spannungen dramatisch zuspitzen könnte.

Das geopolitische Risiko bei derzeit sinkenden Ölbeständen halten die Ölpreise auf hohem Niveau.

Kurzfristig werden die Trader nun aber vor allem auf die US Ölbestandsdaten des DOE von heute Nachmittag warten.

Mit den Lagerzahlen zogen in der Nacht vor allem die Rohölpreise an. Die starken Preisnachlässe, die sich zum Teil schon gestern angekündigt hatten, wird es jedoch nicht unbedingt geben. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

17.04.2018

Technische Gewinnmitnahmen – US Ölproduktion nimmt weiter zu

Die gestern zu beobachtenden Kursbewegungen an den Ölbörsen war die erwartete Reaktion der Marktteilnehmer auf die relativ glimpflich verlaufene Intervention der USA in Syrien. Hatte man vorher noch eine Eskalation auch mit Russland befürchtet und dies teilweise mit einer Risikoprämie eingepreist, so hat sich die Stimmung nun wieder beruhigt.

Was jedoch nicht vernachlässigt werden darf ist die noch immer offene Problematik mit dem Iran. Auch wenn sich das Aufwärtspotenzial mit dem nun wieder angeregten Dialog im Fall Syrien reduziert hat, so bleibt dieser Faktor in den kommenden Wochen ein erhebliches Preisrisiko an den Märkten.

Unterdessen nimmt die US Ölproduktion weiter rasant zu. Die Produktion im April wird von der EIA zwar niedriger als zuvor erwartet, dafür soll diese im Mai allerdings wieder kräftig zulegen.

Im Vergleich zur letzten Woche haben die Ölpreise etwas nachgegeben. Dank des festeren Euro/Dollar-Kurses deuten sich zum Vortag aktuell leichte Abwärtspotenziale an.

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral bis bearish

16.04.2018

Nach Militärschlag in Syrien – Ölpreise starten mit Gewinnmitnahmen

Nachdem der Militärschlag der USA gegen Syrien nun erfolgt ist, ist eine wesentliche Unsicherheit vom Markt genommen. Der Einfluss der Intervention ist gering, sodass die Preise etwas sinken könnten. Wie es in diesem Konflikt nun zwischen allen beteiligten Parteien weitergeht, wird aber dennoch einen erheblichen Einfluss auf die Ölpreise haben.

Momentan gibt es hier keine weiteren Drohungen und beide Seiten setzen offenbar auf Dialog. Sollten die Verhandlungen allerdings scheitern und Handelseinschränkungen kommen, so könnte dies die Ölnachfrage empfindlich stören. Neben Syrien ist dies das zweite grosse Thema, dass die Märkte in den kommenden Wochen beschäftigen wird.

Das dritte sind die möglichen Sanktionen gegen den Iran. Ohne Zweifel wäre dies ein bisher noch nicht vollständig eingepreistes Risiko, dass die Preise weiter steigen lassen kann.

Nachdem der Syrien Konflikt seinen grossen Schrecken nun verloren hat, geben die Ölpreise heute Morgen etwas nach und es ergeben sich aktuell daher nur kleinere Preisveränderungen. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral

13.04.2018

Aufwärtsdynamik ausgebremst – Risiken weitestgehend eingepreist 

Syrien bleibt zwar im Zentrum des Marktinteresses, jedoch dürften die damit verbundenen Risiken mittlerweile weitestgehend eingepreist sein. Die Futures reagieren daher kaum, wenn es keine weitere Eskalation gibt.

Dies bietet nun bei einer Beruhigung der Lage wieder Potenzial für ein paar Gewinnmitnahmen. Eine rasche Abwärtsbewegung ist aber in jedem Fall unwahrscheinlich, da auch noch immer Sanktionen gegen den Iran drohen.

Das Weiße Haus, allen voran Donald Trump, will die Sanktionen gegen Teheran wieder verschärfen, was auch das Atomabkommen mit dem Iran aufs Spiel setzen würde. So lange nicht klar ist, ob der Iran wieder sanktioniert wird und ob dies einen Einfluss auf dessen Ölexporte hat, so bleiben starke Gewinnmitnahmen vermutlich aus.

Da die Ölbörsen in etwa auf den Niveaus von gestern konsolidieren und auch beim Euro/Dollar-Kurs keine großen Veränderungen anstehen, deuten sich bei den Inlandspreisen für den Moment keine deutlichen Preisänderungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

12.04.2018

Preise ungültig, nur für Marktkommentare und Marktinformationen 

Wir bitten um Anfrage bei einem konkreten Bedarf, die Preise können während des Tages sehr volatil sein (Börse/Währung etc.). Wir berechnen für Sie gerne ein detailliertes Angebot (auch Terminpreise). 

Brandherd Syrien bestimmt das Geschehen – WTI klettert auf 3,5 Jahreshoch

 In dieser Woche hat sich eine Faktorkombination gebildet, die es Tradern schwierig macht auf fallende Preise zu setzen. Trump droht nach dem Giftgasangriff in Syrien mit einem Raketenangriff. Russland warnt im Gegenzug die USA vor einer Einmischung.

Hinzu kommt, dass die EIA die Marktlage für 2018 und 2019 in ihrem Monatsreport gestern knapper als zuletzt einschätzt.

Bisher hat sich zwar an der physischen Verfügbarkeit von Öl nichts verändert, doch Trader sind unter diesen Umständen kaum bereit mit Short-Positionen auf fallende Preise zu setzen.

Die bearishen US Ölbestandsdaten von gestern geraten daher in den Hintergrund, während man nun auf die militärische Intervention der USA und mögliche Reaktionen Russlands wartet. Sollte die Lage weiter eskalieren könnten die Preise noch weiter steigen.

Aktuell ziehen die Ölpreise leicht an, bleiben dabei allerdings unter den späten Vortageshochs von gestern. Damit ist aktuell mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse neutral 

11.04.2018

API bremst Preisanstieg vorübergehend aus – Brent erreicht 3,5 Jahreshoch 

Der Konflikt in Syrien steht weiter im Mittelpunkt des Marktinteresses und sorgt für einen weiteren Anstieg der Risikoprämie. Eine Eskalation der USA, würde weitere Konflikte und Spannungen erzeugen. Die Meldungen sind zuletzt überwiegend bullish, was die Stimmung am Markt nicht unbedingt beruhigt. Nachdem der drohende Handelskrieg die Preise zuvor belasteten, sorgt die Entspannung nun für eine gegensätzliche Reaktion.

Der Monatsbericht der EIA von gestern Nacht zeichnet ein wieder bullisheres Gesamtbild der Versorgungslage. Zwar soll es 2018 noch eine Überversorgung geben, zum nächsten Jahr soll diese aber so gut wie aufgebraucht sein.

Die US Ölbestandsdaten des API sind zwar bearish ausgefallen, doch die Anzahl der stützenden Faktoren überwiegt derzeit am Markt. Die Ölpreise kommen in den Morgenstunden zwar von ihren Hochs in der Nacht zurück, bleiben damit aber weiter deutlich über den Niveaus von gestern Nachmittag, sodass bei den Inlandspreisen aktuell noch immer weitere deutliche Preissteigerungen abzeichnen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

10.04.2018

Ölpreise mit technischen Kaufsignalen fester 

US Präsident Trump hat auf den mutmasslichen Giftgasangriff der syrischen Armee eine Reaktion angekündigt, wobei bisher noch nicht bekannt ist, wie diese aussehen wird. Marktteilnehmer machen diese Aussagen etwas nervös, denn beim letzten Mal wurden Marschflugkörper auf Militäreinrichtungen Syriens abgefeuert.

Die Aussicht auf zunehmende Spannungen mit Russland und im Nahen Osten ist immer ein Anlass, die Risikoprämie an den Ölbörsen zu erhöhen. Dies hatte bereits gestern Auftrieb gegeben und sollte auch in den kommenden Tagen ein bullisher Faktor bleiben.

Was den Handelsstreit mit China angeht, so könnte sich die Stimmung hier wieder etwas beruhigen. Kurzfristig werde es keine neuen Zölle geben und man setze nun auf Verhandlungen.

Auch bleiben Iran und Venezuela Thema am Markt. Sollten Massnahmen ergriffen werden, könnte auch der Atomdeal auf der Kippe stehen und die Ölexporte aus dem Iran sinken. Dies würde das Angebot verknappen und damit die Preise stützen.

Für heute bedeutet dies weitere deutliche Preissteigerungen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse bullish 

09.04.2018

Handelsstreit hält Märkte weiter in Atem – Preise zum Wochenstart etwas weicher 

Der Handelsstreit zwischen China und den USA bleibt weiter das Top Thema an den Finanzmärkten. Der Welthandel und das Wirtschaftswachstum könnte geschwächt und damit auch die Ölpreise belastet werden. Allerdings darf man auch nicht den Iran vergessen, den US Trump gerne mit neuen Sanktionen belegen würde. Bisher ist aber weder bekannt, ob diese überhaupt kommen und wie diese aussehen können.

Der Markt bewegt sich somit weiter in einem Spannungsfeld aus den möglichen bullishen Konsequenzen aus neuen Sanktionen gegen den Iran sowie den negativen Folgen auf den Welthandel durch den Zwist zwischen China und USA. Dies führt zu der momentan hohen Volatilität an den Märkten, die die Ölpreise immer wieder in die eine oder andere Richtung ausbrechen lassen.

In dieser Woche wird der Fokus einmal mehr auf den US Ölbestandsdaten liegen, aber auch auf die neuen Monatsberichten der EIA, IEA und OPEC.

Bei den Preisen deuten die Vorgaben weiter auf moderate Preisnachlässe. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

06.04.2018

Trump verschärft Ton gegenüber China – Ölpreise geben in der Nacht nach 

Mit den neuen Drohungen Trumps im Handelsstreit rückt dieses Thema wieder in den Fokus des Marktes. Die Meldung kam in der Nacht und hatte zu einem Kursverlust bei den Rohölsorten gesorgt.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet daher den Markt weiterhin, so lange sich die beiden Seiten nicht wieder annähern. Dies drängt momentan andere Faktoren in den Hintergrund, die man allerdings nicht vergessen sollte. Die USA hatte zuletzt auch immer wieder mit neuen Sanktionen gedroht.

Zudem steigen die US Rohölbestände zu dieser Jahreszeit typischer Weise, was bisher noch nicht erfolgte. Dies sei bezeichnend für die Versorgungslage, und sollte sich dies nicht bessern, so besteht die Gefahr eines Preisanstiegs.

Heute Morgen reagiert der Ölmarkt zunächst mit Gewinnmitnahmen auf die Drohungen Trumps. Die Preise bleiben mehrheitlich aber über den Vortagestiefs, sodass sich bislang nur kleinere Preisanpassungen zum Vortag andeuten. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral 

05.04.2018

US Ölbestandsdaten lassen Ölpreise wieder anziehen 

Die Ölvorräte wollen einfach nicht zulegen und sinken von Woche zu Woche. Die Versorgungslage verbessert sich damit nicht, was die Preise weiter stützt. Diese Entwicklung ließ vor allem gestern die Preise steigen, bleibt aber auch mittelfristig ein bullisher Faktor.

Werden die Handelszölle weiter nach oben geschraubt, so wirkt sich dies mittelfristig negativ auf das globale Wirtschaftswachstum aus. Der Markt könnte dann für das Gesamtjahr ein Überangebot aufweisen, was die Lager füllt und die Preise unter Druck hält.

Sollte es zu neuen Sanktionen kommen, besteht die Möglichkeit, dass die Ölexporte sinken und damit die Ölpreise wieder steigen. Trader würden auf neue Vorkommnisse in diese Richtung sicherlich mit der Einpreisung einer Risikoprämie reagieren.

Gestützt von den US Ölbestandsdaten von gestern Nacht, bleiben die Futures in den Morgenstunden auf einem relativ hohen Niveau, verglichen mit den Preisen von gestern Mittag. Dies sorgt bei den Inlandspreisen für moderate Preisaufschläge am Vormittag. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

04.04.2018

Futures bleiben trotz bullisher API Daten relativ niedrig 

Auch wenn die Preise gestern leicht anzogen, so bleiben Sie im Vergleich zu den Jahreshochs von Ende März auf relativ niedrigem Niveau. Die unerwarteten Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen sind tendenziell bullish anzusehen und stützen die Preisniveaus.

Belastend bleibt unterdessen das weiter angespannte Verhältnis zwischen USA und China. Sollten weitere Zölle den Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften eingeführt werden, würde dies das Wachstum beider Länder bremsen und die Ölnachfrage negativ beeinflussen.

Die Geschwindigkeit des Produktionsrückgangs bleibt hoch, was die Versorgungslage negativ beeinflusst. Auf der anderen Seite sollte die US Ölproduktion nach dem kalten Jahresanfang nun kräftig zulegen, darauf deuten zumindest die Erwartungen der Experten und Agenturen hin.

Ansonsten bleibt die Nachrichtenlage auch heute Morgen weiter ruhig. Die Preise bleiben dabei im Vergleich zu gestern Mittag allerdings noch immer auf etwas höherem Niveau, sodass sich Preisaufschläge im Vergleich zum Vortag ergeben. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

 03.04.2018

Ölpreise geben an Ostern spürbar nach 

Die Analysten sehen die Marktlage insgesamt knapper als im letzten Jahr, weshalb die Preisprognosen zuletzt stetig nach oben korrigiert wurden. Dies lässt darauf schliessen, dass sich die Versorgungslage zwar verknappt hat, man im Jahresverlauf jedoch mit einer Besserung rechnet, die sich auch auf die Preise auswirken wird.

Die Förderkürzungen müssen irgendwann zurückgefahren werden, denn der aktuelle Deal läuft nur noch bis Ende des Jahres. Einige Produzenten bauen ihre Produktionskapazität aus und scharren schon mit den Hufen die Investitionen in Erlöse umzusetzen.

Massgeblich für die Nachfrageentwicklung könnte nun sein, wie sich die globale Handelspolitik entwickelt. Ein Handelskrieg, wie ihn einige am Markt fürchten, würde die Nachfrage schwer treffen und wieder mehr für eine Überversorgung sprechen.

Nachdem am langen Osterwochenende eine starke Abwärtsbewegung bei einem extrem geringen Handelsinteresse registriert wurde, steht wohl ein spannender Wochenauftakt ins Haus, der sehr volatil werden könnte. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

29.03.2018

Technische Verkaufssignale – Futures nach Abwärtsbewegung wieder auf Vortagesniveau

Nachdem die Ölbestandsdaten von gestern erneut bullish zu interpretieren waren, blieb eine deutliche Aufwärtsbewegung dennoch aus.

Geht es trotz bullisher Meldungen nicht weiter nach oben, ist dies oft ein Zeichen, dass der Markt etwas überkauft und dann anfällig für eine Korrektur ist. Die gestrige Abwärtsbewegung war dann eine eben solche Korrekturbewegung.

Die Unsicherheit am Markt bleibt groß, denn einige wichtige Aspekte bleiben noch ungeklärt. Auch wenn die bullishen Aspekte für die Ölpreise momentan überwiegen, so sind die meisten Elemente wohl schon eingepreist, weshalb wir einen weiter neutralen Standpunkt einnehmen.

Die Öl Futures sind nach ihrer kurzfristigen Abwärtskorrektur von gestern Abend mittlerweile wieder in etwa auf die Niveaus von gestern Nachmittag zurückgekehrt. Der Euro/Dollar-Kurs bleibt allerdings schwach und verteuert damit die rechnerischen Inlandspreise, sodass sich für den Vormittag leichte Preissteigerungen bei Heizöl, Diesel und Benzin abzeichnen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

28.03.2018

Gewinnmitnahmen: Futures kommen von Vortageshochs zurück

Der Ölmarkt bleibt in einem Spannungsfeld zwischen einer schnell steigenden US Ölförderung und den geopolitischen Risiken um einen (von der USA angezettelten) Handelskrieg sowie möglichen Sanktionen gegen den Iran. Dies sorgt für ein anfälliges Gleichgewicht an den Ölbörsen.

Zuletzt hatten die Annäherungsversuche zwischen China und den USA bei Strafzöllen die Gemüter am Markt etwas beruhigt. Dies stützt die Preise, während diese wiederum die Geschwindigkeit erhöht, in der die US Ölindustrie ihre Förderung steigern kann. Je höher die Preise, desto rentabler werden die Ölquellen, sodass dies dem Aufwärtspotenzial an den Börsen entgegenwirkt. Bei Preisniveaus von über 70 Dollar für Brent sind weitere Preissteigerungen zunehmend schwer umzusetzen, so lange das Ölangebot nicht sinkt.

Dies könnte allerdings durch Sanktionen gegen den Iran geschehen. Die USA hat die Rhetorik gegenüber Teheran verschärft und plant offenbar neue Handelseinschränkungen. Die Verfügbarkeit von Rohöl könnte damit sinken.

Die Preisniveaus bleiben daher weiter unberechenbar und auf hohem Niveau.

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

26.03.2018

Risikoprämie: Rohöl bleibt im Bereich der 3-Jahreshochs

Alle großen Volkswirtschaften der Welt befinden sich im Aufschwung, weshalb Experten in diesem Jahr ihre Konjunkturprognosen nach oben korrigiert haben. Parallel dazu wird auch der Ölverbrauch stärker steigen, was die Preise an den Börsen stützt.

Die US Ölproduktion steigt schneller als erwartet. Ein Großteil des erwarteten Nachfragewachstums kann durch die zusätzlichen Mengen aus den USA in diesem Jahr wohl aufgefangen werden und umso höher die Preise desto mehr Öl ist aus den USA zu erwarten.

In der letzten Woche überwogen die bullishen Meldungen, weshalb die Notierungen derzeit im Bereich von neuen 3-Jahreshochs liegen. Die Höchstwerte aus Januar wurden allerdings nicht ganz erreicht. Der Anstieg in den Morgenstunden ist weniger auf neue bullishe Meldungen als vielmehr auf die neue Rohöl Futures zurückzuführen.

Die Notierungen kommen von den Höchstständen in der Nacht etwas zurück, bleiben im Vergleich zu Freitag allerdings weiter auf relativ hohem Niveau, sodass sich in den Morgenstunden erneute Preissteigerungen zu Freitag andeuten. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral

23.03.2018

Ölpreise ziehen nach Gewinnmitnahmen wieder an 

Der Markt bewegt sich schon seit einigen Wochen in einem Spannungsfeld zwischen Erwartungen eines starken Nachfragewachstums sowie den OPEC Produktionskürzungen auf der einen Seite und einer rasant zunehmenden US Schieferölförderung auf der anderen Seite.

Zusammen mit den Sorgen um US Sanktionen gegen den Iran oder Venezuela, reagierten die Ölpreise daher besonders sensibel auf bullishe Nachrichten.

Die von Trump anvisierten Handelsbarrieren, vor allem gegen China, könnten das globale Wirtschaftswachstum und damit auch die Entwicklung der Ölnachfrage negativ beeinflussen. Dementsprechend hat mit der Unsicherheit auch die Volatilität am Markt zugenommen, was die Preise auch weiter kaum berechenbar macht. 

Die Preisniveaus ziehen in den Morgenstunden zwar an, allerdings liegen diese damit nur etwas höher als die Niveaus von gestern Mittag.  

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

22.03.2018

Preisrallye nach DOE – Deutliche Preissteigerung auch im Inland 

In dieser Woche sind die Meldungen im Markt mehrheitlich bullish, die die Preise nach oben treiben. Die Rallye der letzten beiden Tage ist vor allem das Ergebnis von drei Hauptaspekten, die die Stimmung am Markt entscheidend gedreht hat;

Sanktionen gegen den Iran werden befürchtet, die das Ölangebot sinken lassen könnten. Venezuelas Ölindustrie steht vor dem Kollaps, sodass auch hier die Produktion entscheidend sinken könnte. Zeitgleich denkt die OPEC über eine Verlängerung der Produktionskürzungen nach, während die Bestände in den USA und den OECD Ländern sinken und damit anzeigen, dass die Marktlage bereits deutlich knapper geworden ist.

Zwar ist der Markt nun noch längst nicht ausschließlich bullish, denn schließlich deutet sich in der US Schieferölindustrie ein neuer Boom an, mit dem der Weltmarkt im Gesamtjahr 2018 überversorgt werden könnte. Doch sollte es Probleme in Venezuela oder Iran geben, würde sich die Balance entscheidend ändern.

Mit dem Preissprung gestern, deuten sich heute weitere Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

20.03.2018

Ölpreis nach turbulentem Wochenauftakt auf hohem Niveau 

In den letzten 4,5 Wochen hielt sich WTI in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Diese abwartende Haltung zeigt die Unsicherheit der Marktteilnehmer bezüglich der kommenden Markt- und Preisentwicklung, da man letztlich nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden will.

Es gibt derzeit gute Argumente für eine Preisentwicklung nach oben sowie auch gute Gründe, mit denen man für fallende Ölpreise argumentieren könnte. Bei den US Ölbeständen werden nun langsam Aufbauten bei Rohöl erwartet.

Analysten jedoch schätzen das Risiko einer Aufwärtsbewegung der Preise derzeit etwas höher ein. Dabei ist vor allem den Faktor Venezuela, dessen Ölproduktion dramatisch schnell sinkt, massgebend. Ebenfalls im Blickpunkt: ein möglicher Wechsel der Außenpolitik gegenüber dem Iran, was zum Einpreisen einer Risikoprämie führen könnte.

Der Markt steht somit vor diversen Unsicherheiten. Dennoch bleibt der Markt vorerst wohl weiter volatil, bis sich abzeichnet, welche der gegenläufigen Einflussfaktoren überwiegen wird.

Aktuell bleiben die Ölpreise an ICE und NYMEX weiter auf hohem Niveau  

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral

19.03.2018

Futures nach technischer Reaktion fester – Spannungen im Nahen Osten 

Die Stimmung am Markt bleibe weiterhin sehr bullish. Das Marktumfeld sei allerdings längst nicht unbedingt bullish einzustufen, und dies liege nicht ausschließlich an dem erwarteten Produktionsschub der US Schieferölindustrie. Der geplante Börsengang des weltweit größten Ölförderunternehmens gilt mit als einer der Hauptgründe, weshalb Saudi-Arabien sich so vehement für die Produktionskürzungen einsetzt. Je höher der Ölpreis, desto höher der Erlös beim Börsengang. Momentan konzentriert sich der Markt allerdings mehr auf die US Schieferölproduktion und die daraus resultierende Entwicklung des Marktgleichgewichts.

Auch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten sich im Laufe des Jahres zuspitzen, sollten die Sanktionen tatsächlich wieder verschärft werden. Die Ölpreise reagierten bereits in der letzten Woche bullish auf diese Entwicklung und zogen vor allem am Freitag spürbar an. Nach dem Preissprung verbleiben die Futures heute Morgen erst einmal auf hohem Niveau und für heute deuten sich deutliche Preisaufschläge an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

16.03.2018

Handelsspanne spitzt sich weiter zu – Charttechnische Dreiecke haben weiter Bestand 

Die OPEC hatte die US Ölförderung 2018 in ihrem Monatsreport am Mittwoch nach oben korrigiert, gestern folgte dann auch die IEA. Die Experten gehen davon aus, dass das Ölangebot der Nicht-OPEC Länder in diesem Jahr zulegen wird und damit das Nachfragewachstum deutlich übertreffen werde. Die Versorgungslage wird sich damit zwangsläufig im Vergleich zum Vorjahr verbessern.

Die Signale, die in dieser Woche in den Markt kamen, sind damit wenig eindeutig. Auf der einen Seite steigt das Angebot mit der US Schieferölförderung rasant, auf der anderen Seite wird aber auch die Ölnachfrage sehr hoch eingeschätzt. Venezuela und die Spannungen mit Russland bringen Unsicherheiten in den Markt.

Wenig verwunderlich also, dass sich die Ölpreise momentan in einer engen Handelsspanne bewegen. Oft ist dies aber auch die Ruhe vor dem Sturm.

Für Heute deuten sich demnach leichte Preisaufschläge zum Vortag an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

15.03.2018

Ölpreise nach OPEC und DOE volatil aber ohne klare Richtung 

Die EIA sieht ein starkes Produktionswachstum der US Schieferölindustrie im laufenden Jahr und auch die OPEC kommt mittlerweile nicht mehr umhin dieses Potenzial anzuerkennen. Damit gesteht man erstmals ein, dass das Produktionswachstum außerhalb des Kartells in 2018 stärker wachsen wird als die Nachfrage.

Damit hat die OPEC aber eventuell noch immer nicht das gesamte Potenzial des der Schieferölindustrie berücksichtigt und könnte in den kommenden Monaten noch einmal gezwungen sein die Einschätzung nachbessern zu müssen.

Nach dem OPEC Bericht von gestern stellt sich die Versorgungslage im laufenden Jahr tendenziell wieder etwas besser dar. Auch die stark gesunkenen US Produktbestände haben einen stützenden Einfluss, mit dem der bearishe Aspekt der Rohölaufbauten kompensiert wird.

Die Ölpreise dürften in der zweiten Wochenhälfte weiter volatil bleiben, während man heute auf den IEA Bericht wartet. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

Öl-Futures volatil, letztlich aber wenig verändert – US Ölbestände im Blickpunkt 

In den USA rechnet man eigentlich mit klar steigenden Rohölbeständen. Insbesondere in Cushing soll die Serie der Abbauten endlich ein Ende finden und die Verfügbarkeit wieder steigen. Die US Ölbestandsdaten des API sind in Anbetracht dieser Erwartungen eher enttäuschend zu sehen und stützen die Ölpreise leicht. Zumindest haben die Zahlen von gestern Nacht die Abwärtspotenziale deutlich beschnitten.

Die schnell zunehmende US Schieferölförderung ist für Experten auch der Hauptgrund, weshalb es für die Ölpreise eigentlich nicht möglich sei deutlich zu steigen. US Ölproduzenten sichern ihre Fördermengen zunehmend ab, darauf deutet die umfangreiche Hedging Aktivität hin.

Generell ist die Unsicherheit am Markt gestiegen, sodass die Volatilität zur Wochenmitte zunehmen dürfte. Der Markt könnte dafür auf globaler Ebene ab kommenden Monat wieder überversorgt sein, so zumindest die Erwartung der EIA.

Die Ölpreise an den Börsen bleiben insgesamt in etwa auf dem Niveau von gestern. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish

13.03.2018

Futures vor US Ölbeständen mit Abwärtspotenzial – US Ölförderung nimmt weiter zu 

Die OPEC bleibt intern offenbar gespalten, was das Potenzial der USA angeht. Dieses hatte das Kartell allerdings in den letzten Jahren bereits schon einmal unterschätzt. Die Uneinigkeit über einen angemessenen Rohölpreis ist etwas, dass die Preise belasten kann, denn ein dauerhaft funktionierendes Abkommen zur Reduktion der Ölförderung kann nur bei Einigkeit Bestand haben.

Der neue Bericht der EIA zeigt, dass sich die US Ölförderung weiter im Aufwind befindet. Auch die Anzahl der Ölquellen, die die US Unternehmen auf Reserve gebohrt haben und deren Förderung binnen weniger Monate hochgefahren werden kann, dürften größere Preisanstiege auf absehbare Zeit wohl verhindern.

Bei den wöchentlichen Bestandsdaten des DOE wird es diese Woche vor allem bei den Rohölvorräten interessant. Sollte sich dies bestätigen, könnte dies ein Trendwechsel bei der US Bestandsentwicklung einleiten und die Ölpreise unter Druck setzen.

Beim rechnerischen Preisniveau sind daher mit Preissenkungen im Vergleich zu gestern zu rechnen. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral 

12.03.2018

Ölpreise zum Wochenauftakt fester – Anzahl US Ölbohranlagen gesunken 

Die Abhängigkeit der Ölbörsen von den Aktienmärkten bleibt weiterhin bestehen. Ziehen die Aktien an, so deutet dies auf eine gute Konjunktur und ein hohes Wirtschaftswachstum hin, mit dem auch der Ölbedarf steigt. Dieser Effekt zeigte sich erneut am Freitag und hängt auch mit der momentan noch knappen Versorgungslage zusammen.

Indizien zum Nachfragewachstum werden daher genauso beobachtet wie Anzeichen, ob und wie schnell die Ölproduktion, speziell die der USA, zulegen kann. In welche Richtung das Pendel letztlich ausschlage wird, muss die Zeit zeigen.

Für Entspannung am Markt könnte die Wiederinbetriebnahme des libyschen Ölfelds sorgen, mit dem das Land seine Produktion wieder steigern kann. Stützend hingegen dürften der Rückgang der US Ölbohranlagen sowie die positive Entwicklung der Aktienmärkte sein.

Für Heute deuten sich zu Freitag erst einmal Preisaufschläge an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish 

09.03.2018

Preise geben nach: Verkauf von Strategischen Reserven und höhere US Ölbestände 

Das Produktionsniveau der USA ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen und wird auch weiter anziehen. Die erwarteten zusätzlichen Mengen lassen daher kaum Spielräume für starke Aufwärtsbewegungen zu, solange sich keine größeren Ausfälle bei der Ölförderung ergeben. Auch wenn die OPEC die Produktionskürzungen weiter aufrechterhält und den Markt damit künstlich verknappt, so erwartet die EIA in den kommenden Monaten die Rückkehr zu einer globalen Überversorgung.

Sollten die Rohölpreise für Futures mit einer kürzeren Laufzeit irgendwann günstiger werden als solche mit einer längeren Laufzeit, ist dies für Börsianer in der Regel ein Zeichen für eine Preisschwäche.

Auch Trumps Strafzölle gingen am Markt weitestgehend spurlos vorüber, da man die Unterzeichnung am Markt schon eingepreist hatte.

In der Gesamtkonstellation ist der Markt anfällig für Abwärtsbewegungen. Zusammen mit dem gestiegenen Dollar-Kurs, ergibt sich heute Morgen geringfügiges Aufwärtspotenzial. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral bis bearish 

08.03.2018

Trump’s Strafzölle könnten Turbulenzen an den Börsen auslösen… 

Die gestrigen DOE US Bestandsdaten sind unterm Strich weniger bearish als erwartet. Die gestiegene Nachfrage und geringen Aufbauten bei Rohöl hatten auf den ersten Blick enttäuscht und die Preise gestützt. Der Bericht ist daher eher als neutral zu bewerten.

In dieser Woche hat sich gezeigt, dass die Analysten das US Ölproduktionswachstum weiter sehr stark einschätzen und die Produktionsprognosen für die kommenden Monate nach oben angepasst haben. Ein steigendes Ölangebot hält die Aufwärtsbewegungen in Schach, während die Produktionskürzungen der OPEC die Preise stützen. Je nachdem wie sich die Marktlage in den kommenden Monaten entwickelt, könnten die Preise tendenziell nachgeben oder sich weiter auf hohem Niveau stabilisieren.

Falls Trump heute die angekündigten Strafzölle unterschreibt, könnte das zu Turbulenzen an den Finanzmärkten und damit auch an den Ölbörsen zu einer erhöhten Volatilität führen.  

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral  

07.03.2018

Ölpreise geben mit US Bestandsdaten nach 

Der gesamte Markt bewegt sich seit Woche in einem Spannungsfeld aus den bullishen Produktionskürzungen der OPEC und dem erwarteten Ölboom der US Schieferölindustrie. Der Markt ist derzeit leicht unterversorgt. Auf das gesamte Jahr 2018 gerechnet wird nun eine Überproduktion von +0,42 Mio. B/T erwartet, was mehr als in 2016 ist.

Dennoch sind die Korrekturen im Monatsbericht der EIA eher gering, sodass die Experten ihre Preisprognosen im Großen und Ganzen unverändert beließen.

Aber auch die Aktienmärkte und die Situation um die angedachten Strafzölle der USA haben Einfluss auf die Preisniveaus. Die Befürchtung ist, dass ein Handelskrieg das Wirtschaftswachstum und damit die Ölnachfrage ausbremst, sodass nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch die Ölbörsen mit diesen Meldungen nachgeben.

Für Heute deuten sich bereits moderate Preisnachlässe zum Vortag an. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse neutral  

05.03.2018

Fester Wochenstart – Libysche Ölproduktion gesunken 

Laut der EIA war der Februar 2018 der Monat, der in diesem Jahr die größte Unterversorgung aufweist. Im März soll das Angebot noch einmal geringer als die Nachfrage ausfallen, bevor sich ab April wieder eine Überversorgung etablieren soll. Die Unterversorgung hatte die Ölpreise in den letzten Wochen und Monaten kräftig gestützt.

Mit Blick auf die mittelfristige Entspannung der Marktlage und dem erwarteten Produktionsschub der US Schieferölindustrie, könnten nun auch die Preise in den kommenden Wochen wieder von ihren relativ hohen Niveaus zurückkommen. Kurzfristig stützen aber die Produktionsausfälle in Libyen, mit denen die Marktlage erst einmal weiter knapp bleibt.

Nach dem Preissprung vom Freitag bleiben die Rohölpreise heute Morgen zunächst auf hohem Niveau, sodass sich unterm Strich Preisanhebungen zu Freitag abzeichnen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral  

02.03.2018

OPEC Produktion gesunken – Futures erholen sich von 2-Wochentiefs 

Die gestiegenen US Ölbestände haben den Markt in dieser Woche deutlich unter Druck gesetzt. Die Zahlen vom Mittwoch haben den Markt allerdings nicht nur fundamental unter Druck gebracht, auch charttechnisch hatten sich mit der neuen Entwicklung Verkaufssignale ergeben.

Zur Wochenmitte wechselte die Stimmung am Markt daher deutlich von bullish auf bearish, sodass die Preise auch gestern erneut fielen. Während man in den USA mit einer höheren Produktion und steigenden Rohölbeständen rechnet, deutet sich bei der OPEC weiter eine sinkende Förderung ab.

Die sinkende Verfügbarkeit, bei einer im Februar und März angenommenen Unterversorgung, limitiert momentan das Potenzial für Gewinnmitnahmen.

Der Markt bleibt damit weiter in einem Spannungsfeld aus einem erwarteten Produktionsboom in den USA und einer abnehmenden Förderung der OPEC Länder.

Rechnerisch deuten sich unterm Strich noch einmal Preissenkungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish  

01.03.2018

Preiseinbruch nach bearshen US Ölbestandsdaten 

Die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern sind durch und durch bearish. Bis auf die Bestandszunahme bei Destillaten sprach eigentlich alles für eine nachgebende Reaktion, die sich auch entsprechend schnell einstellte. Im Frühjahr nehmen die US Ölvorräte für gewöhnlich zu und bilden ein Polster für die starke Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte.

In Cushing, Oklahoma, bleiben die Vorräte ihrem Trend treu und sinken weiter. Was in Cushing fehlt, ist also zu einem Grossteil anderer Orts eingelagert, weshalb die Lage zwar angespannt, aber nicht hoch dramatisch ist.

Immer wieder schwankende Einschätzungen und Zahlen werden die Preise 2018 potenziell weiter volatil halten, denn die Versorgungslage ist relativ knapp. Schon kleine Veränderungen und Abweichungen können darüber entscheiden, ob der Markt über- oder unterversorgt sein wird.

Nach den starken Kursverlusten an den Ölbörsen bleiben die Notierungen zunächst auf niedrigem Niveau. Gegenbewegungen sind eventuell möglich, allerdings deuten sich mit dem Einbruch Preisnachlässe an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish  

28.02.2018

Fester Dollar lässt Ölpreise fallen – Einfluss auf Inlandspreise verhalten 

Die enge Verbindung zwischen Aktienmärkten, Devisenhandel und Ölbörsen bleibt weiterhin bestehen. Diese ergibt sich vor allem in Zeiten, wenn das Angebot knapp ist und man nach Indikatoren für die Nachfrageentwicklung sucht. Und momentan bleibt die Versorgungslage im Vergleich zu den letzten Jahren knapp.

Die Kürzungen der OPEC und die Produktionsausfälle in Libyen, halten die Ölpreise relativ hoch. Die Erwartung einer stark zunehmenden US Ölförderung und eine Rückkehr der Überversorgung hält die Preise allerdings in Schach, während der feste Dollar und weichen Aktienmärkte gestern Abend und heute Morgen belasten.

Die Ein- und Ausfuhren von Rohöl und Produkten werden an der US Golfküste durch starken Nebel in diesem Februar stark behindert. Daher kann es bei den wöchentlichen Zahlen immer wieder zu größeren Schwankungen und Verzerrungen kommen.

Bei Heizöl, Diesel und Benzin deuten sich leichte Preissenkungen zum Vortag an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish  

27.02.2018

Bullishe Meldungen prägen zurzeit die Ölpreisentwicklung 

Mit dem gestrigen erneuten Preisanstieg stieg der Gasoilpreis um 9,5% innerhalb von 2 Wochen. Höhere Ölpreise, technologischer Fortschritt, lassen die Erschließungs- und Förderkosten für Rohöl sinken und machen auch die Rohölproduktion in der Nordsee wieder rentabel. Norwegen will die Produktion in der Nordsee verdoppeln. In Großbritannien dürfte die Ölförderung im Laufe des Jahres erstmals seit 2011 wieder auf mehr als 1 Mio. B/T steigen. Dies könnte dazu führen, dass Großbritannien wieder mehr Rohöl exportiert als importiert, was seit 2004 nicht mehr vorkam. Die OPEC hält an ihren Produktionskürzungen bis Ende des Jahres fest und das Unterangebot bleibt am Markt zunächst bestehen. Das Force Majeure auf libysche Exporte vom Mellitah Hafen nimmt noch einmal etwa 70.000 B/T vom Markt (Produktion am El Feel Ölfeld unterbrochen), während die Ölbestände in den USA zuletzt abnahmen. Trader warten auf die US Ölbestandsdaten, die zur Wochenmitte wieder auf der Agenda stehen. Eigentlich rechnet man zu dieser Jahreszeit mit Aufbauten bei Rohöl, doch die blieben bisher aus. Die Vorräte sind sogar unter das fünf Jahre Durchschnittsniveau gesunken. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

26.02.2018

Aufwärtsbewegung wurde fortgesetzt – Produktion in Libyen unterbrochen 

Die Versorgungslage am globalen Ölmarkt ist im Februar und auch noch im März relativ knapp. Ausfälle sind daher sofort spürbar, weshalb der Rückgang der Produktion in Libyen auch sofort mit einer Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen quittiert wurde. Die Preissteigerungen vom Freitag und in den frühen Morgenstunden heute sind in erster Linie hiermit in Verbindung zu bringen, aber auch die Aktienmarktentwicklung motiviert zu Käufen.

Langfristig ist allerdings noch offen, ob der Markt so knapp bleibt wie bisher. Nachfrage- und Angebotsentwicklung können nie mit abschließender Sicherheit prognostiziert werden. Es wird sicherlich noch einige Wochen dauern, bis man diesbezüglich klarer sieht, wobei die US Ölbestandsdaten weiter als wöchentlicher Gradmesser herangezogen werden.

Im Vergleich zu Freitag ergibt dies für die Ölpreise wieder erneute Preissteigerungen. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish  

23.02.2018

Rallye nach bullishen Bestandsdaten – Preise zogen in der Nacht an 

In dieser Woche bleibt die Nachrichtenlage weiterhin dünn und so blickte gestern alles auf die US Ölbestandsdaten. Wegen Nebels an der US Golfküste kam es zu Problemen bei den Importen und Exporten von Rohöl. Diese werden zum Teil für die großen Verschiebungen bei den US Rohölbeständen verantwortlich gemacht. Dennoch bleiben die gemeldeten Abbauten bei Rohöl bullish. Hinzu kommt die weiter sehr robuste Nachfrage.

Was Bestandsaufbauten derzeit verhindert, ist die anhaltende Backwardation Konstellation. Daher ist es für Marktteilnehmer nicht wirtschaftlich den künftigen Bedarf am Spotmarkt einzukaufen und einzulagern.

Die Konstellation ist daher kurzfristig also tendenziell bullish, zumal der Markt in diesem und kommenden Monat noch unterversorgt bleiben wird. Danach könnte sich eine preisliche Entspannung ergeben.

Durch die US Ölbestandsdaten gestern haben die Futures angezogen und blieben in der Nacht auf ihren 2-Wochenhochs, sodass heute mit Preisaufschlägen zum Vortag zu rechnen ist. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral  

22.02.2018

Ölpreise vor DOE Bestandsdaten nahezu unverändert 

Die Stimmung an den Ölbörsen in London und New York hat sich in den letzten Tagen kaum verändert. Auf der einen Seite steht die OPEC mit den Produktionskürzungen, auf der anderen Seite stehen die USA, von der ein rasant wachsendes Produktionswachstum in diesem Jahr erwartet wird.

Momentan ist der Markt unterversorgt und wird dies vermutlich auch noch im März bleiben. Dann könnte sich aber wieder eine Überversorgung ergeben, die womöglich die gesamte zweite Jahreshälfte anhält. Kurzfristig werden die Ölpreise daher von der knappen Marktlage gestützt, während der mittel- bis langfristige Ausblick das Aufwärtspotenzial deckelt.

In der Nacht war das Sitzungsprotokoll des FOMC Thema am Markt. Die US Notenbänker hatten sich beim letzten Meeting für weitere Anhebungen der Zinsniveaus ausgesprochen. Dies drückte Aktienmärkte und stützte den Dollar.

Unterm Strich ergeben sich daraus leichte Preissteigerungen zum Vortag. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

20.02.2018

Futures geben vor US Bestandsdaten nach 

Die Ölpreise wurden zuletzt von den Kommentaren rund um die OPEC gestützt, die eine Verlängerung der Kooperation mit den Nicht-OPEC Ländern anstrebt. Das Angebot soll auch bei Erreichen der Zielvorgaben bis Jahresende weiter andauern, da man ab dem zweiten Quartal mit einer Rückkehr der Überversorgung rechnet, wenn die US Ölförderung zulegen wird.

Die IEA rechnet damit, dass das Ölangebot 2018 stärker als die Nachfrage wachsen wird. Man warnte daher zuletzt vor einem möglichen Preiseinbruch im Laufe des Jahres. Andere Experten sind allerdings anderer Ansicht. Die Einschätzungen bezüglich der kommenden Entwicklung gehen somit noch immer weit auseinander, was die Volatilität an den Börsen dieses Jahr hoch halten könnte.

Mit der Abwärtsbewegung an der ICE wären Preisnachlässe eigentlich möglich, doch mit dem stärkeren Dollar-Kurs gibt es kaum Spielräume zum Vortag. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

19.02.2018

Preisanstieg am frühen Morgen – Futures ziehen mit Aktienmärkten an 

Der Preiseinbruch ebbte letzte Woche ab. Die US Rohölbestände waren nicht so deutlich gestiegen wie erhofft, die Gesamtbestände über alle Produkte hinweg nahmen sogar wieder ab. In Cushing, Oklahoma, dem größten Rohöllager fielen die Vorräte sogar auf ein drei Jahrestief. Dies bereitet einigen Marktteilnehmern Sorgen, ist dies doch ein Zeichen für eine knappe Versorgungslage, während die US Rohölförderung doch eigentlich stark steigt.

Das Produktionswachstum der USA hat natürlich einen bearishen Effekt auf die Ölpreise, der allerdings mittel- bis langfristig einzuschätzen ist.

Laut EIA ist im Februar und März noch mit einem Angebotsdefizit zu rechnen, dass sich ab April dann allerdings in eine erneute Überversorgung wandeln wird. Je näher man diesem Wechsel kommt, desto stärker dürften dann auch die bearishen Faktoren an Einfluss gewinnen.

Heute ist mit einem dünnen Handel zu rechnen, da in den USA der Presidents Day gefeiert wird. Für heute Morgen ergibt dies deutliche Preissteigerungen zu Freitag. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish 

16.02.2018

Preise ziehen in der Nacht erneut an 

Nach dem Preisrutsch der letzten 1,5 Wochen präsentieren sich die Notierungen an den Ölbörsen weiterhin volatil. Der Ausblick eines starken Wirtschaftswachstums führt auch zur Erwartung einer höheren Ölnachfrage im laufenden Jahr. Gerade in China und Indien zeigte sich im letzten Monat ein starker Nachfragezuwachs. Die weltweiten Bestände sinken noch immer, da im Februar und März weiter mit einem globalen Angebotsdefizit gerechnet wird.

Dieser grundsätzlich stützende Einfluss steht allerdings im Spannungsfeld mit dem erwarteten Boom der Ölproduktion. Vor allem aus den USA wird ein großer Zuwachs erwartet, der den Markt ab dem zweiten Quartal wieder in eine Überversorgung kippen lassen könnte. Der Markt bewegt sich daher in einem Spannungsfeld aus klar bullishen und bearishen Faktoren, was zu einer erhöhten Volatilität führt. Nun gilt es aber abzuwägen, wie schnell sich die Konstellation ändert und der erwartete Angebotsboom die Vorräte dauerhaft steigen lässt.

Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisniveaus zu gestern Vormittag nur kleine Veränderungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish 

12.02.2018

Ölpreis: letzte Woche stärkster Verlust der letzten 2 Jahre 

Am Jahresanfang hatten noch sinkende US Ölbestände, starke Wirtschaftsprognosen, Produktionsausfälle, kalte Temperaturen in den USA sowie geopolitische Spannungen die Preise auf immer neue Langzeithochs getrieben. Der Markt wies klare Anzeichen einer Überhitzung auf, während spekulative Trader mit Rekordpositionen auf immer weiter steigende Preise gesetzt hatten. Doch diese Blase ist vergangene Woche geplatzt. Lange waren sich die Experten unsicher, ob sich im Laufe des Jahres eine Über- oder Unterversorgung ergeben wird. Das Nachfragewachstum wird als sehr stark eingeschätzt, weshalb einige mit einer knappen Marktlage rechneten und so höhere Ölpreise rechtfertigten. Im Februar und März soll es laut EIA auch noch ein Angebotsdefizit geben, bevor der Markt wieder überversorgt wird. Mit den neuesten Daten, insbesondere auch mit dem starken Anstieg bei der Anzahl der US Ölbohranlagen (auf 791), scheint das Pendel für das Gesamtjahr nun aber für Angebotsüberschuss auszuschlagen. Meist sind es mehrere Faktoren die eine derart starke Korrektur am Markt sorgen. Trader liquidieren daher massenhaft Long-Positionen, mit denen sie zuvor auf steigende Preise setzten, weshalb der Verkaufsdruck derart stark zugenommen hat und den Markt in Atem hält. 

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral  

08.02.2018

Sinkender Ölpreis aufgrund steigender Ölbestände 

Die Aktienbörsen erholten sich gestern leicht, während die Ölbörsen am Abend regelrecht einbrachen. Steigende Rohöl, Destillat- und Benzinbestände bei einer gleichzeitig höheren Ölproduktion sorgten für umfangreiche Gewinnmitnahmen. Spekulative Marktteilnehmer die bisher auf steigende Preise gesetzt haben verkaufen ihre Long Positionen um Gewinnmitnahmen zu tätigen. Wenn wenn alle Trader gleichzeitig ihre Long-Positionen verkaufen, kann dies an den Börsen einen grossen Verkaufsdruck auslösen. Gesten kam es zu einer Störung an der wichtigen Forties Pipeline. Die Belieferung der Kinneil Raffinerie wurde durch ein geschlossenes Ventil gestoppt, was zur Abschaltung des gesamten Pipeline Systems führte. Laut einem Statement des Unternehmens sei das Problem aber bereits gestern Abend identifiziert worden, sodass ein Restart in der Nacht angepeilt wurde. Bisher gibt es kein weiteres Update zum aktuellen Status. Sollte der Restart missglücken, dürfte dies die Ölpreise an den Börsen stützen. 

Fundamental bearish                        Chartanalyse neutral bis bearish 

07.02.2018

Aktienmarkt beeinflusst den Ölpreis 

Wegen des Einbruchs des Dow Jones, zogen sich Trader aus risikoreicheren Anlageklassen auf breiter Front zurück und flüchteten in sogenannte sichere Häfen. Anleihen und der Schweizer Franken waren im Gegenzug daher gefragte Anlageklassen. Die gestrigen Gewinnmitnahmen schwappten auf die Ölbörsen über, die damit ebenfalls unter Druck kamen. Die Abwärtskorrektur an den Aktienmärkten könnte nun eventuell dazu führen, dass eine kleine Blase platzt und weitere Gewinnmitnahmen an den Ölbörsen folgen. Die EIA rechnet im Februar und im März noch mit einer Unterversorgung. Die US- Ölförderung könnte den Markt jedoch schnell wieder in eine Überversorgung kippen. Saudi-Arabien senkt die Rohölpreise für die März Lieferungen. Die Börsianer werden nun den im Moment unberechenbaren Aktienmarkt so wie auch die Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation beobachten.  

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral bis bearish 

06.02.2018

Aktienmarkt beeinflusst den Ölpreis 

Wegen des Einbruchs des Dow Jones, zogen sich Trader aus risikoreicheren Anlageklassen auf breiter Front zurück und flüchteten in sogenannte sichere Häfen. Anleihen und der Schweizer Franken waren im Gegenzug daher gefragte Anlageklassen. Die gestrigen Gewinnmitnahmen schwappten auf die Ölbörsen über, die damit ebenfalls unter Druck kamen. Die Abwärtskorrektur an den Aktienmärkten könnte nun eventuell dazu führen, dass eine kleine Blase platzt und weitere Gewinnmitnahmen an den Ölbörsen folgen. Die EIA rechnet im Februar und im März noch mit einer Unterversorgung. Die US- Ölförderung könnte den Markt jedoch schnell wieder in eine Überversorgung kippen. Saudi-Arabien senkt die Rohölpreise für die März Lieferungen. Die Börsianer werden nun den im Moment unberechenbaren Aktienmarkt so wie auch die Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation beobachten.  

Fundamental neutral bis bearish    Chartanalyse neutral bis bearish

05.02.2018

Der Ölpreis startet weicher in die neue Woche 

Die positiven US Arbeitsmarktdaten werteten den US Dollar auf was das international in Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA teurer machte, sodass an der Börse Gewinne mitgenommen wurden. Die Anzahl der US- Ölbohranlagen kletterte um 6 neue, auf nun insgesamt 765. Damit liegt der Wert nur noch drei unterhalb des Vorjahreshochs, das mit 768 im August erzielt wurde. Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen gilt als Richtwert für das zu erwartende US Ölproduktionswachstum. Nach dem Bohren einer Ölquelle dauert es allerdings etwa 6 bis 9 Monate, bis diese tatsächlich fertig erschlossen ist und Öl liefert. Der iranische Ölminister hat am Sonntag in einem Interview betont, dass das Land die Ölproduktion binnen 5 bis 6 Tagen um 100.000 B/TT steigern könne, falls die Produktionskürzung beendet würde. Derzeit stützen die niedrigen Bestände den Ölpreis. 

Fundamental neutral         Chartanalyse neutral bis bearish 

02.02.2018

3-Jahreshochs wieder in Reichweite – Goldman sieht Aufwärtspotenzial 

Kurzfristig dürfte die Versorgungslage weiterhin knapp bleiben. Auf Grund dieser Marktlage bleiben starke Preiskorrekturen nach unten vorerst aus. Erst im Laufe des Jahres scheint es, angesichts der Versorgungsprognose, wieder Abwärtspotenzial zu geben. Die meisten Analysten sehen die Preisniveaus in der zweiten Jahreshälfte daher weicher.

So auch die Experten von Goldman Sachs, die erst gestern ihre Prognosen neu angepasst haben. Dabei haben diese allerdings den Durchschnittspreis für Brent für die nahe Zukunft deutlich nach oben korrigiert, und tragen so der knappen Marktlage Rechnung.

Auch wenn man im Jahresverlauf mit einer Rückkehr der Überversorgung rechnet und die USA ihre Ölproduktion weiter stark steigern wird, so sind die niedrigen Bestände derzeit ein Problem, das Abwärtsbewegungen einschränkt. Hinzu kommt, dass mit der momentanen Backwardation Konstellation die Lagerhaltung aus monetärer Sicht schlicht unattraktiv geworden ist.

Die Futures zogen gestern Abend zwar an. Der schwächere Dollar-Kurs wirkt dem allerdings entgegen, sodass die Preissteigerungen sehr gering ausfallen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bullish 

01.02.2018

Ölpreise nach DOE fester - USA fördern mehr als 10 Mio. B/T 

Auch wenn die US Rohölbestände nun nicht mehr sinken, so geben die Preise nicht besonders stark nach. Momentan ist die Nachfrage noch ungewöhnlich stark und im Referenzlager für WTI, haben die Vorräte erneut deutlich abgenommen.

Die EIA geht zudem davon aus, dass es im Februar noch zu einem Angebotsdefizit kommen wird, bevor der Markt wieder in eine Überversorgung wechselt. Bearish ist im jeden Fall allerdings, dass die USA nun Saudi-Arabien als zweitgrößten Ölproduzenten abgelöst hat und bereits im November mehr als 10 Mio. B/T gefördert hatte.

Das bullishe Momentum, das in den letzten Monaten beobachtet werden konnte, gehe nun langsam aber sicher die Luft aus, so der Tenor einiger Experten.

Trotz allem starten die Futures mit einer festen Tendenz und so zeichnen sich bei den rechnerischen Inlandspreisen Preisanpassungen nach oben an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral  

31.01.2018

Schwache Aktienmärkte und Bestandsaufbauten belasten die Ölpreise 

Die Aktienmärkte leiden diese Woche unter deutlichen Gewinnmitnahmen. Die Verluste an den Aktienmärkte haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Ölpreise, allerdings sind sie Spiegelbild der Weltkonjunktur. Da Ölnachfrage immer eng mit dem Wirtschaftswachstum verbunden ist, übertragen sich die Vorsicht und die Gewinnmitnahmen der Finanzmärkte auch auf die Preise.

Bei den Tradern an den Ölbörsen trifft dies diese Woche auf die Erwartung steigender Ölbestände, die Zunahme der aktiven US Ölbohranlagen und auf die Ankündigung von Ölunternehmen die Investitionen in die Ölproduktion wieder zu steigern. Schon bald soll die US Ölförderung daher die magische 10 Mio. B/T Marke überschreiten.

Unter der gegebenen Konstellation ist die bisher bullishe Stimmung vom Jahresauftakt angeschlagen und in den letzten 60 Tagen ist der Ölpreis um etwa 10 Dollar gestiegen, sodass die aktuelle Konstellation der Beginn einer möglichen Korrektur sein könnte.

Für heute zeichnet sich wieder Potenzial für Preissenkungen an. 

Fundamental neutral bis bearish                   Chartanalyse bearish  

30.01.2018

Gewinnmitnahmen und charttechnische Verkaufssignale 

Allgemein gilt der Markt als überhitzt und die Preisniveaus für zu hoch. Die stetig sinkenden Ölvorräte in den USA sind zwar ein Zeichen der knappen Verfügbarkeit, aber Experten wissen auch, dass sich die Vorräte saisonal bald wieder erholen sollten. Wenn Raffinerien mit Wartungsarbeiten beginnen, nimmt der Bedarf in der Regel ab. Die Gefahr eines Preisrutsches, durch eine Welle von technischen Liquidationen, hat also zugenommen.

Der Markt sei aktuell anfällig für Abwärtsbewegungen. Die hohen Preisniveaus machen Investitionen in die Ölförderung außerhalb der OPEC zunehmend rentabel, sodass das Ölangebot mittel- bis langfristig kräftig steigen könnte. Die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen stieg in der vergangenen Woche erneut und liegt damit nur noch knapp unter dem Höchstwert aus 2017.

ExxonMobil hat eine kräftige Investitionssteigerung angekündigt und der Ausbau der Ölproduktion wird vorangetrieben.

Der Euro/Dollar-Kurs zeigt keine deutliche Bewegung, sodass bei den Inlandspreisen unterm Strich mit Preisabschlägen zu rechnen ist. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish  

29.01.2018

Ölpreise bleiben weiter auf Langzeithochs 

Der weiche US Währung verbilligt das in Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA. Dies stützt die Preise, da das Kaufinteresse zunimmt, bzw. hoch bleibt.

Vor allem bei den spekulativen Netto-Long-Positionen für Brent und WTI ist dies zu beobachten. Bei beiden Rohölsorten werden die Rekordhochs immer weiter ausgebaut, was die Preise nach oben treibt. Die Position spiegelt wider, in welchem Verhältnis sich Long-Positionen (Wetten auf steigende Preise) zu Short-Positionen (Wetten auf fallende Preise) befinden.

Sobald die Preise nicht weiter steigen, werden Trader Gewinne aus Long-Positionen mitnehmen, was dann zu einer Kettenreaktion von automatischen Verkäufen führen kann. Sollte der Markt einen Richtungswechsel vornehmen, könnte dies die Bewegung schnell beschleunigen.

Die gestiegene Anzahl der US Ölbohranlagen in den Bereich eines Langzeithochs dämpft die Preisbewegungen nach oben etwas aus, deutet dies doch eine höhere Aktivität in der US Ölindustrie an.

Für heute deuten sich mit der festen Tendenz rechnerische Aufwärtsspielräume an. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral  

26.01.2018

Fester Dollar löst Gewinnmitnahmen an Ölbörsen aus 

Der US Dollar hat zuletzt wieder spürbar an Einfluss am Ölmarkt gewonnen. Dieses Phänomen wurde gerade gestern Abend deutlich, als der anziehende US Dollar die Futures für Marktteilnehmer außerhalb der USA verteuerte und schließlich zu einer scharfen Abwärtsbewegung führte.

Viele Marktteilnehmer warnen vor einer scharfen Korrektur an den Ölbörsen, sobald sich ein starkes Ölproduktionswachstum in den USA einstellt und sich eventuell wieder eine Überversorgung etabliert.

Kurzfristig könnte sich der Trend der sinkenden Rohölbestände daher fortsetzen, der die Preise zuletzt stützte. Vor allem in China besteht wieder Potenzial für einen Nachfrageschub. Gut möglich, dass die chinesische Nachfrage wieder erheblich ansteigt, sobald sich die Ölpreise entspannen.

Auch wenn die Preisniveaus an ICE und NYMEX gestern Abend deutlich nachgaben, so bleiben diese noch immer auf einem relativ hohen Niveau.

Bei den Inlandspreisen ergeben sich leichte Abwärtsspielräume für alle Produkte. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bearish 

25.01.2018

3-Jahreshoch - Bullishe Faktorkombination treibt Ölpreise 

Ein positiver Wirtschaftsausblick für die Weltkonjunktur, die angekündigte Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen Russland und der OPEC über 2018 hinaus, ein anziehender Euro/Dollar-Kurs sowie kontinuierlich fallende Rohölbestände in den USA sind der Treibstoff an den Ölbörsen, mit dem die Futures immer neue Hochs markieren. Dieser bullishen Faktorkombination ist kaum etwas entgegenzusetzten, auch wenn der Markt von vielen Analysten immer wieder als überhitzt bezeichnet wird.

Die kontinuierlich fallenden Bestände sind bullish und bis dieser Trend umkehrt, rechnet man mit weiter hohen Ölpreisen.

Die Ölpreise bleiben nach dem gestrigen Anstieg auch heute Morgen erst einmal fest und klettern sogar über die Vortageshochs. Der weiter anziehende Euro/Dollar-Kurs verbilligt dabei gleichzeitig die Ölimporte für die Eurozone. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich nur ein geringer Preisanstieg zu gestern ab. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral bis bullish 

23.01.2018

Gestiegene US Rohölbestände - API dämpft Preisrallye 

Börsianer haben zuletzt vor allem auf bullishe Meldungen reagiert. Bearishe Aspekte spielten bei der Korrektur letzte Woche nur kurzzeitig eine Rolle. Sinkende US und OECD Ölbestände, eine geplante Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen OPEC und Russland über 2018 hinaus sowie das nach oben korrigierte Wirtschaftswachstum durch den IWF beflügeln die Preise.

Allerdings gibt es auch weiterhin Zweifler bezüglich der hohen Ölpreise, da man sich im Markt zu stark auf vergangenheitsbezogene Daten stützt und die zu erwartenden Bestandsaufbauten ignoriere.

Sollte es zu einer Abwärtskorrektur an den Börsen kommen, kann diese möglicherweise sehr deutlich ausfallen, da die spekulativen Trader momentan ein absolutes Rekordniveau an Netto-Long-Positionen halten. Einige Trader scheinen sich bereits gegen ein solches Szenario abzusichern.

Die US Ölbestandsdaten des API von gestern Nacht verpassten dem gestrigen Preisanstieg erst einmal einen Dämpfer und sollen nun erstmals wieder gestiegenen sein.

Die Futures kamen in der Nacht daher von ihren Preisspitzen zurück, bleiben aber noch immer auf vergleichsweise hohem Niveau. 

Fundamental neutral bis bullish                     Chartanalyse neutral 

22.01.2018

Die IEA hatte letzte Woche die Erwartungen der US Rohölförderung deutlich nach oben korrigiert. Im Laufe des Jahres wird die USA Saudi-Arabien überholen und schließlich auch Russland, dem aktuell größten Rohölförderer der Welt, Konkurrenz machen.

Die Monatsreports der IEA und OPEC gaben den Börsen letzte Woche allerdings keine klaren Impulse. Die Einschätzungen bleiben noch zu wenig eindeutig.

In den letzten Wochen wurden vornehmlich bullishe Meldungen thematisiert und bearishe Nachrichten hatten kaum einen Effekt auf den Markt.

Es gebe einen leichten Stimmungswechsel. Der Markt realisiere, dass die Ölförderung der Nicht-OPEC Länder in diesem Jahr stark wachse und so ist eine Abwärtskorrektur wahrscheinlich. vorausgesetzt unerwartete Ausfälle im Angebot bleiben aus.

Heute Morgen stabilisieren die Äußerungen aus Saudi-Arabien allerdings erst einmal und halten die Preise auf hohem Niveau und stützen die Preise

Für heute deuten sich leichte Preissteigerungen an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral bis bearish 

19.01.2018

Futures im roten Bereich – WTI löst Aufwärtstrend nach unten auf 

Die Versorgungslage war in der zweiten Jahreshälfte deutlich knapper als noch in der ersten Hälfte des abgelaufenen Jahres. Zu Jahresbeginn ist allerdings mit einer saisonalen Nachfrageschwäche zu rechnen, die sich bisher jedoch nicht in den Preisen widerspiegelte.

Momentan sinken die Rohölbestände jedoch kontinuierlich, was die Abwärtspotenziale aus fundamentaler Sicht einschränkt.

Die OPEC schätzt das Nachfragewachstum der Nicht-OPEC Länder stärker als zuletzt ein. Das Kartell geht dennoch weiter davon aus, dass die Nachfrage stärker als das Angebot wächst, sodass der Markt weiter in einem Defizit bleiben wird. Die OPEC müsste die Kürzungen weiter verstärken, wenn sie ihr Ziel erreichen will die OECD Bestände auf den 5-Jahresdurchschnitt zu drücken.

Die Futures an den Ölbörsen gaben im frühen Handel heute Morgen deutlich nach, da die Meldung zu gestiegenen Exporten der OPEC in den ersten zwei Januarwochen sowie die als überhitzt geltende Marktlage belastet. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish 

18.01.2018

Analysten erwarten fallende Ölpreise – Bestandsabbauten bei API Zahlen stützen 

Die jüngsten charttechnischen Signale hatten zuletzt für eine Instabilität im bestehenden Aufwärtstrend gesorgt. Die große Abwärtskorrektur, die einige am Markt erwarten, bleibt allerdings noch aus. Die Rallye der letzten Wochen und Monate bildet damit das Potenzial einer heftigen Korrektur, sobald es den bullish orientierten Tradern nicht mehr gelingt die Preise weiter nach oben zu treiben.

Der Markt gilt mittlerweile für viele als überhitzt, sodass nicht wenige mit der Korrektur rechnen. Vor allem von der US Ölförderung erwartet man einen kräftigen Schub in diesem Jahr. Die zunehmende US Ölproduktion bedeute, dass die OPEC keinerlei Spielräume hat die eigene Ölförderung anzuheben.

Marktteilnehmer warten nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE, während die bullishen Zahlen des API von gestern Nacht ebenso wie die Ankündigung neuer Anschläge auf Nigerias Ölproduktion stützt. 

Fundamental bullish                         Chartanalyse bearish 

17.01.2018

Charttechnische Verkaufssignale – Schlüsselunterstützung wird getestet 

Die Ölpreise an ICE und NYMEX steigen seit Sommer 2017 fast unaufhörlich. Die jüngste Rallye hatte die Preisniveaus in den letzten Tagen auf neue 3-Jahreshochs getrieben. Mehrere Analystenhäuser haben daher ihre bisherigen Preisprognosen für das laufende Jahr angepasst.

In den wöchentlichen US Ölbestandsdaten nahmen die Rohölvorräte in den letzten Wochen kontinuierlich ab. Allerdings könnte dieser stützende Einfluss in den kommenden Wochen wegfallen, wenn die Raffinerienachfrage durch Wartungsarbeiten im Frühjahr für gewöhnlich abnimmt.

Auch von der US Ölproduktion erwartet man im laufenden Jahr einen kräftigen Schub, da diese bei hohen Preisen rentabler wird. Noch lässt der große Zuwachs in der Produktion allerdings auf sich warten. Vor allem deshalb sehen einige Marktteilnehmer die aktuelle Konstellation als überhitzt an, was Korrekturpotenzial nach unten birgt.

Die gestrige Abwärtsbewegung könnte ein Signal für die erwarteten Gewinnmitnahmen sein, da es zu Glattstellung von Long-Positionen, also Verkäufen, gekommen ist.

Die rechnerischen Preisniveaus werden aktuell mit moderaten Abschlägen zum Vortag erwartet. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish

16.01.2018

Futures setzen Aufwärtstrend fort – Brent testet erneut 70 Dollar-Marke 

In den USA war der Jahreswechsel ungewöhnlich kalt, was die generelle Aktivität der US Ölindustrie negativ beeinflusst hatte. Zum Jahreswechsel wurden daher weniger als erwartet Ölbohranlagen in Betrieb genommen. Beim letzten Report zeigte sich mit einer Zunahme von 10 Ölbohranlagen eine Gegenreaktion, die man auch bei der Ölförderung in den kommenden Wochen erwarten darf.

Eine schnell steigende Ölförderung außerhalb der OPEC, insbesondere in den USA und Kanada, sind für die OPEC die größte Gefahr bei zu schnell steigenden Preisen. Einige Marktteilnehmer sehen weitere Preissteigerungen im aktuellen Aufwärtstrend daher zunehmend kritisch, zumal die Preise aktuell stark überkauft sind.

Was die Marktentwicklung angeht gehen die Analystenmeinungen aktuell allerdings noch immer weit auseinander. Während einige die Möglichkeit eines Ausstiegs aus den Produktionskürzungen sehen, rechnen andere weiter mit einer starken Unterversorgung im laufenden Jahr.

Bei Heizöl, Diesel und Benzin zeichnen sich daher nur kleine bis mäßige Preissteigerungen im Vergleich zu gestern an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

15.01.2018

Öl-Futures im Aufwärtstrend weiter fest

 

Die USA verhängt vorerst keine neuen Sanktionen gegen den Iran, doch die Ölpreise reagierten bisher nicht mit einer nachhaltigen Abwärtsbewegung auf diese Meldung, sondern bleiben weiter in ihrem Aufwärtstrend. Die kontinuierlich fallenden Bestände in den USA und auch in den übrigen OECD Ländern verknappen die Verfügbarkeit, während die OPEC – bis auf wenige Ausnahmen – noch keinen Gedanken daran verschwendet das Produktionsabkommen frühzeitig zu beenden.

Der Dollar kam auch gegenüber anderen Währungen unter Druck, was die Öl-Futures für Käufer außerhalb der USA günstiger macht und so das Kaufinteresse hochhält.

Analysten raten allen, die auf ein Ende des bullishen Marktes hoffen, dass es vermutlich eine gute Idee sei noch ein paar Tage zu warten, bevor die Rallye vorbei sei.

Die Aktivität der US Ölindustrie nimmt mit den höheren Preisen zwar zu, bis sich dies aber in ein starkes Produktionswachstum ummünzen lässt, wird es noch einige Monate dauern.

Für heute deuten sich damit aktuell kaum Preisveränderungen zu Freitag an. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse neutral 

12.01.2018

Warten auf US Entscheidung zum Iran – Charttechnik mit Verkaufssignalen 

Die Ölbörsen waren zuletzt fest im Griff bullisher Entwicklungen. Eine sinkende venezolanische Ölproduktion und abnehmende Bestände haben die Preise anfällig für Aufwärtsbewegungen gemacht. Doch der Markt gilt gleichzeitig als überhitzt und Experten warnen davor, dass das OPEC Abkommen instabil werden könnte.

Die OPEC manövriert sich mit der knappen Marktlage und den hohen Preisen langsam in eine Situation, die man eigentlich vermeiden wollte. Der US Schieferölförderung wurde bereits bei niedrigeren Preisen ein neuer Boom vorhergesagt. Während die OPEC die Produktion reduziert hält, können andere Länder Marktanteile übernehmen.

Das Weiße Haus hat offenbar beschlossen keine Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, noch muss dies offiziell bestätigt werden. Damit bleibt der Status-Quo für weitere 120 Tage bestehen. Am Ölmarkt sorgt diese Meldung erst einmal für Entspannung.

nach den Gewinnmitnahmen im gestrigen Handel deuten sind für heute mögliche Preisnachlässe an. 

Fundamental neutral/bullish                           Chartanalyse neutral/bearish 

11.01.2018

Futures stagnieren auf 3-Jahreshoch – DOE ohne Richtungsimpuls 

Der US Markt ist für die Mineralölbörsen einer der wichtigsten überhaupt. Nicht nur weil die USA der größte Ölverbraucher ist, sondern auch, weil die USA der drittgrößte Ölproduzent der Welt ist und vergleichsweise transparente Daten liefert. Die wöchentlichen Bestandsdaten zeigen in den letzten Wochen einen ungebrochenen Trend abnehmender Vorräte und sind somit auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2015.

Durch die Bestandsabbauten haben gleichzeitig auch die Einflüsse durch geopolitische Risiken zugenommen, da Produktionsunterbrechungen in der Versorgung schwerer wiegen. Spannungen, wie mit dem Iran, haben daher wieder einen größeren Einfluss auf die Marktpreise als in den letzten Jahren und erhöhen die Volatilität der Märkte.

Der Markt hat daher eine derzeit bullishe Ausrichtung, wenngleich es in der Charttechnik immer wieder Anzeichen gibt, dass die Konstellation etwas überhitzt ist und nicht wenige Marktteilnehmer mit einer scharfen Abwärtskorrektur rechnen.

Die Futures starten in einer engen Spanne nahe der Vortageshochs in den Tag. 

Fundamental neutral/bullish                           Chartanalyse neutral 

10.01.2018

3-Jahreshochs – Öl so teuer wie seit 2014 nicht mehr 

Die stark fallenden US Ölbestände sind für Marktteilnehmer weiter eine Bestätigung, dass der Markt aktuell unterversorgt ist. Die Kombination aus Produktionskürzungen der OPEC und der hohen Nachfrage bewirkt, dass man in der Versorgung auf die Bestände zurückgreifen muss und das Cushing Lager in Oklahoma bereits auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren ist.

Auch die EIA hat in ihrem jüngsten Monatsreport die Bestandserwartungen für 2017 und 2018 noch einmal nach unten korrigiert und signalisiert damit, dass man weiter mit einer knapper als bisher gedachten Marktlage rechnet.

Derzeit ist der Markt aber vor allem für bullishe Meldungen anfällig. Die Rohöl-Futures haben mittlerweile den höchsten Stand seit Dezember 2014 erreicht.

Gleichzeitig baut sich damit aber auch Abwärtspotenzial für eine heftige Korrektur auf, sowie die bullishen Aspekte alle eingepreist sind oder eine gravierende bearishe Meldung in den Markt kommt.

Aktuell bleiben die Öl-Futures an ICE und NYMEX auf extrem hohen Niveaus, 

Fundamental neutral/bullish                           Chartanalyse neutral

09.01.2018

WTI am Morgen deutlich fester – US Rohölsorte markiert 2,5 Jahreshoch 

Die spekulative Netto-Long-Position hat bei Brent zum Dienstag letzte Woche ein erneutes Rekordhoch erreicht. Die Aussage dahinter: so viele Trader wie noch nie zu vor setzen auf steigende Preise und dies ist gleichzeitig auch ein Zeichen, dass die Preisrallye vor allem durch spekulative Handelsmotive getrieben ist. Fehlen weitere bullishe Impulse, könnten Trader mit diesen Positionen zu Gewinnmitnahmen tendieren, was gleichzeitig enormes Potenzial für eine Abwärtskorrektur schafft. Bisher blieb eine solche Bewegung, trotz zeitweise charttechnischer Signale, aus.

Für den Moment bleiben die Ölpreise an den Börsen in London und New York allerdings fest. Vor allem WTI zog in der Nacht an und hat dabei sein 2,5 Jahreshoch erneut ausgebaut. Stützend wirken sich derzeit vor allem die erwarteten Abbauten bei den US Rohölbeständen aus und die Sorge eines Zusammenbruchs der venezolanischen Wirtschaft.

Die Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen trifft vor allem die Rohölpreise und somit ist durchaus mit moderaten Preissteigerungen zu rechnen. 

Fundamental neutral/bullish                           Chartanalyse neutral 

08.01.2018

Aufwärtstrend bei technischen Verkaufssignalen noch intakt 

Anfang letzter Woche wurden die ausgefallenen Pipelines in der Nordsee und Libyen repariert und nahmen ihren Betrieb auf. Die Kaltwetterfront in den USA zieht sich allmählich wieder zurück, sodass auch dieser stützende Einfluss abnehmen dürfte. Anlagen hatten den Wintereinbruch gut überstanden und es kam zu keinen Ausfällen von Pipelines und Raffinerien. Die nächste Kältewelle sollte daher auch keine größeren Probleme verursachen, auch wenn dies die Ölnachfrage angekurbelt.

Unterdessen mehren sich aktuell die Stimmen unter den Analysten, die den Markt als überkauft oder überhitzt ansehen. Hohe Preise dämpfen den Ölverbrauch und die Kältewelle in den USA könnte die Benzinnachfrage geschwächt haben, was Marktteilnehmer nicht gerne sehen würden.

Auch die Proteste im Iran verlieren momentan wieder an stützendem Einfluss. Die Demonstranten sind weniger geworden und die Regierung hat die Proteste bereits für beendet erklärt. Dies ist zwar nicht unbedingt eine objektive Beurteilung, gleichwohl dürfte damit die Risikoprämie zumindest vorerst nicht mehr weiter steigen. 

Fundamental neutral                         Chartanalyse bearish